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Kasseler Neueste Nachrichten

Nummer 96*

Freitag, 25. April 1930

20. Iahrgau«

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Mr und wider HDenberg!

Don unserer Berliner Sch rifit lei tung.

Bombay, 25. April.

Nuntius Orsenigo in Berlin

London, 25. April.

Oliiä) Meldungen aus Bombay hat eine dort abge- haltene Massenversammlung der Mohammedaner In­diens beschlossen, die Gandhi-Bewegung abzulehuen

und an der für den Herbst in Aussicht genommenen englisch-indischen Konferenz teilzunehmen.

Ter Präsident der Versammlung erklärte in einer Aniprache, daß die Mohammedaner, wenn sie die Un­abhängigkeit gegenüber der britischen Verwaltung er­halten könnten, es ablehnen müßten von den Indern abhängig zu sein. Die Spannung, die in den letzten ^agen zwischen den beiden verschiedenen Richtungen auftrat ist so groß, daß man Unruhen befürchtet.

ganze landwirtschaftliche Produktion" sowie bei Aus­nutzung der ihm gegebenen Möglichkeiten zuversicht­lich hoffen, dasi es dergeschichtliche Wendepunkt zum Besseren für die unerträglich gewordene Lage der deutschen Landwirtschaft" sein werde.

Unser Dank gilt", so heißt es weiter,auch dem Reichskabinett, das den Vorlagen zugestimmr hat, sowie den Parlamentariern, die sicher oft trotz man­cher Bedenken dem Agrarprogramm zur Annahme verholfen haben. Insbesondere gilt aber unser Dank dem Reichspräsidenten, der durch seinen Brief an den Reichskanzler klar bekundet hat, daß er nicht ge­willt ist, die deutsche und speziell auch die Landwirt­schaft der Ostgebiete zugrundegehen zu lassen."

Unterzeichnet ist das Schreiben von den Leitern der Landwirtschaftskammer von Ostpreußen, Nieder- schlesien, Grenzmark, Pommern und Brandenburg.

Einigung über die Ostreparationen

Paris, 25. April.

Die Regelung der Ostreparattonsfrage kann als praktisch erledigt angesehen werden. Die endgültige

Regelung der ungarischen Reparationen, wie sie aus dem Vertrag von Trianon hervorgegan­gen sind, wird in vier Abkommen niedergelegt wer­den, von denen sich das erste mit der Höhe der von Ungarn zu leistenden -Zahlungen, das 2. mit den zwi­schen den Gläubigermächten und Ungarn getroffenen Vereinbarungen und das 3. mit der Arbeitsweise der Kasten beschäftigt, die zur Liquidation der territo­rialen Streitigkeiten geschaffen wurden. Der vierte Vertrag bezieht sich auf ein Abkommen, das Frank­reich, England, Italien, Rumänien, die Tschechoslo­wakei und Südslawien unter sich getroffen haben.

Man wird außerdem ein zweite- Depot in Höhe von 100 Millionen Kronen einrichten, um die Scha- denersatzforderungen zu bestreiten, die von den ver­schiedenen Schiedsgerichtshöfen zu Lasten von Süd- ftototen und der Tschechoslowakei sowie Rumäniens entschieden wurden, lieber sämtliche angeführten Fragen ist eine prinzipielle Einigung erzielt worden.

Der ungarische Finanzminister hat Paris bereits verlaffen, um feinet Regierung den Inhalt des Ab­kommens zu unterbreiten. Sollte die ungarische Re­gierung ihre Zustimmung geben, so hofft man noch am Sonnabend die Unterzeichnung vornehmen zu tonnen; ' ~

Zum Schluß wird vom Parteivorsitzenden gefordert, daß er unter allen Umständen einigend und nicht trennend wirkt. Man betont, daß schon in den näch­sten Wochen idie deutschnationale Fraktion sich vor weitere Entscheidungen ähnlicher Art gestellt sehen wird, wie die es waren, aus denen sich der Zwist im eigenen Lager entzündet hat.

