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Hessische Abendzeitung

Hummer 136*

Freitag, 13. Juni 1930

20. Jahrgang

England und die Stahl-Preissenkung

Konkurrenz-Gorgen der Stahlindustrie

Unwetterkatastrophe in Westeuropa

das modernste ausgerüstet worden feien,

Stahlwerke jedoch Die Tatsache, daß Rordfrankreich auf durch Deutschland

Vorteil der kontinentalen anderen Quellen komme. Mehrheit der Fabriken in Wege der Sachlieserungen

von die dem aus fetze

Frankreich in die Lage, ohne Kapitalabschreibungen zu arbeiten. Etn weiterer Vorteil liege darin, daß die leitenden Posten bet der Stahlindustrie auf dem Sont'ncnt nicht nach persönlichem Einfluß oder so­zialer Stellung beletzt werden.

1 eine Inhaltsangabe über den Bericht eines Nnter- suchungsausschuffes der Regierung, der die Stahl­werke in Deutschland. Belgien und Frankreich ein­gehend studiert und eine ausgedehnte Untersuchung über die Ausrüstung, Arbeitsmethoden, Löhne und die allgemeinen Berhältniffe in der kontinentalen und britischen Industrie angeftellt hat. Der Aus» schuß kommt nach dem .»Daily Herold" zu der Fest­stellring, daß die Löhne auf dem Kontinent zwar in vielen Fällen niedriger feien als in England, der

Madrid, 13. Juni. In verschiedenen Gegenden Südspaniens haben schwere Wolkenbrüche ausgedehnte Ueberschivcmmungen verursacht. Viele tausend Hektar bebautes Land stehen unter Wasser. In der Umgebung von Jerez ist die Ernte durch Hagelschlag zerstört worden.

Aus dieser Notlage hat Maniu den Ausweg et« griffen, daß er den Prinzen Karol, dem sein Thron« Verzicht schon lange leid war, nach Rumänien zurück­kommen ließ. Allerdings sollte Karol nach Manius Absicht nur Regent werden, aber kaum war er im Lande, so vereinfachte er die Situation, indem er sich zum König proklamieren lieh. Seinen Sohn, den bis­herigen kleinen König Michael, hat er, vermutlich im

Der amerikanische Teil der Aounganleihe überzeichnet.

Reuyork, 13. Juni. Rach Mitteilung des Ernis sionskonsortiums ist der amerikanische Anteil an der Komtganleihe bereits überzeichnet worden.

Die Staatsumwälzung in Rumänien ist zwar zu­nächst eine rumänische Angelegenheit, aber es ist nicht anmöglich, daß sie europäische Folgen haben wird. Es handelt sich hier in gewissem Sinne um den umgekehr­ten Vorgang, wie in Jugoslavien. Im heutigen rumä­nischen wie im jugoslavischen Staat stehen sich die Altreiche" und die durch den Weltkrieg hinzugekom- menen Gebiet» mit einer verschieden hohen und ver­schieden gearteten Kulturentwicklung gegenüber. Zn Rumänien ist es auf der einen Seite das sogenannte .Fiegat", das frühere Königreich,' auf der anderen Transylvanien mit Bessarabien. Unter Transylvanien verstehen die Rumänen sowohl Siebenbürgen als auch die übrigen Teile Ungarns, die im Friedensschluh von diesem abgerissen und dem rumänischen Altreich hin- zugefügt wurden; auherdem die früher österreichische Bukowina. Zn Jugoslavien entsprechen diesen neuen Teilen Rumäniens Slovenjen, das österreichisch war, Kroatien, das in Personal-llnion mit Ungarn stand, die sogenannte Vojvodina (ein Teil von Äidungarn), Bosnien, das gemeinsam von Oesterreich und Ungarn verwaltet wurde, und das früher österreichische Dal­matien.

Zn Jugoslavien wie in Rumänien entstand eine zunehinende Spannung zwischen den alten und den neuen Staatsgebieten, hauptsächlich wegen bet ver­schiedenen Kultur und der verschiedenen Begriffe von Recht und Ordnung. Die neuen Teile waren lange Zeit europäisch verwaltet worden, und die Bevölke­rung war daher an feste Rechtsbegriffe gewöhnt. Die alten Teile-dagegen waren balkanisch ein Wort das seine Erläuterung in sich selbst trägt. Daraus er­gab sich die Opposition der neuen Staatsbürger gegen die Uebertragung balkanischer Verwaltungs- und Rechtseigentümlichkeiten auf dieerlösten" Gebiete.

