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Kasseler Neueste Nachrichten
Hummer 178*
Freitag, 1. August 1930 .
20. Iahr»ckng
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Berlin abermals erheblich geschädigt!
Durch Llnvorfichtigkett des Anfchaffungsamtes / Dottsparteiler, Wirtschaftspartei und Konservative sehen die Wahlaufruf-Verhandlungen fort
Konserven, die nicht geliefert wurden
Eigener Drahtbericht.
Berlin, l. August.
Nach einer Meldung des „Berliner Tageblatts" ist die Stadt Berlin durch das Anschaffun gs- N m t, in das die Berliner Anschaffungsgefcllschaft uutgegründet wurde, erneut um sehr erhebliche Betrüge, die man bisher auf 300 000 Alart beziffert, geschädigt worden.
Das Blatt, das in diesein Zusammenhang an dem Berhalten des Magistrats bei Besetzung städtischer Aemtrr schärfste Kritik übt, teilt dazu weiter mit, daß nach Ausscheiden der durch die Sklarck- Augelegenheit kompromittierten leitenden Beamten der Berliner Anschaffungsgcsellsckast die Einkaufsubteilung für Lebensmittel einem Angestellten na- mc'.s Laubrinus übertragen wurde, der vor träger Zeit an eine- Konservenfabrik in Frankfurt (Oder) einen Lieserungsauftrog über 300 000 Mark vergab. Die Rechnung für die Lieserung wurde im voraus bar bezahlt, die Sendung blieb jedoch aus. Es stellte sich heraus, daß die Konservenfirma nach Erhalt der 300 000 Mark in Konkurs gegangen ist.
Die Stadt versucht jetzt, aus der Konkursmasse der Fabrik wenigstens eine Quote herauszuüekom nie«, durch die ihre Verluste zum Teil gedeckt wer- tr->. Sai-br?stus ist inzwischen zur Disposition ge stellt worden.
Dis Disziplinarverfahren geyttt Stadt rat Katz/ das feit dem 19. Mai schwebt, hat eine neue Wendung genommen. Der Oberpräsident von Berlin hat in einem Schreiben an den stellvertretenden Bürgermeister von Berlin mitgeteilt, er habe die Suspension des Stadtrats Kay vom Amt mit sofortiger Wirkung im Hinblick auf das Ergebnis der Voruntersuchung aufgehoben. Gleichzeitig ersucht der Oberpräsident, Stadtrat Katz, bis auf weueres gentätz seinem Anträge zu beurlaubten.
Oe' tschlanös Armut in Zahlen
Berlin, 1. August.
Daß Krieg, Inflation und ihre Folgen das deutsche Volksvermögen sehr verringert haben, ist eine altbekannte Tatsache. Jedermann in Deutfchlanid er-
th. Berlin, 1. August.
Die erste gemeinsame Besprechung der Vertreter der Konservativen Volkspartet, der Christlich-nationalen Bauern- und Landvolkpartei, der Deutschen Staatspartei, der Deutschen Dolkspartei und der Wirtschaftspartei über ein gemeinsames Programm, die gestern nachmittag stattfand, scheiterte daran, daß der von dem volksparteilichen Vorsitzenden Dr. Scholz angeregte gemeinsame Wahlaufruf von der Deutschen Staatspartei nur mit unterzeichnet werden würde, wenn auch die Bayerische Volkspartei und das Zentrum sich zu einer solchen Unterzeichnung bereit finden würden. Die Vertreter der übrigen Parteien erklärten daraufhin, es sei nun eine neue Situation geschaffen, und man beschloß, heute nachmittag ohne die Staatspartei zusammenzukommen, um einen derartigen Aufruf zu beschließen.
Mit dem Scheitern dieser Verhandlungen ist endgültig entschieden, daß die Mittelparteien nicht in geschlossener Front, sondern geteilt in den Wahlkampf gehen werden. Eine Verbindung zwischen Staatspartei und Deutscher Volkspartei hat sich als unmöglich erwiesen. Die Staatspartei wird also allein operieren, während die Deutsche Volkspartei und die Wirt- s ch a f t s p a r t e i sich wahrscheinlich a n d i e K o n- servativen anlehnen werden. I« dem Reichsausschutz der Deutschen Volkspartei, der gestern ebenfalls tagte, ist zwar von einigen Vertretern der jungen Volksparteiler ein Zusammengehen mit der Staatspartci befürwortet worden, aber die große Mehrheit ist gegen eine Anlehnung nach links. Die Aussichten der Verhandlungen, die nunmehr Deutsche Volkspartei, Wirtschaftspartei und Konservative ohne die Staatspartei führen wollen, werden jedenfalls als günstig betrachtet.
