Hessische Abendzeitung
uesM 78 mm breite Zeile 45 4. C.fertgebübr 25 4 (bet Zustellung 85 4). — Kur bas Erscheinen von Anzeigen tu bestimmte» Ausgaben, an besonderen Platzen und für lelevbonisch ertettte Aufwrge keine Gewähr. Re», »ungsbetrage innerhalb von 5 Tagen zahlbar. Gerichts,tand Kassel. — Postscheckkonw Kranksurt tu M. 6380,
Kasseler Abendzeitung
8?rj?nt?aeBu6J- 2" Kallen von höherer Gewalt besteht kein Ansoruch aus Lieserung der Seitnno ober ou« Rückzahlung des BezugSvre ses Verlag. Dchristleitung und Druckerei: Kölnische Stvahe >0^ - Televbon- Sammelnummer 6800. Juristische Sprechstunde leben Dienstag von 6 bis 7 Uhr Kölnische Straße Nr. 10.
Kaffeler Neueste Nachrichten
Nummer 240*
Montag, 43. Oktober 1930
20. Jahrgang
„Vertrauenserklärung für Deutschland"
Wütlsireet meldet Abschluß der Kreditverhandlungen / Reichstagsbeginn / Oeutfchnationaler Mißtrauensantrag / Streik in der Berliner Metallindustrie?
125 Mill. Dollar Kredite bewilligt!
Eigener Drahtbericht.
Neuyork. 13. Oktober.
Wie das B«mkhaus Lee Higginson u. Co. mitteilt, hat ein internationales Bankenkonsor- t i u m unter Beteiligung amerikanischer, deutscher, kanadischer. holländisclfer und schwedischer Banken der deutschen Reichsregierung einen Kredit im Werte von 125 Millionen Dollar gegen Ausgabe von sechsmonatigen Schatzscheinen zur Verfügung gestellt. Die deutsche Regierung hat das Recht, den Kredit drei mal zu erneuern, sodast die L a u f z e i t des Kredites 2 Jahre beträgt. Der Zinsfuß stellt sich auf 4yA Vom Hundert.
Den größten Teil übernimmt die amerikanische Dankengruppe, die sich aus 22 führenden Häusern zu- saminensetzt. Frankreich ist nicht beteiligt. Eine Beteiligung englischer Banken ist geplant. Auf die deutsche Gruppe werden wahrscheinlich 1 g v. Hundert entfallen. In Wallstrcetkreisen wird erklärt, daß dieser Kredit eine Vertrauenserklärung für Deutschland darstelle.
Ole Ltntersuchung
-er „ir iOl-Katastrophe"
wird öffentlich geführt.
Die englische Regierung hat entschieden, daß die Untersuchung über die Ursachen der Katastrophe des Luftschiffes R. 101 öffentlich geführt werden soll. Die Bekanntgabe der Zusammensetzung der Kommission dürfte in aller Kürze erfolgen. Die Untersuchung, die sich außer auf die Ursachen des Unglücks, auch auf die Zukunft der britischen Luftfahrt überhaupt bezieht, gilt in erster Linie folgenden Fragen:
1. Hatte d>e KonstruktiOm des verunglückten Luftschiffes irgendwelche Fehler aufzuweisen.
2. Verlor das Luftschiff an Höhe durch Gasverlust.
3. Kann das zusätzliche Regengewicht, das sich auf der Hülle angesammel hatte, den Höheiwer- lust des Luftschiffes verursacht haben.
4. Ist der Anprall des Luftschiffes auf den Boden auf Fehler in der Handhabung des Luftschiffes oder auf Versagen des Höhenmessers zurückzu- führen?
Die nach England überführten Instrumente
des Luftschiffes sind dt-rch den Brand so stark beschädigt, daß sie nicht mehr geeignet sind, Anhaltspunkte für die Untersuchung zu bieten. Man kann sich also, so erklärt der „Daily Telegraph", eigentlich nur an die Aussagen der Ucberlcbenden kalten, die sich sämtlich nicht in der Führergondel befunden hatten, sodaß sie selbstverststndlich nur sehr wenig Material ,ur Verfügung stellen können.
