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Sanvel / Wirtschaft / Vörse

Raffelet Neueste Nachrichten Hess ische H S N V e l s Z 0 i t U N g Dienstag 22 April 1930

Effektensrühverkehr

Noch nicht im Gang.

BerN«, 22. Avril. Der erst« BormittagSverkehr nach der Seieriagsunterbrechung lag ruhig und abwar­tend. 68 war noch nicht zu erkennen, in wieweil di« vorliegenden Momente die Lenden, beeinflussen werden, doch schien di« Stimmung eher etwas schwächer zu sein. Geschäft konnte sich jedenfalls bisher noch nicht entwickeln u. Kurse wurden nicht genannt. Man bösst vielfach, datz stch di« Umsadtätigkeit an de» Renrenmärkten wieder etwas lebhafter gestalten roetie. Am Devisenmarkt hört man London-PartS 124. London-Mailand 92,75, London-Sva- nieu 88.90, London-Schweiz 25,07%, London-Amsterdam 12,08, London-Bueno« 43,72, London-Berlin 20,37%, Lon­don-Kabel 486%. Kabel-Berlin 4,1910, Tokio-Kabel 49,40,

Mehr Koks, weniger Kohle

Der mitteldeutsche Braunkohlenbergbau im MSrz.

3» Gebiet« des mitteldeutschen Braunkohlenbergbaus macht stch gegenüber dem Monat Februar tot Mär, ei» Rückgang der Förderung geltend von 3,4 Prozent bei Rohkohl« und 2,9 Prozent bei Brikett«. Der Kok» weist eine Steigerung von 12,9 Prozent aus. Der Monat März batte 31 Kalender- und 26 Arbeitstag«, der Februar 28 Kalender- und 24 Arbeitstage. Die arbeitStäg» l i ch e Produktion betrug im Berichtsmonat 270 570 To. Rohkohle (Vormonat 803 560 To.f, 59 773 To. Brikett» (Vormonat 66 656 To.) und 1784 To. Koks (Vormonat 1701 Tonnen). Gemessen an der arbeitStäglichen Pro- duktion macht sich deshalb gegenüber dem Vormonat ei» Rückgang geltend von 10,9 Prozent bei Rohkohle, 10,8 Prozent bei Briketts und «to« Steigerung von 1,9 Prozent bei Rote.

3m Vergleich zum Mär, des Vorjahres war ein Rück- gang festzustellen von 28,7 Prozent bei Rohkohle, 36,1 Prozent bei Briketts und eine Steigerung von 20,1 Prozent bei Rote.

3m Gebiet- des MiUeldeutlche» Braunkohle». Syndikat» von 1927 erreichte» in der ersten Hälfte de» Berichtsmonats di« Abrufe von Briketts noch ungefähr da» Februar-Niveau, um dann gegen End« deS Berichtsmonats infolge der am 1. Avril zu erwartenden Sommer, vreise immer t t e s e r zu sinken. In den lebten Mär». tagen wurden fast nur noch Industrielieferunge» ausgeführt. Da auch das Jniustriegeschäft arg darnieder» liegt, war das Gesamtbild des Berichtsmonats al» auber»

| Hal den bestünde Im

Braunkohlenbezirk Halle

Jul. Ipt. Noe. Jan. Mr«.

900

800

500

300

200

Tausend t Briketts Anfang des Monats

Di« Bollswirte. Volkswirtschaftliche Blätter für Ver­waltung. Interessenvertretung und Forschung, herausgege- ben von Professor Dr. Krueger de Corti, Volkswirt R. D. B München und Leivzig (Duucker u. Humblot). 29. Jahr­gang 1930, Heft 5 und 6.

