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Sette 2 — 1. Beilage.
J&tffetet Reuest« Rachrichlen
Montag, 13. Januar 1930
Seien Sie so liebe nimmt big
Wohl» geben wit am Dienstag?
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Aivildienstberechtigten veranstalten Mitwach, I Januar, im großen Festsaale der Stadthalle |
flnfere Heimat
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Werne. Fetterer ! Max Hassan Albert Panlig / Dina Gralla
StoatliLesItzeatel
Montag, 13. Januar
Leitung: Kari Hallwachs
Kleines IBentet.
Montag. 13. Januar, 20 Uhr:
Im Nachtlokal am Broadway, Der Knall eine* Sdiufles. so geht der Sensation* - Schlager mit Spannung vom ersten bis «um neunten Akt
Gefaßt. Von der Kriminalpolizei wurde ein junger Bursche f-staenommen, der im Verdacht stand, eine Reche von Paletotviebstähle ausgefrihrt zu haben. Der junge Mann, der in der Regel um Unterstützung vorsprach und dabei die Gelegenheit benutzte, die im Flur an den GarverobestLndern hängenden Mäntel mitznnehmen, wurde überführt. In einem Falle hat er außerdem aus einer Hausjoppe einen Betrag von 100 NM entwendet.
Achtung Jnvnlidenrenlenempsänger! Die Auszahlung der Unterstützungen für Januar 1930 findet unter Vorlage der gelben Ausweiskane in den Büroränmen der städtischen Renlnersürsorgc, Holländische Straße 19, Erdgeschoß, 9 bis 12,30 Uhr. statt: am 15 Januar Nr. 1 bis 850, am 16. Ja- mtar Rr. 851 bis 1700, am 17 Januar Nr. 1701 btS 2650 am 18 Januar Nr. 2*>51 bis 3550. am 20. Januar Nr 3551 bis Ende, am 21. Januar Witwen und Waisen Nr. 1 bis 450. am 22. Januar Witwen und Waisen Nr. 451 bis Ende.
Der Mannerchor und daS Orchester des Retchsbun. des der Aivildienstberechtigten veranstalten Mitwoch, den 15. I,------ — “ ' ----- - . . -
Gerling, Martinsplatz 2 gegenüber <L Denkmal
Leitung:
Dr. Walter Pauli
| Ruhr-Eiformbriketts
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* heizkräftig, sparsam i billig im Verbrauch
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Ein tolles Spiel to ungeahnter Schönheit in 7 Akten.
Heute 20 Uhr, Stadtpark (großer Saal)
Oraiorieo-Verein—Phimanii. Chor
die Linie würde einer der rentabelsten
fast des gesamten Bezirks, denn eS sind nicht allein die Dennhäuser Arbeiter, die sie ständig benutzen würden, sondern auch ein großer Teil der Dörn- hager Arbeiter und derjenigen von Wollende und ebenfalls bekunden auch die Bergshäuser Arbeiter, soweit sie in Niederzwehren arbeiten, ein lebhaftes Interesse für Einrichtung einer Haltestelle am Waldhaus bei Freienhagen. Und weiter gibt eS außer der Arbeiterschaft noch einen anderen Teil der Bevölkerung, die die Weiterführuug der Omnibuslinie begrüßen würde.
Sorzeffati • Hias«Anstatt
Suxa&uwen
nachi ohne Hotmuna
mit HiShani Bartüeimss in der Hauptrolle
Mroposophisctie Gesellschaft
Zweig Kassel.
Orchester: Verstärkter Instrumental-Verein, Leitung: K. Hall wachs
Karten Mk. 3.30, 2.20, 1.10 im Mustkhan* Simon . Ständeplati
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dann zu einem ca. 60 Meter steilen Abhang hinauf, der im Winter bei Eis und Schnee abwärts größtenteils auf dem bewußten Hinterteil zurückgelegt wird, bei Glatteis überhaupt nicht passierbar und für alte, kranke, schwächliche und invalide Personen nur unter den größten Anstrengungen gangbar ist. Ein wirklich schöner Anschluß an das Kasseler Verkehrsnetz.