Eckener berichtet
Dom englischen Luftfahrtministerium über seine Erfahrungen.
London, 13. Oktober.
In einer Unterredung mit dem Vertreter der .Times" hat . >t. Eckener sich über seine Erfahrungen geäußert. Er hat am 5. Oktober, dem Tage der Katastrophe des R 101, bekanntlich mit dem .Graf Zeppelin" eine Landungsfahrt nach Leipzig unternommen. In iKit 30 Jahren seiner Luftschiff-Tätigkeit hätte er niemals erlebt, daß sich ein Tiefdruckgebiet mit solcher erstaunlicher Schnelligkeit vorwärts bewegt habe. Der Höhenmesser des .Grafen ZeppeUn" habe auf dieser Fahrt einmal eine Höbe von 400 Fuß bme!*net, während das Luftschiff tutsä-chlich auf dem Boden gewesen wäre. Dies erkläre sich aus der Plötzlichen Veränderung des Barometcrstm des. Er beabsichtige über diese Fahrt des .Graz Zeppelin" dem englischen L u f t- fahrtmtnisterium" einen ausführlichen Bericht vorzule^en.
Dr. EckeNer spricht dann seine volle Anerkennung auS, für die Arbeit, die Großbritannien für die Entwicklung geleistet habe. Insbesondere wies er auf die Erfindung der Landungsmaste hin. Die englischen Luftschiffe seien in vieler Hinsicht stärker und sicherer gewesen als die deutschen. Er beabsichtige nicht, seine Pläne durch das furchtbare Unglück der R. 101 stören zu lassen.
Das neue Luftschiff Z. Z. 128 werde acht Moto re haben. Die Maschinen könnten sowohl mit Benzin als auch mit Blaugas gefahren werden. Zum Schluß erklärte Dr. Eckener, er könne nicht glaitben, daß England, das soviel für die Sache der Luftfchtffahrt als internationales Verkehrsmittel getan habe, jetzt wegen dieses Unglücks seine Tätigkeit auf diesem Gebiete aufgeben wolle.
Vor der Reichstags-Premiere
(Von unserer Berliner Schriftteitung.)
th. Berlin, 13. Oktober. 1
H^^uud)mittag 3 Uhr beginnt die mit großer Spannung erwartete erste Sitzung des neuen Reichstages, die zunächst allerdings nur den Namensaufruf der 577 Abgeordneten unter der Leitung des Alterspräsidenten, des 82jährigen Zen- trumsabgeordneten Herold, bringt. Eigentlich könnte sich dann die Wahl des Präsidenten sofort anschließen, aber dazu wird man wohl nicht in der Lage fein, sondern man rechnet vielmehr damit, daß der Reichstag sich sofort auf Mittwoch vertagen wird, um am Dienstag oie internen Verhandlungen über die Wahl des neuen Präsidenten fortzusetzen.
Die Frage, wer im neuen Reichstag das Präsidium führen wird, ist noch vollkommen unentschieden. Während man bisher animhm, daß der Reichstagspräsident L o e b e seinen Posten beibehalten werde, weil er nicht nur wegen der Stärke seiner Fraktion, sondern auch wegen der persönlichen Eignung, die er sich im Laufe der Jahre erworben hat, als Kandidat dafür in Frage kommt, haben sich jedoch in letzter Zeit bei den bürgerlichen Parteien Widerstände dagegen geltend gemacht, einen Sozialdemokraten im Präsidium zu belassen. Infolgedessen ist diese Frage noch durchaus ungeklärt und gerüchtweise wird der Führer der Deutschen Volkspartei Dr. Scholz als Kandidat für den Präsidentschaftsposten genannt, eine Kombination, die jedoch auf außerordentlich unsicheren Füßen steht.