Aus diesen verschiedenartigen Stellungnahmen für und gegen Hugenberg geht ziemlich deutlich hervor, daß es in der heutigen Sitzung wohl zu schweren Auseinandersetzungen, aber doch wohl kaum zu ir- gend welchen Maßregelungen der L.. Abgeordneten Hugenberg abtrünnigen Mitglieder der Deutschnationalen kommen dürfte.

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Noch em Fünfjahrsplan?

Die weit revolutionären Pläne der Sowjets.

Riga, 25. April.

Berlin, 25. April.

Der neue päpstliche Nuntius für Berlin, Cesare Orsenigo, traf heute vormittag 8,50 Uhr von Rom auf dem Potsdamer Bahnhof ein. Zu seiner Be­grüßung hatten sich im Auftrage der Reichsregierung der Ches des Protokolls Graf Tattenbach und der Va­tikanreferent Legationsrat D. Klee eingefunden, wei­ter der Berliner Bischof Dr. Schreiber, der Geschäfts­träger des Heiligen Stuhls Monsignore Centoz, Nun­tiaturrat Dr. Banasch; für die Katholische Aktion war der Vorsitzende Ministerialdirektor D. Klausener, Stadtbaurat Dr. Adler und eine Anzahl weiterer Vor- tandsmttglieder und Vertreter des Berliner Klerus erschienen. Ter Nuntius erwiderte auf die Be­grüßungsansprache von Gras Tattonbach in geläufigem Deutsch. -

Die Meldungen aus Peschawar lauten noch immer äußerst beunruhigend. Tie Geschäftslage ist in der Stadt infolge der Unruhen vollständig zum Stillstand gekommen. Truppen und Polizeiabteilnn- gen durchstreifen ununterbrochen die Straßen der Stadt, um neue Unruhen sofort im Keime zu erstik- ken. Alle Versammlungen unter freiem Himmel so­wie das Tragen von Waffen ist verboten.

Rach amtlichen Angaben sind bei den letzten Un­ruhen 20 Inder getötet und 19 verletzt wor­den, davon 8 lebensgefährlich. Unbestätigten Meldun­gen aus Lahore zufolge ist es in den Grenzorten K o- hat und Charsadda zu neuen Unruhen gekommen.

In Lahore trafen gestern Meldungen ein, wo­nach feindliche Stämme von Kohat her nach Peschawar unterwegs seien, um die Stadt zu plündern. Flugzeuge und Panzerwagen wurden alsbald abgesandt. Sie fanden, daß die Telegraphen­leitungen an verschiedenen Stellen zerschnitten und die Brücken verbarrikadiett waren, konnten aber keine Spur von den Stämmen entdecken. Es wird ange­nommen, daß die Stämme glaubten, Peschawar fei in den Händen der Aufständischen, und daß sie um­kehrten, als sie erfuhren, daß die britischen Truppen die Stadt halten.

In Misures mußte die Polizei auf streiken­de Arbeiter in den Kolar-Goldgruben das Feuer eröffnen, dabei wurden 20 Bergarbeiter verletzt.

Mohammedaner gegen Gandhi

Wie«, 25. April.

Die Christlich-soziale Rachrichtenftelle meldet: Die Auswirkung der neuen deutschen Agrargesetzgebung hat unter der Landwirtschaft des deutsch-österreichischen Grenzbezirks große Erregung heroorgerufen. Es be­steht dort dix Befürchtung, daß eine weitere Berfchlech- terung der bisherigen fichergeftellten Absatzmöglichkei­ten durch den neuen österreichisch-deutschen Handelsver­trag in Aussicht steht.

