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Teile 2 1. Beilage.

Staffelet Neueste Nachrichte«

Dienstag, 7. Januar 1930

Die durch die

wordene Stelle

toten.

ee.

«nfere Heimat

b. Mengeringhausen, 5. Januar.

n kann, so rcdmcte Dittershausen

Anlage buri

die Arbeiterschaft Dennhausens, Vie

Itungen.

leso-

i

Dienstag, 7. Jan,

einnahmt toej neben der Be

< Monde« und dunkle« Hs».

30J Beachten St« uns. Wettbewerb.

rechnung der Untersuchungshaft. Zwei Jahre wan­dert nun der bis dahin unbescholtene 26jahiige hinter Eefängnismauern, büßt für seine Tat, die wohl Aus­fluß seines Temperaments war, vielleicht aber auch die Wirkung einer Verhetzung durch gewissenlose Agita-

Eschwege. Versetzungen. Der bisher beim Amts- gericht in Bischhausen beschäftigte Aktuar Frischkorn wurde an das Amtsgericht in Fulda versetzt. Nach­folger wurde Obersekretär Dietz aus Nentershausen.

Versetzung des Försters Mainz sreige- e in Btschhausen wurde dem Forstge-

, ktzung der Brücke durch die hiesige Arbeiterschaft freit mehr noch mit der Benutzung der

BolksbMne Kastel. Wie rmS die Leitung der Volksbühne mitteilt, wird als Januar-Vorstellung Kalmans erfolgreiche Operette .Die Zirkusprin- zeffin" für die Vollsbühnenmitglieder im Staat­lichen Theater aufgefühlt werden. Die Siaatsthe.- terbühne hat das unterhaltsame Werk in blenden­der Ausftiattlmg und in guter Besetzung hetausge- bracht. Die Volksbuhnen-Aufführuug findet Diens- iag den 28. Januar, statt.

Wolfsanger. Bürgermeister wurde Gemeinve- toertretcr K. Streckert, der seit eineinhalb Fahren vertretungsweise die Geschäfte "des Bürgermeisters führt. Infolge der schlechten wirtschaftlichen Bei» hälttkifle sind die Mittel des Wohlfahrtsetats er­schöpft.

Guxhagen. Die neu hergerichtete Synagogc wurde feierlich eingewechi Nach der Weiherode des Lehrer Kaudal erfolgte die Enthüllung der Gedenk täfel für Vie gefallenen jüdischen Frontsoldaten.

Guxhagen. Der Turnverein M. d. 8t. T. u. SP. B. hielt GenerÄversammtung. Der Vorsttzettoe Krieger sowie der Kassierer Bätzing wurden wie­der aewäblt. Schriftführer wurde "^bs K"-vzel

Großalmerode. Der König von Mitternacht. Die Kegelrunde Mitternacht hatte in dem letzten Kegel­abend des alten Jahres ihr Königskegeln beendet. Gefordert wurden 3w Wurf in die Vollen. Die Königswürde errang der alte König Georg Köhler mit 1997 Holz, zweiter wurde Fritz Stock mit11973 Holz und dritter Willi Meinert mit 1971 Holz. Die Proklamation des Königs soll an einem der ersten Kegelabende erfolgen.

Spangenberg. Ein heißer Kamps hatte sich um den Buvgermetsterposten entsponnen. Während die Rechtsparteien für den bisherigen Bürgermeister Schier waren, hielten die LmTsparteien Mrster Stein für geeignet. In der letzten Sitzung wurde nach längerem Reveduell Förster Stein mit den Stimmen der Demokraten und Sozialdemokraten als Bürgermeister gewählt. Trotz der Bedenken und Anischuldigungen, die von einem TeU der Bürger­schaft eegen seine Person erhoben worden sind, wurde Förster Stein bestätigt.

Obermelsungen. Der Aiegenzuchtverein hielt seine Generalversammlung ab. Borsitzender wurde wieder Jakob Dittmar, Schriftführer Erich Siemon H, Kassierer Erich Siemon III. Der Verein hat sich in letzter Zeit gut entwickelt.

durchweg in Kchsel ihrem Berufe nachgeht und von RengerHausen aus die Bahn benutzt. Diese Rech- nuirg war nicht falsch, denn tm vergangenen Jahre wurden aus dem Brückengeld 9000 Mark aufge­bracht, von denen der größere Teil die Tennhäuser ausbrachten. Wenn d-ese Einnahmen durch eine neue Verkehrslinie zum größten Teile fortsielen, so stände die kleine Gemeinde Dittershausen, die sich erneut durch den Bau einer Wasserleitung stark enga­gierte, vor dem Ruin. Da die Arbeiterschaft Denn­hausens für den Omnibus aber nur zu einem vor­schwindend kleinen Teile in Frage käme, so ist eint

Rentabilität der Verlängerung oben gennnn- frr Linie ausgeschloffen.

