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Nummer 158*

Mittwoch, 13. August 1930

20. Lahrs««-

Kasseler Abendzeitung

trftbelnttngbroelft: w86entH4 fefignta! na#mtttag8. SfBonnementSvrefS: !ftr ben Monat 2,80 Z bei freier 8a. Wellung Ins HauS, in Oer Gelchäflslfelle abgeholt 2.10 Z. Durch die Post monatlich 2,80 Z ausschließlich Zu. Rellungsgebühr. In Köllen von höherer Gewalt besteht fein Anioruch aus Sieferuita Oer Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugsvreises. Verlag. Schriitletkung und Druckerei: Kölnische Straße 10. Telephon: Commelrtummer 6800. Juristische Sprechstunde leien Dienstag von b 818 7 Uhr Kölnische Straße Nr. 10.

Hessische Abendzeitung

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KaMer Neueste Nachrichten

Revision nur auf friedlichem Wege"

Treviranus gegen falsche Deutungen seiner Rede / Türkische Truppen in Persien einmarschiert / Etat 1931 und Finanzreform

pertinar fordert Briands Kopf

Eigener Drahtbericht.

Paris, 13, August. »

Trotz des Dementis der deutschen Botschaft in ' Paris, behauptet Pertinax im .Echo de Paris" auch weiter, daß sich der deutsche Botschafter von Hoesch bei seiner Unterredung mit Briand bemüht habe, die Ausführunaen des Ministers Treviranus abzuschwächen und als die Wiedergabe einer persön­lichen Meinung hinzustellen, für die die Reichsre- gierunc, nicht verantwortlich gemacht werden könnte. Das sei eine unhaltbare Erklärung, da sie durch die Rede des Reichskanzlers und des Innenministers gestern widerlegt worden sei, die ähnliche Forderun­gen aufgestellt hätten.

Wenn in einem »Teile der deutschen Presse das allzufrühe Hinscheiden Dr. Stresemanns bedauert werde, da sein Verbleiben in der Regierung die Fortsetzung der deutsch-französischen Versöhnung be­deutet hätte, so könne man demgegenüber nur fest­stellen, daß unter der Führung Itrese- manns die wahren Ziele deutscher Außenpolitik nur versteckt gewesen seien. Im Grunde genommen sei es daher besser, daß das Ueberkochen des deutschen Chauvinismus einmal klares Licht geschaffen habe. Jeder vernünftige

rischen Mittel« gedacht habe, als er in seiner Red« vom Sonntag erklärte, die Grenzen des Reiches hielten nicht stand gegen Völkerrecht und nationalen Lebenswille». Es fei darüber niemals Zweifel ge­lassen worden, daß die Verträge, die völkerrechtsgül­tig abgeschlossen stnd, auch gehalten werden sollen. Das Unrecht der Grenzziehung könne nur auf dem Wege der friedlichen Verstän­digung beseitigt werd««, aber Deutschla«d könne auf seiner Forderung nach Gleichberechtigung «ud ehrlicher klarer Abrede verzichten.

Minister Treviranus wies die von französischer Seite gemachte Darstellung zurück, die einen Gegensatz zwischen Dr. Stresemann und ihm selbst konstruieren

will. Dr. Stresemann habe Ende 1925 in Be­antwortung einer Frage des Grafen Westarp auf die im Vertrag von Versailles gegebenen Revisionsmöglich­keiten hingewiesen, und man versuche sehr zu Unrecht seine, des Redners, Auffassung im Gegensatz zu der Dr. Stresemanns zu stellen. Chamberlain und Lloyd Ge­orges hätten ebenfalls im englischen Unterhaus auf die Revisionsmöglichkeiten verwiesen, die inner­halb des Locarno-Vertrages liegen. Allgemein werde der Artikel 19 der Völkerbundssatzung als ein selbst­verständliches Mittel angesehen, um die unerträgliche Lage in Deutschland innerhalb des Völkerbundes nicht nur zur Sprache zu bringen, sondern auch zu beseitigen.

3» seinem Schlußwort betonte der Minister, daß die Deutschen, die waffenlos und ohne irgendwelche technischen Hilfsmittel, die sich im entferntesten mit d«n Rüstungen der Nachbarn vergleichen ließen, inmitten Europas lebten, den Friede» brauchten als Voraus­setzung ihrer Lebensmöglichkeit, allerdings einen Frie­den, der so ehrlich, so rein und klar sein müsse, daß er d«n Namen Frieden verdiene.

Türkischer Einmarsch in Persien

Militärische Maßnahmen gegen die Kurden / Was tut Persien?

