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r Seite 21. Beilage

Kasseler Treueste Tkachrichte«

Freitag, 8. August 1930 1

Wir sind heute ein wenig einfacher in unseren Empsangssttten geworden. Di«flute Stube", von deren Plüschmöbel vor jedembefreien" Besuch die Schutzdeekchen entfernt wurden, flehört mehr oder weniger der Vergangenheit an. Wir sind auch nicht mehr so ängstlich, irgend eine Höflichkeitsfloskel ver­kehrt an den Mann ,u bringen. Auch schlichte Bür­ger wissen heute einen Grafen schlicht zu empfan­gen. Wie aber empfängt man den Grafen Zeppe- liit?

Das ist doch nicht ganz einfach. Wir müssen .Zeppelin-Besuch" lernen. Gewiß kommt er uns gern besuchen, aber, wenn wir ihn nicht höflich und energisch festzuhalten verstehen, wendet er uns vornehm den Rücken und geht in die Lüste. Zwar ist jeder einmal schon vom Ballon seiner Hoffnun­gen ins Blatte emporgehoben worden und unsanft auf dem Boden der Tatsachen wieder gelandet. Wenn einem das ober beim Zeppelin passiert, ist es unangenehmer. Darum übten unter dem Kommando des Korvettenkapitäns Dietrich die wackeren Halte- mamtschaften von der Kasseler Reichswehr fleißig.

Auf dem Landungsplatz steht die Haltemannschaft in Keilform entsprechend der Windrichtung. Das Luftschiff landet gegen den Wind genau wie das Flugzeug. Bei der Haltemannschaft unterscheidet man den Spitzentrupp den Trupp für die vordere Gondel und den für die hintere ©anbei Die vier Seitengondeln kommen nicht auf den Boden. Vörden Halternannschasten ist die Landungsflagge in den Kasseler Farben ausgelegt, der Landungswimpel ist ebenfalls dort errichtet. Die herrschende Windrich­tung wird dem Luftschiff schon von weitem durch Rauchfeuer oder Räucherpatronen angezeigl Um die Landungsflagge herum wird in römischen Zahlen die Windstärke in mefec, die Bodentemperatur und der augenblickliche Barometerstand ausgelegt. Vor der Landung wird das Luftschiff in der Luft genau abgewogen, d. h. es wird hierbei festgestellt, ob es schwerer oder leichter als Luft ist. Ist es schwerer als Luft, so wird Ballast in Form von Wasser ge­geben, ist es leichter als Luft, so wird Gas abge- blaseu, wodurch der Austrieb verringert wird.

Das Luftschiff fährt zunächst über den Platz um

dem Friedrichsplad sammeln. Ei» Ballonweitflie- fl e n, für das 5000 Ballons startbereit stehen, wird ihr be- lonöereä Interesse erwecke». Alle Sinder stnd etnaelade». sse bekommen einen Gutschein für 25 Pfg, wofür sie de» Ballon und die da»» gehörende Postkarte erhalten, die der Studer des Ballons an sse zurückfendet. Der Ballon, der am weitesten fliegt, fiebert seinem Absender einen schönen Preis. Aber auch für die folgenden Rekorüflteger stnd noch viele Preise da.

Aus dem kirchlichen Leben

In der Evangelischen Landeskirche ist die Pfarrstelle in Niederdünzebach im Kirchenkreis Eschwege zur noch­maligen Ausschreibung gekommen. Die Meldefrist läuft bis zum 15. August b. 3. Ernannt find Pfarrer Liz. Wittekind in Cbemeifer zum Pfarrer in Münchhausen, Pfarrer exfr. Schwerdtfegeri» Netra zum Pfarrer da­selbst und Pfarrer Ulrich in Landau L SB. mm Pfarrer in Höringhausen.

Nicht gleich zum Kadi laufe«!

