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Einen Höhepunkt des in Königsberg stattfindenden Musikfestes des Allgemeinen Deutschen Musikveteins wird die am 8. Juni zur. Uraufführung kommende OperDer Fächer" von Ernst Toch bilden. Für die Inszenierung der Oper wurde Walter Brügmann aus Leipzig berufen.

Die Uraufführung deSRequiem" von Loch« Windsperger fand am 22. Mai unter Leitung von Ge­neralmusikdirektor Weisbach in Düffeldorf statt und gestaltete sich zu einer großen Kundgebung für den Komponisten.

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nirgendwo mehr zu sehen. C-------

Fliegenschroärme um ihren Namen, jeder Mund weiß etwas attbetes, die meisten Kolleginnen glauben an Selbstmord.

Ich will von dieser gfttm und ihrem Leben erzäh­len; die Phantasie der Dicht« mag einen Roman daraus machen. _

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Wir haben Jhnen heute etwas Neues mitzuteilen. Der letzte Strich an der Klinge ist bekanntlich das Aus­schlaggebende für die Gute der Schneide.Unsere immer währenden Versuche waren dem Studium gewidmet wie wird die Schärfe der Schneide erhebt ohne daß die SanftheitdesSchnittes darunter leidet. Wir hatten uns dabei das Ziel gesetzt bei zweimaligem Rasieren ( Vor-mitfestgestellter Klinge, Nach-,gegen den Strich, mit leicht gelockerter Klinge) eine derartige Rasur zu erzielen, daß 10*12 Stunden nachdem Rasieren ein Neuerscheinen der Barthaare mit bloßem Auge noch nicht wahrnehmbar ist. Unser Ziel ist erreicht.

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Hof gemacht, und doch mutzte sie vom -Kurfürstendamm aus mit vielen fremd« Männern gehen. Die Lrebe der Könige ist kurz. Zu ihren stüheren Verehrern zählte auch Briand, der mit ihr, als sie damals reich

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Rock, die Beine übereinandergeschlagen, und ich hatte es, rote viele andere Männer, nicht bemertt. Die Prothese, die am Knie begann, war mit einer ver­blüffenden Genauigkeit gearbeitet. Run, da ich es wußte, sah ich es auch. Wenn sie aufstand, rückte sie das rechte Bein ein wenig nach aufjen, und wenn man

las aus ihren Berichten wuchs,'war von solcher über« i Wahrscheinlichkeit, daß man auf

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spazieren Sie war eine Heine Katharina, was ihr gefiel, das tat sie, ihr Leben schien ihr besonders kurz. Eine Frau wie ich kann nicht alt werden," sagte sie, wohin soll ich mit dem Bein," dabei lachte sie auf die allerreizendste Weise. Andere Menschen, denen das zugestoßen wäre-, was dieser Polin geschah, wären längst irrsinnig geworden. Stanislawa lacht mit ihren

schönen, zurückliegend« Zähne»; für ein Vergnügen, wenn e» auch em big Sie hat große Verhältnisse geh

denen sie im Geld wühlen konnte, -oy*'-.. «<-, " zersten Armut; einmal war sie mit einem Ber< lanfiet verheiratet, der 07

erschoß. Sie wohnte aus

en Pariser Hotels; immer wieder aber tarnen ..... r mobert, wo nichts mehr da war alsdie Straße". Stanislawa ließ deshalb nicht den Kopf han­gen. Sie wußte genau, daß ihr Stern immer wieder aufging, so oft er auch erlosch. Und heute ist sie erst

Paris und Deauville. Briaiü» soll, wie sie so erklärt haben, daß so große blonde, elegante _ seine Passion seien; aber nur zum Essen und Spa- zierenfahren.

Run ist die Sache mit Stanislawa so: die Siebe, die für sie ein Geschäft war, hatte sie wieder einmal in ihrer richtigen Form angefaßt; es war der dritte Mann in ihrem Leven, den sie wirHich liebte. Als er ihr untreu wurde, machte sie einen Selbstmordversuch; sie warf sich vor ein Auto, das zu ihrem Glück von einem ausgezeichneten Chauffeur gefahren wurde. Man schaffte sie ins Krankenbaus. Aber fie konnte es in Berlin nicht mehr aushalten, wo sie ihn mit der andern wußte. Nachts stieg sie im Mantel, ohne Hut, aus dem Hochparterrefenster des Krankenhauses, eilte

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scharf hinhörte, baue vernahm man ein« winzigen, dumpf« Ton, der vom austretenden recht« Fuß aus­ging. Wer nichts wußte von dem Sein, sah und hörte das andere auch nicht, die Unterschiede warm zu gering

Von der Minute, da ich dies wußte, begann ich die Stanislawa zu bewundern. Sie besaß nämlich ein« außerordentlichen Charme, dm ihr Unglück nicht zu vemichtm vermocht hatte. Ig, ich muß sogar sagen, ihre Heiterkeit war geradezu neiderregend. Sie besaß eine gewisse zusammengerafste Belesenheit eine Heine sarkastische Ader, französische und englische Sprach­kenntnisse, Lebenserfahrung« und Auslandskennt­nisse, so daß man sich mit ihr sehr gut unterhalten konnte, zumal ihr die Rede leicht vom Mund floß.

