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Kasseler Neueste Nachrichten
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Mittwoch, 30. Juli 1930
20. Zahlung
Treviranus über die Osthilfsaktion
Oie Durchführung -er Osthtlfsaktion beginnt / Verständigung zwischen Landvolk und Konservativen / Für und wider die Gtaatspartei
„Stärkung des Lebenswillens"
Eigener Drahtbericht.
Berlin, 30. Juli.
Reibsminister Treviranus sprach gestern abend im Rundfunk iüber die Nochilfe. Nach dem Scheitern der parlamentarischen Verhandlungen habe die Reichsvegicrung sZt gestellt, daß ein Teil der im Osthilfegesetz vorgesehenen Maßnahmen auf dem Wege der Notverordnung gemäß Artikel 48 der Verfassung durchgeführt werden könne, ein weiterer Teil aber zurückgejtellt werden müsse, weil die gesetzlichen und verfassungsmäßigen Voraussetzungen für öic Inkraftsetzung dieser Bestimmungen nicht mehr gegeben waren.
Die Reichsregierung habe in Verhandlungen mit den sonst zuständigen Stellen die
Osthilfe in möglichst wertem Umfange flcher- stellen
können, da trotz der Unmöglichkeit die vorgesehene Bank für die Ablösung zu schaffen, die Banken sich bereiterklärt hätten, für das laufende Jahr Mittel zur Umschuldung und Betriebssicherung in Verbindung mit dem Vollstreckungsschutz zur Verfügung zu stellen. Dank der Bereitwilligkeit der Preußischen Regierung, über di« Preußeukasse flüssige Mittel einzusetzen, wird für die nächsten Monate das durchgeführt und vorbereitel werden kön- nen, was auf dem Wege über den Reichstag für die nächsten fünf Jahre hätte stcheraestelli werden tonnen. Es ist damit zu rechnen, daß
bereits heute die Reichsregierung iut Einverneh- mcti mit den Länderregierungen die sofortige Inkraftsetzung der Durchführungsbestimmungen für die Landstellen im allgemeinen auf den Weg über die Oberpräfidenteri vorläufig verfügen wird.
Zur Frage der Durchführung des Osthiffswerkes betonte der Minister, daß es nicht aus eine B e - günstigung der agrarischen Großbetriebe abgestellt sei, sondern aus alle Kreise, die mit der Landwirtschaft in einer Gefahreugemeinschast zu- sammengeschmolzen sind. Zu dem Zweck werden Landstellen geschaffen werden, die ohne Voreingenommenheit unter der unmittelbaren Aussicht von ReichSkommissaren dafür sorgen, oaß die Verwendung der Mittel eine wirtschaftlich zweckmäßige und durchgreifende ist. Als nächstes Ziel ist ins Auge gefaßt, den Vollstreckungsschutz in der Weise zur Durchführung zu bringen, daß zunächst
bis MM 3L Dezember d. I. eine Zwangsversteigerung von den bedrohten Betrieben abgewendet
Wird. Rund 126 Millionen Mark werden für die Lastensenkuna und die besonderen Maßnahmen zur Stützung der bedrohten Wirtschaft auf dem Wege
tigt. Poincars schreibt:
Wenn ein großer Patriot wie Hindenburg, im befreiten Rheinlande tiefe Rührung empfunden habe, so wäre das verständlich. Bedenklich aber wäre es, wenn er seiner Freude in einer Form Ausdruck gegeben habe die den Interessen eines dauernden Friedens zuwiderlaufen. (?!) Hindenburgs Erklärungen machten den Eindruck, als ob sie den Zweck verfolgten, die Welt mit Deutschlands Hauptforderungen bekannt zu machen. Er, Poincars, habe den deutschen Standpunkt in der Saar frage deutlich zurückgewiesen. Hindenburg dagegen verlange die bedingungslose Rückgabe eines Gebietes, das nach seiner Auffassung deutsches Land sei (und ist. D. Red.). Der Reichspräsident von Hindenburg habe nicht nur auf die Saarklausel angespielt, sondern auch auf die Klausel im Versailler Vertrag über die entmilitarisierte Rheinlandzone. Er habe erklärt, die befreiten Gebiete seien noch Bindungen unterworfen, die die Souveränität des Reiches einschränkten. Hindenburg setze sich dadurch in Widerspruch mit dem Versailler Vertrag und dem Locarnopakt, der jede Mißachtung (Mißachtung?! Immerhin eine recht fi^ne Deutung, bw Poincars denWorten Hiuden-
eines B e tr i eb s iicherung ssomids sofort zur Verfügung stehen.