Es mutz einmal mit aller Deutlichkeit betont wer­den, datz es eine ungehörige Belastung des Arbeits- gertchtes ist, Klagen vorzubringen, von denen der Klä­ger im Voraus wissen muh, datz fein Beginnen hoff­nungslos ist. Die Arbeitsgerichte können sich wirklich nicht über Mangel an Arbeit beflagen.

Nachfolgend ein solcher Fall: Das Servierfräulein Sch. betrachtete sich von einem Gastwirt als fristlos entlassen und klagt auf Einhaltung der 14tägigen Kündigungsfrist. Die Aussagen der als Zeugin ver­nommenen Eheftau des Gastwirts ergeben, datz die Sch. eines Sonntags erst abends statt mittags zum Dienst gekommen ist, weil sie zur Verlobung ihrer Schwester gewesen sein wollte. Nachweislich hat diese Derlohung nicht stattgefunden. Einen Sonntag später fehlte die Sch. wegen angeblicher Krankheit, wurde aber abends in ihrer Wohnung nicht angetroffen. Die Zeugin machte ihr daraufhin am anderen Morgen Vor­haltungen. Sch. wollte sofort gehen, da sie sich nicht für den Beruf eines Servierfräuleins geeignet hielt. Die Zeugin ließ die Klägerin aber erst am anderen Tage gehen, nachdem sie Ersatz eingestellt hatte. Die

als Zeugin vernommene Kollegin der Sch. bestätigte flipp und flar, datz die Sch. sich ihr gegenüber dahin geäuhert habe, die Stelle, der sie nicht gewachsen war, sofort freiwillig aufgeben zu wollet.

Das Gericht wies die Klage zurück und verurteilte die Klägerin obendrein noch zur Tragung der Kosten.

Junggeselle zahle!

Amtlich wird miigeieitt: Nach der Notverordnung des Reichsprüftoenten vom 26. Juli 1930 treten ab 1. September 1930 bei ledigen Arbeitnehmern Zu­schläge zur Lohnsteuer in Kraft. Das Nähere hierüber ergibt sich aus einem amtlichen Merkblatt, das bei den Finanzämtern unentgeltlich abgeholt werden kann. Dom 1. September ab hat also jeder ledige Arbeit­nehmer einen Zuschlag von zehn vom Hundert zu seinem Lohnsteuerbetrag zu leisten, wenn der A r - beitslohn 2640 Mark jährlich übersteigt. Als ledig gelten alle, die nicht verheiratet sind, ferner verwitwete oder geschiedene Personen, wenn aus ihrer Ehe Kinder nicht heroorgegangen find. Ausgenom­men von dem Zuschlag find alle die, die einen Zu­schutz zum Unterhalt von Angehörigen leisten, der z^n vom Hundert ihres Einkommens übersteigt.

Der Landesausschuh tagt. Gestern vormittag trat bet Landesausschuh im StänLehaus zusammen. Wie wir hören, wurde erwartungsgemäß beschlossen, di« Beratungen über die Neuwahl des Landes­hauptmanns bis nach dem 14. September zu ver­tagen. Die Frage soll aber bereits am 16. Sep­tember vom Landesausschutz erörtert werden, damtt dem im Oktober zusammentretenden Kommunalland­tag rechtzeitig ein Bochchlag gemacht werden kann.

H. W. G. B. / WandervoESae des Hessssch-Waldeckischen Gebirssvereins. / Sonntag, den 10. Bngnll.

Ganztägig: Kassel (Sonntagsfahrkarte nach Ober« kaufunge» Auerbahnhütte Steinberg Stiftern :Hotcr See Kahrbachtal Grotzalmerobe. Zurück Bab»- fahri (Fahrkarte bis Oberkaufungen). Wegelänge 23 Km.

Hal btägig: Kassel-Hbf. Bahnfabrt (Sonntagskarte) bis Münden Laubach (überfahren) Letzter Heller (Stauwerk) Münde». Zurück Bahnfahrt. Wegelänge 11 Kilometer.

einen Zigeuner verkauft, der es auf dem Biehmarkt in Arolsen wieder absetzen wollte. Doch auf dem Wege dahin wurde er vom Landjäger ergriffen und mit sei­nem Sohne verhaftet. Der ursprüngliche Dieb bürte sich auch nicht mehr lange der goldenen Freiheit <0* freuen.

