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Nummer 129*

Mittwoch, 4. Juni 1930

20. Jahrgang

Der Reichspräsident alsmoralischer giatt"

Hindenburg und die Lohn- und Preissenkungsaktion

/ Ergebnislose Beratungen der Arbeitgeberverbände

Abbruch der Trierer Zeppelinhalle

Paris, 4. Juni.

f

i Berlin, 4. Juni.

Das Reichskabinett hat gestern abend mit den um- faflenden Beratungen über die Deckung des Defizits und die Ersparnisse im Haushalt begonnen. Diese Be­ratungen werden sich wahrscheinlich noch mehrere Tage ausdehnen. Es ist für Donnerstag eine neue Sitzung des Kabinetts in Aussicht genommen. Die gestrigen Beratungen haben, obwohl sie von 8 Uhr abends bis 1 Uhr nachts dauerten, noch kein abschließendes Ergeb­nis gebracht. Vielmehr hat das Kabinett zunächst nur grundsätzlich die Vorschläge der Arbeitsministers Ste- gerwald über die Reform der Arbeitslosenversiche­rung, vor allem die Beitragserhöhung, erörtert und hat dann die Vorschläge des Reichsfinanzministers Dr. Moldenhauer über die Deckung des Defizits be­sprochen. Man ist im wesentlichen zu einer grundsätz­lichen Stellungnahme zu den einzelnen Vorschlägen Dr. Moldenhauers gelangt, und die Ressorts sind be­auftragt worden, diese Vorschläge gesetzgebungsmäßig im Einzelnen auszuarbeiten. Das Kabinett wird dann am Donnerstag zu der gesamten Materie noch einmal Stellung nehmen und man hofft, daß es dann lberils zu einer endgültigen Beschlußfassung kommen wird. Bei dem Moldenhauerschen Programm kommt eine große Reihe verschiedener Vorschläge in Betracht die dem Kabinett gewissermaßen zur Auswahl über­lassen werden. Das gilt sowohl für die Umsatzsteuer, wie für die Zigarettensteuer, als auch für den soge­nannten Krisenzuschlag (den man bisher alsNot- opfer" bezeichnete), während die Beitragserhöhung der Arbeitslosenversicherung bereits in den Rahmen der Stegerwaldschen Vorschläge hineingehört Tas Kabinett hat in der Nacht noch keine Mitteilungen darüber gemacht, welchen Vorschlägen des Reichs- sinanzministers es den Vorzug gibt. Man wird end­gültig erst auf der morgigen Kabinettssttzung darüber Aufschluß erhalten.

i Die Sanierungs-Aktion, in die das Kabinett ! damit Eintritt, war gestern in weit größerem i Rahmen geplant, aber leider find die Verhand- l lungen, die darüber geführt wurden, sehr rasch L wieder ins Stocken geraten.

ärgerter sein, als derAbtrünnige- Kenntnis von gewissen Hintergründen bei der Berschleppungsange- legeuheit Kuiiepows habe« soll.

Trier, 4. Juni. '*

Gestern vormittag begannen die Abbruchsarbeiten an der hiesigen Zeppelinhalle. Zuerst wurden die bei­den über 30 Meter hohen Tore umgelegt, sodann sol­len die inneren Binder herausgeschnitten werden. Diese Arbeiten werden von deutschen Arbeitern aus­geführt, während französische Pioniere das Abbruchs­gerüst errichtet haben und dabei sind, das Dach und die Fachwände herauszubrechen. Das verschrottete Material wird nicht in Deutschland verkauft, da die deutschen Firmen, denen das Material angeboten wurde, im letzten Augenblick vom Kauf zurückgettetcn sind.

3- M gelangst!. In einem solchen Falle werde dann am Samstag feierlich die Unterzeichnung der Schrift­stücke im Hotel Georg V. statt findet» Die Emission der Anleihe wird sobald wie möglich nach den PfinMeiertageu erfolgen.

sich wahrscheinlich nicht im Zeichen der Verständi­gung, sondern

im Zeichen des schärfsten Kautpfrs zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern absptelen werden

Inzwischen wird nun das Roichskabinett, ohne die gletchzeitigc zustimmende Aktion des Reichsprä­sidenten von Hindenburg seine Arbeiten an der Sanierung des Etats und der Kaffenlage sortsetzen müssen Der Kabinettsbeschluß soll auf jeden Fall noch vor Pfingsten gefaßt werden. Allerdings ist man in der gestrigen Nachtsitzung noch gar nicht zur Besprechung des Ausgaben Senkungsgefitzes ge­langt da es vollkommen mii der Reform der Ar­beitslosenversicherung und der Deckung des augen­blicklichen Defizits im Reichshaushalt beschäftigt war.

