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Seite 2 2. Beilage.

Kaffeler Neueste Nachrichte«

Sonnabend/Svnntag, 22.23. Februar 1930

Wenn grüne Hecken sie begleiten

Oie moderne Landstraße

. ....

und zwar sollen überwiegend Koniserenhecken

restlose Beseitigung der Stratzenbe- pflanzung fordern. Die aus diesen Kreisen vorgebrachten Begründungen gegen die Bepflanzung können nicht ohne weiteres beiseite geschoben wer­den. Man must aber die Fraoe

Woher will man die Gelder für die Umbepflan- zung nehmen, nachdem man nicht einmal Mittel ge­nug hat, die Straßen ordentlich zu befestigen? Wo­her will man die Kosten für vermehrte Wegewartung durch ständtgcs Beschneiden der Hecken und Bäume nehmen? Was sag- der LandwirtsÜMftSminifter zu dem dann wegfaLenden Lbsrcrtrag der bisherigen Obst Chauffe-n, der doch nicht gering einzuschäqen ist? Und glaubt man, daß beschnittene Bäume, die letzten Endes immer vergewaltigte Natur sind, überall in das LandschaftsbUd hinetnpassen, statt da einen neuen Fremdkörper zu bilden?

Seit 1926 hat Landesoberbau» Bat Becker in wiederholten Auslas Oungen, Vorträgen usw. immer wieder darauf htngewtesen, daß an vielen Stellen die Straßenbepflan­zung in ihrer derzeitigen Form ge­fährdet sei, weil sie mit den Interessen des zunehmenden Kraftwagenverkehrs nicht in Einklang zu bringen fei und hat gemahnt, beizeiten Vorsorge zu treffen, daß nicht unter Umständen die Bepflanzung unserer wichtigsten Ver kehrsstraßen überhaupt in Frage ge fteitt werde. Die Befürchtungen haben sich insofern bestätigt, als tatsächlich in neuerer eZit maßgebende Kreise des modernen Kraftwagenverkehrs die

nt? BrrN-nd'.'NA gesg-Msl^Ne"ettMkü

haben, dem Kraftwagen den Weg zu weisen, dann aber auch die Aufgabe, an besonderen Eefahrstellen, z. B. in Außenkurven^ etwa abirrende Wagen gefahr­los achfzpsgngen, Etmtdsätzljch? Forderung bei der Ausbildung des ganzen Entwurfs waren Freihaltung des Ueberblicks, namentlich an Eefahrstellen, Kreu-

!letten, ob diese Forderungen nicht allzusehr beeinflußt ind durch die derzeitige Form der Be­pflanzung, so daß doch vielleicht die Hoffnung besteht, durch eine Aendokung der Form der Bepflan­zung eine mittlere Linie zu finden, die einmal den Interessen des Kraftwagenverkebrs und auf der anderen Seite den Interessen der Allgemeinheit, die in Deutschland energisch eine Beibehaltung der Stra­ßenbepflanzung fordert, entspricht. Nachteile der bisherigen Bepflanzung sind vor allen Dingen

die »ett ausladenden Kronen der LaubbSume, Infolgedessen Beschattung Blattfall, Obstfall, ferner die Gefährdung des Verkehrs durch, die auf der Stra- stenkrone aufstehenden starken Stämme dieser Bäume. Becker hak zum erstenmal im verflosienen Jahre vor gärtnerischen Fachleuten positive Ideen über eine neuzeitliche Straßenbepflanzung auseinandergesetzt und mit feinen Plänen nicht nur in der gärtnerischen Fachpresse, sondern auch in der straßentechnischen und automobilistischen Fachpresse Beachtung gefunden.