Simtshaufen. Forstpersonalien. Hegemeister Löffert von hier, tritt mit Quartalsschlutz Wege» Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Förster Müller.

Kirchhain. Milchverwertungsgenoffenschaft. Eine größere Anzahl Landwirte haben sich für die Grün­dung einer Milchverwertungsgenoffenschaft erklärt, Die gesamte Milch der Produzenten der Stadt soll an eine Sammelstelle geliefert werden, in die alle modernen Einrichtungen, Kühlung usw. eingebaut werden. Die Lieferanten müssen sich dem Tuberku- losettlgungsverfahren anschließen und die MUch un­ter tierärztlicher Kontrolle stellen.

Ober-Ohmen. Straßenunfall. Ein ReichSwehr- foldat geriet mit feinem Motorrad auf der Straße vor dem Friedhöfe ins Ruft'chen und stürzte. Un­glücklicherweise kam er vor ein landwirtschaftliches Fuhrwerk zu lieaen und wurde überfahren.

Ober-Ohmen. An der letzten Sitzung des Ge- meinderatS Wurde beschlossen, aus Anlaß der Ber» fassungsfeier am 11. August den sämtlichen Schul­kindern Brezeln auf Gemeindekosten zu verabfolgen.

Amöneburg. Die älleste Einwohnerin Fräulein Veronika Fuchs feierte ihren 88. Geburtstag.

Gemünden a. d. Wohra. Versetzt. Landjäger Schindewolf wurde nach KNein-Schmalkalden versetzt. Der zweite Landjäger sieht seiner Versetzung ebenfalls entgegen, wodurch die Landjägerposten hier aufgehoben werden.

Bottendorf Kreis Frankenberg. Das Fest der gol­denen Hochzeit konnte das Ehepaar Westerweller im Kreise von vier Enkeln und dreizehn Enkelflndern festlich begehen.

Frankenau. Einbruch am Hellen Tage. In der neuen Mühle wurde am Hellen Tage ein Einbruch verübt und aus dem Küchenschranke ein dort aufbe­wahrter Geldbetrag entwendet. Dem Oberlandjäger gelang es, einen Mann zu fassen und das Geld wie­der zurück zu bringen.

Heringen. An der Gemeindevertretersttzung wurde die von der Kreissparkasse beantragte Kanalisation vor ihrem Grundstück genehmigt. Bei der Abstim­mung ergaben sich 2 Stimmen dafür und 4 dagegen.

Wir fernen Zeppelinbesuch!

Aerfaffungsfeier des Reichsbanners

Scheide««»» spricht.

Die Gauleituug des Reichsbanners schreibt uns:

Der 11. August ist immer noch kein geiedlicker Heiettag, obwohl bis weit in die Reihen polituch rechts,lebender Kreise die Anbänger der Weimarer Berfaffung ,u finden sind. So mutz auch in diesem Jahr das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold bei seiner Berfassuugsseier, die ganz be­sonders gestaltet werden soll, das Schwergewicht der Beran- Üaliungen auf den Sonntag legen. . ,

Am Sonnabend, den 9. August wird ein 8adelzug den Auftakt zu den Berfassungsfeiern geben. Mit einem Zapfenstreich wird dieser Kacket,ug auf dem Friedrichevlatz beendet werden. Der Sonntag aber soll ganz im Zeichen des Verfass,,ngstages stehen. Ein Platzkonzert der Reichsbannerkavelle um 11,30 aus dem Kriedrichsplatz geb' dem für 14 Uhr angesebten Gau-Aufmarsch auf dem gleiche» Platz Darauf. Dieser Gau-Aufmarsch soll wieder einmal die Ortsgruppen und Bannerkreise des Gaues Hes­sen-Kassel im Reichsbanner zu machtvoller Sund- ge b u n g vereinen. Ansprachen werden bei dieser republt- kanischen Kundgebung vom Reichsiagsabgeordneteu Schei­de m a n n, Mitglied der Bundesleitung Meurer und Gan- vorntzenden Quer gehalten.