Unter dem LeitwortDie UeLersoannung der deutsche» Sozialversicherung" legt der Arzt Dr. Erwin Liek lerne klai stich gewordenen Ansichten über die Sozialversicherung dar.Betrieüswidrige Handlungen Pflege des Struk- turbewuhti,etns im Betriebe" aus der Feder von Fabriküir. Dwl.-Kaurmann Alfred Römer, Volkswirt R. D. V entwickelt einen betriebswirtschaftlichen Begriff desDe­liktes" zu Maßnahmen anregend, die das berufliche Sei- matgefuhl der Arbeiter und Angestellten ihren Betrieben gegenüber stärken sollen. Der bekannte Soziologe Prof. Karl D u n k m a n n weist' auf den wesensmäßigen Unter- Ichteü zwrichen den Inhalten von Soziologie und soziolo- giich bl». Dr. Gerhard Lehmann entwickelt die Bor- Itellung einer Realdialektik zwischen dem von ihm «igenom- menen Normensystem der Wirtschaft und dem Roimhnsystem der Etbik.

ordentlich ungünstig zu bezeichnen. Trotz der ringele», ten Feierschichten nahmen die Brikettbeständ« weiterhin zu.

Auf dem Robkoblenmarkt zeigte stch da» gleiche BUS, wenn hier vielleicht auch nicht ganz so ausgeprägt Wi­ans dem Brikettmarkt, da hier di« Jnüustrieabnahmen die Hauptstützen stnd und diese wenigstens nicht ganz versagte». Immerhin war gegenüber dem Vormonat ein Rückgang zu verzeichnen. Die zur Verfügung stehenden Mengen a» Naßpreß st einen konnte» nicht aügesetzt werde».

Oie Parole des Abwartens

Braunkohle im Bunde

mit Steinkohle

KunarHeji ist das Zeichen der Zeit

Die Konjunkturentwicklung hat in der letzttm Seit »eue Enttäuichungen gebracht. Abgesehen von Saisonbelebungen in einzelnen Gewerben wird nach wie vor Sberall über man­gelnde Beschäftigung geklagt. Noch immer ist die Kurzar­beit das Zeichen der Zeit, noch immer ist die Zahl der unter­stützten Arbeitslosen mit etwa 3 Millionen um Aber eine viertel Million gröber als im SoiiataL fcs vcur nachdenk­lich stimmen, wenn man hört, datz selbst bei den Elektro- Grobkonzernen, di« noch vor kurzem gut beschäftigt waren, so beim Siemenskonzern, jetzt gröbere Arbeitrreutlästungen vorgenommen werden: ebenso mehren sich die Betriebsein- schränkungen im Kohlengewerbe und in der Elsenrndustrie. Die Zunahme der Fertigwareuausffuhr, hie tot März mit 833 Millionen gegenüber dem Februar eto Plus von 78 Millionen und gegenüber dem Mär, T929 sogar eto Plus von 124 Millionen zeigte, bildet zwar eilten Ausgleich ge­genüber der noch immer ungünftigett AbsatoÄtigkeit im Jn- lande, aber eS steht zu befürchten, hast dieses Ventil der Ausfuhr zu Preisen angeweudet wird. Sie einen Gewinn kaum lasten dürften.

Die Unternehmungslust leidet anch unser der Unklar, beit der Entwicklung ta Amerika. Msher ist jenseits des O«ans «ine Wendung rum B-Seren noch nicht eingetreten. Die amerikanischen Wrrttchafts-Wetter-Provbeten. die schon vor einigen Monaten eine baldige Rückkehr zurProsperity" ankündtgten. vertreten jetzt »en Standpunkt, datz der Herbst eine Wendung zum Besseren bringe» werde. Der scharfe Preissturz de» Kupfers deutet «der darauf hi», datz die amerikanische Wirtschaft die Krisis ee^ nicht ganz überwun­den hat.

Das Ende der Geldverbilligungswette

Die tuteruattouale Gelderletchterung bat »war die Vor- auSsetzuugeu für eine Wirtschaftsbelebung von der Geld- seit« her geschaffen, aber die schlechte Krebitstcherheit und die mangelnd« Unternehmungslust stehen noch immer einer Wiederbelebung im Wege. Bor allem zeigt -S stch. datz die Industrie vorerst trotz des etwas reichlicher flietzenden Kre-

Berlin in der Zett vom 1.81. August veranstaltet werden. Dnnerhalb dieser Zett stnd die Ausverkäufe auf die Dauer von 3 Wochen beschränkt. Da die Berliner Regelung für zahlreiche Handelskammerbezirke in de» übrige» Delle» des Reiche» matzgebend ist, so ist damit zu rechne», datz stch der spätere Begin» de» Sommer-Satson-SusverkaufS im­mer mehr allgemein durchsetzt.

