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Sonnabend/Sonniag, 9./10. August 1930
20. Jahrgang
Frankreich schwimmt im Gold».
46 Milliarden Franken Goldbestand in der Bank von Frankre'ch / Röchlings Berliner Reife ergebnislos / Osthilfsaktion wird in Gang geweht
Oer polnische Korridor
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die Personenfrage in der Umbildung des preußischen Kabinetts noch eine schwere Aufgabe gewesen. Jedenfalls haben diese Besprechungen aber nicht zum Erfolg geführt.
werden könnte und zwar in .Gestalt einer Vereinigung Der Demokraten und der Volksparteiler im Preußischen Landtag, womit die große Koalition in Preußen auto- matisch hergestetzt worden wäre. Allerdings wäre dann
Westarp für die Monarchie
Berlin. 9. August.
Einem Vertreter der „Kreuzzeitung" antwortete Graz Westarp auf die Frage, ob seine Stellung zur monarchischen Frage dieselbe geblieben sei wie bisher:
»Niemand wird von mir annehmen dürfen, daß rch in dieser Grundfrage meiner politischen Arbeit meinen Standpunkt geändert hätte oder zu ändern gewillt sei. Monarchische Gesinnung und Ueberzeugung legen mir die Pflicht auf, für sie einzutreten und zu wirken, mag praktisch zurzeit noch so wenig zu erreichen sein und die Erfüllung in noch so ferner Zukunft liegen. Der Kaisergedanke lebt fort und wird, je schwerer die Not drückt und le mehr die jetzigen Gewalten sich als unzulänglich erweisen, umso lebendiger werden; er ist für den Neubau des Reiches unentbehrlich Wir sind zur Mitarbeit an dem Neubau entschlossen, weilesunserStaatist. Das deutsche Reich ist und bleibt in jeder Staatsform unser Staat, dem wir dienen, ebensowohl wenn wir die praktischen Tagesaufgaben lösen helfen, wie wenn wir es einer Staatsform entgegenzuführen suchen, die unseren Auffassungen, Wünschen und Hoffnungen entspricht. Wir wollen diejenigen konservativen Persönlichkeiten gewinnen, die mit uns darin übereinstimmen, daß starke Forderungen und leidenschaftliche Kritiken allein nicht vorwärts bringen, sondern daß man sich tapfer in den Dienst an den Forderungen des Tages einvellt."
Vor etwa drei Monaten tauchte Gantner in der Pension Fasanen-Platz auf, deren Inhaber, der Russe Tschernow, vor einigen Tagen von Einbrechern niedergeschossen worden ist, und mietete ei# Zimmer. Tschernow hatte von Anbeginn an Mißtrauen gegen seinen Gast, der keinen geregelten Beruf hatte, dafür aber über reichliche Geldmittel verfügte. Vor etwa drei Wochen kam es zwischen Tschernow und Gantner zu einer schweren Ausein- andersetzurlg, in der Tschernow anscheinend ziemlich deutlich zu verstehen gab, daß er gegen Gantner Verdacht habe. Im Verlaus derAuseinandersetzung setzte Tschernow Gantner an die Luft.
Gantner wurde, da die politische Polizei unterdessen Verdacht geschöpft hatte, unauffällig überwacht und schließlich am 30. Juli in seinem neuen Quartier in Haft genommen. Eine Haussuchung förderte zahlreichen Schriftwechsel zutage, aus dem die Spionagetätigkeit Gantners hervorging.
schutzes durchgeführt: 1. in der Provinz Ostpreußen, 2. in der Provinz Pommern im Reg.-Bez. Köslin und im Kreise Regenwalde, 3. in der Provinz Grenzmark - Pofen-Westproußen, 4. in der Provinz Brandenburg in den Kreisen Arns- walde, Friedöberg-Neumark, Landsberg ä. i>. Warthe Sternberg-Ost und Züllichau-Schwiebus, 5. in der Provinz Niederschlesien in den Kreisen Grnn- llerg, Frehstadt, Glogau, Guhrau, Steinau, Wohlau, Militsch, Trebnitz. Großwartenberg, Oels, Namslau sowie in den rechts der Oder gelegenen Teilen der Kreise Ohlau und Brieg, ferner in den Kreisen Wal- denfiurg, Neurode, Glatz und Habolschwerdt, 6 in der Provinz Oberschlesien.