Der Kasseler Gartenarchitekt Schimmelpfennig hat nunmehr nach den Vorschlägen Beckers einen bis ins einzelne durchgearbeiteten Entwurf für die Bepflanzung der neu erbauten Land­straße Flechtdorf-Adorf aufqestettt und hat in einer Reihe von Bildern die landschaftlichen Mög­lichkeiten, die sich mit der neuer Bepflanzungsweise erzielen lassen, dargestellt. Dieser Entwurf hat, rote bereits mitgeteilt, d i e Z u st i m m u n g des Landes­ausschusses gefunden und der Landesausschuß hat seine Einwilligung' dazu gegeben, daß die oben erwähnte Landstraße Flechtdorf-Adorf im Kreise Corbach zum erstenmal versuchsweise nach diesen Plänen bepflanzt wird. Wie aus den hier mitqeteilten Bildern zu er­sehen ist. sollen für die Bepflanzung

ausschließlich Nadelhölzer verwandt werden, damit der Laubfall vermieden wird. Hochstämme mit starker Schaftbildung stehen nicht mehr auf der Stra­ßenkrone, sondern entweder in der Böschung oder jen­seits des Grabens. Im Schnitt gehaltene säulenför­mige'Koniferengruppen werden durch ihre Anordnung in ihrer Schaftbildung so schwach gehalten, daß eine Gefährdung des Kraftwagenverkehrs durch sie nicht mehr erfolgen kann. Im übrigen wird aber zur Sicherung - des Kraftverkehrs ein ne-ues Be­pflanzungselement, das bisher an unseren Landstraßen nur ausnahmsweise Verwendung fand, als Regel eingeführt nämlich die Hecke,

von Pappenheim uni des Vertreters des Re- gierungspräfidetrten statt.

Dipl.-Ing. von Glasow berichtete über den Stand der Arbeiten. Es wurde ein sog. Grün- schutzvlan vorgesührt^ der in Erweiterung des Erünflöchenolanes diejenigen Geländestreifen kennt­lich macht, Die zum Schutz der Waldränder, der her­vorragenden Aussichtspunkte und der Bachläuse und Flußufer von Bebauung freigehalten werden sollen. Auf diesem Plan ist fernerhin ein Plan der Dauer­freiflächen aufgebaut, der bte anwesenden Gemeinde- Vertreter besonders interessierte, weil er nicht nur die mit Bausperre dauernd zu belegenden landwirischaft- lichen Nutzflächen, sondern davon abhängig auch die ersten Vorschläge für Abgrenzung der Baugebiete der einzelnen Gemeinden zeigt Durch Unterteilung in einstweilige Daugebiete" uniMaximum-Bau­gebiete" ist für eine spätere Entwicklung ausreichende Bewegungsfreiheit gelassen. Dieser Plan soll nun­mehr in den einzelnen Gemeinden Mr Beratung gestellt werden. Daß in den Plan bereits die Erundzüge des Derkehrsplans hinein­gearbeitet sind, wurde erwähnt. Mit dem Der- kehrsplan selbst sowie seinem umfangreichen Studien­material wird man sich in der nächsten Sitzung be­schäftigen.

Stadtbaurat Labe« erörterte dann die um­strittene Frage der zulässigen Geschoßzahl bei Neubauten in den Vorortgemein- den. Nach ausgedehnter Erörterung, bei der sogar die Eingemeindungsfrage auftauchte, erklärte der Vertreter des Regierungspräsidenten Oberregierungs- vat Dr. Geßner^ seine Bereitwilligkeit, in engerem Ausschuß die einschlägigen B Stimmungen der Bau­ordnung zu prüfen. Hebet die für die spätere Ent- Wicklung der Gemeinden ebenso wichtige Frage der Abwässerbeseitigung im Fuldabecken trug Magistrats­baurat Dr. Ieschke vorn Stadt. Tiefbauamt vor. Die Versammelten stimmten darin überein, daß es zu­künftig sorgfältigere Ueberwachung von selten der Baugenehmiaungsbehärde und sparsamster planvoller Zusammenfassung der Baugebiete in den Gemeinden bedarf, wenn die Mißstände der Abwässerbeseitigung, die ja auch der Stadt gefährlich werden können, ver- mieden werden sollen.

zungspunkten und dergleichen und Markierung etwaiger Gefahrstellen durch die Eigenart der Be­pflanzung aus weite Entfernung hin, jo daß die Be­pflanzung zur Sicherung des Verkehrs gleichzeitig als Gefahrensignal wirkt. In ästhetischer Hinsicht darf man sich von der neuen Bepflanzung z. Zt er­hebliche Wirkungen versprechen, die allerdings wesentlich anderer Art sind, als die Wirkungen, die mit unseren bisherigen hochstämmigen Laubgehölzen «zielt worden sind.