Franzose werde jetzt einsehen, daß er sich Illusionen binaegeben habe

Briand erlebe fetzt den Zusammen­bruch seiner Politik. Wenn Deutschland in diesem Winter, unter dem Vorwand seiner wirt­schaftlichen Notlage, das erste Mal von einem Mora­torium für die Noungzahlunaen Webrauch mache (und von verschiedenen Seiten werde darauf hingewiesen, daß es dazu entschlossen sei), so werde Briand von der Bildfläche verschwinden.

Seine AbenteuerpoM

Zwiegespräch Treviranus Dr. Bondy.

Berlin, 13. August.

Reichsminister Treviranus äußerte fich heute abend im Rundfunk in einem Zwiegespräch mit Chef­redakteur Dr. Bondy über die Auslegung, die seine Rede vor dem Ost- und Westausschuß der Heimat­treuen Verbände im Zn- und Ausland gesunden hat.

Der Minister wies die unsachliche Kritik zurück, die an seiner Rede geübt wurde. Wenn gewisse Interpre­ten unter dem BegriffF r o n t g e i st" nur die Kriegs­lüsternheit waffenstarrender Krieger verstehen wollten, so könnten sie diesen Begriff nicht gründlicher mißver­stehen. Das, was er darunter verstehe, sei das Gefühl größerer Kameradschaftlichkeit und stärkerer Verbun­denheit. Der Reichsminister betonte, daß er

selbstverständlich in keiner Weise an eine Revi- fion der Ostgrenzen mit abenteuerlichen kriege-

Angora, 13. August.

Die türkische Regierung hat General Salih Pa­sch a h, dem Befehlshaber der türkischen Streitkräfte an der türkisch-persische» Grenze den Befehl erteilt, militärische Operationen gegen die Kurden zu begin­nen, die sich am Abhang des Ararat eingegraben ha­ben. Die türkischen Truppen haben die persische Grenze überschritten und den strategischen Stützpunkt Ayberg Dagh besetzt.

In hiesigen politischen Kreisen betont man, daß die Operationen auf persischem Gebiet, die trotz des Einspruchs der persischen Regierung durchgesührt wur­den, nicht gegen das Nachbarland gerichtet seien. Die türkische Regierung hat Persien einfach vor eine vollendete Tatsache gestellt und die Antwort auf ihre letzte Note an Persien gar nicht abgewartet.

Man ergeht sich in Vermutungen, wie Persien nunmehr auf diesen Vorgang reagieren wird, glaubt aber nicht, daß es zu einem bewaff­neten Konflikt kommen wird.

Hoover verzichtet auf -le Ferienreise

um die Hilfsaktion für das Dürregebiet zu leiten.

Washington, 13. August.

Die Vorbereitungen von Hilfsmaßnahmen für die von der katastrophalen Trockenheit betroffenen Ge­biete werden mit allem Eifer betrieben, nachdem Hoover auf seine Ferienreise verzichtet hat und an

Ausarbeitung des Planes für die Hilfsaktion herangetreten ist.

Im Staate Kentucky scheint die Not besonders groß zu ftin, da unter der armen Bevölkerung sich bereits Zeichen einer beginnenden Hungersnot bemerkbar machen. Wegen des. Mangels an Trink­wasser befürchtet man den Ausbruch von Epidemien.

An der Neuvorker Börse machte sich gestern ein beträchtlicher Kursrückgang bemerkbar, als die Nach­richt von dem Verzicht Hoovers auf feine Reise be­kannt wurde.

43 Kriegsschiffe vor Hankau

Tschangtscha von den Regierungstruppen geräumt.

Paris, 13. August.

Nach einer Havasmeldung aus Hankau liegen dort jetzt 29 amerikanische und englische, neun japanische, vier französische und 1 englisches Kriegsschiff vor An­ker, um die Sicherheit der Ausläicher zu gewähr­leisten. ,

Schanghai, 13. August. Nach den letzten hier einge- troffonen Nachrichten aus dem chinesischen Kampfge­biet bestätigt es sich, baß die Regierungstrup­pen die Hauptstadt der Provinz Hunan, T ch a n g t - scha wieder geräumt haben. Der Einzug der kommunistischen Streitkräfte dürfte unmittelbar be- vorstshen. Tausende von chinesischen Einwohnern die­ser Stadt befinden sich auf der Flucht vor den wieder heranrückenden Kommunisten, deren Führer mit blu­tigen Repressalien drohen, da der Gouverneur von Hunan, während der Besetzung der Stadt durch die Regierungstruppen, 250 verhaftete Kommu­nisten habe zu Tode foltern lassen.

Die Stadt K a n t s ch a u ist von den roten Trup­pen umzingelt. Die dort ansässigen Fremden befin­den sich in größter Gefahr.

Vorarbeiten für den Etat 1931

(Von unserer Berliner Schriftleitung.)

th. Berlin, 13. August.