Fünf Land stellen werden errichtet: in Königsberg in Preußen, Köslin, Schneidemühl, Breslau und Oppeln. Die Landstelle wird durch einen Kommissar geleitet, über dessen Person von der Reichsregierung Einvernehmen mit der preußischen Staatsregierung Bombenleger Volck aus der Haft entlassen'
Aussperrung in Rordsrankreich?
Paris, 9. August.
Die Streiklage hat sich gegenüber den letzten Tagen nur sehr unwesentlich verändert. Die ganz geringe Arbeitswiederaufnahme in einigen Fabriken ist durch die Einstellung der Arbeit in anderen wieder wettgemacht worden. Die Textilfabrikanten haben sich bereits mit der Frage befchäs- tigt, ihre Betriebe vollkommen zu schließen, da die wenigen Arbeiter, die sich bisher der Streikbewegung nicht angeschlossen haben, nicht genügen, um nur die dringendsten Aufträge zu erledigen. Man rechnet daher mit der Möglichkeit, daß von Montag an eine allgemeine Aussperrung der Arbeiterschaft im gesamten nördlichen Str«kgebiei erfolgen Wird.
Spionage zugunsten Frankreichs
Berlin, 9. August.
pie politische Abteilung des Berliner Polizei , idiums hat den ehemaligen Studenten Eugen Gantner, der im Jahre 1925 unter dem Ber dacht des Mordes an der Hausangestellten Elisabeth Stengierski am Arnswalder Platz längere Zeit unschuldig in Haft gesessen hatte, unter dem dringenden Verdacht verhaftet, Spionage zugunsten Frankreichs betrieben zu haben. Gantner legte ein Geständnis ab und gab zu, von einer französischen Nachrichtenstelle Spionageaufträge entgegengenommen und ausgeführt zu haben. Es konnte ihm nachgewiesen werden, daß er als Gegenleistung erhebliche Geldbeträge empfangen hat.
Hessische Abendzeitung
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Getrennter Wahlaufmarsch
Röchling vernichtet auf die Vermittlungsaktion
Berlin, 9. August.
®oflifd6< Z*"ung erfährt, ist ber Haupt- bcschuldigte in dem großen Bon'b->-l^
am W. August in HerL. Volck
JLeJre£* out bet Haft entlassen worden. Die Haft- mtlassung, die unmittelbar vor dem Prozeß von der ^akwnköbiak ■<9SkIcf5- durchgesetzt wurde, wird mit vaftunfahigkett begründet.
Mer Neueste NachMen
Paris, 9. August.
Die außergewöhnlich günstige Finanzlage der französischen Staatskasse erlaubt der Regierung nicht nur die Tilgung ihrer inneren Schulden in weitem Umfange, sondern auch die der aus- lä n d i s ch e n Anleihen, insbesondere der zu hohen Zinssätze der in Amerika getätigten Anleihen. Es sol len in letzter Zeit große Summen amerikanischer Anleihepapiere zurückgekauft worden sein, die, zu 7 Prozent verzinst, erst im Jahre 1949 fällig gewesen wären. Insgesamt soll bereits ein Viertel der zu verhältnismäßig hohem Zinsfuß getätigten Anleihen getilgt worden sein.
Diese Tilgung ist der französischen Regierung mit Hilfe der ausländischen Devisen möglich gewesen, die ihr durch die erste Rate der Aounganleihe zur Verfügung stehen. Kein einziger Soldsrank ist deshalb aus der Bank von Frankreich entnommen worden. Im Gegenteil, die letzte Woche vom 25. Juli bis 1. August weift eine neue Steigerung um 778 Millionen Franken auf, sodaß sich der gesamte Goldbestand der Bank von Frankreich auf über 46 Milliarden Franken beläuft.