Und ein etwas verstärkter Sonntagsverlefhr durch die Kafleler Ausflügler könnte die Ausfälle der Woche durch Uerlaussnoe Wagen nicht ersetzen Durch den Brückenbau in Dittershausen ist für Dennhausen feit Jahren bereits das erreicht, was Herr J-kler heute verlangt: Anschluß an das Kasse­ler Verkehrsnetz! W. Kd.

Cölbe. Einbrüche. Rachvem einige kleiner« Ein­brüche verübt wurden, scheinen die Täter fetzt das Nachbardors Wehrda heimzusuchen. In einer ffittl- schaft gelang es ihnen die Kasse zu plündern. In einer Kol-mialwarenhandlung, in die sie durch das Fenster eindrangen, vermochten sie das in der Kaffe befindliche Wechselgeld und verschiedene Waren mit- zunehmen

Heesfeld. Amtsmüde. Der erst kürzlich in den KreiSausschuß gewählte Kreistagsabgeordnet« Lange-Heringen ach. W. hat fein Amt niedergelegt ohne Angabe von Gründet. Als Nachfolger wird FäbrÄdirektor Sauer-Hersseld genannt.

Hilfen Siebert übertragen.

Rhünda. Bürgermeister K. Stieglitz wurde wie- dergewählt. Schöffen: Ehr. Gerhold und Ikonrad Bode. Stellvertreter: Reichsbahnbeamter L. Weiler.

Ehrsten. Gemeiner Diebstahl. Ein Schadenfeuer vernichtete dem Landwirt M. Scheune und Stall und teilweise das Wohichaus. Die in das Hans ge­worfene Wassevmassen beschädigten den Rest Nachts wurden den Schwergeschädigten aus dem halb nie* devgebrannten Haufe eine Menge Frucht gestohlen. Die Diebe konnten gefaßt werden.

Rotenburg. Aufhebung des KreiS-ElektrizitätS- amtes. Laut Beschluß des Kreistages ist ab 1. Jan. das Kreiselektrizitätsamt in die ElektrizitätS A. G. Mitteldeutschland aufgegangen. An Stelle des KreiK Elektpizi tätscimtes tritt eine Betrieb Inspek­tion, die in den Räumen des bisherigen EltamteS nntergebracht wird und über alle Fragen Auskunft erteilt

Bebra. Der Freie SSngerchor veranstaltete einen Theaterabend Nach einem Musikstück _ und einer werbenden Ansprache zur Gründung eines Dolis- chores sang der Chor einige Lieder. ES folgte ein Prolog und die Ausführung ,Nächstenliebe ist Men- "chenpflicht". Im Februar veranstaltet der Verein ein größeres Konzert.

JeSberg. Dem Dienstknecht JohS. -Weber wurde für vier Jahrzehnte lange treue Dienste bei der Firma Engel ein Geldgeschenk und eine Ehrenur­kunde des Kreisausschusses überwiesen.

Roßdorf. Rasch kommt der Tod. Der erwerbslose Arbeiter Fächer Vater von acht Kindern. Fischer ttchr auf seinem "Rad nach, Schweinsbreg. Unterwegs wurde er von einem Herzschlag betroffen

Corbach Der evangelische ffilmbienft führte am Sonntag im Evangelischen Gemeindehaus den Film Die Chronik von Grieshuus" nach der gleichnami­gen Novelle von Storm vor.

Corbach. AlS Auswanderungsagent deS Nord- deutschen Lloyd ist der Bankangestellte Viktor Müller in Corbach unter Vorbehalt des Widerrufs für den Kreis Eisenberg, zugelafsen worden. Die Herrn Ernst Blume in Corbach erteilte Erlaubnis zum Be­triebe einer Auswanderungsagentur ist erloschen.

