Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Nummer 11
Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.
Dienstag, 14. Januar 1930
Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.
20. Zahrgan«
Aenderung des Michsbankstatuts beantragt!
Gegenastion der Reichsregierung gegen Schachts neuen Vorstoß / Ser Reichsbankpräsident lehnt Seteilignng der Reichsdank an der 3.3.3. ad
SasSeheimnis derEanktionsformel
Eigener Drahtbericht.
Schachts Attacke im Haag
Eigener Drahtbericht.
Haag, 14. Januar.
Die deutsche Delegation, die die Lage gestern abend als sehr ernst betrachtete, hat über den Vorsall. der durch die Erklärung Dr. Schachts hervorgerusen wurde, sofort mit den Berliner amtlichen Stellen und dem Reichskanzler Fühlung genommen.
Bon maßgebender Seite der deutschen Delegation erklärt man uns, daß man trotz der Zwischenfälle glaubt, die Konferenz zwischen Deutschland und den fünf Gläubigermächten zu Ende zu führen. Das in Berlin in den Abendstunden befürchtete Aufstiegen der Konferenz sei beschworen.
Wie weiter bekannt wird, beantragte die Reichs regierung im Haag die Aenderung des Bankgesetzes Die deutsche Delegation hat nämlich im Einvernehmen mit dem Reichskanzler beschlossen, auf der Haa ger Konferenz offiziell die Abänderung des Entwurfes für das neue Reichsbankgesetz im Sinne der Einschränkung der Rechte des Reichsbankprästdenten zu beantragen.
Man rechnet damit, daß die Konferenz bis Ende der Woche, spätestens bis Sonntag, trotz des Vorfalles, beendet sein kann. Präsident Jaspar hat das Komitee für die I. Z. B. aufgefordert, seine Arbeiten alsbald fortzusetzen und ihm den Eingang des Briefes von Schacht bestätigt.
Auch die Arbeiten an den Vereinbarungen, die bisher zwischen Deutschland und den Gläubiger- Mächten verhandelt worden sind, werden fortgesetzt und die Ergebniffe in das Schlußprotokoll der Haager Konferenz eingefügt.
Die weitere Beratung der noch nicht abgrschlosie- nen Mobilisierung s- und Sankt i ans- frage erfolgt Mittwoch vormittag 11 Uhr 45. Tar- dieu fährt am gleichen Tage von Paris zurück. Ministerpräsident Tardieu und Außenminister Dr. Cur- tius haben vereinbart, über die Sanktionsformel vorläufig keine Mitteilung zu machen. Der Text der Vereinbarung wird jedoch am Mittwoch veröffentlicht.
„Europäischer ©ittafor"
Schachts Vorstoß im ausländischen Urteil.
London, 14. Januar.
Der Haager Korrespondent des „Daily Herald" sagt: Dr. Schacht hat bereits 6 Stunden nach seiner Ankunft die erste Sensation der Konferenz geschaffen. Die beleidigende Herausforderung, die er damit nicht nur an seine eigene Regierung, sondern auch an die Regierungen der anderen 18 aus der Konferenz vertretenen Länder richtete, wurde mit dem Beschluß der 6 Mächte beantwortet, seine Opposition unbeachtet zu lasten.
Der Haager Korrespondent der „Times" meldet: Angesichts der Haltung, die Dr. Schacht bei der ersten
Session der Haager Konferenz eingenommen hatte, ist es nicht erstaunlich, daß er es nochmals versucht, jede Verantwortung für die unvermeidlichen politischen Kompromisse abzulehne.:. ie bei der Auslegung und Anwendung des Aoungberichtes vorgenommen wurden.
Der Reuterkorrespondent im Haag meldet, der Versuch Dr. Schachts, die Haager Konferenz zu „torpedieren", sei zum Scheitern gebracht worden, und der deutsche Reichsbankpräsident habe mit seiner Einmischung in politische Angelegenheiten nichts gewonnen als eine scharfe Zurückweisung durch die Delegierten.