Nach der Kundgebung formiert sich das Reichsbanner zum Keitzua durch Kassels Straßen und marschiert zum Park Schönteld, wo der Nachmittag dem fröhliche» Treiben eines Volksfestes gewidmet sein soll.

Der Montag gehört wie stets bei den Berfassungsfeiern dek Reichsbanners den Kindern, die sich um 13 Uhr auf

* Berfassungssportftst der Schulen Kassels. Mon­tag, den 11. August 1930, nachmittags 4 Uhr, findet aus Anlatz der Verfassungsfeier auf der Hessen­kampf bahn eine sportliche Veranstal­tung sämtlicher Kasseler Schulen statt, bei der auch der Rheinlandbefretung gedacht werden soll.

die Landungsvorbereitungen zu kontrollieren. Bis vor kurzem wurden bei diesem ersten Ueberfahren des Platzes zwei kleine Fallschirme abgeworfen, in denen sich je ein Block mit Knebeln, die sogenannte Spinne befand. Hierbei wurde häufig angenommen es würde Post abgeworfen, diese wird aber erst bei der Landung abgegeben.

Jetzt werden diese Spinnen mit der Bahn vor­ausgeschickt. Hat das Luftschiff nun den Platz über» fahren und dabei von oben festgestellt, daß die Lan­dung richtig vorbereitet ist, so wird bei ruhigem Wetter es jetzt zur Landung schreiten. Bei böigem Wetter wird sich das Luftschiff wieder entfernen und mit der Landung warten, bis es am Foden ruhiger ist. Beabsichtigt das Luftschiff zu landen, setzt es die Landungsflagge unter der vorderen Gondel, es rst dies ein rotes Andreaskreuz auf weißem Grunde. Zur eigentlichen Landung fährt das Luftschiff ttef an. der hinterste Motor wird rechtzeitig abgestellt und der Propeller horizontal gestellt. Es laufen nur noch 2 oder 4 Seitenmotoren, 2 Seitenmotoren wer­den evtl, kür Rückwärtsgang umgekuppelt. Ist das Luftschiff über den Haltemannschaften, so wirft es aus den beiden vorderen Klappen die beiden Anker­taue, die schnell ergriffen und in die Spinnen gelegt werden. Durch diese Spinnen wird das Ankertau, das senkrecht herunterhängt, wagerecht gezogen, wo­durch gleichzeitig viele Leute anfaffen und nun das Schiff langsam herunterziehen können. Kommt das Schiff dem Boden jetzt näher, so werden die Knebel­taue abgeworfen und mit diesen wird langsam das Schiff weiterheruntergezogen. Nähert es sich jetzt vollends dem Boden, so fängt der vordere Gondel­trupp, die Gondel an den Aufsangstangen auf und hält das Schiff, das jetzt auf dem vorderen Puffer ruht, gut frei vom Boden. Wenn nötig wird aus der hinteren Gondel ebenfalls ein Ankertau heraus­geworfen. und damit diese heruntergezogen. Die hin­tere Gondel hat auch an beiden Seiten Anffangstan- gen. Kommt das Schiff bei der Landung in eine warme Bodenschicht und fällt stark durch, so wird der Führer rechtzeitig Ballastwasser aus den Säcken, welches langsam wirkt, oder aus den. ganz vorn und ganz hinein im Schiff sich befindlichen Hosen geben. Diese Ballastabgabe aus den Hosen wirkt plötzlich, da auf einmal ca. 300 Kilogramm Wasser abgewor­fen werden. , ,

Ist das Luftschiff zu leicht und kann mit lau­fenden Motoren nicht herunter gedrückt werden und auch Gasziehen nicht hilft, so kann es Vorkommen, daß das abgeworfene Änkertan den Boden nicht be­rührt und dadurch nicht erfaßt werden kann, dann muß das Schiff einen neuen Anlauf fahren.

