Kasseler Neueste NachMen
Kaffeler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Kummer 264*
Montag, 10. November 1930
20. Jahrgang
Oer neue Nationalrat in Oesterreich
66 Chr.stlich-Soziale, 22 Sozial? emokraten, 19 Anhänger und 8 Hekmatb'ock-Vertreter / Belgische Sozialdemokraten gegen Aufrüstung
Koalitionsfrage macht Gorgen (Eigener Drahtbericht).
Wien, 10. November.
Nach den Ermittlungen der HauptwahlbehSrde stellt sich das Endergebnis der gestrigen Rationalratswah- leit folgendermaßen dar:
Die Sozialdemokraten erhalten 72 Mandate (71),
die Christlich Sozialen 66 (73) Mandate, der Nationale Wirtschaftsblock und Landbund 19 (12 und 9) Mandate,
der He i m a ( b l o ck, der früher keinen. Kandidaten ausgestellt hatte. 8 (—) Mandate.
Dazu ist zu bemerken, daß die Christlich-Sozialen mit einer Wiener Gruppe der Hei,»wehren und mit de» Heimwehren Riederösterreichs ein Wahlbündnis hatten, während der nationale Teil der Heimwehren sowohl in Wien als auch in sämtlichen Provinzen eigne Kandidaturen in Gestalt des Heimatblocks aufgestellt hatten. Der Nationale Wirtschaftsblock und Landbund umfaßte die frühere Grotzdeutsche Partei und den aLndbund und steht unter Dr. Schoberss Führung.
Von den Parteien, welche keine Mandate erhielten, entfielen auf die Nationalsozialisten in ganz Oesterreich 99 356, aus die Kommunisten 20 691, aus die österreichisch.-. Bolkspartei t1987, auf die Demokratische Mit tclpartei 6917, auf die Jüdische 2134, aus die Kaisertreue Volkspartei 157 und aus die Nationaldemokraten 54 Stimmen.
Insgesamt beträgt die Zahl der abgegebenen sozialdemokratischen und komniunistischen Stimmen 1623 070 Stimmen, die der bürgerlichen Parteien und der Nationalsozialisten 1645 881; in Wien betrug die Zähl der abgegebenen nationalsozialistischen Stimmen 23 938, der kommunistischen Stimmen 10 591 Stimmen.
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Tie Frage ist fetzt, wie die Nkehrheitsbildung erfolgen würde. Die bisherige Kombination ergibt selbst bei wohlwollender Neutralität des Schoberblocks, nur eine so geringe parlamentarische Mehrheit. daß ein ausgesprochener Regierungslurs, wie er gewiß doch wohl angeftrebt wird, wohl kaum eingehalten werden kann. Es wird daher nichts übrig bleiben, als daß die Christlich-Soziale an Schober, den sie vor der Wahl gestürzt haben, wieder mit der Bitte um Unterstützung heran treten.
Oie Derieilung -er Restman-ate
Starhcmberg im ersten Ermittlungsverfahren ohne Mandat.
Wien, 10. November.
Von bekannten christlich-sozialen Nationalräten sind bisher wiedergewählt: Bundeskanzler Vaugoin, Außenminister Seipel, Unterrichtsminister Schmitz, Handelsminister Heinl, Landeshauptmann von Niederösterreich Buresch und die Rationalräte Dr. Kienböck, Dr. Kunschak und Drexel. Von Sozialdemokraten: Bürgermeister Seitz.
Otto Bauer, Julius Deutsch, Glöckel, Danneberg und Leuthner. Der ehemalige Bundeskanzler Dr. Schober ist mehrfach wiedergewählt.
Unter den Kandidaten, welche im ersten Ermittlungsverfahren vorläufig kein Mandat errungen haben, befinden sich noch der bisherige großdeutsche dritte Präsident des Nationalrates Dr. Waber, der steyermärkische Landeshauptmann Dr. Rinielen, die Heimwehrsührer Starhemberg, Dr. Steidle, Pfriener und Major Fey, ferner der großoeutsche Abgeordnete Dr. Hampel- Steiermark und der in Kärnten vom Heimatblock als Kandidat ausgestellte ehemalige Landeskomman? dant von Kärnten. General Hülgerth.
