«ette l-l Betrage.
Raffelet Neueste Nachricht«,
Dienstag, 22. April 1930
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Et ist nicht der Zweck dieser literarischen Hebung, Radlertypen mit photographischer Treue und in bild- schöner, aber ein wenig geschminkter, unwahrhaftiger Treue festzuhalten.
Radler und Radlerinnen sind auch viel zu natür- liche Lebewesen, als daß der Expressionismus seine okkulten Hände nach ihnen ausstrecken und ihre reale Existenz übersinnlich vergewaltigen dürfte.
Mit lockerem Pinsel und in unbeschwerten Farben feien vielmehr einige lebensechte Bildchen hingctuscht oder ml ein paar kräftigen Bleistiftstrichen Wirklichkeit mitfühlend nachgezeichnet...
De« tarnen Roswitha gab ihr der Herr Papa. Er ifl der beste aller älteren Herren. Seines Zeichens Germanist und Oberstudienrat.
Roswitha zählt gerade siebzehn Lenze. Sie gehört dem gelehrten Verbände einer Mädchenunterprima an. Ihre Zensuren sind meist unter prima. Das macht aber nichts. Seit Tertia hat sie eine unglaubliche Routine, Wissenslücken in der letzten Hälfte des zweiten Halbjahres erfolgreich mit dem Spaten des Flei« tzeS auszufüllen.
Kaum jemals wird diese siebzehnjährige Roswitha gleich ihrer großen Namensverwandten von Gandersheim steifleinene Dramen schreiben. Kaum jemals wird der siebzehnjährigen Roswitha leichtbeschwingte- Dasein von Klostermauern beschattet wecden, obwohl sie scharwenzelnde Pennäler auf der Königstratze nicht als Reizmittel, sondern als lustige Schwankfigu- ren betrachtet.
RoSwitha ist gottlob nicht mondän angepinselt. Dennoch hat sie entdeckt, daß das Saxophon das seelenvollste aller Instrumente sei, ohne daß der Jazzband und Tanzparkett Gegenstände des täglichen Bedarfs würden. Kein Strom ist ihr zu reißend, kein Sprungbrett zu hoch. Roswitha lebt in voller Harmonie mit dem sportlichen Geiste ihrer Zeit.
Roswitha ober würde nur halb Roswitha sein, wenn sie nicht zugleich eine fesche Radlerin wäre.
Die blitzende Lenkstange ihres RadeS ist für die lustigsten und keffesten Sonnenstrahlen der liebste Tummelplatz. Das Verkehrsleben Kassels, das Roswitha zu seinen noch keine Steuern zahlenden Mitbürgern zählt, wäre um eine sehr charakteristische Nüance armer, wenn die Radlerin Roswitha nicht das kurze Röckchen von Zeit zu Zeit mit unnachahmlicher Koketterie über die seidenschimmernde Rundung des Knies zöge und wenn nicht hie unb do ein Färblein Meisenblatt oder Absinthgrün unter dem Röcklein hervorslatterte wie ein bunter Falter.
Ganz unwahrscheinlich großartig aber ist die Be- wegung, mit der Roswitha, auf stillen Wegen freihändig fahrend, mit einem Kämmchen durch das dichte, braune Haar fährt. Durch das Haar, das königlichen 'Verotoingerloden verwandter ist als dem Bubikopf.
Die Lorelei würde blaß vor Merger werden, wenn sie Roswitha so sähe. Als Dame am Volant wäre Roswitha nichts als eine hohle goldene Nutz oder eine Herausforderung. Als Radlerin aber hat sie irgendeine Mission im Sinne menschlicher Verbrüderung zu erfüllen ...
Fritz ist eine allgemein geachtete und hochgeschätzte Persönlichkeit in der Trikotagen-Firma. Er wird auf den Büros lieber gesehen als der Chef. Fritz besorgt den Tarnen im Winter Apfelsinen und im Sommer gemischtes Eis mit Schlagsahne und wirkt somit ein» mal für ihren Teint, zum andern für ihre Wohltetn- periertheit. die keine Schreibmaschinendame entbehren kann. Die Herren gewähren Fritz Einblick in die et» was stotternden Geschäftsbeziehungen zu ihrem Schneider und haben zuweilen auch diskrete Aufträge für ihn.