Verlustgeschäft in Lokomotiven

Das Geschäftsjahr der Linke-Hofmanu-Busch-Werke.

Das abgelaufene Geschäftsjahr bat der Linke-Hof- mann-Buf».Werke «.-G verlto »t»t die er- wünschte gleichmähige Beschäftigung gebracht, da- bi« Deutsche Reichsbahn ihre Bestellungen für da» erste Halb­jahr 1929 erst so spät erteilen konnte, datz eine mehrmonatige Lücke in der Befchäftiguna der Werke eintrat. Da» Soko- motivgeschäft bat stch nicht gebeffert. Die Deutsch- Reichsbahn bat Lokomotiven überhaupt nicht l» Auftrag gegeben. Bestellungen aus dem AuSlande konnten nur zu Verlust preisen beretogenomme» werden. Die Reichsbabnwagenauote ist durch die bekannten Transaktionen mit Krupp, Henschel und durch de» Erwerb der Norddeutschen Waggonfabrik, Breme», von 22,74 auf 25,52 Prozent gestiegen. Der Umsatz im Maschinenbau der Breslauer Werke konnte gesteigert werden. Dazu beigetra­gen hat der vergrößerte Umsatz in Dieselmotoren nach dem Auslande. Der Umsatz in Raupenschlep­pern konnte erheblich gesteigert werden. Der gesamte Umsatz der Werke in allen Erzeugniflen bat in 1928-29 75 Mill. RM. erreicht. Der derzeitige Auftragsbestand beträgt 54 Mill. RM. Die Finanzlage der Gesellschaft hat stch, wie auS der Bilanz hervorgebt, gebessert. Der Reingewinn beträgt 1,80 (0,28) Mill. RM., worau» 5 (0) Prozent Divi­dende verteilt werden.

Generaldirektor Dr. Paul Silverberg,

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-

der durch kavitalmatztge Jntereffenverilechtung der rheinischen Bräunkohleniudustrie mit dem Sarpener Bergbau verein, zum ersten Male ein Bündnis zwi­schen Braunkohle «ud Steinkohle zustande brachte.

ditstromeS nicht zu gröberen Neu-3nvestitionen und nicht zu neuen Rationalisterungs- und Berbesterungs - Arbeite» schreitet. Dabet haben stch die Susstchten für deutsche Aus­ländsanleihen »eitet gebessert. Aber trotz de» Geldüber- flnffe». der bi« deutschen Grobbanken dazu ver laßt, kurz­fristig« AmSlandsgelder zurückzuzaSlen, herrscht noch immer, besonder« to der Mittel- und Klein-Industrie Kapitalman­gel. Geld wirb eben immer noch tn zu geringem Umfange Kapital. Ebenso lätzt eine wettere Verbilligung der Hypo- thekenztnse» auf stch warten, obwohl die Lage am Psanb- brieftnarkt stch wesentlich gebeffert hat. Dadurch haben stch die Ansätze zu einer Befferung am Baumarkte und seinen zahlreichen Hilfstnüustrteu wieder verlangsamt. Im übri­ge» sprechen mancherlei Anzeichen dafür, datz der Tiefpunkt der internationalen Gelüerleichterung bereits überschritten ist. F» Amerika haben Sie Sätze etwas angezogen, die FrühlabrSanfprüche melde» stch am Geldmärkte. Die Sus- stchte» auf eine wettere DiSkontscnkung tn Neuyork haben stch verschlechtert, auch die Bank von Engl 5 denkt vorerst ossenbar nicht an eine weitere DiSkontermätzigung. Unter diesen Umständen bekennt stch auch die Reichsbank trotz an­haltender Goldzuslüffe zu einer Parole des AbwartenS.

Späte Saisonausverkäufe

Der Termin der diesjährigen Taison-Ausvcrkäufe.

3m Fahre 1929 wurde wegen des durch dte ungünstige Wttterung verspäteten Geschäfts erstmalig in Berlin und in anderen Telle» des Reiches der Beginn deS Sommer-Sai­son-Ausverkaufs vom 1. Juli auf den 1. August verlegt. In diesem Jahre wird, wieDie Textil-Woche" erfährt, die Späterlegung des Ausverkaufs auf den 1. August für Grotz-Berltu beibehalteu. Saison-Ausverkäufe dürfen in

Anlagekäufe in Goldpfandbriefen

Kommt eine Konvertierung -er S proz. Pfandbriefe?

