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Nummer 90

Mittwoch, 16. April 1930

20. Jahrgang

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an einem Strom, der in tiefem Zusammenhang nri bem Erleben des Weltkrieges steht. Der Hochplatz

1

Graf Zeppelins" Gpanienfahrt

(Eigene Drahimeldung.)

Bayerische Dolkspariei

AV

j kann der Ausschuß als besonders geeignete

worden. Für das Landungsmanöver wurden 100 Mann Luftfahrttruppen besonders ausgeb ldet. Für das spanische Königs paar, das der Lan düng desGraf Zeppelin* beiwohnen wird, ist eine eigene Tribüne errichtet worden.

Die Rabenklinpen bei Höxter an der Weser und den Ehrenbreitstein über Koblenz.

Die Rabenklippen in urdeu^chem Lande, an den Ufern desjenigen Stromes, dessen Quelle und Mündung deutsch sind, stehen wie zwei Wächter am Eingang eines hufeisenförmigen Talk'ssels, Der Platz bietet alle Möglichkeiten für künstlerische Aus- gesta^ung und gibt uns auch in der weiteren Um­gebung zusammengcfaßt dendeutschen Wald*. Die Verkehrslage ist gut.

Der E h r e n b.r c i t st e i n ist at'e historische Stätte

Eine Bedrohung des Weltfriedens.

Während der Flottenkonferenz tauchten in der enq- Uschen Presse mehrfach Nachrichten auf, daß die La- bour-Regierung bereit sei, Frankreichs Forderungen m Gen, auf dem Gebiete der Landrüstungen betr. Reserven und Kriegsmaterial zu unterstützen. Wenn diese Gerüchte auch wieder verstummt sind, so ist es roch notwendig, daß sich die deutsche Oeffentlichkeir chon letzt klar darüber wird, um was es sich bei dieser Frage der Landreserven handelt.

__ Frankreich will seit Jahren, daß auf der großen Uorustungskonferenz die für 1930 in Aussicht genom- men ist, (oder war) und deren Abmachungen dann für zehn Jahre bindend sind, lediglich für die aktiven Armeen Bestimmungen getrdffen werden, während die Reserven und das Kriegsmaterial von jeder Be- 'chränkung fernbleiben. Das heißt für die ganze

läßt alle Möglichkeiten für die Denkmalsgestaltung ^sfen. Selbst ein PArew^an könnte anaenftanzt werden^ Mit den vorhandenen S^einmauernd könnte in allmählichem Ausbau eine deutsche Ehren-Akropo- lis geschaffen werden.

ieder einmal: Panzerkreuzer B

Son unserer Berliner Schriftleitung.

I Welt: das Wettrüsten zu Lande ist, außer für Deutfch- land, frei. Da Frankreich jährlich seine Rüstungen steigert, dies Jahr wieder nm drei Milliarden Frcs^ wüsten die anderen mitmachen.

Frankreich hat eine aktive Armee von 655 700 Mann und 4 Millionen erstklassig aus- gebildete Reserven, deren laufende Setter- sörderung ständig im Auge behalten wird. Die Aus­bildung der Reserveoffiziere, um eins herauszugreifen, wird dadurch angeregt, daß alle, die zwei Drittel der angesetzten Ausbildungsvorträge pp. besuchen, auf her Eisenbahn die höhere Wagenklasse benutzen dürfen. In Frankreich selbst ist über dies Mittel viel gespottet; aber es ist wirksam. Im ersten I O^re lind nur 3000 solche Berechtigungskarten aus- I gegeben, 1928 dagegen 24 000! Die Ausbildungskurse werden also achtmal so stark besucht und damit wird die Absicht Frankreichs, die Militarisierung der Be­völkerung, gefördert.