Im Vorstehenden haben wir die gewiß groß­zügigen Lösungsversuche einer modernen Lanostraß.' zu Wort kommen lassen W'r sind jedoch nicht da­von überzeugt, daß sie sich bald der gewiß in vie- Ietf~ len Punkten berechtigten Kritik gegenüber durchsetzen worden.

Ser Grönschlltzplan

Mtttwoch fand im Rathaus die achte Sitzung de« Planungsausschusses unter Vorsitz des Etabtoberbaurats Iobst hn Beisein des Landrats

Dos sind olles Fragen, die man sehr gründlich wird überlegen müssen Daß die Herren Becker und Schimmelpientrig jedoch neue Gedanken In die Debatte geworfen haben, ist zweifellos begrüßens­wert. GL

«ufere Heimat

Aus dem Zuge gesprungen

Bodenfelde (Dberroefer.) Aus der Eifenbahitstrecke UslarBodenfelde wurde von einem Streckenwärter zwischen den Gleisen liegend ein bewußtloser Mann gefunden. Die Wiederbelebungsversuche halten Er­folg. Als der Streckenwärter eine Tragbahre herbei­geschasst hatte, war der Mann, der auch verschiedene Wunden hatte, verschwunden. Die angestellten Er­mittelungen führten zu dem Ergebnis, daß er in Lippoldsberg beim Auswaschen seiner Wunden an­getroffen wurde. Es handelt sich um einen Musiker aus Göttingen, der wahrscheinlich aus dem Zuge ge­sprungen ist Seine Verletzungen sind nur leicht; er befindet sich bereits wieder in seiner Wohnung.

Krristagssihung in Serrfeld

Der Hersfelder Kreistag hat mit ZweidrittcL- mehrhoit (Nationalsozialisten, Wirtschaftspartei, Lan­deck-Werratal uitb SozicrlvemokrattN) beschlossen, die Bürgschaft für eine 50V 000-Mark-Anleche für Den Kreis Eisenach zum Zwecke des Ausbaues der zwei­ten Bausttecke Kaiserroda-Vacha der Gasfern- iettung zu übernehmen.

Landrat Dr. von Christen

' " begeht fein Löjähriges Amtsjubiläum

Sein 25iähr AmtsjubUäum begeht heule, am 22 Februar, Landral Dr von Christen Sein Anus- vorgLnger und Schwiegervater. Geheimrat Sittig von Honstein hatte das Ami eines LandratS des Kreises Heiligenstadt 39 Jahre verwartet, so daß die n Preußen äußerst seltene Tatsache vorliegt, daß dieses Amt nahezu 65 3 ab re Von Angehörigen einer Familie ausacübl wurde. Lauorat Dr. von Christen gilt bei den vorgesetzten Staatsbehör­den als ein äußerst befähigter, kenntnisreicher und pflichtgetreuer Staatsbeamter Geboren am 24. Mai 1872 als Sohn des Großgrundbesitzers, Reichs- und Landtagsategeordneten Hermann von Christen zu Werleshausen (Eichsfeld) hat Landrat Dr. v Chri­sten dank seiner Tüchtigkeit, persönlichen Liebens- würdigkrtl uno Konziltanz zu sich, sich stets des all­gemeinen Vertrauens erfreut Dank seiner Initia­

tive wurden in 42 von 69 Kreisorten Wasserlei­tungen gebaut und die Elektriesierung des Kreises durch Ueberlandzeulralcn durchgeführt Eine Gasfernversorgung ist t. Vorberei­tung. Zahlreiche Seteranonen, Drainagen usw. wurden zu Ende gefubri und mehrere Grünland- musterwirlschasten angelegt. Der Hebung des Ver­kehrs diente der Bau der Nebenbahn Heiligenstadt, Schwebda, der A tsbau des KreiSstraßenuetzes. bte Forderung der geplanten We r r a k an al is a- t i o n usw. Durch Schaffung von 600 Morgen KreiswaldungeZt wurde ein Test des Kreisver- m. gens wertbeständig angelegt. Eine besondere Förderung erfuhren das Wohnungswesen durch Neubau von 750 Wohnungen. Das Feuer­löschwesen durch Gründung zahlreicher Ortswehren sowie die soziale Fürsorge durch verständnisvolle Durchführung der entsprechenden Gesetze Die Be- lvohner des Kreises sind einig in dem Wunsch, dem verdienten Jubilar noch lange seines Amtes walten zu sehen

