Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

UMfr k - k. Beffige.

Äefeter neueste Nachnchke»

Donnerstag, 3. F«N KSS

Freispruch vor dem Gchnettrichter

Die Vorgänge vom Montag abend, bei denen die "olizei insgesamt 75 Person« -wongsgestellt hatte, fanden bereits Dienstag vormitta vor dem als Schnellrichter bestellten Amtsgerichtsrat Hintze ihr Nachspiel, und zwar in einer Weise, die wenig gutes Zeugnis für die von der Polizei durchgeführten Maßnahmen ablegt. Es scheini doch als feststehend angesehen werden zu müssen, daß Vas summarische Eingreifen der Polizei bei den Ansammlungen in vielen Punkten zum mindesten ein Fehlgriff, wenn nicht noch schlimmeres, war. Jedenfalls sind auch zahlreiche ganz unbeteiligte Besucher u. a. des Stadtparkgartens übel behandelt worden. Die zahl­reichen Sistierungen scheinen zum Teil einer un- zweckmüßigen Gereiztheit einzelner Beamter ent­sprungen zu sein, die einzudämmen und zu beseiti­gen die erste Aufgabe der leitenden Polizeideamten sein mutz. So, wie bisher, kann es einfach nicht weitergehen, wenn nicht bösere Dinge heraufbe­schworen werden sollen.

Man kann allerdings nicht umhin, allen denen, die an im Gange befindlichen politischen Kund­gebungen nicht teilnehmen tooCen, zu raten, sich dann, wenn durch das Znsarmnenziehen von Polizei-. gruppen ein polizeiliches Einschreiten zu erwarten steht, schnellstens aus den gefährdeten Bezirken zu entfernen. Gerade die Neugierde mutz bei solchen Zwischenfällen, wie am Montag abend, die größte Zeche bezahlen.

deskultur feiner Heimatprovinz, insbesondere um die Grundstücksumlegung, et« bleibendes Verdienst er­worben, das umso höher zu werten ist, als seine lei­tende Tätigkeit in die schveve Zeit des Zusammen­bruches nach dem Weltkriege fiel in der insbesondere die Inflation dem wirtschaftlichen Wiederaufbau außerordentliche Schwierigkeiten bereitete. Diese seine erfolgreiche Tätigkeit wird ihm in Hessen-Nassau ein bleibendes Andenken sichern, insbesondere wirb sein Nam«, ebenso wie mit der Anlage der Edertal­sperre, auch mit den grMiigigen, unter seiner Leitung ins Werk gesetzten Meliorationen in der Rhön, auf dem Westerwald und in der Schwalmntederung verbunden bleiben.

Gestern fand eine schlichte Abschiedsfeier im Sitzungssaal« des hiesigen Landeskulturamts statt. In Vertretung des dienstlich verhinderten Oberprästdenten der Provinz Helsen-Nassau überreichle Vizepräsident Lolckart im Auftrag des Herrn Landwirtschafts­ministers dem scheidenden Präsidenten unter warmen Worten der Anerkennung die Abschiedsurkunde und sprach ihm, zugleich im Namen der Staats- regierung, des Ressortministers und des Oberpräsiden­ten den Dank für die von ihm gelcisteten wertvollen Dienste sowie die besten Wünsche für seinen Lebens­abend aus.

Präswent Reinhard dankte darauf für die ihm

zu teil gewordene Anerkennung und die ihm dar­gebrachten guten Wünsche, warf einen Rückblick au seine 35jährige Tätigkeit im Dienste der allgemeinen Landeskultur und dankte seinen Mitarbeltern für ihre getreue Unterstützung, infcem er zugleich der Hofsnuim Ausdruck gab, daß ihm ein freundliches An­denken bewahrt blerben möge. Namens der versam­melten Beamten, Angestellten und Verwaltungs- arbeiter des Landeskulruramts widmete alsdann Lan- deskulturgerichtsdirektor Hölzerkopf dem Schei­denden herzliche Worte des Dankes und des Abschiedes, verbunden mit dem Wunsche für einen gesegneten Ruhestand, den Präsident Reinhard in Kassel zu ver­leben gedenkt.

Achtet auf (Sure Katzen!