Alle Aufträge werden von Fritz prompt und zuverlässig besorgt. Fritz absolviert seine Geschäftsgänge nicht etwa mit dem Auto, sondern mit einem simplen Fahrrad. Man muß gesehen haben, mit welcher Souveränität Fritz nicht etwa die Straße selbst — nein, dazu ist er viel zu bescheiden —, wohl aber jede, auch die kniffligste und verzwickteste Verkehrssituation beherrscht. Sein Rad ist keine Konstruktion aus Rahmen, Felgen und Luftreifen. Es ist vielmehr ein feinnerviges Lebewesen. Zwischen Fritzens Nervenzentrale und diesem Lebewesen bestehen Wechselbeziehungen, ähnlich wie zwischen Radiosende- und Empfangsstation. Nur sind diese Wechselbeziehungen etwas subtiler, da Fritzens Fahrrad sogar auf ungedachte Gedanken, auf Instinkte, reagiert. Fritz und sein Rad scheinen die zauberähnliche Eigenschaft zu haben, ihr Gesamtvolumen bis auf ein Nichts zusammenschrumpfen zu können. Wie wäre es sonst möglich,
daß sie sich überlegen lächelnd in der Brüderstraße zwischen Straßenbahn, Lastkraftwagen und Motorrad hindurchwinden könnten?!
Fritz ist der hurtigste Bote Kaffels. Er stellt Rekorde auf, von denen keine Sportbehörde und kein Sportredakteur Notiz nimmt. Was tuts? Ter sausende Flug ist ihm Lohn genug!
(Fortsetzung folgt.)
58»6le gebe« mit am Mittwoch?
Staatstheater: Gcschl. ®orftcHuna für den BübnenvolkS- bund „Die beiligc Flamme", 20 Uhr.
Kleines Theater: „Madame hat Ausgang', 90 Uhr.
Stadtoark: „Der müde Anton", 20,15 Uhr.
Cnoitol-Theater: „Die heiliaen drei Brunnen', Wochen- fa>au und Beiprogramm.
Cdaffalla-Theater: „Das Geheimnis Im Schlafwagen' und „Die Dchlotzhe-rtn vom Libanon", Wochenschau.
Melravol-TSeater: „Der StrahenfSnger von Venedig' nnh Barietee-Sterne.
«ufere Heimat
wurde dann auch die von ihr vorgeschlagene Erhöhung angenommen. Die Wegeverpachtung in hiesiger Gemeinde soll am 28. und 29. April erfolge« Für bessere Straßenbeleuchtung am Bahnhof, der Rathenaustraße und Rengershäuserstraße soll durch Verlegen einiger Lampen gesorgt werden. Eine der- traut'fbe Sitn'ia schloß sich der öffentlichen a.t
Lberzwchren. Am Karfreitag veranstaltete der Männer- und Kirchenchor Oberzwehren ein Wohlge- lungencs Passionskonzcrt. Unter Leitung Konrektor Seiberts hat der Männer- unb Kirchenchor seine Aufgabe gut erfüllt. Desgleichen hat Fvau Kratzen berg durch thre Mitwirkung dem Konzert eine besondere Rote verliehen. Auch die Mustkeinlagen können als künstlerische Leistung bezeichnet werden.
Guxhagen. Der Voranschlag, der mtt 104000 Mark aibschließt, wurde einstimmig angenommen. Tie bisherige Grund- uno Gebäudesteuer sowie Gewerbesteuer von 250 Prozent wird m gleicher Höhe weiter erhoben. Nach längeren Verhandlungen mit Ober- uniö Unieralbshausen über den Bau der neuen Wasserleitung ift eine Einigung dahin er- j-.elt, datz sich Unteralvshausen an dem Bau beteiligt, wahrend Oberalbshausen abseits steht. iVn aller Kürze wird nun mit dein Bau begonnen werden. Zum Antrag der Cberförftctei Eiterhagen auf Erhöhung der Pacht der alten Wasserleitung w'.rde eine Einigung erzielt. Der Antrag des Nachtwächters Käse auf Erhöhung ferner Bezüge in.'tm bis zur nächsten Sitzung verschoben. Auch sollen hier Die Verträge des Ortsdieners sowie der Gemeindeschwester erledigt werden.
