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Seite 2 1. Beilage.

Kasseler Neueste Nachrichten

DienZtag, 19. November 1929

die Liste der Bauernschaft 4Ditze Miitetstavd 8, Be­amte 2. Arbeiter 2 und Gewerbetreibend« 1 Ditz.

Rauschenberg, 19. November. (Hohes Aller.) Der sruyere naficlan der Löwenburg in Raffet* Withelmshöhe, Herr Konrad Röder, seierre in bester Gesundheit seinen 80. Geburtstag. Unter den Zahl­reichen Glückwunschschreiben war auch ein herzlich gehaltenes Schreiben des Reichspräsieenren von Hindenburg vertreten

Schweinsbühl, 19. November. (Wahlbeteiligung.) Bei der Wahl zum Kommunallandtag war die Wahlbeteiligung gering. Bon 94 Stimmberecht.vte» tvählten 29.

Rhenegge, 19. November. (Hohes Alter.) Bor einigen s.aden lonnre Bürgermeister a. D. Land­wirt Wlke-Hernecker sein 95. Lebensjahr ix verhältnismäßig körperlicher und geistiger Frische vollenden. Er ist der älieste Einwohner des Eisen­berger Kreises.

Neuhof b. Fulda, 19. November. (Selbstmord) Ein LVjähriger Bursche von Neuhof-Opperz legte sich in selbstmörderischer Absicht früh morgens auf der Eisenbahnbrücke vor einen Zug und wurde über­fahren. »xxu

Mengeringhausen, 19. November. KommunaUand- tagswaHlen. Die Kommunatlandiagswahten in Wal­deck wiesen nur ebne sehr schwache Beteiligung auf. Es Wählten von 32 765 Wahlbevechtigten nur 12026 Personen, Die Wahlbeteiligung betrug deshalb nur knapp 30 Prozent. Es wurden abgegeben Rr. 1 6126 Stimmen, Rr. 2 2234 a>t Rr. 3 297 St. Rr. 4 250 St., Nr. 5 151 St., Nr. 6 728 St, Rr. 8 1287 St., Nr. 9 895 St. Die Wahlen m der Stadt Men» gevinghaüsen: Bon 1062 Wahlberechtigten nahmen an her Wahl nur 341 Wähler teil. Es wurden ab­gegeben: 97 Stimmen Hessische Arbeitsgemeinschaft, 112 Stimmen Sozialvem. Partei, 1 St. Zentrum, 9 St. Demokratische Partei, 17 St. Kommnstische Par­tei, 7 Christlicher Volksbund, 12 Nationalsozialisten, 86 St. Wirtschaftspartei. Die Mrtschaftspartei, welche zum ersten Male hier auftritt, hat einen be­achtlichen Erfolg errungen.

Steinbergen, 19. November. (Im Rebel vom Zuge überfahren). An einem Straßenübergangen der Mntelw-Stadrhagener Eisenbahn zwischen Stein« bergen und Bad Eilsen ivurde der als HilsSschran- kenwätte. tätige Rottenarbeiter Heinrich Bogt von dem Frühzug überfahre» und so schwer verletzt, daß er bald daraus starb. Er herrschte dichter Nebel, wahrscheinlich hat Bogt, als er die Schranke schließe» wollte, den Zug zu spät gesehen. Der Verunglückte hinterläßt eine kinderreiche Familie.

Almena, 19. November. (Einbruch in ein Poft, amt.) In der letzten Nacht wurde in die hiesige Postagentur eingebrochen. Die Diebe öffneten Pa­kete und Briefe, erbeuteten aber nur ein Paar Schuhe. Geld ist. ihnen nicht in die Hände gefallen.

Aus dem Kreise Schmalkalden

Fambach, 19. November. (BolkSbühnen-Besuch). Die Zahl der Mitglieder, die sich bei der Schmal- ioöber Volksbühne neuangemeldet haben, beträgt über einen Dutzend. Ihr steht nur eine Abmeldung gegen­über. Durch das Entgegenkommen der Trusebahn, die zu den Veranstaltungen nach Wernshausen einen Theaterzug laufen läßt, bietet sich jetzt eine bequeme Gelegenheit, zu den Vclksbühnenveranstälvunoen nach Scimurlkalde» oder Meiningen zu kommen: was hofenttich in Zukunft in noch größerer Zahl der Fall sein wild.

