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Kasseler Neueste Nachnchien

Monksq, 1. September 1SZV

i streiken. Vielleicht, wenn er sich selber ausfrißt. Und " Dann hab' ich die Bescherung. Dann heißt eS---

im 68. Lebensjahre.

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Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. September, vorm.

11 Uhr, von der Friedhofskapelle Wehlheiden aus statt.

Eine tschechische Gerichtskvmödie.

z. Prag.

Koüv her, während seine Kameraden etfiflft nach einem Motorboot suchten. Mit starken Stößen suchte der Verbrecher das hohe Meer zu gewinnen, aber der SDerlok Holmes im Badetrikot folgte ihm in bester Form, ausgemuntert durch die Zuruse dc§ Puvliikunts, das sich unterdessen am Strand« ver­sammelt hatte. Als das Moiorboot aus der Szene erschien, erkannte Kolly, daß er für längere Zeit sein leÄes Bad genommen hatte. Er wird sich nun wegen der Papiere zu verantworten haben, die man in seinen Kleidern in der Badekabine gesunden hat und die ihn schwer belasten.

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Reficl, den t. September 1030.

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unmenschliche Behandlung eines Strafgefangenen..."

Er hat's eben nicht leicht, der Richter vom Jellinek---

Oiebesjagd im Wasser

Der Anblick eines Schutzmannes im BecheEvstüm, der einen ebenfalls so leicht bekleideten Dieb weit ins Meer hinaus verfolgt, um ihn dem Arm der Gerechtigkeit zu überliefern, ist gewiß ungewöhnlich, aber die Badegäste von Juan-les-Pins an der fran­zösischen Riviera konnten dieser Tage diese neueste iVorm der Perbrechersagd mit Spannung beobachten Das Opfer dieser Bemühungen war ein internatio­naler Dieb namens Välöre Kolly, nach dem seit lan­gem gesucht wird, da er die Besucher der eleganten Seebäder mit Vorliebe um ihre Geldtaschen und Ju­welen erleichtert. Als zwei Detektive aus Antibef den Badestrand von Juan-lesPins herabgeschleuder­ten, um nach Kolly zu suchen, lag dieser in gemäch­licher Ruhe im Sande und bot ein Bild idyllischer Unschuld. Trotzdem siel er den Hüter» der Gerechtig leit aus und sie erörterten den Ball mit einem dritten Detektiv, der wie Kolly selbst im Badekostüm ein Sonnenbad nahm und ebenso unschuldig und unde- .teiliflt zu sein schien, wie der Gesuchte. Die Gruppe der drei erregte den Argwohn des auch beim Dösen stets wachsamen Verbrechers, und er beschloß daher, einmal nachzusehen, wie kalt das Wasser heute fei. Er spazierte also langsam zum Meere herunter, und im Nu war er in den Wogen verschwunden. Aber dieses Verhalten bestätigte nur den Verdacht der Po­lizisten, und der im Badekostüm sprang mit langen elften ebenfalls ins Wasser und schwamm hinter

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Den Kameraden zur Nachricht, da6 unser

Kamerad

Otto Speck gestorben ist.

Die Beerdigung fin­det am Dienstag, den 2. Sept vorm. 11 Uhr von dem Wehlhelder Friedhof aus statt,

Für Gruppe G, K, Z Pflichtbeteiligung.

Bezirksgericht Neutitschein.

Akt Jellinek.

Fall XVIII.

Der Richter Berngruber raust sich dir Haare. Die­ser Jelltnek wird sie ihm noch frühzeitig weiß machen.

ist zum fünfzehnten Mal cingcliesert. Irgend ein Diebstahl, für den es dann ein paar Monate setzen mutz. Mutz! Ja, wenn er nicht müßte, der Herr Bern­gruber, er täte ihn lausen lassen, er würde ihm noch ein Präsent mit aus den Weg geben---

Das ist nämlich so mit dem Jellinek: siebzchnrnal ist er etngespern worden. Dann frißt er am ersten Tag schon alles was ihm in die Quere kommt: Glas­scherben, Nägel, Knöpfe, Messer und Löffel. Und man mutz ihn nach Prag ins Gesangenenh sspital schicken.

