Kasseler Neueste Nachrichten
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Rümmer 23
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Dienstag, 28. Januar 1930
20. Zahrgang
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Oer Kampf um die Flottenparität
Scharfe franzöfifch-itallemsche Gegensätze ans der Flottenkonserenz / Srauns Angebot an die S.V.P. / Aeichsrat nnd Nonngplan
Pessimismus in Preußen
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Berlin, 28. Januar.
Die Aussichten für das Zustandekommen der Erotzen Koalition in Preußen haben sich inzwischen erheblich verschlechtert, und War sind die Gründe für diese Verschlechterung im wesentlichen in den Differenzen zu suchen, die innerhalb der preußischen Koalition selbst aufgetreten sind. Es ist bereits gemeldet worden, daß die
1 Demokraten schwere Bedenken dagegen hatte«, 1 die einzige Partei zu sei«, welche für das Zu- -I statldekommen der Groben Koalitio« Opfer briu- 1 gen soll. Diesem Standpunkte haben die Demokra- 1 te« in der gestrigen interfraktionellen Besprechung 1 «achtzollig Ausdruck gegeben, und sie habe« dabei J gleichzeitig Einwendungen gegen die Kandi- ! datur des sozialdemokratischeu Abgeordneten König für das Kultusministerium gemacht.
Die Demokraten haben darauf hingewiesen, daß Preußen zum weitaus überwiegenden Teil eine evangelische Bevölkerung habe, und daß man infolgedesien im Kultusministerium neben einem katholischen Staatssekretär nicht noch einen Minister einsetzen könne, der früher Katholik und jetzt Dissident sei. Das Zentrum, welches sich bereits mit der Wahl des Sozialdemokraten König abgefunden hatte, hat darauchin sofort erklärt, daß angesichts dieses demo- kratischen Vorstoßes die Kandivatur Königs nicht aufrechterhalten werden könne, denn das Zentrum wolle unbedingt jeden Anschein vermeiden, als ob es etwa auf die Interessen der evangelischen Bevölkerung nicht genügend Rücksicht nehme. Die Sozialdemokraten aber haben in ihren interfraktionellen Besprechungen erklärt, sie hätten überhaupt kein Interesse an weiteren Verhandlungen, wenn Königs Kandidatur angeWeifelt werde.
Brauns Angebot '
Trotz dieser ungeklärten Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Koalition hat gestern Ministerpräsident Braun einem Vertreter der Deut
schen Volkspartei ein Angebot gemacht, welches folgende drei Punkte enchält.
1. Die Volkspartei erhält das Handelsministerium
2. Die Volkspartei bekommt einen Minister ohne Portefeuille und ohne Gehalt.
3. Die Sozialdemokraten bekommen das Kultusministerium.
Dieser Angebot weist also gegenüber der bisherigen Besprechungsbasis wesentliche Veränderungen auf. Denn es ist nicht mehr von einem Staatssekretär die Rede, der den Minister ohne Portefeuille vertreten soll. Neu ist ferner, daß ein Minister nicht nur ohne Portefeuille, sondern gewissermaßen auch ohne Portemonnaie eingesetzt werden soll. Ferner bleibt die Frage der Kandidatur König immer «och ungelöst.
Die Deutsche Volkspartei wird heute in einer Fraktionsbesprechung zum ersten Mal zu dem neuen Angebot des Ministerpräsidenten Braun Stel lung nehmen und es bleibt abzuwarten, ob sie die fern Angebot zustimmen wird.
Aber auch im Falle der Bejahung dieser Bedingungen würde es noch fraglich sein, ob die Große Koalition zustande kommt, weil dann wieder Verhandlungen mit den anderen Parteien wegen des Abgeordneten König erforderlich find. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, wenn die Bildung der Großen Koalition in Preußen mit einem gewissen Pessimismus betrachtet wird.
Die Ratifizierung des Noungplanes
Wahrscheinlich noch vor dem 20. Februar.
th. Berlin, 28. Januar.