3« Kürze:

Die auf d«» Stichtag des 15. Avril berechnete Grotz- haudelsiuderzisfer des Statistische» Reichsamts ist «ft 126,7 gegenüber der Vorwoche (126,9) am 04 Pro­zent znrückgcgange«. Von de» Hauvtgruvven ist die Jnderzisser für Agrarstoffe um 0,4 Prozent aus 111,7 (112,2) gesunken. Die Jnderzisser für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat auf 125,3 (125,4) und diejenige für industrielle Fertigware» auf 151.9 (152,0) uachgegebeu.

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Nach Mitteilungen der Preisberichtstelle des Fachaus- schnffes für Fleifchvcrsorgung zeigte» die Fleischpreis« im Kleinhandel i« März 1930 «ine» weitere» Rück­gang.

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Die Berwavan« der der I. G. Farbenindnstrie gehörigen Leuna-Werke kündigt an, datz ste im Lauf« der nächsten Monat« 1500 Arbeiter und bis in« L Okto­ber 100 Angestellte eutlasfen wird.

Rach der L'Ustne, der Zeitschrift der französtsche« Schwer­industrie, können die Berbandluuge» zur Bild«»» eines internationale» Kartells der Eifenbahuwag- «oufabrike» als abgeschloffeu angesehen werden, wobei Deutschland «in« Quote von 28,6 Prozent zufallen dürfte. Das Abkomme« soll zunächst ans di« Dauer eines Jahres abgeschloffeu werde».

Infolge der durch de» autzerordeutliche« Knvfer- Preissturz heroorgeruseneu Bcrhältniffe steht sich die Mansfeld A. G. für Bergban- und Hütten- betrieb gezwungen, de» Abba» ärmerer Feidesteile sowie den Versuchsbetrieb aut 6em Röhrigschacht stillznlegeu und eine erhebliche Herabsetznng der Löhne ,» betreiben, da andernfalls eine wirtschaftliche Wetterführung der Betriebe «umöglich ist. Bo« de« soforttgen Entlastungen werde« ca. 800 Ma«« 9 Prozent der Grubeubelegschaft betroffen.

»

Die wirtschaftliche Bedeatoug des Saargebietes geht aus einer Zufammenttellnng der Saarwirtschaftsstati­stik hervor, »ach der auf daS Saarland zwar nur 0,4 Prozent der Fläche und 1,2 Prozent der Bevölkern»« des Deutschen Reiches entfalle«, andererseits aber 18,5 Pro-ent der deutschen Tafelgläser,eng«»«, 18.6 Prozent der Rob- eisengewiunuu«. 12.4 Prozent der Wal'werksleistuna. 12 Prozent der Rohftablgewiannng und 7,7 Prozent der Steiu- foblensörderung des Jahres 1929 ans dem Saargebiet Kämmen.

Der Bersicherungsbestand der dentsche» «ebeusoerfichernngs - Gesellschaften »m- «tzte Ende 1929: 7.2 Millionen Versicherte und 18.01 Milli- irben RM. Versicherungssumme.

Durch eine am 25. April to Kraft tretende Verordnung wird der Zollsatz für Seilen und Braugerste von 12 auf 15 RM ie Doppelzentner erhöbt. Der Zofffatz für Gerste zur Vftbsüttemng bleibt wie bisher 10 RM., wen« die Gerste unter Zollstcherun« abgefertigt wird.

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Im Goschästsbericht der Sinne r*<®. Karlsruhe- Grünwinkel, die für 1929 wieder 10 Prozent Divi­dende verteilt, wird ansgeiübrt. datz sowohl der Absatz im Brauereiaewerbe als der Hefeabsatz wetter gesteigert werden konnte«. Die La«dwirnchaftsbetrieie brachte« je­doch wiederum Verlust«.

Die Umwandlnn« der städt. Soffer-, GaS-und Slektri- «itätS'verke to Frankfurt in etoe kommnn-ile A. ®. ist von der Stgdtverordueteuversg-uv'tong b-schloffeu worbe». Dog Grn"t>kgvital der neuen A.-G. beträgt 20 M'll RM Der Ausst-btsrat besteht ans mindestens 15 «ad, bös-st-'-S 18 Ptitoliedern. davon solle« drei besoldete Magistratsmttglie- der fein. Der Cb--r"ft»r einer kommnnale« A.-G. ist dnrck die Verträge gewährleistet.