W. P. Das französische Kabinett hat vor kurzem zwei seiner Mitglieder nach Warschau entsandt; in der Pariser Presse wurde dazu angemerkt, daß diese Ministerreise zur „Beruhigung" des polnischen Freundes beitragen solle. Herr Laurent-Eynac und sein Kollege hatten also die Aufgabe, durch ihr Gastspiel am Weichselstrand den Leuten um Zaleski und den aufgeregten und verärgerten Gazetten der weißroten Republik die tröstliche Gewißheit zu geben, daß Polen weder verloren, noch von seinem großen Gönner Frankreich verlassen ist. Wieweit die beiden ihre Mission erfüllt haben, entzieht sich unserer Kenntnis, wahrscheinlich wird es aber auch ihnen nicht ganz ge- lu-gen sein, die Gemüter zu besänftigen. Natürlich weiß man in Warschau, daß man auch heute noch auf das französische Wohlwollen angewiesen ist, und dieses Gefühl der Abhängigkeit läßt die polnischen Zeitungen eine gedämpfte Sprache sprechen, wenn sie an der Pariser Politik ihre Kritik üben. Aber das Wesentliche ist doch, daß diese Kritik überhaupt geübt wird, daß die Warschauer Politiker und Journalisten, die eigentlich immer nervös und aufgeregt find, ihre Sorgen und Betrübnisse jetzt nicht mehr allein auf irgendwelche Maßnahmen der deutschen, der litauischen ober der russischen Regierungen, sondern auch auf das Ver- halton bd- riirffi" fiten.
Diese M oefteht, seiioem Herr Zaleski
im Haag über die Statistenrolle nicht hinauskam, seitdem Frankreich das „Faustpfand der Besatzung" preisgab, ohne zuvor ein Ostlocarno unter Dach und Fach gebracht zu haben, und sie wuchs, als Deutschlands
Tilgung her Auslands-Anleihen
Eigener Drahiberichi.
Antwort auf das Briandmemorandum, die für Po« len nichts anderes als die Anmeldung der deutschen Forderungen auf Grenzreviston bedeutete, in Paris eine recht ruhige Aufnahme fand und, was in Warschau noch unliebsamer vermerkt wurde, zu verschiedenen Veröffentlichungen führte, in denen das Problem der Ostgrenzziehung, dieses „Rühr-mich-nicht-an" ber polnischen Politik, angeschnitten würbe. Gewiß nicht Deutschland zu Liebe, sondern aus bei nüchternen Erwägung heraus, baß bte beutsch-polnische Gegensätzlichkeit, bie burch bte Grenzfragen unb vor allem burch bie Korridorfrage immer wieder verschärft wird, die Verwirklichung des Paneuropaplanes erschwert, wenn nicht sogar gefährdet.