Eine Abordnung der betreffenden Gemeinden hat beim Landwirts^tftsminister Födermaqer und beim Sektionschef Schüller gegen diese Berschlechternng des landwirtschaftlichen Verhältnisses zu Deutschland Ein- spruch erhoben und die Zusicherung erhalten, daß man sich für die Wiederherstellung des bisherigen Zustan­des einsetzeu werde. Das österreichische Außen­amt habe bereits durch die Gesandtschaft in Berlin entsprechende Schritte unternommen. Die Abord­nung sprach in der gleichen Angelegenheit auch beim deutschen Geschäftsträger vor.

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Wahnsinn in Versailles nicht Einhalt gebieten. Da»

Agrargesetze - der Stein des Anstoßes

(Eigene Drahtmeldnsg.)

Der Danziger Senatspräsident Dr. C a h m, der sich zur Zeit in Wien aufhält, empfing Vertreter der Wiener Presse und erklärte u. a.: Wir wollen deutsch bleib«,, wie unsere Väter waren. Wir fühlen uns schicksalsverbunden mit dem deutschen Volk und kennen die ungeheure Verantwortung, die auf uns lastet. Diese Verantwortung zu tragen, wird den Danzigern leichter, wenn sie wissen, daß das ganze deutsche Volk hinter ihnen steht.

Bundeskanzler a. D. Dr. S t r e e r u w i tz, der Vor­sitzende des Wiener Danzig-Komitees, erwiderte auf die Ansprache u. a.: Trotz der großen Entfernung zwi­schen Danzig und Oesterreich besteht hier eine lebhafte Sympathie für unsere hart bedrängten Volksgenossen im Osten. Zweifellos werden die Deutschen im Laufe der Zeit wieder ihren früheren Rang im Osten er­ringen, der ihnen in Wahrheit gebührt.

Dank der ostdeutschen Landwirtschaft

Berlin, 25. April.

Die Präsidenten verschiedener ostdeutscher Land- wirtschaftskamrnern haben an den Reichsrnlnister für Ernährung und Landwirtschaft Schiele ein Schrei­ben gerichtet, in dem dem Reichsminister der herz- lichfte Dank dafür ausgesprochen wird, daß er trotz aller Widerstände es verstanden habe, ein Agrarpro­gramm durchzufetzen, von dem die Unterzeichnerbei konsequenter Durchführung und Erweiterung auf öie

met 1928 eine wichtige politische Handlung vollzogen: die Unterzeichnung des K e l l o g g p a k t s. Er ächtet den Krieg als Mittel nationaler Politik, erlaubt ihn i t r= "ach wie vor als Mittel der Verteidigung. Er ist im dem I wesentlichen eine Deklaration von höchster moralischer Bedeutung, die niemand ungestraft verletzen kann. Er ist in diesem Eedankengang und in seinem Aufbau typisch amerikanisches Eeistesprodukt und ganz be­stimmte amerikanische Persönlichkeiten, Herr Butler, der Präsident der Columbia Universität in Neuyork' und der bekannte Vorsitzende der auswärtigen Kom­mission des Senats, Herr Borah. gelten als seine geisti­gen Väter. So können und müssen wir heute im Blick auf die Londoner Konferenz und den Kelloggpakt die Frage aufwerfen: Kann aus den genannten Bestre­bungen amerikanischer Politik zusammen mit einer größere Selbständigkeit zeigenden Politik Englands eine neue weltpolitische Tendenz entstehen die sich überlegen oder mindestens ebenbürtig neben den Kreis von (Senf, d. h. die im wesentlichen cen Frankreich beherrschte Bannmeile seiner euro­päischen Hegemonialpolitik stellt?

Die politische Pcckizei nahm in den letzten Tagen in Riga, Libau und anderen Städten Lettlands zahl- rcicbe Verhaftungen von Kommunisten vor. Es ge­lang chr, in einem Rigaer Kommunistenquartier vier Emissäre der Moskauer Internationale festzunehmen, die vor einigen Monaten mit falschen Pässen aus Rußland gekommen waren.