Wir wollen hoffen, daß uns am 17. August der Wettergott wohlgesinnt ist.

Nun ist es Sache der Zuschauer, durch eine gute Disziplin zu zeigen, daß keine Durchbrüche zu befürchten sind und das Luftschift gefahrlos in Kafrel landen kann. m

Bekanntlich istGras Zeppelin" in Breslau seiner­zeit nicht gelandet, weil er beim ersten Ueberfahren des Platzes feststellte, daß die Absperrungen durch­brochen waren. Es kommt also alles darauf an, sich den Anordnungen der Absperrungsbeamten zu fügen.

«nsere Heimo«

Aus Waldeck

gnägen im Strohsackbett.

-ck.

Stielei

Gewei

Brieflasten

8. SB. 100. Die Adresse eines ÄnteS an dieser Stelle z» nennen, ist uns leider nicht möglich. Wenden Sie sich

tun Die

zum Be-

12.20:

13.00:

13.40:

14.00:

14.30:

Schallplattenkonzert: Spanier» Spanien (Fortsetzung)

liebe Feier folgt am Stadtparkes.

Beverungen (Oberweser). Diebe im Bahnhof. Die Diebe verschafften sich Eingang in den Güterschup­pen, öffneten dann die zum Büro führende Tür und erbrachen hier die Wechselgeldkaffe, die sie mit 18 «M Inhalt Mitnahmen. Auch zwei Kisten Margarine fielen den Spitzbuben in die Hände.

Warburg. Jagddiebstahl .Ein Jagdpächter aus Frohnhausen hatte das Glück, in seinem Revier zwei Böcke zu erlegen. Er barg das Wild im Kel­ler, den er besonders fest verschloß. Arn Morgen des folgenden Tages mußte der Pächter zu seinem Erschrecken den Verltist des Wildes feststellen.

Aus Eschwege und Ltmgegen-

Eschwege. Wilhelm Liebau +. Im Alter von 66 Jahren ist Steueramtmann i. R Rechnungsrat Wil­helm Liebau plötzlich an den Folgen eines Herz­schlages gestorben. Er war über 35 Jahre lang in der Steuerverwaltung tätig und erfreute sich bei allen, die mit ihm zusammen tarnen, der größten Wertschätzung. Jahrzehnte lang ist er auch im Vor­stand des Kreiskriegerverbandes Eschwege tätig ge­wesen. Infolge seiner großen Verdienste war er zum Ehrenmitglied des Kreis-Kriegerverbandsvorstandes ernannt und durch die Kriegervereinsehrenkreuze

Wieder ein Srnieunfatt

Ein ganzes Fuder stürzt nm.

Ein Ungücksfall ereignete sich unweit von Varlosen. Die Tochter des Landwirtes V. saß auf einem voll beladenen Erntewagen. Beim Uebcrqueren des vor dem Lande liegenden Kanals verlor der Wagen das Gleichgewicht und stürzte um. Die Bedauernswerte fiel in großem Bogen vom Füder und zog sich dabei eine erhebliche Knieveiletzung zu, so daß sie sofort ärztliche Hilfe ht Anspruch nehmen mußte.

Leichtathletik-Entscheidung 4X100 w-Staffel, 400 m Entscheidung Sprecher: Dr. Paul Laven

16.00: Von Stuttgart: Nachmittagskonzert des Rundfunk» orchesters

18.35: Stunde der ArbeitFabrikgefchichteu", Vortrag von I. de Kort

19.05: Spanischer Sprachunterricht

19.30: Blasmusik

20.30: 20 Jahre Conference Ein luftiger Abend in Chanson und Sketsch von Willi Schaeffer

29JO0.30: Vom Cafe Sacher: Tanzmusik

Oeffentliche Anerkennung für Rettung au8 Lebensgefahr. Der Regierungspräsident in Kassel spricht in dem Amtsblatt der Regierung, Rr. 31» dem Kaffenlehrling Daniel Wilhelm in Roten­burg, der am 7. Juni d. I. ein 12jähriges Mädchen vor dem Tod durch Ertrinken bewahrt hat, öffent» dich seine Anerkennung aus.