Wenn auch die Reststimmen bereits in dem Gesamtergebnis der Wahlen eingerechnet sind, erfolgt die Verteilung der Re st Mandate erst nach Verhandlungen innerhalb der einzelnen Parteien im Laufe der nächsten Wochen. Innenminister Fürst Starhemberg dürfte wieder ein Restmandat erhalten, desgleichen Justizminister Hueber, der ebenfalls noch ohne Mandat ist.
Das Wiener Ergebnis
Wien, 10. November.
Rach Berechnungen der Hauptwahlbehörde verteilen sich unter Einrechnug der Reststimmen die Mandate im Wahlkrcisverband Wien folgendermaßen: Sozialdemokraten 30 (plus 1), Christlich- Soziale 11 (minus 3), Rationaler Wirtschaftsblock und Landbund 4 (plus 2).
Ruhiger Verlauf
Wien, 10. November.
Die Nationalratswahlen, die gestern um 5 Uhr nachmittags abgeschlossen wurden, sind hier bei sehr starker Beteiligung der über 1,4 Millionen Wahlberechtigt, besonders auch der Frauen, in vollkommener Ruhe vor sich gegangen. Hierzu dürfte wesentlich das schon Sonnabend mittag in Kraft gesetzte und bis morgen früh anhaltende Alkoholverbot beigetragen haben, das zahlreiche Gastwirte veranlaßte, ihre Betriebe überhaupt zu schließen. Auf den Straßen sah man ständige Bewegung, ein fortdauerndes Kommen und Gehen der Wahlpflichtigen, die sich der Bedeutung ihrer Aufgabe voll bewußt schienen, wobei von Anreißertum ebensowenig zu bemerken war, wie von Schlepperwesen. Auch Polizei war nicht mehr als alltäglich in den Straßen zu sehen. Hier und da soll mit Wahlzetteln, die bereits in Wahlumschlägen enthalten waren, Schwindel versucht worden sein.
Kommunisten gegen Polizei
Vier Schwerverletzte in Hilden bei Düsseldorf
Düsseldorf, 10. November.
I» Hilden bei Düsseldorf hatten dieKommu- niften für Sonntag zu einer große» Stratzen- kundgebung gegen die Nationalsozialisten auf- gerusen. Trotzdem die Polizei die Veranstaltung verboten hätte, rückten am Sonntag nachmittag aus Richtung Geresheim, Benrath und Ohligs kommunistische Züge in die Stadt ein. Die Hildener Polizei versuchte, mit Unterstützung der Landjägerei, die Umzüge aufzulösen. Die Beamten wurden jedoch derart bedrängt, daß sie schließlich von ihren Schußwaffen Gebrauch machen mutzten, da von allen Seiten aus sie eingehauen wurde. Dabei wurden vier Personen, darunter eine unbetelligte Frau, schwer verletzt. Auch mehrere Polizribeamte erlitten niehr oder weniger schwere Verletzungen, davon einer eine» Messerstich in de» Unterleib.
Llngebetene Gäste
Kommunisten überfallen eine nationalsozialistische Versammlung.
Stuttgart, 10. November
Las Polizeipräsidium teilt mit: Trotz polizeilichen Verbots der russisch en Revolrkttonsf^ier in
der Stadthalle und der damit zusammenhängenden Kundgebungen versuchten die K"mmunisten in den Abendstunden des Sonnabends von verschiedenen Plätzen der Stadt aus Temonstrationszüge su bilden und auf dem Marktplatz eine Ersatzkundgebung zu veranstalten. Verschiedene Umzüge mußten von der Polizei zerstreut und der Marktplatz geräumt werde». Hierbei mutzte verschiedentlich vom Gummiknüppel Gebrauch gemach» werde»..
