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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

ÄnietgenDreife: GklÄäftr. und ftumtiten-tflneettten bte 80 mm Sdle 11 dfennfg RIehte SttsefBen ew» Raffel das Won 7 4. Auswärtige Kleine Anzeigen die SO mm breite .-feile 11 4. «n,.eigen ,m «eklameteil die 78 mm breite Seile 45 4 Cftengebübr 25 4 «bei Sufteaung 85 41. - ftftr ba» «rftbeinen von Anzeigen in bestimmten Ausgaben, an befonbeien Platzen und für telephonisch erteilte .Auftrage keine <^:wabr. Rech­nungsbeträge innerhalb von 5 Tagen zahlbar. Übericuieuanb Kassel. Poftscheckkouw Sranffun a. M. 638a

Nummer 63

Einzelpreis: äSortientaqS 10 Pfennig

SonnabendSonntag, 15./16. März 1930

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig

20. Jahrgang

Reichssparprogramm wird vorbereitet!

Ser Svarkommiffar unterstützt den Reichefinanzminister / Keine Wohnungsbauanleihe / Moskau stoppt die Kollelttviernng / Krise in Warschau

genehmigten Ausländsanleihe für den Wohnungsbau / der Parteiidee in der KollektivWirtschaftsbewegung

Franveichnnd dichoung-Abkommen

(Eigene Drahtmeldung.)

Scrttn, 15. Mörz. Tas vrruß'schs Stitatsministe- rium ist vom Landtag ersucht worden, bei der Reichs- reacrunq zu beantragen dnch b'efc eine (artgifriftiqe Anleihe für den Wohnungsbau erwirkt.

Der ReichSarbektsminister hält es jedoch bei der derzeitigen Geld- und Kapitalmarktlage für a u s g e - schlossen, zum jetzigen Zeitpunkt eine Wobnungs- Lauanleihe aufzunchmen. Bon der bereits tm Vorjahr

vorgekommen sind, und macht es den Parteiorganr» sationen zur Pflicht,

Ar» die an einige» Orten wahrg-uoMiN-uc Anwendung von Zwangsmitteln bei der Sol- leektivierung einen entschiedenen Kamps zu führen.

Warschau, 15. März. Die halbamtliche Presse gibt bekannt, daß der Wortlaut des dentsch- polnischen Handelsvertrages ae Freitag ee® Gesandten Rauscher und de« polnischen Bevoll- «ächtigte» Twardowski endgültig keftgelegt worden sei. Za politischen Kreisen heißt es, daß die Regierungskrise auf die Unterzeichnung des Vertra­ges nicht einwirke» werde, da Twardowski zur Uater- zeichusng ermächtigt sei.

wobei aber gleichzeitig die beharrliche Arbeit zur Einbeziehung der Bauernschaft in die Kollcktivw rt schäft auf der Grundlage der Freiwilligkeil und zur Festigung der bestehenden Kollektivwirtschaften wei- teraeführt werden soll. Die Haupdaufnerkfamkeit müsse der wirtschaftlichen Verbesserung der Kollektivwirtschaften und der Organisterunq der Feldarbeiten zugewandi werden. Das Zentralkomi­tee erteilt die Vorschrift die Ueberleirung landwiit- schaftlächer Artels in landwirtschaftliche Kommunen cHne Bestätigung der obersten Ortsbehöroen nicht zuzulassen und begangene

Fehler auf dem Gebiete der Entziehung des Wahlrechts

wieder gutzumachen. Von der Regel der N i ch t z u - lassung von Kulaken und anderer Personen, denen das Wahlrecht entzogen ist, in die Kollektiv­wirtschaften ist eine Ausnahme für die Mitglieder solcher Familien zu machen, denen der Sowjetmacht treu ergebene rote Partisanen, Rotarmisten oder Dorf- schullehrer angehören, vorausgesetzt, daß diese eine Bürgschaft für die Mitglieder ihrer Familie über­nehmen.

Ferner untersagt das Schreiben die Schließung der Märkte, ordnet die

Wiederherstellung bereits geschlossener Märkte

an und fordert, daß den Bauern, darunter auch den Mitgliedern von Kollektivwirtschaften die Märkte zum Absatz ihrer Produkte freigestellt werden.

