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Das Blatt des Landwirts

18. Mai 1930

Beilage der Kasseler Neuesten Nachrichten

Nr. 20

Schlachtviehmarkte

Preise ohne Gewähr

Wild und Geflügel (Kassel)

Getreide (Inland» pro 1000 Kg in RM.

16. 5.

Ham­burg

Berlin

15. 5.

„ Ila ver Psd. . . Hähne, jnnac, per Piund . . . . Tauben hiesige, junge, la per Stuck

1.85-2.00

8.5.

15. 5.

A. Ochse«

B. Bullen

Q Kühe

Weitere Landesprodukte

Stoffel

Ä$E6ee

50-54

i. Papiers.

25-28

16. 5.

und Stroh (pro 50 kg)

1.20

1.00

Ham­burg 13. 5.

10.00-11.00

10.00-11.00

2.20 2.00 IM

e«f. trieb

20.00-22.00

26.00-28.00

282-284 162—170 190-202

172-185 151—160

Milch je 1 Liter in 4 Kassel.......

82-87

72-77

62-67

61-62

62-63

63-64

55-61

Nach mehrjährigen Untersuchungen beS Senfe* wtrtschcrftsrats Will und Diplomlmrvwirls Nel­len in der Provinz Hannover beträgt das Durch- schnittskörpergewicht der Jährlinge bei hem .Meri- nofleischschafen" 97 bis 104 Kilogramm, den „Seine* schafen" 91 bis 97 und bei feen .Schwarzköpftgen Fleischschafen- 95 bis 108 Kilogramm. Besonders beachtenswert stufe die zahlreichen Zwillingsgebur­ten bei den Schwarzkopfschafherden mit 20 Prozent, während die Merinoschafherden und Leineschasher* den nur 14 unfe 13 Prozent aufwvifen.

Oer Braten

.Aus einem «uftatz

vs« Landwirtschafosrat Ebbinghaus -Paderborn

.Der Genuß von jungem und saftigem Schaf- sleisch wird heute allgemein als Delikatesse be­zeichnet. Dies« Tatsache finden wir vorwiegend tu den Ländern mit großem Verbrauch an Schaffleisch, wie England, Frankreich aber auch Mittel- und Ost- deutschland bestätigt, in denen der Lammbraten bei Festlichkeiten jeder Art nicht auf dem Tische fehlt. Für die menschliche Ernährung ist Schas- slöisch besonders bekömmlich und wertvoll. In den Badeorten, heute das Hauptabsatzgebiet für unsere hochwertigen Schlachtiämmer, wird ärztlich bet fast allen Krankheiten Hammelfleisch verordnet und zeigt u. a. besondere Heilwirkungen bei Magen-,

ben* > gtittber:

Weizen . . . Roggen . . . «erste (8t.) . Gerste (Kutter) Hafer....

den, bie als Horn bezeichnet wird. Bei jedem Horn sind drei Seiten zu unterscheiden, von denen die nach hinten liegende die breiteste, die seitliche mit* telbrcit und die nach vorn gelegene bie schmälste ist In der Quere tragen die Hörner Runzeln, die bei den verschiedenen Rasten und Einzelneren bald feiner, bald gröber simd. Sie gelten als ein wich­tiges und zuverlässiges Kennzeichen für den Fein­heitsgrad dar Wolle. Deshalb wird schon in der Jugend des Schafes darauf geachtet. Die Hörner sollen gut und gleichmäßig gerichtet sein; sie dürfen nicht anliegen, nicht zu eng und nicht in verschie­denen Richtungen stehen. Starke Hörner haben

286—298 172-174 192-212 180-182 178-180

I - B , . . .

* O . . . .

Ausland (Holländer)

„ (Dänen) ।

«tdeneiet ■ . ■ ।

«äßkeitt -----

Wildkaninchen per Stuck. . Suppenhühner la per Pid.

„ Ila per Pfd.