Das Osthilfswerk soll, wie der Minister weiter hervorhob, sich räumlich außer auf Ostpreußen auch auf Pommern, Vie Grenzmark Posen-Westpreu- ßen Brandenburg östlich der Ober, Ober- und Niederschlesien und beide Mecklenburg erstrecken und ferner weitesten Kreisen der Wirtschaft Hilfe leisten. Bei der Verbundenheit aller Wirtschaftszweige im Osten muß die Hilfe allerdings in erster Linie bei der Landwirtschaft einsetzen.
Die durch die Grenzziehung und die Abschnürung •ter natürlichen Verbindungen hervo-rgerufenen Schädigungen müssen durch den Einsatz der Mittel des gesamten Reiches behoben und dadurch der
t th. Berlin, 30. Juli.
ssiecht interessant find die Erklärungen, die der bisherige Vorsitzende der demokratischen Partei, Reichsminister a. D. Koch-Weser, über die Gründe seines Eintritts in die Deutsche Stäatspartei gibt. Er betont unter anderem, die Erfahrungen eines Jahrzehntes hätten ihm bewiesen, daß es unmöglich sei, eine Einigung in offenen, groß angekündigten Verhandlungen zwischen den erstarrten Fraktionen herbeizuführen. Solche Verhandlungen seien immer ergebnislos verlaufen und hätten in der Regel nur dazu gedient, dem Einberufer Gelegenheit zu geben, die Schuldfrage auf andere abzuwälzen.
An führende Mitglieder der Deutschen Volkspartei habe er sich nicht gewendet, weil er nicht erwarten durste, daß sie sich aus den ersten Anstoß hin sofort von ihrer Partei lösen würden. Mit G u st a v Stresemann habe er des öfteren wegen einer Parteineugründung verhandelt. Neun Tage vor seinem Tode habe Stresemann ihn gebeten, unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Berlin eine Besprechung über die Frage einer Parteigründung mit Arthur Mahraun und ihm (Koch) herbeizuführen. Gustav Stresemann wäre sicherlich über das Gebot der Stunde heute genau so rasch einig geworden wie Arthur Mahraun. Er betone noch einmal, daß für weitere Verhandlungen in der bisherig en Weise auch fü alle anderen die Tür offen stehe, und daß niemand an eine Vorzugsstellung bei der
burgs gibt! D. Red.), der entmilitarisierten Zone als einen Angriff betrachtet.
Heute fühle Frankreich sich noch nicht vollkommen sicher, weil es nicht wisse, wie das Deutschland von morgen aussehe. Die Ereignisse der letzten Tage seien jedenfalls nicht dazu angetan, diese Besorgnisse zu zerstreuen.
3n französischer Beleuchtung...
Sauerwein studiert Deutschlands innerpolitische Lage.
Paris, 30. Juli.
Der Außenpolitiker deS .Matin", Sauerwein ist nach Berlin gereift, um eine Enquete Wer die politische Lage nach der Reichstagsauflösung zu veranstalten. In seinem ersten Artikel warnt er seine Leser davor, die extremistischen Parolen der Kommunisten und der Nationalsozialisten allzu ernst zu nehmen, als ob es Taten seien. In Deutschland gebe es eine Menge Menschen, die vernünftig urteilten. Darum suchten die Parteien der Ordnung um jeden Preis ein Programm, das geeignet sei, eine Experimental- und Abenteuerpolitik zu vereiteln; daher schreite man zu Neuerungen tote der Gründung des Bürgerblocks des Dr. Scholz und der Deutschen StoarSPattei.
Wille der Bevölkerung zur Selbstbe- ha!u>p iung gestärkt werden.
Einigung bei Aordwest?
Berlin, 30. Juni.
Bei den gestrigen Verhandlungen über Lohn- und Arbeitszeit in der Nordwestgruppe wurde eine Einigung erzielt, wonach die Kündigung des Lohn- und Arbeitszeitabkommens vom 21. Dezember 1928 nicht ausgesprochen wird. Es treten bei der in Kraft verbleibenden Arbeitszeit verschiedene Aenderungen einzelner Vertragsparagraplien ein, jedoch ist diese Regelung noch nicht endgültig.
Die Gewerkschaften werden sich in den nächsten Tagen Wer Zustimmung oder Ablehnung dieser Regelung entscheiden. Es ist noch nicht ganz klar, welche Zugeständnisse in der Frage der Arbeitszeit gemacht werden. Es besteht jedoch das Bestreben. — einer Einigung zu kommen.
Führung der neuen Partei ober bei 6er Vergebung der Reichstagsmandate denke.