Zigerrnersireiche

Nichts ist «ehr sicher.

Bei de« Durc^ug der ' Zigeunerbanden großen Ardlser Viehmarft wurden einzelnen

befördert.

Hann.-Münden. Der Inhaber der ältesten Mün- bener Lichtspiele, Herr Schiller, hat nunmehr das Lichtspieltheater in den Kronensälen in Pacht ge­nommen.

Wisienhausen. Die Belmeden-Hausener Spar- n. Darlehnskaffe e. G. m. b. H. zu Velmeden beging die Feier ihres 25jährigen Bestehens. Der Vereinsvor- steher Heinrich Noll 1 dankte in seiner Begrüßungs­ansprache besonders dem Rechner Georg Dippel, der fein Amt seit 25 Jahren gewiffenhast und treu ver­sehen hat und Pfarrer Wepler aus Eschwege, der früher lange Zeit Vereinsvorsteher war. Vereins­rechner Dippel gab einen Ueberblick über die erfreu- liche Entwicklung des Vereins. Dr. Bolte aus Kas­sel überbrachte die Glückwünsche des Verbandes. Rechner Georg Dippel, Peter Wenzel, Heinrich Dö­ring, Heinrich Hoose, Peter Nickel und Karl Engel­mohr überreichte er die Raisseisenehrenurkunde als Anerkennung für langjährige Tätigkeit im Vorstand und Aufsichtsrat. Die Gründer des Vereins wur­den ebenfalls ausgezeichnet.

ausgezeichnet worden. Auch der Werratalverein ver­liert in dem Verstorbenen ein eiftiges Mitglied.

Reichenfachfen. Am 83. Lebensjahre ist der Kriegs­invalide Konrad Scköneberg gestorben. Er hatte den Krieg von 1870-71 mitgemacht und sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse erworben.

Eschwege. Vom Pferde geschlagen. In der Klo­sterbrauerei verunglückte der Brauereigehllse Kühm- stedt, als er damit beschäftigt war, den durch einen Nagel verletzten Fuß eines Pferdes zu baden. Das Tier schlug plötzlich aus und traf Kühmstedt so un­glücklich, daß er einen Unterschenkelbruch erlitt Er wurde dem Landeskrankenhans zugeführt.

Eschwege. Der untere Teil der Riederhoner Straße von dem Bahnübergang bis zur Gasanstalt ist mit einer neuen Kleinpflasterdecke versehen worden und die Straße ist für den Verkehr wieder frei.

Eschwege. Aus Anlaß des BerfaffungstageS fin­den am Sonntag Veranstaltungen der hiesigen Sportvereine auf dem Werdchen statt. 'Ti*

wohnern des Dorfes Welda sämtliche freiumherlau« senden Hühner, Enten und Gänse gestohlen. Ein Beweis für die Frechheit der braunen Strolche ist die Tatsache, daß sie am Ende des Dorfes vor den Augen einer alten Fran drei Hühner mit Stöcken totschlugen und Mitnahmen. Auch aus Hohenwepel wird ei« Diebstahl gemeldet Zigeuner hatten hier die Abwesenheit eines Ladeniichabers benutzt, um alle erreichbare Ware int Laden an sich zu nehmen. Beim Herankommen des Verkäufers packten sie die Gegenstände in einen bereitgehaltenen großen Korb, den zwei Zigeunerinnen mit sich nahmen, während zwei andere Weiber den Verkäufer durch das Aus­suchen von allerlei Waren in Anspruch nahmen. Nachdem sie einige Lebensmittel gekauft hatten, ver­ließen sie den Laden. Nach längerer Zeit entdeckte der Ladeninhaber das Fehle« der entwendeten Gegenstände, leider war es jedoch zu einer erfolg­reichen Verfolgung der sauberen Gesellschaft zu spät.