Der Haager Korrespondent der „Daily Mail" spricht von einem Versuche des Reichsbankprästdenten, einen europäischen Diktator zu spielen.
*
Paris, 14. Januar.
Im Vordergründe der Erörterungen der Morgenpresse steht der Schritt Dr. Schachts, der von der Morgenpresse als ernst bezeigtet wird. „Matin" schreibt: Der Vorswtz des Reichsbankprästdenten hat den Vorteil, daß nun eine Möglichkeit gegeben ist, ein Geschwür zu beseitigen, an dem die Verhandlungen krankten. Der Schrecken, den dieser Finanzmann aus der Ferne verbreitete, übte einen ungesunden Einfluß auf die deutsche Delegation aus und lastete infolge einer Art Ansteckuna auch auf den anderen Delegationen. Dr. Schacht kam na-' dem Haag, aber er siegte nickt.
„Petit P a r i s i e r." führt aus: Dr. Schacht will die Reichsbank von der staatlichen Kontrolle freihalten und ohne Verantwortung sein. Andere Kreise schreiben ibm dagegen politische Hintergedanken zu.
„Journal" erklärt, man mäste anncbmcn, daß der Reichsbankpräsident sich lieber «ta <mäTtt>r«r poZ deuycyen Rationalismus ausspielen will, als einige Konzessionen zu machen, um sich aus der ernsten Lage zu befreien, in die er sick durch sein Memorandum vom 6. Dezember gebracht hat.
Italien fordert FlottenvarM
Rom, 14. Januar.
Der Standpunkt Italiens zur bevorstehenden Londoner Seeavrüstungskonfecenj wird in einer offiziösen Mitteilung des faschistischen Befehlsblattes klar dargelegt, die auch eine indirekte Antwort aus die jüngste französische Ablehnung der italienischen Vorschläge darstellt. Es heißt darin:
„Es ist unser aufrichtiger Wunsch, daß zwischen den fünf Flottenmächten ein Abkommen erzielt wird. Aber wir verhehlen uns die zu überwindenden ernsten Schwierigkeit nicht. Eine dieser Schwierigkeiten und eine Vorbedingung des Abkommens ist die Frage der Flottenparität mit Frankreich, wie sie im Protokoll von Washington erlangt wurde. Es ist absolut unmöglich, darauf zu verzichten. Es kommt nicht darauf an. ob man diese Gleichheit auf dem heutigen Niveau höher oder tiefer feftsetzt Die Hauptsache ist, daß das Recht der Parität auch im neuen Protokoll gewahrt bleibt, das die Arbeiten der Londoner Konferenz beschließen soll.
Sie Regierungsbildung in Thüringen
Weimar, 14. Januar.
Gestern abend kamen die Verhandlungen der bür. gerlichen Parteien und der Rationalsozialisten über die Regierungsbildung in Thüringen zum Abschluß. Dem Landtag soll folgendes Kabinett, daS sich aus acht Mitgliedern und zwar drei Ministern und fünf Staatsröten zusammcnsctzen wird, vorgeschlagen werden:
Ministerium des Innern und BolkSbildungsmini- sterium: Dr. Frick-Müncke» (Rat.-Soz.),
Finanzen: Baum (Landvo'kspartci), zugleich als
Vertreter des ehemaligen Gebiets Altenburg,
Wirtsckaftsministerium und Justizministerium: Dr. Kästner (Wirtschaftspakte:) zugleich als Vertreter des ehemaligen Gebietes Gotha.
Dazu treten solgende Sraatsräte: Marsch l e r (Rational-Sozialist für das Gebiet
Weimar, Port (Landvolkspartei) für das Gebiet Reutz, Kien (Dn., kür das Gebiet Meinungen Fürth (Wirtschuftspartei) für das Gebiet Rudolstadt und Bauer (DVP.) für daS Gebiet Sondershausen.
preußischer Staat
- und Evangelische Kirche
r Berlin, 14. Januar.