Von her Weide mich ein aufgeblähtes Schaf so­fort hinweggeführt werden, und die ihm dabei auf- gezlwungene Bewegung bessert einen leichteren Fall ix>n Aufblähen mitunter allein schon oder behobt ihn völlig. Sonst muß das auch bei Rindern und Ste­gen übliche Aufzäumen mit einem Strohseil ange- wendet werden, wozu noch das Kneten und Walken des Bauches kommt, um bie angesammelten Gas möglichst zum Entweichen durch den Schlund zt bringen. Unter keinen Umständen darf ein aufge­blähtes Schaf Gelegenheit zum Wassersausen be- tontmen. Nur ein Trunk von einem Eßlöffel voll Terpentinöl unb vier Eßlöffeln voll Branntwein darf verabreicht werden. Auch das zum Aufzäumen benutzte Strohseil kann man vorteilhaft mit dieser Mischung tränken. Hilft alles nichts, so bleibt nur noch feie Anwendung fees Trokars, den ft» Notfall ein nn Griff feststehendes, gründlich gesäubertes Messer berieten kann. Die Hülse fees Trokars bleibt solange stecken, wie noch Gase ausströmcn. Gut ist es, wenn man die Wolle an der Einstichstelle vorher avschert; im übrigen aber heilt bie Stich­wunde l>M> und ebne besondere Behandlung. Nur mutz das Schaf nachher noch einige Tage im Stall diät geholten werden.

Vernünftigerweise wird man das Aufblähen der Schafe stets noch Möglichkeit zu verhindern suchen, 'tinrötig läßt man daher feie Tiere nicht gegen den Pinfe weiden und tränkt sie abends nicht, wenn -orher Rachmahdheu versüttert worden ist. Ausge­hungert 'bürfen die Schafe auch niemals auf ge­frorene Wintersaaten und jungen Klee getrieben werden, unfe das im Stall gereichte Futter muß ettu wandfrei sein.

" t. ioo"aa. Spezialfach los«

hauptsächlich die Wollschafe (Merino, Ram­bouillet usw.), weil Woll- und Hautbilldung und damit auch die Hornbildung miteinander in Zusam­menhang stehen. Die Fleisch-Wollschafe haben teAs Horner, teAs auch keine. Die Fleischrassen haben meist keine Hörner, auch nichtostfriesische Mtlchschafe.

Gewichte feer JährlingSschase.

Oie Wahl der Tiere

DaS Horn als Merkmal.

' Wie bei den Rindern, so ist auch bei den Scha­fen em knöcherner, aus dem Sttrndein aufsitzender Stumpf von dem sich darüber schiebenden Horn zu unterscheiden. Zwischen Knochenstumpf und Horn befindet sich eine zarte, mit vielen Blutgefäßen durchzogene Haut. Das Blut versorgt den Kno­chenstumpf, namentlich zur Zeit des Wachstums der Lämmer, mit knochenbildender Substanz und nach autzen hin das Hvrn mit Hontsubstanz. Das Horn ist weiter nichts als erhärtete Haut. Das zeigt sich deutlich bei der Entwicklung. Beim Lamm bildet sich nämlich an jenen Stellen, an denen die Knochen- stümpse herauskommen, zuerst eine warzenartige Haut. Allmählich verdichten und erhärten sich dte Hautschuppen, bis sie schließlich eine feste Lage bil-

14.00-15.00 19.00—20.00 lo.do—ii.oo 15.25-16.00 18.00-19.00

Darm- unfe Stofswechselerkrankungen, Gicht, Tuber­kulose usw. Es gehört zu den leicht verdaulichsten Fleischsorten und sollte daher auch in Deutschland nach dem Porbtlde von England bevorzugt in der Ernährung der Kinder Verwendung stnden. Be­schwerden treten nach dem Genuß von Hammcl- -leisch, auch dem sehr fettreichen, nicht in Erschei­nung. Auf das Nervensystem wirkt der ausgiebige

enuß von Schaffleisch sehr günstig ein. Die Be­wohner von Gebieten mit einem säst ausschließlichen Verbrauch von Hammelfleisch zeichnen sich durch eine besonders zahlreiche und kräftige Nachkommen­schaft aus (Ballattlänfeer, England usw.).