Schnmttalde», 19. November. (Kranken- und Säug­lingspflege). Bon der Kreissürsorgerin sollen in den kommenden Wochen Kranken- und SLuglingsfür- sorgelehrgünge in Kleinfchmalkailden zusammen mit Trusen und in Herges-Bo gtei zusammen mit Eimen- ihal und Laudenbach abgehalien werde». Nähere Auskunft ist bei den Bürgermeister» der bett. Orte erhäMich. (Kraftvostfahrplanänderungi. Die Kraft- voftfahrt Moh-Seltgenthal-Schmabkalven lbi scher Floh-Seliaenchal Bchs. ab 17,55 Uhr, Schmalkalden an 18.50 Uhr fährt jetzt in Floh-Seligenthal Bhf. 18,10 Uhr ab und erreicht Schmalkalden 18,50 Uhr.

Kleinschmalkalden. 19. November. (Gemeinde, wähl). Bereinigte Arbeiterliste 281 Stimmen (5), bürgerliche Wahlvereinigung 186 (4), Bürgerliche Liste Bolkswohl 146 (3). Wahlbeteiligung 57 Prozent Die eingeklammerten Zahlen geben die Zähl der Ditze an. Kreistagswahl: SPD 67, Demokraten 55, Kommunisten 225, Nattonalsogialisten 84. Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft 151. Kommunallandswahl: Hess. Arbeitsgem. 76, SPD 60, Zentrum 1, Demokraten 56, Kommitmist. 209, Christi. Volksdienst 15, Deutsche Volkspartei 31, Nationalsozialisten 113, WirtschastS- partei 2L

Eine angenehme Mberraschung für den Frankfurter Steuerzahler.

Frankfurt-Main, 19. November. Wie die Magist­rats-Pressestelle mitteilt, liegt der städtische Rech- nungsäbschluß für das Jahr 1928 nunmehr vor. Nach einer früher vorgelegten Uebersicht war mit einem FeWbetrag von rund 3,3 Mill. Diark gerechnet worden. Tatsächlich habe» die Mehrausgaben für die eingemeinderen VoroNe über 2/ Mill, betragen. Außerdem hat das Wohlfahrtsamt gegenüber dem fordert. Dazu kommt der Ausfall der Dividende bei etatmäßigen Voranschlag 4350000 Mark zusätzlich er­ber Frankfurter Gesellschaft. Trotzdem ist eS de« Magistrat durch nachdrücklichste Beschränkung der Ausgaben und durch Verbesserung beim Abschluß einzelner Berwaktungszweige gelungen, diese Mehr« airfwenbunge» fast in vollem Umfange ausfugleichen. Der endgültige Jahresabschluß zeigt bei einer AuS- gabensumime von 230 242 006,36 M. mir einen Fehl­betrag von 195 744,19 M das ist noch nicht et» Zehnten der gesamten städtischen Ausgaben.

Hnfere Heimat

Lehrfilme in provinzschnien

Es ist den modernen Schulbau-en oder den Schulen der Grogstädte Vorbehalten, eine eigene Filmapparatur zu besitzen. Diese Schulen können wisseiftchafrliche Fil­me antaufeit Sie veranstalten Elternabende, deren Ertrag zu diesen Anläufen verwendet werden, und viele Schulen konnten sich schon so ein reichhaltiges Filmarch.v anlegen. Die Sp.tzenorganisation für die­sen Filmverleih, sobald die Filme nicht (Eigentum der Schule werden, ist der deutsche Dildspielbund.