Die parlamentarische Billigung des Aoungplanes und der sonstigen Einzelabkommeu des Haager Berhandlungsergebnisses wird, wie man schon aus den gestrigen Besprechungen im Reichstage gesehen hat, vorausfichtlich keinerlei Schwierigkeiten bereiten. Im Auswärtigen Ausschuß des Reichsratswurde inAewesenheitmehrerer Mini-
Tardieu gegen Grandi
j Eigener D
London, 28. Januar.
Di« Verhandlungen aus der Londoner See« «brüftnngskonserenz stehen nach de« Zustandekommen eines Kompromisses zwischen der englischen nnd der französischen Auffassung über die Art der Rüstungsbeschränkungen im Zeichen des italienisch » französischen Gegensatzes, der sich in der Frage der Parität nun allmählich zum Kardinalpunkt der Konferenz heranszubilden scheint.
In den bisherigen Verhandlungen zwischen der französischen und italienischen Delegation soll so gut wie kein Fortschritt in dieser Frage erzielt wordeu sein, da die französische Delegation hartnäckig die ita- Aeuische Forderung «ach Flottenparität ab- lehut und die Italiener ebenso hartnäckig aus ihrem Berlangeu nach Parität bestehen.
Angesichts der gestrigen Entwicklung sieht mau der heutigen Konferenz mit besonderer Spannung ent« »egen.
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Hebet die gestrigen Verhandlungen berichten die Dürrgenblätter u. a. folgende Einzäheiten:
Nach der „Time s“ schlug Tardieu vor, daß die Konferenz, bevor sie sich auf Einzelheiten übet die Echiffstypen einlasse, zunächst eine Vereinbarung über folgende drei Hauptpunkte erzielen solle: L Die Methode ber_ Berechnung der Bedürfnisse der verschiedenen Mächte, 2. die Eesamttonnage, 3. das Recht des Tonnagetransfers von einer Schiffsklasse auf die andere.
Der italienische Hauptdelegierte Grandi schlug daß vor allem eine Vereinbarung über das Stärkeverhältnis der einzelnen Kriegsflotten zueinander hergestellt werden solle.
Hebet diese Forderungen konnte keine Einigung «zielt werden. Doch hofft „Daily Telegraph", daß hellte bei bei erneuten Zusammenkunft bet Hauptdelegierten die Tagesordnung „mehr ober ® e Niger endgültig" vereinbart werben könne. Das Blatt bestätigt im übrigen, daß bie Auseinanbersetzungen zwischen Tardieu und Grandi sehr erbittert gewesen seien.
Irland als Sündenbock
1 Unzufriedenheit in der Pariser Rechtspresse.
T Paris, 28. Januar.
Zu den gestrigen Auseinandersetzungen auf der Londoner Konferenz schreibt der Berichterstatter des »Echo de Paris", daß die Londoner Verhandlun-
ahtberich 1.
gen zuerst auf Kosten der französisch-italienischen Beziehungen gingen. Die Verantwortung hierfür falle vollkommen auf Briand, weil dieser der italienischen Regierung im Vertrag von 1922 nicht nur ein Kontingent von Großkampfschiffen in gleicher Stärke wie das französische bewilligt, sondern auch außerdem die Gleichheit für die übrigen Kriegsschiffe versprochen habe. Der gleiche Berichterstatter meldet, daß gestern abend in Konferenzkreisen davon gesprochen worden sei, sowohl bie französische wie bie italienische Forderung gemeinsam ab- z u w e i s e n, und kurzer Hand eine Fortsetzung der Seestreitkräfte nach Schiffskategorien vorzunehmen.
Der Sonderberichterstatter des „Matin" in London berichtet, daß . nach Ansicht Tardieus noch acht Tage erforderlich sein würden, damit die Konferenz sich von den Vorurteilen, denen jede einzelne Delegation unterworfen sei, befreie.