Das Schafflersch ist durchweg sehr Wohlschmeckenfe, wenn auch vielleicht viele Leserinnen und Leser von dem Gegenteil überzeugt sind. Der bekannte Schas- geschmack rührt entweder von Tieren her, feie saft ausschließlich im Stalle gehalten und intensiv ge­füttert worden sind und eine stark fetthaltige Wolle tragen, oder er ist aus eine falsche Behand­lung bei dem Schlachten und Aufbewahren zurück­zuführen. Unter den westfälischen HaltungSbefein- gungen mit fast dauerndem Werdegang und bei der fast fettfreten Wolle ist das Anhaften deS «nbe- liebten Schasgeschmackes ausgeschlossen. Das Schlas- fleisch ist infolge des fast dauernden Weifesganges und der Ernährung mit jungem Grünfutter vita­minreich. Eine schwierige Ausgabe bereitet jeder Hausfrau feie in Westdeutschland vielfach noch unbe- kannte

schmackhafte Zubereitung von Hammelfleisch.

Nach dem Schema des Mich- oder Schweinebratens wird auch feer Hammelrücken oder feie saftige Keule vorbereitet und entspricht vielfach nicht dem Ge- schnmck. Es ist ein Verdienst meines ostpreutzischen Kollegen Lilienthal-Königsberg, in einem be­sonderen Kochbuche die Vielseitigkeit der Verwen­dung von Hammelfleisch bekanntgegeben M haben. In 175 verschiedenen Kochrezepten für Hammel­fleisch werden die Zubereitungsarten im einzelnen auf Grund feer Erfahrungen in Deutschland »sw. klargelegt. Es finden sich Rezepte vor für beschei­dene Bedürfnisse wie auch für den verwöhntesten Gaumen."

24.00-30.00

21.00-25.00

18.00-19.00

17.00-18.U0

15.50—17.00 19 00—22.50 15.00—16.00 20.00-22.50

12 75—13 75

18.00—18 50

8.20-8.70

13.80—14.60

14.40-15.00

28.00-36.00

22.00—26.00

20.00—22.00

24.50-24.80 21.00-24 00 18.00-19.00 17.00-19.00 15.5U-17.00 19.00-22.50 15.00-16.00 20.00-22.50

12.75-15.75 18.00-18.50 8.20-8.70

18.40-14.10

14.50-15.00

Diel Schwarzbunt und schöne Fohlen

auf der Kreisjungviehweibe in Betzigerode.

In Anwesenheit fees Landrats Treibert, einer Anzahl Mitgliedern des Kreisausschusses unfe der Weifeekommif sio n fand vor eiitigen Tagen der diesjährige Auftrieb statt. 120 Stück Fohlen und Jungvieh passierten die Eingangspforte. Um feie neu angelegte Weide in feen ersten Jahren nicht all­zu stark in Anspruch zu nehmen, ist über feie er­wähnte Zahl nicht hinausgegangen worden. Bem» Auftrieb fiel besonders feie große Zahl der Fohlen auf, wobei sehr guter Nachwuchs zu sehen war. Aus­fallend war bei feen Fohlen feie wenig vorhandenen Kaltblüter. Auch unter feem Jungvieh war recht gutes Material vorhanden, in erster Linie schwarz­bunte Tiere. Dagegen waren nur wenig Staunen* taler erschienen. Vom Rowieh erfolgte überhaupt kein Auftrieb. Allgemein waren feie Tiere für bte Weibe nicht voll präpariert worden und es soll dringend darauf hingewiesen werden, daß feie Weide für ein Jungtier nur dann vollen Erfolg Hai, wenn feie Tiere schon eine gewisse Zeit gut vor feem Wewe- auftrieb für diesen vorbereitet werden. In erster Linie sollen die Tiere nicht fett auf die SBeifee ge­trieben werden und müssen an feie Bewegung im Freien in einem Auslauf daheim daran gewohnt werden. Die Kreisverwaltung haste nach einem von feer Landwirtschaftsschule unfe Wirtschafvsberastknzs- stelle Fritzlar ausgestellten Düngungsplane recht- zeitig feie Weiden mit feen nötigen Nährstoffen der- sorgt unfe auch an Düngung nicht gespart. Erst­malig soll in diesem Jahre bei feen Tieren außer feem Gewichtszuwachs feer Knochenzuwachs ermittelt werden.