Oer Gipfel der Schlauheit

Eine Zigeunergeschichte aus Bergheim.

Mit welcher Raffinesse die braunen Gesellen, di« jetzt in ungeheuren Mengen die Landstraßen und Orte unsicher machen, arbeiten, zeigt ein Fall, der sich kürzlich in Bergheim zugetragen hat. Kam da eine Schar Zigeuner, gingen zum Bürgernwffter und sagten, datz sie eine Unterkunft haben müßten, da eine Frau kurz vor der Niederkunft stände. Natür­lich wurde ihnen eine solche Unterkunft ohne weite­res im Gemerndeashl gewähtt. Die Angehörigen bettelten für die arme Frau Milch, Kleider, Essen und so weiter. Am nächsten Morgen hatte die Fran zwar noch kein Kind, aber angeblich^ heftige Wehen. Also blieh man noch einen Tag. Arn übernächsten Tag war noch immer kein neuer Erdenbürger d a. Man faßte Verdacht und es stellte sich heraus, daß das Ganze ein Märchen war, erfunden, um wirksamer zu betteln und für die Rächte eine bes­sere Unterkunft zu haben. DieWöchnerin" befand sich sehr wohl, war weder in anderen Umständen noch sonstwie krank, sondern lag ans reinem Ber-

Werbekonrett (Fortsetzung)

tundebörse Reportage oo» Hugo Namm tunix der Jugend

15.40. Von Darmstadt: Akademisch« Weltmeisterschaften»

tielenborf. Der große Kabelbagger der auf der rffchaft Frielendorf aufgestellt wird, geht seinen letzten Prüfungen entgegen, um dann den Betrieb zu übernehmen. Eine Abteilung der Weltkraftkon-

Eschwege. Der MännergesangvereinFortuna" begeht vom 9. bis 11. August die Feier feines 50- jährigen Bestehens.

Mosheim. 82 Aahre alt wurde die Witwe Elisa­beth Wenderot h.

Bad Sooden-Allendors. Ans dem Ludwigstein sand in den Tagen vom 2. bis 5. August die Reichs­tagung der zur Deutschen Freischar gehörenden Kön­gener Gemeinschaft statt. Zu ihr hatten sich über 100 Teilnehmer aus allen Teilen des Reiches tingefttn- den. Im Mittelpunkt der Beratungen stand ein Vortrag von Professor Wilhelm Hauer aus dingen über die Aufgaben der Köngener Gemein­schaft.

Treffurt. Auf eine 25jährige Tätigkeit als Werk­meister bei der Filiale der Zigarrenfabrik Mattin Brinkmann A.-G., Bremen, konnte Caspar S e- bon zurückblicken. Von der Jndusttte- und Han­delskammer erhielt der Jubilar eine Ehrenurkunde und vom Deutschen Tabakverein eine Anetten tungs- urkunde für 25jährige treue Dienstzeit.

serenz war vor etlichen Wochen jur Besichtigung an­wesend.

Treysa. Preiskegeln auf der Igelsheide. Als Sie­ger gingen hervor: 1. Karl Siebert, 2. Jost Alles, 3. Ang. Schäfer, 4. Hans Käufler, 5. Hans Möller.

Treysa. Wahloorschlag für die Kirchenwahlen. Der Kirchenvorstand Hal für die Erneuerungswahlen des Kirchenvorstandes eine Einheitsliste aufgestellt, welche folgende Personen enthält: 1. Kantor Asteroth, 2. Schlosser SB. Schnuch, 3. Schuhmacher H. Ermel, 4. Schlosser A. Heyde, 5. Sparkassenrendant H. Ludwig, 6. Vorarbeiter H. Well, 7. Zugführer Ioh. Daupel, 8. Rangierer H. Damm, 9. Obersekretär H. Börner.

