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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Nummer 272

Einzelpreis: Wochenlang 10 Pfennig.

Montag, 18. November 1929

Einzelpreis: Sonntags 20 Mennig.

19. Jahrgang

Ruhiger Verlauf des Wahlsonntages

Die Ergebnisse der Kommunalwahlen / Durchweg flattere Wahlbeteiligung / Nur unbedeutende Zwischenfälle in Serlin

Der Kampf um die Rathäuser

Tendenz: Uneinheitlich!

lleberblickt man die Fälle der vorliegenden Ergeb- uisie, so mutz man zu dem Schlutz kommen, datz es nahezu unmöglich ist, die Ergebnisse der Kommunal- und Provinziallandtagswahlen auf einen einheitlichen Nenner zu bringen. Die Ergebnisse sind entsprechend den örtlichen Verhältnissen so verschieden, datz man kaum von einem allgemeinen Links- oder Rechtsruck, oder von einem Anwachsen der Mitte sprechen kann. Die Beurteilung der Ergebnisse wird ferner noch da­durch erschwert, datz die gestrigen Wahlen durchweg eine stärkere Wahlbeteiligung als die vorhergehenden Wahlen aufzuweisen hatten. Die Schwankungen in den Mandatszahlen sind in erster Linie auf die stär­kere Wahlbeteiligung zurückzuführen, durch die ein größerer Wahlquotient errechnet wurde, sodaß sich das Verhältnis der Mandatsziffern verschob. Am deut­lichsten wird die Verschiebung bei dem Berliner Wahlergebnis klar, wo infolge der höheren Wahl­beteiligung alle größeren Parteien außer den Demo­kraten Stimmenzuwachs zu verzeichnen hatten, infolge des veränderten Wahlquotienten aber teilweise doch Mandate verloren. (Eingehend über das Berliner Ergebnis berichtet unsere Berliner Schriftleitung an anderer Stelle.)

Betrachtet man die Kommunalwahlen im einzelnen, so ist festzustellen, daß die Deutsch - nattonalen in zahlreichen Kommunen erhebliche Verluste an Mandaten erlitten haben. So büßten sie beispielsweise in Berlin 7, in Frankfurt a. M. 3, in Köln 4, in Düsseldorf 6 und in Essen 4 Sitze ein. An­derseits haben sie in anderen Kommunen, wie in Trier, Aachen, Breslau, Beuthen und anderen ober­schlesischen Städten einige Gewinne zu verzeichnen ge­habt. Wie das Beispiel des Westens zeigt, ist also selbst ineinander benachbarten Gebieten keine einheit­liche Linie festzustellen. Auch die Ergebnisse der S o - zialdemokraten' schwanken stark. Während sie in einigen Gegenden beispielsweise in Frankfurt, Wiesbaden, Breslau, Hindenburg und Ratibor Verluste verbuchen mutzten, haben sie stellenweise Mieder auch recht erhebliche Gewinne zu verzeichnen. Auch die Parteien der Mitte weisen ähnliche unterschiedliche Ergebnisie auf. Immerhin läßt sich sagen, datz die Wirtschaftspartei im allgemeinen ge­wonnen hat. Auch das Zentrum hat sich durchweg gut behauptet; das gleiche kann von der Deutschen Volkspartei gesagt werden. Die Demokraten dagegen haben an vielen Orten Einbuße erlitten. Von den Flügel Parteien haben die Nationalsozialisten fast überall Erfolg zu verzeichnen gehabt. Recht un­einheitlich dagegen ist wieder das Bild bei den Kom­munisten. Ihrem großen Berliner Erfolge stehen in anderen Städten, wie beispielsweise Leipzig, Dresdeq und einer ganzen Anzahl anderer Kommunen, Ver­luste gegenüber. Auch diesem Versuch eines Ueber- blickes wird aber immer wieder die Feststellung be­stätigt, die wir mit den WortenTendenz uneinheit­lich" zum Ausdruck gebracht haben!