Im zweiten Teile des Schreibens beschäftigt sich das Zentralkomitee mit der religiösen Frage und gibt ihr hier folgende Vorschriften: Die

Schließung von Kirche» ist nur im Falle eines tatsächlichen Wunsches der überwältigenden

Mehrheit der Bauern zuläsfig.

Personen, die sich der Verhöhnung der religiösen Ee- fühle der Bauern schuldig machen, müssen aufs strengste zur Verantwortung gezogen werden.

Eine unsichtbare Armee fast zwei Millio­nen, von denen, die Deutschland hinausgeschicki hatte, k e h r t en nicht zurück.. Und neben ihnen die unsichtbaren Heere der anderen, Frankreichs, Eng­lands, Italiens und Rußlands. Auf elf Millionen schätzt man die Zahl der Toten, die der Weltkrieg gefordert hat. Wie viel Leid und Trauer verbirgt sich hinter diesen Zahlen, und wie viel seelische Rot haben jene Jahre geboren!

Die Frage nach dem Sinn des furchtbaren Opfers stand damals-bei der Heimkehr riesengroß vor uns, die wir zurückkamen, und vor euch, die ihr uns will­kommen hießet. Wozu das alles? Können, dürfen alle diese Opfer vergeblich gebracht sein? Und heute, zwölf Jahre später, ist heute eine Antwort auf diese Fragen gefunden worden, oder hat man vergessen, nach diesen Antworten zu suchen?

Das unsichtbare Heer

Gedanken zum Volkstrauertag.

W. P. Und dann war das Ende gekommen. Das bittere Ende des vierjährigen Krieges, lieber die großen Rheinbrücken marschierten die deutschen Trup. Pen. Regiment auf Regiment, Batterie nach Batte­rie, Kolonne Himer Kolonne.

»Seht ihr sie? Unsichtbar schweben über ihnen die Geister derer, die draußen geblieben sind, ein zwei tes Heer über dem sichtbaren ersten. Und es ist fc. daß fast aus jeden Lebendigen zwei Totc kommen... Die Menschen, am Rande gesäumt, füfv len ihre Anwesenheit an dem bitteren Aufwallen das aus der Seele kommt. Und jeder Musketier, je­der Füsilier, jeder Grenadier, Kanonier und Pio nier spürt einen zur Rechten und einen zur Linken und einen vor sich und einen hinter sich, der nicht mehr da ist, und der dennoch in der Kolonne mar­schiert ...

Pferdehufe klappern, Stiefel dröhnen das dumpfe Rumpeln der Geschütze. Scharfe Kommandos aufblitzende Augen. Und über allem das Wogen der Glocken vom Turm zu Turm, über die Dächer, bte Plätze, die Menschen und den Fluß. Und irgendwo als ein Gruß von jener unsichtbaren Armee, als eine Antwort nach oben, ein Abschiednehmen und eine stille Hoffnung irgendwo klingt es: kann dir die Hand nicht geben, bleib du im ewigen Leben, mein guter Kamerad.

So schildert Werner Beumelburg, der deutsche Ge­schichtsschreiber des Weltkrieges, diese Heimkehr.

Berlin, 15. März.

'' Die bet Demokratische Zeitungsdienst mitteil:, sind int Reichsfinanzministerium die Vorarbeiten für das große Reichssparprogramm, das der Reichsfi,urnzminister gemeinsam mit »ent ReichSspar- kommiffar vorlegen will, eingeleitet worden. Es find Richtlinien aufgestellt worden, nach denen die Ein zelheUen des Programms festgelegk werden.

Durch die preußischen Anträge zur Justizge feßgebung wird einer der Punkte dieses Sparpro gramms demnächst verwirklicht werden. Ferner wird eine Vereinfachung der Verwaltung durchzufnh ten sein, und zwar in Verbindung und unter Anna herung an die Länderverwaltunge.t. Weiterhin ist notwendig eine möglichste Vereinfachung der Steu­ergesetzgebung und bet Steuerverwalung. Z erörtern bleibt die Uebertraqunq der Bauverwal t»ng und des Reichswafferschntz'-s einschließlich ihres Beamtenapparates an die Länder zur Bereinigung mit ihrer Bau- und Polizeiverwaltung. Gegen der artige Pläne machen fich aber bei den einzelnen ReichSreffotts noch Widerstände geltend.