Wesentlich ungünstiger liegen die Verhältnisse in den kleinen Prov nzftädten. Um auch h er den Film in den Lehrplan aufnehmen zu lassen, wurde eine Or­ganisation in Berlin gegründet, die in den kleinen Städten mit gutem Erfolg Kulturfilme vorsührt. Ob­wohl diese Organisation ein Privatunternehmen ist, untersteht sie dock) einem ehemaligen Studienrat, und ihre Mitarbeiter setz.n sich aus Studienassessoren oder Volksschullehrern zusammen. Schon in den Sommer­und Winterferien wird der gesamte Spielplan des kommenden Schulhalbjahres festgelegt. Es ist dadurch möglich, daß die betreffenden Pädagogen ihren Leihr- plan auf die ihnen bekannte Filmvorführung vorbe­reiten. Da Experimente ergeben haben, daß akustische Mitteilungen viel stärker im Gedächtnis des Schü­lers haften bleiben als optische, werden alle Titel aus den Filmen entfernt und durch einen Vortrag ersetzt. Bei dem großen Arbeitsgebiet der Organisation wird es dadurch auch möglich, den begleitenden Vortrag der jeweiligen Altersklasse der Schüler und der Art der Schüler anzupassen. Das Repertoire der F'lme setzt sich aus geographischen und biologischen Aufnahmen zu­sammen. Außerdem werden Scherenschnittsilme und Trickze-chnungen vorgeführt. Augenblicklich werden et­wa 350 Orte bespielt.

Spangenberg, 19. November. (Konmnmalwahlen). Bai den vorgestrigen Kommunalwahlen war die Be- teiFtgimg stark, 90 Prozent aller Wähler übte ihr Wahlrecht aus. Bei den Wcchlen zum Kreistag umd z. KommunMdtg. wählten von 1330 Wahlberechtigten 1123 und bei der Stadtverordnetenwahl von 1272 Wahlberechtigten 1093 Wähler Bei der Stadtverord- nelnwahl entfielen auf den WahlVorschlag Appel, Fenner Siebert (berufsständische Liste) 497 (6 Sitze), auf den Wahlvorschlag Schenk (S.P.D.) 315 (4 Sitze) und auf den Wachlvorfchla« Stein (D.D.P.) 258 St. (3 Sitze). 22 St. waren ungültig. den Wahlen zum KommunManddag erhielten Hess. Arbeitsge- meinfchast für Stadt und Land 185. S.P.D. 314. Zentrum KPartei 6, Deutschnationale P. 196, Kam P.D. 13, Christlicher VoVSdienst 104, Nationalisoz. Arbeiterpartei (Hitler-Beweg.) 200 und ReichSvartej des d. Mittelstandes (W'.rtscbaftspartei) 90 Sttm. irngiMg 31 Stimmen. Kreistagwahl: S.P.D. 302, Rationa'llsoz. Arbeiterpartei 177, Reichspartei des d. Mittelstandes (Wirtschaftspartei) 71. Hess. ArbeitS- geineinffchaft 145, Teutsch-Demokr. Partei 219, Land- voMste 147 Stimmen. Ungültig waren 31 Stirn

Naumburg, 19. November. (Stadtverordneten­wahl). Zentrum 546, Arbeit Kgemeinschaft 264. Kreis'ag. Bereinigte Berufsstände 564. Soqialdem. 201, Arbeitsgemeinschaft 48. Kommunisten 13. Kom- mnM'', 525, m -»7 Dn 41

Naumburg, 19. November. (Tödlich verunglückt.) Der im benachbarten Netze vom Neubau des Kauf­manns Sölzer abgestürzte Dachdecker Ring aus San» ist seinen Verletzungen im Wtldunger Krankenhaus erlegen

Großalmerode. Bei der Stadtverordnetenwahl sind gewählt worden: a) Vom Wahlvorschlag Sozialdemo­kratische Partei Deutschlands: Maschinist Julius Lip- hardt, Tonarbeiter Georg Bachmann, Tiegeldreher Heinrich Trübe, Tonhauer Karl Iraube, Jnvalioe Heinrich Urff, Tonhauer Konrad Ziegler, b) Dom Wahloorschlag Kriegsopfer und Hausbesitzer: Ge­schäftsführer Hermann Hofmeister, c) Vom Watzl- vorfchlag Einheitsliste: Schuhmackermeister Wilhelm Markert, Prokurist Georg Deininger, Kaufmann August Bernhardt, Lehrer Heinrich Koch, Kaufmann I. E. Wachsmuth, Maurermeister Gustav Bernhardt, d) Vom Wahlvorschlag Mitte: Verlader Christian Schaumburg, KanzlejangesteMer Heinrich Dachmann. Der Wahlvorschlag Rote Arbeiterliste hat keinen Sitz erhalten.

