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Montag, 14. April 1538 J

Raffeier Neueste Nachrichte«

Seite 4-2. Beilage

Kleine Reiseerinnenmg

Macao, ein Paradies der Schmuggler, Spieler nnb Mber

OerPressemajor

politische Zeitschriften

befohlen, den Hungerstreik der Frau Hanau, der bet Fortsetzung zum Tode geführt haben würde, zu unterbrechen und durch vielleicht unangenehme, aber durchaus ungefährliche Maßnahmen der Zwangser- nährung ihr Leben zu retten. Demgegenüber betonte ein anderes Mitglied der Akademie, daß ein Arzt nichts obne Einwilligung des Kranken tun dürfe. Er berief sich aus den Fall einer Patientin, die sich wei­gerte, sich einer Operation zu unterziehen. Daraufhin

Macao, die portugiesische Kolonie, die die älteste europäische Ansiedlung in China darstellt, wird von ihrem jüngsten Erforscher, dem Amerikaner Ale ko E. Lilius als dieverruchte Perle des Orients" geschil­dert, als ein halb portugiesisches, halb chinesisches Paradies von Piraten und Räubern, Spielern und Schmugglern, sowie von Flüchtlingen aus allen Tei­len der Welt, die sich dem Arm der Gerechtigkeit ent­ziehen wollen.Die äußere Erscheinung dieser wun- dervoll gelegenen Stätte," schreibt Liliusist so un­schuldig "wie die einer schönen Kirchgängerin am Ostermorgcn. Hinträumend an einer vcn hoben Ber­gen umgebenen Bucht, dehnen sich die langen Reihen der rosa, blauen und gelben Häuser wie ein lieb­liches Idvll. Rur die Tausende von Dschunken und anderen Schissen im Hafen erinnern aber daran, daß Macao einst eine sehr wichtige Handelsstadt war, so bedeutend, daß die Holländer und die Briten nach ihr begehrten. Macao würde heute für die Regierung in Lissabon nur eine schwere Last bedeuten, wenn es sich nicht zu einer Goldmine durch seine Opium- und Spielhöllen und seine Hunderte von öffentlichen Häu­sern entwickelt hätte. Von den Reisebüros w.rd Macao alsMonte Carlo des Orients" gepriesen, aber es zeigt nur sehr wenig Aehnlichkeit mit diesem berühmten Ort an der Riviera. Hier gibt es kein palastartiges Kasino, sondern nur große Schuppen, die von einem Publikum besucht werden, das keine Abendtoiletten trägt An einem warmen Sommer- tage drängen sich , hier zum Spiel und Opiumrauchen halbnackte Kulis, staubige Landleute und unheim-

mußte von der Operation Abstand genommen werden, und obwohl sie dadurch sicher gerettet worden wäre, mußte der Arzt untätig ihrem Sterben zusehen. Rach Acbards Anschauung hätte die Patientin gegen ihren Willen chlorosormiert und dann operiert werden müssen, um ihr das Leben zu retten. Die ?lnsichten standen sich so schross gegenüber, daß man noch in einer zweiten Sitzung der Akademie diese schwierige Frage erörtern will.

Major schweitzer, der Vorsitzende der Pressekonferenz beim Auswärti­gen Ami, Autor des wichtigsten Buches über den Sudan-Abenteurer Emin Pascha, Förderer der Polarforschung, Organisator des Deutschen Ostasia­tischen Prefsevfenstes, wurde anläßlich seines 80. Geburtstages zum Ehrenmitglied der Deutsche q Gesellschaft für Zeitunaswigeuschaften ernannt, i

H. 8p. In wirkungsvoller Weise eröffnete gestern der Gau Kassel im Bund Deutscher Radfahrer die diesjährige Kasseler Radsport-Saison mit seinem Einerstreckenfahren über 104 Kilo­meter. Gleichzeitig wurde der Wanderpreis der Kasseler Neuesten Nachrichten zum 4. Male ausgesahren. Wir wollen gleich betonen, daß wohl selten in K a s s e l

ein derart scharfes und spannendes Rennen wie gestern morgen über die gewiß nicht leichte Strecke Niederzwehren Gudensberg Fritzlar Netze Sachsenhausen Freienhagen Wolfhagen Ehlen Rothenditmold gefahren worden ist. Vergleicht man die vorjährigen Zeiten auf derselben Strecke mit den gestern erzielten, so ergibt sich

scheu Sachsenhausen und Freienhagen wird dann F. Klinge auch nochabgehängt" und nun legen Drumm und Rabenau erst richtig los.

