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Kasseler Neueste Nachrichten

1. Beilage

Montag, 10. Februar 1931)

Rr.34

3u> an zigster ZaHeqang

Sonne und Frohsinn für unsere Kinder

Einweihung der neue« Kleinkinderfchule in Niederzwehren

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desabrrpfarrers und gleichzeitig des Kirchenkreises Kassel-Land. Eine notwendige Ergänzung der Fa­milie bedeuteten, so führte er aus, gerade in den grö­ßeren Dörfern, die Kleinkinderschulen, die als ein Segen für die ganze Gemeinde anzusprechen seien. Bürgermeister FladunA der für die politische Ge­meinde sprach, hob diesen Wert der Einrichtung ganz besonders hervor und zollte der Kirchengemeinde Dank und Anerkennung für ihre in wahrem Sinne des Wortes soziale Tat. Auch Pfarrer Fritsch, der Innere Mission und Evangelische Kinderpflege ver­trat, rühmte die Initiative der Gemeinde, die zeige, daß die evangelische Kirche nicht vergesse, daß ihre Aufgabe Dienst am Volke sei. Nachdem Kreis­pfarrer Maurer dem Hause die Weihe erteilt hatte, öffneten sich zum ersten Male seine Türen für die Kinder: in langem Zuge luftig singend kamen die Kleinen heran und fanden in dem großen runden Spielpavillon, der dem Hause angegliedert wurde, zierliche Tischchen gedeckt mit Kuchen und Schokolade ein fröhliches Singen und Schmausen hob an gewiß der schönste Dank für all die, die an dem Werk mitarbeiteten, in den lachenden frohen Gesichtern der Jugend solch strahlendes Glück zu sehen.

Und das Haus wird allen eine frohe Heimstatt iein. Aus den ehemals so dunklen Räumen schuf man >urch Ausbrechen von Wänden und Fenstern lichte Räumlichkeiten, denen eine farbenfreudige Ausmalung Leben verleiht. Auch für Bade- und Waschgelegenheit ist vorbildlich gesorgt, ein besonderer Ruheraum für schlafbedürftige Kinder ist vorhanden und das schönste ist der große Rundbau mit dem Sandbecken in der Mitte, in dem Bei jedem Wetter, im Sommer und Winter, froh und geschützt gespielt werden kann. Niederzwehren kann stolz auf diese Kleinkinderschule sein.

schk. Ueberall da, wo der Beruf die Mutter zur Arbeit zwingt und die Kleinen halbe oder gar ganze Tage^ über sich selbst überlassen bleiben müssen, wird die Frage der Kleinkinderschule in brennende Nähe rucken. In ländlichen Gemeinden besonders weiß die geplagte Mutter oftmals kaum Rat, was mit ihren Kindern tagsüber anfangen, ohne sie der Straße und ihren Gefahren auszuliefern, oder aber unbeauf­sichtigt im verschlosienen Haus zu lasten, die einzigen Wege, die beschritten werden können, wenn die Mög­lichkeit einer anderen Unterbringung fehlt.

Auch in unserer aufltrebenden Vorortgemeinde Niederzwehren erkannte man seit langem diese Not, und der evangelische Frauenverein versuchte, eine Kleinkinderschule zu schaffen, die den Müttern die Sorge um die Kleinen abnehmen sollte. Da diese Ab­sicht über die Kräfte des Vereins hinausging, fand sich die Evangelische Kirchengemeinde in Verbindung mit der Inneren Mission Bereit, das geplante Werk mit auszuführen. Das alte Küsterhaus neben der Kirche wurde als geeignetes Objekt erkannt und in etwa dreimonatigem Um- und Ausbau zu einer vor­bildlich eingerichteten Kleinkinderschule durch die Kas­seler Architekten B. D. A. Saenger und Schmiedt um- aestaltet. Am gestrigen Sonntag konnte in einet ein« stündigen Feier das Haus feiner neuen Bestimmung übergeben werden. Metropolitan V i a l, dessen Ini­tiative das Ganze zu verdanken ist, übernahm aus der Hand des Architekten den Schlüssel. Der Posaunen­chor des Ehristlichen Vereins junger Männer verlieh der im Innern des Hauses folgenden Feier einen stimmungsvollen Rahmen. Von der Arbeit an den Kindern sprach der Geistliche in feiner Weiherede, von den Aufgaben, die die künftigen Betreuerinnen der Kleinen hier zu erfüllen hätten. Dann überbrachte Kreispfarrer Maurer die Glückwünsche des Lan-

Chimäre auf Lotten"

Das erste Künstlerfest des Kaschingsmonats

Lob eines Maskenballs ist so subjektiv wie die Hymne eines Liebenden aufsie".