, Die Dittershäuser Brücke steht nun schon Jahr und Tag, und der Bau derselben hat unserer kleinen Schwestergemeinde gewiß eine schwere Last aufgebürdet und es gibt wohl auch keinen Dennhäuser Bewohner, der nicht aufrichtige Freude mitempfunden hätte, als wir kurz vor Weihnachten in allen Tageszeitungen lesen konnten, wie durch die Einnahmen aus dem Brückengeld Zinsen und Amortisation des Baukapitals bestritten werden können und Ueberschüsie v. mehreren 1000 Rm. erzielt wurden. Es ist angesichts dieses Umstandes wirkttch ein bißchen zu viel, von den Dennhäuser Arbeitern anzunehmen oder zu verlangen, daß sie unter Verzicht aus Teilnahme der modernen Errungenschaften des Verkehrs und des Kultursortschrittes, weiterhin den vorher beschriebenen beschwerlichen Umweg über Dittershausen machen. Wenn der Herr Verfafler behauptet, die Arbeiter, die die Eingabe um Weiter- sührung der Omnibuslinie von Neue Mühle nach
Im kleinen Stadtparksaal, Eingang Wilhelmstraße ►
Redner: Miagsahgeonhieier Keller, Rollshausen E
Aut die am 1. Februar 1930 fälligen 14. Zinsscheine unserer 5% Kohlenwertanlethe werden wir nach Ablührung der. 10% ftapitai- ertrogssieuer an das Finanzamt zur Auszahlung bringen
Denkmalsschutz. In der GWubigerversammlung der Firma Gebt. Zahn ist die Nachricht verbreitet worden, daß für das Haus des Bildhauers I. A. Naht (Ob. Königstr. 41) ein Denkmalsschutz nicht bestehe. Es wird im Gegenteil vom Konservator auf bi« unberührt« Erhaltung des Baudenkmals der aller größte Wert gelegt, lieber die hohe künstlerische Qualität, die das Gebäude aufzuweisen hat, und die Bedeutung, di ihm im Rachmn der deuksch-n Kunst nckommt, können Zweifel nicht bestehen.
Film der Wälle
Am Altmarkt stürzte auf dem glatten Stroßen- pflaster ein ISjähriger Klempnerlehrling, wobei ihm der schwer beladene Handwagen über die Hand fuhr. Die Sanitätswache Fuldabrücke brachte den Verletzten zum Arzt. — Dasselbe geschah mit einem älteren Fahrhurschen, der von seinem Pferd in die Hand geschnappt wurde.
Am Wen demolierte ein Schlosser, der sich betrunken hatte, in einem Anfall von Tobsucht den elterlichen Haushalt und bedrohte seine Familienangehörigen. Die Samariterwache Holzmarkt hatte große Mühe, den Unzurechnungsfähigen in das Karlshospital zu bringen.
In einer Bürgerschule in der Wörthstraße rutschte auf dem Flur eine 44jährige Lehrerin aus und brach das Fußgelenk. Sie wurde durch das Krankenauto der Feuerwehr nach ihrer Wohnung befördert.
Die Sanitätswache Nebelthaustraße transportierte einen 20jährigen Volontär aus der Hohenzollern- straße, der bei einem Handballspiel auf den Waldauer Wiesen einen Bruch des Nasenbeines und eine schwere Eesichtsverletzung erlitten hatte, in das Rote Kreuz- krankenhaus.
Ecke Kaiser-Friedrichstraße und Baunsberg--Straße stieß ein Motorradfahrer mit einem Auto zusammen. Der Motorradfahrer zog sich eine Fleischwunde am Unterschenkel zu, die seine Uebersührung in das Rote Kreuz notwendig machte. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Die Schuld soll den Motorradfahrer treffen, weil er infolge der hohen Geschwindigkeit die Gewalt über sein Rad verloren hat.
Vorträge und Veranstaltungen
Der Männerchor „Kasseler Ouartettvereinigung 1919“ veranstaltet am Mittwoch, 20 Uhr. im Evangelischen Vereinshause unter Leitung seines Chormeisters W Köhler ein Konzert, in dem neben einigen Wiener Komponisten vorwiegend Kasseler Komponisten gesungen werden. Die Kasseler sollen durch die Darbietung ihrer Werke geehrt werden. Vor allem gilt das dem Senior unserer Heimatmänner- chorkomponisten Lew alt er, von welchem drei Volksliederbearbeitungen aus den „Kaiserliederbüchern" zu Gehör kommen.