I« 40 Km.-Tempo (!) sah«» dies« Beide» ei» prächtiges Re»««»

und die Frage ist nur: Wer schasst es bis zum Ziel? Datz eine hervorragende ^eft herauskornrnen mutz, war natürlich jedem klar. W o l f h a g e n wird 9,50 durchfahren. 5 Mi­nuten später erscheint F. Klinge auf der Bildfläche und weite« 3 Minuten später Barthel. Wir haben viel Zeit verloren und sausen nun Anter den beiden Ausreiher» Drumm und Rabenau her. I st h a, Ehlen. Dörnberg. Harleshausen, Rothenditmold ... Das Ziel! Wie überall aus der Strecke, ist auch hier das Interesse groh. Schwarz von Menschen di« Strafe«!

Am Ziel in Rothenditmold

«in« große Zuschauermenge, di« mit Ungeduld bi« Fahrer erwartet. Kaum sind wir da und haben die vielen Kragen beantwortet, kommen auch schon die beide« unverwüstlichen Fahrer selbst: Einträchtig iireben Rabenau und Drumm dem Zielband entgegen. 3:11,10 ist die Zeit des Siegers Kurt Rabenau vom Stahlradklub, dichtauf, eine halbe Länge, folgt Drumm von derReichsbah«.

Siebenen bet damit den Wanderpreis der Kesseler

Reuesten Nachrichten für des Jehr 1930 gewonnen.

Unsere« Glückwunsch! Auch bie übrigen Fahrer verdienen ei« Gesamtlob für ih« tapse« Fahrweis«. Alle habe« sich als faire Svortskamerade« er­wiese« und für den R a d s p o r t in bester Weise gewor­ben! Abgesehen von kleineren Stürzen ist das Gan- Eröffnungsfabren sonst ohire jeden Unfall verlaufe». Di« Stratzen waren besser, als man erwartet hatte. Am Sonn­tag abend fand im Elubhaus des R. C. 99 Rothenditmold eine Siegerfeier statt. Bon Interesse dürfte «och sein, datz die vier ersten Fahrer Ballon reifen fuhren.

Phot. Ewald Oemler=Kassel

Kurt Rabenau

Ter Sieger des Gau-Eroffnungsfahrens nm gestrigen Sonntag und Gewinner des Wander­preises der Kasseler Neuesten Nachrichten für das Jahr 1930.

Das war eine Rekord-Fahrt!

Oer Gau Kassel (B.O.R.) eröffnet die Radsport-Saison / Rabenau (Stahlradklub 94) gewinnt den Wanderpreis der Kasseler Neuesten Nachrichten in hervorragender Zeit

liche Verbrechergestalten. Deshalb ist Macao sehr viel interessanter als Monte Carlo und alle anderen Spielhöllen der Welt, aber es ist auch gefährl.cher und nervenausreibender.

Der Ruf dieser Kolonie ist der denkbar schlechteste, so sehr man ihn auch zu verheimlichen sucht. Ein Ge­lehrter, der vor kurzer Zeit eine Geschichte der Kolo­nie schrieb und darin das Spiel- und Opiummonopol als die wichtigsten Einnahmequellen nannte, müßte nach Hongkong flüchten, weil man ihm nach dem Leben trachtete, und die ganze Auflage seines Wer­kes wurde von der Regierung aufgekauft und ver­nichtet. Die Spielleidenschaft wütet aber nicht nur unter den Besuchern der Spielhäuser, sondern unter der ganzen Bevölkerung. An jeder Straßenecke sieht man Gruppen von Männern, Frauen und sogar Kin­dern, die auf einer Matte würfeln, und in jedem Tempelhof wird gespielt, dicht neben einer Betenden oder dem Weihrauchgefaß. Diese Spieler brauchen keine 'Abgaben zu zahlen, da es nur um wenige Kupfermünzen geht, aber in den privilegierten Spiel­höllen, wo große Summen gesetzt werden, müffen riesige Abgaben gezahlt werden. Man schätzt die Ein- nahmen auf weit über eine Million Dollar. Die Chinesen verspielen oft ihren letzten Cent und betteln dann auf den Straßen um einen Dollar.

Opium-Charlie, der zwei Frauen hat, aber wenig für sie sorgt, wendet sich immer wieder an mich mit der Bitte:Herr, gib mir einen Dollar, muß Esten kaufen." Erhält er ihn aber, läuft er spornstreichs zum Spiel.

