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Summer 198*
Montag, 25. August 1930
20. Lahr»an-
pariser Begleitmusik zum Wahlkampf
Tendenziöse Berichterstattung des „Mattn" / Schwere Ltnruhen in Peru / Heye tritt schon am 1. November zurück?
„Einigkeit in der Revisionsfrage"
Eigener Drahibertchi
Paris, 25. August.
Die deutschen Wahlen beschäftigen nach tote vor die Pariser Prefle in besonders hoheui Maße. Der Berliner Sonderberichterstatter des „Matin" versucht in einem längeren Leitartikel einen Ueberblick über das Programm der einzelnen Parteien zu geben. Er kommt hierbei zu dem Schluß daß es sich diesmal nicht um einen Kamps der Ideen oder um zwei entgegengesetzte Auffassungen handele Von der äußersten Rechten bis hinüber zu der Lim ken, sei das deutsche VcM sich darin einig daß die bestehenden Verträge unbedingt umge stoßen werden mutzten. Alle Parteien billigten vollkommen die Ausführungen, die d^r Reichs Minister Treviranus in diesem Zusammenhang gemacht habe. Das Wi r t s ch a f t s- und das F V- nanzprogramm, ebenso wie die Sozialresorm treten gegenüber diesen Forderungen in den Hintergrund (?!) und würden erst nach den Wahlen besprochen.
Schon jetzt Voraussagen über Den Ausgang der Wahlen zu machen, sei verfrüht. Rur eine Feststellung werde man immer wieder machen, datz alle Parteien das Recht Deutschlands verlangten, die Erde in einer Ausdehnung zu beoölkern, wie dies nach den Bedürfnissen der Ration notwendig erscheine. Die Doktrin werde vom allen Parteien verfochten, nur die Formen, in denen sie vorgebrach' werde, unterschie>den sich voneinander.
Frankreich und das Gaoraebiet
Die „Volonte" warnt die Chauvinisten.
Während so der „Matin" sich in tendenziösen Ausführungen ergeht, tritt die den Radikalsozialisten nahestehende „V o l o n t c“ in recht interessanter Weise den Behauptungen der franzölischen Rechtspresse über das sogenannte Recht Frankreichs auf das Saargebiet entgegen. Dieses Recht, so betont das Blatt, beschränke sich auf die Möglichkeit, die Saargruben vor 1935 so günstig wie möglich an Deutschland zu verkaufen. An keiner anderen Stelle sei der Versailler Vertrag so klar wie bei der Behandlung des Saargebietes. Der Völkerbund habe wohl das Recht über die Zugehörigkeit des Saargebietes zu bestimmen, aber nur unter ausdrücklicher Berücksichtigung des Volkswillens der Saarländer. Frankreich könne unternehmen, was es wolle, es werde nicht verhindern, daß sich die Saarbevölkerung in ihrer überwiegenden Mehrheit für das Mutterland Deutschland aussprechen werde. Zu behaupten, daß die saarländische Bevölkerung dem Reiche feindlich gegenüberstehe, hieße, sich auf eine unangenehme Enttäuschung vorbereiten.
„Wir wollen wachsam sein"
Eine Rede des franzöfischen Justizminifters.
Paris, 25. August.
Eine Antwort auf die letzten deutschen Ministerreden und besonders aus die Reden des Reichsminister Treviranus gab Sonntag anläßlich der französisch-belgischen Festlichkeiten in Le Havre zur Jahrhundertfeier der belgischen Unabhängigkeit der französische Justizminister Per et. Er sührte aus, des Hasses wert würden diejenigen sein, die es heute noch wagen würden, von blutigen Konflikten zu sprechen. Sie würden ein Schandfleck für alle zivilisierten Völker fein. Wie leichtsinnig und unvorsichtig wären aber auch die, die sich weigern würden, die drohenden Gerüchte zu beachten, durch die solche schändlichen Absichten ans Tageslicht kämen. „Wir wollen wachsam bleiben; beobachten heißt nicht provozieren. Wir sind unbestechliche Hüter der heiligen Prinzipien des Rechts und der Gerechtigkeit und wir lasten dieses Prinzip nicht verletzen. Die notwendige Bedingung der Aufrechterhaltung des Friedens ist der R e- spekt vor den Verträgen".