Paris, 4. Juni.

Der mit der Ausarbeitung d er Schriftstücke zur Emission der .300 Millionen Dollar Youngplan- Anleihe beaustragie Ausschuß ist zu einer Eini­gung gelangt. Man wartet npr noch aus die Ant­wort aus Berlin. Das amerikanische Schatzamt hatte ebenfalls, wenn auch nicht formell, seine Zustim­mung gegeben. Ebenso ist mit England eine Eini­gung erzielt worden. Der amerikanische Markt wird also 84 Millionen Dollar, der englische 50 Millionen Dollar und der französische ebenfalls 84 Millionen Dollar auszunehmen halben. Den Bankiers wird die Anleihe zum Kurse von 88 Prozent üßer^ssen wer­den. Der Emissionskurs in Frankreich soll 98 Pro;., der in den Vereinigten Staaten 92 Proz. betragen. Man hofft heute zu einer Einigung mit den Ver­tretern des Schatzamtes und den Leitern der B. I.

Lin zweiter Fall Brssedowski ereignete sich in Paris. Der Generalsekretär der russischen Handels­bank für Rordenropa, Krakow, hat seinen Posten ver­lassen, am endgültig mit dem gegenwärtigen sowjet­russischen System zu brechen. Um seinen Schritt vor der Oefsentlichkeit zu rechtfertigen, sandte Krukow der Pariser Presse ein Schreiben, in dem et mitteilte, daß er im Laufe der letzten Jahre zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß man in Rußland die Arbeitermassen unterdrücke, anstatt ihnen die langersehnte Freiheit zu geben. Der Fehler liege im System. Er wolle mit allen seine« Kräfte« für seine politische« Ideen kämpfen. Krukow wurde bereits seit einiger Zeit durch einen Beamte« der Baak, der i« Wirklichkeit ein Geheimagent der E.P.ll. ist, überwacht. De» Be­fehl, sich «ach Moskau zu begebe«, lehnte Krukow -*us begreiflichen Gründen ab. Der russisch« Botschafter soll über die plötzliche Abkehr Krukows umso wt»

Englisches Lob für Dr. Eckener

London, 4. Juni.

Der Lt'ttfahrtminister Lord Thomson führte im Oberhaus im Laufe einer Rede, die sich mit der Kritik an den beiden britischen Luftschiffen beschäftigte u. a. aus: Es wird vielleicht gefragt werden, wieso denn derGraf Zeppelin- um die Welt fliege und andere Fernfahrten ausführen könne, während unsere beiden Schiffe ihre Zeit hauptsächlich in ihren Hallen ver­bringen. Die Antwort ist sehr einfach: Die Deutschen haben 30 Jahre Erfahrung im Bau von Luftschiffen. Sie hatten schon vor dem Kriege Verkehrsluftschisse im Bau. Ich wünsche die guten Eigenschaften unserer eigenen Landsleute nicht herabzusetzen, aber angesichts solcher Erfahrung müssen wir uns damit abfinden, daß es sehr wenige Dr. Eckener in der Welt gibt. Wir haben noch nicht die Zeit gehabt, um unseren eigenen Dr. Eckener hervorzubringen, der einer der bemerkens­wertesten Männer ist, mit denen ich je zusammenge­kommen bin. Solche Männer sind nicht in jeder Ge­neration zu finden.

Abkehr vom Gowjetsystem

Oer abtrünnige Leiter der russischen Handelsbank für Nordeuropa

Wir find noch konkurrenzfähig!

Gegen eine übertriebene Darstellung der Erwerbslosenziffer

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Gute Aussichten für die Uounganleihe

Eigener Drahtbericht.

Verfammlungsverbote in Thüringen

Weimar, 4. Juni.

Das thüringische Innenministerium hat die vo« der Interessengemeinschaft zur Wiederherstellung der Einheit im Arbeitersport für die Pfingstfeiertage in Thüringen vorgesehenen Veranstaltungen, soweit es sich um Versammlungen und Umzüge unter freiem Himmel handelt, wegen unmittelbarer Gefahr für die öffentliche Sicherheit aufgrund des Artikels 123, Ab­satz 2 der Reichsverfaffung verboten. Das Verbot er- streckt sich auch auf alle in Verbindung mit dem i« Erfurt stattfindenden Reichstreffen der Roten Sport­ler geplanten Versammlungen und Umzüge unter freiem Himmel, ganz gleich, von welcher Untergruppe der kommunistischen Arbeitersportbewegung »der von welcher Organisation der kommunistischen Bewegung sie nach Erlaß des Verbotes geplant werden. Der thü­ringische Landtag lehnte den Antrag der Kommuni­sten auf Aufh^ung des Verbotes des Rotfrontkäm- pferbundes gegen die Stimmen der Kommunisten ab. Die Sozialdemokraten enthielten sich der Stimm­abgabe.