Obersuhl, 19. November. (Gemeindewahlen.) Bei Neuwahl der Gemeindevertretung wählten von 1271 Wahlberechtigten 1007; das sind rund 80 Prozent. Es erhielten Stimmen und Mandate: Sozialdemo­kratische Partei, Kriegsbeschädigte und Invaliden 482 Stimmen (7 Mandate); Bürgerliche Liste 317

Stimmen (5 Mandate); Eisenbahnerliste 196 Sum­men (3 Mandate). Ungültige Stimmen wurden 12 gezählt.

Weimar: Bei dex Eemeindewahl entfielen auf die Liste S. P. D. 5 Sitze, K. P. D. 2, Gewerbe 2, Wirtschaftliche Vereinigung 3, Eemeindewohl 0 Sitze. Nur dadurch, daß eine Anzahl Landwirte wegen klein­licher Ursachen eine besondere Liste aufftelUen und, wie vorauszusehen war, nicht einmal auf einen Sitz kamen, war es der K. P. D. möglich, zwei Sitze zu erobern.

Gilserberg: Bei der Eemeindewahl erhielt Wahlvorschlag Schweizer 166, Pfeffer 67, so daß sich die Vertreter zahl aus 9 zu 3 stellt.

Zierenberg: Bei der Stadtverordnetenwahl ergab sich folgendes Stimmenverhältnis: Sozialdemokraten 229, Handwerk und Gewerbe 122, Beamten 99, Mittel­stand 139, Landwirtschast 190.

Widdershausen: Gemeindewahl: Vorschlag Munzel 175 Stimmen (5 Sitze), Wenk 60 (2), Breibing 82 (2), Trieschmann 90 (3).

Stammen, 19. November. (Wechsel im Lehramt.) Für den nach lcmgiähriger Dienstzeit in den Ruhe­stand getretenen Lehrer Humburg wurde Lehrer Miller aus Rinteln zum Nachfolger bestimmt. Vaac, 19. November. (Schulneubau.) Das Projekt eines neuen Schulbaues scheint nun doch Wirklich­keit zu werden Zur Zeit wird der bei der Aus­baggerung der Weser von zwei Baggern gewonnene, für Häuserbauten besonders wertvolle Weserkies aus den Bauplatz der zukünftigen Schule gefahren.

Eberschütz, 19. November. (Motorradunfall.) Der Motorradfahrer B., von hier, erlitt abends in der Nähe von Beverbeck einen Unfall. Ein ihm ent« gegenkomender Bulldogg, der unbeleuchtet war, konnte von ihm nicht gesehen werden. Kurz vor dem Fahrzeug konnte nur schnelles Bremsen, wobei B. in den Graben stürzte, einen Zusammenstoß ver­meiden. Während der Fcchrer mit dem Schrecken davorckam, erlitt seine Maschine erheblichen Scha­den.

Rinteln. Stimmberechtigt 31 694. Soz. 11166 (8901) 11 (11), Kommunisten 1493 (1081) 2 (1), Wahlbund Schaumburg 5238 (5), Schaumburger Land­volk 5804 (6).

Treysa, 19. November. (Stadtverordnetenwahl.) Bei der Stadtverordnetenwaihl beteiligten sich von 2575 Wahlberechtigten 1590 Personen, also 62,5 Pro- zcmt cm der Wahl. Gewählt wurden 16 Abgeord­nete, die sich wie folgt verteilen: Arbeiter und Be­amte (Schaub) 6, z ärger und Hausbesitzer (Land­grebe- 3, Christlich sozialer Volksvieust (Siebert) 2. Gemeinwohl (Meisten) 2, Gewerbe- und Grundbe­sitz ( Astcroth) 1 und Wirtschaftliche Vereinigung (Seese) 2 Sitze. Erstmalig zieht auch eine Frau, und zwar Frau Lokomotivführer Rößig, in das hie­sige Stadlparlament ein. Die Ergebnisse der Kom­mun- s und Kreislagswahl stehen augenblicklich ftoch aus.