I. Konzert
Ltszt: XIILPsalm, de Haan : Lied vom Werden und Verireh
Tlnel 8euenian(< — Arien Ma« ab
4 Vorführung des Films ।
3 MIMMWMIWMMWM
N Eintritt Mark 1.— und Mark 0.50
Rundfunk
Programm des Kasseler and Frankfurter Senders. Dienstag, den 14. Januar.
6,30: Wetterbericht und Zeitangabe
13,15: Werbekonzert (Schallplatte»)
13,30: Schallplattenkonzert: Enrico Caruso
14—14.25: Von St. Moritz (nach (Stuttgart, toltt und au, die Schweizer Sender): Erstes SUometer-Laneee. Rennen für Skiläufer — Sprecher: Dr. Paul Laven 15,15—15,45: Stunde der Jugend
16—17,45: Nach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters 18,05: Wo uns der Schuh drückt: Artisten — Frager: Hugo
Ramm , _ ... .
18,85: Bon Stuttgart: „Aus dem Sehen der Deutschen in Sowietrutzland", Vortrag m ,
13,05: Bon Stuttgart: „Pfarrer Blumhardt-Boll, Vortrag von M. b. R. «eil _
19,30: Vom hessischen Landestheater Darmstadt: Othello — Over in vier Akten von Arrigo Boiw — Mufik t»n Giusevve Verdi — Othello: HanS Grahl: Eafsto, Hanvtmann: Otto Stadelmeier: Jago, Fähnrich: Hans Komregg: Desdemona, Othellos Gemahlin: Sinnt) von Siosch: Emilia, Jagos Gattin: Anna Ja- eobs — Erste Pause: 20,07—20,37 Uhr: zweite Panse: 21,10—21,35 Uhr: dritte Pause: 22,08—22,20 Uhr — Musikalische Settung: Generalmusikdirektor Dr. Karl Böhm — Spielleitung: Generalintendant Carl Ebert — Chöre: Emil Kafelitz
22,50: Nachrichten
23,10—28,40: Nach Stuttgart: Schachstunde
Dennhausen unterzeichnet haben — und das sind sie alle mit einer einzigen Ausnahme gewesen — hätten keineswegs dokumentieren wollen, daß sie nach Durchführung der Linie, diese auch benutzen wollen, so wäre es, um ihn von der Unrichtigkeit seiner Behauptungen zu überzeugen, zu empfehlen, diese Behauptung mal vor den Dennhäuser Arbeitern mündlich zu wiederholen.
Weiter behauptet der Verfasser, die Rentabilität der gewünschten Omnibuslinie sei ausgeschlossen. Im Gegenteil,
gemeinsam ein Doppelkonzert unter Mitwirkung des Herrn Georg Rothlauf uns der Sopranistin Amanda Bolz.
Die Heimattreuen Oberschiester hielten ihre Jahresbaitvt- versammlung ab. Mit besonderer Freude wurde sestgestellt. daß stch abgewandte Landsleute erneut wieder einsindeu. Den Kaffenbericht des 1. Schatzmeisters Sauer nahm man mit Freuden zur Kenntnis. Bei der Vorstandswahl wurde Jobs. Piechotia Vorsitzender, Sauer 1. und Hartmann 2. Srimtzmeifter. Jurisch wurde als 1. und Schröder als 2. Schriftführer gewählt. Beisitzer wurden Stegmann und Bott. Kaffenvrüser Woitvnek und Rvgoll. Der Letztere wurde auch Banderwart. Den wegen Arbeitsüberbänfung ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Mantel und Sobetzko wurde der verdiente Dank gezollt. Maskenball am 1. März in den Sürgerfälen.
Die LandwirischaftSkammer Kassel veranstaltet vom 27. bis 29. Januar 1939 auf der Grvtzgeslügelfarm Heckershausen einen dreitägigen Geslügetlehrgang für Fortgeschrittene und Anfänger (wahrscheinlich Menschen, nicht Hühner). Neben Soezialvorträgen finden Demonstrationen und vrakttsche Hebungen statt. Anmeldungen bis 22. Januar bei der Landwirtfchaftskammer.