Oie Reichsminister im Wahlkampf
ih. Berlin, 25. August.
Von Mitte dieser Woche an werden auch die Mitglieder des Reichskabinetts vollkommen vom Wahlkampf in Anspruch genommen sein. Der Reichskanzler will am Donnerstag von Berlin abreifen und zunächst in Süddeutschland, dann int Westen des Reichs und schließlich in seinem schlesischen Wahlkreise im Wahlkamps tätig sein. Inzwischen kommt er noch einen Tag nach Berlin, um auch hier eine Wahlrede zu halten. Sämtliche Reichsminister, mit Ausnahme des Reichswehrministers ©rotier, der heute seine Hochzeit feiert, und der ja auch in keiner Partei altto tätig
ist, werden ebenfalls von Mitte der Woche ab bis zum Wahlsonntag vollkommen für Versammlungen ihrer Partei in Anspruch genommen fein.
Vorher möchte das Reichskabinett noch seine Beratungen über bie' verschiedenen Reformpläne abschließen, über die bereits berichtet wurde. Nachdem die Wahlresorm und die Vorlage über die Errichtung eines Reichsverwaltungsgerichtes vom Reichskabinett verabschiedet waren, sollen nun in diesen Tagen bie Besprechungen über bie Finanz- unb Steuerreform abgeschlossen werden, damit das Reichskabinett mit einem abgeschlossenen Reformprogramm vor die Wähler treten kann.
E ropa-Konferenz am 8. September
Paris, 25. August.
Zu der Mitteilung des 'Quai d'Orsay, daß man den in Betracht kommenden europäischen Mächten den 8. September als Zeitpunkt für den Zusammentritt der europäischen Konferenz zur Beratung des Planes einer föderativen Gestaltung Europas vorgeschlagen habe, wird von den Blättern übereinstimmend, also auf Grund von zuständiger Stelle ausgehenden Information, mitgeteilt, daß bereits mehrere Regierungen zustimmend geantwortet hätten. Man könne es bereits als sicher annehmen datz die europäische Konferenz gleichzeitig mit dem Völkerbundsrat tagen werde, dessen Tagesordnung ja nicht besonders umfangreich sei.
Briand werde dieser Konferenz Has Weißbuch unterbreiten, das seinen ersten Bericht über den Europaplan, bie Antworten der 26 europäischen Regierungen und die Stellungnahme des Qua d'Orsay
Paris. 25. August.
Eine Agentur berichtet aus Santiago: Ein von bet peruanischen Grenze eingetrosfeucs Telegramm besagt, daß die Meuterei der Truppen der Garnison von Arequipa viel ernster gewesen ist, als man anfänglich glaubte. Sämtliche Polizeistrert- * kräfie haben sich den Aufrührern angeschloffen. Auf beiden Seilen sind za hl re i ch e T o ie und Verletzte zu verzeichnen. Die Aufständischen haben sich der Stadt bemächtigt. Sie drangen in das Rachans ein und vernichteten viele offizielle Dokitmenle. Hunderte von Bewohnern der Stadt vermehrten bald die Reihen der Aufständischen und nahmen eine regelrechte Plünderung der großen Warenhäuser vor.
Gegenwärtig find die in die Hände der Aufrührer gefallenen Geschütze auf den die Stadt umgedenDrn Höhen postiert, und der Führer der Rebellen hat Befehl gegeben, auf jede Regierungstruppe. die gegen die Stadt vorrücken sollte, zu feuern.