Treysa, 19. November. (Jubiläum.) Lokomotiv­führer Rotz feierte in diesen Tagen sein 40jähriges Dienstiubllaum.

Kirchhain, 19. November. (25 Jahre Gemeinde, schwesixr.) Krankenschwester Suife Nikolai feiette ihr 25jähriges D'enstjubiläum Der Jubilarin wur­den zahlreiche Ehrungen zuteil.

Kirchhain, 19. November. (Rege Wahlbetcili- gung) Von 1773 Wahlberechtigten erschienen 1475, vas find SS Prozent, an der Wahlurne. Es entfallen auf Liste Sozialdemokratische Parrei 65, Liste 18 Fortschritt 44, Arbeiterliste 94, Beamte und Ange­stellte 145, L.ste Löchel 140, Liste Volksgemeinschaft 671 und Liste Burgerosrein 365 Stimmen. Für die Kreistagswahl wurden 1513 gültige Stimmen ab­gegeben.

Alleildorf, Kr.Kirchhain, 19. November. (Wahlen). Hier wurden von 957 Wahlberechtigten 818 Stimmen abgegeben. Bei derPreistagswhal erhielten alle 11 Liften Stimmen. Die weitaus größte Mehrheit ent­fielen auf das Zentrum mit 709. Hess. Arbeitsge­meinschaft 14. SPD. 9, Zentrum 709. L. Wiegand 23. L. Wohratal 4, Handel- u. Gewerbe 12, Kriegs­opfer 19, L. Amöneburgl, L. Ktadt Kirchhain 4, Tt. Bicker 12, Arbeitsgemeinschaft Wohratal 2. Zum KommnnaWandtag entfielen die Stimmen wie folgt: Hess. Arbeitsgemeinschaft Ich Sozialdemokraten 11, Zentrum 74ch Demokraten 11, Kommunisten 2, Ehr. Bvlksdienst 5, Hittler 9, D. Mittelstand tz. Zur Ge- meindvwahl waren 5 Listen ausgestellt und erhielten

Geheimnisse der Behaglichkeit

Wissen Sie, warum es gestern beim Kaffeekränz­chen von Frau Müller so besonders nett war? Du lieber Himmel, so beliebt ist doch Frau Müller nicht, wenn man ihre Kränzchenschwestern im Vertrauen hört. Aber sie versteht es, ihre Behausung mit we­nig Mitteln und viel Geschick anheimelnd zu machen und ihr eine aparte Note zu geben. Wo Hane sic bloß wieder die Anregung zu diesem überraschend nett gedeckten Teetisch her? Sollen wir es Ihnen verraten?

Das Kaufhaus A. Wertheim zeigt uns diese Woche eine anregend und geschmackvoll zusammenge- faßte Ausstellung von Handarbeiten, Tischwäsche und Jnnen-Dekoration. Es ist- dies in der Zeit des Kopfzerbrechens vor Weihnachten besonders begrü­ßenswert, denn es ist alles da. was nn,er Her, gehrt und weckt schon ein wenig die Freude des Be­schenkten. denn auch unsere eigenen ichönheitsdursti- gen Augen kommen auf ihre Rechnung. Schalten Sie von vornherein Ihre Bedenken aus, gnädige Frau; es ist auch für den, der sich nach der Decke strecken mutz (mit anderen Worten: für die allermeisten von uns) etwas erschwingliches da, was das Herz hüpfen läßt. Der moderne Weihnachtsmann hat sehr wohl die heutige Wirtschaftslage berücksichtigt und das Richtige für uns herbeigeschafst.

Selbst wenn man nach einem leckeren Mittagessen hinkommt und die wundervoll geschmückte Tafel mit allem Drum und Dran betrachtet, möchte man grab noch einmal von vorn anfangen.

Mit wahrenStilaugen" gehts ans Betrachten; sogar die Herren beschauen interessiert das feinabge­stimmte Vielerlei, das wahre,asi cünstlerikch acrau- giert ist, die Damen ober besonders die feenhaft leuch­tende Wäsche.