Obwohl die Umsätze nachgelaffe» habe», ist eS bemer­kenswert, bah für Goldvfaudbriefe, besonder» für di« ge­genwärtig zur Abgabe durch di« Institute bestimmten Se­rien, weiteres Jnterefle zu verzeichnen ist. Anscheinend be­wirken die niedrigen Kreditzinssätze der Banke» auch wei­terhin einen Uebergang von Svarkavital zu länger befriste­ten Investitionen. Der Zeitpunkt, in dem 8vroz. Pfandbrief» ferien pari notieren, scheint nicht einmal mehr fern zu fein. Ebenso ist es ein bedeutsames Zeichen, für die Konfoliöie- rung der Märkte, datz auch die älteren Pfandbriefferien nut noch in Äuönabmefällen mehr als 1 bis 2 Prozent, also den Höchstsatz der Bankierbonisikatto». unter dem Kurse der letzten Emissionen gehandelt werden. Daneben zeigte stch Nachfrage für 67 pro,. Pfandbriefe. Offenbar ist in die­ser Bewegung schon eine gewisse Einstellung des Marktes auf den Fall einer künftigen Konvertierung 8 vroz. Werte zu sehen: autzerdem scheinen naturgemäh 8 vroz. Serien im Augenblick, wenn ste schon so bart an die Parigrenze heran- gekommen stnd. Kurssteigerungs-Cbaneen nur noch In ge­ringerem Matze zu gewähren als die teilweise 10 Pro», dar­unter liegenden 7 vroz. Emissionen. Ziemlich still ging eS am Markt der Liauidationspsandbries« zu.

Anleihen des Reiches traten in den letzten Tagen wieder etwas mehr in den Hintergrund. Trotzdem ist aber der Kur» der Neubesttzanleihe nur in unbedeutendem Matze zu- rückgcgangen. Anscheinend stnd »um mindesten grob« Teile der in der letzten Zeit au» dem Markt genommenen Be­träge in feste Hände gekommen. Auch die Altbesttzanlethe» blieben, vor allem wegen de» ständige» Interesses einzelner ausländffcher Kreise, weiter gesucht.

Ausländische Rentenwerte wiesen recht »neinbettllche Haltung auf. So gaben die österreichisch-ungarischen Laiffe- Commune-Anlethen zeitweise etwa» stärker nach. Auch tür­kische Anleihen waren im ganzen abgeschwächt, da die Nach­richten aus Angora über die türkische Finanzlage wieder recht unerfreulich lauten. Intereffe zeigte stch dagegen für die Anleihe der Stadt Sofia. Man verwies hier darauf, datz to der Woche nach Ostern eine bulgarische Kommisston nach Berlin kommt, um neue Verhandlungen über die Aus­wertung der Anleihe aufzunehwe».

Heimische Wirtschaft

:i betrug im Jahre 1928 ire 1 103 783.96 RM. Die

970 521.18 RM. und im letzten Jahre 1 103 783.96 RM. Die Genoffenschaft zählt zur Zeit 282 Mitglieder Die Spar- e i n I 6 g e n haben stch wetter beträchtlich erhöbt. Im Jahre 1828 otogen 94 677 RM., im letzten Jahre aber trotz der Wirtschaftskrise 125 087.07 RM. Spargelder ent. Der Rein­gewinn betrug 2 23207 RM. Die satzung-mäßig ausschei- Lenden Aufsichtsrats- bezw. Vorstandsmitglieder Flencher- meister Christoph Senfe und Handelsmann Johann Schnei­der wurden wiedergewählt.