Ebenso unklar ist die Besetzung der d r e i Vize, präsidentenpostcn. Die Nationalsozialisten haben zweifellos Aussicht, einen Vizepräsidenten zu bekommen, für den der Abgeordnete S t ö h r als eifer Kandidat genannt wird. Tic Kommunisten, die dann als nächststärlste Frak ion in Frage kämen, werden zweifellos keinen Posten bekommen, da für eine kommunistische Kandidatur im Reichstag keine Mehrheit
zu haben sein wird. Infolgedessen wird wohl der Zentrumsabgeordnete Esser als nächster Vizepräsident in Frage kommen, während für den letzten der drei Vizeprüsioenlenposten wiederum große Unsicherheit besteht und vorläufig nur die Namen der bisherigen Vizepräsidenten G r a e f und von S urbar f f genannt wird, lieber diese Frage kann erst im Lause der Besprechungen Klarheit geschaffen werden.
Deinonstrattonen?
Vollkommen offen ist die Frage, ob es zu irgendwelchen Demonstrationen großen Ausmaßes kommen wird. Nach wie vor erhebt sich in der Oefsent- lichkeit das Gerücht, daß die Nationalsozialisten und die Kommunisten in ihren Parteiuniformen, also in dem braunen Hit- lerhernd und in der Uniform des roten Frontkämpferbundes aufmarschieren wollen. Ob dieser Plan tatsächlich durchgeführt wird, ist noch unbestimmt, ober man rechnet immerhin mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit darauf.
Die Polizei hat umfassende Vorsichtsmaßnahmen getroffen, aber diese beschränken sich auf das Ge- lände außerhalb des Reichstagsgcbäudes.
Dort will man auf jeden Fall verhindern, daß einzelne Abgeordnete, etwa durch Demonstrationszüge ihrer Parteifreunde nach dem Reichstag begleitet werden, oder daß sonst Ansammlungen ftattfinben. Man will auch das Uniform verbot strickt durchführen, sodaß biejenigcn Abgeordneten, die etwa in einer der beiden genannten Uniformen nach dem Reichstag gehen wollen, wenigstens einen Mantel über der Uniform tragen müßten.
Innerhalb des Reichstagsgebäudes hat die Polizei Befug
nisse; dort werden lediglich die Saaldiener und eine Anzahl Kriminalpolizisten für die Aufrechterhaltung der Ordnung sorgen können. Diese Bemühungen werden sich naturgemäß vor allem aus die Tribünen erstrecken, während man
im Plenarfitzungssaal selbst den Dingen im wesentlicher. ihren Lauf lassen
muß. Sollten also die beiden extremen Parteien in ihren Parteiuniformen auftreten, so wird man diese Demonstration wahrscheinlich stillschweigend hinneh- men müssen, um keinen neuen Widerstand und Unruhen Hervorzurusen. Es ist jedoch, wie gesagt, noch keineswegs sicher, daß dieser Plan überhaupt durchgeführt werden soll.
Ausverkauftes Haus
Berlin, 13. Oktober.
Obwohl die Reichstagssitzung erst nachmittags um 3 Uhr beginnt, hatten sich bereits seit sechs Uhr mor gens einige Unentwegte vor der Tribünenkartenausgabe eingesunden, um Zeugen der Eröffnung beS Reichstages werden zu können. Zeitweilig kam es zu erregten Protesten, als den von 8 Uhr ab sich eingefun«
denen Bewerbern eröffnet wurde, daß fic feine Aussicht mehr hätten, eine Tribünenkarte zu erhalten.
Im Sitzuiigsfaal beS Reichstages, der bis aus einen. Stuhl, der für den nachträglich hinzugekommenen 577. Abgeordneten nachbestellt werde» mußte, in der Nacht vom Sonntag fertiggestellt war, herrschte in den Vormittagsstunden ebenfalls ein lebhaftes Treiben, ba oie Abgeorbneten an Hanb ihres Planes ihre Sitzplätze suchten. Verschiedentlich sah man auch schon in den Vormittagsstunden Abgeordnete, die unter ihrem aufgeknöpften Paletot ihre Braunhemden zur Schau trugen. Belebt wurde bas Bild in ber Wandelhalle noch dadurch, daß zahlreiche Abgeordnete ihre Frauen und Kinder mitgebracht hatten. um ihnen ihre neue Wirkungsstätte zu zeigen.