Mein Herr, soll ich noch mehr aus der Schule plaudern, oder wissen Sie schon, wie Sie den Betrag Jbrer täglich um eine geopferte Havanna vermehrten Ersparnisse am gewinnbringendsten anlege«? Iaw-m! am gewinnbringendsten, denn sollten Sie selbst der Egoist sein, für den Sie Ihre Gattin in .neftcig.cten Momenten hält (im Vertrauen, wir fühlen uns Ihnen etwas verwandt), so konnten Sic nichts besse­res tun, als Geschenke machen, die Ihrem Heim und der wertvollen Behaglichkeit zugute kommen. Ich versichere Sie, Sie werden die Nation IhrerRauch- Ware" an einem so wundervollen Tisch, wie er da nur zum Ansehen aufgestellt ist, mit doppeltem Genuß konstruieren und werden, selbst ganz ästhetisch geworden, die Beine in würdevollem Abstand graziös kreuzen, sodaß man ausnahmsweise mal nicht dar­über stolpert.

Nun zu Ihnen, gnädige Frau. An Ihnen ist es, in Ihrem Heim die kultivierte Note und frohe Stim­mung zu verbreiten. Wie das erzielt wird, sehen Sie am besten in der Ausstellung selbst. Jede kluge Haus­frau wird großen Wert aus schöne blendende Tisch­wäsche legen. Die moderne Industrie bringt auf die­sem Gebiet, wie wir sehen, überraschende Neuhetcen heraus. Da ist vom einfachsten weißen Halbleinen­tuch für die kalte Tafel bis zum kapriziösesten Luxus­artikel sür die intime Abendplauderstunde alles ver­treten, wie z. B. Frühstückstisch, Arrangements für kleine Gesellschaften, Brauttafel, Kindergesellschafts- tifch, sehr apart, Spieltisch für Herren, Faschingstafel und anderes mehr, alles äutzersi gediegen und preis­wert. Ganz zu schweigen von den reichen und gera­dezu ätherischen Handarbeiten, deren Erwerb durch­aus nicht unerreichbar ist. Selbstverständlich aeböri zu solch schönen Dingen die entsprechende Ausma- chung.

Sahen Sie schon einmal so hübsche Gedanken wie eingeweihte Silhouetten? Die zwar noch verireenm Blumenmuster im Damast haben sich eine Strliste- rung gefallen lassen müssen. Entzückend auch die dis­kreten Farbabtönungen in den Nuancen passend zu Blumenschmuck u. Geschirr! Und dl eie grariosen Tuö- UM> handgezogenen Filetgrbeilen lassen sich nicht be­schreiben, nur bewundern.

Weiter ist da ein Füllhorn ausgeschüttet in farbi­gen Handarbeiten, wie Kissen. Decken, Puffs mw, in jeder erdenklichen Stickart wie auch in verschiede­nen Preisen und für jeden Geschmack. Auch hier fin­det man die so wichtige Anregung für Farbzusam­menstellung und Raumanpaffung, sodaß man sich an eine solche Arbeit getrost heranwagen kann .

Im Reich der Innendekoration ist das hübscheste und gediegenste, was sich eine sorgsame vaus- au so sehnlich zu Weihnachten wünscht, vorhanden. Man staunt, was da an Schönheit für ganz annehmbare Preise geboten wird. Lilles ist da: Moderne Teppiche, Gardinen, moderne Stores. Ueb-rbänge und vieles mehr. Wie gesagt: gehen Sie selbst und überzeugen

®ie$ an der Ausstellung beteiligten Firmen: Schlcenstein, Klußmann, Wiederhold und Klippert be­weisen ebenfalls hohe Leistungsfähigkeit und den künstlerischen Geschmack.

ssum Nachtisch aber zeigt man uns dir duftig­ste B e 11 Wäsche, honny soit qui mal y pense. k.

aus für das rege Interesse, das sie stets ihren sächsischen Freunven enigegengebracht haben, wodurch diesen das Heflenland zur »weiten Heimat wurde.