Höringhausen. Bürgermeister. Landwirt Sammet Ichöfson: Gutsbes. Hch. Falle, Gutsbesitzer Reinh. Stracke. Schneidermeister Schäfer. Beligeordneter: Landwirt Hch. Dchluckebier.

Adelebsen. Keine Stadtrechte. Die Fleckenge- meiude rm Kreise Uslar hatte den Antrag gestellt, ihr die Stadtrechte zu verleihen. Der Antrag ist aber jetzt mit der Begründung abgelehnt worden, daß Ortschaften mit einer Einwohnerzahl unter 2000 Seelen nicht mehr Städte werden sollen,

Kirchhain. Preisgekrönter Geflügelzüchter. Der Geflügelzüchter Jakob I. hier erhielt auf der Ge- flügelausstellung in Leipzig aus seine 45 Holländer Weißhauben vier Ehrenpreise, verschiedene erste und zweite Preise, sowie den Ehrenpreis des Bundes Deutscher Geflügelzüchter.

Wiera. Bürgermkifter wurde Landwirt Schlem­mer, Beigeordneter Landwirt Stock, Schöffen: Schreinermeister Joh. Gomber, Landwirt Joh. Hegemöller I, Bahtmrbetter Georg Gonther.

Reukirchen. Tie Oberförfierei Immichenhain wird zum 1 März 1930 durch Verewigung mit den Cberjörftereien Neukirchen und Frulenoorf aufge- i wst.

Dom kurhessischen Rowiehzuchiverbmd Hauptversammlung in Cölbe.

Aus den von dem Hauptgsschästsführer Dr. Plessow erftotteten Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß die Mitgiiederzcchl etwas zurückgegangen ist. Zum Wrbande gehören 641 Züchter, davon 290 aus Frankenberg. 168 aus Marburg, 128 aus Kirch­hain und 55 aus Wolshagen. Neu wurden 36 Mit- gjliüder ausgenommen und 33 Bullen und 106 Kühe in das Herdbuch neu eingetragen. Insgesamt je» hören dem Herdbuch 89 Bullen und 982 Kühe en. Der Keine Rückgang ist auf Mitläufer zurück» zuführen. die glauben, die Raffe allein mache »s aus, während aber die FutterverhAtmffe auSschlag- gebend smd. Der Durchschnittspreis auf den Zucht- viehversteigerungen des Verbandes betrage durch­schnittlich 560 Mark pro Stück. Es konnte hierbei festgestellt werden, daß Gemeinden und Private mit Vorliebe auf den öffentlichen Aukttonen ankaufen Beschlossen wurde die Landwirtschaftliche Ms- stellung in Köln Ende Mai mit 7 Tieren zu be­schicken wovon die Mehrzahl aus dem Kreise Kirch­hain entnommen wird. Die 1800 Mark betragen­den Kosten übernimmt der Verband, wovon em Drittel durch Beihilfen gedeckt werden. Die Be­sprechung über die Einführung der Leistungskon­trolle fritte ein negatives Ergebnis, weil die Züchter die Bewertung der Arbeitsleistung für ungewiigenb erMrten. Angeregt wurde die Beiträge, Kürze- bühren und Gebühren für Abstammu-ngsnachweife wie fr Sher zu belassen. Bezüglich der Bullenkörung auf den Versteigerungen soll fpäter beschlossen wer­den, da verschiedene Neuerungen auf diesem Gebiete eintreten.

Serrchtigter Verkehrsivunsth

Aus den Gemeinden Denn Haufen-Dil­le rshau/sech gehen uns folgende Mitteilungen mit der Bitte um Aufnahme zu:

Der vor einigen Tagen an dieser Stelle erschie- ncng Attikel des Herrn Lehrers Jckler unter obi­ger Spitzmarke bedarf einiger Erläuterungen: Wenn der Verfasser schreibt, daß alle wahlberechttzten Personen seiner Gemeinde bis auf zwei eine Ein­gabe ar die Aufsichtsbehörde um Durchführung de: Omnibuslinie Kassel Neue Mühle bis Deun- hauien unterzeichneten, so haben die Unterschreiber was die Arbeiterschaft angeht, mit ihrer Unterschrift keineswegs dokumentieren wollen, daß sie auch nach der Durchführung der Linie diese benutzen wollen, denn für sie smd die Fahrpreise der »Stoge einmal selbst was die Arbcttersahrten anlangt z u h o ch und zweitens ist

die Verkehrspünktlichkeit bei weitem nicht so wie bei der Reichsbahn.