3m Wochenbett

Behandlung der trächtigen Lämmer.

In feem Maße, wie sich die Schafzucht mehr und mehr als gewinnbringend erweist, ist es wichtig, für Nachwmhs zu sorgen. Es sind beizeiten alle Vor­kehrungen zu treffen, um feen weiblichen Tieren die Geburt zu erleichtern und feie Jungen zu schützen. Pferch oder Stall sind beizeiten mit reich­lich Stroh zu versehen unfe gegen Wind zu schützen. Wenn feie Geburt bevorsteht, gibt man den Tieren nahrhaftes Futter unfe verschaffe ihnen dte nötige Bewegung. Sie dürfen aber weder erregt, noch geängstigt werden» was zu Verlusten der weib­lichen Tiere unfe feer Jungen führt. Man läßt sie möglichst nur von einer Person besorgen und zwar derjenigen, die auch bei der Geburt dabei ist und deren Kommen unfe Gehen sie nicht erschreckt.

Kartoffeln (pro so kg)

Weisse......

§elbfleif<fii«e* .. .

Fabrikkattofseln . .

1 40 1 35

2 10

Deutsche Schafböcke in Ungarn

Sie verbessern bie einheimische Steife.

Die Schafböcke, bie nach dem Kriege von Deutsch­land nach Ungarn zur Blutauffrischung eingesührt wurden, haben sich nach feen Untersuchungen von Kempstne r-Budapest in ihrer neuen Heimat gut bewährt. Ihre Nachkommen zeichnen sich durch eine gleichbleibende Wolle von feiner Qtoärt&t und erhöhte Körpergröße aus. Auch ihre äußeren For­men habe« sich zum Teil verbessert, so daß dies« neuen Kreuqungsschase edlere Linien ausweisen als die emheimischen ungarischen Schafe.

Kleinverkank

Kastel

3.00

2.50 4.00-5.60

Sämeieieu-Wachevbericht der Firma Stephan Münch. Staffel. Wenn auch in der vergangenen Berichi-avoche oer- einäett Nachbestellungen auf Runkel!amen etnlteien, 1» dürfte das Hauptgeschäft doch nunmehr als beendet anzu. sehen sein. Es notieren freibleibend und unverbindlich: Rotklee 70—72 RM.. Leihst« 95—100, Gelbster 65—67. Luzerne 92—115, Schwedenklee 92—95, Timvthee 55—58. Cngl. Raugras 42—45, Stal. Raugras 50—55. Sommer, mieten 14,50—15, grüne Feldettuen 21—23, Biktoriaerbseir 22—23. Esparsette 38—39, Serradella 30—32, gelbe Lupinen 20—22, blaue Lupinen 19—20 RM, Runkelsamcnpreisc aus Anfrage. — Alles per 50 Ka. Kleesaaten brutto für netto einschl. Sack ab Lag« Kassel, alles andere netto ohne Sack« «M »aff«, — StzxsaMn und Timothee sind oft, kidefrei.

Oer Patient

Wie hilft man einem aufgeblähten Schaf?

Wenn bei einem Schaf sich bie linke Hungergrube stark hervorwölbt und das Tier Atembeschwerdcn zeigt, dann ist bas Schaf ausgebläht, unfe wenn ihm keine Hilfe zuteil wird, kann das Uebel feen Tod herbeiführen.

Berltn

1.20-1.40

1.30-1.60

2.30-2.60

„ Ila..........

„ alte . . • » »

Gänse, junge, la, per Pfund . . .

,. Ila per Pfund . . .

Ente«, junge, la per Ptund . . .

„ Ila per Pfund . . .

Rehbücke (Rücken. Keulen) per Pfund Hasen ............

Schafzucht auf kleinem Besitz

Gie lohnt, wenn sie mit Sorgfalt und Kenntnis betrieben wird

Beleuchte dein Huhn

unb es legt bedeutend eifriger.