onen wachse. Wenn diese Zahl zu »essen sollte, so würde das ein Anwachsen im Jahre um achtzehn Milliarden bedeuten, und dann würde die Lage Deutschlands tatsächlich hoffnungslos sein. Es wird deshalb von zuständiger Stelle vor solchen Ueber- treibungen gewarnt. Der Reichsfinanzministcr hat der Oeffentlchkeii die Zahlen unterbreite.r, di« den Tatsachen entsprechen und danach besteht keine Ver­anlassung, geheimnisvolle Dinge hinter den Kulissen zu vermuten. Ein Berliner Blatt rechnet mit ein-r Erwerbslosemziffer im nächsten Winter von fünf Millionen Personen. Diese Berechnung geht von völlig falschen Zahle« aus.

Am 15. Mai 1929 betrug die Gesamt Ziffer der Er­werbslosen einschließlich der Krtsenunterstützteu usw. 1128 000, am 15. Mai 1930 1 950 000.

Das ist also eine Steigerung von rund 800 000 Wahrend in dem erwähnten Blatte die Ziffer für den Februar dieses Jahres schon mit 2 560 000 an« Sieben wird, kommt man also tn Wahrheit noch ntd)t auf 2 Millionen selbst unter Hinzurechnung der W-ohlfahrtserwerbslosen, deren Zahl vielfach überschätzt wird. Die Mitteilungen des Deutschen istädietages berechnen für die dem Städtetaz ange­schlossenen Gemeinden die Ziffer der Wohlsahrts- erwerbslosen auf 281 000, wozu noch 36000 Not­standsarbeiter hinzugerechnet werden können, die von den Städten zum Zweck der Arbeitsbeschaffung beschäftigt werden und sonst nidrt gebraucht würden Mit diesen zusammen zählt der Deutsche Städtetag 317 OOO Wohlfahnserwerbslofe. Und mit den Ziffern der zum Deutschen Städtebund gehörigen kleineren Gemeinden rechnet man in ganz Deutschland mit

400 000 Wohlfahriserwerbslosen

Gestern haben Besprechungen führender Mitglieder des Reichsverbandes der deutschen Industrie, der Ar­beitgeberverbände und der Gewerkschaften aller 3 Richtungen in Berlin siattgefunden, mit dem Ziele einer Verständigung über Preisabbau und evtl, neue Lohnabkommen herbeizuführen. Dann wollte man sich gemeinsam zum Reichspräsidenten begeben, der beabsichtigte, zu diesen Vorschlägen Stellung zu nehmen und einen entsprechenden Brief an den Reichs­kanzler zu richten, den dieser bei Beginn der Kabi­nettsberatungen im Besitze haben sollte.

. Der Reichspräsident sollte öffentlich für diefen I Plan einer gemeinsamen Arbeit an der Preis- unv Lohnsenkung Stellung nehmen,

um damit auch dem Kabinett bei seinen gewiß sehr schwierigen Steuermaßnahmen einen moralischen Halt zu gaben. Dieser ganze Plan war in allen Einzelheiten bereits verabredet und es stand fest, daß Geheimrat Pastöl vom Reichsverband, der In­dustrielle Großmann für die Gewerkschaften gemein­sam mit dem Reichskanzler zum Reichspräsidenten gehen wollten. Da aber die Verhandlungen zwi­schen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ins Stocken gerieten und eine Einigung nicht erzielt werden konnte, so scheitert leider auch der beabsichtigte ge­rne msame Besuch beim Reichspräsidenten und auch der Brief Hindenburgs cn den Reichskanzler konnte picht abgesandt werden.

Ueber die Gründe des Scheiterns dieser gemein- samen Verhandlungen werden verschiedene Mittei­lungen verbreitet. So wird unter anderem darauf hingew'.esen, daß auf beiden Seiten starke Beden­ken gegen die Wiederbelebung der alten, sogenann­ten Zentral-Arbeitsqemö'nschast ausgetaucht seien. Die Sozialdemokraten wiederum behaupten, daß der schwerindustrielle Flügel des Reichsverbaudes das Hauptgcwicdt auf den Abbau bet sozialen Versiche­rungen und der Löhne gelegt habe, so daß eine Verständigung nicht möglich gewesen sei. Jeden­falls wird von allen Seiten übereinstimmend be- Pätigt, daß zunächst eine Vertagung dieser Bespre­chungen eintreten mußte und daß die Verhandlun­gen Wohl erst nach Pfingsten Werter geführt werden können. Der Reichspräsident wird nunmehr mor­gen seine Pfrngstreffe nach Ostpreußen «mieten und es ist sehr fraglich, ob nach Pfingsten überhaupt noch Neigung zu einer derartigen großzügigen Ak­tion besteht, wie sie gestern geplant war. Die Sozial­demokraten kündigen heute bereits an, daß ihrer Meinung nach die weitzereu Auqemaudersetzuugeu

Kasseler Neueste NachMen

Hindenburg sollte helfen

(Von unserer Berliner Schriftleitung.)