Guxhagen. Erleichterter Geldverkehr. Zur Erleichterung des Geldverkehrs für das Publikum hat der Spar- und Darlehnskaflenverein, e. G. m. u. H., im Hanse des Kaufmanns Valentin Oetzel in der Bahnhofstraße eine neue Geschäftsstelle errichtet.
Guxhagett. Die Fulda steigt. Rach den letzten anhaltenden Regenfällen fuhren die Rebenfltisse sowie die Fulda selbst reichliches Wasser, so daß die Fulda cm einigen Stellen über ihre Ufer getreten ist
Großalmerode. Zu Ehren Rektor Freitag«. Am 15. d. M. fattb im Magistrats-Sitzungszimmer zu Ehren des am 1. Avril 1930 wegen Erreichung der Altersgrenze tu den Ruhestand getretenen Rektors Richard Freitag eine Sitzung im engeren Kreise statt. Rektor Freitag war am 1. April 1930 — 40 Fahre an der Stadtschule in Großalmerode tätig, zunächst als Lehrer, währenD des Krieges als stellvertretender Kchulleiter und von 1919 ab als Rektor Bürgermeister Wiederstein sprach namens der Stadt und des SchulverbandeS ihm den Tank und die Anerkeniinq aus für die bet Schule und her Stadt geleisteten treuen Dienste. Schulrat Mütze übermittelte den Tank der Staatsregierung unter UÜberreichung eines Diploms der Regierung in Kassel. Konrektor Kröhne sprach als Vertreter der Schule warme Worte der Anerkennung. Stadtverordneter Christian Schaumburg brachte namens der Eltern- schost Dankesworte bar. Lehrer Koch und Stadt- ältester Kleinvogel widmeten dem Jubilar Anerkennung. Alle Ansprachen klangen aus in dem Wunsche, das Herrn Freitag nach seiner arbeit«» und erfolgreichen langen Amtstätigkeit ein fomttger Lebensabend Geschieden fein möchte. Schließlich dankte Rektor Freitag allen, für die ihm gewidmeten Anerkennungen. Es ist erfreulich, daß Herr Freitag beabsichtigt tn Großalmerode zu bleiben.
Nienhagen, Kr. Münden. Lanblustlostgkeit. Wie wenig heute noch Land idegehrt wird, zeigte ein hier abgehaltener Landverkauf. Es standen 3% Morgen Land, ganz nahe beim Torfe gelegen, zum Verlauf. Id dem ersten Termine wurden für die gesamte Fläche 1050 Mark geboten; in dem zweiten Termine wurde gar kein Gebot abgegeben. — Währens in den Vorjahren bei der Verpachtung der Koppelwege in der hiesigen Feldmark ganz bedeutend hohe Preise erlieft wurden, wurden in diesem Jahre so niedrige Gebote abgegeben, daß kaum der Zuschlag erteilt werden konnte. Für die hiesige Gemeindekasse bildete das Ergebnis bei dies- iadrigen Verpachtung einen bühlbaren Einnahmeausfall.
Eschwege. 18 neue Wohnungen. Ter Beamten- bautocrein läßt in diesem Jahre wieder drei Doppelhäuser an der Bernhardtstraße ans der Struth errichten. Zusammen werden dadurch 18 neue Wohnungen geschaffen. Tie Bauarbeiten sollen nach Ostern ausgenommen werden.
Eichwege. Ein VerkehrSunfall ereignete sich auf der Landstraße von Eltrnannshausen nach Niddawitzhausen. Dort stieß ein Motorradfahrer mit entern Lastkraftwagen zusammen Der Motorradfahrer wurde im Gesicht verletzt.
Eschwege. Ihren schweren Brandwunden ist die 71 Jahre alte Rentnerin Friederike Knobel im LandeskrankenhauS erlegen. Ein zweiter Unfall,
Treysa. Versetzungen. Kulturrat Dr. Weber wurde nach Kassel, Vermessungsrat Gäbler nach ■Dtarburg, und Vermessungsrat Ochs nach Hersseld, Sekretär Glänzer nach Marburg, Jäckel, Stehl unb Störet nach Marburg, Dohne, Schmidt unb Braun nach Wiesbaden.