In Zuffenhausen versuchten gegen 8 Uhr abends Kommunisten aus Feuerbach, eine nationalsozialistische Versammlung in der Turnhalle gewaltsam zu stören. Der Ueberfall war von den Kommunisten planmäßig vorbereitet. Kurz vor Beginn der Versamlung wurden von verschiedenen Seiten Steine in die Fenster der Turnhalle, wo die nationalsozialistische Versammlung stattsano, geworfen. Zu gleicher Zeit versuchten mehrere Kommunisten, ohne Entrichtung des Einttitispreises gewaltsam in die Turnhalle einzudringen. Dadurch entstand eine Schlägerei, bei der abgebrochene Stuhlbeine und Messer in Aktion traten. Es gab viele Sch werverletzte, darunter einen Kommunisten, dem im Eifer des Gefechts von einem eigenen Parteigenossen der Bauch aufgeschlitzt wurde. Auch ein Polizeibeamter erlitt erhebliche Verletzungen. Das Stuttgarter Uebersallkommaudo traf nach zehn Minuten ein und säuberte de« StttA,
Kein Verbot der nationalsozialistischen Partei. Eine Korrespondenzmeldung, wonach ein Verbot der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei unmittelbar bevorstehen soll, wird uns sowohl von preußischer wie auch von der Reichsinstanz vollkommen in Abrede gestellt. Es wird namentlich von der Reichsinstanz vollkommen in Abrede gestellt. Es wird namentlich von der Reichsinstanz festgestellt, daß nichts dergleichen geplant sei.
Selglsche Sozialisten
gegen Sesesttgnng-baisten
Brüssel. 10. November.
Der Parteitag der,belgischen Sozialisten beschäftigte sich außer mit wirtschaftlichen Fragen auch mit der Gefahr eines neuen Krieges und in Verbindung mit diesem Problem mit den Projekten der belgischen Regierung für die Landesverteidigung. Aus der eingehenden Diskussion über die
Darlegungen des Berichterstatters, der die Möglichkeit eines neuen Krieges nicht leugnete, aber für die Politik der Abrüstung eintrat, ging folgende Stellungnahme der belgischen Sozialisten hervor:
Der Versailler Vertrag sei ein Gewaltfrieden. Der Weg zur Revision sei im Vertrage selbst vor- .ezeichnet, und man müfic aus diesem Wege für die Revision kämpfen. Ma» behaupte häufig, daß eine solche Poli.ik die Rationalisten unterstützt, diese Ueberlegung dürfe aber die Sozialisten auch in ihrem Kampfe für die Gerechtigkeit nicht aushalten. Man wisse noch nicht, ob die belgische Regierung zwei Milliarden oder nur 300 Millionen für den Ausbau der Befestigungen fordern werde. Aber selbst wenn die Regierung nur 300 Millionen beantrage, so sei schon das zuviel.
Proucquere erklärte, in einer längeren Rede daß die Sozialisten, gegen jeden Tribut für den Ausbau der Befestigungen stimmen würben, denn der europäische Friede könne nicht durch Be- leftigunge», sondern nur durch internationale Zusammenarbeit sichergestellt werden.
Technik und Giaaiskunst
Von Rrichsminister a. D. Dr. Eugen Schiffer.
Deutschland, das scheinbar überall dabei war, geriet in Wahrheit in eine n o t splendid iso- lat i o n und verlor zugleich, da der Bülowblock von 1907 nur ein taktischer Erfolg war, die innere Kraft und Geschlossenheit, die allein es ermöglicht f>ä*te gegenüber dieser Isolierung auf sich selbst zu beruhen und in sich selbst die Sicherung seines Ta-
neue Gedankenkreise? Bringt es uns in der geschicht- chen Erkenntnis der Veraangenhett und dem Ver
'^•nävnie für die Geoenwart weiter?
Tas Buch en Hält eine Unmasse von Anektzoien -ft out. mi meist boshafter Zuspitzung erzählt. So •-»eit tze ni*t — n,nn’*,""rtT oa«» awiK«»
-"mttakeit Italiens ausaehöblt: utro aut _ bte’« fo ck»mal gewordenen Basis wurde eine unübersehbar -Tn-erterte Außenpolitik. eine auf eine überstürzte ’tnb überbtzte Ueberindnstrmlisieruna aufgebaute M«hai'idelsnolnik, eine expansive Floaten- und Ko- 'oniolavli'k. kurzum eine regelrechte Weltpolitik auf« -ft’aut. Auch im Innern wurde die bi^enae Trog- -'s*.' (iK-v-HrWi* -rn—er ft-’fw'T u—b k-^wächer.