Die Gärtneraebllfeuvrüfnug der Landwirtsckmttskammer für Gartner aus nicht anerkannten Gärtnereien findet bereits ,etzt im Frühjahr 1930 statt. Anmeldungen find spätestens bis »um 15. Februar 1930 der Landwirtschaftskain- mer in Kaffel. Weiffenburastraffe 12, 2. ein»nrei<6en.
Etue Evivhanic-Feierstunde erlebte die stch am Sonn, tag vormittag in der Alien lutherischen Kirche am Graben vereinigte über tausend Glieder zählende Gemeinde. Schon die finnig zusammengestellte Liturgie, die einen trefflichen Schmuck neben den brausenden Orgelspielen durch einen klangvollen Violin- und einen glockenhellen Liedervorirag erhielt, stimmte die HeiHeu aller ,n einer festlichen Weibe. Doch hen Höhevunkt gab Pfarrer Zeidler mit feiner tief. grundigen Festvredigt, die ein eindrinaender Appell war. in allem «tönen des Menschen den Blick nach oben in richten.
sämtliche Schulkinder besitzen Sparbücher. Bis Ende 1929 wurden rund 5000 RM. eingezahlt, die der Kreis- fparkaffe überwiesen wurden.
Herstetze Das letzte Geleit. Die Beerdigung des so jäch aus dem Loben gerissenen Sohnes der Gast- wirtKvitwe Graebcr von hier gestaltete sich zu einer Trauerkundgebung für die ganze Gemeinde. — Bei der Obduktion ist das Brustbein herausgenommen morden, durch welches der tödliche Stich elf Zentimeter tief geführt war. Die Anklage gegen den Täter Wird wahrscheinlich auf Mord lauten.
Reulirche«. Bon der Jugendherberge. Es ist gelungen die Jugendherberge am Knüll mit Tel«' vhona«sch1utz und Wasserleitung zu versehen. Der Knüllgedirgsverein Plant noch die Anlage einer elek 'rischen g*kMeitutto
Dorndorf «• d. W. Som Starkstrom getötet. Der Motorenwär^r Sinn wollt« auf dem Fabrikbahnhoj an einem Leitungsmast ein« elektrische Lampe auswechseln. Ihm wurde gesagt, der Strom sei ausge schaltet. Als Sin.» auf dem Mast die Drähte berührte, wurde er rvm Strom getroffen und fiel aus sechs Meter Höhe vovr Mast. Er wurde in das Krankenhaus Salzungen verbracht, wo er alsbald verschied.
Hersseld. Keine Epidemie. In einem Teil der deutschen Presse Wird gemtz.ldet, daß in Hersfeld eine Diphtherie-Epidemi« ausgebpochen und «tue größere Anzahl Todesfälle vorgekommen sei. Diese Wtoum- enrspricht nicht den Tatsache«. Es liegen wob einige Krankheitsfälle vor, wie es in anderen Iah ren auch schon der Fall war, aber von einer Epid nne kann man nicht reden.
Pelzmäntel, Pelzkragen
Pelzhesä ze, Felle ]
Wahrend des Inventur .Ausverkaufes i
„Berechtigter Verkehr-Wunsch"
Herr Jckler schreibt uns: Die zu meinem Ginge sandt „Berechtigter Verkehrswunscy" erschienenen „Erläuterungen^ aus Dittershausen können darum nicht unwidersprochen »leiben, weil sie von der Wahrheit abweichen.
Ach bitte, sind Sie so liebenswürdig....
Bilder vom gestrigen Wohlfahrtsbriefmarkensonntag möchte ich diese Zeilen nennen. Nachträglich macht es dem Leser wenig Mühe, einen Briefmarkenverkäufer im Gedanken zu begleiten.