Hauptträger der Opposition wurden in Iugo- slavien die Kroaten. Ihr Widerstand wuchs schliehlich so stark, dah. die serbischen Rationalisten in Belgrad, die auf eine absolute Vorherrschaft des Serbentums ausgingen, zu dem Mittel der Diktatur griffen. Vor­geschoben wurde dazu die Person des Königs. Die Methoden und vorläufigen Ergebnisse sind bekannt; der eben beendete Prozeß des Kroatenführers Mat- schek hat sie auch denen, die noch nicht unterrichtet waren, zur Genüge offenbart.

In Rumänien ist es anders gegangen. Das soge­nannteliberale" Regime muhte der überwältigenden national-zaranistischen Opposition (das heißt der na­tionalen Bauernpartei) das Feld räumen. Die Zara- nisten stützten sich ganz überwiegend auf Transylva­nien, sie haben aber auch die Bauern des Altreichs für sich gewonnen. Ihr Führer Maniu und seine wichtigsten politischen Helfer find fiebenbürgische Ru­mänen, die zum Teil durch deutsche, das heißt fieben- bürgisch-sächsische Schulen gegangen find und auf öster­reichischen Universitäten studiert haben. Auch die Be­völkerung Siebenbürgens hatte, wenn sie auch der ungarischen Rationalitäten-Politik widerstrebte und die Ungarn es mit den politischen Wahlen manchmal nicht allzu gewisienhaft nahmen, doch stets die Wohl­taten einer ehrlichen Verwaltung und ehrlichen Rechtspflege, genossen. Rach der Vereinigung mit dem Regal erfolgte der volle Einzug des Balkanismus. Dem sollte und wollte die Regierung Manius einen Damm entgegensetzen.

Maniu fand als Erbschaft von den Liberalen zu­nächst grenzenlos heruntergewirtschaftete Finanzen und ein verkehrtes Wirtschaftssystem vor. Eine weitere Erbschaft bildete die das ganze Land zerfrefiende Kor­ruption. Als Haupt der neuen Regierung nahm Maniu nach beiden Seiten hin den Kampf auf. Er bekam eine auswärtige Anleihe, aber sie reichte nicht aus. Er ging gegen die Korruption vor, aber der Sumpf war nicht auszutrocknen. Das furchtbarste, eben offenbar gewordene Beispiel ist der Verrat der rumänischen Mobilifierungspläue und des Eeheim- chlüffels für die amtlichen rumänischen Thiffretele- gramme an Rußland durch Beamte des rumänischen Geheimdienstes; dazu die Offenbarung, dah die obersten Sicherheitsbeamten, die damit beauftragt waren, die sowjetrussische kommunistische Agitation in Bessarabien zu überwachen, gleichzeitig im Dienste Moskaus standen und die bolschewistische Revolutio­nierung Rumäniens vorbereiteten. Der Sowjetrubel rollt in^Rumänien beinahe schon offenkundig.

Hiermit vereinigten sich wütende Angriffe der aus der Regierung gedrängten Liberalen gegen Maniu Fast alle reichen, an Einfluß gewöhnten rumänischen Familien gehören zur liberalen Partei und verdan­ken ihren Reichtum zum großen Teil dem Umstand dah sie viele Zahre am Staatsruder gesessen haben und die Staatskrippe zur Verfügung hatten. Schlieh- lich kam es zur offenen Drohung mit der Revolution.

Einvernehmen mit Maniu, zum Vojvoden von Alba Julia ernannt. Der deutsche Name von Alba Julia ist Karlsburg. Es ist die rumänische Krönungsstadt, liegt in Siebenbürgen und wird, vermöge seiner römischen" Vergangenheit, von den Rumänen als ein Symbol Erotz-Rumäniens betrachtet. Wahrscheinlich ist die Ernennung nur ein äußerer Ausdruck dafür, daß Transylvanien, das Land, in dem das Rumänen- tum sich einst in feinen schwersten Jahrhunderten na­tional behauptet hat, gegenüber dem Altteich in den Vordergrund gerückt, zum mindesten mit gleichen Rech­ten neben das Altreich gestellt werden soll.