Wer Stimmung mitbringt und jene seltene Gabe, aus dem Nichts heraus etwas zu erleben, sieht alles in rosigen Farben, er findet alle Kostüme reizend (auch wenn 90 Prozent aller Kostüme von vorgestern sind),

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alle Frauen liebenswert und sogar die Männer, so­fern er selbst einer ist, nicht so unausstehlich wie im Alltag (ich sah Leute, die sich sonst nichtriedjen kön­nen. sich strahlend anlachen).

hatte, jedem Inhaber einer Einlaßkarte eine Chance zu geben. In den Tanzsälen spielten sich die Kapellen Wisotzki, Wenzel und Wickert allmählich in eine solche ,Mnt". daß die Tänze am frühen Morgen kaum noch abrissen.

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Es gab noch eine symbolische Unterhaltung für Leute, die trotz Tumult, Alkohol und Hitze nicht aus ihrer Haut heraus konnten: eine regelrechte Rutsch­bahn. Außerdem burfte jeder, der selbst nicht den rech­ten Verkehr gefunden hatte, auf dem Verkehrsturm mitten im Saal den .Verkehr" der glücklichereu Zeit­genossen regeln. Daß cs mangels jeglicherVorbildung biefer Verkehrsschupos Zusammenstöße falsche Verbin­dungen, Mischmasch der Glieder und Gefühle gab. ist nicht weiter verwunderlich und bricht jeder negativen Kritik der Zuhausgebliebenen poft festum die Spitze ab. G. M. V-

Vielleicht erklärt dieMaske" diese Verwandlung: Man verdeckt sein wahres Gesicht und entdeckt eine überraschende Fülle von Nächstenliebe in dem aus der Mode gekommenen Herzen.

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Alpinismus nn- Wassersport

Winterfest des Alpenvereins und der Kurheffen.

Erzählen wir der Reihe nach: Empfangen wurden wir von einem Ungeheuer, in dessen Rachen gerade eine Frau, Gottseidank nur eine Puppe, verschwindet. Damit zarte Seelen nicht erschreckten, tönt liebliche Musik aus dem Rachen- Die Treppen und der große Korridor haben noch Beziehung zum täglichen Leben: DieReklamestraße" entfaltet eine bunte Zeitung, für die die Eraphikklasse der Akademie verantwortlich zeichnet. Die Säle sind in eine merkwürdige Gemälde­galerie verwandelt. RiesenbafteFresken" bedecken die Wände in einer farbseliaen Verschwommenheit, die jede Deutung zuläßt: mvthische Gestalten von un­geheuren Ausmaßen, die Nolde zum Vater haben könnten, passieren Revue. Im B'auen Saal haben es die Nebel-Schüler gemalt, im Großen Saal die Klaffe Witte und die Architekturkbtsse. im Hoch- zeits'aal die Klaffe Burmesier. Wer einwendet, daß so­viel Mühe qarnicht gemäße Beachtung Beim Publikum finde, vergißt, daß ja nur die Mittel, die das Künstler- feft freimacht, den jungen Malern einmal gestatten, sich im Riesenformat zu erproben. Dieser Umstand allein schon und der noch verbleibende Reingewinn zur Finanzierung vonSludtenreisen e*c. bezeugt denWeN und die Lebensberechtigung der alljährlichen Künstler- feste.