. Die vielfachen bei mir einlaufenden Anzeigen über die der Bogelwelt gerade jetzt in der Brutzeit nachstehenden Katzen geben mir Beranlassung, darauf hinzuweiien. Lab die Besitzer der Katzen die Pflicht haben, besonders in der Brutzeit frei Bogelwelt auf ihre Katzen zu achten. Die vernachlässigte und infolgedessen wildernde Hauskatze ist der gefährlichste Feind unserer heimischen Bogelwelt. Durch sie wird ein weit gröberer Teil unserer Bogelwelt vernich­tet^ als durch Len wilden Bogelfang in Italien und in der «udsckwerz.

,, Das zur Zeit in Bearbeitung befindliche Boael- schutzgesev für das Deutsche Reich wird hoffentlich Len Haus- und Grundstücksbesitzern die Berechtigung erwirken, baß sie die auf ihrem Besitz sich berumtreibenden wildern­den Katzen beseitigen dürfen, ob Lurch Fang oder Abschuß muß entsprechend den jedesmaligen örtlichen Berhältnistcn geregelt werden. Die Kadenbesitzer sind Lurch die oft feh­lende Aussicht selbst Schuld daran, wenn solche Wünsche von den Freunden der Bogelwelt laut werben, denen man die Berechtigung wohl nicht versage» kann.

der Bogellchnb-Abteilllug de?^esi^^Tiersch«tzoerei«S 1668 Heurlci. Oberstleutnant z. D.

Lehrbach (Str. Alsfeld). Ter Gustav-Addis- Zweigvevein Homberg-Kirtorf hielt hier feine Jah­resfeier mit Festgottesdlenst (Pfarrer Job-Rodheim) und Nachvcrfatmniung in der alten Burgruine ab. Der Besuch von auswärtigen Gästen war sehr groß Von besonderem Jnteresie war 6er Vortrag des ungarischen Pfarrers Schm-idt-Ghö-rkönh. Etz erzählte von der Auswanderung heffischer Familien nach Ungarn rm 18. Jahrhundert und von ihr n Schicksalen.

Rhetnlan-feier in Fritzlar

In würdiger Weise feierte die Bevölkerung Fritzlars in Gemeinschaft mit »feiner" Batterie die ^»efreiung der Rheinlande von 12jährigem fremdem Joch In der festlich mit Fahnen und Lampions geschmückten Allee lauschte eine unübersehbare Menge den frohen Weisen der Batterie-Kapelle. Nach einem Gesangvortrag des Freien Männer­chores trat die Batterie zum Fackelzug durch die Hauptstraßen an. Nach Rückkehr fangen die Ver­eine .Lieoertafel" und »Liedeikranz": »Wo gen Himmel Eichen ragen", dann wies Landrat Treivert in feiner Ansprache aus die Bedeutung der Befrei­ung der rheinischen Lande hin und entwarf einen Rückblick in die 12jährige Zeit der Besatzung. Die Ansprache klang aus in einem Treuegelöbnis zum Vaterlande. Dann donnerten die Geschütze und 21 Salutschüsse rollten dumpf in die Sternennacht. Nach dem großen Zapfenstreich der Kapelle erklang wuchtig das DeutscHandLied.

Or. Roland Kreisler freigefprochen

Der erste vor dem Schnellrichter verhandelte Fall vetras den Montag abend in seiner Wohnung in der Hinzpeterstraße festgenommonen Rechtsanwalt Dr. Roland Freister. Staatsanwalt Hennings Nagte den Beschuldigten der öffentlichen Aufforderung zur Begehung strafbarer Handlungen an, die den Tat­bestand des Landfriedensbruchsparagraphen erfüllen sollten.