Die Einladung Karols nach Rumänien geschah im Einverständnis mit England. Dort ist man drauf und dran, in einen neuen Konflikt mit Moskau zu kommen. Karol ist Militär, und die Armee, nament­lich der jüngere Teil des Offizierskorps, liebt ihn be­geistert. Dazu besteht eine nahe Entente mit Polen, wo sich alles auf den Zusammenstoß mit Moskau rüstet, und hiernach kann man vielleicht vermuten, was die rumänische Umwälzung weiter im Schoße trägt

Was geht am Balkan vor?

Europäische Folgen der Thronbesteigung Karols Bon Dr. Paul Rohrbach.

Paris, 13. Juni.

Die französische Hauptstadt wurde in den gestri­gen Abendstunden von einem schweren Gewitter heim- gefucht, das von einem sintflutartigen Regen beglei­tet war. Die Abflußkanäle reichten bald nicht mehr aus, die Waffermassen fortzuführen, sod tz ganz be­sonders die niedriger gelegenen Stadtteile gelitten haben. Verschiedene Straßenzüge wurden vollständig überschwemmt. Auch aus der Provinz werden schwere Unwetter gemeldet. Die Eisenbahnlinie Paris Verneuil mußte für den Verkehr gesperrt werden, da ein Tunnel unter Wasser steht. In der Nähe von Annezy wurden zwei Brücken fortgeschwemmt, viele größere Landstraßen sind überflutet. Auch bei Reims richteten Unwetter großen Schaden an? Der Blitz zündete an verschiedenen Stellen. In Troyes wurde ein Landarbeiter ;uf dem Felde durch einen Blitz, schlag vor den Augen seiner Kinder getötet.

Ein kritischer Tag für die Reichsregierung

Heute entscheidende Beratungen öder Moldenhauers Programm / Verschärfende Einzelheiten des Aotopfers / Englische Konkurrenzforgen

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Kasseler Neueste Nachrichten

Ameisen prelle:eWHft». u«6 »amilien-Anzeiaen die »o arm-Selle 11 »femrtt. »keine Anreisen au» Raffel daS Wort 7 4. Auswärtige »lerne Ameisen die 80 nun breite Zeile 11 4. Anzeigen im Reklan. 78 nun breite Zeile 45 4. Ollertgebühr 25 A (bet Zustellung 85 4). Für das Erscheinen l... bestimmten Ausgaben, an besonderen Plätzen und tüt telephonisch erteilte Aufträge keine Gewähr.

anspruchen hätten. Wenn der Charakter-deS Rot­opfers als. einer selbständigen Abgabe ohne Zusam­menhang mit der Einkommensteuer festgestellt wird, Hann wurde ein entsprechender Anspruch der Länder beim Staätsgerichtshos vermutlich aussichtslos sein. Weiterhin besteht die Absicht, bei einer Fortdauer des Rotopfers über den 1. April des nächsten Jahres hin­aus, womit man jetzt schon rechnet, dann auch die Länder und Gemeinden am Ertrag teilnehmen zu lassen.

Heut, sollen auch die Besprechungen zwischen Ar­beitgeber» und Arbeitnehmern über die Preis- und Lohnsenkung zum Abschluß kommen, was für die Kabinettsbeschlufle von großer Wichtigkeit ist, weil die Regierung immer wieder den engen Zusammen­hang zwischen Preissenkung, Lohnsenkung und Ge­hältersenkung (in diesem Falle in Gestalt der Rot­opferabgabe) betont.