Die Reichsregierung beschäftigt sich zurzeit bereits mit den Vorarbeiten für die Aufstellung des Haus­halts für 1931. Zunächst werden die Einzel-Etats in den verschiedenen Ressorts bearbeitet wobei selbstver­ständlich das Prinzip der äußersten Spar­samkeit obwaltet, weil ja im Zusammenhänge mit der Etataufstellung auch die Vorbereitung der Fi­nanzreform in Angriff genommen wird. Das Reichskabinett wird vermutlich in der nächsten Woche eine Sitzung über d'.ese Fragen abhalten.

Gestern sind von der Reichsregierung lediglich die noch ausstehenden Teile der Verordnungen über fcie Osthilfe erledigt worden, wobei es sich insbesondere um Personalfragen handelte. Die entsprechenden Vorschläge sind dem Reichspräsidenten von Hindenburg nach seinem Urlaubsaufenthalt in Dietramszell nachgesandt worden, und man nimmt an, daß der Reichspräsident die notwendigen Ernen­nungen alsbald vollziehen wird.

Verlorene Liebesmühe...

th. Berlin, 13. August

Nachdem in der vorigen Woche die Verhand- litngen zwischen der Deutschen Vollspartet und _ben rechtsstehenden Gruppen vollkommen gescheitert sind, hat man, insbesondere bei den Konservativen,

doch wieder den lebhaften Wunsch empfunden, eine Einigung mit der Volkspartei noch einmal zu ver­suchen. Dieser Wunsch dürfte vor allem dadurch zu erklären sein, daß inzwischen die gemeldete süd­deutsche Einigung zwischen Volkspartei und Staatspartei zustandegekommen ist Auch ist man bei den Konservativen verstimmt darüber, daß in der vorigen Woche insbesondere die Landvolkpartei es gewesen fei, an der die Verständigungsverhand­lungen mit der Deutschen Volkspartei scheiterten.

Bei dem konservativen Versuch einer Einigung mit der Deutschen Vottspartei und der Wirtschafts- Partei zum Zwecke eines Zusammengehens, ist nun allerdings eine taktische Ungeschicklichkeit unter­laufen insofern, als die konservative Presse diesen neuen Einigungsversuch bereits vorgestern angekün­digt hat, und trotzdem im Laufe des gestrigen Tages die vom Minister Treviranus in Aussicht gestellte Einladung an Dr. Scholz bis zum gestrigen Abend überhaupt noch nicht an den Adressaren ge­langt war. Infolgedessen sind gestern die angekun- digten Besprechungen noch nicht zustandegekommen und es ist immerhin fraglich, ob das heute der »all sein wird. Kn volksparteilichen Kreisen ist man jedenfalls der Auffassung, daß von derartigen neuen Verhandlungen nicht allzuviel zu erwarten fei. Trotzdem wird sich Dr. Scholz zu derartigen Besprechungen zur Verfügung stellen. Die Volks­partei wird, wie sie wiederholt erklärt hat, ihren Wahlkampf unter den gegenwärtigen Umständen für sich allein rühren. , ----

Cholera-Epidemie in Afghanistan

Kabul, 13. August

Die in Afghanistan herrschende Cholera-Epidemie nimmt beängstigende Ausmaße an. Die Stadt Kan­dahar ist von der Bevölkerung verlassen worden. Ein großer Prozentsatz Einwohner ist bereits an dieser Krankheit gestorben.

Taifun über Güdostjapan

Osaka, 13. August

Das südöstliche Japan ist gestern von einem Tai­fun heimgesucht worden, der eine Stundengeschwin­digkeit von 80 bis 90 Kilometer erreichte. Zahlreiche Häuser wurden überschwemmt und beschädigt. Die zeitweise unterbrochenen Verbindungen konnten als­bald wieder hergeftel», werde».

Kanada-London in 48 Stunden?

Nlontreal, 13. August

Für die heute aLcnd erfolgende Rückfahrt des onglischen Luftschiffes R 100 von Kanäda nach London wird mit Bestimmtheit vor- ausgesagt, daß das Luftschiff diesesmal nicht wieder wie bei der Hinfahrt 70 Stunden, sondern nur 46 Stunden für di« Ueberquerung des Ozeans be- no tigen itrito.