Eine Venvaltungsreform für die Arbeitslosenver- ficherung ist erneut geplant. Dringender Reform be Vars auch das Bersorgungsgeseti. Endlich soll ein Sparprogramm für das Retchsheer und die Reichsmarine festgelegt werden.

daß die Regelung aller unerledigten französtsch-italie- nischen Meinungsverschiedenheiten erfolgen mutz, be­vor ein französisch-.talienischer Vertrag abgeschlossen werden kann. Sie zeigen in diesem Punkt, der sehr komplizierte Probleme berührt, die gleiche Festigkeit, wie in der Frage der Parität.

Die Tatsache, daß in der französischen Denkschrift bet den Mächten, mit denen ein Krieg undenkbar sei, Italien nicht genannt wurde, hat anscheinend

abkühlend aus die anfangs entgegenkommende Stimmung der italienischen Delegation gewirkt.

Macdonald und die amerikanischen Delegierten wür­den Zugeständnisse von italienischer Seite zwar sehr begrüßen, wagen aber nicht, einen zu starken Druck auszuuben, der indirekt die allgemein fast übertrieben ^kannten Ansprüche Frankreichs begünstigen

Die Warschauer Krise

Unterzeichnung des Handelsvertrages nicht gefährdet.

Warschau, 15. März.

In der gestrigen Sitzung des Sejm wurde der mi'nUte, sVJW"d Segen den Arbeits- Minister Prystor mit den Stimmen der Sozial­demokraten, der Nationaldemokraten eines ^eils^ der

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I" ihren Kommentaren hebt die Presse hernnr Professor Bartel durch fein Verhalten lelbft f-i^n Sturz verschuldet habe. Obgleich in den Rechen der Opposition ursprünglich nicht die Absicht beftand" s. Gesamtkabinett das Vertrauen zu entz eben sei Entwicklung der Dinge von bet Regierung gefordert worden. Jetzt gelte das Mißtrauensvotum wie mehrere Linkszraktionen deutlich betont hättet' dem gesamten Kabinett und dem System. "

2^ die Männer am Maschinengewehr oder am Fernsprecher, am Geschütz oder am Schereniernrob! ttotz aller Widerfinnigketten dieses Kriege^L^en hieß, war das Pflichtgefühl. Das Pslich-geM?

"er Überzeugung, mtt d^ Kameraden, nut dem ganzen Volk» .

verlande durch das Schicksal m einer engen ie me-nschaft verbunden zu sein. Die (SrfüKunn Michten fordert von jedem emzelne?^"^.^^

konnte nur ein verschwindend kleiner Bruchteil bis­her untergebracht werden. -

Aussicht auf Verständigung?

th. Berlin, 15. März.

Bei den interfratttonellen Besprechungen, bte zur Zeit wieder lebhaft int Gange sind, hat es sich einmal um die Finanzfrage, zum anderen um das Agrarprogramm gehandelt An den Finanz­besprechungen nehmen jetzt auch wieder Vertreter der Deutschen Volkspartei teil.

In der gestrigen Besprechung hat man sich wieder einmal um die Ausgabensenkung und um die künftige Steuersenkung unterhalten.

Bei der Ausgabensenkung steht nach wie vor das Problem bei Arbeitslosenversicherung im Vor­dergrund. Man hat de» Eindruck, daß eine Ver­ständigung in dieser Frage nicht mehr so unmöglich ist wie noch vor einigen Wochen.

Neues in Ueberfülle ist während der Rachkriegs, zeit an uns herangetreten; das Leben hat uns vor Aufgaben gestellt, die unsere Kräfte stark in Anspruch nahmen, die uns-zugleich aber auch der Vergangen­heit entrissen. Das war eine Entwicklung, die sich zwangsweise vollzog; eine Entwicklung, die es uns erleichterte, das Geschehen der Zeit von 1914 bis 1918 I als geschichtliches Ereignis zu begreifen. I Trotzdem auf das Wozu haben wir noch keine alles erklärende Antwort gefunden. Wir brauchen uns deshalb keiner Schuld zu bezichtigen. Zwölf Jahre reichen wohl nicht aus, um aus dem Unge­heuerlichen ein Objekt historischer Betrachtung zu machen . . .