Sonnabend, 22. Februar.

Waldau. Der Kriegerverein hielt sein dtesjährt- ges Wintervergnügen ab, das einen sehr harmonr icben Verkauf nahm. Im März wird der Verein ein Konzert der Kapelle des Kasseler Jägerbataillons veranstalten

Freienhagen. Unfall beim Holzfällen. Der Land­wirt Heinrich Scheuermann erlitt beim Holzfällen einen Oberschenkelbruch.

Freienhagen. Der älteste Einwohner gestorben. Kürzlich verstarb hier der älteste Einwohner unserer S aot, der Landwirt Christian Krümmel im nicht ganz vollendeten 90. Lebensjahre. Der Verstorbene war bis in die letzte Zeit rüstig und wegen seiner autrichtigen lauteten Gesinnung allgemein geachtet.

Elgershausen. Reue Ltts-axatoren. Zu Orts- tara'oren wurden von der Gemeindevertretung Bei­geordneter Hildebrandt und Schöffe H. Pfeiffer ge­wählt. Tas Gehalt des Bürgermeisters wurde au, 2400 Mark jährlich festgesetzt. Die Wassersteuerord- nunn sott eine Neuregelung erfahren.

Hess. Lichtenau. In der Stadtverordnetenfitzung wurde der Weiiererhebvig bei Biersteuer für das Jahr 1930 zugestimmt. Pei dem Punkt über die Weitererhebung der Vergnügungssteuer wurde ein vom Stadtverordneten Lenz (6 P. D.) eingebrachter Antrag, wonach jeder Arbeiterverein, der einem Bunde angehört, e i n Vergnügen im Jahre steuer­

frei bekommt, angenommen. Eine Geschäfts­ordnung für die Stadtverordnetenversammlung wurde abgelehnt.

Epterode. Trotz aller Beschwerden und nach har­tem Kampfe um das Bürgermeisteramt ist nun endlich unser neugewählter Bürgermeister Emil Oetzel I am 4 Februar bestätigt, am 8. Februar vereidigt und am 11. Februar in sein Amt eingetreten. Die Hebet- gäbe erfolgte durch den Kreisausschußobertnspektor. Wir gratulieren nun unserem neugewählten Ee- meindeoberhaupt und hoffen, daß et voll und ganz für unsere arme Gemeinde Epterode eintritt

Bartosen <KreiS Mündeni. Unfall im Stein- bruche. E-inen schweren Unfall erlitt der im Stein- btttdie auf Vern Backenberae bei Güntersen beschäl tigte S'einbrucharbeiter LouiS Schreibet. Er wurde bei dem Zus.immenOoße zweier Loren zur Seite aeschleudert, wobei er fünf Meter hinab auf ein Schienenaeleise stutzte Mst dem Krankenauto wurde der Vetunglüette in feine Wohnung beför­dert.

Löwenhagen (Kreis Munden) Beim Holzfah­ren verunglückte oer Tankwirt Louis Ziernberp aus Fmksen ernstlich. Am Ausgange unseres Dor­fes wollte Z. von bet Deichsel aus das Pferd be­steigen. glitt aber aus und Die Räder de» mit Holz voll beladenen Wagens gingen ihm über beide Beine: dabei wurde ihm d.iS eine Sein gebrochen und das andere Sein ausgerissen

Dransfeld (Kreis Atünden) Berlnst eines Fin­gers. Dem MÄerlehttmg Heinrich Ludewig von hier, der Dem Landwirt Fischer beim Wegschieben einer Düngerstreumaschine behilflich sein wollte, wurde dabei ein Futget avgequetscht. Da die Ge­fahr einer Blutvergiftung bestand, mußten bitn Ver­unglückten zivei Glieder des verletzten Fingers ab- genommen werden.