Aber ein weiteres und nicht außer Acht zu lassen­des Moment kommt hierbei noch in Frage. Ws vor ein paar Jahren die kleine rund 350 Einwohner Kühlende Nachbargemeinde Dtttershaujen sich auf- raffte, an Stelle der Fulda sah re eine feste Brücke su errichten, für die diese rund 75030 Mark auf« wendete und eine Ziusenlast von 7 bis 8000 Mark auf sich nahm, die nur aus dem Brückengeld ver-

Rundfunk

Programm des Kasseler und Frankfurter Sendet«.

Mittwoch, den 8. Januar.

Hierauf ergriff Architekt Opfermann das Wort zu einer näheren Schilderung der gesamten Verhält­nisse zwischen Mengeringhausen und Arolsen. Er wehrte sich dagegen, daß man die alte Kreisstadt nun­mehr zu einer Landgemeinde machen wolle. Allzu­schmerzlich habe Mengeringhausen seit Jahrzehnten bis in die neueste Zeit hinein erfahren müssen, wie seine historischen Rechte zu Gunsten von Arolsen unter­drückt worden seien. Mit den WortenHände weg von unserem alten Recht" schloß er seine Ausführ Anschließend wurde dann folgende Protest

Ser hat dich, du schöner Sato...

Hessen-Nassau hat den meisten Wald.

Im Jahre 1927 ist in Deutschland eine neue forst­wirtschaftliche Erhebung durchgeführt worden, 'deren Ergebnis jetzt Vvm Statistischen Reichsamt bekanntt gegeben wird. 27 Prozent der Reichsfläche, nämlich rund 12,65 Millionen Hettar ist mit Wald bedeckt. Die waldreichsten Gegenden Deutschlands smd Hes­sen-Nassau, die Bayerische Rheinpsalz und Ba­den, wo die

Wälder 38 bis 40 Prozent der Gesamtfläche erreichen. Verhältnismäßig unbedeutenden Wald­bestand haben abgesehen von den Hansaftädten Schleswig-Holstein (7,6 Prozent), sowie Oldenburg, Hannover,. Mecklenburg-Schwerin und Ostpreußen mit 10. bis 19 Prozent aufzuweisen.

Die Hälfte aller Waldungen im Deutschen Reich (47,83 Prozent) sind Privatsovsteu. Ein Drittel der Walidungen (32,58 Prozent) befindet sich im Staats* besitz und 15,53 Prozent in kommunalen Händen. Der Hochwald bedeckt 92 Prozent der gesamten Holz­bodenfläche. Mittelwvld ist nur 3, 49 Prozent vor- handen und Niederwald 4.42 Prozent. Nahezu drei Viertel des gesamten deutschen Walbes, natnllch 712 Prozent besteht aus Nadelhölzern, während vaz Lmcbholz 28,8 Prozent der Waldfläche bedeckt. Den größten Bestand an Nadelhölzern weisen die Ober­pfalz. Sachsen, Oberschlesten, Posen-Westpreußen und Brandenburg auf, wo der Nadelholzbestand 90 bis 96 Prozent der gesamten Waldfläche erreicht. Auch Ober- und Nieverbahern, Ober- und Mittelfranken. Schiyabcn Thüringen Pommern, Ostpreußen habest über wiegt nb Nadelwald.

Je weiter man aber nach Westen kommt, um su mehr verschiebt sich das Verhältnis zum Laubholz, das in Baden 42.6 Prozent, in der Pfalz 43,3 Pro­zent, in Hessen 47,3 Prozent unib in Oldenburg 47,9 Prozent des Gesamtbestandes der Forst und Holzungkn erreicht 47,4 Prozent des gesamten Hochwaldes sind Kiefern. 26,7 Prozent Fichten. 1434 Prozent Buchen, 5,71 Prozent Eichen und 2,63 Pro­zent Birken. Den höchsten Prozentsatz an alten Bäumen weisen die Eichen aus. bei betten

197 Prozent über 100 Jahre, davon 10 Prozent über 120 Jahre

alt sind. Aehnlich verhält es sich bei den Rotbuchen Bei den Söadelhölzern sind die WeiHiannen am alte- sten. 9,3 Prozent sind 1(0 bis 120 Jahre, 7,4 Pro­zent über 120 Jahre Die Riefern sind jugendlicher, 46 Prozent haben ein Alter bis zu 40 Jahren. Auch bte Fichten und Lärchen haben überwiegend nut ein Miet von 40 Jahren