Zu stark empfinden wir immer noch das Wider- I sinnige dieses Krieges, der allen Vorstellungen eines ehrlichen Kampfes widersprach, der den Menschen dem Material, den Maschinen auslieferte. In dem wir Granaten auf einen Gegner schießen mußten, den wir fast nie zu- Gesicht bekamen, den wir nur nach seiner Stellung im Planquadrat soundsoviel kannten...

»Hoch über allem Menschlichen waltet', so schreibt Beumelburg am Ende seines Krtegsbuches.das Schicksal" Es verteilt seine Lose nach unerforschl chcn Gesetzen. Es läßt Völker entstehen, rüstet sie mit Kraft und Willen und stellt sie vor gewaltige Aufgaben Wenn aber die Zeit erfüllt ist, unterwirft es sie einer furchtbaren Probe, damit sie erkennen mögen, was recht ist an ihnen und was Schein, was richtig und was falsch. Wer Augen hat zu sehen und Ohren zu Horen, der mag seinen Urteilsspruch hinnehmen und ihm sich unterwerfen, auch wenn er ihn nicht begreift Nicht als ei» unabänderliches und für alle Gwiafei gültiges Urteil Denn es gibt im Leben der Völke'r kein Unabänderlich und kein Ewtg. Sondern als eine Mahnung für die Zukunft.'

Und das ist unsere Schuld: Daß wir die Mahnuna für die Zukunft die Mahnung des unsichtbaren^

Mißglückter Bombenanschlag

_ Bad Oldesloe, 15. März.

Im hiesigen Stadthaufe fand heute früh im Koh lenkeller eine Reinemachefrau einen kleinen Koffer, auö dem ein Ticken zu Horen war. Sie rief schnell ne« Polizeimeister, der den Koffer in den Garten brachte und unter Wasser fetzte. Die nähere Untersuchung er­gab, daß es sich um eine Bombenladung mit einem Uhrwerk handelte, die um 4 Uhr explodieren wüte. Aus irgendeinem Grunde war jedoch der Aei- ger Über den Kontakt hinweggeglitten, ohne ihn zu berühren. Von den Tätern tonnte bisher noch keine Spur entdeckt werden.

Der Tarn M!

Paris, 15. März.

Der Tarn in Südfrankreich, dessen Ueberschwemmun- gen fast 100 Opfer forderten, geht von Tag zu Tag mehr zurück und läßt die furchtbare Katastrophe immer deutlicher erkennen.

Die Aufräumungsarbeiten in Montauban find rast beendet. Am Freitag morgen stürzte wieder ein Hous ein, das vom Wasser unterfpült war, bisher wer Stand gehalten hatte. In der Stadt sind zwei E1 w w 0 h » e r, ein Franzose und ein Spanier, durch öte Schwere der letzten Tage plötzlich irrsinnig ge­worden. Sie mußten in eine Anstalt überführt wer- »en. In M 0 issac haben die Aufräumungsarbeiten wertere Leichen zutage gefördett, die alle identi- ftjtett werden konnten.

Man erkennt allgemein an, daß beim jetzigen Stand einer konjunkturellen Arbeitslosigkeit von drei Millionen andere Maßnahmen erforderlich find als bei einer geringeren Arbeitslosigkeit, die im wesentlichen auf Saigon-Arbeitslosigkeit beruht.

Die Vertreter der Deutschen Volkspartei find gebeten worden, bis zur nächsten gemeinsamen Sitzung am Montag bestimmte Vorschläge zu formulieren und den anderen Parteien vorzulegen.

Bei der Steuersenkung stehen jetzt die (Swoerbefteuer, die Grunttvermögenssteuer, dir Kapital-Berkehrsfteuer und die Kapitalertrags­steuer im Vordergrund. Dann erst wird man sich über die Senkung der Einkommensteuer unter­halten.