Treysa. Schulpersonalien. Endgültig angestellt wurde Lehrer Lückert in Niedergrenzebach, Lehrer Katz in Breitenbach. Versetzt Lehrer Bauer von Lingelbach nach Olberode, Lehrer Fenner von Hauptschwenda nach Spieskappel.
Ernsthansen. Gründung einer Entwässernngs- genossenschaft. Um die Wiesen unserer Gemeinde und die von Münchhausen vor vollständiger Ver- sumpsung und weiterer Säuerung zu bewahren, Haden die Besitzer sich entschlossen, eine Entwässs- runcrsgenvssenschast zu gründen, die sich der Trat« ttaae annimmt.
Dannenrod. Seltener Fund. Sin Landwirr fand beim Eggen seines Ackers einen Ehering, de» der Besitzer seit über 20 Jahren verloren hatte. Der Ring trug die Jahreszahl 1875 und die Buchstaben A. E. S.
Kirchhain. Bestandene Prüfung. Am Technikum Friedberg befiand Fr. Zimmer die Prüfung in Architektur unb Hochbau mit dem Gesamtprädikat -Sehr güt'.
Schachten. Lehrer Hofmann wurde zum 1 Mai von Wölfterode an unsere Volksschule versetzt.
Ober Ohmen. Neuer Beigeordneter. K. Liehtz Landwirt wurde an Stelle des zurückgetretenen Beigeordneten Gustav Zulauf gewählt.
Don einem Oeliransformaior erschlagen
Der Kraftwaz.'nMhrer Unger, der schon seit Jahren beim Kreis-Elektrizitätsamt HSxt »r beschäftigt ist, war mit dem Abladen eines schweren Oeltransfonnators beschäftigt. Plötzlich stürzte die etwa 30 Zentner schwere Maschine um unb traf habet Unger am Kops. Die Verwundung war so. schwer, daß er kurze Zeit barauf starb.
Löcher wie ein Schweizerkäse
haben die hessischen Straßen.
Dis Hortberger Postkraftstelle trägt sich mit der Absicht, die Fahrten nach Wabern einzustellen, weil der Zustand der Straße Homberg — Hebel — Unshausen — Webern das Befahren mit den schwqt ren Postoutos mcht mehr gestattet.
Vier Finger abgeschnitten
Schwer betroffen ist die Familie 8. von 5Benti> wtg Während der Sohn schon einige Wochen im Treysaer Krankenhaus bartneiwTliegt, wurde am Sonnabend auch der Vater eingeliefert. L. war mit Holzschneiden bcschäfttgt Er kam mit bet Hand der Kreissäge zu nahe unb schnitt sich vier Finge, glatt ab.
Gestohlen, gewaschen, gebügelt
Wag einem Geldschein passieren kann.
Nach einer VerlodunflSseier in Hatzbach, die nm 1 Uhr -nachts beendet war, drangen der Knecht des feiernden Hauses, mit Genossen in die Wohnung und zerbrach das Fenster. Dann raubten die Einbrecher die Geldrasse mit 900 Mark Papiergeld. Durch das Gepolter wurde eine Nachbarsfrau wach und schlug Lärm. Die Diebe rissen cmS und warfen die Geldkassette in die Jauchegrube. Das Geld wurde wieder heransgehrlt, gewaschen und gebügelt. Der Knecht als Hauptmann der Diebesbande ist geflüchtet, doch ist man aus seiner Spur.
Nicht mehr Llnfug, schon Verbrechen'!
In Ascherode bei Treysa entdeckte ein Autofahrer in später Nachtstunde auf der Straße, Wagenräder, Holzklötze, ReiserdÜndel ustv. Nur durch die Vorsicht des Fahrers konnte ein Unglück verhütet werden. Derartiger Unfug dürfte eine exemplarische Strafe verdienen.