Jühnde «Kreis Munden) Jubilate im Gemeinde Parlament. In der letzten Sitzung des hiesigen GenneitNeausjchusses wuraen drei langjährigen Üutt« gliedern durch den Gemeindevorsteher Ehrenurkun den überreicht und ihnen für die langjährige treue Mitarbeit der Satti der Gemeinde ausge,prochen. Landwirt August Settemeier I war 45 Jahre Mitgl ed des Gemeindeausschuffes und «pater Bet- geordneter, Landwirt Katt Weicmetet 25 Jahre Nechnungsfiihrer und spater auch gletchzetttg Beige ordneter, Schuh mach niue.ster Karl Bode iS Jahre Mitglied des Gemeinbcausschussis Am 23 Fe- bn.-. - d I. ist der Lehrer Bett ermann 25 Jahre hier im Arni«.

Waldkappel. Etwas mehr auf die Bäume achten. Von einem Unfall wurde in der Stühe von Dierne- rode bet Gebart e*n Auto aus Efchwege betroifen. Es fuhr gegen einen Straßenbau m, wobei der Kühlet eingedrückt wurde. Außerdem gingen die Glasscheiben in Trümmer. Die Insassen crimen, mtt Ausnahme des Fahrers, der mit dem Schrecken davonkam, erhebliche Verletzungen durch Glasspltt- ter.

Witzenhausen. Besitzwechsel. DaS Grundstück der Firma E- Kunze u Cv. am Markte ist zum Preise von 19000 NM. an den Friseur Wvlitztt uberge- gangen.

Efchwege. Ihren 80. Geburtstag beging die Witwe Fr.ederike Thomas, geb. sieben, von hier. Sie ist körperlich noch rüstig und geiftig frisch.

Efchwege Beschwerde.. Rachvem auch die zum zweiten Mal etsvlgte Wahl des Butogehilsen H Knauf zum Bürgermeister von Niederdünzebach nicht bestätigt worden Ist, hat Knauf beim Regie­rungspräsidenten in Kassel Beschwerde erhoben

Bad Sooden-Allendorf- Gesegnetes Alter. Die altitste Einwohnerin unserer Stadt, die Witwe S ch^l'ts mann, beging ihren 93. Geburtstag. Einen schweren Unsall erlitten im benachbarten Oberrieden die Eheleute Weichenwärter W. St-' hatten einen neuen Füllofen ausstellen kiffen, dem infolge einer sehlerha,ien Bedienung in der Nacht Kohlengase entwichen. Sie drangen aus dem Wohnzimmer in das Schlafzimmer ein. Der Mann wachte rechtzeitig aus uno konnte um Helse rnsen Er wurde dann aber von einem starten Schwindel­anfall betroffen Ms auf die Hilferufe Angehörige herbeceiltrn, fanden sie die beiden Eheleute mit star­ker »kohten.wsvergiftung vor Einem Atzte gelang es, die Vergiftungserscheinungen zu beseitigen. Doch liegen beide Eheleute noch krank darnieder.

Sontra. Einen empfindlichen Verlust erlitten hier nubrere Geflugilbesitzer. In einem innerhalb der Stadt liegenden ©arten war Giftwelzen gestreut worden. Da die Euisrieoigung undicht war, konnten Gänse den Giftweizen erreichen. 7 Tiere sind eingegangtn. Da die Besitzet der Gänse atme Leute waren trifft sie Der Schaden um so ompfmd- licher.

Herleshausen. Die ländlichen Hausfrauenvereine vom südlichen Mnggau hiolun einen Landstauett- «ig ab. Die verdienstvolle Vorsitzende des Vev-an- deS der ländlichen Haussrauenoe reine von Kassel und Waldeck, Frau von Der Malsbutg, hielt einen Vortrag über die Not der Gegenwart und die Auf­gabe, diese Not durch Selbsthilfe und gemeinsames Zusammenstehen zu überwinden Die Vorsitzoude der Südpinggaugruppe, Frau Scheibe-Willershausen sagte der Rednerin Dank.