Daß die Vormachtstellung Frankreichs in Europa in seinen ausgebildeten Reserven nebst Kriegsmate- rial. liegt, darüber sind alle dortigen maßgebenden Persönlichkeiten sich einig. Die verschiedenen Auslas- I jungen der Generale Foch, Painleve, Bourgois, De- veney, Girod, Theveneh, der Abgeordneten bezw. Se­natoren Daladier, Senac, Reiberti, Fabry u. a gip- ?eln immer wieder in dem Satz: Die entschei- dende Macht der französischen Armes beruht in ihren Reserven. Daß man auch in England und Amerika -hiervon ein klares Bild hat, dafür nux. je einen Beweis: Llovd George im Unterhaus am 5. 12. 1929:Bei einem Kriegsaus­bruch würden vier Fünftel der unter den Waffen ste­henden Leute Reservisten fein Die Fricdensarmeen iter Welt sind nur der Kern, hinter dem Reserven von fast 30 Millionen Mann stehen, oder ungefähr 10 Millionen mehr als vor dem Welt­kriege, der dem Krieg ein Ende machen sollte." -cordamerika auf der 3. vorbereitenden Abrüstungs­tagung:Die Frage der Reserven und des Materials auf Lager sind die Knotenpunkte des ganzen Pro­blems. Eine Nation, die Referves instruites und Material zu ihrer Bewaffnung besitzt, kann von Be­ginn der Feindseligkeit an offensiv werden. Eine Nation, die beides nicht besitzt, kann vor Ablauf eines Jahres nicht offensiv werden".

Hessische Abendzeitung

. Tisse ausschlaggebenden Reserven aber sollen auf .er Avrustungstouferen; überhaupt nicht erwähnt wer^n. Für Deutschland bedeutet dies, daß es um «ne Einlösung der feierlichen Versprechung der eiini- gen Gegenleistung des Versailler Vertrages und des Artikels 8 des Völkerbundpaktes gebracht werden soll; flLbt£,?"beren Staaten, daß das Wettrüsten weiter r-~fnn, Italien, das sich von Frankreich be­droht geht, hat seine R e s e r if e n, die vor dem Krie- ge etwa 1,5 Millionen betrugen, in den letzten Iah- I ren auf drei Millionen Mann gesteigert. I Jugoslawien, das sich wieder von Italien bedroht sieht, hat bereits 13 Millionen Reserven. Und so geht -das Wettrüsten in der Welt weiter. Um Deutsch­land, das keine Reserven ausbilden darf, türmen sich immer gewalttgere Masten; von Frankreichs Vasal­lenstaaten verfügen schon jetzt Polen über eine aktive I Armee von 265 000, eine Kriegsstärke von 2,2 Mill.

Mann, Belgien über 69 000 Aktive, Kriegsstärke 600 000, Tschechoslovakei Aktive 40 000, Kriegsstärke I 13 Millionen! <,

München, 16. April.

Der in der letzten Sitzung der Reichstagssra-k. tion des Zentrums von Reichskanzler Dr. Brü­ning zum Ausdruck gebrachte Wunsch nach einer engen Zusammenarbeit zwischen Zentrum und Bayerischer Volkspartei wird toi -Bayerischen Kurier", dem Organ der Bayerischen Vollspar:ei, zust.mmend besprochen.

Das Blatt schreibt: Es werde als außer- ordentlich erfreulich bezeichnet, daß in den letzten Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler und den Vertretern der Bayerischen Volkspartet im Reichstag das gute Einvernehmen wieder hergeftellt würde, das bedauerlicherweise in den heißen Kamp feu um den Koungplan Schaden gelitten habe. Zu­gleich habe die Partei durch ihre im Bewußtsein ihrer Verantwortung dem ftdbinett Brüning ge kvähr.e Unterstützung bewiesen, daß sie bereit ist, au<h Opfer zu bringen, wenn es gilt, in der prat- nscheu Politik sich mit dem Zentrum zu ver- ständigen.

Das Reichsehrenmal

Berlin, 16. Äprtl

Der Verein ReichSausschuß für das Reichsehrenmal, dem u. a. Staa smtnister a. D. Drews. Landeshauptmann Dr. Dickmann-Mün- ster. Oberpräsident Dr. Fuchs-Koblenz. Oberprästdem i sZ.ua wski-Nl ünster, Landeshauptmann Dr. Horion- ] Düstetdorf^ angebören, veröffentlicht jetzt einen Auf­ruf zur Schaffung des Reichsehrenmahls und ein j

von namhaften Künstlern (O. L. Dettmann, B. Eb- furdt, H. Hosacus, M. Rießling und W. Kreis) ver­faßtes Gutachten.