Erhebungen bestätigen, daß die elektrische Be­leuchtung der Hühnerställe den Arbeitstagsder Hühner verlängert und damit den Eierer- trag erhöht. Von Oktober bis Mar, erzenen beleuchtete Hühner 20 Prozent mehr Eier als eä bet unbeleuchteten der Fall ist, wahrend auf das ganze Jahr mit einer durchschnittlichen Zunahme von neun Prozent zu rechnen ist. Die Beleuchtung beichleu mat das Ausbrüten. Sie verhütet das Wtw termausern zu früh ausgebrüteter Hühnchen und beschleuniat das Wachstum solcher Hühnchen, d»e ver- svätet ausgebrütet wurden. Die richtig angewandte Beleuchtung bedeutet eine wesentliche Erhöhung oct

Das nordamerikanische Ohio State Agricultural College hat folgende allgemeine Richtlinien für die Benutzung der elektrischen Beleuchtung m Hu^ nerställcn bekannt gegeben: 1.) Die Lichter sind jeden Morgen zur gleichen Zeit auszuschalten, 2.) Die Ta­geslicht,eii soll nicht mehr als 13 bis 14 Stunden betraaen, 3.) Sorge stets für einen Ueberschuß an verfügbarem Futter und Wasser, und zwar unabhängig von der Morgen- und Abendfutte- runa. 4.) Verfuttere reichlich Korn, um das Körper­gewicht zu erhallen, 5.) Versuche die Erzeugung auf ungefähr 60% oder nur wenig weniger zu halten, 6.) I Beleuchtung ist vom 15. Oktober bis zum 15. Marz ,u empfehlen, 7.) Die Beleuchtung ist trn gtufeltng nach und nach zu unterbrechen, wobei dte tagume Veränderung höchstens 10 Minuten betragen dar),

Auch auf einem kleinen Besitztum können Schafe mit Gewinn gezüchtet werden. Har man sie nachts in einem Stalle, fo ist es zu empfehlen, sie nicht zu früh am Morgen ins Freie zu lassen, sondern bannt zu warten, bis feer Frost nicht mehr aus dem Graft liest. Besonders Mutterschafe, Me trächtig sind, sind vor feuchtem Gras unfe sehr nas­sen Kräutern zu schützen. Trockenes Futter hält die Scbase gesund, wenn es draußen seucht und kalt isst. Schase dürfen nickst wie das andere Vieh in einem abgesckstosscnen Stall gehalten werden, son­dern in strohgedecktem oder luftigem Lchuppcn mit offener Front. Wichtig aber ist, daß sie einen trockenen Platz zum Lagern haben und vor dem Regen geischützt sind. Sowohl die Gesundheit als auch das Wachstum der Tiere leiden darunter, wenn sie dem Regen und Sturm ausgesetzt werden.

Auch bie Qualität der Wolle wird davon be­einträchtigt. Feuchtes Wetter, schlechte Ernährung und Mangel an Sauberkeit haben eine sehr nachteilige Wirkung auf die Wolle. Schafe, die dauernd Wind und Sturm ausgesetzt find, haben immer einen größeren Prozentsatz grober Wolle in ihrem Vließ als Diere-, die gut gefüttert uno ge­halten werden. Die Schafe produzieren unter nor­malen Verhältnissen eine Substanz, die" die Wolle gleichsam cinölt und ein Zusammenballen unmög­lich macht. Bei ungünstigen Verhältnissen sind ste dazu nickst imstande. Sind die Tiere dauernd dem Regen ausgesetzt, so löst sich die Substanz aus und bie Wolle verdirbt. Wäscht man die Tiere vor dem Scheren, so soll man ihnen gestatten, auf einer möglichst sauberen Wiese zu trocknen, ehe man mit der Arbeit beginnt. In bet Zwischenzeit wird jene der Wolle so wichtige Substanz wieder ersetzt.

Wenn man hochwertige Wolle erzielen will, fo muß man die Schase so gut als möglich halten, sie dürft« nicht abnehmen und mWen gesund und kräftig bleiben. Sauberkeit ist eine andere Forde-, rung. Die Tiere sind auf Insekten häufig zu untersuchen.