Ferner soll das Kabinett heute den Entwurf über die Reform der Krankenversicherung, sowie den Ent­wurf des Ausgabensenkungsgesetzes verabschieden. Auch soll über Einsparungen int Reichshaushalte, die sich auf 25 Millionen belaufen sollen, Beschluß gefaßt werden. Da jedoch etwa die Hälfte aller öffentlichen Ausgaben sich auf Gehälter bezieht, so glaubt die Regierung, bei ihren Einsparungen an diesen wich­tigsten Posten des Etats nicht vorübergehen zu kön­nen. Da ferner eine direkte Gehaltssenkung nur durch verfaffungsändertides Gesetz gegenüber ben Ländern und Gemeinden möglich wäre, für welches jedoch die Zweidrittelmehrheit zurzeit nicht vorhanden ist, so hat die Regierung diese Gehältersenkung in der Praxis eben nur durch das Notopfer herheiführen können: Es ist zu erwyrten, daß die Reichsregierung mit dem Finanzminister sich heute nochmals auf den Stand­punkt stellen wird, daß das Defizit unbedingt restlos gedeckt werden soll, und daß andere Wege wie z. B. die Aufnahme einer Anleihe oder die Erhöhung ande­rer Steuern nicht in Betracht kommen^ Man rechnet damit, daß nach der heutigen Kabinettssitzung, die sich wohl bis in die späten Abendstunden erstrecken dürfte, eine amtliche Mitteilung herauskommen wird, die kei­nen Zweifel daran laßt, daß die Regierung den Kampf um ihre Deckungsvorlage im Parlament auf­zunehmen gebentt.

London, 13. Juni.

Eine Herabsetzung der englischen Stahlpreise wird vorläufig abgelehnt und statt dessen der Schutz der Industrie durch Zölle angestrebt. Durch die deutsche Preisherabsetzung (stehe Handelsteil!) wird nach den Beratungen der Stahlindufiriellen zwischen englischen, deutschen und belgtsch-lttxembttrgischen Stahl ein Verhältnis von 100:60:40 geschaffen. Die englische Stahlindustrie in Sheffield hat nach dir Preisherabsetzung der deutschen Stahlindustrie mit einem Schreiben an sämtliche Mitglieder des briti­schen Kousulardienstes in der ganzen Welt geantwor- te*. in dem daraus hingewiesen wird, daß besonders in den Gebieten außerhalb des britischen Weltrei­ches Sheffield und feine Erzeugnisse durch inter effierte ausländische Gruppen planmäßig verdächtigt worden wären. De« einzige Grund, warum Sheffield nicht bis zu feiner vollen Leistungsfähig­keit beschäftigt sei, liege darin, daß die Produktion während des Krieges verdreifacht worden fei. Auch die Höhe der Arbeitslosigkeit in der Stahlindustrie werde als normal bezeichnet und endlich fchars gegen die Behauptung Stellung genommen, wonach gegenwärtig von Sheffield minderwertiger Stabt erzeugt wird.

Zu gleicher Zeit veröffentlichtDaily Herald"

Berlin, 13. Juni.

- vrnre nachmittag wird _ eine besonders wichtige Kabmettssttzung stattftnden, in der es sich Herausstel­len muß, ob.die gesamte Reichsregierung mit dem Flnanzminlster auf dem Boden der Finanzvorlage steht, und ob das Kabinett entschlossen ist, den Schwie­rigkeiten der parlamentarischen Mehrheitsbildung eventuell auch unter Anwendung des Artikels 48 und der Ankündigung einer Reichstagsauflösung ent­gegenzutreten. In der heutigen Kabinettssitzung wird der Flnanzminister die Zustimmung der Reichsregie­rung zu der von ihm inzwischen ausgearbeiteten Be­gründung zum . Notopfer verlangen. Dabei wird sich erweisen, ob der Reichskanzler und die gesamte Regie­rung gemeinsam mit dem Finanzminister die volle Verantwortung für die Vorlage und für die in der Begründung enthaltenen Gedankengänge übernehmen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist damit zu rechnen, daß das Kabinett sich geschlossen an die Seite des Finanzministers stellen und daß die Regierung unter Führung des Kanzlers den parlamentarischen Kamps aufnehmen wird. Vor der Kabinettssitzung, an der auch der Reichsbankprästdent Dr. Luther teilnehmen kvirp, gedenkt der Reichsfinanzminister eine persönliche Unterredung mit dem Reichskanzler herbeizuführen, in der er voraussichtlich die Vertrauensfrage stellen wird.

Man hält es für selbstverständlich, daß hn Augen­blick «n eine Demission Dr. Moldenhauers nicht zu denken ist.