Unser Verein hat 250 Markenheslchen und 2000 Karten zum Verkauf angewiesen bekommen, wir sind mit 50 Leutchen aus Jagd nach Käufern gegangen. Es ist halb zehn Uhr, die Glocken läuten, ich habe mich vor die Kirche gestellt, um die Kirchgänger in ihrer weichsten Gemütsstimmung vorzüfinden. Ein alter, würdiger Herr kommt. Ich wanke noch, soll er mein erstes „Opfer" werden? Ich ziehe ehrfürchtigst meinen Hut und sagte: „Guten Morgen, ach Sie werden entschuldigen, würden Sie vielleicht so liebenswürdig fein und mir Marken der deutschen Nothilfe abtaufen?“ Markenheftchen kosten eine Mark fünfzig, dte Postkarten zwölf Pfennig!“ „Jaa, was für einen Zweck erfüllen die Marken?“ In sieber- bafter Eile habe ich ihm alles kl"rgelegt. „Ja. das ist schön —, aber jetzt vor der Ktrche.. .* Pause — „Können Sie einen fb schönen Sonntag verbringen mit dem Gedanken, ich habe der deutschen Nothilfe nicht mein Scherslein gespendet?“ „Ja. — die Kirche fängt gleich an.“ Er will gehen. Ich gehe mit. „Der Herr Pfarrer wird es Ihnen bestimmt nicht übel nehmen, daß Sie zu spät kommen, wenn Sie ihm sagen, daß Sie für die deutsche Rothilfe gespendet haben.“ „Na ja. dann geben Sie mir mal eine Postkarte.“ „Recht schönen Dank!“
Er war zäh, aber ich habe doch gesiegt. Die ersten zwölf Pfennig klimpern eintönig tn meiner Tasche. Das sind trübe Aussichten, wenn ich bet jeder Postkarte so viel zusammenreden soll, dann müßte ich erstens bis zwölf nachts arbeiten und zweitens wäre mir mein Wortvorrat ausgegangen und drittens wäre ich bann längst heiser. Aber zu solchen Kalkulationen habe ich keine Zeit, da kommt mir ein zweiter Herr entgegen. Tempo . . . Beifälliges Brummen: „Na, jeden fe mir mal sone Garte.“ Wieder 12 Pfennig. Schönen Dank und einen recht frohen Sonntag wünsche ich ihnen gratis dazu. — Das ging schnell, die Sachsen sind doch sonst nicht so. —
Ein Fräulein!...,,...Aber, Sie wollen mir doch keinen Korb geben?“ — Zwölf Pfennig . . .
Man kann Studien machen. Rasse — Handform — Kleidung — alles jagt sich; denn man hat nicht viel Zeit. — Merkwürdig, ich sage „guten Morgen“, meine „Kunden“ erwidern freundlichst, sobald ich aber von Wohlfahrtsbriesmarkenverkauf und Nothilfe rede, sind sie kalt, abweisend. — Ein junges Paar kommt! „Guten Morgen! Sind Sie so liebenswürdig und kaufen Sie mir . ..“ „Ja. ja — ich habe mein Portemonnaie vergessen . . ., stößt er hervor. Ob das„ gerade ein Kompliment für seine Braut war, möchte ich bezweifeln. Wieder eine ältere Dame . . . Das Heftchen kostet eine Mark fünfzig . . . „Ja, ich habe nur zwanzig Pfennig für bett Klingelbeutel mitgenommen, sehen Sie.“ Sie zeigt mir ihre Geldbörse. „Na, kaufen Sie mir für 12 Pfennig eine Postkarte ab, dann bleiben Ihnen noch 8 ganze Pfennige für die Kirche, das genügt heute ausnahmsweise auch.“ „Schön, bann bitte eine Postkarte.“ „Entschuldigen Sie bitte, baß ich so aufdringlich war. Recht schönen Dank und einen recht vergnügten Snntag.“ „Danke, gleichfalls, guten Mrgen.“
Das war nett. Ich rebe einen Hern an. Er geht weiter, aber ich lasse nicht locker. Ich rebe und rebe — „Wenn Sie mich noch länger belästigen, passiert Ihnen was.“ fährt er mich an. „Entschuldigen Sie, guten Morgen,“ war meine Antwort. Ich gehe zurück zu meiner Kirche. — Eine ältere Dame bedauerte sehr, daß sie kein Gelb mit habe und geht tn die Kirche. — Ich war erst bavon überzeugt, baß das nur eine Ausrede war. — Rach einer Weile aber kommt sie wieder. ,Zch habe mir Geld geborgt, würden Sie mir vjesseschi. ferfiä Postkarten geben.“ ,,O gov-r, «y» «L Atzs Stück ans einen Streichs— Ein besten Alter kommt. Ms er die Marken und Karten in meiner Hand sieht, fängt er schon an: „Ach, Sie haben die Nothilfemarken zu verkaufen, na da geben Sie mir mal f ein Heftchen.“ — Das war ein guter „Kunde.“ Das ging wie auf der Post, ich hätte nur sagen müssen: „an diesem“ Schalter werden nur Marken in kleinen Mengen verkauft.“ — So geht es eintönig weiter. — „Korb“ — „Korb“ — „Korb“ — eine Postkarte — „Korb“ . . . Ich bin meine „Karten“ und Marken los. Ja, ja: leicht war es nicht, aber es galt ja den Kameraden . .. Fri. Ta.