Gegenüber den in der letzten Zeit in die Oefsent. (Weil gedrungenen Nachrichten von einem Abbruch oder einer Vecschl mpung »et sprcchungen zwischen dem preußiichen Staat und den evangelischen Kirchen und gegenüber den gerade entgegengesetzten Meldungen über einen nahe bevorstehenden Abschluß stellt der Amck che Preußisch? Vr.'stedienft scsi daß bisher nur unverbindliche Besprechungen zwischen
den beteiligten Restarts und den Vertretern der evangelischen Kirchen stattgefunden haben. Diese Besprechungen sollen als Grundlage für die Verhandlungen dienen.
Im Staatsministerium weiden nach der Rückkehr des Ministerpräsidenten dte Richtlinien festgelegt werden, nach denen diese Verhandlungen ju führen sind Alle anders lautenden Nachrichten geben ein unrichtiges Bild von der tatsächlichen Lage.
Stahlhelm un» Reichsausschuß
e Magdeburg, 14. Januar
Am Sonnabend tagte in Magdeburg der Bundesvorstand des Stahlhelms, um sich über seine künftige Stellung zum Hugenbergschen Reichsausschuß schlüstig zu werden Die Aussprache dauerte mehrere Stunden. Schließlich kam man zu einem Beschluß, worin es heißt, daß der Bundesvorstand „die Aufrechterhaltung des Reichsausschusses billigt und in ihm den unentbehrlichen Ausgangspunkt der gesamten weiteren Freiheitsbewegung sieht". Weiter tt-trb die Ueberzeugung ausgesprochen, daß sich diese Front zur großen nationalen Rechten erweitern werde
Die verschiedentlich geäußerte Auffassung, daß der Stahlhelm sich vom Reichsausschuß losen wolle, har sich also zunächst noch nicht bestätigt.
Revolution in llruguatz?
Reuyork, 14. Januar.
In der Republik Uruguay ist nach Meldung aus Montevideo eine Revolution ausgebrochen. Das Zentrum der aufständischen Bewegung soll in der Provinz Rivera liegen. Zur Niederwerfung des Aufstandes soll die Regierung von Uruguay einen Teil des Heeres mobilisiert haben. Eine Bestätigung dieser Meldung von offizieller Seite liegt bis jetzt noch nicht vor."
Haag, 14. Januar.
In dem Organisationsausschuß für die Bank für internationalen Zahlungsausgleich ist durch ein Schreiben des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht an den Vorsitzenden dieses Ausschusses, den amerikanischen Bankpräfldenten Reynolds, die Frage der Beteiligung der Reichsbank an der BIZ. aufgeworfen worden. Dr. Schacht erklärte, daß er eine endgültige Entscheidung des Reichtzbankdirek- \ toriums über seine Stellungnahme zu dieser Betritt i gung noch nicht abgeben könne. Die Sitzung des \ Ausschusses für die BIZ. wurde daraufhin zunächst beendet.
Ueber den Inhalt des Schacht-Briefes verlautet ferner von französischer Seite, daß dieser Brief das Datum des 31. Dezember 1929 trägt und die Ant- wort Dr. Schachts auf die Rundfrage Rey- nglds an sämtliche Notenbanken darstellt, in der sie um Bekanntgabe ihrer Stellungnahmen zur Beteiligung an der internationalen Zahlnngsbank gebeten werden.
Schacht erhebt in diesem Bries die Forderung, daß der Aoungplan unverändert angenommen werden mutz, datz unter keinen Umständen bet militärischen und Politischen Sanktionen, rote sie im Versailler Vertrag vorgesehen sind, aufrechter- halteu werden könnten, und datz die Rechte des deutschen Privateigentums bei dem eng, lischen Sequester gewahrt bleiben mützten.
Wichtig ist ferner, daß der Bries die Forderung enthält, datz moralische und Politische Garantien dafür gegeben werden müssen, datz bei Annahme die politische Inferiorität Deutschlands gegenüber de» Alliierten ihr Ende finden müsse.