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»Echo de Paris* erklärt, die Gerüchte von einer Umbildung des Ministeriums, die täglich im Umlauf feien,. feien vollkommen unbegründet, und man könne fogar aufgrund der von London kommenden Meldungen behaupten, daß die Solidarität der Regierung vollkommen fei.
Lin russischer Emigrantenführer verschwunden!
Paris, 28. Januar.
Nach dem „Echo de Paris" ist man in hiesigen russischen Flüchtliugskreisen über das geheimnisvolle, plötzliche Verschwinden deS Generals Kutipeff sehr beunruhigt.
Kutipeff zeichnete sich zunächst in der zaristischen Armee und dann unter Denikin und Wrangel auS. Er ist der Vorsitzende der Bereinigung der in Frankreich lebenden ehemaligen russischen Frontkämpfer.
In hiesigen russischen Kreisen spricht man davon, daß der General in einen bolschewistischen Hinterhalt gefallen sei.
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Paris, 28. Januar. Die „Humanite" meldet, daß der Untersuchungsriö^er den kommunistischen Abgeordneten Cach in und Dorio 1 mitoeteilt habe, daß sie der Verschwörung gegen bie Sicherheit des Landes beschuldigt würden.
sterpräsideuten der Länder eine sehr angeregte und interessante Debatte geführt, aber es hat sich ergeben, daß von keiner Seite ernsthafte Einwendungen erhoben wurden. e
Die vereinigten Ausschüsse des Reichsrats sollen bereits am Freitag zum Haager Ergebnis Stellung nehmen, und am Sonnabend wird der R e i ch s r a t in einer Plenarsitzung den Uoungplan endgültig verabschieden, so daß in nächster Woche bereits der Reichstag wieder zusammenkommen kann. Am Dienstag wollen die Fraktionen den Uoungplan beraten, am Mi11woch und Donnerstag wird die große außenpMtifche Debatte im Plenum des Reichstags stattfinden, die mit der ersten Lesung der Aounggesetze verknüpft ist.
Dann werden der Haushaltsausschutz und der Auswärtige Ausschuß des Reichstags gemeinsam in die Zwischendebatte eintreten, und am 14. und 15. Fe- bruar wird dann die zweite und dritte Lesung des Gesamtwerkes im Reichstag stattfinden. Dabei wird noch vor dem 20. Februar (dem im Haag mit England, Frankreich, Belgien und Italien vereinbarten Termin), die Ratifizierung des Young- plaues durch das deutsche Parlament endgültig vollzogen fein.
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Auch in der interfraktionellen Befpre- chung, die gestern unter dem Vorsitz des Reichskanzlers stattsend, und in der es sich um datz neue Reichsdankgefetz handelte, zeigte es sich, daß
die Mehrheit des Reichstags gefonnen ist, keinerlei weitere Abänderungen am Verhanvlungsergebnis vorzunehmen.
Die Wünsche der Sozialdemokraten gehen bekanntlich dahin, daß bei Gelegenheit der Aende- nrrog des Reichsbankgesetzes, gleich noch weiter- gehende Bestimmungen über die Absetzbarkeit des Rcichsbankprästdenten eingefügt werden sollen und mß beim Inkrafttreten des neuen Gesetzes eine Neuwahl des Rerchsbankprüsidenten vorgenommen werden sollte.
Beides wird von den bürgerlichen KoalitionS- narteien abgelchnt und wenn auch die Sozialdemokraten auf Grund der negativen Ergebnisses der gestrigen Besprechungen der Meinung sind, ihre Wünsche könnten nur noch in Gestalt eines Initiativantrages im Reichstag eingebracht werden, so besteht doch keine Aussicht für sie, auf diesem Wege eine Erfüllung ihrer Wünsche zu erlangen. Die Mehrheit des Reichstages wird das Haager Ver- handlungsergebnis unverändert annehmen.
Sauerbrey wird ausgeliefert
Prag, 28. Januar.