Montag, 13. Januar.
Wanfried. Sparsam« Kinder. In der Eemeind« Kirchgandern ist mit der Ende 1928 dort eingerichteten Schulsparkasse ein guter Erfolg erzielt worden. Fast
Einführung
in die
Anthroposophie
eden Dienstag abend a'i. in der alten
Akademie Hof rechts. Frankft. Str. 33
Beginn 14. Januar Eintritt irei
Gegen die Srandstiftmgssellche.
Ei» Dezernat für BrandermUtlung gegründet.
Nachdem erst am 16. Dezember 1929 »rta Schwurgericht in Kassel tn zwei Branbch'stungs fachen verhandelt worden ist, wöbet oer Landwirt F-igge ans Ippinghausen, Kreis WoHhagen, wegen vollendeter vorsätzlicher Brandstiftung zu 1 ^51’9 r 4 Monaten Zuchthaus und der Kaufmann u. Landwirt Scheer aus Ransbach. Krets Hersfeü», wegen versuchter vorsätzlicher Brandstiftung tn Zatetnneit mit versuchtem Versicherungsbetrug zu 1 ^«hr Gefängnis verurteilt wurden, gelangte am 6. Januar 1930 vor dem Schöffengericht m Kassel schon wieder eine vorsätzliche Brandstiftung zur Aburteilung. Es hatte sich der Gespannsührer Engler aus Rockensutz. Kreis Rotenburg a. F., zu verantworten, der, um sich wegen seiner Entlassung an feinem Dienstherrn zu rächen, auf der Domäne Cornberg zwei Scheunen in Brand gesteckt hatte, Engler wurde zu zwei Jahren Gefängnis und 2 Jahren Ve^^ust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Jnnerch^b, wemH.r Monate wurden damit im Regierungsbezirk Kaffel wegen vorsätzlicher Brandstiftung
10 Personen zu insgesamt 3 Jahren 8 Monaten Zuchthaus. 15 Jahren 9 Monaten 3
Wochen Gefängnis.
und 20 Jahren Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Um die Organisation der Brandstiftung^ bekärnpsung weiterhin wirksam zu gestalten und gleichzeitig zu Vereinsachen, wird, wie wir Horen, bei der Staatsanwaltschaft in Kassel ein besonderes Dezernat für Brandermittelungsarbeiten und Strafverfolgung von Brandstiftung eingerichtet werden Auch beabsichtigt dem Vernehmen nach die Landey kriminalpolizeistelle Frankfurt a. M. wieder, ähnlich wie im Vorjahr, ein fliegendes Brairdermittlungs kommando in Fickda zu stationieren, dessen Aufgabe die Klärung von Brandursachen und Verfolgung von Brandstiftungen im Bereich der StaatSanwatt- schast Hanau fein wird.
Hoffentlich tragen diese verschärften Bekämp sungsmaßnahmen der Strasveriolgungsbe.,2,oen dazu bei die in letzter Zeit wieder auslebende Brand- sthftungsseuche fühlbar einzudämmen und damit Werte zu erhalten, deren Vernichtung von der Mge- meinbeit getragen werden muß, die Volksgut und Volksvermögen darstellen.