Die Revolutionäre haben an das veruanifche Volk ein Manifest gerichtet, in dem es heißt, die gegen wärtiqe Bewegung suche den Wünschen der Nation gerecht zu werden. Die Aufffändifcheg hätten kein anderes Ziel, als die Wiederherstellung der Ordnung im Lande. m
Havas berichtet weiter: Die telephonischen Verbindungen mit Peru sind unterbrochen. Nach Nachrichten von der Arica-Grenze breitet sich die Auf- ftandsbewegung auch auf die östlich und nördlich von Arequipa gelegenen Gegenden aus. .llle Mili- tärschulen und weitere Regimenter sollen sich der Be wegung angeschloffen haben. Man rechnet mtt dem Angriff der Flotte auf Mollendo.
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Reuyork. 25. August. Nach einer amtlichen Meldung aus Limo ist die peruanische Regierung zurückgetrelen. Das Kabinett wird in Peru vom Staatspräsidenten ernannt, seine Amtsdauer hängt von diesem ab.
Ealonder tritt zurück
Gens. 25. August.
Der Vorsitzende der Gemischten deutsch-polnischen Schiedskommission für- Oberschlesien, der frühere schweizerische Bundespräsident Felix Ealonder, hat dem Generalsekretär des Völkerbundes seine Demiffion mitgeteilt. Ealonder wird jedoch erst im Juli 1931 von seinem Posten zurücktreten, den er feit 1922 inne hat. Als Rücktritts- arunb werden Familienrücksichten angegeben.
Ealonder steht bereits im 67. Lebensjahr und hat schon vor einiger Zeit die Absicht ausgesprochen, sich ins Privatleben zurückzuziehen. Auf Wunsch der Minderheitenvertreter in Oberschlesien, bie in ihm einen objektiven und unparteiischen Amtswalter schätzteu. hat er sich aber entschlossen, noch einige
dazu enthalte. Im Anschluß daran werde er mündlich auf die verschiedenen Punkte des Problems ein« gehen und Vorschläge machen, um das technische Studium und die politische Erörterung des Planes zu erleichtern.
Die Vertreter der europäischen Staaten werden alsdann dazu Stellung nehmen und beschließen, welche Schritte zur Lösung des Problems zu tun sind. Namentlich werde bie Konferenz darüber zu befinden haben, ob es angebracht sei, die Vökerbunds- versammlung mit der Angelegenheit zu befassen, wie dies das Memorandum ausdrücklich empfehle
' Zu dem Einwand von englischer Seite,. daß der Föderativplan ja noch garnicht aus der Tagesordnung der Völkerbundsversammlung stehe, erklären die Blätter übereinstimmend, daß die europäische Konferenz ja nicht in der Lage sei, die Völkerbundsver- sammlung mit der Frage zu besaffen, bevor sie sich selbst konstituiert habe. Gerade um das Problem vor betr Völkerbund zu bringen, würden die Vertreter Europas zwei Tage vor Eröffnung der Völkerbunds- Versammlung in Gens zusammenkommen.
Zwischenfälle bei einer Flamenkundgebung
Brüffel, 25. August.
In Dixmuiden, wo 50 000 Flamen sich wie alljährlich versammelt hatten, um vor dem Denkmal der im Weltkrieg gefallenen Flamen zu defilieren, kam es zu schweren Zusammenstößen. Die Tatsache, daß die 'Flamen ihre patriotischen Lieger sangen, genügte den Behörden, diese Kundgebung als gegen die belgische Einheit gerichtet zu betrachten. Drei Flieger umkreisten während der ganzen Feierlichkeit den Versammlungs- Platz, und ein zahlreiches weiteres Polizeiaufgebot staHd in Alarmbereitschaft. Im Verlauf der Versammlung kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, wobei mehrere Flamen schwer verwundet wurden. Achnliche Zwischenfälle spielten sich I auch in Ostende ab.
| Zeit im Amt zu bleiben. Hebet seinen Nachfolger ist noch nichts bekannt.
Felix Ealonder, 1863 geboren, war von 1899 bis 1913 Staatsrat im schweizerischen Parlament und gehörte von 1913 bis 1920 dem Bundesrat an, wo er im Jahre 1918 das Präsidentenamt bei Eidgenoffenschaft versah. Nachdem er von 1921—22 Vorsitzender der deutsch-polnischen Konferenz für Oberschlesien gewesen war, übernahm er 1922 den Vorsitz im Gemischten deutsch-polnischen Schiedsausschutz, den et nunmehr niederlegt.