Von dort kommen wütende Anrufe: Schon wie­der der Jellinek! Das sei aber das letzte Mal! Laßt ihn doch sitzen! Der Kerl Hal einen Saumagen, dem schgdets's nicht!

Aber der Richter mutz den Jellinek doch immer Hebet nach Prag schicken. Er sieht auch den achtzehn- >»n Fall kommen. Man wird ihm alles fortnehmen Mb er wird ein Nachtgeschirr fressen, wenn er nichts anderes findet. Oder seine Filzpantoffel. Oder ir­gend etwas.

---und sehen Sie", sagt der Richter:

Schick ich ihn nach Prag, dann werde ich mit Be­schwerden überschüttet und angegriffen. Schick ich ihn nicht dann passiert ihm todsicher etwas. Wenn nicht beim achlzchnten Mal, dann beim dreiundzwan- zigsten. Irgend einmal wird sein Saumagen doch

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Gott der Herr erlöste von schwerer Krankheit meinen lieben Mann, unseren lieben Vater und Großvater, den

Kaufmann Otto Speck

Nach langen, schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden starb heute nacht 11.50 Uhr unsere liebe Mutter, Sdiwie* germutter und Großmutter, Schwägerin und Tante, die

Witwe des verstorbenen Schreinermeisters

Anna Elisabeth Hartmann

geb. Sauer

Im Alter von 74 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Niederzwehren, den 30. Auguet 193a

Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. September, um 3 Uhr von der Friedhofskapelle aus statt

So schläft doch heute keiner mehr I

Nein, so nicht. Aber viele Menschen schlafen doch noch in Betten, die ganz und gar nicht modern sind ....

Gewohnheit ? . . . Gut, aber wenn es moderne Betten gibt, in denen 1 Stunde Schlaf 2 Stunden wert ist, soll man da nicht mit der Gewohnheit brechen ... Moderne Betten . . . und nicht teuer, bei

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im 47. Lebensjahre,

Im Namen aller tieftrauernden Hinterbliebenen: Karl Kranz.

Kessel, den 1. September 1930.

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Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. September, nachmittags 145 Uhr, von der Friedhofskapelle KarolinenstraSe aus statt

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Kaufmann u. Krau Mariechen, geborene Grünstein.

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Jgnanus Schnaus, 90 Jahre.

Surftenberg:

Friedrich Lntvv, Land­wirt, 82 Ä.

Wöttinoe«:

Cabbari na Westboss.

Freitag, den 29. August 1930, abends, entschlief nach langen, schweren Leiden meine Innigstgellebte Frau, unsere liebe herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante

Frau

Dora Kranz

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und hoher

Humor

Der Reger, ein alter Bekannter bei Gericht, war wieder einmal verhaftet worden und bat um Zeit, um sich einen Anwalt zu besorgen. Einen Anwalt!" sagte der Richter.Sie sind in dem Iuwelenladen er­tappt worden, wie Sie eine Uhr stahlen. Zwei Schutz­leute haben es gesehen. Die gestohlene Uhr wurde bei Ihnen gefunden und Sie sind bereits 42mal vor­bestraft. Wie soll Sie denn da ein Anwalt verteidi­gen?"Sehen Sie, Herr Richter," sagte der Neger, darauf bin ich ja gerade so neugierig/

Sächsisches-Allzusächstsches.

In unseren Laden so erzählt ein Buchhändler in .Aeclams Universum" kommt ein Lehrling. Man sieht ihm an, daß er eben aus der Schule entlassen ist. Es entspinnt sich folgendes Gespräch:'n Daach!" Nu, wah kriech n Sie d'nn jung'r Mann?" ,Zch Mächte for meen Meester ä Lohndexdrienbuch!" Mech?'*Ar Lohndexdrienbuch!"Lohnbiech'r genn se kriech'«. Se nteenen wohl ä gegläbtes. Das habb 'ch ooch, ob 's nu abber grade mit Dexdrien ge- gläbt is, das gann'ch nich so ohne weiders beschwährn."

Allzufrüh und unerwartet entschlief am 30. Au­gust 1930 unsere liebe unvergeßliche

Käthe Dressier

geb. Staubesand

im 29. Lebensjahre.