^Wenn der V^————,eser „Erläuterungen“ be-, haupteuPatz dürc^i^^^tiershäuser Brückenbau die Dennhäuser EinwohnWMett Anschluß an das Kasseler Verkehrsnetz erreicht hätten, so ist das unverantwortlich gegenüber den Interessen eines schwer um seine Existenz ringenden Bevölkerungsteiles. Der Weg über die Dittershäuser Brücke, der jeden Passanten zehn Reichspfemtig kostet und jeden Inhaber einer Wochenkarte achtzig Reichspsennige, führt
WatieiMei Miwm-Mifilaiz-
fflr Zinsscheine eines f-Tn-Sffldtes HM. M3 . „ „ 5 Testete „ (.65
„ 10-To-Sffl(te „ L30 „ „ „ M-To-Slückes „ 6-56
Zahlstellen laut Anleihebedingungen.
Dann führt der Verfasser in seinen „Erläuterungen“ weiter aus, von den vereinnahmten 9000 Rm. Brückengeld würde der größere Teil von den Dennhäuser Arbeitern ausgebracht. Dem ist gegenüber zu halten, daß durchgängig die Dittershäuser Brücke von nur ca. dreißig Arbeitern begangen wird. Dreißig mal 80 Pfg. sind in der Woche 24 Rm., im Monat 96 Rm., im Jahre ca. 1152 Rrn. also noch recht vorn größeren Teil der 9000 Reichsrn. entfernt. Was die Fahrpreise und Pünktlichkeit der „Sog“ anbelangt so ist das eine Angelegenheit, die der Verfasser mit der Gesellschaft auszumachen hat. Der Omnibus kommt trotz alledem nach hier und zwar in absehbarer Zeit, die Vorarbeiten sind bereits im Gange.
Dienstag, den 14. Januar, 20 Uhr: „Send- by's Suppen sind die besten."
Zuruckgefetzte
S t a a 1816 e «ter: Komische Over, »um letzten Male: „Der Wildschütz", 19,30 Uhr.
Kleines Theater: „Scribbns Suppe« find 6te besten", 20 Uhr.
G a » 11 o l « 2 i c6 11 p i e I e : „Die Nacht gehört uns“, Beiprogramm und Wochenschau.
Kino d e s W e st e n s : „Revolte im ErziebungshauS", Beivroaramm und Wochenschau.
Metropol-Dbeater: „Die Nacht ohne Hoffnung“ und ,,Tas Girl von der Revue".
Apollo -The ater: „Ein besserer Herr", Beiprogramm und Wochenschau.
Heute Montag:
Stadtvark (grober Saal): Oratorienverein: Philhar- monftcher Chor, 1. Komert, 20 Uhr.
Ev. B er t inshaus: Liederabend Ria Ginster, 20 . Uhr.-
Landesvibltothek: Oeffentl. Vortrag über Jnfek- . tionskrankhetten vom Sueivv-Berein e. SB., abends 8 Uhr.
———————————i
\ Hamburger Pelzlaser:
i Etagengeschäft i
Staatliches Theater.
, Freitag, 17. Januar (20 Uhr) findet das drttte Reiben, konzert in der Stadtballe statt. Es gelangen Werke von Bruckner, Reger und Wedler zur Ausfiichrung. Leitung: Dr. Robert Laugs, Gast: Ludwig Kaiser.
Kleines Theater KaffeL
Das Kriminalstück „Der Herer“ von Edgar Wallace, wird in den Spielplan aufgenommen und am Sonnabend, den 18. Januar, unter der Regte Ernst Wendts zum ersten Ma! mit eignen Ensemble gegeben.
WoWei t te MW! ► am Donnerstag, * 16. Januar 1930, ► i abends 8.15 Uhr
Hin bürgert Trauerspiel von Friedrich von Schiller.
8. L
194 »iS nach 22)4 Uhr
Dienstag, 14. Jan.
B. 15. Zum letzten Male: „Der Wildschütz" Lomische Ov«r von Lortzing. O. IL 19H bis 22N Uhr.
C. 15.
Zum letzten Male:
Kadale und Liede.