Der Frankfurter Millionenbetrüger Sauerbrey, der wegen falscher Anmeldung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, hat feine Strafe verbüßt und wird heute den reichsdeutfcheu Behörden übergeben werden. Er wird an die Grenze gebracht werden, wo ihn t--'-' s die verständigte deutsche Po- nzei übernehmen wird. t i leitet ifr i ■
Das Abkommen mit polen
Eigener D
Berlin, 28. Januar.
Der deutsch-polnische Vertrag über die Liquidierung der Vergangenheit, der aus Grund der Empfehlungen der ersten Haager Konferenz am 31. Oktober vorigen Jahres von dem deutschen Gesandten Rauscher in Warschau paraphiert wurde, liegt nunmehr iw Wortlaut vor. Allerdings wird halbamtlich erklärt, daß diese Veröffentlichung des Vertrages durch ein Nachrichtenbüro nur auf einer Indiskretion . zurückgehen können. Bekanntlich werde über das Abkommen noch verhandelt.
In dem Abkommen heißt es in den entscheidenden Artikeln 2 und 3: Die deutsche Regierung erklärt bett VerziHt auf alle mit dem Krieg oder dem Friedensvertrag in Zufammenhang stehenden Forderungen finanzieller oder Vermögensrecht- kicher Art — sowohl des Staates wie seiner Staatsangehörigen (natürlicher od. juristischer Personen —, die wegen irgendeines Vorganges aus der Zeit vor dem Jnkraftreten des Young-Planes unmittelbar oder mittelbar gegen Polen geltend gemacht worden find oder künftig geltend gemacht werden könnten einschließlich der Reklamationen, die in besonderen auf solche Vorgänge bezüglichen Abkommen anerkannt find. Was die Forderungen finanzieller oder verrnögensrechtlicher Art von feiten Polens sowohl deS Staates wie seiner Staatsangehörigen (physischer und juristischer Personen) betrifft, die mit dem Krieg Tiber dem Friedensvertrag in Zufammenhang stehen und wegen irgendeines vor dem Inkrafttreten des Young-Planes liegenden Vorganges unmittelbar
ahtberichr.
. Etwaige Streitigkeiten sollen durch ein Schiedsgericht entschieden werden.
Dar Schlußprotskoll
zum Artikel 2 enthält u. a. folgende Bestimmungen'
1. Die deutsche Erklärung in Artikel 2 der genannten Vereinbarung umfaßt auch alle Reklamationen deutscher Staatsangehöriger gegen bie polnifckie Regierung, die sich auf bie Artikel 92 Abs. 4, 297 Abf. 2, 304 und 305 des Vertrages von Versailles stützen und zwar sowohl dkejemgen, die bereits vor das deutsch-polnische gemischte Schiedsgericht gebracht sind als auch bie, die künftig dort geltend gemacht werden könnten, aber aus der Vergangenheit stammen.
2. Die polnische Erklärung in Artikel 2 der Vereinbarung umfaßt auch alle Reklamationen polnischer Staatsangehöriger, di« vor demselben Schiedsgericht gegen die deutsche Regierung gellend gemacht worden sind und sich auf die Artikel 297, 298, 300, 302, 304 unb 305 bes Vertrages von Versailles stützen unb zwar sowohl diejenigen, die bereits vor das genannte Schiedsgericht gebracht worden sind als auch bie, die künftig dort geltend gemacht werden könnten, aber aus der Vergangenheit stammen.
3. Die Forderungen aus den für bie lieber« gangszeit geltenden Bestimmungen des Genfer Abkommens vom 15. Mai 1922 für bie das SchiedS- Oin Beuchen oder die gemischt Kommission m ritz zuständig sind, sind in dem gegenseitigen Verzicht nicht einbegriffen.