Rechtsanwalt Dr. Freisler erklärte darauf, daß er noch Büroschluß sofort in feine Wohnung ge­fahren fei. Er habe von feiner Wohnung aus das Vorgehen der Polizei gegen die Menfchmrarvsamm- lungen beobachten können. Roch während der Maß­nahmen der Polizei habe er einen Polizeiossizier zu einem Wachtmeister sagen hören: »Das muß hier genau gemacht werden wie bei den Kommunisten!" Da habe er aus dem Fenster heraus dem Offizier zugerufen: »Bei den Kommunisten wird aber vom Gummcknüppel kein Gebrauch gemacht!" Darauf habe er das Fenster wieder geschlossem Als nach einiger Zeit Polizeibeamte an der Wcthnunzstür er­schienen. 'hübe er zunächst nicht geöffnet, erst als die Beamten in Begleitung eines Schlossers wieder er­schienen und dieser Anstalten machte, die Tür zu öffnen, habe er den Beamten Eintritt gewährt. Ihm fei höchst rätselhaft, wie man aus seinem Verhalten den Tatbestand des § 111 des Strafgesetzbuches her­leiten wolle.

In der Beweisaufnahme wurde» u. a. Regie- rungsvat Schöny,-Oberstleutnant Schulz, Kriminal- vat Siebert, Polizeiobersekreiär Benz sowie verschie­dene uniformierte Polizeibeamte vernommen, die indes über das genaue Verhalten des Angeklagten keine beftünmten Angaben machen konnten. Sie wollen jedoch gemerkt haben, wie nach den Rusen des Angeklagten die Menschenmenge weniger willig den Anordnungen, der Polizei gefolgt sei.

Aus Grund diefer Feststellungen ließ der Ver­treter der Staatsanwaltschaft selbst seine Anklage fallen und beantragte die Freisprechung, die der Richter dann auch aussprach, nachdem erst durch eine Bemerkung des Angeklagten laute Berfalls- kuudgebungen im Zuhörerraum laut geworden waren und der Vorsitzende die Räumung angeordnet hatte.

Auch ttn zweiten Anklagefall, der sich gegen den Regierungsinspöktor Kurt Engeland aus Kassel richtete, waren die Angaben der als Zeugen der- nommrenen Polizeibeamten über das Verhalten des Beschuldigten so unbestimmt, daß der Richter eben­falls zu einer Freisprechung kam. Der An- gsNagte sM mit erhobenen Händen gestikuliert und gerufen haben. Aber was er angeblich gerufen Hai und ob fein Verhalten die Menschenmenge zu Wider­setzlichkeiten aufgereizt hat, vermochte kein Zeuge bestimmt zu sagen.

Roch zwei weitere Anklagen, die sich gegen zwei Göttinger Nationalsozialisten und zwei junge Leute Es Kassel richteten, wurden wegen Ungeklartheir des Tatbestandes einstweilen vertagt, so daß sie vor dem ordentlichen Gericht zur Aburteilung kommen dürften sofern überhaupt Anklage erhoben wer­den kann.

Verkehrs- und Werbewoche Kassel. Wie Es dem Anzeigenteil der heutigen Ausgabe ersichtlich «st, findet im Rahmen der Verkehrs- und Wetzbewoche am kommenden Sonnabend und Sonntag 'das große Reit-, Spring- und Fahr-Turnier auf der Karls- Wiese vor dem Orangerieschloß statt. Schaunum­mern dieser Veranstaltung sind bekanntlich die Ret- ter-Oluadrille des R. R- 16, die Sechsspänner-Qua­drille des Fahrausbildungs-Kommandos Hannover und eine Schüler-Quadrille. Zum ersten Male wer­den am Sonnabend das Orla-ngerieschloß und die Schöne Aussicht bestrahlt, ebenso das Staatstheater. Den Abschluß der Verkehrs- und Werbewoche bildet der Zissel auf der Fülda.

Abschiedsfeier für Präsident Reinhard

Der Präsident des LandeskulturamtS, Rein­hard, ist, wie wir gestern berichteten, in den Ruhe­stand getreten. Ein Sohn des Heflenlandes, begann er 1896 seine Laufbahn im Dienste der allgemeinen Landeskultur im Bezirk der damaligen (Seneralkom- mijfwn Kassel als Spezialkommissar in Bad Wildungen. Im Anschluß an diese Tätigkeit erhielt et den Sonderauftrag für den Landerwerb zur Anlegung der Edertalsperre, welche außer­gewöhnlich schwierige Aufgabe er mit seltenem Ge­schick reibungslos durchflihrte. Alsdann war et als Regieiungs-, später als Oberregierungsrat bei der Eeneralkommission in Frankfurt a. O. und daraus bei der Eeneralkommission in M ü n ft e r i. Wests, tätig, zu deren Präsidenten er dann ernannt wurde. Zum 1. September 1920 wurde e-r als Nachfolger Herrn von Baumbachs als Landeskulturamts­präsident nach Kassel berufen. Hier hat er fast 10 Jahre gewirkt und sich um die Förderung der Lau-