Koch-Weser erwartet, daß in der heutigen Sitzung des demokratischen Parteiausschuffes beschlossen wird, die Organisatwnen der demokratischen Partei der Staatspartei zur Verfügung zu stellen. Eine Auflösung der demokratischen Partei könne nach den Satzungen allerdings nur durch einen Parteitag mit Dreiviertel-Mehrheit beschlossen werden.
Llnd die Volkspartei?
Köln, 30. Juli.
Der Geschäftsführende Ausschuß der Februar- Mubbewegung teilt mit: Die Gründung der Deutschen Staatspartei, die am Sonntag in Berlin erfolgte, verlangt von den Februarklubs eine entscheidende Stellungnahme. Der Geschäfrsführende Ausschuß und die Mitglieder des Kölner Aktionsausschusses ber Februarklubs begrüßen die unter maßgebender Mitwirkung ihres Vertrauensmannes in Berlin Dr. Wind schuhs endlich Mstaudegekommene Gründung der Deutschen Staatspartei. Hiermit ist der erste Schritt zu jener Sammlung getan, welche die Februarklubs seit, dem Tage ihrer Gründung zielbewußt verfolgen. Der vorläufige Aufruf der Stmrtspartei bedarf allerdings noch starker Hervor- kehrung ber von uns aufgestellten und begründeten Forderungen. Deren Durchführung wird nur dadurch sicher gewinnen, daß die Februarklubs der neuen Partei Anhänger zuführen und ihr dadurch Stoßkraft verleihen werden.
Wir hoffen und erwarten, daß die Deuffche Volkspartei, deren Führer die bürgerliche Sammlung mit echrlichem Wollen anstrehl, durch geschloffenen Ueber- tritt zur Deutschen Staatspartei deren Grundlage erweitert uW dadurch auch eine Zersplitterung ihrer eigenen Kräfte vermewet.
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Reichsautzenminister Dr. Curtins ist als Spitzenftmdidat wiederum in einem badischen Wahlkreis von der Deuffchen Volkspartei aufgestellt worden. Ebenso wird von volkspartellicher Seite dementiert, datz die Abg. KM und Dingeldey erklärt hätten, sie fühtten stch mtt der Staatspartei innerlich verbunden.
Daß auch ein erheiterndes Moment in diesem Parteiwirrwarr nicht fehle, dafür hat ein Mann aus Wilmersdorf gesorgt, der behauptet, schon seinerseits eine Staatspartei gegründet zu haben, deren Namen er sogar habe gerichtlich eintragen laffen; er will die Gerichte in Bewegung setzen, um sich gegen den Mißbrauch des Namens seiner Pattei zu wehren.
Kennwort ^Deutsches Landvolk^
Wie weiter ans der Wahlbewegung bekannt wird, hat der Parteiansschnß der Landvolkpartei beschlossen, mit der konservativen Partei eine gemeinsame Reichsliste unter dem Kennwort „Deutsches Landvolk- auszuftellen. Reichs- ernährungsminister Dr. Stiele hat sich der Landvolk- partei angeschlossen. '
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Die Landesführer des Reichslandarbeiterbundes haben laut Lokal-Anzeiger beschlossen, die Mitgliedschaff beim Reichslandbund.zu kündigen, mit der Begründung, daß der Reichslandbund dadurch, daß er eine eigene Liste aufftellen wolle, seine Grundsätze verlassen habe. Der Reichslandarbeiterbund könne aufgrund seiner berufsständischen Einstellung dem Reichslaudbund nicht mehr augehöreu,
Wille und Weg
Von
Dr. Josef Winschuh, Mitglied des AkttonsausschuffeS der Deuffchen Staatspattei.
Wie wir bereits ang«kü«bigl habe«, werde« wir i« de« nächsten Woche« eine Reibe von Artikel« »et» öfftellitbe«, i« bene« fübrcn&e Persönlichkeiten aus den verschiedenste« Lager« ihre politische« Ziele ««reihe« werde«. Selbstverständlich wird d«rch diese Berösfenllich«»g«« ««sere eigene Siellvagaabme i« keiner Weise seftgclegt. Wir glaube« aber, dah es ««sere Pflicht als »arleivoliltsch unabhängige Zeitung ist, durch ein« derartig« Dis- kussio» zur Släruug der politische« Mei» « « « g e « beizutrage«. Heule gebe» wir als erste« einem Führer dr« ueue« Deutsche« Slaalsvartei das Wort:
Die Gründung der Deuffchen Staatspartei, die ich in diesen Tagen mit aus der Taufe heben durfte, kann nur diejenigen politische intereffierten Menschen überraschen, die das Anwachsen der Parteimüdigkeit im deuffchen Bürgertum und die Sehnsucht nach einer Vereinfachung und Erneuerung des zersplitterten Parteiwesens der Mitte nicht verfolgt haben. Die Deutsche Staatspattei will mit vollem Bewußtsein die Partei der Erneuerung des politischen Gedankenguts und der Verjüngung von Fraktion und Parlament sein. Sie erfüllt infolgedessen die Hoffnungen der politisch aktiven jungen Generation.