9» diese» Tage« wird der zweite Teil der BLlow- fche» Denkwürdigtette» erscheinen. Wir erteilen im folgenden einem Politiker, der in der Vorkriegszeit nnd während des Krieges dervorgeireten ist. das Wort »« einer kritische» Betrachtung des ersten Bandes" der Bülowsche« Erinnerungen. Qbue uns die Ausführungen Schissers, der während des Krieges bekanntlich Betbmann-Hollweg naüeitand. rueige« zu machen, glaube» wir doch, daß sei» Artikel allgemeine Beachtung verdient, weil er den Blick ans die «rohen grundsätzliche« Frage« der Borkriegsvolitik lenkt lllovyrighi für diese« Artikel bei Nordische Gesellschaft, Lübeck!.
Die Denkwürdigkeiten des Reichskanzlers Fürst Bülow stutz auf vier Bände berechnet. Der erste Band, der bereits erschienen ist, behandelt die Zeit vom sttatssekremriat bis zur Marokkokrife, der zweite Band kommt in diesen Tagen heraus. Schon der erste Band umfaßt nicht ioeniger als 634 Seiten nebst Vorwort, Vorbemerkung und Anhang. Das darf uns nicht abschrecken. Wer drei Jahre als Minister des Auswärtigen und neun Jahre als Reichskanzler die Geschäfte des deutschen Reiches führte und die Geschicke dos deutsche» Belkes lenkte, muß uns etwas zu sagen haben. Wenn er es recht ausführen tut — umso besser.
Noch aus einem anderen Grunde griffen wir be« "ierig nach diesem — Wr'gens sehr vornehm und geschmackvoll ausgestatteten — Buche. Vor seiner Herausgabe waren Auszüge in einer Berliner Tageszeitung erschienen. Sie enthielten ganz überwiegend mir Schilderungen, die ein Überaus un« zünftiges Licht auf Wesen und Gebavren des letzten »aifers warfen. Man hatte die Hoflmmg, daß es sich hier um eine tendenziöse Auswahl einzelner aus dem Zusammenhang gerlssener Stellen handle, nnd daß wenn dieser Zusammenhang wieder herge stellt würde, der Verfasser von dem peinlichen Verdacht gereinigt erscheinen werde, er habe die Ver- öflenflichung f~hter Erinnerungen bauDtBMich dazu benutzt, den Mann zu verunglimpfen, dem er auf scr Höhe feines Lebens in einer besonderen Amts- nnd Vertrauensstellung nabe gestanden hatte. Die r-offnuroa hat sich nicht erfüllt. Die Angriffe gegen Wilhelm II. ziehen sich durch das ganze Werk; man kann sie als die Korsettstangen des Buches bezeichnen Sie büßen im Zusammenhänge nichts an ihrer .^eftigfeit ein; ihre verletzende Schärfe wird eher noch gesteigert durch die bei ihnen angewandte Methode. Bül-w schleudert nämlich seine Pfeile nur -.um Teil selbst und unmittelbar auf fein Opfer, gitm andern Teil bedient er sich schriftlicher oder mündlicher Aeußerungen Dritter, die er wiedergi'bt, so daß er für sich den Schein der ObjÄtivität rettet.