Wie bas Nachrichtenbureau des VDZ. hört, wird ber Reichstag bei Beginn seiner Arbeiten eine neue Fraktion vorfinden, da der Zusammenschluß des Christlich-Sozialen Volksdienstes, ber 14 Mitglieder, also keine Fraktionsstärke hat, mit den Deutsch- Hannoveranern mit drei Mitgliedern und ber Konservativen Volkspartei mit fünf Mitgliedern zu Beginn ber ersten Sitzung erfolgt sein soll, so daß diese Fraktionsgemeinschaft über eine Stärke von 22 Mitgliedern verfügt.
Das Rätsel der Mehrheitsbildung
Mißtrouensanträge bereiten Sorgen
th. Berlin, 13. Oktober.
Der Reichskanzler, ber auch am gestrigen Sonntag die Besprechungen mit den einzelnen Parteiführern über das Regierungsprogramm und die Möglichkeit einer Mehrheitsbildung weiter fortgesetzt hat, hofft, schon am Donnerstag seine Regierungserklärung vor dem neuen Reichstag ab- geben zu können. Dann würde sich die Debatte anschließen, so daß Anfang der nächsten Woche die Abstimmungen 1. über bie Mißtrauensanträge, 2. über bie Aufhebung ber Notverordnungen und 3. über den Heber- brückungskredit vorgenommen werden könnten. Die Hauptschwierigkeit liegt bei ber Abstimmung über die Mißtrauensanträge.
Die deutschnationale Fraktion hat gestern beschlossen, einen Mißtrauensantrag gegen das gesamte Kabinett einzubringen,
und zwar ohne spezielle Motivierung, um auch der Opposition des anderen Flügels bie Zustimmung zu erleichtern. Wie sich bie Mehrheit bei dem Mißtrauensantrag gestalten wird, ist noch höchst ungewiß, ba ja auch bei den bürgerlichen Mittelparteien Gruppen vorhanden sind (so z.V. zehn Abgeordnete bei der Deutschen Volkspartei), die an der Ablehnung ber Mißtrauensanträge nur bann mitwirken wollen, wenn sichergestellt ist, baß biefe Anträge nicht vom guten Willen ber Sozialdemokraten abhängig sind. Diese Situation ist aber keinesfalls zu vermeiden, so daß mit Absplitterungen aus der bürgerlichen Mitte zu rechnen ist. ->
Ein anderer parteipolitischer Vorgang, der sich in gegenteiliger Richtung bewegt, ist aus der gestrigen Sitzung des Vorstandes der preußischen Zentrumsfraktion zu verzeichnen. Dort wurde einstimmig der Auffassung Ausdruck gegeben, daß
für die Zentrumsfraktion keinerlei Veranlassung vorliege, dem Antrag, der von anderen Parteien auf Auflösung des Preußischen Landtages gestellt wird, zuzustimmen.
Diese Stellungnahme des preußischen Zentrums ist deshalb besonders wichtig, weil die Rückwirkung auf die Haltung des Zentrums im Reich nicht ausbleiben dürfte und zwar in der Richtung, daß ber Widerstanb bes Zentrums gegen eine Zusammenarbeit mit ben Nationalsozialisten sich baburch weiterhin verschärfen dürfte. Allerdings wird die Bereitschaft des Zentrums, mit ben Sozialbemokra- ten zusammen auch im Reiche eine Mehrheit zu btt den, nicht ausreichen, um tatsächlich die notwendige Majorität zusammenzubringen.
Die Sozialdemokraten find allerdings offenbar entschlossen, dem Kabinett über die ersten Schwierigkeiten hinwegzuhelseu.