«»)«?««« burichla hatte auch tm letzten Geichaftsiahr eine gute Wei- terentwickluna zu verzeichnen. Der Umiatz hat tont ersten mal eine Million überschritten. Er betrug imJahre 1928

Zur Zahlungseinstellung der Papierfabrik Speele. Dte frühere Aktiengesellschaft für PapiMabrrkatton tn Sveele. Sie zuletzt als eine Gesellschaft für Pavterfabrikation G. m. 6. H betrieben wurde und ausschlietzlich Packpapiere, vor­nehmlich naturfarüige Braunholzoapiere 6eiSeHte. hat wie bereits gemeldet mtt rund 200 000 RM. Verpflich­tungen ihre Zahlungen eingestellt. Es waren wiederholt Beyuche gemacht worden, die mit einer vorzüglichen Saffet» kraft von über 500 PS ausgerüstete Papierfabrik in ver­kaufen, doch schlugen diese Versuche fehl. Tie Betriebsan­lagen erwieie» stch für die heutige Zett als nicht mehr lei» stunassähia. obwohl daS Werk inmitt-'n nnrfangr-ich-r Fick>- ttnbolzwalduugeu lag und vertzältniSmätzig günstig mit Pavierbol, versorgt werden konnte. Falls es zum Konkurs kommen sollte, stnd die Ausstchten für die Gläubiger sehr ungünstig, da die Betriebsaulageu kaum iu veräußern stnd und die vorhandene Mast: auf nur zwischen 5000 bis 6000 RM. anoeaebe» wird, so datz man sogar davon 'vrickt datz eine Eröffnung de» Konkursverfahrens wegen Mangels as Masse gar nicht staüstoben tarnt.

lieber 29 000 Tabakwarenkleiubändler im LandeSNnani- amtSbezirk «affet Nach den steueramtlichevi SeMeUungen waren im heimischen Landcsnnanzamtsbezirk 23 Otto Tabak- kleinbändlei vorhanden, gegenüber 24 754 hei Ser vorher­gehenden Feststellung. Es handelt stch bet dieser ganz be­trächtlichen Ziffer in der Hauvtiache weniger um Lveztal- geschäste als um andere Ladeninbaber. Saitwtrte, Friseure usw. Während nun in Heffeu-Naffau ein geringer Rück­gang in der Zahl der Tabakkleinhänüler zu bemerken war hat sich In der gleichen Zeit, ihre Zabl im Stelch von 06OOOO aus 585 000 erhöbt. Aut üurchichuttiltch 110 Einwohner des Deutschen Reiches kommt demnach heutzutage bereits ein Tabakivarenkleinhändler.

Biererzeugung und Braustoffverbranch f«

2m Landessinanzamtsbezirk Kastel waren tm Re^rungs- fsthr 1928-29 von 79 Brauereien im ganzen 4< in Betrieb, welche 298 000 Doppelzentner Malz verarbeiten. Die ge- samte Biererzeugung stellte stch aus 1 318 000 Hektoliter, bei einer gesamten deutschen Erzeugung von 55 Millionen Hek­toliter. Der Gesamtertrag der Bierabgaben tm heimlichen Landesfinanzamtsbezirk stellte stch auf 9.7 Millionen RM. Die heimische Biererzeugung hat gegenüber 1927-28 um 80 000 Hektoliter zugeuommen.

Stillegung i» der Hanauer Industrie. Die Papierfabrik Kues A.-G.« Hanau hat ihre» Betrieb ftillgelegt.

Günstig« Entwicklung der Heffeu-Raffauisch«» GaS A. S. Die zum Thüringer Gas-Konzern gehörende Heffen-Nas- fauische-Ga» Ä. G. Frankfurt a. Main-Höchst, die für 1929 wieder 10 Prozent Dividende verteilt, konnte ihre Gasab- gabe um weitere 8.26 Prozent steigern, so datz der Gesamt­verbrauch 10 Mill. Kubikmeter überstieg. Die Koksproduk- tion bewegte stch auf Borjahrshöhe, di« Tochtergesellschaften haben stch wetter günstig entwickelt.

Zwangsversteigerung in Fulda. Im Wege der Zwang». Versteigerung wurde das Wohnhaus Peteröbergeritrahe Rr. 48 nebst bebautem Hoft-ftm und Hausgarten sowie eto weiterer bebauter Sofrau.u. dem Bäcker Karl Heuser In Fulda gehörig, versteigert. Der Borkriegsweri der Grund­stücke war auf 28 200 Mark tariert. Rechte bleiben keine bestehen. Das bar zu zahlende geringste Gebot bettägt 1295,21 Mark. daS Höchstgebot gab ab Oie Ein- und Ber- kaufsgenoffenschast der Bäckermeister e. ®. m. 6. H. zu Fulda mit 32 600 Mark. Der Zuschlag erfolgt am 23. Avril.