Und die Wahlen zu ben spio»inäiallanb» tagen ? Auch hier liegen die Dinge ganz ähnlich rote bei den Kommunalwahlen. Auch bei den Provinzial- landtagsroahlen hat sich die stärkere Wahlbeteiligung auf das Verhältnis der Mandatsziffern ausgerotrkt. Hinzu kommt noch, daß meist andere Parteigruppte- rungen bestehen und die bürgerlichen Parteien tn vielen Fällen Einheitslisten aufgestellt haben.

Dom nationalpolitischen Standpunkte aus richtig Ist die Tatsache, daß in den östlichen Provinztalland­tagen die Polen Verluste erlitten haben. So ist im Ostpreußischen Provinziallandtag die Stimmenzahl der Polnischen Volkspartei von 5750 auf 3200 zurück­gegangen. Auch im Oberschlefischen Prcvinzialland- tag haben die Polen ein Mandat verloren.

Der Wahlsonntag

Berlin, 18. November

Tei gestrige Wahlsonntag ist im großen und ganzen ruhig verlaufen. In Berlin war die Polizei von 11 Uhr ab in höchster Alarmbereitschaft. Zahlreiche Schnellkrastwagen und Patrouillen waren unterwegs, um Kusammenstötze zu verhindern. An den Grenzen der Bannmeile waren die üblichen Warnungstase.n ausgestellt worden, um Überschreitungen zu der Bannmeile zu verhüten. Es wurden zwar em

paar hundert Verhaftungen

vorgenommen, aber die Verhafteten wurden alsbald wieder auf freien Fuß gesetzt. Die selbstverständlichen kleineren Zusammenstöße und Treibereien haben nir­gends einen besonders ernsten Charakter angenommen.

Besonderes Interesse sand wie immer das total, tn welchem der Reichspräsident von Hindenburg und mehrere Mitglieder des Reichskabinetts sowie der Reichskanzler am Sonntag vormittag ihr Wahlrecht

ausübten. , . , ,

Am Sonnabend abend löste sich bei der Probeiahrt eines kommunistischen Propagandaautos eine Seiten­wand. Etwa zwanzig Personen fielen herunter, sieben erlitten nur Hautabschürfungen, während eine achte eine Gehirnerschütterung davontrug.

Aus den Großstädten des Rheinlandes und Westfalens wird gleichfalls übereinstimmend

ruhiger Verlauf der Wahlen

gemeldet. In Hannover wurde das Ueberfallkom- mando bei einem Zusammenstoß zwischen einem Pro­pagandazug der Deutsch-Hannoveraner und Reichs­bannerleuten zwar eingesetzt, brauchte aber nicht mehr in Aktion zu treten. In den s ä ch s i sch e n Städten kam es zu keinen größeren Zwischenfällen. In Dres­den mußte die Polizei bei einem Zusammenstoß zwi­schen Nationalsozialisten und linksgerichteten Personen eingreifen.

Auch aus dem Osten liegen im allgemeinen keine Meldungen von Zwischenfällen vor. In Breslau wurde allerdings schon in der Woche zum Sonntag ein

Mitglied der S. P. D. namens Schröder von einer Klebekolonne der Kommunisten überfallen und mißhandelt.

Der Ueberfallene mußte in das Krankenhaus gebracht werden, wo er am Sonntag nachmittag seinen schwe­ren Verletzungen erlag. Von den Tätern fehlt jede Spur-

Frankfurt a. 28. November.

SPD: 75 773 (91 258), 25 (29), Zen rum: 34 339 (30 208), 11 (9), Deutsche Volkspartei: 35 263 (28 979), 11 (9), Deutschnattonale: 12 788 (22 463), 4 (7), De­mokraten: 15 012 (22 094), 4 (7), Kommunisten: 35 731 (36 899), 12 (11), Mittelstandspartei: 18 560 (15 573), 6 (4), Arbeitnehmer' 8893 (10 216), 2 (3), Evange­lische Vereinigung: 7 676 (3989), 2 (1), National­sozialisten: 27 191 (12 526), 8 (4), USPD.: 645 (832), (), Volksrechtspartei: 1788 (3 541), (), Wasmann: 1290, (). 9

Wiesbaden Stadt

SPD.: 19 686 (21 749), 13 (17), Zentrum: 9 430 (8246), 6 (6), Deutschnational: 4344 (3812), 3 (2), Kommunisten: 8878 (10062), 6 (7), Nationalsoziali­sten: 13107 (6118), 9 (4), Bürgerliste: (DVP., dem. Wirtschaftspartet, Volksrechtspartei): 25 394 (24 848), 17 (18).