Oie Regierungskrise in Warschau
Pilsudski Mimsterpräsident?
Warschau, 25. August.
Sonnabend nachmittag überreichte Ministerprä- stdent Slawe! dem Staatspräsidenten Has Rücktrittsgesuch des Gesamtkabinetts, das vom Präsioen- ten angenommen wurde.
Der Staatspräsident hat den Marschall Pil- sudski ersucht, die Bildung der neuen Regierung zu übernehmen. Pilsudski hat erklärt, er würdige vollkommen die Münde,die den Ministerpräsidenten Slawe! zum Rücktritt bewogen hätten, da es be« greislich sei, datz er nicht ewig das .Mädchen für alles" fein wolle. Aber auch er felbst fei von dieser Rolle nicht begeistert. Er werde daher, wenn er die Leitung der Regierung übernehmen solle, sich seine Arbeiten als Ministerpräsident nach Möglichleit erleichtern. Im übrigen würde er in diesem Falle die bisherigen Minister auch in dem neuen Kabinett beibehalten. Die Entscheidung über die Annahme seiner Betrauung behalte er sich noch vor, werde aber jedenfalls bis Montag eine bindende Antwort geben.
In politischen Kreisen ist man überzeugt, datz Pilsudski auch als Ministerpräsident das Kriegsministerium beibehalten wird. Es sei beabsichtigt, zu seiner Entlastung den bisherigen Kabinettschef im Kriegsministerium, Oberst Beck, zum stellvertretenden Ministerpräsidenten zu ernennen.
Heye geht am 1. November?
Berlin, 25. August.
Der Chef der HeereÄeitung, Generaloberst Heye, besichtigte, wie der „Montag" meldet, am vergangenen Freitag und Sonnabend das bayerische Infanterieregiment 19 auf dem Truppenübungsplatz Munsterlager. Anläßlich einer Ansprache an die Offiziere des Regiments erklärte, dem gleichen Blatte zufolge, Generaloberst Heye, daß er den Reichspräsidenten um seinen Abschied zum 1. November 1930 gebeten habe. Generaloberst Heye verabschiedete sich mit herzlichen Worten von den einzelnen Bataillonen. Ihm zu Ehren wurde am Sonnabend ein großer Zapfenstreich
Aol lehrt Selbstkritik
Das finkende Ansehen des Europäers in der Welt.
Wir erleben es. daß aus den Stämmen der .Ein« geborenen" in Asien und auch in Afrika politisterte und ihrer Raffe und Kultur auch in Afrika politisierte bie mit feinbfeiigen Blicken auf ben europäischen „Kolonisator" blicken. Die Beispiele Indiens, wo Gandhis religiös-nationale Propaganda Märtyrer schuf, Chinas, wo der Kampf um Selbständigkeit mit der fozialen Revolution verbunden furchtbare Opfer fordert, und Aegyptens, wo bie verachteten Fellachen sich mit modernsten Mitteln dem europäischen Imperialismus widersetzen — diese drei Beispiele stehen wie drei Fanale am Horizont der europäischen Welt. Europäisch ist in diesem Falle auch die heute die Welt überschwemmende amerikanische Zivilisation, denn sie stammt direkt von europäischen Auswanderern und wird noch immer von solchen weiterentwickelt. Schon spüren Europa und Amerika die wirtschaftliche Rückwirkung dieser großen Völkerbewegung: die Märkte Asiens veröden oder werden aus eigenen Produktionen versehen.