Sontra. Die Reichspost übernimmt die Autolinie SontraWaldkappel.

Homberg. 25 Jahre Kastenmeifter. In Mos­heim beaing der Landwttt Karl Georg Hain sein 25jähriges Jubiläum als Kasteiimeistit der Kirche. Vom Landeskirchenamt, vom Kirchenvorstano und von Pfarrer Mangold-Sipperhatisiu, wurden ihm Glückwünsche übermittelt.

Ziegenhain. Seinen 90. Geburtstag beging der Rentner Caspar Schnell in Schrecksbach.

Sachsenhausen (Waldeck). Verhafteter Einbrecher. In der Sonn agnacht wurde hier in einem Uhr- watengeschäft eingebrochen und verschiedene Wert­sachen en.wendet. Der Corbacher Landjägerei ist es inzwischen gelungen, den Dieb zu verhaften und die gestohlenen Gegenstände stcherzustellen bezw. ste dem Eigentümer wieder zuzustellrn.

Netze. Goldenes Ehejubiläum feierte unser Mit­bürger K Schäfer mit seiner Ehefrau.

Kirchhain. Im Silberkranz. Landwirt Friedrich Bauerschmitt und Ehefrau Sibylle, geb. Keppler, feierten Silberhochze.i.

Kirchhain. Von der Volksschule. Für das neue Schuljahr sind 55 Schüler zur Anmeldung gelangt Der Abgang beträgt 36 Schüler, die Gesamtzahl der Schulkinder beläuft sich auf 324.

Kirchhain. Vom Kreiskriegerverbande. Am Sonn­tag, den 23. Februar, wird der Kre.skriegerverband im Bahnhofshotel seine Delegiertenversammlung ab­halten.

Neustadt. Hohes Alter. Kriegsveteran von 1870-71 Kornelius Kulm vollendet fein 81. Lebensjahr in bester Gesundheit.

Kirchhain. Vom Kreis-Schaf zuchtverband. Aus dem Geschäftsber chi geht hervor, daß die meisten Schäfer Mitglieder des Verbandes sind, dagegen noch viele Schafe besitzende Landw rte abseits' stehen. Der Bockhaltungsverband habe reinrassige Böcke ein­geführt uüd sei vom Kreis und der LandwirtschaftS- tammer unterstützt worden. Dann hielt der Geschäfts- führet des Verbandes Kurhessischer Schafzüchier, Herr Dr. L l n n e n k o g e l aus Wolshagen einen Lichtbildervortrag über d e Verwertung des Pferches, der Wolle und des Schaffleisches.

Neustadt. Im Silberkranz. Handelsmann Gerson Weiler und Ehefrau Rosa, geb. Abraham, feiern morgen das Fest ihrer Silberhochzeit.

Rauschenberg. Hohes Alter. Witwe Martha L i n S, eine der ärteften unserer Bürgerschaft, feiert ihren 87. Geburtstag.

Der heimische filemhanOel

Hauptversammlung bet DetaillijteuvereiniguRg bet Bezirke Witzeuhausen, Oberkaufungen, Lichtenau nub ' Großalmerode.

Am 16. Februar fand imGrünen Baum" in Hess. Lichtenau die 11. Hauptversammlung der Detaillisten- vereinigung der Bezirke Witzenhauien, Oherfauhtn» aen. Lichtenau und Großalmerode statt. Nach der Eröffnung durch Herrn I. E Wachsmuth Groß­almerode. ging Herr Tatulch Großalmerode auf die Schwierigkeiten ein. die dem Einzelhandel schwer zu Waffen machen. Die Gegner be« selbständigen Kaufmanns feien nur dadurch zu überwinden daß sich btt gesamte Einzelhandel zusommenschließe.

und zwar sowohl zu gemeinsamem Einkauf, als auch zur gemeinsamen Vertretung seiner wirtschaftspolitt- schen Interessen.