Tieftrauernd stehen wir an der Bahre einer, die uns eine stete unersetzliche Kraft des Hauses war.

Aufopfernde Pflege unserer Kinder und unermüd­liche Schaffenskraft, sowie stete Herzensgüte uns gegenüber machen sie unvergeßlich.

Ein ehrendes Andenken werden ihr bewahren i

Familie August Koch

Kaffee-Restaurant Koch

Kassel (Mönchebergstr. 21*/»)> 1. September 1930.

Bekanntmachung.

An Gemeindezutelägen zur staatlichen Grund- vermögenssteuer und Gewerbesteuer werden ge­mäß der Beschlüsse der Städtischen Körper- teuften für das Rcchnungssahr 1930 mit Geneh­migung des Bezirksausschusses und unter Zu- limmung der zuständigen Herren Minister und >es Herrn Oberpräsidenten erhoben: a) 425 Prozent zur staatlichen Grundvermögens- steuer mit Ausnahme von den unter b ge­nannten Grundstücken;

b) 50 Prozent der staatlichen Grundvermögens- steuet von Neubauten, di« vor dem L 4. 1927 bezugssertig geworden sind;

c) 500 Prozent zur Gewerbesteuer nach dem Er- d)?^'Prozent zur Gewerbesteuer nach dem Kapital sowie als Zweigstellcnst-uer;

e) 20 Prozent der Gewerbeerlraa- und Kapital­steuer und als Schankgewcrbesteuer;

I) 10 Prozent des Gewerbeertragssteuergrund, befragte bei einem Gewerbeertrag bis zu 2700 Mark;

g) 15 Prozent des Gewerbeerlraqssteuergrund- betrages bei einem Gcwerbeertrag von 2700 bis einschliesslich 3900 Mark;

h) 20 Prozent des Gewerbeerlragssteuergrund- betrages bei einem Gewerbeertrag von mehr als 3900 Mark.

In den den Grundstückseigentümern zugegan- genen Hausabgabezetteln für bas lausende Rech­nungsjahr sind vorläufig nur 375 Prozent Grundvermögenssteuer-Auschläge berechnet und angesordert worden. Der Mehrzuschlag von 50 Prozent entspricht -er. Hälft« der aus dem Abgabenzettel ersichtlichen staatlichen Grund- Vermögenssteuer. Tie Grundvermögenssteuer« pflichtigen werden ersucht, den erhöhten Zuschlag, erstmalig für die Monate April bis September 1930 bei der Steuerzahlung im Monat September zu zahlen und gleichzeitig bei der erstntaligen Zahlung den Abgabenzettel der Steuerkasse zur Berichtigung vorzulegen.

Da der Gemeinde,uschlaa zur Grund-

Vermögenssteuer, soweit er 100 Prozent der staatlich veranlaaten Grundvermögenssteuer über­steigt, nach dem Verhältnis der Friedensmiete aus die Mieter umzulegen ist. erhöbt sich durch die Festsetzung des Gemeindezuschlages auf 425 Prozent die von den Mietern zu entrichtende Miete für die Zeit vom 1. April 1930 ab im Regelfall um 2 Prozent der reinen Friedens­miete. Die zu erhebende Miete beträgt demnach leinschliehlich der 4 Prozent für Schönheits­reparaturen und unter Einbeziehung der Ab­geltung für das Wassergeld) für die Zeit vom 1. April bis 5t Mai 1930 134 Prozent.

für die Zeit vom 1. Juni 1930 ab - 138 Prozent

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Die Beerdigung findet am Dienstag, den 2. September, vormittags 11.30 Uhr von der Friedhofskapelle Karolinen» strahe aus statt

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Die Höbe der mit Aussicht auf Niederschla­gung gestundeten Gem«ind«Lvunbnermögens- fteuer-Beträge roirb mit Rücksicht auf die Ge­ringfügigkeit des anznlordcrnLen Steuermehr­betrages und auf btt mit einer Neuberechnung der «tundungen verbundene »utzcrovdentlichc Mehrarbeit nicht geändert.

Di« (Sewerbesteuersuschläge werden bei der ordentlichen Veranlagung berücksichtigt werden. Für di« Voraue.cahlnngen kann es bei den »Äißr'* berechneten güOÄ^ELÖW

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