Die große Wirtschafisrevolution ist viel bedeutender, schicksalhafter in Asien als die politische Auswirkung gewiffer Lehren und Theorien. Asten ist letzten Endes in seiner Mehrheit ein Bauernland. Selbst in China, wo die großen alten Handelsstädte eine bedeutende Rolle spielen, ist doch der Boden der entscheidende Faktor. Tie in den Bürgerkriegszeiten entstehenden grauenvollen Hungersnöte, bie Millionen Opfer forderten, beweisen das zur Genüge. Der asiatische Bäner steht jetzt gegen die europäische Zivilisation auf und kämpft — u. a. durch bolschewistische Parolen noch cmgefeuert — um seinen Boden, um mehr Boden, um lastenfreien Boden. Jndochina, das französische Gebiet, wird von dieser Bewegung auch schon zur größten Sorge der Pariser Politiker und Finanziers erfaßt. Die Pariser Presse hat eine eigene Spalte seit Monaten für diese in Deutschland wenig beachteten Kämpfe eingerichtet. Auch in Indien ist das wirtschaftliche, revolutionäre Element in den Vordergund getreten. Es ist nicht nur „Nationalismus" int europäischen Sinne, der da wirkt, es ist eine elementare Bewegung des Landes, der ländlich gesiedelten Maffe, die durch ganz Asten flutet und die mit der Zeit der Erde ein anderes Gesicht zu geben versucht. Dafür besteht kein bewußter Wan, wenn auch einzelneFühreraruppen planvoll zu .handeln versuchen. Es ist eine Welle, die den asiatischen Menschen in ganz anderer Weise und Stärke zu tragen und zu gemeinschaftlichem Handeln und Opfern zu bewegen vermag, als wir Europäer uns das vorstellen können.
Am weitesten ist China in dieser Hinsicht vorgeschritten. Tort ist die soziale Revolution im vollen Gangs und weiter vorgeschritten als in dem außer- ruffischen Europa. Wenn man nun bedenkt, daß die Union der russischen Sowjetrepubliken und China zusammen einen überwältigend großen Teil des europäisch-asiatischen Festlandes ausmachen, baß dazu Indien als Unruheherd stößt, daß kleinere Herde wie Aegypten. Nordafrika, letzten Endes auch die arabischen Gebiete hinzukommen, so muß sich der Europäer sagen, datz sein Weltbild nicht mehr das herrschende ist, daß seine ideelle Herrschaft zusehends zerbricht, daß er am Ende seiner Weisheit angelangt ist. Colin Rotz, ein Weltreisender von Ruf und großem Wissen, urteilt darüber so: „Es handelt sich darum, daß das gesamte Weltbild, das die westliche Zivilisation und Kultur in den vergangenen Jahrhunderten aus- gebaut hat, zusammen stürzt und damit die europäische Welt selbst, wenn sie nicht rechtzeitig durch ein neues gültiges Weltbild gestützt wirb, bas als solches geglaubt unb akzeptiert wird. Es ist ein seltsamer Parallelvorgang, daß in dem gleichen Matze, wie die neuere Tekadence des europäischen Menschen wächst und er an der Ueberlegenheit und Richtigkeit seiner Welt zweifelt, biefe selbe europäisch-amerikanische Zivilisation bie ganze Erde überzieht."
Während also an allen Enden der besiedelten Erde amerikanisch-europäische Hotels und Magazine, Bars und Radiostationen entstehen und der weiße Zivilisierte sich heimisch fühlen kann, um die letzten Versuche einer brutalen Ausbeutung der Schätze- ihm nicht gehörender Länder vorzunehmen, zu derselben Zeit wankt daheim in den europäischen Mutterländern dieser Zivilisation das Selbstbewußtsein derselben Europäer erheblich. Soziale Krisen, Wirtschaftskrisen, veranlaßt durch den furchtbarsten europäischen Bruderkrieg, erschüttern dieses Selbstbewutztsein, das ihn einst ermutigte, auf Grund feiner geistigen lieber» legenbeit, seiner technischen, materialistischen Errungenschaften andere Erdteile als Tributkolonien an sich zu reißen. Zweifellos brachte der Weiße den farbigen Völkern manche Vorteile, technische Dinge halfen wohl auch manches Hebel aus merzen. Aber der Eurtz-
Miliiärrevolie in Peru
Oie Aufffandsbewegung breitet sich aus
/ Rücktritt der Regierung