Bei andere« Sterblichen tzgaegen verort Bülow einfacher, derber, gröber: gegen Graf Monts und Kiderlen, Delbrück und Harnack, Graf Posadowfky 'ind Admiral von Senden uns ungezählte andere. Vor allem haben es ihm Bethmann und Jagow angetan. Ihrer Unfähigkeit und Unge'chickthelt, Kurz- nchtihkeit. Unbesonnenheit und überhaupt Uninläng- . oT ?. ."-in;- Unglück -i-' cltfT’
spielte. Sie sino vollgültige Beweise für die Schlußfolgerung, wie sie der Verfasser selbst mit folgcnbeit Worten zieht: „Kaiser Wilhelm 11. hat ost geirrt, er ist oft, nur zu oft, falsche Wege gegangen. Aber wenn er viel gesündigt hat, so ist von Speichelleckern Weihrauchstreuern und Kriechern auch viel .an ihm gesündigt worden". Sagte nicht schon Tacitusss es cÄbe keine Tyrannen, wenn es keine Sklaven gäbe. Nülow selbst freilich hat, wenn wir ihm glauben Dürfen, „frei von Schuld und Fehle bewahrt die kttidlich reine Seele". Aber doch nicht er allem. Es gab außer ihm und den wenigen, die vor seinen Augen Gnade finden, noch eine ganze Anzahl von Peinlichkeiten, die aufrecht ihren Weg gingen, schlichten Männerstolz vor Königsthronen zeigten und es verstanden, den Dienst am Staate mit der Freiheit des Menschen zu vereinigen. Die sanden sich auch i» den hohe» und höchsten Stellen; und indem sie nicht tn das von Bülow gezeichnete Bild der Zeit ausgenommen wurden, wird dieses Bild schief-
Dann aber die zweite und größere Enttäuschung. iyr sachliche Gehalt d->s Buckes ist unverhastnis- mäßig gering. Es mag nicht einmal besonders be- tont werden, daß die Richtigkeit der^tatsächlichen An- aaben anscheinend nicht immer über allen Zwettel erhübe» ist. Der frühere Reichsaubemnmlster ~r Rosen hat bereits in einem nicht unwichtigen Punkte der Angelegenheit des Windsorvertrages, «egen sie Widerspruch erhoben. Aber auch wüst: Was nutzt eS uns, daß Bülow sich immer wieder zu Bismarck brennt, seine Verabschiedung beklagt und belämmert --d sie dem Kaiser zum schwersten Vorwur, macht? Er sollte vor unseren Augen etnen Vergleich der Bismarck scheu P alittk mit der nachbismarckschen ziehen, die dcch Wesentliche» feine eigene war, und uns dartun, warum m die Politik des ersten Kanzlers unter, feinen Aach- ;Dtoern teils beibehalteit, teils amgegeben, und welcbe Folaen diese vorichdetzenartige Emitellung gehabt hat. Bismarck ist in feiner Anßenvolttik unentwegt von der äußersten Gefährdung feiner grandiosen Reichsschöpfung als dem beberrschendeii Gs- sichtSvuickt ausgegangen, «r^hai niemals an eine neue Machterweiternng gedacht, sich nicht einmal ve -siolich der Macht, die er bereits errungen hatte, in Sicherheit gewiegt, dauernd unter, dem. cauchemär des coaliiions gelitten und das -Piel mieden fuuf Kuaeln wahrlich nicht aus Freiwe am jonglieren aeftnelt Deshalb hat er den Dretbmid geschallen, ach um England bemüht. Frankreich durch Kolou>al- »rwerb abzulenken versucht, mit Rußland den Rnck- ‘•nTn4v>rirn.i'3i'’cr*t~g ge'chl^a-n. tza<ür gesorgt, daß Deutschland den Boden der Autarkie nicht garzusehr erltere. und sich gegen Rio fern und Kolonialvolitir <->.<»» m<g»r nis bloß zum'ckdaltmd ae-eich Cr bnugte weder die Bestrebungen von Stosch noch die Plane -on Tirvitz. Rach seinem Abgang wurde das ^un- ■^ament deut-eher Machwel una immer schmaler, Rutz- >anb abaestoßen. Fraickresth verärgert, England zu- --iickaewiefen. der Dreibund durch die sortschreltentze
zu. ' Am allerschlechtesten aber kommt Mathias Erz- , 1'^ew.eien der ^eiouno onra> berger und Hugo Preutz. Philipp Scheidemann und I 'Setzung. der Dopve/monarchle und^ die ganz besonders Friedrich Ebert, der erste Reichspräsident weg. Erst in einem der späteren Bände wird er, wie der Verlag in seiner Vorbemerkung mitteilt, dem „biederen Gastwirt" gerechter.
Immerhin snw alle diese Dinge zwar für die Wertung des Autors? aber nicht für die seines Wer- 'es bestimmend, lieber sie entscheidet envas Anderes Was bringt es an Sachlichem? Bringt es Ans- efqrnn/i >>urch »ei'e GästRtSw,»k«<>
klatsch darstellen, gewähren sie einen Einblick ■ -t S/>ti •*! bettt
sich damals diePolttik, zumal diePersonalpolittk, ab-
feins zn sinden. Das war der Weg zum Weltkrieg, und Bülow hat seine Begehung zwar nicht erö's- net, aber beinahe hemmungslos mitgea