Es gab so etwas wie ein Programm: Zuerst vollzog ein höllischer Beweoungschor die ..Geburt der Ebi- maire". jenes sagenhaften eigentlich unfaßbaren Et­was, das man als Riesenkindwurm auf Rollen ma­terialisierte. Das Untier schob sich tobend und hupend durch die Säle, umflutet von der bunten Masse der Masken. Svätcr wagte ein schlankes geschmeidiges Periönchen die Aufm rkfamkeit des inzw'schen in sehr persönlichen Affären verwickelten Publ.kums durch Tänze zu fesseln, deren Inhalt weit abstrakter war als die bandfesten Gefühle, die ihre Zuschauer bewegten. Die Tänzerin hat den sogar Leuten vom Theater im­ponierenden Namen Ehrfftel Oektze von Lobenthal und ist Mitglied des Staatstheaterballetts. Die letzte Pro- grammnummer war die Verlosung, die den Borzug

rgr. Februar, laue Lust, Sonnenschein warum also nicht gleich eine richtiggehende Sommerfrische, selbst wenn sie wegen nächtlicher Kühle im Saale stattfinden mutz! Im Stadlpark türmte sich eine gi­gantische Alpenwclt, Deen lächelten, die Luft war warm, mürbe immer wärmer mit steigender Fröh­lichkeit. Aber es gab trotzdem Unentwegte, die den Kletterbaum in der Mitte des Saales erklommen und die Rutschbahn hinnnterglitten. Ausgelassenes Gejodel erfüllte den Saal, wo die buntgewandeten .Bergbewohner" in immer drangvoller werdender Enge zu tanzen versuchten, eine Vermessenheit, zu der die forsche Mainzer-Fischer-Kapelle dauernd anreizte.

Um 10 Uhr wurde es sportlich und alpin auf der Bühne. Sogar gekraxelt wurde auf den aus Pappe und Hol; schön zurechtqeloaenen Felsen. Dr. Rö­sing und Frl. Ursula Vogt, einige Mitglieder des Wehlheider Hoftheaters, Hildegart Dun­kels Tanzgirls ließen ihre ganze Munterkeit in al- lerband neckischen Tänzen und Liedchen austollen. Hildegart Dunkel und Willy Schmidt hatten all diese lockeren, graziösen Sachen ausgeheckt und ein- studiert. Lizzie Bernhardt fang als dralles Dcandl von ihremSüßen", und dann kam eine ganz großartige Erfindung, einSchlangenboot", das von der Kurhessen-Mannfchaft Dunkel gesteuert sich um alle Hindernisse Herumwand.

Tann ging der Tanztrubel weiter und bis in die frühen Morgenstunden schwenkte der Seppl seine Zenzi.

$8e6in sehen wir «w Dienst»«?

Sta-tstbeater: ..Grand Hotel", 19.30 Uhr.

Kleines Theater:Arm wie eine SirihenmauS. 20 Uhr

Ufa-Theater:Der weiße Teufel". Wochenschau.

Metrovol-Theater: ..Tie Carmen von St Pauli undDie Macht des Kindes"

Reit. Cbetbaoern: Münchener Fasching, 20 Uhr.

Gewinne bet »laffenlotterie siehe Handelsteil.

40 Jahre

'XX'

irteverein Kassel

40 Jahre Vereinsgeschichte! Ein Blättern in alten Akten und Niederschriften gibt in großen Zügen einen Ueberblick über die vom Wirteverein Kassel während derDauer seinesBestehns geleistete erfolgreicheArbeit in Berufs- und Standesstagen zur Hebung des An­sehens des Hotel- und Eastwirtsgewerbes in der Oeffentlichkeit.