Tie Bortragssolge bot einen bunten Wechsel von Spiel, Gesang und Tanz. Ganz besonders nmß man aber Fräulein Kötitz erwähnen, die einen von Herrn Schütze verfaßten Prolog mit gutem Ausdruck vermittelte, ebenso Fräulein Har tisch, die mit einigen entzückenden Tänzen stürmischen Beifall erntete. Auch Albert Hartung vom Staatstheater und Fräulein Seifert fesselten durch Gesangsvorträge die Zuhörerschaft. Im Lauste des Abends gab es dann noch nette, scherzhafte Ein­lagen. Die Kapelle Schröder spielte zum Tanz die neuesten Schlager aber auch die schönsten Wie. ner Walzer. hn.

i.. Von der Oberpostdirektion Kassel wurde Herr Staude als technischer Beamter vom Telegraphen­zeugamt Kassel nach dem Autom Fernsprechamt Bad Hersfeld versetzt.

, Kulturelle Arbeitsgemeinschaft

Angesichts der Zersplitterung, die im kulturellen Lsben Kassels herrscht, ist es zu begrüßen, daß aus Anregung des Vereins für Heimatschuß in Kur­tz essen folgende Vereine: Architekten- und Ingenieur- Verein Gartenbauverein, Hessischer Gebirgsvcrein, Eeschichtsverein, Handels- und Eewerbeverein,

Verein für Heimatschutz in Kurhessen, Ver­ein der Kunstfreunde, Museumsverein und

der Verein für Naturkunde sich zu einer kulturellen Arbeitsgemeinschaft" zusammenge-

fchlossen haben, um sich zrmächst über Die für den Mieter geplanten öffentlickeil Vorträge zu verständi­gen und ein gemeinsames Vortragsprogramm her­auszugeben.

Die Arbeitsgemeinschaft will die Vorträge aus dem Arbeitsgebiet der angeschlossenen Vereine in sorgfältiger Auswahl und in angemessener zeitlicher Ordnung der Oesfentlichkeit darbieten und durch Um­lage ihres Gesamtprogramms es allen Hörern er­möglichen, sich rechtzeitig die ihnen gelegenen Vor­träge anzumerken. Ein Zusammengehen mit bet Kurhessiscben Gesellschaft uno dem Unioersitälsbuno war für diesen Winter noch nicht möglich da dixse Vereinigungen ihr Vortragsprogramm schon abge­schlossen hatten.

Zwischen Elbe- nnb Fufiestrand

Wenn jemand Geburtstag hat, so Pflegt man ibm Glück zu wünschen und so hatte sich denn anw Sonniag in den Bürgersälen eine große Festgcmemoe eingefunden, um dem Geburtstagskind, der,,L an d s- mannschaft der Sachfen" ihre Glückwnnfwe barzubringen unb den Jubeltag würdig zu benebeit.

Nachdem Herr Georg Schütze die erschienenen Landsleute, die Gäste aus dem Hessenlaube, die Ver­treter der Bereinigungen der Rheinländer und Bder- schlesier begrüßt hatte, gab er in seiner Festan­sprache einen Uebcrblid über die Ziele des Vereins und über das, was er während der drei Jahre sei­nes Bestehens erreicht hat. Der Redner gedachte vor allem des Gründungstages im Jahre 1926. wo an einem stürmischen Herbstabend im dichtaefnllten Vcr- einsstübchen bei Schmalenberg in der Oberste» Gasse das Kind ans oer Saufe gehoben wurde. An jenem Wend schon waren etwa 30 sächsische Landsleute er­schienen, die zum größten Teil beute noch treue Mit­glieder sind. Herr Schütze erwädnte noch dieg^ miedlicheu" Vereinsabende in der Martinsklouse und fpr«h in warmen Worten den Hessen seinen Dank

Weiße «nd gesunde Zähne.Da ich schon seit Jahren meine Zähne mit Ihrem hochgeschätzten Chlorodont" und Ihrer Chlorodont-Zahnbürst« pflege, so will ich Ihnen meine Anerkennung für Ihre Präparate entgegenbringen, denn meine Zähne sind so weiß und gesund, daß mich meine Freunde und Bekannten darum beneiden." Gez. Karl Stein, Elversberg-Saar.

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