Die ausicheidenden Vorstandsmitglieder wurden roiebergeroäblt.

Hierauf ergriff Diplom-Kanfmann Leihner, Kassel, das Wart zu einem Vortrag überAktuelle Fragen aus Wirtschaft und Politik" Die Kernfrage in der Außenpolitik ist die Liguidation des Krieges. Der Poungplan sei keine vollkommene Lösung. Zweifellos werden sich deshalb über kurz oder lang neue Verhandlungen zwischen den Gläu­bigerstaaten und Deutschland ergeben. Die Kern­frage in der Innenpolitik ist die Finanzreform und die Verroaltungsreform. Die Versuche zur Behebung bet Finanznot sind durch die Notlage des Reiches aufgezwungen und können keinen Anspruch darauf er­heben. als großzügige Reform auf lange Sicht zu gelten. Der Redner verwahrte sich dagegen, daß man die Wirtschaft durch die Verivrechungen von Steuer­erleichterungen irre zu führen versucht Hobe Auf dem Gebiete der Verroaltungsreform sei ein Fortschritt trotz der zwingenden Notwendigkeit nicht festzuftellen: Zurückzuführen einerseits auf den Arg­wohn der Städte. Kreise und Länder untereinander, andererseits auf die Unmöolichkeit. innerhalb und 'wischen den Parteien eine Einigung herbei zuführen. Es sind Kräfte am Werk, die diesen Parteienoismus über Bord werfen wollen und an seine Stelle die sachliche Gemeinschaftsarbeit aller derer setzen wollen, denen das Wohl des Volksganzen über ihrem eigenen Wohl oder dem ihrer Partei oder ihres Standes steht.

Die aus Kassel anwesenden Vertreter der Edeka- Genossenschaft sprachen in warmen Worten für den genossenschaftlichen Zusammenschluß unter den Kauf­leuten.

Ort bet nächsten Hauptversammlung ist Ober« Häufungen.

Rauschenberg. Aus dem Stadtparlament. Die Biersteuerordnung wurde biS 31 Mär, 1931 verlän­gert Zum Schriftführer wurde Kanzleiangestellter Krevllna oewäbll und dem Anttage mehrerer Krakt- wagenbesitzer um Bereitstellung eines Platzes für eine Garage entsprochen.

Bad .Hersfeld. Die Abhaltung privater Kurse zum Zwecke der Erreichung der Oberlvzeumsreife wurde dem städtischen Lvzeum seitens der Reoierung genehmigt Die Abschlußprüfungen bürten ab-r nicht mit vorgenannter Anstalt voroenommen. sondern müssen mit einer anderen Schule abgelegt werden.

Nordenheck. Festnahme einer verdäch"gen Per- fort. Hier versetzte die Festnahme eines schon mehr­fach vorbestraften fremden ManneS die Bevölkerung in große Aufregung. Die Festnahme erfolgte durch die Landjägerei und unter dem Verdacht, daß der Verhaftete an den Düsseldorfer Mordtaten beteiligt ist. Inwieweit sich diese schwere Beschuldigung recht- fertigt, muß die Untersuchung ergeben.

Philippsthal. Die Fertigstellung bet dritte« Wasserleitung wurde durch eine Feier begangen, der auch der Landrat von HerSfeld. Gras von Wedel, beiwohnte. Die neue Leitung leiste' im Tagesdurch­schnitt 400 Kubikmeter. Der Bedarf der Einwohner­schaft beträgt heute 150 Kubikmeter pro Tag.

Rundfunk

Program» des «afieier «ab Frankfurter Senders.

Sonntag, den 21. Februar:

76J.5: Bon Hamburg: Hafenkonzert auf dem Mowrtchfff Sitlroaufee* der Hanrburg-tlmcrtka-Vinie.

fr10: Lacholische Morgenfeier. Mttwirkcnbe »toi. Dr. BömiughairS (Ansprache'. Die Theologen oon et Georgen In Frankfurt.

1011: Orgelkonzert. SuSkllhrender: Prof. H. Schindler, Würzburg.

11.00:Nöl« der Grvbfiaüifugend". vorrrag von terttefc direkwr Dr. Richter

1L80: Eltern stunde.