Bor 40 Jahren war die Zeit, wo die Kasseler Gast­wirte sich zur gemeinsamen Arbeit in einer Organisa­tion zusammenfanden. Am 8. April 1889 gründeten 14 Kollegen im .Deutschen Kaiser" denVerein Cas­seler Wirthe", dessen Name halb nach der Gründung infolge der größeren Ausdehnung in den Namen .Lvirteverein Kassel und Umgegend, e. V." abgeändert tour. Von den Gründen toeili noch der damalige 1. Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Friedrich Ritter- Berlin unter uns und erfreut sich in feinem 79. Lebensjahre einer erstaunlichen körperlichen Rüstig­keit und geistigen Frische. Unter Herrn Ritters Tätig­keit wurde im Jahre 1895 eine eigene Krankenkasse für das Gastwirtsgewerbe ins Leben gerufen, die später in die heute noch bestehende Besondere Ortskranken­kasse Nr. 1 für Gast- und Schankwirtschaften umge- wandelt wurde. In demselben Jahre gründete der Verein eine eigene Fachschule für Koch- und Kellnerlehrlinge, die in den späteren Jahren immer besser ausgebaut worden ist und heute als anerkannte Werksschule dasteht. Schon im Jahre 1897 machte der Wirteverein in der Oeffentlichkeit dadurch von sich reden, daß eine Ausstellung für Kochkunst, Hotel- und Wirtschaftswesen und verwandte Gewerbe" von ihm in hervorragender Weise durchgeführt wurde. Die Vereinsleitung gab Herrn Ritter im Jahre 1895 an Herrn Wilhelm Kröger, damaligen Besitzer des Hotels ..Monovol-Metropol", ab. aus dessen Hand im Jahre 1906 der heutige Ehrenvorsitzende. Herr Heinrich Holzhauer, damals Inhaber desStadtpark", den Vor­sitz empfing.

Rastlos und unermüdlich leitete auch dieser bas Vereinsschifflein all die vielen Jahre hindurch zum Segen des Eastwirtsgewerbes. Besonders während des Weltkrieges und der Inflationszeit erforderte die Leitung einer solch großen Organisation größte Umsicht und Tatkraft. Unter Leitung des Herrn Holzhauer hielt der Verein im Jahre 1922 dieMitteldeutsche Ausstellung für Hotel- und Eastwirtsgewerbe, Koch­kunst und einschlägige Artikel" ab die in der Oeffent­lichkeit gut aufgenommen wurde. Als Herr Holzhauer im Jahre 1923 von seinem Posten freiwillig zurück­trat, wurde Stadtverordneter Hans Erenzebach zum Vorsitzenden des Vereins gewählt, dessen Leitung heute noch in feiner Hand liegt. Noch in aller Er­innerung ist der im Jahre 1926 in Kassel abgehaltene 51. Deutsche Eastwirtstag" mit der in glänzender Weife durchgeführten, noch nie bagemefenen Fried- richsplatzbeleuchtung, verbunden mit der Ausstellung fürÄüdje und Haus", wodurch bas Ansehen des Ver­eins auch über Kassels Mauern hinaus gefestigt wurde. All die Führer des Vereins legten großen Wert darauf, einen weiteren Ausbau des Vereins vor­zunehmen und ihn zu einer Kampforganisation zu ge­stalten, wie er heute im Wirtschaftsleben tatsächlich dasteht.

Der Kasseler Verein ist einer bet stärksten Stützen des Provinzial-Gastwirte-Verbandes. Ging doch aus seinen Reihen der jetzige Schatzmeister des D. E. D., Herr Alfred Hartleb, welcher heute noch Ehrenmit­glied des Vereins ist, hervor. Segensreich auch wirk­ten die im Wirteverein bestehenden Selbsthilfeeintich- tungen, wie die seit dem Jahre 1905 gegründete Spar­und Einkaufsgenossenschaft für das Wirtegewerbe, e. G. m. b. H. in Kassel, die heute als ein mächtiger Eckpfeiler der Organisation dasteht und Einfluß auf das Wirtschaftsleben ausübt; ferner die im Jahre 1923 errichtete Sterbeunterstützungskasse, welche durchschnitt­lich jährlich 20 000 Mark Unterstützungen auszahlte und so int Augenblick der Not helfend eingreifen konnte. Der zur Zeit des Jubiläums tätige Vereins­vorstand, welcher für all die Belange im Interesse feiner Mitglieder eintritt, setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Stadtordneter Erenzebach 1. Vor­sitzender, Stadtverordneter Döhne 2. Vorsitzender, Stadtverordneter Schneider 1. Schriftführer, Kreis- beputierter Singe 2. Schriftführer, Köhler 1. Kassierer, Reintjes 2. Kassierer, und als Beisitzer die Herren: Bode, Ehrlich. Hafer, Henkel, Marzi. Maurer, Pflüger, Wilhelm und Wittrock. Möge der Wirteverein Kassel und Umgegend, der mit berechtigtem Stolz auf feine 40jährige arbeitsreiche Tätigkeit zurückblicken kann, auch fürderhin die Interessen seiner Mitglieder för­dern, bas Standesbewußtsein heben und sich so dem Allgemeinwohl nützlich erweisen.