Festtage für Holzberg
Der Schwäüner Sängerbund wird am 25. Mai sein großes Sängerfest in Holzberg abhalten, womit enenweihfest des hiesigen Gesangvereins bet« bett ist. Hiermit ist gleichzeitig ein Schwärmet« Trachtenfest bereinigt, wo die Schwälmet-Jugend in ihrer farbenfrohen Landestracht erscheint.
last von 280000 Mark entstanden. Mehr als 100000 Mark entfallen davon auf die Verluste, die die Stadt durch die frühere Sparkasse erlitten hat All- gemein wurde in der Aussprache zum Ausdruck gebracht, dass" die frühere Sparkassenkommission wnb der frühere Magistrat für die Verluste verantwortlich gemacht werdetzt müßten. Die Versammlung beschloß einstimmig, bte Angelegenheit der Ob«r- staatsanwaltschast in Kassel zu übergeben.
Dienstag, 22. April.
Niedervellmar. Voranschlag unb Zuschläge zur Grundvermögenssteuer. Gegenüber dem früheren Etat ftno alle Posten ungefähr gleichgeblieben. Nur bic Ausgaben für soziale unb Wohlfahrtszwecke und n>*i: überall stark gestiegen. Dadurch war eine Steuererhöhung unumgänglich. Der Voranschlag schließt mit 137060 Mark ab. Demgegenüber steht eine außerordentliche Ausgabe von 52 000 Mark für Straßen- unb Kanalisationsarbeilen an der Kasseler Straße« Tie Gesamtsumme der ordentlichen und außerordentlichen Ausgaben beträgt 189 060 Mark Um den Etat zu balancieren, einigte sich die Gemeindevertretung auf en ne Erhöhung der Grundsteuer von 220 auf 280 Prozent. Die Vorlage wurde mtt 11 gegen 1 Stimme angenommen. Der Ankauf eines weiter«: Grundstückes tut Sied» lungsgslände wurde genehmigt. Eine Reche von Bauplätze sind schon verkauft worden. In den nächst'n Jahren wird hier also ein ganz neues Wohnviertel entstanden fein.
Oberzwehren. In der Gemeindevertreterfitzung sand der Haushaltungsboram'chlag mit 201142 M. einstimmige Annahme. Bei der Vorlage eines neuen Wasserstatuts, das auch Erhöhungen deS Wassergeldes bringt, erfolgte eingehende Aussprache. Mit den Stimmen der Linken, die die Mehrheit besitzt.
der aber glücklicherweise glimpflicher abltef, ereig
nete sich in einem Hause am Obermarkt. Dort explodi erbe eine Wärmeflasch'e, die. auf einem Gasherd angetoärmt werden sollte, ohne daß die Verschraubung gelöst worden war. Dabei ging der Gasherd in Trümmer. Durch das ausströmende kochende Wasser wurde die Hausfrau erheblich verbrüht. Sie mußte sich sofort in ärztliche Behandlung begeben.
Treifurt. Ehrung. Der städtische Vaumgärt- ner Georg Laudenbach, der seit 40 Jahren im Dienste der Stadt steht, erhielt von der LandMrt- schaftskammer Halle ein Ehrendiplom.
Wanfried. Gern besuchte Sommerfrische. Für den kommenden Sommer Hegt eine große Anzahl von Anmeldungen von Fremden vor, die ihre Ferien wieder hier Verbringen wollen. Für die Ausnahme von Sommerfrischlern wird zur Zeit auch .das dem Herrn von Scharfenberg gehörige Vorwerk Leistersherg eingerichtet. Der GastwirtschafiSbetrteh soll jetzt wieder ausgenommen werden.
Winfried. Die Stadtverordneten wählten den Stadtverordneten Riebeling zum Vorsteher. Der Haushaltslplan für das Jahr 1930 hat noch nicht aufgestellt werden können, da die Kreissteuern noch nicht seststehen. Die Versammlung ermächtigt des- batb den Magistrat, vorläufig nach dem alten Haushaltsplan weiter zu arbeiten. Ferner wurde beschlossen, aus dem Sport- und Spielplatz eine Um- kleidehalle für die Sportler zu errichten. Die Sau» kosten sollen 1500 bis 2000 RM. betragen.
Ziegenhain. 80. Geburtstag. Am 19. April feierte die Witwe Gertrud E. geb. Neusel ihren 80. Geburtstag in voller Rüstigkeit, im ff reffe ihrer Kinder. Eickel unb Urenkel.
Elleringhausen. Goldenes Ehejubiläum feierten die Eheleute Landwirt Stallmamt.