Kunstausschuß hat nach bestimmten Ge­sichtspunkten die in enger Wahl stehenden Plätze und zwar Berka, Eisenach, Goslar, Rinteln, Reiu- hardswald, Rabenklippen, Grafenwerth, Eisenholz, Ltchtcrkopf Lorch, Ehrenbreitstein und Hanmersten einer örtlichen Prüfung unterzogen. Der Gesamtheit LrberunSen hielten nur wenige Plätze stand Auch Berka,,das hier besonders genannt sein soll weil sich vorläufig die Frontkämhferverbände auf diesen Platz geeinigt haben, steht bei objektiver und rammännt fc^er Prüfung hinter fast allen anderen Vorschlägen zurück.

Nach eingehender Prüfung einstimmig zwei Stellen als Weihestätien Vorschlägen:

Friedrichshafen, 16. April.

Das LuftschiffGraf Zeppelin« ist Dienstag mittag 14,11 Uhr zu seiner zweitägigen Fahrt nach Spanien gestartet. An Bord befinden sich 16 Passa­giere, unter ihnen ein Vertreter des Reichswirtschasts- ministerimus, Ministerialrat Soltau, und der Leib­arzt des spanischen Königs, Dr. Megias. Um 14 Uhr | ertönte das KommandoLuftschiff marsch". Die Halte- mannschasten mutzteu wegen des sehr starken West­windes verstärkt werden. Um 14,10 Uhr wurde das Luftschiff nochmals abgewogen und Waffer abgelaffeu. 14,11 Uhr setzten die Motoren ein und das Schiff ging hoch.

Das Luftschiff überflog um 4,30 Uhr die fran­zösische Grenze bei Delle in der Nähe von Belfort bei starkem Regen. Auch sonst war die Wetterlage zunächst ungünstig. Ein M i st r a l, einet jener gefährlichen, besonders für Frankreich charakteristischen Winde, der im letzten Jahr den Zeppel n bekanntlich zu einer Notlandung zwang, bewegte sich genau in nördlicher Richtung das Rbonetal herunter. Die Luftschisslei- tung teilte denn auch, als sichGraf Zeppelin* um 16 Uhr über Dijon befand, mit, daß sie das Rhone­tal nicht entlang zu fliegen gedenke.

Im Laufe der gestrigen Nacht erhielt der Luft­schiffbau von Bord desGraf Zeppelin* folgende Standortmeldungen: 21 Uhr Montmorillon, 21 Uhr 25: südlich Poitiers, 23 Uhr: Küste überflogen, Rome auf Kap Ottegal, Wetter gut. 0,10 Uhr: 45 40 Brad Nord und 2,18 West. 0,40 Uhr: über Kap Finisterre.

Heute früh 4 Uhr war Kap Ortegal an der Nord- westküste Spaniens erreicht.Graf Zeppelin' gab an Sevilla folgenden Fuiikspruch:11,10 U h r d o r t eintreff en.*

Auf dem Zeppelinhafen bei Sevilla sind alle Vor­bereitungen zum Empfang des Luftschiffes getroffen

Kasseler Neueste Nachrichten

- - - .__ Kasseler Abendzeitung

th. Berlin, 16. April.

Set Reichsrat, der gestern die Steuer, und Ngrarvorlagen verabschiedete, wird heute bereits rote, bet eine Sitzung abhalten, um fich mft dem neuen Reichsetat zu befassen. Sic gesamten Ausgaben ics neuen Reichs Haushaltsplanes belausen sich aus 11,27 Milliarden Mark (int Vorjahre waren es 10,92 Milliarden). Davon bekommen die Länder 3,6 Mil­liarden.

Für den Etat der Kriegsschulden sind einschließlich des deutsch-belgischen Mark-Abkomme« 1,8 Milliar- den angefordert (im Vorjahre 1,9 Milliarden), für bie Versorgung der Kriegsteilnehmer 1,67 Milliarden (im Vorjahre 1,7 Milliarden), für Liquidationsschul- den und ähnliche innere Kriegslasten 331 Millionen.