Der Zeitung .Latvis" zufolge hatten die Emissäre diktatorische Vollmachten, und selbst die geheimen Spitzenorganrsationen der hiesigen Kommunisten wa­ren ihnen unterstellt. Aus den beschlagnahmten Schriftstücken geht, wie »as Blatt weiter berichtet, hervor, daß die kommunistische Internationale einen Fünfjahresplan zur Vorbereitung der Weltrevolu­tion" nach dem Vorbilde des russischen Wirtschasts- planes airsgestellt hat, der bis 1932 durchgeführt wer­ben soll. Emissäre mit den gleichen Aufträgen sollen nach allen Ländern entjanbi worden seiz

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Kasseler Abendzeitung

fcantnteinummer 6800. 3un8tfdw Svrechstunde teiea Dienstag oon 5 bi8 7 Uhr Kölnische Strafet Nr. 10.

Hessische Abendzeitung

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Noch keine Beruhigung in Indien

Eigener Drahtbericht.

Parteivorsitzenden nahestehenden Presse noch eine Reihe weiterer Entschließungen von Landesverbänden ver­öffentlicht, die sich hinter den Parteiführer stellen. So vor allem der Landesverband Pommern.

Dagegen ist es recht interessant, daß die Deutsche Tageszeitung", das Organ des Landbundes, unumwunden für den Reichs­ernährungsminister Dr. Schiele eintritt. Das Blatt stellt für die heutige Sitzung des Partei­vorstandes eine Reihe Forderungen auf und bezeichnet die heutige Entschließung als schwerwiegend. Das Blatt weist darauf hin, daß diese Entschlüsse nicht nur die weitere Entwicklung, sondern unter Umständen auch den weiteren Bestand der Partei berühren. Den Erwartungen, die sie hinsichtlich der Beratung des Parteivorstandes hegt, gibt sie in drei Forderungen Ausdruck. Zunächst wird verlangt, daß der Partei­vorstand

Schluß macht mit den Methoden der H SÄbstzersteisi^mg,

da die Aufrechterhaltung dieser Methoden jede poli­tische Zusammenarbeit ausschließen und auch den rei­nen persönlichen Verkehr auf die Dauer unmöglich machen müsse. Die zweite Forderung geht dahin, daß der Parteivorstand in weitestem Maße dem Streben der Fraktionsmehiheit Gerechtigkeit wider­fahren lasse und anerkenne, daß diese Mehrheit nicht anders handeln konnte, wenn sie die Landwirtschaft nicht in die allerschwerste Krise Mrzen wollte.

Für bie Landwirtschaft sei es kaum zu ertragen, wenn diese Abgeordneten einer wie immer gearteten

Maßregelung unterzogen würden.

th. Berlin. 25. April.

Die heutige Sitzung des Parteivorstandes der Deutschnationalen wird in politischen Kreisen mit großer Spannung erwartet. Interessant ist, daß, je näher der Termin der Vorstandssitzung heranrückt, sowohl die Freunde als auch die Gegner des Parteivorsitzenden Hugenberg mit größtem Eifer be­müht sind, noch in letzter Stunde Einfluß auf. die Entscheidungen der Parteivorstandssitzung zu nehmen.

So hat beispielsweise der Landesverband Potsdam II der Deutschnationalen Volkspartei beschlossen, den Parteivorstand um den Beschluß zu er­suchen, daß im Falle notwendig werdender Abstimmun­gen und

bei Meinungsverschiedenheiten die Stimme des Parteiführers die endgültige Entschließung hat, auch gegen eine etwa festgestellte Mehrheit von Stim­men in der Fraktion. Auch sonst wird in der dem

Die Angelsachsen and wir

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Staatssekretär i S. Frhr. o. Rheinbaben, M. d. R. 1

I Die Londoner Seerüstungs-Konferenz zwischen den fünf größten Seemächten ist beendet. Viel mehr als die Einzelheiten der ziffernmäßigen neuen Festlegung