Ferner finden sich an nassen und schlammigen Weideplätzen viele tierische, Schmarotzer, wie Lnn- genwürnwr und Leberegel.

190.70

187.30

183.95

176.40

172.20

177?25

117?20

87.35

92 00

122.65

Natronsalpeter 1,17 „ . 100 Kg. lose

Nilrophoska 1 26,— » - 100 » »

Ritrvphoska 2 24,50 „ . 100 - -

Nürophoska 3 26,50 „ „ . . _ ..

bei Bezug von «rinfieftene 15 Tonnen ttachttrei t«er dem- schen Bahnstation, «ackzuschlag 0,65 bt8 1 Mark.

L Suverpbospbai ne»

Preise für 109 f« We.

SnvervboSphat 18% 6,44 X Frachtbasis Köln: Ämm.-L-nperphosphai 9X9 12,73 X «rachtbassS Biele seid, Ainm.-Snvervhospdat 7X9 11.— X Frachtbass» Bielefeld: Amm.-Suvcrpbosphat 6X12 11.02 X Frachtbasis »ielefett, Atnnl.-SurxrphoLtchat 5 X10 9,49 X Frachtbasss Bteleield. Amm.Snp.Ka. iKali-Ammoniak-snperphosphat) 8X8X8 19,06 X Frachtbasis Bieleseid.

Säcke 0,75—0,85 X

3. Thomasmehl.

Äür Mai ist mit einer besonderen Vergünstigung m rech­ne», deren Sähe »och nicht seststeht.

4. Sotnit «ab Salis.lt.

Kainit 15 % 1.62 X

Kalisalz 20 % 3,04 X

Kalisalz 30 % 5,39 X Kalisalz 40 % 7,56 jf Kalisalz 50 % 13,50 X für 100 Kilo lose Schüttung, Frach^lsss Salzungen, Bi«. ntnSutfl oder Siahfutt - HackzuMa^ Sch» 4 fatf K»

lSiitz-Swesack tiäsckl. SLllgebuh?. -----—

Eier in s pro Stück

Sonderklasse » • i Klasse A . . . .

199.30

185.90

181.75

175.75

171.55

165.75

118.30

92.10

91.25

114.90

1425

5622

lebhaft

mittelm.

Butter pro kg (Kassel)

Molkereibutter »••••• L Sorte ..»••••••

2. Sötte »«•••••••

Düngemittelpreife (Mai)

(mitoeteitt von 6er Landw. «n. und Berf.uf8-Set.

»Hessenland. Kassels.

1. Sückstafsdüuger:

Schwefels. Ammoniak 0.90 X für 1 Ka. Stickstoff lose

Salzs. Ammoniak VM „ . 1 - - -

Kalkammonsalpeter 0,95 ■ » 1 ■ » ~

Kaliammonsalpeter 0,93 * » 1 * * -

»eelftt

9. 5.

31.25-39.50

22.50—25.65

9.25—9.50

9.50-10.00

»f*

9

8 a*f« 10»I«-ll

D. Färse» i b ’ c

E. Fresser. Jungb.

m. w

8-ft ll'ft 11‘|»

Rinder Kälber Schafe Schweine

Rinder Kälber Schafe Schweine

b)l c) d)

1a) b) c) d)

s a)

I b)

I

I d)

»erlitt

16. 5.

31.25-38.75

22.75-20.50

8.75-9.25

9.00-9.50

Weizenmebl (100 kg) Roggenmeüt (100 kg, Weizenkleie. . .

Roggenkleie . » Raps . . . » , Leinsaat . . . . Biet. Erbsen . . Kl. Sveiseerbfe« » anttererbse» . . eluschken ...

Ackerbohnen . . . Wicken .... Lupine» lblan) .

„ (gelb) > Serradella . . Rapskuchen (38%) Leinkuchen (37%) . Trockenschnitzel • Sooa-Schrot . . Kartoffelslocke« .