Besonderes Interesse erweckt bzr Etat-Einsatz für die sozialen Zwecke, der fich auf rund eine Mil­liarde beläuft. Daraus ist der Posten für die Er­werbslosenversicherung mit Millionen hervorzu­heben, während im Vorjahve dafür 412 Millionen Mark eingesetzt waren. Feyner wird man fich beson­ders stark für das Reichswehrmini st erium interessieren, dessen Haushalt mit 771 Millionen (im Vorjahre 721) balanciert, Hier ist die

Streitfrage ausgetaucht, ob doch noch eine Bau. rate für den neuen Panzerkreuzer B eingesetzt

Lrerdeu soll.

Beschleunigung

-er Gaarverhandlungen

Paris, 16. April.

.Wie das gestern von der deutschen und der sran« zomchen Laardelegaiion ausgegebcne Kommuniqui besagt besteht die Absicht, nach Ostern die Ver- Handlungen in beschleunigtem Tempo wett e r z u führe n. Die Verzögerung, über btt in gewissen deutschen Streifen bis jetzt geklagt wurde, ist zum größten Teil auf Gründe zurückzuführen, die von den beiden Delegationen nicht abhängen, haupt­sächlich ist sie auf die Ministerkrifen in Frankreich zurückzusühren, die selbstverständlich eine Unterbre­chung der Verhandlungen nach sich gezogen haben.

Von Ostern ab sollen jedoch die beiden bestehen­den Ausschüsse, der Grubenaus'chuß und der Zoll- ausschuß, in eine Erörterung eintreten, für die ein bestimmtes Arbeitsprogramm aufgestellt worden ist. Der Grubenausschuß soll t. B. erörtern, ob und unter welchen Bedingungen die bekannten Pacht­verträge (Warndt-Vertrage) von Deutschland über- nommni werden können. Weitere Probleme find die Besichtigung der Bergwerke, die Feststellung bet Ruckkaufpreise und Festigung der Zahlunysb-bin- gungen. Der Zoll- und Wirtschaftsausschuß hat vor allem, die Frage zu prüfen, ob und inwie- weit eine Aufrechterhaltung der bisherigen Wirt- tchaftsbeziehungen zu Frankreich bis 1935 zugeftan- ben werden kann und welche etwaige Ueberaangs- regelnng nach 1935 zu treffen sein wird.

Frankreich verstärkt den Grenzschutz

Eigener Drahrbertchr.

Moldenhauers Etat vor dem Michsrat

(Strittige Punkte im Betchewe-retat / Gesamtausgaben 1930: 11.27 Milliarden

Thüringen und das Reich

Weimar, 16. April.

Die thüringische Staa^sregierung hielt gestern eine ausgedehnte Kabinettssttzung ab. Die befaßte sich vor allem von neuem mit den Differenzen, die noch immer zwischen dem Reich und dem Lande Thü ringen bestehen. Minister Baum erstattete einen er­schöpfenden Bericht über seinen Berliner Besuch und die Kabinettsmitglieder nahmen mit Genug'uunz davon Kenntnis, daß der Ausräumung der Schwie­rigkeiten nichts im Wege stehe.

Nach ausführlicher S8eraung legte die Regierung eine neue Antwort fest, die heute dem Reichsinnen­minister Dr. Wirth übermittelt werden soll.

Paris, 16. April.

Wie derMalin" zu berichten weiß, hat der große Generolstab die zukünftige Gruppierung der augenblicklich noch im Rheinland stehenden ftanzö- stschen Truppen endgültig fertiggepellt;. und zwar erhalten die Garnisonen von Betdun und Belfort eine außergewöhnlich starke Belegung. Augenschein­lich hielt mau diese Verstärkung des Grenzschutzes für notwendig angesichts der Tatsache, daß die neuen Festtmgsbautcu eist in einigen Jahren fertig sein werden.