Dieser Fall scheint feine zu großen Schwierig­keiten zu machen. Dagegen erwartet man sehr er­hebliche Widerstände bei der Kürzung der lieber- Weisungen in die Länder. In diesem Zusammen­hänge ist auch Wohl der Gedanke eines variablen Faktors (Kopfsteuer) wieder aufgetaucht

Bemerkenswert ist, daß die Bayerische Volkspartei durch ihr offiziöses O.gan eine sehr energische Warnung nach Berlin gerich­tet hat, des Sinnes, daß die Bayerische Volkspartei aus der Koalition austreten müßte. Wenn nicht Der Reichstag in der Lage sei, die gesetzliche Frist zur Lösung der Finanzfragen einzuhalten.

Neuer Kurs in Rußland

Eigener Drahtbericht.

Moldenhauers Richtlinien

. iE i g e n e D r a h t m e l d u n g.)

Moskau, 15. März.

Das Zentralkomitee der Kommunistische Partei hat an alle Parteiorganisationen ein Schrei­ben gerichtet, das gestern veröftentlicht Wurde.

In diesem Schreiben stellt das Zenttalkomi neben WiEich und überaus bedeutsamen -Erfolgen' der Kollektivierung fest, daß in verschiedenen Tei­len der Sowjetunion auch Fülle von Entstellung

Paris. 15. März.

Die Regierung wird dem «ammerausschuß für Auswärtige Augeftgenheiien und dem Finanzmis schuß am kommenden Dienstag die Texte der Haager Abkommen übermitteln. Es ist der Wunsch der Regierung, daß das Plenum der Kammer fich um 25. März mit der Ratifizierung veschäsrigr und daß itiefe am 28. März spätestens aber in bett letzten Tagen des Monats März vollzogen ist.

Die mit. und die internationalen Interessen er­forderten so wird halbamtl. erklärt, daß di« Inter­nationale Zahlungsbank, die den Hauptorgnanismus desUvungplanes bildet, unverzügl. in igfeit trete die großen Kommerz alisternngs- u. Anleiheopera- tionen die für Ende April vorgesehen gewesen feien, muß en noch im Frühjahr vorgenommen werben, da­mit Frankreick bte Gewähr habe, daß die Mobilifie- ruug der eerstn Tranche, die ihm zukomme, vor der für den 30. 3nnt vorgesehenen Räumung des Rhein- Imtiws erfolge.

Wie verlautet, soll am Sonntag in London in einer Besprechung zwischen Ministerpräsident Tar- dien und Außenminister Briand die Begründung des Gesellen!wurses Mr Ratifizierung des Younq- ploneS festgelegt werden.

Briand« Kampf mit Srandi

Ein amerikanisch englisch japanisches Abkommen?

London, 15. März.

Die heute von der Times gemeldete amerikanisch- japanische Einigung bedeutet den ersten Erwla der Bemühungen, die sich, seitdem eine merkliche Abrü­stung auf der Flottenkonferenz nicht mehr in ,vraae kommt, auf die Ausschaltung des Wettrusiens bis zum Jahre 1936 richten Wenn die lapamsche Re­gierung den Verzicht ihrer Delegation aut die von ihr stets geforderten 70 Prozent der »«a und amerikanischen Tonnage billigt, ist tm Rahmen der Konferenz wenigstens der

Abschluß eines wenn auch bescheidenen und wegen bet starken Betonung ber U-Bootwaffe nickt sehr verhet tzungsvollen Dreimächteabkommens gesichert.

Sollen inzwischen Italien und Frankreichins- besondere das letztere, ihre Flotten ohne Besivran- kung ausbauen können? Die hierin liegende Gefahr veran'aßt Maedonald, nachdem die Verhandlun­gen mit Briand an dessen Sicherheitsiorderungen gescheitert sind, zu einem verstärkten

Eiuwirken auf Grandi zur Bekanntgabe der italie- vische«Flottenbedürfnisse" und Mr Einigung mit

Frankreich.

In seinen noch nicht abgeschlossenen Unterredun­gen m t Grandi erneuert Briand selb'tverstanduch Den Versuch, politische Garantien zu er­halten. Die Italiener verlangen aber nach Wie vor,

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