«ufere Helmai

Blühender Hollunder

Das Meer der Blumen und bunten Gräser auf den Wiesen, Wegen und an den Rainen ist der Sense des Schnitters zum Opfer gefallen. Manch herrlicher Feldsirautz füllte die Vasen und zierte die Zimmer. Dahin ist die Pracht der sprießenden Natur, die zu immer neuem Leben wieder erwacht und das Herz und das Auge des Menschen mit Freude erpillt. Schwerer Duft gcht nun durch unsere Tage und Nächte! Der Hollunder hat seine übervollen Dolden in den Anlagen und Hecken, Gärten und Büschen aufgehängt. Weithin leuchten und locken die unend­lich vielen geAssich-weitzen Sterne feiner BWten. In den stillen Diondnächten erscheinen sie wie weiche Frauenhände. Uralter Aberglaube schützte diesem Ho- fanfcerbaum. Heilig waren den alten Germanen Stamm, Blatt und Müte, und so findet man ihn heute noch in unmittelbarster Nähe der Wohnungen.

Was sagt nun dieser eigenartige Name? Holun­der! Er verwefft uns aus Holla oder Freha, der dieser Baum geweiht ward. Frau Holla, die Mär­chengestalt, die mit ihren Kräften, ihrem Tun und Wollen diesen Baum umsponn. So bildete sich wohl der Name um zum Holunder. Frau Holle wohnte also in den dichten Zweigen dieses Baumes. Im Schatten der Blätter und im Dufte feiner Blüten verehrte man die lebenspendende Göttin des Hauses und so pflanzte man ben Baum gern in die Nähe häuslicher Niederlassungen, nm Schutz zu suchen bei der Göttin, und böse Geister, Fluch, KraiÄheit und Gebrechen vom Hause fern zu halten. Unter dem dichten Dach der Matter ward Zahn, Haar und Na­gel, die Schmerzen verursacht, begraben. Die men­schenhassenden Geister waren nun machtlos. Freya reinigte und heilte.

So ist es uns nicht verwunderlich, baß her Holun­derstrauch von Sagen und Märchen umgeben ward. Unsere Märchenbücher wissen noch heute von freund­lichen NachAängen in Wort und Bild und Lied zu berichten. Darum lefet und lauschet. Auch gcht eine besondere Heilkraft vom Holunder 'Es. Er ist ein vorzügliches, schweißtreibendes Mittel, das, früh an­gewandt, Wunder wirkt, und ist als Hausmittel nicht zu verachten. Denn aus bet Natur nehmen wir im­mer wieder als ewigen Kraftborn neue Kräfte für das Lebe». H.

Mündens Kreis-Etat unter Dach

Der in der Sitzung vorn 10, Juni tm Beisein des Regierungspräsidenten aus Hildesheim ab­gelehnte Etat des Kreises Munden wurde nunmehr in der letzten Kreistagssttzung in veränderter Form angenommen. Es sollte damals nur die Ausgabeseite angenommen werden, wofür sich aber eine Majorität nicht fand und die Ablehnung mit 10:10 Stimmen erfolgte. Der Landrat hatte Anregungen der Arbeits­gemeinschaft auf Ausgabekürzungen in Höhe von zirka 42 000 Mark benutzt, leider aber waren in­zwischen zwangsläufig Erhöhungen der Ausgaben von 63000 Mark hinzugekommen, so daß ein Netto­mehrbedarf von 21000 Mark sich ergab, was eine Erhöhung von 19 Prozent der Kreissteuern bedeu­tete. Die AG. wünschte daraufhin noch Streichung von 5000 Mark Zuschuß für die Städt. Mündener Badeanstalt, so daß in Wirklichkeit die Steuern von 55 auf 73 Prozent erhöht wurden und man mit 16 gegen 1 Stimme des Kommunisten den Etat an­nahm. Von den vorgenommenen Streichungen wur­den sogar der Landstratzenba« und die Jugendpflege betroffen.