Erweiterung der Liebe-A.-G.. Fetosriseusabrik. Hamel». Die Firma hat die «ehrol-Gold Parfümerie- n. S e l s e n f a S r t k, G. m. b. H. Nürnberg, aufgekauft und bringt deren Erzengniffe unter der Firma Bevrol- Gold Parfümerie- und Seiieniabrik, G. m. b. H Hameln in de» Handel.

Oie sparsamen Arbeiter

Die Sparer nach ihrer Berufstätigkeit.

Sine Berufsstatistik der Svarkaffe» hat die Städtische Svarkaffe in München ausgestellt. Sie ergibt folgendes Bild: Dienstbotenfparer 8,1 Prozent der Sparkunden: Ar­beiter- und Gewerbegehilfen 15.3 Prozent, Au- gestellte kaufmännifcher Berufe 9,3 Prozent, felbständige Gewerbetreibende 3,4 Prozent, Beamt« und Lehrer 6,1 Prozent, Beamtinnen und Lehrerinnen 2 Prozent, Künstler und freie Berufe 4,7 tfrojent,Privatverso- nen' 14,8 Prozent (darunter 13,8 Prozent Frauen). Kinder (Mündelgelder) 1 Prozent, sonstige Einlagen für Suade« »ud Mädchen 23 Prozent, Milttärversonen 1.8 Prozent. Person«« unbekannten Berufes 3L Prozent. Vereine nnü Institute ufw. 2 Prozent, auSwättige Sparer 5,2 Prozent. Liefe Svarerzahl verteilte stch Ende 1929 auf rund 137 000 Sparbücher. Im Jahre 1925 entfiel auf jeden 25., tot Jahre 1929 aber auf jeden 5. Einwohner ein Sparbuch.

Sie grob ist Deutschlands Deutschland La» vor dem Kriege 540 858 OuadratkUometer umfaßte, besitzt heute 472 082 Quadratkilometer. Davon entfallen auf Preu- 6 e n 294 608 Quadratkilometer mit 40 Millionen Einwoh­nern, auf 8 o n e r n 76 421 Quadratkilometer mit 8 Millio­nen Einwohnern, auf S a ch f e n 24 993 Quadratkilometer mit 5 Millionen Einwohnern, auf Württemberg 19 507 mit 2,8 Millionen Einwohnern, auf Baden 15 170 Quadratkttometer mit 2,4 Millionen Einwohnern, auf Hessen 13127 Quadratkilometer mit 1,7 Millionen Ein­wohner», anf Thüringen 11757 Quadratkilometer mit 0,7 Millionen Einwohnern, auf Oldenburg 6429 Quadratkilo­meter mit 0.6 Millionen, auf Braunschweig 8672 Quadrat­kilometer mtt 0,5 Millionen Einwohnern, auf Hamburg 414 Quadratkilometer mit 1,2 Millionen Einwohnern, auf an- bete mtt 8394 Quadratkilometer mtt 1 Million Einwohnern.

Var en und ihre Preise

Berliner Getreidrirühverkehr vom 22. Avril. Liefe- rungsvreife für Jnlandsweizeu werden bi» zu 1 M. höher, für JnlandSrogge» bis to 1 Mark niedriger gesprochen. Das Geschäft ist »och kehr uu- enimicteü.

Fuldaer Schwetoernarkt vorn 19. Avril. Ungefähren wa- ten Osteriamstag insgeiamt 303 Ferkel. Verlangt und be­zahlt wurden für Las e-tück: kleinere 36 Jt, mittlere 44 Jt. gröbere 59 X. Während des ganzen Marktes war der Han­del recht flott, es verblieb nur ganz geringer Ueberstand. Am nächsten Donnerstag findet hier Zucht- und Nutzvieü- markt statt. -m-

Berliner amtliche Butter-Notiemnge« nvffche« En enger ««1 Srotzbandel vom 22. April. 1. Qual. 1,31, 2. Qual. 146, abfallende Qualität L. Tendenz abwartend.