Dars der Arzt gewaltsam das Leben retten?

Hat der Arzt das Reckt, Gewalt anzuwenden, um das Leben eines Patienten zu teilen ? Mit dieser Frage besckäftigte sich die Pariser Akademie für Me- dezin in einer Sitzung, in der es sehr lebhaft zuging. Tas Problem ist wieder einmal aufgeworfen worden durch den Hungerstreik der Frau Hanau, die, als sie int St. Lazare-Gefängnis die Nahrungsaufnahme ver­weigerte, nach einem Krankenhause überführt wurde, in dem der leitende Arzt Dr. Achard eine gewaltsame Ernährung bei ihr durchführte. Dr. Achard, einer der führenden Chirurgen Frankreichs, ist zugleich Gene­ralsekretär der Akademie für Medizin. In der Sitzung verteidigte er seine Handlungsweise, indem et betonte, daß das erste Gesetz für jeden Arzt die Heiligkeit des Menschenlebens sei. Aus diesem Grunde dürfe ein Arzt nicht dulden, datz einer sei nct Patienten Selbstmord begehe, wenn er ihn ver­hindern könne. Sein ärztliches Gewissen habe ihm

Oie Ergebnisse:

1. n«d G«wi»»«t beS Wanderpreises ber »effelet Neueste» Nachrichte» für das Jahr 1930; Kurt Rabenau (Stahlradklub 94) 1:11.10 Sw. !!

2. Fritz Drumm (Reichsbahn-Turn- nnb Sportverein) 3:11,11 Std.. dichtauf. !!

3. Ferdinand Klinge (Nordstadt) 3:21.38 Std.

4. Fritz Barchel (Reichsbahn-Turn- und Sportverein) 3:27.06 Ltd.

5. Albert G-tzrn-nn fR. C. 99 Rothenditmold) 3:28,50.

8. Bruno Serines (Reichsbahn-Tnrn- und Sportverein) 3:33,01 Ltd.

7. F. Blumen stein lStablradklnb 94) 3:33,02, dichtauf.

8. Surt Bischof lR. C. 99 Rochendftmold) 3:34,20 Std.

9. Willi «ratz (R. C. 99 Rothenditmold) 3:37,22 Std.

10. Emil Müller lEinzelfadrer) 3:42,45 Std.

Auto und Motorrad

End« der Seckstagefahrt für Motorräder.

24 Maschinen strafvnnktsrei.

Die 144-Stnndeukahrtder M o t orr 56e r anfbe« Nürburgring wurde am Son n t a «beendet. Bon den ch gestarteten Maschinen bewalttgten nur 32, davon 24 straf« puuktfrei, das schwere Rennen. Bon dem Teams bliebe» nur drei, Züudavp. DKW und FR straspunkftrei. Bei den Ein,esfastrern erhielten drei DSU, je zwei. D-Brktorlauu» Züudavv und je ein DKW. Peugeot. Standard und Thor« ttnr {einen Sirafpttttfi. Insgesamt wurden 21a 674 Ätu zu/ückgeleat. Der gesamte Betriebsstofsverbrauch beitn-i 10 800 Liter.

Hockey

H. C.Schwarz-Weife" «. s. B. Marburg 2:0 (1:0). ' am Sonntag standen sich die beiden eben «enatreten Bereine ans den Waldauer Wiesen gegenüber. Dem Hocken-Elnb Sasse! glückte es, sich für die in Mar, borg erlitten« 2:1 Niederlage in revanchiere».

Die Zeitschrift steht nach Aufgabe und Zweckbe­stimmung Mischen der Tageszeitung und dem Buch. Sie ist nicht so stark wie die Zeitung an das Tages­ereignis gebunden, sie kann die Dinge mit größerer Distanz betrachten, aber sie braucht doch nicht im glei­chen Maße wie das Buch auf den Anschluß an die Ge- schehniste zu verzichten. Wird diese Sonderstellung und werden die Sonderausgaben, die stch daraus ergeben, richtig erkannt, so wird auch der politisch interessierte Leser gern in der Zeitschrift eine wertvolle Ergänzung seiner Zeitungslektüre erkennen