In Rechtsblättern toisfit behauptet, daß das De- Die Angabe, daß diese Zahl monatlich um achtzig- fiz!i infolge der Erwerslosenunterstützni'g schon zwei Milliarden betrag« und täglich um fünfzig Milli-

50 Mädchenhändler verhaftet

Reuyork, 4. Juni.

Wie ans Buenos Aires gemeldet wird, ist es der Polizei gelungen, bei einer Rozzia mehr als 50 be­rüchtigte Mädchenhändler abzusangen. Eingehende Nachforschungen find eingeleitet, nm weitere Mitglie­der der Müdchrnhändlerband« verhaften zu tünnes,

Oer Vesuv droht...

Der Direktor des Besav-Obseroatoriurns, Professor Maladro, teilt mit, der Jahrestag des verhängnis­volle« Ansbrnchs vorn 2. bis 9. Juni 1929, dessen Lava das Städtchen Terrnigno erreichte, wird in die­se« Tagen vorn Vesuv durch starkes Rolle«, Explofio- «e« und heftige Fontänen glühender Schlacke« began­gen. Diese Fontäne», die i» weiter Urngeb»»g sicht­bar find, kündigen de« übliche» Friihjahr-Fiederschaaer des Vesuvs an, die dieses Jahr hoffentlich weniger kräftig sei« werde» als im Vorjahre. Um den Aus­flug der Lava aus dem Höllental zu verhindern, wäre die Errichtung eines Schutzwalles zweckmäßig. Der Ausbruchskegel selbst wächst infolge der Anhäu­fung von glühender Schlacke in die Höhe. In der ver­gangenen Nacht wnrde die Terrasse des Observato­riums von einem kurzen Sandregen heimgesucht.

Kurs Azoren

Letzte Standortmeldung vom Zeppelin

Friedrichshafen, 4. Juni.

In einem heule um 5 Uhr früh beim Luftschiffbau eingegangenen Funkspruch von Bord desGraf Zep­pelin« wurde der Standort wie folgt gemeldet: 38 Grad Nord, 39,30 Grad West, 70 Seemeilen Geschwin­digkeit, Kurs Azoren.

tausend steige ist unrichtig.

Die hohen Erwerbslosenziffern Deutschlands müssen daraus zurückgeführt werden, daß wir in einer Zeit der Weltwirtschaftskrise leben. Diese Krise bestand schon im Winter, und die hohe Ziffer der Erwerbslosemm Winter ist nicht so zurückgegan­gen, wie man gehofft hat, weil wir aus der Krtse noch nicht herausgskommen sind. Die Entwicklung int nächsten Winter wird vor allem von der Kon­junktur a-bhängen. Der deutsche Handel hat sich in der letzten Zeit günstig entwickelt und im ersten Vierteljahr 1930 gegen denselben Zeitraum des vori­gen Jahres hat ine deutsche Handelsausfuhr um ungefähr 169 Millionen zugenommen, während die Ausfuhr der Übrigen europäischen Staaten nm 320 Millionen zurückgegangen ist. Ter Rückgang des ge­samten Welthandels betrug in dem genannten Vierteljahr drei Milliarden. Aus diesen Ziffern 'st zu ersehen, daß die deutsche Wirtschaft immerhin noch konkurrenzfähig ist.

Maffeneuttaffungen im Ruhrgebiet

Dortmund, 4. Juni.

Die Gelsenkirchener Gruben der Bereinigt«» Stahl­werke hab«» Entlassungsanzeigen fär insgesamt 1050 Arbeiter erstattet. Ferner will dieselbe Gesellschaft aus der Zeche Viktoria-Matthias 100 Arbeiter zur Ent­lassung dringen. Aus der Zeche Friedrich der Große sollen 201 Man» zur Entlassung komme». Die An­zeigefrist läuft bis Ende Juni d. I. Ueber di« Ent­lass» »gsabficht der Zeche Dorstfeld, die 1052 Arbeitern gekündigt hat, fanden Berhandl»ngen vor dem Ober­bergamt Dortmund statt. Die Entlassungen werden ab Mitte Juni gruppenweise vorgenommen werden und zum Abschluß kommen, wenn sich di« Wirtschafts­lage im Laufe der Zeit besser« sollte.