Tie Verhandlungen mit dcr Staatspartei sind hauptsächlich daran gescheuert, daß Wirlfchastspartei.
lebt heute an seinem eigenen Geldbeutel urob an den Schwierigkeiten des Existenzkampfes die große Armut, die -bas deutsche Volk erfaßt har. Sehr viele kluge Leute behaupten zwar, daß die Depreffionserscheinun- gen in Deutschland auf die ernste Krise der Weltwirtschaft zurückzuführen seien, daß man also Das deutsche Elend nicht gesondert von den Nöten in den übrigen Ländern werten dürste. Manches mag zwar an dieser Behauptung richtig sein, die Tatsache bleibt aber doch Heftchen, daß es der großen Masse der Bevölkerung in den anderen Ländern besser geht als der Mehrheit des deutschen Volkes.
Das Statistische Reichsamt hat jetzt wie- -der eine schr interessante Aufstellung über die Ein- kommensteuerverhältnisse in Deutschland und im Ausland veröffentlicht, aus der sich schr aufschlußreiche Rückschlüffe ziehen lassen. Es kann nicht erstaunen, -daß die Zähl der großen Einkommen in Deutschland erheblich niedriger ist als die in Holland, Frankreich, in England oder Amerika. In Deutschland haben rund neun Zehntel aller Personen ein Einkommen unter 1800 Mark im Jahre. Diese neun Zehntel der Geringsteinkommenbezieher verdienen rund 70 Prozent des gesamten deutschen Volkseinkommens. Holland und England sind glücklicher daran. Hier -beträgt der Anteil der niederen Klaffen am Gesamteinkommen nur 50 Prozent, das Schwergewicht ruht hier in der Hauptsache auf den mittleren Einkommen. Das erhärtet den Beweis, daß in Deutfchland der wirklich vermögende Mittelstand so gut wie äusgestorben ist.
Auch die Zahl der höchsten Einkommen ist in Deutschland, gemessen an der der übrigen Länder außerordentlich niedrig. Ein Vergleich: 18 Prozent der englischen Steuerzahler stammen aus der höchsten Einkommenklasse, sie sind am Volkseinkommen mit 13,6 Prozent beteiligt. Die Höchsteinkommensklaffe in Deutschland (von 25 000 Mark jährliches Einkommen aufwärts) trägt nur 3,6 Prozent zum Gesamteinkommen des deutschen Volkes bei.
Wie ungleich bester die Bevölkerung der anderen Länder in steuerlicher Hinsicht gestellt ist, geht aus folgenden Zahlen Hervor: Ein deutscher Einkommensbezieher mit 1800 Mark jährlich mutz 3,7 seines Verdienstes an Steuern wieder abgeben. Der gleiche Einkommensbezieher in Frankreich führt aber nur 0,3 Prozent, der in England 0,5 Prozent wieder ab. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika brauchen die Einkommensbezisher bis zu 12 000 Mark jährlich überhaupt keine Steuern zu zahlen.
Volkspartei und Konservative das Zustandekommen eines gemeinsamen Wahlausrufes für nicht ausreichend erachteten, während die Deutsche Staats- Partei wohl bereit war, einen gemeinsamen Aufruf mitzumachen. Entscheidungen über Fraktionsgemeinschaften aber noch nicht jetzt, sondern erst nach den Wahlen unter Würdigung der neuen Kräfteverteilung im Reichstag treffen wollte. Mbg. Koch-Weser betonte nochmals, daß die Staatspartei es begrüßen würde, wenn führende ffreife der Deutschen Volkspartei sich dem Schritt, der zur Staats- Partei führe, in voller Gleichberechtigung in Führung und Mitgliedschaft anfchlicßen würden.
Aus Vieser Meinungsverschiedenheit, ob man sich mit dem Zustandekommen eines Wahlaufrufes zufrieden geben oder eine Fraktionsgeme'nschaft anstreben sollte, erklärt es sich, daß die Staatspartei die Beteiligung von Zentrum und Bäuerischer Volkspartei an dem gemeinsamen Aufruf anregte. Tenn daß es zwischen den an Deren bürgerlichen Parteien und dem Zentrum nicht zu einer Frak- tionsgemeinsehaft kommen konnte, war eine Selbstverständlichkeit. Anderersetts war vorauszusehen, daß die Deutsche Volkspartei auf den Apell Koch- Wesers, mit Der Staatspartei zusammenzngehen, nicht eingeben werde, nachdem sich der Reichsaus- sckuß gegen eine solche Lösung ausgesprochen hatte.