Eine der lebendigsten politischen Zeitschriften, die wir heute haben ist nach ihrer Umstellung die bei E. Diederichs (Fena) erscheinende MonatsschriftDie Tat". Sie will mithelfen bei derGestaltung einer neuen Wirklichkeit", sie will die Kräfte der Mitte zur Aktivität sammeln" undder Krise unserer Zeit entgegentreten durch die junge Generation". Man wird ihr rühmend nachfagen dürfen, daß sie mit Tem­perament und zugleich mit sicherem Instinkt für das Wesentliche diesen Zielen nachstrebt. H. I. Schoeps arbeitet im Aprilbeft die Idee der neuen Mitte" in überzeugender Klarheit heraus und errichtet zwischen ihr und den mechanisch-konstruktiven Bemühungen um eine Mftte eine Scheidewand. E. Wirsings Versuch, denStandort des Bauern" zu umreigen, verdient

ebenso wie Kobalts Ueberflcht über die Zugendbunde besondere Beachtung. Im März-Heft hatte Ferdinand Fried einen glänzend geschriebenen Artikel über die Haager Konferenz veröffentlicht, der mit überraschen­den historischen Parallelen aufwartete.

DiePreußischen Jahrbücher" (bei G. Stille, Ber­lin), traditionsreich, aber nicht von der Tradition in ihrer geistigen Regsamkeit gehemmt, bringen in ihrem April-Heft eine Abhandlung I. V. Bredts über das Volksbegehren". Die staatsrechtlichen und allgemein- politischen Betrachtungen des Marburger Universi­tätslehrers verdienen um so mehr Beachtung, als Bredt bekanntlich inzwischen das Reichsjustizministe­rium übernommen hat. Sehr instruktiv ist auch H. E. Erdmannsdörffers Darstellung der Wahlrechtsreform- Versuche. Bedeutsame Wirtschaftsfragen erörtert Her­mann Schumacher in seinem Artikel$er Londoner Geldmarkt". Zn dem März-Heft war vor allem das historische Gebiet bestellt worden. Aus dem Nachlaß des Marburger Geologen Carl E. Ochsenius wurden Unterhaltungen mit Bismarck" veröffentlicht, wäh­rend Johann Saß aus den Akten Bismarcks Peters­burger Bericht über den jungen Holstein ausgegraben hatte.

Die von dem Hamburger Professor Mendelssohn- Bartholdy betreutenEuropäischen Gespräche" (bei Dr. W. Rothschild, Berlin-Erunewald) bringen nicht nur hervorragende Darstellungen außenpolitischer Fra­gen, sondern sie machen sich dem ernsthaft polftisch In­teressierten vor allem auch durch die tiug ausgewahD

BeimKelsen der Affen^

Ein Leser schreibt uns:

Hoch oben im Atlasgebirge Nordafrikas, in ab- aeschiedener und malerischer Gegend, steht aus einem Festen das Weiße Gebäude eines Luxushotels, des­sen Preise bei weitem noch diejenigen der Hotel- paläste an der Riviera überff eigen. Es scheint, dag die Menschen sich die Nähe der Affen gerne etwas kosten lassen, denn dieser Ort beißtDer Felsen ber Affen". Wir begeben uns von dort einige Kilometer weiter ins Gebirge bniauf zu einem Back, den die Affen allem Anschein nach als Tränke bevorzugen. Die geschäftstüchtigen Franzosen haben auck hier em Hotel aufgebaut, das allerdings um vieles bescheidener ist. Das Haus, die Terrass'n und die Bäume herum sind von Assen buchstäblich belagert. Es sind kleine bebende Affen, die lustig und zutraulich ihr Wesen treiben, trs gibt Pfiffige verschlagene und fchadenfrohc Kerle darunter, die den oanzen Tag über nichts Besseres zu tun haben als Fangen zu spielen, sich gegenseitig wie Kinder zu zerren und manchmal auch zu verprügeln. Gegen die Mittagszeit kommen fie von den Bergen beni'ticir und versammeln sich auf den Dächern und Bäumen. Die Angestellten des Hotels und die Gäste werfen ihnen große Stücke Brot zu, um die unter den Affen cm heißer Kampf entbrennt. Ha: einer von ihnen ein Stück erbeutet, flüchtet er da­mit in Windeseile auf einen Baum. Cm anderer thm nack Die Hetzjagd geht nun von Baum zu Baum und von Dach zu Dach. Sie laufen an oen Stämmen und Arsten entlang, wippen aus _ den Zweigen und lasten fick auf das Dach herab, sprin­gen wie Gummibälle wieder in die Höhe und net­tem im Nu bis in die höchsten Wipfel der Bäume. Der Stärkere siegt Hat er feinen schwächeren Ver­folger- eingeholt, reifet er diesem mit den Armen oas Brot aus dem Maul. Persucht dann der Be­siegte sich wieder ein Stück von der verlorenen Beurc zu ergattern, bekommt er eins mit der Tatze von seinem Widersacher, daß er vor Schmerz laut ausschreft Einer war besonders amipaziflstisck, denn er ging mit einer großen Rute in der rechten Vorderpfote au, Jagd. Gegen fünfzig Affen kom­men des Morgens, zu Mittag unn Abend vor dem Gasthaus zusammen. Stille und Nachdenkliche, Laute '.md Trausgängerische, Herdentiere und solche, die abgesondert von den anderen einsam sitzen