I der Flottenstärken interessiert uns Deutsche die fünfen* I mentale Tatsache der grundsätzlichen Verständi« IgungzwischendenangelsächsischenWelt- I Mächten England und Amerika auf dem Grundsatz I der Gleichheit in allen Schiffskategorien. Wer, wie ich, einst als Seeoffizier im ersten Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende das allgemeine Wettrüsten der Flotten miterlebt hat und den damaligen, bis zmn Weltkriege auftechterhaltenen Anspruch Englands auf

I eine Flotte von der Große der zweitnächststärksten Flotte zusammengenommen (Two power standard"), wird besonders gut ermessen können, was diese rest- tose Anerkennung der Gleichheit (Parity) mit Ame­rika für England bedeutet. Der Weltkrieg und sein Verlaus hat auch auf den Weltmeeren tiefgreifenden

I Wandel geschaffen. Nach bewährtem Rezept fügt sich I England freiwillig in das Unvermeidliche und paßt

I sich rechtzeitig neuen Notwendigkeiten an. Dies gilt I mit der Einschränkung, daß die unglückselige konser- I vatioe Politik der Jahre 1927 und 1928 England nahe I an einen ernsten Konflikt mit Amerika herangifnhrt I hat, uns daß erst die durch die Lobour-Regiorung ! Macdonalds eywleiteteneue Aera" jenen llm- I ichwung herbei sühne, dessen weirporrrrpy Trnju»«0*«* I des Ergebnis nun vor uns liegt. Was bedeutet I e Sfwt D'e n t fchla njfe ?

Sprechen wir zunächst von Intr-tka. Eine bit­tere Erinnerung steigt auf: Amerika ist nicht zuletzt von England her in den Krieg gegen uns hineinge- I zogen worden und hat ihn zu unseren Ungunsten ent­schieden. Wilson versagte als Friedensmacher. Ame­rika verweigerte die Ratifizierung des Versailler Frie­dens. Erft nach bangen Jahren des Kampfes um deutsche Existenz zeigt es im Herbst 1923 neues Inter­esse für die hoffnungslose Lage Europas. Wieder hatte England die Vermittlung dafür übernommen. Dann borgte es uns im Laufe der Jahre zehn Mil­liarden. Es beteiligte sich an deutschen Jndustrie- werken, wofür die große Transaktion mit der Auto­mobilfabrik von Opel das . bekannteste Beispiel ist. [ Schließlich wissen alle, die an den Ereignissen der letz­ten Jahre aktiv beteiligt waren, daß die Haager Kon­ferenzen ohne die vorangegangene eifrige Tätigkeit des amerikanischen Generalagenten Parker Gilbert un­denkbar gewesen sind. Das Wesentlichste in der neuen Reparationsregelung, genannt Ponngplan oder Neuer Plan, ist nämlich bereits zwischen Herrn Gilbert und Poincare im Sommer 1928 vorbesprochen worden: ^Deutschland leistet einen Betrag entsprechend- der interalliierten Verschuldung an England bzw. Ame­rika plus einen Sonderbeitrag für angebliche Zer­störungen im Weltkriege, der in erster Linie Frank­reich zugute kommen soll. Herr Owen Poung, ein­flußreichster Exponent amerikanischer Industrie und Finanz, leitete die Pariser Sachverständigen-Konferenz im Frühjahr 1929 und der prominenteste amerikanische Bankier, Herr Morgan, stand im Hintergründe zur Finanzierung der vorgesehenen internationalen An­leihen bereit Schließlich ist die nach Umwandlung der politischen Schuld in eine kommerzielle Schuld er­forderlicheMaschinerie" in Gestalt der Internatio­nalen Lank in Basel selbstverständlich in erster Linie eine amerikanische Erfindung und hat einen Ameri­kaner als Präsident an der Spitze. ...

Während dies alles auf finanziellem und wirt­schaftlichem Gebiete sich vorbereitete, wurde im Som-

Oesterreichische Beschwerde in Berlin

Sorgen um den landwirtschaftlichen Absatz / Heute Sitzung des dentfchnationalen parteivorstandes / Immer noch ernste Lage in Indien