Obwohl man in den beteiligten Kreisen darauf hinweist, daß auf dem Gebiete der Handelspolitik und der Steuerpolitik auch zwischen Wirtschafts- Partei und V o l k s p a r t e t auf der einen Seite und den Konservativen auf der anderen Seite große Meinungsverschiedenheiten bestehen, so dürften diese Meinungsverschiedenheiten für den Augenblick insofern keine Rolle spielen, als die erste praktische Frage lediglich aus dem Gebiet eines gemein- james Wahlaufrufes liegt, nicht aber in den
grundsätzlichen oder praktischen Entscheidungen über politische Fragen.
Wie weit es möglich sein wird, über den Wahl- aufruf hinaus eine Fraktionsgemein, schäft der Volkspartei, der Wirtschaftspartei und der Konservativen zusammenzubringen und auch bei den parlamentarischen Entscheidungen zusarn- menzugehen, hängt von der Entwicklung ab, die die gesamte Steuer- und Wirtschaftspolitik in den nächsten Monaten bis zum Zusammentritt des Reichstages nimmt. Der Wahlaufruf wird wahrscheinlich eine programmatische Entscheidung in diesem Sinne noch nicht bringe».
Die „Germania" hat heute bereits zu dem Wunsche der Staatspartei, den Wahlaufruf mit zu unterzeichnen, Stellung genommen und erklärt: „Soweit das Zentrum in Frage kommt, find wir der Meinung, daß fich das Zentrum an einem Wahlaufruf von Parteien nicht beteiligen wird, deren politische und geistige Grundlage mit der des Zentrums nicht überein stimmt. Daß das Zentrum hinter Dr. Brüning und seinen Maßnahmen steht, ist klar. Wir halten es nicht für nötig, daß fich das Zentrum dem Aufrufe mit anderen Gruppen anschließt. Wir können uns nicht verhehlen, daß der Wunsch der Deutschen Staatspartei, das Zentrum zur Mitunterzeichnung aufzufordeon, nur taktischen Erwägungen entspricht. Die Deutsche Staatspartei will sich dem Rufe des Herrn Scholz entziehen und sucht einen Vorwand, um aus der unangenehmen Situation herauszukommen, und dafür scheint ihr das Zentrum gut genug zu sein."
Zn politischen Kreisen wird ein Gerücht verbreitet, wonach der frühere Reichsbankpräfident Dr. Scheucht bei den nächsten Reichstagswahlen kandidieren
Renyork, 1. August.
Wie aus Montreal gemeldet wird, befindet sich das englische Luftschiff R. 100 über der Stadt und umkreist seit 7,30 M. E. Z. in langsamer Fahrt den Flugplatz St. Hubert. Tausende von Zuschauern, die bereits stundenlang auf das Luftschiff warteten, jubeln ihm begeistert zu. Um 10,20 Uhr MEZ. war die Landung vollzogen.
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Wie aus Montreal gemeldet wird, befand fich R. 100 Über dem St. Lorenzstrom in einer s e h r k r i - tischen Lage. Das Luftschiff geriet in einen heftigen Gewittersturm, der die Geschwindigkeit des Schiffes zeitweilig auf etwa 25 Kilometer in der Stunde herabdrückte. Das Luftschiff, deffen eine Stabilisierungsfläche einen 7 Meter langen R i ß aufwies, kämpfte mühselig gegen den starken Gegenwind und die sintflutartigen Regengüsse an. Der Schaden konnte nur notdürftig ausge- ^effert werden. Flieger, die dem R. 100 entgegenflogen, berichten, daß die Bespannung zum größten Teil in Fetzen gerissen war.
In Montreal gingen wilde Gerüchte über das Luftschiff um. Es hieß, daß es bei Quebec eine Notlandung wegen schwerer Havarie hätte vornehmen müssen, was sich jedoch als unbegründet herausstellte.
Backbordfloffen und Hülle beschädigt!
London, 1. August.
Rach dem letzten veröffentlichten Bericht des Lustfahrtministeriums hat „R. 100“ durch die Unbilden der Witterung Beschädigungen der Hülle, sowie der Steuer- und Backbordflossen erlitten, die es notwendig machten, die Fahrtgeschwindigkeit des Luftschiffes wesentlich herabzusetzen. Besonders die Beschädigungen der Backbordflossen sind erheblich. Die Schäden konnten während der Fahrt nur notdürftig ausgebessert werden.
Sanfan ernstlich bedroht!
Der Kommunisten-Aufstand in China.
London. 1. August.
Harikau wird nun sowohl von Norden wie von Süden von kommunistischen Streitkräften bedroht . Auch die Hauptstadt der Provinz Kiangst Nantschang und der wichtige Nangtfe Hafen Piupi- ana sind in Gefahr, von den Kommunisten Überrannt zu werden.