Energisches Eingreifen »er deutschen Selegativn
Haag, 14. Januar.
Nachdem die Sitzung des Organisationskomitees für die BI. Z. vertagt war, fanden zwischen der deutschen Delegation und dem Reichsbankpräsidenten Einigungsverhandlungen statt. Dr. Schacht wurde gefragt, ob er bei seiner Meinung beharre oder ob es doch noch möglich sei, die Mitwirkung der Reichsbank in Aussicht zu stellen. Schacht konnte jedoch in dieser Beziehung keine bindende Erklärung abgeben.
Nachdem Versuche, Dr. Schacht zu einer Aenderung seines Beschlusses zu bringen, ergebnislos geblieben waren, wurde ihm daraufhin erklärt, daß dann von der Eventualberechtigung des Youngplanes Gebrauch gemacht würde, eine andere Bankengruppe anstelle der Reichsbank heranzuziehen. Auf die Frage, ob er einen Einspruch erhebe, wenn das geschehe, erklärte der Reichsbankpräsident förmlich, er erhebe keinen Einspruch, und die Reichsbank sei bereit, die ihr als solcher obliegenden Funktionen für die Durchführung der im Aoungplan vorgesehenen Aufgaben zu übernehmen. Aus eine weitere Frage erklärte er sich bereit, im Organisationskomitee für die B. I. Z. bis zum Eintreffen eines Ersatzmannes aus der eventuell anstelle der Reichsbank tretenden Bankengruppe mitzuwirken.
In der darauf abgehaltenen Sitzung der sechs einladenden Mächte gab Reichsaußenminister Dr. Curtius eine Erklärung ab, die im wesentlichen den vorstehenden Sachverhalt enchielt, und stellte in Aussicht, daß man innerhalb 24 Stunden den Versuch zur Konstituierung der gedachten Bankengruppe durchführen werde. Die Gläubigerve r t r e t e r haben diese Erklärung zur Kenntnis genommen und einer von ihnen machte den Vorschlag, die Ausschuß- und Konferenzarbeiten weiter zu führen und den Versuch zu unternehmen, um die Arbeiten zu einem befriedigenden Abschluß zu bringen.
Die deutsche Delegation zeigt also die nötige Entschlossenheit und Tatkraft, um die Arbeiten trotz dieses Zwischenfalles zu Ende zu führen.
Den Bogen überspannt!
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Berlin, 14. Januar.
Der neue Borstotz des Reichsbankpräsideuten Dr. Schacht im Haag hat eine politisch bedenkliche Lage geschaffen, und es wird sich nun darum handeln, die nächsten Schritte zu überlege«, die vom Reichskabinett und der deutschen Delegation erfolgen müssen.
Es ist durchaus möglich, daß die Reichsregierung, angesichts der Weigerung des Reichsbankpräsidenten, die Reichsbank an der neuen Reparationsbank teilneh- men zu lassen, eine Aenderung des Reichs
bankgesetzes ins Auge faßt, um die Unabhängigkeit des Reichsbankprästdenten nicht mehr in der bisherigen Weise aufrechtzuerhalten. Man begründet derartige Absichten mit dem Hinweis darauf, daß
Ser Reichsbankpräsident Dr. Schacht diesmal im Haag die politischen Absichten der Reichsregierung in schwerster Weise durchkreuzt hat, und es ist sestzustellen, datz die allgemeine Zustimmung, die Dr. Schacht bei seinen bisherigen Schritten, auch sofern sie sich gegen die Regierung richteten, gefunden hat, jetzt bei weitem nicht mehr in gleichem Matze vorhanden ist. Biel- nehr ist es in hohem Matze auffällig, datz auch das Zentrum, welches bisher die Haager Repara- tionspolitik mit grotzer Zurückhaltung und Skepsis beobachtete, jetzt dem Reichsbankpräsidenten wider- ipricht und die Frage auswirst, ob die deutsche Mehrheitsregierung oder der Reichsbankpräsident Dr. Schacht in Deutschland politisch den Ausschlag geben sollen.