Stanislawa erzählte mir aus ihrem Leben. Es ist gleichgültig, denke ich, ob alles wahr ist. was sie er­zählte. oder Mim Teil erfunden, das menschliche Bild,

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Betty Dane, eine junge Dame der Gesellschast, hatte den argentinischen Filmschauspieler Alberto Ca­rillo kennen gelernt. Rach dem üblichen Kampf mit den Verwandten setzte sie die Erlaubnis zur Ehe-

Eie wurde in einer Auswandererballe geboren, als ihre Elte«, eine amerikanische Kleinbürgerstochter und em polnischer Artist, der nicht viel von sich reden gemacht hat, nach Australien fuhren. In der Nahe von Sydney verlebte sie die ersten Jahre ihrer Kindheit. Sie erinnert sich heute noch daran, daß sie oft in einem Eisenbahnzug nach Sydney fuhr, der nur mal in der Woche ging. .

Die Elte« trennten sich, und Stanislawa jog ihrem Vater wieder zurück nach Europa, wo sie ihm zusammen auf der Bühne auftrat.

In Warschau stürzte sie vom Trapez. Sie bekam ein künstliches Bein. Durch dieses Unglück wurde ihr Leben über den Haufen gerannt. Run war es vorbe, mit der Bühne. Stanislawa war erwachs«. Ein Triebleben der Hemmungslosigkeit begann. Ihr Da­sein wechselte wie die Jahreszeiten. Sie trieb sich in Bars umher, ging Verhältnisse em und loste jie; tn ganz schlechten Zeiten ging sie sogar auf der Straße

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schließung durch und schwamm in eitel Glück und Wonne, als ste an einem schön« Frühlingstage an der Seite ihres glutäugig« Bräutigams zum Standes­amt fahren durfte. .

^hnen gegenüber saß« die Trauz«g« Für d« Bräutigam ein unscheinbarer Jüngling, für die Braut Betty Danes beste Freundin, die junge bildschöne Schriftstellerin Kathleen Karr. Die Freundin, die eben erst von einer Reise zurückgekehrt war, sah Alberto Carillo zum erstenmal in ihrem Leben. Ob er ihr gefiel, vermochte Betty Dane nicht von ihr« Augen abzulesen, Kathleen zeigte nur eine noble Gleichgültigkeit. ,

Als sie vor dem Standesbeamt« stand«, bemerkte Carillo plötzlich, daß er seine Papiere verlor« habe. Der Beamte war nun außerstande die Zeremonie vor­zunehmen, die Hochzeit mußte verschob« werden. Am Tage darauf erhielt Betty einen Brief ihres Ver­lobt«, worin dieser das Verlöbnis auflöste. Er teilte gleichzeitig mit, daß er chich mit Kathie« Karr zu ver­loben gedenke.

In der Londoner Gesellschaft diskutterm zwei er­regte Partei« darüber, was hier ausschlaggebend sei: die wunderbare Kraft der Liebe auf den erst« Blick, durch die der Bräutigam vor dem Standes­beamten seine Papiere verliert, oder die Niedertracht einerbesten Freundin", die ihre Rolle als Trauzen- gin etwas merkwürdig aufgefaßt hat.

Wir find allerdings der Meinung, daß jeglicher Disput müßig fei, weil ein solches Zusammentreffen elementarer Leidenschaft« und mangelhafter Cha­rakterstärke Gott sei Dank! selten ist.

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sah ich, wie es ai . , eine Echtheit. Große graue fich lebhaft bewegt«. Gutgeformt der . "jnben Haare fielen. Hinter dem schöngeschweisten Mund fafcm die Zähne, weiß, tadel­los gebildet, wie anernandergereihte Perl«, sedoch etwas tief zurücklieg«d, wodurch ihr Mund, wenn sie lachte, einen seltsam sinnlichen Ausdruck erhielt. Die Kellner, die affe andern weiblichen Insassen des Lokals kurz und bündig mit den Vornamen tief«, sagten zu ihr einer respektähnlichen Hemmung untertan Gnädige Frau".

Stanislawa hatte ein Geheimnis. Es wurde imt schon am nächsten Tag ziwezischelt. Es war so feit« sam, daß ist es nicht glaub« wollte, aber es war doch so: Stanislawa hatte ein künstliches Sein.

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