Zur Begründung des Antrages der Stadt machte dann Bürgermeister Dr. E ckl e t noch interessante Aus­führungen über die Entwicklung der Stadt. So habe sie bereits vor 1300 Stadtrechte gehabt. Es K unerklärlich, was für unangenehme Konsequenzen ich die Verleihung des Stadtrechts an Mengering­hausen entstehen könnten, zumal neben Arolsen mit seinen 2400 Einwohnern auch im Hannoverschen in allerletzter Zett über 30 Gemeinden mit zu 90 Prozent unter 5000 Einwohnern das Stadtrecht erhalten hätten. Mit den Worten, er hoffe, daß die Preußische Regie­rung bei der Abwägung über Schematismus ober Sorge für das Wohlergehen ihrer jüngsten Staats­bürger das Richtige treffe, fchloß er feine Ausführungen.

Vraii-stlfmng aus stäche

Der Eespannführer Georg E. auf der Domäne Kornberg trat herrischer auf als fein Brotherr. Un­zufrieden mit Lohn und Deputat, glaubte er sich immer zurückgesetzt und benachteiligt und hatte wegen seines großsprecherischen Auftretens nicht nur mit seinen Kollegen und dem Verwalter dauernd Streitigkeiten, auch mit seinem Brotherrn, Landwirt H., gab es Krach". Als H ihn einmal darauf aufmerksam Machte, nicht mit brennender Zigarette in den Stall zu gehen, da drohte ihm E. mit einem Stalleimer. Wäh­rend einer Abwesenheit des Domänenpächters Ende Oktober gab es wieder einmal .^Differenzen" mit dem Verwalter, dem der Eespannführer mitHalsabschnei- den" drohte. Daraufhin legte ihm Landwirt H. nach feiner Rückkehr nahe, sich nach anderer Arbeit umzu- sehen. Gerade in der Zeit, wo Georg E.'s junge Frau ihrer ersten Niederkunft entgegensah. Ohne Bedenken legte E. sofort die Arbeit nieder und auf dem Ar­beitsamt in Hersfeld wurde ihm dann erklärt, daß er auf Grund der von Landwirt H. ausgestellten Arbeits­bescheinigung (Entlassungsgrund: Auf Vorhaltungen wegen Bedrohung des Verwalters die Arbeit nieder­gelegt) vier Wochen auf den Bezug von Arbeitslosen­unterstützung parten müsse.

Nun kanntchsein Zorn keine Grenzen und er brütete auf Rache für Das ihm nach feiner Meinung angetane Unrecht. Am |3. November ging er in die massive Hoffahrtscheu«", raffte Stroh zusammen und steckte es an, ranntet um den Hof herum zu einer offenen Feldscheune um» steckte auch diese in Brand. 4300 Zentner Stroh und 1350 Zentner Frucht wurden ein Raub der Flammen, denen auch eine Dreschmaschine zum Opfer fiel. Außerdem richtete das Feuer an einemBulldog" und an mehreren landwirtschaft­lichen Maschinen beträchtlichen Schaden an. Während es gelang, die massive Scheune zum größeren Teil zu retten, brannte die offene Feldscheune vollkommen nieder. Der angerichtete Schaden beträgt rund 50 000 Mark.

Nach anfänglichem Leugnen gab E. später die Brandstiftung zu und motivierte sie als Vergeltung für das ihm durch Landwirt H. zugefügte Unrecht. Auch in der Verhandlung vor dem Großen Schöffengericht zeigte er keinerlei Reue, sprach nur immer von seiner großenNotlage" und überschüttete feinen ehemaligen Brotherrn mit Vorwürfen. Das Gericht erkannte unter Zubilligung mildernder Umstände auf zwei Jahre Gefängnis, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zwei Jahren und An-

Oie verhinderte Stadt

Mengeringhausen protestiert

lution eingebracht:

Die gesamte Bürgerschaft Mengeringhausenz jeder Par­teiangehörigkeit nimmt voller Verwunderung von den Aus­führungen des Herrn Regierungspräsidenten Dr. FriedenS- burg aus dem Kreistage der Twiste vom 16. Dezember 1929 Kenntnis, wonach er mitteilt, daß trotz der einmütigen Wunsches bet Bürgerschaft aus Erlangung des Rechts der Verwaltung nach der Hessen-Nassauischen Städteordnung für ihr Gemeinwesen und trotz der einmütigen Stellung, nähme der alten waldeckischen Landervertretung in ihrer letzten Sitzung vom 22. Mär, 1929 sowie der einmütigen KreiSkagsbeschlüsse vom 27. Mai und vom 16. Dezember 1929 die Staatsregierung nach esiner Feststellung nicht ge­neigt sei, Mengeringbausen das Stadtrecht zu gebe« und er deshalb Mengeringhauen keine Hoffnung in dieser Be­ziehung machen kdnne und wolle, trotzdem er an und für sich in dieser Sache unter Bezugnahme auf feine Besichti­gung der Stadt eine wohlwollende Stellung einnehme.

Mengerinahausen als eine der Attesten Städte Waldecks, bat das Recht, bei ferner hauptamtlichen Verwaltung, wie sie bisher seit langem geführt wird, und in Anbetracht seiner biftorifchen Entwicklung, von der StaalSregierung die Zulegung des Rechts auf Verwaltung nach der StSdte- orbnung zu fordern.

Die Bürgerschaft erwartet, daß die Preußische Staats- regierung dem Wunsche der Bürgerllbasr und des Wal­decker Landes entsprechen wird. Sie billigt die bisher er­griffenen Mafnabmen der Stadtverwaltung und unter­stützt sie nach allen Kräften. Sie forbert von ihr. datz sie sich mit allen Mitteln für die Erlangung der Stadtrechte einsetzt und bittet, sie. diese Entschließung an alle maß« gebenden Stellen gelangen zu lassen.

gy.: Wilhelm Ziegler für Handwerkerverein' gez. Ehr. Me User für den Landbund: gez: S ulbnet, Obe t- lirchenrat für die Beamten: gez.: I. Lowengrund für Kaufmännischen Verein; gez.: W. Opfer mann für Deutsche Volkspartei; gez.: Bernhardt Franke, vor- sitzender der S. P. D.; ge«.: Ludwig Figae für Wirt- schastspartei; gez.: Ad. Ba ßl e t, Schützengesellschaft e. B.

Di« Entschließung fand einstimmige Annahme.

Spielplan des Bühnenvolksbundes

Im Januar werden gegeben tm Staatstbeater 1 Over und 2 Schauspiele: 9. Januar: ..Der Manu, der seinen Warnen ändert", Reihe K 5, 16. Januar:Schwanda, der Dudelsackpfeifer-, Reihe M 3, 23. Januar:Katharina St nie", Reihe S 5. Im Kleinen Theater: 13.. 14. und 15. Januar:«-cribbvS Luppen und die besten". Der Lpiel- plan im Februar bringt: 13. Februar:Die Zirkusvrln- zessin" L 6. 16. Februar:Die andere Leite", Ms,. 25. FebruarDer Wildschütz". Ä 6, außerdem noch Vorstel­lungen im Kleinen Theater. Im Monat Marz beginnen die Besichtigungen der Einrichtungen des Staatlichen The­aters. Anmeldungen hierzu nimmt die Geschäftsstelle ent­gegen.