Lennajakpeter 0,93 ■ « 1

Harnstoss 0,9a * w 1

«aUiti-tftöff 0.86 „ . 1

Kalkammo» 039 • 1

Pioniansalpeter 0,93 „ « 1

KaNalpeter 1-07 „ « 1

Erklaruvgen: Rinder: A. Ochsen: a) vollst., auSge- mdüe-.e. HWttr. SchlachttvertS. 1. jüng., 2. ältere: b) fonit. vollst., 1. jung. 2. ältere, c) fleisch., d) gering genährte. — B. 8 u I leit: a) jüng.. vollst., bäckst. Schlachtweris; bl sonst, vollst, ob. au--gemästetet cj fleisch.: <ij gerg. genährte. — C. Siije; al jüng. vollsteisch. höchsten schlachtroerts; bl faust, vollst, ober ausgemäfteke: c) fleisch.: dj gering ge­nährte. — D. Färsen (Kalbinnen, Jungrinderj: a) voll- fleischige, ansgemäfteie höchsten Schlachtwetts: b) vollsteisch. cjtteischige. — E. Fresse r: mässig genährtes Jungvieh. Jungbullen.

Kälber: a) Doppellender bester Mast: b) beste Mast- und Saugkälber: c) mittlere Mast- uni Saugkälber: d) ge- ringe Kälber, e) geringere Saugkälber

Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mastbammel, 1. Weidemast, 2. Stallmaft: b) mittlere Maftlämmer, ältere Masthammel und gut genährte Schafe: c) fleischiges Schai» vieh: d) gering genährtes Schafvieb.

Schweine: a) Fettfchweine über 300 Pfi. Lebendgewicht: b) volltteifchige Schweine von etwa 240—300 Pfd. Lebend­gewicht: c) vollfleischige Schweine von etwa 200—240 Pfund Lebendgewicht, d) voWeischiae Schweine von etwa 160—200 Pfund Lebendgewicht: e) fleischige Schweine von. etwa 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht: f) fleischige Schweine unter 130 Pfund Lebendgewicht: g) Sauen.

»reife für 1 Psund Lebendgewicht tu ReichSpfennia sind und Verkaufskosten, Umsatzsteuer sowie de» natürlichen Ge­wichtsverlust ein. müsse» sich also wefeulltch über die Stall-

Hamburg Cif

Weizen Manitoba I .

„ - n.

■ » in

w Rosafö....

>» varnffo . .

! ■ Hartwinter I

Roggen Western H. .

., La Plata . , Gerste Donau R » , Haler Clip Pl. . , , Mais La Plata. . ,

Kassel

Frank-

Berlin

13. 5.

turt/M

221

1372

1795

180

489

3090

4

49

5973

471

5181

16536

rege

m.rege

ruhig

mässig

■

—

—

■

gedrückt

mittelm.

glatt

57-59

58-60

57-59

50-55

53-57

—

50-55

47-52

54-56

-

—

—

—

—-

51-53

—

—

46-49

55-58

54-57

54-56

50-58

49-53

52-53

43-49

—

5u—51

—

——

47-49

41-54

47-50

42-46

43-50

43-46

36—40

35-42

38—42

28-33

25-34

32-37

22-26

57-62

58-61

52-54

51-56

54-57

49-51

44-50

48-53

42-47

—

—

40-48

—

—

—

76-80

84-87

73-82

68-75

78-83

60-72

60-67

70-77

40-55

—

—

—

—

——

—

60-62

——

—

55-58

——

48-52

—

38—44

■

—

62-63

58-62

63-65

62-64

57-SU

64-66

63-64

56-60

64-66

63

—

63-65

60-62

—

—

—

50-54

—

55-56

Königs­berg

Kassel

280-282

290-295

163-165

170-175

168-175

200

195

170

175-180

(Raffel)

16. 5.

2.20

2.10

1.90

9. 5.

2.30

2.20

2.10

Gerftenstrob . » »

2.10

Roaaenlanastrob ,

2.30

3 00

2.30-2.40

3.00

4,50

Häcksel . . . ■ •

Heu . • « • • • Aleeheu k ■ ■ ■

5.00

5.25

Luzerne » • • • •

5.50

S.75

^lmotvee • • • •