4. Die gegenseitigen Erklärungen in Artikel 2 der genannten Vereinbarung umfassen nicht nur die Forderungen der Staatsangehörigen (natürliche und juristische Personen) an die betreffende Regierung, sondern auch die für eigene Rechnung gestellten finanziellen Forderungen der einen Regierung an bie andere, gleichviel worauf sie sich rechtlich oder tatsächlich gründen.
ober mittelbar gegen Deutschland geltend gemacht worden find oder künftig geltend gemacht werden könnten .einschließlich der Reklamationen, die in besonderen auf solche Vorgänge bezüglichen Abkommen anerkannt fitüi, so erkennt die polnische Regierung die Bestimmungen in Kapitel 9 6 143 ves Young- planes an. Unbeschadet der Bestimmungen des Ar- tikels V dieser Vereinbarungen stellen die gegenwärtigen Erklärungen einen vollständigen und endgültigen Verzicht auf die oben erwähnten Reklamationen dar, gleichviel wer daran beteiligt ist.
Die polnische Regierung erklärt, auf jede Liquidation polnischer Güter, Rechte und Interessen in Polen, die die polnische Regierung auf Grund oder nach Maßgabe der Bestimmungen des Artikels 92 und 297b des Friedensvertrages vorgenommen hat oder vornehmen konnte, zu verzichte«,
Freisprüche im Lttivinoff-Prozeß
Paris, 28. Januar.
Im Wechfelfülscher-Prozeß Litwinoss und Eenosse« verneinten die Geschworenen nach längerer Beratnng sämtliche Schulbfragen. Die drei Angeklagte« Litwinoff, Joffe unb Sabatine wurde« infolgedessen freigesprochen.
Rach der Verkündigung des Urteils fiel der Angeklagte Josse in Ohnmacht, während Litwinoff selbst ansrief: „Es lebe bie französiiche Justiz!" Die als Zivillläßeriu austretende rusfische Handelsvertretung in Berlin wurde zur Tragung der Kosten verurteilt. Ein Antrag ihrer Anwälte, die strittigen Reben Wechsel im Werte von 25 Millionen Francs zu beschlagnahmen, wurde abgelehnt, jedoch oerfügte das Gericht, daß die Wechsel so lange in der Eerichtsschreiberei hinterlegt bleiben, bis der vierte Angeklagte, der nicht erschienene Berliner Bankier Alschitz, in Abwesenheit abgeurteilt ist.
soweit sich diese Güter, Rechte und Interessen am 1. September 1929 noch in der Hand ihrer Eigentümer oder ehemaligen Eigentümer befanden. Alle Maßnahmen zur Erhaltung des bestehenden Zustandes, die in Verbindung mit dem obenerwähnten Liquidationsver- fahren getroffen worden find, verlieren mit dem Inkrafttreten der gegenwärtigen Vereinbarung ihre Wirkung. Die in Rede stehenden Güter werden in dem tatsächlichen rechtlichen Zustand, in dem fie fich befinde», samt den mit ihnen zusammenhängenden Rechten und Vergünstigungen und nnter Aufrechterhaltung der bestchendeu Lasten frtigegeben, ohne daß jedoch für die Kosten und Honorare deS Liquidationsverwalters eine Zurückhaltung erfolgen darf.
Neubaueinsturz in Stollen
Rom. 28. Januar.
In Italien hoben seit einiger Zeit heftige Nieder, schlüge eingesetzt, die noch anbauern. Im übrige« beginnen sich wieder die Meldungen von Hauseiustürze« zu häufe«. In der Provinz Genua stürzte ein fünfstöckiger Neubau aus Eisenbeton wie ei« Karteohaas z«sammen. Glücklicherweise konnten fich alle Arbeiter noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, da das Haus zunächst einen großen Riß erhielt.
In Sampiadarena, ebenfalls in der Provinz Genua ftflr-tte am späten Abend ein hoher Erdwall in einer Länge von 12 Metern ei« unb bedrohte die Kaserne der Karabinieri. Während bie Feuerwehr noch mit den Aufrämuugsarbcilen beschäftigt war, stürzte ein weiterer Teil des cin unb &t,
störte die Kaserne fast vollständig.