ten Dokument« zur ZeitgMich^. außenpolitisch«, Zeittafeln und eine jorgfathg zusammengestellte Bibliographie unentbehrlich. Von den in den letzten Heften veröffentlichten Artikeln verdienen das von O. Forst de Battaglia entworfene Portrat des Grafen Andrasty, Georg Cleinows sehr sachkundige Darstellung des mandschurischen Problems und die temperament­vollen Ausführungen des Herausgebers über bte eng» lische Politik (im Januar- und Februar-Heft) beson­dere Erwähnung.

Allgemeines Deutsches Kommersbuch. Ursprüng­lich heransgegeben unter musikalischer Redaktion von Friedrich Silcher und Friedrich Crk. Redigiert von Prof. Dr. Ed. Heyk. Moritz Schauenburg, Ber- lagslmchhandlung, Lahr (Baden).

Das bekannteste deutsche Liederbuch, besten Ge­hurt in das Jahr 1843 fällt, erlebte soeben eine Jubiläumsauslage, die 144. bis 150. Auflage. Wir geben dem beliebten Kommersbuch die Worte mit, die Dr. Heyck, fein ständiger Bearbeiter, ihm wid- inet:Möchte das Kommersbuch in dem Sinn, den es bisher bewahrt hat, fortfahren, zu sein, was vte ersten Herausgeber erhofften, »ein Volk-Buch und ein deutsches Buch". Möge es auch weiterbin Helsen, den Geist, der über der studentischen Ge- selllgkeft waltet, vor banausischer Selbstgefälligkeit zu bewahren, und umgekehrt den studenftschen sang ein Stück akademischer Fröhlichkeit und Beson­derheit überhaupt als herzbefreiendes köstliches Gut in wette lebendige Schichten der Allgemeinheit tragen. Es möchte auch fernerhin eine vielseitige Illustration akademischen Geistes und Lebens bar­st £cit, einen Jungbrunncht unverzagter und frb scfter Art, eine stimmungsvolle Begleitung durch bte studentischen Jahre und ebn Buch der Mitnahme fürs fernere Loben, in allem aber so gehalten, datz Ernst Moritz Arndt, besten ehrwürdigen Manen es gewidmet bleibt, auch weiter von ihm sich bi« Früchte aus der schönsten Wirkung des deutscher, Liedes hätte erwarten dürfen."

sch« Meiftersechteriu Frau d« Boers mit 10:2 Treffer».

*

Die süddeutsche »«menf «eitet «»eft wurde in ber Hanptklasse eon Helder l=®tutt«ott vor Kapp» München uudirn Manuschastölaufen vom Eilenbahnspoit» oerciu Stuttgart gewonnen.

Die deutsche Davisvokal-Mannfchafl für das Spiel gegen England ist mit »renn Dr.LanLmann. Dr, «leinschroth und Dr. Dessari beicei morden. Preni, und Sandmann bestreiten die Einzelspiele.

eine Verbesserung von über einer (!) Stunde!

Uebcrhanpt haben die 10 ersten gewerteten Fahrer gestern eine bessere Zeit herausgeholt, als der Sieger im Jahre 1929! Schon daraus kann matt das erzielte Tempo dieser Rekordfahrt am besten er- fennen. Zlvei Fahrer haben durch ihre überragende Schnelligkeit und Ausdauer das Rennen zu einer wirklichen Prüfung gestempelt! Rabenau (Stahl­radklub 9 4) und Drumm (Reichsbahn), die von Anfang an die Führung innehatleit, und die, nachdem ihre schärfsten Konkurrenten, wie Gotzmann, Klinge, Barchel, Kerines usw. dem mörderischen Tempo zum Opfer gefallen waren, unangefochten ihr Rennen nach Hause fuhren.

Im Endspurt siegte schließlich Kurt Rabenau in 3:11,10 Stunden, dichtauf folgte Drumm.

Erst 10 Minuten später kam als 3. Ferdinand Klin­ge (Nordstadt), der bis Sachsenhausen mit die Spitzengruppe gebildet hatte.