Die Deutsche StaatSpartei will ferner die Partei der großen Reformen sein, die Deutschland seit langem braucht und die bisher noch keine politische Gruppe gesunden haben, die sich rückhallÄos und aktivistisch $u ihnen bekennt. Sie will die Partei der Reichsreform sein, die nicht von den pattiku- larisffsch bslasteteten Konservativen zn machen sein wird, sie will die Führerin der Finanzreform sein, die nicht mit der Sozialdemokratie zn machen sein wird, wenn nicht eine kraftvolle, bürgerliche Gruppe den Primat ihrer pMffschen Vorherrschaft erschüttett. In der Deutschen Staatspartei besteht durchaus der Wille, diese notwendigen Reformen mit aller Kraft und unter stärkstem Appell an die Bevölkerung voranzutreiben. Wahlversprechungen verfangen nicht mehr, und das mit Recht. Das Volk glaubt nur noch dem, der handelt und wagt. Die Deutsche Staatspartei wird sich daher nicht darauf verlassen, die notwendigen Reformen, vor allem die Wahlreform und die Reichsreform, mit einem reformunwilligen Reichstag durchzukompromifseln, sie wird, wenn es notwendig sein sollte, mit Positiven Volksbegehren an das Volk appellieren.
Die Deutsche Staatspartei ist ein Anfang, sie ist noch nicht fertig. Sie ist vor allem noch nicht nach der rechten Seite fertig. Immer klarer wird die Erkenntnis, daß neben Sozialdemokratie und Zentrum im realpolitischen Raum der deutschen Politik mir zwei große Parteien Platz und Sinn haben. Einmal die neue Konservative Partei, die Deutschland braucht, um sein Staatsschiff ruhiger und autoritärer zu steuern, und als ihren positiven Gegenspieler eine freiheitliche und fortschrittliche, ausgleichende und verbindende Partei des mittleren Bürgertums. Es gibt Kreise in den Mittelparteien, die zur neuen Rechten gehören und dorthin gehen sollten, es gibt andere Kreise und Persönlichkeiten, die in die Deutsche Staatspartei hineingehören und sie zu dem ausbauen und vollenden müssen, was sie nach Umriß und Aufmarsch fein will.
Der neuen Staatspariei wird der Zuschuß von Aktivität und volkstümlicher Kraft, den die Volks- nationale Vereinigung als Mitgift einbringt, einen gerade im Kampf mit dem politischen Radikalismus unentbehrlichen Auftrieb geben. Die Bedenken, daß die St a a t s p a r t e i zu einer bürgerlichen Arbeitnehmerpartei ausartet, sind unberechtigt. Sie bekennt stch aufrichtig und unmißverständlich zu den Grundlagen der Privatwirtschaft, zur Sparsamkeit in der öffentlichen Wirtschaft und gegen den Sozialismus jeder Art, sie bietet der wirtschaftlichen Einsicht und der polirischen Betäti- gnng des stch zur bürgerlichen Mitte bekennende« deutschen Unternehmers einen breiten Raum. Auch in den einsichtigen Wirtschaftskreisen wächst die E» kenntnis, daß die wohlverstandenen Interessen einft lebendigen Wirtschaft, die den Kon-dakt mit Voll und Politik nicht verlieren will, nicht gewahtt sin» in zum Siechtum verurteilten alten Parteien, die al& Industrie- oder Wirtschaftsparteien Mißtrauen begegnen und notwendig in eine interessenhaft verengerte Staatspolitik gleiten müssen. Diese wohlverstandenen Interessen sind vielmehr am besten gewahtt in einer großen volksgemeinschaftlichen Pattei, in der Arbeitgeber und bürgerliche Arbeitnehmer^ ausgleichen, gegenseittg erziehen und ihr?" Bedürfnisse und Interessen auf einen Nemrrr bMM«, J"4* dem der Staat arbeite» Ian«.
poimarös Besorgnisse
Eigener Drahtbericht.
Paris, 30. Juli.
Der „Excelsior" veröffentlicht am Mittwoch abend einen Artikel Poincarös, in dem er den Reichspräsidenten von Hindenburg angreiff und sich mit der innenpolitischen Lage in Deutschland beschäs-
Der strategische Aufmarsch derparteien
Die Demokraten vor -er Entscheidung