In diesem Sinne wünschen wir der am 11. Februar dieses Jahres imStadtpark" stattfindenden Jubi­

läumsfeier des Vereins den allerbesten Verlauf und der bewährten Kasseler Wirteorganisation weiteres Blühen, Wachsen und Gedeihen.

Das Mer feiert

Fritz Brandt 8o Jahre alt.

Der in der Raffe- Ser Geschäftswelt allseitig bekannte und Beliebte Kauf­mann F. Brandt feiert am 10. Febr. in geistiger unp körperlicher Frische feinen achtzigsten Geburtstag. Erst vor kurz einem Jahre zog sich Herr Brandt mit feiner Gattin und Helferin mit der er ein gan­zes Leben lang die Viktoria - Parfüme­

rie am Friedrichsplatz in stiller Selbständigkeit führte, vorn Geschäftsleben zurück. Seine Gattin feiert am

gleichen Tage mit ihm ihren 72. Geburtstag. Mr wünschen aufs herzlichste Glück.

Friedrich Lhring feiert ebenfalls in aller Frische feinen 80. Ge­burtstag. Er war fünfzig Jahre bei der Firma Herr­sche l und Sohn tätig und ist Ehrenmitglied - bet Krieger-Sanitätskolonne vom Roten Kreuz und des Kriegervereins deut­scher Genossenschaft. Vor vier Jahren feierte er schon das Fest der golde­nen Hochzeit.

Sine freue Leserin

Die Witwe Kawline Bracht, Königstor 51, feierte in geistiger Frische ihren 80. Geburtstag.

Seit Gründung ist sie eine treue Leserin der Kass. Reuest. Rachr.

Reichsverbandstag der Deutschen Tankstetlenbesitzer Zum erstenmal vereinigen sich die deutschen Tank­stellenbesitzer und -Verwalter in Kassel. Hier wird man sich damit zu befassen haben, dig bisherigen Er­folge zusammenzufassen. Die Tagung in Kassel soll eine öffentliche Kundgebung des gesamten Tankstellen­gewerbes im Deutschen Reiche werden. Das Programm steht nach Vorstandssitzungen am 16. Februar am Montag, um 11 Uhr, die Eröffnung der Reichsver­bandstagung im Stadtpark vor, mit einer Reihe inter­essanter Vorträge.

Wanderfübrerlebrsaag des städtische» Jugendamtes. Bom 10.19. d. Mts, 20,15 Uhr unter VeTtittm von Stadt­turnrat Buchenau imSaal der Juaend", Wolisschlucht 23, Montag, Eröffnung: Stadtturnrat Buchenau, Kreisiugend» PflegerDie Eigenart der deff. Heimat" (mit Lichtbildern^, Schriftsteller W. Ide. Mittwoch:Deutsche (vlora* (mit Lichtbildern!. Direktor Hermann Schulz. Freitag:Das Lahntal" (mit Lichtbildern), Kaffenoberinsvektor Ernst. Film: Auf Havel und Elbe bis Sambura. Montag:Bom Luftbild zur Karte" (mit Lichtbilderns. Berwaltungsinspek- tor Franzen. Mittwoch:Mädchenwandern" (mit Lichtbil­dern). Reg.-Bezirksjugcndpslegerin Rohrbach. Film: Ich fahr durch die Seit.

Der verbesserte Opel

Das erste Auto unter 2000 Mark

In Rüsselsheim rauchen wieder die Schornsteine, laufen die Bänder, dröhnt und arbeitet das Riesen­werk im Pulsschlag der Zeit! Die Umstellung der O p e l - B e t r i e B e, die in die Zeit der Jahreswende gelegt war, ist zum vorläufigen ABschluß gekommen. Zirka 8000 SrBeiter arbeiten an der Verwirk­lichung des Produktionsprogramms für 1930, welches hauptsächlich die verBesserten 4- und 8-P.-8.-Modelle vorfieht, nebst den bekannten Last- unb Lieferwagen. Die sich zur Zeit auf rund 150 Wa­gen pro Tag belaufende Produktion soll in Kürze erheblich gesteigert werden. Der 8. Februar 1930 ist ein Gedenktag in der Geschichte des Kraft­wagenbaues, denn an diesem Tage erschien der erste vollwertige Normalkraftwagen zum Preise von unter 2000 RM. auf dem Automobilmarkt.