Der Verlauf des Gau-Eröffnungsfahrens.

Zivanzig Fahrer, darunter di« bekannteste« aus dem Gau, stellten sich Sonntag morgen um 7 Uhr dem Fahr- ivart ?(. G a st. Trotz der Kühen Morgenstunde haben sich viele Freunde des Radsports am Start vor Park Schön­feld eingesnuden. Zahlreiche Autos und Motorräder wol­len den Fahrern das Geleit geben. Die Vorberedungen nehmen naturgemäfe einige Zeit in Ansvruch und 7,20 Uhr wird das Feld aus die Reis« geschickt. Bis zum Ausgang von Niederzwehren bleibt das Rennen neutrali­siert. 7,30 beginnt die Fahrt. Geschlossen geht es bis Holzhausen (7,49), wo sich eine 12 Mann starke Spitzengruppe unter Führung von Drumm (Reichsbahn), Rabenau (Stahlradklub 94), Gotzmann (R. C. 99 Rothenditmold) und Ferdinand Klinge (Nord- ftadt) von dem übrigen Feld löst und i» scharfem Tempo Gudensberg zustrebt. Hier stürzt Gotzmann und drei Fahrer, Ferdinand Klinge, Drumm und Rabenau trennen sich auch von dieser Gruppe

und durchfahren geschlossen 8,21 toit Fritzlar.

Ei«« Minute später folgen Gotzmann. Barthel (Reichsbahn), Kerines (Reichsbahn) u. F. Blumen- stein (Stahlradklub). Im 30 Km.-Temvo, das sich «och weiter steigert, führen nun abwechselnd Rabenau, Drumm und F. Klinge vor der 2. Gruppe mit Gotz­mann, Barthel, Kerines und Blumenstein über Geis­mar. Wellen (8,37), Bergheim (8,44). Hinter Affoldern (8,49) stürzt Rabenau in einer Kuiwe, ist aber gleich wieder vorn. Buhlen wird 8,53 durch­fahren, Netze 9,05.

Immer noch liegen Drnmm, Rabenan nnb Klinge unangefochten an der Spitze.

Boll« 3 (!) Minuten später tomnrt erst die 2. Grupp«. Die Spitzengruppe fährt ein unglaubliches Tempo, so datz unfer Oberleitungswagcn sich dazu hatten muh. Zwi-

Was gibt es Heues?

Die Bndavrfter 33er, ein« Bernfsspftlermanno fchast. wnrd« von Schwabe» Angsbnr« 3:0 geschlagen.

*

Das A nt - mobilr « n » «,» »m die ..MO Meften von Brescia" wurde von Nnvolari-Gindottt -ns »li- Ro­me» gewonnen. Earraciola-Werner enf Mercedqns-Beni belegte« «nt den sechsten Platz.

*

Bei der R « d fe r n f - h r t Rn » » n « 81 * 6 f * * siegt- der Belgier «ondnel vor feinem Landsmann $eftoe. Di« teilnehmenden deutschen Berufsfahrer konnten keine Rolle spielen.

Für das Endspiel nm »fe.Dentf»« Rngtzn- meistersch-st haben sich R. Ges. HeSelberg und Cbin Hannover anal >fi,irrt. An der Zwz'chknrvnd« schlug Selber« den ÄSE. Leipzig 11:3. während Obre über 6t» vorjährigen Deutschen Meister Sitton« Hannover 8J siegte.

Jur Handball-Stadt ei» lef DarmstadtFrank- fnrt siegte« die Frankfurter überraschen» 5:4. nachdem Me Darmstadter bei der Paule mit 4:2 geführt hatten.

Vosen

Borlvort 20 Dortmund siegt 12:2 über len Kasseler ' Svortekw 03.

IM WWi G

SC W Kaftfel statt. Die Kasseler konnten sich ttitbt durchsetzen und unterlagen tm Gesamtergebnis mit 2.12.

Slasch (D) schlägt Bauer («) durch tC< 6tt°t a m : Uhwis (D) wird Punktsieger Liber Ho. e t> e r :i')gges (K) gewinnt über Dafttg (D) na» t: Schmedes (D) wind Punktsieger über Li. f * tut iVtc8?": Dreitzig (D) schlägt Till (St) in der 3. E'ch°'Der Dortmunder Letchtgewichtler Trtvve blieb Punktsieger über Wirth (St). _. ,

& d) w e i : Snitöc (D) ounftit St tt 6 tt f ()