Wenn die „8 e r m a u i a" heute unter anderem schreibt: „Wir glauben, datz Dr. Schacht diesmal den Bogen überspannt hat und datz er diesmal nicht der Sieger sein wird," so ist eine solche Aeutzerung ein sehr bedentsames Symptom dafür, datz die AnhängerschaftdesReichs- bankpräsidenten im Schwinden begriffen ist, weil man allgemein den Eindruck gewinnt, datz er seinen bisher als gesund anerkannte» Weg verläßt und die gezogenen Grenzen überschreitet, die auch für seine Politik selbstverständlich bestehen. 1
Es ist natürlich kein Wunder, daß unter diesen Umständen der Sturm, der auf der Linken schon längst gegen Dr. Schacht entfacht worden war, jetzt seinen Höhepunkt erreichte. Die Sozialdemokraten sprechen unumwunden aus, daß dem jetzigen blamablen Zustand sofort ein Ende gemacht werden müsse, bnd daß andererseits die viere Sozialdemokraten in der Reichsregierung die Verantwortung nicht länger mittragen könnten. Es gehe nicht, daß das deutsche Volk sich eine Diktatur Dr. Schachts auf die Dauer gefallen lasse. Aehnliche Meinungen fingen müsse, und daß andererseits die vier Sozialde- derem davon die Rede ist, datz die Reichsregierung und die deutsche Delegation sich ihre Außenpolitik unter keinen Umständen von Dr. Schacht vorschreiben lassen könnten.
Besonders bedenklich erscheint es auch in den Kreisen der Rechten und der sonstigen Anhängerschaft Dr. Schachts, daß hier keine Kenntnis von den politischen und positiven Absichten, die Dr. Schacht bei seinem Vorgehen gehabt hat, besteht. Man spricht lediglich die Vermutung aus, daß der Reichsbankpräsident vor allem jede Verantwortung an dem Haager Ergebnis und am heutigen Aoungplan überhaupt demonstrativ ablehnen werde. Die weiteren Vermutungen ergehen sich in der gleichen Richtung, wie sie die weiter oben mitgeteilte Meldung erkennen ließ.
Dr. Schacht selbst hat sich bisher leider geweigert, Aufschluß über seine Motive und seine Absichten zu geben. Man fragt sich nur noch, warum es nicht gelang, zwischen der deutschen Delegation und Dr. Schacht eine Einigung herbeizuführen, da ja der Brief Dr. Schachts, in welchem er seine Weigerung ankündigt, der deutschen Delegation schon seit längerer Zeit bekannt gewesen sein soll. Ueber diese Fragen mutz natürlich noch Aufklärung geschaffen werden.
Ersah für dir Reichsbank
th. Berlin, 14. Januar.
Dr. Schaeffer ist gestern vom Haag nach hier abgereist und wird heute dem Reichskabinett in Berlin Bericht erstatten. Er wirv sofort in Verhandlungen über die Frage, ob ein anderes Bankenkonsortium an die Stelle der Reichsbank treten soll, ein. treten. Man hält es für wahrscheinlich, datz in erster Linie die Reichskreditgesellschaft. die Seehandlung oder auch die Deutsche Bank f^z rfne derartige Mitwirkung in Frage kommen. (Siehe auch die "Meldungen „Das Geheimnis der Sanktionsformci^
Tardieus pariser Resse
^aris, 14. Januar.
Ministerpräsident Tardieu traf heute vormittag 6 Uhr 50 hier ein. Heute vormittag findet im Ely- see unter dem Vorsitz des Präsidenten Tottmergue ein Ministerrat statt, an dem auch die Unterstaats- fefretäre teilnehmen werden da Tardieu sämtliche Kabtnettsmitglieder über das Ergebnis der Haager Konferenz unterrichten Will.
Aus der Umgebung der sranzSsischen Delegation rat Haag verlautet, daß Tardieu mit einem Mchiuß der Verhandlungen bis Sonntag rechnet.