Es ist dies der verbesserteOpel 1930, Type 1, 1 Liter, 4 P. S., 4 Zylinder.

Beseelt von dem Gedanken des Fortschritts, daß dieser kleine Wagen wie kein zweiter dem heutigen Bedürf­nis entspricht und dient, hat die Adam Ope 1 A.-G. ihn revidiert und mit Verbesserungen und Neuerungen und bei gleichzeitig gesenktem Preise zumkonkurrenz­los preiswürdigsten" von allen seiner Klasse gestem­pelt. Sein verhesserter Motor läuft durch Ver­änderungen an der Kurbelwelle, an den Ventilen und im Zylinderkopf gleichmäßiger, leistet mehr Arbeit und hat ein besseres Anzugsvermögen Unterstützt wird er weiter von einem verbesserten Vergaser, der jederzeit ein richtiges Gasgemisch liefert und den Kraftstoffverbrauch um 15 Prozent ermäßigt. Eine völlig umgeänberte Bremsanlage gewährt höchste Bremswirkung, welche durch eine neuartige Ab­dichtung gegen Verölung und Verschmutzung der Bremsbackenbeläge durch Schutzscheibeii und Kork­ringe noch besonders gesichert ist. Diese Lösung der Bremsfrage ist eine technische Errungenschaft, die sich nur an den Wagen der teuersten Preisklasse be­findet. Eine zweckmäßigere Anbringung des Lenk­rades, eine unsichtbare Anbringung der Steuersäulen­stütze macht die Steuerung des Wagens zum Kinder­spiel. Im 1,1 Liter 4 P. S. findet man ferner neüe und bessere Dichtung der Kühlverschraubung, neue indirekte Beleuchtung des Armaturenbrettes, neue Stirnwand aus einem Stück neues, besser ausgeführ­tes holzfarbenes Armaturenbrett, elektrische Winker in allen geschlossenen Modellen, neues und verbessertes Tachometer, größeren und bequemeren Anlasser und Lustklappenknopf. Harmonisch umschließen alle diese

Verbesserungen und Neuerungen die modernisierten Karosserien.

Abgesehen von der Tatsache, daß sich zum ersten­mal der Preis für einen vollwertigen Normalkraft- toagen unter 2000 Mark senkt, bringt die Adam Opel-A.-G. auch noch den 6 Zylinder 2 Liter 8 PS. in einer verbesserten Ausgabe bei wiederum gesenktem Preis heraus.

Derverbefferte Opel 1930" 2 Liter 8 PT.

6 Zylinder

ist ein wahres Meisterwerk! Acußerlich und innerlich hat er eine Wiedergeburt gefeiert, die die Bewunde­rung des Publikums und die Anerkennung des Fach­mannes erwecken muß. Passend zum Wert des ma­schinellen Inneren schufen die Staroffertebauer der Adam Opel-A.-G. bei diesem Modell eine wür­dige Hülle, tote sie sonst nur Wagen höchster Preis­klassen aufzuweisen haben. Die Verbesserungen und Neuerungen der Motors, der Bremsen, der Steuerung usw. an dem 2 Liter 8 PS. sind das Resultat der Prinzipien, die die Adam Ovel-A.-G. verfolgt und die in dem Wunsch gipfeln, dem Käu­ferpublikum zum niedrigstmöglichen Preise ein best­mögliches Erzeugnis zu liefern.

Der Opel-Automobil -Verkauf Tb. Veyhl u. Co., G. m. b. H. K as s e 1 zeigt in den Ausstellungs­räumen Opernstraße die neuen verbesserten 4 und 8 PS. Opelwagen. Den 4 PI. als offenen

Zwei- und Viersitzer, als Cabriolet unv Limousine, den 8 PS. als Limousine und Luxus-Limousine, ferner einen sehr prakti­scher, 4 PS.-Lieserwagen.