20 Personen versetzt
Zwischen RaSdorf und Buttlar (Rhön) hat fich am Freitag ein schwerer Unfall zngeiragen. Ei« Anzahl junger Leute auS Worms waren tn 16 Last- frakttvagen zu dem in Leipzig ftattfindenden Reichstreffen der kommunistischen Jugend unterwegs. In einer scharfen Kurve stürzte einer von den 16 Lastkraft, wagen eine Böschung hinunter. Von den 20 Insassen wurden fünf schwer und 15 leichter verletzt. Die Verletzte« wurden in daS Krankenhaus Geisa gebracht
Rundfunk
Programm des Kasseler und Frankfurter Senders.
Mittwoch, ben 28. April:
11,15—11,45: Schulfunk
12,30: Schallplattenkonzert: Molunsene Walzer
13,80: Werbekonzert 1 Schallplatte»)
15,00: Stunde der Jugend
16—17,45: Nachmittagskonzert be8 Rundfunkorchesters
1.7,55: „Bedeutung der genossenschaftlichen Gcldwirtschafk', Bortrag von Direktor Korkbaus
16,20: „Die Zukunft d«S Landpostwesens", Bortrag
18,35: Ssoeranto-U nrerri-di
19XB: „Auf Tierfang für Hagenbeck ht Senegambien', Bortrag
19.30: Ständchen und Serenaden
20,00: Gläubiger — Tragikomödie von August Striubberg Thekla: Leontine Sagan a. G.
21.15: Violinkonzert Marianne THeiner
22,15: Nachrichten
t Segen
Husten, Heisei kett
Ein großer Tag für Eschwege
Tagung des Provinzial-Gastmirte-Verbandes für Hessen-Nassau.
Der Provinz ial-Gastwirte-Verband für Hessen- Nassau unb Waldeck, dem 57 Gastwirte-Jnnungen bezw. Vereine angeschlossen sind, hält vom 5. bis 7. Wri seinen Verbandstag in Eschwege ab. Ter Schatzmeister des Deutschen Gastwirts-Verbandes e. V. in Berlin, Alfred Hartleb, der frühere lanz- jährlge Vorsitzende des Provinzial-Vcrbandes für Hessen-Nassau, wird die Jahre 1929 und 1930 wn Spiegel des Gastwirtsgewerbes beleuchten. Ein wichtiger Antrag beschäftigt sich mit dem Berufs- «usbildungsgesetz, den der stellvertretende Verbandsvorsitzende Stadtv. Grenzebach-Kaffel vertreten wird Ein weiterer Antrag des Verbandesivorstandes will bezweckeit, daß die Bestimmung der Hauszinssteuer ordnung, wonach die Hauszinssteuer niederznschla- gen ist, wenn Mieträume ohne Verschulden des Eigentümers leerstehen, auch auf die gastgewerb- kichen Räume, insbesondere die Saffonibetriebe, angewendet werden soll. Verdandsvorstandsmitgiied Hotelbesitzer Wlh. Bräuning-Wiesbaden fordert die Errichtung einer eigenen Berufsgenoffenischaft für Vas Gastwirtsgewerbe. Rack den bisherigen Än- Seldtrugen ist mit einer Beteiligung von wenigstens 0 Personen zu rechnen.
Oer Sparkaffenfireii in Sontra
Der Staatsanwalt soll bemüht werden.
Tie Stadtverordneten beschäftigten sich nochmals mit der Sparkassenangelegenheit, durch, die die Stadt große Verluste erlitten hat Es wurde von einem Bericht der Finanzkommiffion über den Stand der Angelegenheit Kenntnis genommen. Ter Siavt ist in den letzten fünf Jahren eine Schulden-
Rückgratverkrümmung.
Wie ich diesem Leiden erfolgreich entgegen* trat, und wie auch Ihnen geholfen weiden kann (ohne Berufsstörung), sagt jedem gern unentgeltlich.
H Hippel, Runzhiusen 32, Kr* Biedenkopf
36pft, Haarteile,
•Anfertigung buch von gelieferten Haaren
Wir lautet^ Frauenhaar
Haarzentrale
1 i h Teutoburgei
Bad Salzuflen,
I Herz, Rheuma, Nerven, Luftwege, Frauenleiden I Konzerte, Theater-Prospekte frei