Ziegenhain. Seinen 80. Geburtstag feiert der Stadtkämmerer i. R. Carl Schlott. Im J"hre 1928 konnte er mit feiner Gattin die goldene Hoch­zeit begehen. Herr Schlott wa Kriegsteilnehmer von 1870-71 und versah lange Jahre das Amt eines Kirchenprovisors.

Billertshausen. 25 Zahre Pfarrer. Pfarrer Böh­ringer, welcher sein 25jähriges Dienstjubiläum feierte, erhielt von der Kirchengemeinde eine prachtvolle Bibel

Bergmanns'os

Auf dem Kaliwerk Alexander-chall $er$a a. Werra verunglückte der Bergmann Andreas Banz aus Klei­nensee tödlich. Banz hatte seine Schicht beendet und war im Begriff, ans Tageslicht zu fahren, kam jedoch zwischen Förderkovb und Spurlatte und fand ko den Tod.

g anzuschließen. Die Kosten betragen 6000 M.

Arbeiten sollen sosott beginnen. Der Polizei­beamte Schäfer ist zum PÄizeihauptwachtmeister

C»er$wefrren. .Das Programm znm Schulfest. Zum Fest werden rund 1500 Schulkinder erwartet. Um 2 Uhr nachmittags beginnt der Festzug. An­schließend folgen: Festansprache von Rektor Staub, Freiübungen, 4 mal 75 Meter-Staffel, Reigen, Spiele und Tänze, Siegerverkündung. Eine Ein- trittskarten Verkausstelle für die Zeppelin-Landung hat das Stadtverkehrsamt eingerichtet. Karten zum Preise von 30 Pfennig bis 1, Mark sind in der Vertsilungsstelle des Konsum- und Sparvereins hier zu haben.

Gudensberg. DerStete Männer- und Gemischte Chor" feiert am Sonntag sein zehntes Stiftungsfest. Zwischen 12 und 13 Uhr wird der Verein auf verschie­denen Plätzen Gesangsoorträge zu Gehör bringen. 3m Anschluß findet der Festzug durch die Straßen der Stadt statt, dem ein Volksfest folgt.

Wabern. Die Gemeindevettretung beschloß, die neuerbaute Siedlung an die Wasserlei-

SSe an de» Briefkasten gerichtete» Anfrage» werbe» nach bestem Wisse» beantwortet. jedoch übernehmen wir i» Einzelfall keine Gewähr für die Richtigkeit der erteil­ten Auskünfte. Die Ermtfehlung von einzelnen Firmen ufro. an dieser Stelle müssen wir ablehnen, da Sie dicie am belle» durch den wirksam«! Anzeigenteil derSt. R. N." etfavtM.

Frielendorf hat sein Bad

Rach vieler Mühe und Arbeit haben die Frie­lendorfer nun auch ihr Freibid. Es ist an den Neuen Teich" angelegt und verspttcht, was Sage und Einrichtung anbetrifft, auch den Verwöhntesten zufrieden zu stellen. Neben einem geräumigen Bassin für Freischwimmer ist noch ein Bassin für größere und eines für kleinere Nicht­schwimmer vorhanden. An- und Ausfleideräuiiir, Sprungbrett, alles ist da. Bis jetzt wird auch von der schönen Einrichtung stark Gebrauch gemacht.

Leichen«.

Werdchen statt. D'.e etgent- i Dalwigktal. Set Landjäger machte ehten guten

Montag in der Festhalte des Fmt^ Einem Landwirt aus einemNachbarorte wurde lltuucn,lul

I ein Pferd gestohlen. Der Dteb hatte es bereits an dieser halb an die zuständige Krankenkasse.

Rundfunk

Programm des Kasseler und Frankfurter Sendet«.

Sonnabend, den S. August.

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