Fn Hankan ist das Kriegsrecht verkündet worden. 6 Kommunisten wurden verhaftet, zum Tode ver- Urjeilt und hingerichtel. Die Japaner habe« um das
werde. Dieses Gerücht ist unbegründet. Eine KaM» batur Dr. Schachts kommt nicht j» Frage,
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In der bereits oben erwähnten Entschließung hez ReichsauSschuffes der TVP. wird u. a. gesagt, daß hie Abwehr der den Staat zerstörendeu Kräfte der radikalen Linken und Rechten den Zusammenschluß aller erforderten, die Reich und Volk nntee der Führung Hindenburgs retten wollten. Nur eine wirklich umfassende Sammlung der Parteien unter Zurückstellung aller unzeitgemäßen Unterschiede entspreche der Not des Tages und dem Willen deS BolkeS. Die Gründung der Deutsche» Staatspartei durch die Führer der Demokratischen Partei unter bewußter Ausschaltung der anderen Parteien der staatsbürgerlichen Mitte bedeute eine bedauerliche Verfälschung dieses Sammlungsgedankens. Eine einseitige Anlehnung der Deutschen Volkspartei nach links würde die Erreichung des Zieles der Zusammenfassung aller staatshejahenden Kräfte für immer vereiteln. Für die Deutsche Volkspartei bleibe der Wille zu dieser umfassenden Sammlung bestehen.
Die Entschließung weilst ferner darauf hin, daß durch die Gegensätze im Deutschen Volke die ernstesten Gefahren für den inneren Frieden heraufzögen und deshalb Reformen zur ffonsolidie- rung des Reiches und zur Herstellung einer geordneten Finanzwirffchaft und zur Wiederaufnahme der Arbeitslosen in den Arbeitsprozeß erforderlich seien. Die Deuffche Volkspartei werde bei der Wahl auch verantwortungsfreudige Persönlichkeiten ans der jungen Generation Herausstellen und in voller Einmütigkeit im Wahlkampf ihre Pflicht tun.
japanische KonzeMonsgehieÜ , StacheldrahEerhaue' errichtet.
lieber die Eroberung von Tschangtschan verlautet, daß die Einnahme der Stadt am Sonn- tagmorgen vollkommen überraschend gekommen ist. Am Sonnabend war die Lage noch vollkommen normal. Am Sonntag wurde die Asiatische Peiroleum- gesellschast unterrichtet, daß sich eine Streitkraft der Kommunisten auf Tschangtschan zu bewege. Sonntag albend befand sich die Stadt schon völlig in den Händen der Kommunisten. Die Regierungstruppen haben sich nach nur geringem Widerstand den Kommunisten ergeben.
Von dem kommunistischen Hauptquartier m Schanghai ist eine .
Proklamation für den allgemeinen Aufstand in den Provinzen Hupet, Hunan und Kiangsi erlaffen worden, mit der Absicht, Hankau wenn irgend möglich, morgen zu erobern. Die Kommunisten verfügen im Gebiet von Mittelchina über etwa 60000 Mann, die mit 45000 Gewehren, einer großen Anzahl Feldgeschütze, Flug, zeugen und Funkstationen ausgerüstet sind. In Anakau befinden sich nur noch einiger ffonsular- und Angestellte führender Gesellschaften, die jedoch vorläufig., auf dem britischen Kanonenboot mtterge- bracht sind.
Das Kanonenboot »Aphis" ist gestern mit 49 Flüchtlingen aus Tschangtschan, darunter 2 Amerikanern, 9 Franzosen, 12 Engländern und 14 Deutschen in Hankau eingetroffen.
Parlamentsschluß in London
London, 1. August.
Die im Juli vergangenen Jahres begonnene Sitzungsperiode des Parlaments wird heute nachmittag ihren Abschluß finden. Im Laufe der heutigen Sitzung werden wahrscheinlich die Fragen der Aufhebung der Verfassung in Malta und des Arbeitslosenproblems noch einmal zur Debatte stehen.
Von den während der heute zum Abschluß kommenden Sitzungsperiode angenommenen Gesetzen fei die Kohlenbill, der Londoner Pakt, die FinanzbiL und das Verkehrsgesetz genannt. Die neue Parlaments-Session beginnt am 28. Oktober.
London, 1. August. Die Ratifikation des Londoner Dreimächtepaktes ist vom König von England vollzogen worden. Damit ist, so- weit England in Frage kommt, auch die letzte Forma- lität für die Annahme des Abkommens trjüÄ worden.
Keine mittelparteiliche Einheitsfront
(Von unserer Berliner Schriftleitung.j
R100 nach schwerem Kampf am Ziel
Das Luftschiff nicht unerheblich beschädigt