Oie Außenpolitik

im Wahlkampfe

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Die Wahlen zum neuen Reichstag werde» zum erstenmal seit dem Kriege fast ausschließlich von innerpolitischen Fragen beherrscht. Bisher hat immer die Außenpolitik einen sehr we­sentlichen Einfluß auf die Entscheidung der Wähler für diese oder jene Partei ausgeübt, und zwar im positiven wie im negativen Sinne. Man erinnert sich, wie in den ersten Nachkriegsjahren die sogenannte Er­füllungspolitik von der Opposition der Rechte» als ei» besonders wirksames Schlagwort im Wahlkampfe ge­gen die damaligen Regierungsparteien gebraucht wurde, bis die Dawesabstimmung der Deutschnatio­nalen vom August 1924 diesem Verfahren ein Ende machte. Dann wendete sich das Blatt vollkommen, und die Verständigungspolitik Stresemanns wurde in ebenso hohem Maße ein Aktivum der jeweiligen Re- gierungsparteisn in den verschiedenen Wahlkämpfe», wie die Erfüllungspolitik ein Passivum gewesen war. Es läßt sich nicht verkennen, daß in den letzten Jah­ren, vor allem bei den Neuwahlen von 1928, der Name Stresemann und seine Außenpolitik für sich allein ein Programm waren, zu welchem sich viele Wähler bekannten, auch wenn sie vielleicht in inner­politischen Frage» nicht in allen Punkten mit dem Regierungskurse übereinstimmte». So wurde die Außenpolitik Stresemanns noch vor zwei Jahren zur gemeinsamen starken Plattform aller Parteien, die zur positiven Mitarbeit am Staate entschlossen waren. Als solche wurde diese Außenpolitik zu einem der be­deutsamsten politischen Faktoren im Wahlkampfe.

Das ist inzwischen gänzlich anders geworden. Stresemann ist tot, und seine Außenpolitik ist durch die Inkraftsetzung des Youngplanes und die Befrei­ung des Rheinlandes zu einem vorläufigen Abschluß gebracht worden. Damit ist die deutsche Außenpolitik überhaupt etwas in den Hintergrund getreten, und nur wenige sind sich darüber klar, welche Aufgaben auf diesem Gebiete jetzt und für die Zukunft vorlie- gen. Man hat selbstverständlich sofort nach dem Uebergang zum Poungplane von der Notwendigkeit einer Revision der Haager Verträge, sowie von der zweiten wichtigsten Aufgabe unserer Außenpolitik, dem Ausbau unseres Handelsvertragssystems, gesprochen. Das eine ist jedoch im Augenblick noch nicht akut, das andere spielt stark in die Wirtschaftspolitik hinüber. Aufgaben von der Größe und von der allgemeinver­ständlichen Art, wie sie Stresemann in Angriff nahm, liegen jedenfalls gegenwärtig in der Außenpolitik nicht vor. Somit hätte sie eigentlich aus dem Kreis der Probleme, die den Wahlkampf beherrschen, aus­scheiden können. Tatsächlich ist das aber doch nicht in dem erwarteten Maß der Fall, und eine Reihe von Fragen, die schon jetzt für die Wahlpropaganda aus­gebeutet werden, liegt doch noch auf außenpolitischem Gebiete.

Vor allem handelt es sich dabei um den allge- meinen Grundsatz der Fortführung der Stresemann- scheu Verständigungspolitik auf der bisherigen Linie, besonders da eine der dahin gehörenden Aufgaben, die Befreiung des Saargebietes, noch nicht gelöst ist. Das Endziel der von Stresemann eingeleiteten politischen Bestrebungen war ja auch keineswegs in der Rhein­landbefreiung und in der Neuregelung der Reparatio­nen, sondern vielmehr in der endgültigen Wie­derherstellung der vollen Souveränität Deutschlands, sowie in der Wiedererlan­gung der gleichen Rechte und der gleichen Sicherheit zu erblicken, so wie sie andere Staaten genießen. Poungplan und Rheinlandräumung waren, wie Stresemann selbst oft genug betont hat, nur eine wichtige Etappe auf diesem Wege, aber da das letzte Ziel dieser Politik im Augenblick noch in verhältnis­mäßig ungewisser Ferne liegt, und da auf dem Wege dorthin noch außerordentlich schwierige Zwischenstadien, wie die Neuregelung der Ostgrenze und die Revision nicht nur der Haager Verträge, sondern auch des Ver­sailler Diktates zu überwinden sind, so entbehrt auch unter diesem Gesichtswinkel die Außenpolitik der glei­chen Tagesbedeutung, wie die brennenden innerpoliti­schen Fragen. Dennoch kann kein Zweifel daran be­stehen, daß die Regierungsparteien auf die konsequente Fortführung dieser Außenpolitik zu den erwähnten Zie­len und nach den bisherigen bewährten Methcüien auch im Wahlkampfe Gewicht legen werden. Schon in der Rede, die der Reichsinnenminister Dr. Wirth am Der- fassungstage in Berlin gehalten hat, war ein bedeut­samer Hinweis darauf zu finden, der zugleich erkennen ließ, welche innere Einstellung die Regierung zu diesen Problemen nimmt, und wie sehr sie sich offenbar vor jeder lleberschätzung der bisher erzielten Ergebnisse zu hüten gedenkt.

Ein derartige nücktterne tmb fachlich« Einstellung zu unseren außenpolitischen Aufgaben muß schon um deswillen begrüßt werden, weil im Wahlkampf