, Donnerstag, 3. Juli.

OherSwchre». Ein Wiedersehensfest. Das bereits zur Tradition gewordene Wiedersehensfest ehemaliger Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Haushaltungs- schule sand am letzten Sonntag hier statt. Dem Rufe folgten etwa 150 ehemalige Schülerinnen der Anstalt. Nach der Festtafel hielt Rektor Staub-Oberzweh- ren eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung der Schule in der heutigen Notzeit und die Ziele dersel- bcn Hinweis. Seine Worte klangen in einem Hoch auf das Vaterland cms. Allgemeine Singelieder und Freilichtaufführungen der gegenwärtigen Schülerin­nen im schönen Gatten der Anstatt, Die verdienten Beifall sanden, verkürzten bie von Freude und Humor gewürzten Stunden.

Merxhausen. Silbernes Amtsjübiläum. Anrts- rneister Froehlich der Landesherlanstakl Merxhau­sen konnte sein fünfunbzwanzigjähriges Amtsjubilä­um begehen.

Escherode (Kreis Münden). Weidmanns Abschied Am 1. Juli schied der Staatsförster Weber aus dem Dienst, nachdem er der hiesigen Oberförsterei

mehr als 30 Jahre angehört hat. Die preußische Re­gierung hat durch den Oberförster eine Urkimde über­reichen lassen. Im Revier wurde eine alte Buche alsWeberbuche" bezeichnet: die Beamten der Ober» fürsterei überreichten ein sinniges Geschenk. Nach­folger wird der bisherige Sekretär Förster Horchel- hah n.

Hedemünden. Wechsel im Bürgermeisteramt. Am 1. Juli ist Bürgermeister Wilhelm Huth in den Ruhestand getreten, lieber 30 Jahre hat er unserer Stadt gedient, mehr als zwanzig Jahre als Senator und seit 1918 als Bürgermeister. Zu seinem Nach­folger wurde Herr Garte aus Bischhausen, Kreis Witzenhausen, gewählt.

Jesberg. Ad 1. IM ist Lehrer Diegel nach Kassel versetzt. Er wirkte hier seit zehn Jkchre» und wurde von der Einwohnerschaft allseits ge­schätzt und verehrt. Der Schneidermeister Georg Ruhn wurde vom Ortsvyrstand zum Gemeinde­rechner gewählt und hat fein Amt am 1. Juli a»- getreten

Rockensüß. Anläßlich des KMHrtgen Bestehens des Mämiergssangvereins ^Eintracht" fand ein Be- zirksfängersest des Bezirks Sontra des Mheimer Sängeibniwes statt, das bei regster Beteiligung einen wochlaelungenen Verlauf nahm.

Bebra. Vierzig Jahre Sanitätskolonne. Die hie­sige Sanffätskolonne beging ihre vierzigjährige Ju­belfeier durch ein Konzert der KanitätAapelle auf dem WÄHelmsPlatz. Nachmittags fand mit auswär­tigen Kolonnen und der Feuerwehr am neuen Schul­haus eine gemeinsame Hebung statt. Eine Feier im .Hessischen Hof" bÄdete den Abschluß der Ver­anstaltungen.

Eschwege. Oberlandjägermeister Wettläufer, der Kreisletter der Landjägerei, beging fein Ajährizes DtenHubilEM. In einet Lanbjägerdienstversamm- Arng tot Lastdratsamt wurden dem Jubilar befon- dere Ehrungen zuteil.

Eschwege Die Riedethoner Straße wird wegen Ausführung von Straßenitzauorbeiten in bet Ge­markung Eschwege vom 14 Juli bis zum 2. August für Fahrzeuge aller Art gesperrte Der Verkehr wird übet Rieberhone Jestädt Grebendorf bezw Oberhone umgeleitet.

Marktheidenfeld' Zwei Knaben fanden beim Erdbcersucheu eine Flohertpistole. Die beiden spiel­ten an der Waffe herum, die sich plötzlich entlud und beide fd^uer verletzte. Während das Geschoß dem einen die Hand durchschlug, traf es dem ande­ren in die Seite.