Im überfüllten Rathausfaale fanden sich gestern abend die Bürger der Stabt, gleich welcher P^teinch- tung, ein, um einmütig gegen die Absicht der Staatsregierung, der Stadt das Recht zur Verwaltung nach der Heffen-Naf- fauischen Städteordnung zu verwelgein zu protestieren. Herr Ludwig F i g g e eröffnete die Ver­sammlung und wies die Erschienenen insbesondere aus die Aeußerungendes Regierungspräsidenten in der letzten Kreistagssitzung des Kreistages der Twiste am 16. De­zember vorigen Jahres hin, wonach er alles tun werde, insfrsondere neben den Landesinteressen die Interessen der stark frnachteiligten Stadt Arolsen zu fördern, wo­bei er mitteilte, baß man preußischerseits der Ver­leihung der Stadtrechte an Arolsen nicht hemmend ent­gegentreten werde, wohingegen sich die Angelegenheit bei Mengeringhausen anders verhielte, da dadurch un­angenehme Konsequenzen entstehen würden. Redner forderte bann bie Stadtverwaltung auf, ber Bürger­schaft klarzulegen, was bisher in der Angelegenheit ber Erlangung der Stadtrechte erfolgt fei, worauf Bürger­meister Dr. E ck l e r in kurzen Umrissen Mitteilung über bas bisher Geschehene machte. Er führte u. a- aus: Aus ben bei ber Stadtverwaltung vorliegenden Atten ergebe sich, daß die Stadt bereits im Jahre 1927 auf Grund einer behördlichen Besprechung, ihre Wünsche auf Erlangung des Rechts bet Verwaltung nach der Städteordnung geäußert habe und daß darauf noch im selben Jahre von der damaligen Waldeckischen Regierung versichert worben sei, daß bei einem An­schluß an Preußen den waldeckischen Städten, die ihre Stadtrechte auch nach preußischem Recht gesichert haben wollten, dies wohl unbedingt zugesichert werden würde. Diese Zusicherung der Waldeckischen Regierung sei dann nicht erfüllt worden und schon in dem im Februar 1928 veröffentlichten Vertragsentwürfe, sei die Berechtigung zur Erlangung bei Stadtverfassung nur für Wildlin­gen, Corbach und Arolsen mitwohlwollender" Prü­fung festgelegt worden. Mit dieser Regelung habe sich bie Stadt aber nicht abgefunden, sondern sie habe höchsten Ortes verhandelt wobei sich aus den Akten ergibt, datz damals beim Herrn Minister keine Beden­ken bestanden, ben Antrag auf Verleihung ber Stadt- verfassung nach preußischem Recht, der sofort gestellt werben müsse, zu genehmigen. Dieser Antrag wurde dann auch sofort mit Begründung weitergeleitet, jedoch wurden plötzlich alle Anttäge ber Walbecker Städte, soweit sie eingereicht waren, vom Innenministerium zurückgesandt mit der Mitteilung, daß die Anträge erst nach der durch den Anschluß erforderlichen Neuwahl bet Körperschaften eingereicht werden könnten. Für Mengeringhaufen wurde inbesfonbere noch auf den ab­geschlossenen Staatsvertrag verwiesen, ber einewohl- wollenbe" Prüfung hier nicht vorsah. Nach bei Neu­wahl bei Eemeinbeköipetschasten wurde bann ein neuer Antrag am 25. Oktober gestellt, ber nunmehr wie der letzte Antrag in der Sitzung des Kreistages wieder einstimmig angenommen worben sei.

6,30: Wetterbericht und Zeitangabe Anschließend: Morgengnmnasti.

11,1511,45: Von Kassel: Schulfunk GegeuwartSstund« Aus meiner Dichierwerksiait", Bortvag von Hei» rich Ruppel. Homberg

18,00: Werbekonzert (Schallplattenz

18,15: Schallplattenkonzert _

14,1514,50: Bon Stuttgart: Stunde der Jugend

16,00: Von Stuttgart: Konzert deS Rundfunkorchester« y Leitung: Gustav Gütlich Mittoirkende: Pauk« Wagner Am Flügel: Willy Hahn

18,05-18,30: Bücherstunüe _ ..

18,85: Bon Stuttgart:Menschenfreunde: Ernst v. SteM, ein Genie der Menschenliebe", Bortrag

16,05: Von Stuttgart:Mythische und magische Grund­lagen südostastatischer Shtnft", Vortrag

19,80: Von Stuttgart: Lieder zur Laute Ausfti hundert Hans Ebbecke

20,00: Bom Preftelsaal: Konzert der Internationalen Ge­sellschaft für neue Mustk, Ortsgruppe Frankfurt a. M. 1. Wladimir Bogel: Stück für zwei Klaviere sErstaufführung) 2. Viktor Ullmann: Variatio­nen und Fuge über ein Klavierstück von Arnold Schönberg 8. Paul Hindemith: Madrigale 4. Claude Debussv:En vlane et en noir" Hu8» führende: Franz Osborn. G. Riebensahm (Klavier), der Madrigalchor des Frankfurter Rundfunks Leitung: Kapellmeister Reinhold Merten