„Revision der Grenzen" ist das Schreckgespenst das die polnischen Politiker seit dem Bestehen ihres Staates verfolgt. Der Versailler Vertrag hat ihre kühnsten Träume erfüllt, unb heute ist es bas einzige Ziel ber polnischen Politik, das Bestehende zu wahren, mag es sich auch noch so sonderbar in seiner Umwelt ausnehmen: Die Väter dieses Vertrages haben vor allem Polen den ersehnten Zugang zur See verschafft, indem sie sich, in der Absicht, Deutschland machtpolitisch noch weiter zu schwächen, über alle Ee- W'.r^chaftsgebiet auseinanderrigen." lUemenceau hat freilich im Juni 1919 diese Abtrennung Ostpreußens vom Reich mit den Worten begründet: „. . . die Schwierigkeiten, die sich für Ostpreußen infolge der neuen Grenzziehung ergeben könnten, find nichts im Vergleich zu den Schäden, die vielleicht Polest infolge einer anderen Anordnung der Grenze erleiben würbe." Und das ist auch heute noch eins der Hauptargu- ■ mente, bereit sich bie Polen bebienen, um die Daseinsberechtigung des Korridors nachzuweisen. Sie find dabei nicht ungeschickt zu Werke gegangen. Mit aller Energie haben sie, wie der Königsberger Univerfitäts- professor Albert v. Mühlenfels in feiner Studie „Ostpreußen, Danzig und der polnische Korridor als Verkehrsprobleme" zeigt, versucht, „das zahlen- mäßige Verhältnis des Ost-Westver- kehrs (Ostpreußen-Reich) zum Süd-Rordver- k e h r durch den Korridor (Warschau, Kattowitz-Edin- gen und Danzig) möglichst zugunsten des letzteren zu verändern". Auf diese Weise hofften — so deutet der Königsberger Gelehrte die Warschauer Politik — die verantwortlichen Stellen in Warschau noch nachträglich die Entscheidung von Versailles wirtschaftlich zu rechtfertigen. Aber wenn es den Polen auch durch zollpolitische Maßnahmen und vor allem durch die energische und vor keinen Opfern zurückschreckende Tarifpolitik der polnischen Eisenbahnen gelungen ist, den Korridorverkehr stark anzukurbeln, so muß doch immer wieder betont werden, daß diese Entwicklung in starkem Maße künstlich beeinflußt und durch glückliche Zufälle, wie den englischen Vergarbeiterstreik, der der polnisch-oberschlefischen Kohle den Weg auf die skandinavischen Märkte freimachte, gefördert wurde.
Clemenceaus Wort und alle polnischen Bemühungen, diesen Satz durch die Praxis zu rechtfertigen, werden aber vollends widerlegt durch die erschütternden Ereignisse, die sich im letzten Jahrzehnt in Ostpreußen abgespielt haben. Der Zusammenbruch der ostpreußischen Wirtschaft hat gerade das Gegenteil von dem bewiesen, was der verstorbene Protektor , Polens behauptet hatte; durch die katastrophale wirtschaftliche Entwicklung der abgetrennten Provinz ist es für alle, die sich ein objektives Urteil bewahrt haben, oftenkundig geworden, daß die Schaffung des Korridors Ostpreußen größeren Schaden als Polen Nutzen gebracht hat. Und mit Recht sagt Professor von Mühlenfels: „Es ist eine politische Unmöglichkeit und eine große Unklugheit des Versailler Vertrages gewesen, daß er, um Polen den vom Standpunkt dieses Landes wohl erwünschten, wenn auch sicher wirtschaftlich nicht unbedingt erforderlichen eigenen Zugang zum Meere zu verschaffen, ein Stück Land mitten aus dem Körper des Deutschen Reiches herausriß. Er hat damit eine Wunde geschla- gen, die politisch vielleicht noch weniger als wirtschaftlich verheilen kann. Es ist ein Rückfall in länD überwundene Zustände, wenn ein großes Land und eti einheitliches Wirtschaftsgebiet in mehrere Teile ze» rissen wird."
Eine Wunde, die politisch vielle^chi noch weniger als wirtschaftlich v e r h*e »- l e n f a n n ... Um bie Frage rote diese politischen Gegensätze aus der Welt geschaffen werden »önnen, dreht sich aber gerade die Diskussion, die seit einiger Zeit aus Gründen, die wir schon angedeutet haben, in Frankreich eingesetzt und die in Warschau soviel Mißvergnügen erregt hat. So veröffentlichte vor einigen Tagen ber politische Schriftsteller Wla- b t m i r d'Ormesson. ber bem Pariser Auswärtt- gen Amte nahefteht. in ber Revue de Paris" einen auszugsweise von der .Moss. Ztg." roiebergegebey^
Oie Attraktion für den Osten
Berlin, 9. August.
Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht Vie .Verordnung zur Durchführung des dritten Abschnittes (Ost- hilfegefeyes, ber Verordnung des Reichspräsidenten zur Behebung finanzieller, wirffchaftlicher und sozialer Notstände vom 26. Juli 1930), welche die Reichsregierung im Einvernehmen mit »er preußischen Staatsregierung erlaßi.
Danach werden in den nachgenannten Gebieten die Maßnahmen der Umschuldung und des Vollstreckungs
th. Berlin, 9. August.
Die Einigungsbestrebungen der bürgerlichen Mittelparteien sind zwar bereits gestern endgültig gescheitert. Trotzdem ist der bekannte Saarindustrielle Röchling gestern abend noch in Berlin gewesen und hat die geplante Unterredung mit Dr Höpker-Aschoff und Dr. Scholz gehabt. Selbstverständlich konnte diese Besprechung ebenfalls keine Aenderung der Dinge mehr bringen, und Röchling war auch davon überzeugt, daß es im gegenwärtigen Stadium der Dinge zwecklos ist, weitere Einigungsbestrebungen zu verfolgen.
Röchling hat nach diesen Besprechungen einen Brief an Dr. Scholz gerichtet,
worin er betont, daß er mit ihm in der Idee einig fei, das deutsche Bürgertum ht einer Partei zu sammeln, daß er aber auch nach der Unterredung über den jetzt zu beschreitenden Weg nicht die Meinung von Dr. Scholz teilen könne Er verweist vielmehr auf die Erfahrungen, die im Saargebiet mit der Einigung der Volkspartei und der Demokraten gemacht worden sind und hat den Wunsch ausgesprgchen, daß die hier in Frage kommenden Parteien sich zur Wahlfchlacht doch noch zu- fammenfinden könnten. Er erklärt sich nach wie vor bereit, seine Dienste diesem Zwecke zur Verfügung zu stellen, Es ist aber nicht anzunehmen, daß dieses neue Angebot Röchlings von der Bolkspartei und von der Staatspartei benutzt werden wird, sondern die Parteien werden nunmehr zweifellos getrennt in den Wahlkampf marschieren. Die Deutsche Bolkspartei Hot bereits für den 24. August ihren Zentral Vorstand nach Berlin einberufen, der den Wahlaufnff beschließen und veröffentlichen wird.
Dr. Höpker-Aschoff hat im Kreise von Pressevertretern noch einige Mitteilungen über feine Besprechung mit Dr. Scholz gemacht,
wobei er besonders hervorhob, daß er in dieser Unterredung die Förderung des Staatsgedankens und die Heranziehung der Jugend zur aktiven Politik in den Vordergrund gestellt habe. Auch habe er einen starken moralischen Appell an Dr. Scholz gerichtet, daß die historische Stunde nicht versäumt werden möge und es komme darauf an, dem freiheitlich denkenden Bürgertum wieder Kraft und Ansehen in der Politik zu verschaffen. Er hat auch darauf hingewiesen, daß möglicherweise die
Preußenfrage durch einen Zusammenschluß der beiden Parteien wieder akut
Volksparteiliche Kritik an Scholz
Wuppertal, 9. August.
Die Deutsche Volkspartei, Ortsgruppe Wuppertal- Elberfeld, hat an Dr. Scholz folgendes Telegramm gerichtet:
„Hauptvorstatw, Ortsgruppe Wuppertal, ist ein- stimmig der Auffassung, daß das Angebot Höp- ker-Aschoffs bei einem Zusammenschluß der Volkspartei mit der Staatspartei solle unser verehrter Senior Kahl den vorläufigen Vorsitz übernehmen, hätte unbedingt angenommen werden müssen. Gegenvorschlag Dr. Scholz's vollständig verfehlt. Verlangen sofortige Einberufung Zentralvorstandes. Tilmanns, Vorsitzender."
Wie wir hierzu erfahren, kommt nach Ansicht führende Kreise der Deutschen Volkspartei in Berlin die sofortige Einberufung des Zentralvorstands nicht tn Frage. Dafür wäre das Verlangen von mindestens 50 Mitgliedern erforderlich.