Sonnwendfeier der Naturfreunde

Die Ortsgruppe Hess. Lichtenau des Touristen­vereinsDie Naturfreunde" veranstaltete am Wochen­ende eine eindrucksvolle Sonnwendfeier. Nach Worten der Begrüßung durch den Leiter der Ortsgruppe, kam ein GedichtSonnwendnacht" zum Vortrag, welchem ein kleines FreilichtspielSonnenwende" folgte. Dann loderten die Flammen des mächtigen Holzstoßes zum nächtlichen Himmel. Im Schein des Feuers sprach Lehrer Sternberg-Kassel, der frühere Leiter der Lenoirschen Waisenanstalt bei Fürstenhagen, in ernsten Worten über die Bedeutung der Sonnenwende. Er richtete einen eingehenden Appell an die Zuhörer und insbesondere an die Jugend, doch einen Funken des Sonnenwendfeuers mit nach Hause zu nehmen und in die Tat umzufetzen. Einige Gedichte und verschiedene Reigen bildeten den Schlug bei Feier. Ein Vertreter der Ortsgruppe dankte allen, welche zum Gelingen der geiet beigetragen hatten. Er bemerkte habet, daß die rtsgruppe voraussichtlich auch den Tag der Winter­sonnenwende festlich begehen würde.

' *

Johannisfeuer auf dem Bilstein.

Die Ortsgruppe Großalmerode des Hessischen ffie« birgsvereins hatte zu einer Johannisfeier etngelaben. Abends 9 Uhr war Abmarsch mit eigens hierfür her- gerichteten Laternen von der Gastwirtschaft Mühl­hausen aus. Kurz nach 10 Uhr waren alle Teilneh­mer auf dem Bilstein eingetioffen. Nachdem man sich in der festlich beleuchteten Schutzhütte nieder­gelassen hatte begrüßte der 1. Vorsitzende, Bürger­meister Wiede rft ein, die Erschienenen mit einem herzlichenFrisch auf". Er gedachte der Schwestern und Brüder vorn Rhein, bie nun vom fremden Joch befreit seien worauf die Anwesenden das Deutsch­landlied anstimmten. Das abwechslungsreiche Pro­gramm schuf eine gute Stimmung Bei einem Rund- gang mit Laternen um den Berg und Turm erschien der Berggeist und ermahnte zur Einigkeit und Treue in den deutschen Landen. Gegen 2 Uhr wurde der Turm bestiegen und manch schönes Lied gesungen.

Emiesegeu in Witzenhausen

Aber die Preise find unbefriedigend.

Die Kirchenevnte ist m vollem Gange. Täglich werden nach fachmännischer Schätzung etwa 250 Ztr. Kirschen mit bet Bahn abbeförbert Auch der Kir- fchenversand mit Kraftwagen ist sehr bedeutend. Die FriWpwnische Kirsche, die hier am meisten ange­baute Sorte, hat leiber durch ben Regen der letzten Zeit sehr gelitten. Infolgedessen tft auch der Preis stark gesunken. Er beträgt etwa 10 RM. für den Zentner. Ob die späteren Sorten, bie bis jetzt eine gute Ernte versprechen, einen Ausgleich für den VerdienstEssall bei der ,Frühft>anifchen" bütogen werben, wird allgemein bezweifelt.

Alte Kameraden trafen sich

Zum zweiten Male nach dem Kriege trafen Ito die alten Krieger des Kreises Messungen in Gux­hagen zum KreiÄriegerverbonds fest. Gingeleitet würbe das Fest durch einen Begrüßungsabend tot Stückvath'fchen Saale. Anstelle des verhinderten 1. Vorsitzenden hielt Schneidermeister Umbach die Be. grüßungsanfprache. Der Vorsitzende des Kreisver- bvndes, Oberstabsarzt a. D. Dr. Bvamt wies auf bie Bedeutung der Kriegervereine auch in der hen- tigsn Zeit hin. In längerer Ausführung gedachte er der befreiten Brüdern am Rhein und stellte sie als ein Vorbild an Treue und OPferwilligkeit hin.