Getrennte Viebwärkte to verlto. Auf Anordnung des Oberpräfidente» der Prvv. Brandenburg und von Berlin werden auf dem Zucht- und Nutzviebmarkt in Berlto-Frie- drichsfeld« vom Mat 1930 ab die Schweine- und Ferkel­märkte vo» den Riitdermärkten getrennt abgehalten. Die Marktoerlegnng wird erstmalig am 6. Mai in Wirksamkeit trete». Es werben bau» itauiinöen: die Schweine- und Ferkelmärkte jeden Dienstag, iie Rinder- und Pjerde- märtte seien Donnerstag.

Kaffeler Schlachtviehmarkt vom 22. April. Die Zahl der auf dem Markte ium Berkaus stehenden Tiere: 5 Ochsen, 10 Bullen, 46 Kühe, 88 Rinder, zusammen 99 Stück Grrtz. vieb: 848 Schweine. 68 Kälber. Schale (Hümmel). Die Zahl der feit dem letzten Markte dem Schlachthofe direkt, ohne Benutzung des Schlachwiebmarktes zugesührten Tiere: 2 Ochsen, 5 Bullen 14 Silbe, 1 Rind, zusammen 22 Stuck Grvtzvieh: 132 «chweinc, 56 Kälber, 11 Schafe (Hümmel).

Schlachtviehoreife. Sämtliche Preis« gelten für 50 ka Le­bendgewicht. Ochsen: vollsleischige ausgemäitete höchste» Schlachttvert», 1. jüngere, 5869 Mk. (3 Stück), 2. ältere , sonsttge vollsleischige, 1. jünger«, 2. ältere. slejsthi- fle, gering genahrta. Bullen: jüngere vollsleischige höchsten Schlöchtiverts 5»56 (7), sonstige vollfleifchige oder ausgemästete 5154. slczswige, gering genährte. Kühe: jüngere vollfleifchige höchsten Schlachtwerts, sonstige »vll- slrischtge oder auSgemästete 4219 (20), sleffchige 3410 (8), gering genährte 2530 (8). Färien (Kalbinneni: roll- fle-ischiäe ausgemächete höchsten Schlaä>twe>ts 5761 114), vollsletichige 5356 (15k fleischige 4651 18). Steiler; Mä­ßig genSbries Jungvieh.

Kalber: Doppellender, bester Mast. beste Mast- unü Saugkälber 7680 X. 14 et., mittlere Mast- u. Saug­kälber 6874 X. 36 St., geringe Kälber 6067 X. 14 St. Schafe: nicht notiert. Schweine, Fett'chwetoe über 300 Pfd.. vollfleischige von caa. 240300 Pfd. 6470. vollst. Schweine von ca. 200--240 Pfd. 6469. vollsleisch. Schweine von ca. 6268 Psd. 6268 X. Marktverlauf: Bei Großvieh und Kälbern rette, bei Schweinen schleppend, bet stari ünkenden Preisen. Schweine Neberstand.

Schweine wurüenv erkauft: 7 Stück zu 72 Mark, 5 Stock z« 71. 39 Stück zu 70. 27 Stück zu 69 74 Stück zu 68. 18 Stück ,U 67, 22 Stück zn 66, 28 Stück zu 65. 13 Stück zu 64, 4 Stück zu 63 Mark. Sauen: 1 Stück ,u 68, 2 Stück to 65, 1 Stück zu 64, 1 Stück zu 56, 1 Stück zu 55.

Srexffnrfer Biehmarkt eem 22. April. Der Aus­trieb des SanvttnarkteS bestand heute aus 1027 Rindern, larnnier 288 Ochsen, 55 Bullen. 419 Silben. 220 Färse», ferner 229 Kälbern. 44 Schafen. 3195 Schweinen. Notiert wurden: Ochsen: Kl. al) 5361. a2) 5457, bll 5053; Bullen: a) 5558. 6) 4954; Kühe: a) 4351, b) 44 bis 47. c) 3343. d) 3037: Färien: a) 5861. 6) 5457. c) 4953; b-r: a), b) 8095, e) 7479. 6) 6373; Schafe; Schweine: «) 7073, 6 ! 7275, cl 7275, di 71 bis 74, e) 7073. Marktoerlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft; Kälber und Schafe rege, ausoerkaust; Schwei»« ruhig, ausverkauft.