Die 4. Kavallerie-Division wird ihren Sitz in Reims erhalten. Dos ihr angehövende 6. Kürassier Regiment geht von Trier nach Verdun. Das 18. Dragoner-Regiment geht von Landau nach Reims Das 4. Bataillon Auto-Maschinengewehre geht von Mainz nach Verdun, evenso wie das 4- motorisierte Tragonerbalaillon von Trier, das 24. Artillerie Re giment von Trier wird ebenfalls in Verdun Gar­nison erhalten

Die Garnison von Verdun wird in Zukunft ^lgende Besatzung erhalten: Das 5L Infanterie Regiment, das 6 Kürassier Regiment, das 4. Ba- iaitlon Automaschine,igewehre. das 4. Bataillon motorisierte" Dragoner das 74. Feld-Artillerie 'Leg-num, zio« Vatatllone des 155. Futz- artillerie-Regiments und schließlich das 25. unb 163. FkstungSart-llerie-Regiment.

Fkantteichr Werben

Immer noch die ^Apokalyptischen Reiter"

Berlin, 16. April.

Nach einer Meldung eines Berliner Mittags- blattes soll in Rom der deutschfeindliche Hetzfrlm »Tie vier apokalyptischen Reiter* ausgeführt wer­den. Don amtlicher Seite kann diese Nachricht noch nicht bestätigt werden. Es werden ledoch die erforderlichen Feststellungen getroffen werden. Der FilmDie vier apokalyptischen Reiter" ist während des Krieges in Amerika hergestellt worden. Die Amerikaner haben heute kein Interesse mehr daran, baß irgendwelche alten Filmrollen von anderen Filmcheatern noch aufgeführt werden.

Was den amerikanischen Film »Die vier Söhne" betrifft, so kann erfreulicherweise festgestellt werden, daß dieser Film nicht deutschfeindlich ist; nur an einer Stelle wird die Figur eines deutschen Offi­ziers verzerrt gezeichnet. Die Amertlaner haben ,ich in solchen Fällen bei Vorstellung von deutscher Seite ftmuer entgegentommenb gezeigt Es ist dann immer von dem deut schon Generalkonsulat in San Franzisko mit der Filmproduktion verhandelt wor­den, so baß ein besviedigender Erfolg erzielt wer­den konnte. Es ist daher anznnehmen, daß die Amerikaner, auch in Begug auf den eben genannten Film, die erforderlichen Lchrtttc untcrnebmcu wer­den. * -

Sn . den Vereinigten Ausschüssen des Reichsrates wrrrde auf Antrag des deutschnatio- nalen Vertreters der Provinz Ostpreußen die Ein­stellung einet derartigen ersten Bau - rate für das Panzerschiff B beschlossen.

Wie derVorwärts" zu wissen, glaubt, hat der Reichswehrmintster E r ö n e r in dieser Ausschußsitzung erklärt, daß er diesen Antrag begrüße und daß auch der Reichskanzler Brüning diesem Anträge sym­pathisch grgenüberstände. Es mutz nun zunächst abgewartet werden, ob diese Behauptung desVor­wärts" sich bestätigt und vor allem, ob das Plenum des Reichsrates fich heute auf den Standpunkt der Vereinigten Ausschüsse stellt.

Fernnr wird es sich bann darum handeln, ob die Reichsvegierung sich dem Standpunkte des Reichsrates anschlreßt, oder ob sie eine Doppelvorlage einbringt Demokratische Blätter glauben zu wissen, daß das Kabinett an der ursprünglichen Etatfassung festhalten wilt>, nach welcher keine Baurate und auch keine soge­nannte Anerkennungsgebühr für den Panzerkreuzer B in den Etat eingestellt war. Es würde bann also

eine Soppelvorlage an den Reichstag gehen, in welcher einesteils die Fassung des Reichsrats, nach der ein erster Vaubetrag für das neue Panzerschiff B eingesetzt werden soll, unb andererseits der Antrag I der Reichsregierung enthalten wäre, die den Reichs- I wehretat ohne eine derartige Baurate vorlegt.

lleber diese Fragen wird voraussichtlich bereits die heute stattfindende Reichsratssitzuno Aufklärung bringen.

Reichskanzler und