Der Weckruf am frühen Morgen zeigte den Be­ginn des festlichen Tages am. Um 9 Hhr ver- sammelten sich die Vereine zum Festgottesdlenst unter ben Eichen. Anschließend fand auf dem Hel- denfrieLchos eine erhebende Gedächtnisfeier statt. Die wirkungsvolle Rede des Pfarers Holstein wurde von den Weifen des Kirchenchors würdig umrahmt. Taz Lied vvm gute« Kameraden schloß die Feierstunde, ddach dem Platzkonzert formierten sich über 50 Ver­eine zu einem stattlichen Fesizng durch bas Dorf. Generalleutnant a. D. Fett nahm am Eingang des Festplatzes ben Festzug ab und hielt bann nach der Begrüßungansprache des Veretosvorsitzenbeu und des Bürgermeisters bie Festrede. Er sprach die Hoffnung aus, daß hoffentlich auch halb die Saat und der schwer geprüfte Osten die Räumungsfeier begehen können. Dr. Braun bankte dem Redner unb ben erschienenen Vereinen für die treue Kame­radschaft, beffonders dem OrlSverem für die gelun­gene Durchführung des Festes. Im Namen des Präsidenten des Landeskriegerverbandes zeichnete er bann eine Anzahl Mitglieder mit dem Ehren- kreuz aus. Aus dem Festplatz entwickelte sich fodan« em fröhliches Leben und Treiben,

Wilvnnger Besuchsztfferii.

10000 Besucher hat Bad Wildungen am 1. IM überschritten. Dieser Aufstieg, der seit der Vorwoche um fast 600 Fremde wuchs, ist bezeichnend für die VorwärtsentwicKung des Bades, wenn man berück­sichtigt, daß die Hauptsaison erst jetzt (im Juli) an­fängt. Man rechnet sicher damit, daß bei einiger­maßen guter Witterung in diesem Jabre die 30000 bei- weitem überschritten werden. Gegenüber der gleichen Zeit im Vorjahre hat sich der Besuch schon sehr beträchtlich erhöht.

Rundfunk

Programm des Kasseler «nd Frankfurter Senders. ]

Freitag, tetr 4. 3«fi.

7.308.30: Bon Baö Loden: Konzert Les Kurorchesters

10.45: Aus dem Stadttheater Dortmund:Die Lage der deutschen Wirtschaft, Vortrag von Reichswirtschafts- nrinifter Dietrich anlätzlich der 5. deutschen B-ruwoche

12.20: Konzert

13.00: Schallplattenkonzert: Tristan und Isolde (R. Waa- nerl Szenen aus dem I. Auszug tu der Bau- reutber Festsvielbesehun«

1414.15: Werbekonzert iFortsebunÄ

16.00: Konzert des Rundfunkorchesters, tt. a. Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur op. 26 von S. Prokostesf, und Sin­fonie pathstiaue, ov. 74 von P. I. Tschaikowsky

17.50: Fünfzehn Minuten Deutsche Reich sooft

18.05: Buch und Film

18.35:Wie bewirbt man sich erfolgreich um eine Stelle?", Vortrag

19.05:Der moderne europäische Roman: Spanien", Vor­trag

19.30: Italienische und spanische Lieder, gesungen von Ak- verto Castagnoli

26.00: Aus dem Grohen Saal des Kurhauses Wiesbaden: Gröhes Festkonzert, u. a.: Dritte Ouvertüre zu Leonore von Ludwig man Beethoven, und Erste Sinfonie in c-uwll von Johannes Brahms

22.30: Sammerurusik: Trio ov. 174 von Brahms uni Trio ov. 11 von Beethoven

Garten- und BaHtonschSrme neue Sendungen angekommen.

Schirm- und Stock-Pfanhuch Obere Königstrafce 20.

Auch Ihr Wunsch! Deshalb bei' Luft- und Sonnenbädern, wiederholt mit Sportcreme Mouson einreiben. Sie fördert das natürliche Bräunen der Haut, verhütet Sonnenbrand. Vor Gebrauch die Haut trocken reiben!

SPORTCREME!

5 PUDS; taÄnJ Dosen'

-.50,1.-;