An diesem Eindruck ändert auch die scharfe Kampfdemonstration, die gestern int Berliner Lustgarten veranstaltet wurde, und bei der sowohl der Reichstagspräsident L o e b e wie auch Abgeordneter Künstler außerordentlich scharfe Aeußerungen gebrauchten, nichts. Heber bie Gründe, die die Fraktion zu dieser Haltung veranlassen, äußert sich heute der Fraktionsführer Dr. B r e i t s ch e i d in einem Artikel in ber „Welt am Akontag", worin er unter anderem betont, daß die Notverordnungen
zwar verfassungswidrig seien, daß aber ihre sofortige Aufhebung ein Chaos auf steuerpolitischem • und sozialpolitischem Gebiete herbeiführen würbe, worunter bie Arbeiter in erster Linie zu leiben haben würben. Die Sozialdemokraten fordern daher bekanntlich die Heberweisung ber Notverordnungen an einen Ausschuß, um dort bie Umgiegung in gesetzliche Form zu versuchen Die S. P. D. hätte jeboch auch noch einen anderen Grund für ihre Haltung, und zwar bestehe dieser in ber Ueberlegung, wer nach einem Rücktritt bes Kabinetts Brüning an besten Stelle treten solle. Durch Koalition nach rechts ober links mürbe keine Mehrheitsbildung erfolgen, und infolgedessen werde das Ende vom Liede wahrscheinlich bie Diktatur in irgendeiner Form sein. Es
dringendste Ausgabe, die Diktatur zu verhüten,
und unter diesen Umftänben komme alles daraus an, daß die Regierung, wie bie Regierungsparteien dem sozialdemokratischen Verlangen nach einer Durchberatung der Notverordnungen entspre. chen wollten. Wenn sie sich weigerten, so würde man, wie Dr. Breitscheib zum Schluß erklärt, ber verhängnisvollsten Entwicklung entgegengehen.
Der Streik droht!
Urabstimmung in den Betrieben der Berliner 1 Metallindustrie. 1
Berlin, 13. Oktober.
Die freigewerkschaftlichen Funktionäre der Berliner Metallbetriebe haben Sonntag vormittag in einer Versammlung zu dem Schiedsspruch des Schlichters, durch den bie Löhne ber Metallarbeiter ab 3. November um 8 bzw. 6 Prozent herabgesetzt.werden sollen, Stellung genommen. Nach einem Bericht bes Bevollmächtigten des Deutschen Metallarbeiterverbanbes, Max Urich, über die Lohn- und Schlichtungsverhandlungen und nach eingehender Aussprache wurde in einer Abstimmung der Schiedsspruch einstimmig abgelehnt. Ferner billigten die Funktionäre den Vorschlag, am Montag in den Betrieben der Berliner Metallindustrie eine Urabstimmung über den Eintritt in den Streik vorzunehmen, an der sich nach dem Beschluß des Hauptvorstandes auch die Unorganisierten beteiligen sollen. Zu dem Ergebnis der Urabstimmung, das nach der Stimmung der Funktionärkonferenz aller Voraussicht nach einen Streikbeschluß bedeuten wird, nehmen am Dienstag früh die Obleute der Funktionäre in den einzelnen Betrieben Stellung, und von den weiteren Beschlüssen wird es dann abhängen, zu welchem Termin die Arbeitsniederlegung beschlossen wird, falls die Urabstimmung dazu eine Grundlage bietet.
Daß mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Streikbeschluß zu rechnen ist, geht aus einer Reihe von Anträgen hervor, die in der Diskussion zur Debatte gestellt wurden, und in denen man verlangte, die Funktionärkonferenz solle sofort einen Streik beschließen, ohne die Betriebe erst noch in einer Urabstimmung zu hören. Eine Abstimmung über diese Anträge sand jedoch nicht statt, weil sie den statutarischen Bestimmungen des Deutschen tzRe- tallarbcitervcrbandes widersprachen.
sei aber die