21,80: Von Stuttgart: Heitere Joses Plaut-Stunde

22,45: Bon Stuttgart: Nachrichtendienst

Aus den Vereinen

, Der Verein ehemaliger Oftasiaten und Afrikaner wählte den bisherigen Vorstand einstimmig wieder bis aut den zweiten Katsierer. Den Vorstand für das Jahr 1980 bil­den folgende Kameraden: 1. Vorsitzender Rechnungsrtt Link, 2. Vorsitzender Reg.-Jnsp. Pallas. 1 Schriftführer Kaufmann Eisenhart, 2. Schriftführer Steuersekret. Klapp, 1. Kassierer Uferwärter Möller. 2. Kassierer Lokomotivfüh­rer a. W. Neuer, Beistver: 1. Ge'derbeher Grünewald, 2. Dbersteuersekretär Hiese, 3. Paiftaufseher Ze ich. K amera­den und Freunde der kolonialen Sache treffen sich an le­iem ersten Sonnabend des Monats im Hereinslokal ,,Hes- senkrua", Wilhelmsheher Allee 56, um 20 Uhr. Tbinterver­gnügen am 8. Februar in der Loge (Kölnischestraße).

Missio». Die am Sonntag abend auf Einladung des Kurhessischen Verbandes evangelischer Jungmädchenvereine tm großen Saale des Evangelischen Dereinshauses versam­melten oa. 1000 Jungmädels erlebten im ersten Teil des Abends eine eindrucksvolle Missions-Feierstunde. Die Se­kretärin des Verbandes, Fräulein W e n d e r o tb. be­leuchtete zunächst die Ilotwendiakeit ber Mission und ver­anschaulichte dann in einer Reihe von Lichtbildern die Reise von hessischen evangelischen Jungmädels zur Fest­woche der Baseler Mission. Im weiten Teil des Vor­trages begleiteten wir dann die hessischen Teilnehmer aus einer Wanüersahrt in die Schweizer Berge.

Sind Hämorrhoiden heilbar!

Ja und nein! Wenn ein Hämorrhoidenkranker dieses wirklich ernste Leiden vernachlässigt, wird es ihm immer größere Qual bereiten. Die anfangs unbedeutenden Knoten am Darm wachsen, sie wandern in den Darm hinein und platzen schließlich auf. Dann besteht die Gefahr, daß Blutgerinnsel in die Blutbahnen kommen und dort zu sehr gefährlichen Verstopfungen führen. Es kommt hinzu, daß die Schmerzen, das Brennen und das Jucken der erkrankten Teile immer unerträglicher werden und den Kranken körperlich und seelisch zugrunde richten.

Schließlich bleibt dem verzweifelten Patienten nur noch übrig, sich auf dem Wege der Operation unsichere Heilung zu verschaffen.

Muß das sein? In den meisten Fällen: Nein! Denn Hämorrhoiden, rechtzeitig als solche erkannt und fachgemäß behandelt, können mit großer Aussicht auf Erfolg auch ohne Operation beseitigt werden. Neben peinlicher Sauberkeit muß eine geeignete Salbe zur Anwendung kommen, die die Knoten zur Schrumpfung bringt, die Schmerzen lindert, die Entzündung beseitigt. Die bewährte Humidon-Salbe ver­bindet alle diese Eigenschaften in hervorragendem Maß. Schon nach ganz kurzer Anwendung läßt das Jucken und Brennen nach. Damit ist schon viel gewonnen; denn fällt der Juckreiz fort, so verringert sich auch die Gefahr weitergetragener Infektionen. Nun erst kann der Heilungsprozeß beginnen. Die Humidon-Salbe wird seit Jahren auch

in verzweifelten Fällen gebraucht, und unzählige Kranke bezeugen, daß sie fast Wunderdienste geleistet hat

Aber die Humidon-Kur ist keine Wunderkur, sondern das Resultat einer wissenschaftlich wohldurchdachten Arbeit. In dieser Salbe sind alle Stoffe vereint, die diese tückische Krankheit erfolgreich zu be­kämpfen geeignet sind. Die Humidon-Gesellschaft will überzeugen und nicht überreden. Sie erhalten durch die Versand-Apotheke umsonst eine'ausreichende Probe Humiden nebst ärztlicher Aufklärungsschrift über Häjnorrhoidenleiden. Diesen kostenlosen Versuch ist jeder seiner Gesundheit schuldig. Ueberzeugen Sie sich am besten selbst, und schreiben Sie sofort, ehe Sie es vergessen, nach Probe und Broschüre an die Humidon-Gesellschaft, Berlin W 8» Block 41.