Man rechnet vielmehr damit, daß das ReichSkabiNett Pie Begründung zur Notopfer-Vorlage billigen wird, die im wesentlichen von den schon bekannten Gedan- kengängen ausgeht, daß das Notopfer nur als Teil der großen Aktion einer Senkung der PröKk- iionskosten durch Verringerung der Preise und Löh­ne aufzufaffen ist. Das Kabinett wird voraussichtlich keine fachlichen Aenderungen an seiner eigenen Vor­lage mehr vornehmen. Im Finanzministerium be­stehen auch starke Bedenken gegen eine Umgestaltung der Notopfervorlage, z. B. im Sinne einer Staffe­lung des Betrages oder einer Erweiterung zu einem allgemeinen Einkommensteuerzuschlag.

In diesem Zusammenhänge nochmals darauf hingewiesen werden, was bisher in den Mitteilun­gen über die Notopfervorlage nicht ausreichend klar gestellt worden ist, daß nämlich die vierproz. Abgabe vom Einkommen nicht etwa vom sogenannten ver- fteuerbaren Einkommenbetrag, sondern vom reinen Bruttoeinkommen erhoben werden soll, d. h. also, daß alle diejenigen, die von dieser Abgabe erfaßt werden, ohne Berücksichtigung des steuerfreien Eristenzmini- mums. der Familienabzüge oder sonstigen Ein­schränkungen diese 4 Prozent von ihrem reinen Ge­samteinkommen abzuführen haben. Diese Bestimmung, durch die das Notopfer natürlich noch erheblich er­schwert wird, steht im Zusammenhänge mit der Tat­sache, daß das Notopfer ndjt als ein Teil der Ein­kommensteuer, sondern als eine selbständige Abgabe betrachtet wird, weil bekanntlich schon Erwägungen aufgetaucht waren, ob nicht die Länder auch von die­ser Abgabe, ebenso wie von der sonstigen Einkom­mensteuer, eine Ueberweisung von 75 Prozent zu de-

Oer Kinanzminisier fordert

Oer Regierungskainpf um die Oerkungsvorlagen

Kasseler Abendzeitung

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1,3 Billiarden Defizit im Äeich-Hau-Halt

Berlin, 13. Juni.

Im Rechnungsjahr 1929=30 beläuft sich das Defizit im HaustzMi 1*6 Deutschen Reiches »ach nunmehrigen endgültigen F-stftellungen auf 1283,7 Millionen RM. gegen 1058,9 Mill, im Rechnungsjahr 1928-29.

Der Stand der auf Reichsmark laufenden Schuld einfchl. der Dawesanleihe des Deutfchen Reiches wird Per 31. März 1930 auf 8 452,6 Mill. RM. gegen 8416,8 Mill, rn 31. 12. 1929 und der schwebenden Schuld am 31. 3. 1930 auf 1938,4 Mill, gegen 1735,9 Mill, am 28. 2. 1930 angegeben.

Bukarest, 13. Juni.

Der vom König mit der Kabinettsbildung beauf­tragte General Presan hat den Auftrag zurück« gegeben. Durch einen Erlaß König Karols hat feine geschiedene Gemahlin Prinzessin Helene das Recht erhalten, den Titel Majestät zu führen, was einer Proklamation zur Königin gleichkommen dürste.

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Schmelmgs Sieg in Amerika

Sharketz gibt Tiefanschlag zu.

Reuyork, 13 Juni. 1

Dharkey, ber tm Donnerstag abend im End- kämpf um die Boxweltmeisterschaft gegen Schmeling unterlag (näheren Bericht siehe unsere heutige Sportzeitung), hat den Tiefschlag gegen Schme. lina in der vierten Runde zugegeben. Die Sport- kritiker sehe« Sharkey als den besseren Boxer a«,. der Schmeling überlegen war, und zollen allerdings dem Deutschen größte Anerkennung, der lächelnd und ohne eine Miene zu verziehen, die schwersten Schlage eingesteckt habe. Schmeling hat übrigens die neue Herausforderung Sharkeys angenommen. Hebet den Termin eines eventuelle« Kampfes ist «och nichts Näheres bekannt.

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78 mm breite Zeile 45 4. OstettgebÜbr 25 4 (bei Zustellung 85 J). Kür bat Erscheinen von Anzeigen in bestimmten Ausgaben, an besonderen Platzen und 'ur telephonisch erteilte Aufträge keine Gewähr. Rech, »ungtbeträge innerhalb von 5 Tagen »ablbar. Gerichtsstand Kastel. Postscheckkonto Frankfurt a. M. 6380,