12.00:Deuifche und eurvvSische tkolonlalvrodleme'. Beu­ttao von Mar Lobeu-Reutz. Mitglied deS Reichs wirt. fchaftSrates. Berlin.

12JO: Schallplattenkonzert.

18.30: Aehnminutendlenst der LandwtrttLafrSkammer St* baden.

18.40: Interview mit LUian Haroeo und SIL» 8ritt* Frager Dr. Paul Save«.

13.50: ^Stell'- Seltsamer Zwischen spiel'. Vortrag.

14.00: Stunbe bet Jugend.

14.30: Buch unb Film.

15.00: Ltunbe beS Lander. 1. -Stete und »ege der Bub- lichcn Ltohlfa-rtr- unb Hcimatpflege', Ponrag von Regierungsrat Bertsche, Rlederlahnfteln. 2. tzütz. tung durch eine »unstmühle durch MtUleretdesttzer Lchubt und Hugo Ramm.

16.00: .Rur englischen D>«tcrn, neue Ueberiragungeu', Bortrag von Leo Sternberg, SflbeSbetm,

16.30: Stefan Grotzmoun lieft aus eigenen Schriften.

17.11: Von Mainz: »rembcnsttzung der Mainzer Larnevat» Vereins.

22.00: U nieih ttiungStoirzert der Rundfunkorchesters.

23.00: Nachrichten.

23.20:0.30: Tanzmusik.

Montag, den 24. Februar:

1230: Schallplattentonzert: Wunschkonzert. 13^013.45: L.ervekonzerts Dchollplatten). 15.1515.45: Stunbe ber Jugcnb.

1617.45: Aus bem Kurhaus Bab Homburg: Konzert de» «urhau-kapclle Burkart.

-Ü.OS: .Das geme'nnlletge Theater aU Gegenwart«- und Zeitausgabe", Vortrag von Dr. Leo Schwer!ug, M. b. ü.

1855: .lidna. bte vergebene Insel', Vortrag von Dr. HauS Schlegel.

19.1V: tengtidter Sprachunterricht.

19L0: Ai's bem groben Saal des Saalbauer. 9. Montags- konzert 1. Rdmischer Rarncbal. r ubrrtUre von Hec­tor BerNoz; 2. a) «rle au4Demofonte' Luigi Cherudini: b) Taratiiella, Giagomo Rossini. 3. Som- mergebicht, drei SStze für grosses crchefter, Bern, Hard SeNeS. 4. Sinfonie Nr. 4 in E-Mo2, ov. 98. Joh Brahms. Leitung: Maz Ulebiet, ssss-n. Solist Maria Basra. Frankfurter Runbfnnk- Evmphonieorchester.

2100: i tu < narr lieft aus eigenen Schriftku.

21L0: iNavier-Abenb 1. VrSI'-bivm unb stnae Jod ®eb. Bach: 2. Sonate, op. 106. L. v B-'-td-v-n: 3. Im­promptu, Frebertc Chopin. «uSführenbe: Stete «ul-an, Berlin.

j2.15: Nachrichten.

Wodurch werden Verdauungsstörungen verursacht?

Nach jedem Essen werden größere Mengen säure­haltiger Säfte durch die Verdauung ausgeschieden. Bei mangelhafter Magenarbeit liegt die Speise zu lange als gäreudc, saure Masse im Wagen und ruft dadurch allerlei Schmerzen und Beschwerden hervor. In solchen Fällen kann man sofortige Linderung da­durch erzielen, daß man einen halben Kafseelöffel Biserines Magnesia-Pulver oder zwei bis drei Tabletten in etwas Wasser nimmt, sowohl nach dem Essen als auch wenn man Schmerzen verspürt. D es neuiralisiert die Säure, beseitigt übermäßige Gärung, lindert di« Beschwerden und stellt schmerzlose Ver­dauung her. Kaufen Sie noch heute eine Flasche Biseririe Magnesia. Gebrauchen Sie sie wie vorge­schrieben und Ihre Verdauungsbeschwerden werden bald behoben se.n.