Hannover: Stadtverorbnetenroahlen: Abgeg. gül­tige Stimmen 244 671, ungültige Stimmen 1975, SPD. 118 005 (37 Mandate, 1924: 22), Deutsch-Hann. Partei 20 222 6 (1), Zentrum 11296 3 (3), Kommunisten 13 228 4 (9), Ländliche Vorortlisten 235 0 (0), Christi. Dolksdienst 4549 1 (0), Natsoz. 11997 3 (3). Boden­reformer 1070 0 (1), Vere-nigte Bürgerschaftspartel 48 846 16 (22). Volksroohl 604 0 (0), Wirtschaftspartei 3548 1 (0), Schutzbund für Handel, Gewerbe und Be­rufe 2144 0 (0).

KoaliiionsWwimgkcken in Serlin

Von unserem Berliner Vertreter.

Berlin, 18. November.

Es ergibt sich also zunächst, daß

An den 2415 Abstimrnuuosbezirken sind nackt den vorläufigen Feststellungen 2 294 674 gültige Stim­men abgegeben worden. Ungültig waren 17 438 Stimmen.

Es entfallen auf die einzelnett Parteien folgende Stimmen:

S. P. D. 651 735 (604 696) --- 65 (73) Mandate

Teutschn. 404 756 (358 324) = 40 (47)

Nat.-Soz. 132 031 () = 13 (0)

Komm. 565 595 (347 381) = 56 (43)

Demokraten 138 511 (171 954) 14 (21)

D. V. P. 154 200 (111 446) = 15 (14)

Wirtschaftsp. 100 289 (72 263) -- 10 (10)

Zentrum 81 414 (63 265) = 8 (8)

Ehr. Volksdienst 30 099 (17 178) = 3 (2)

Ferner Deufch-Bölk. 7 367 (27536), U. S. P. D. 5072 (14598), Volksrechtspartei 3503, Linksradikate Autikorruptionspartei 13, Freibund des Handwerks und Gewerbes 5746, Evangelische Wähler 168, Allge­meine Volkspartei 3012, überparteiliche Liste 380. Reichspartei für Handel und Gewerbe 3 021, Linke Kommunisten 3787, Rationalrevolutionäre Volkspar tei 355, ChristliS, soziale Reichspartei 3323, Partei für Mieterreform 302. *

Das Ergebnis der Berliner Stadwerordnetenwab- len wird diesmal wohl auch über die Reichshaupt­stadt hinaus größeres Interesse als fonst erwecken, weil gerade in Berlin die Wahlen vollständig im Zeichen des großen Sklarek-Skandals standen. Die Radikalisierung der Wählerschaft, die dadurch herbei­geführt wurde, hat sich denn auch in erheblichem Maße ausgewirkt. Eine ganz erhebliche Stärkung der Flügelgruppen ist auf Kosten der anderen Parteien eingetreten,* unb es werden sich nun voraussichtlich die größten Schwierigkeiten ergeben, wenn es sich darum bandeln wird, eine aktionsfähige Mehrheit im Berliner Stadtparlament zustande zu bringen.

die Mehrheit aus Sozialdemokraten und Kom­munisten nicht nur bestehen, sondern ersichtlich vergrößert wurde.

Diese beiden Partein haben zusautmett 121 Sitze, also 8 Sitze über die absolute Majorität hinaus. Trotzdem wird es natürlich nicht zu einer sozialdemokratisch- kommunistischen Regierung kommen, aber die Schwie­rigkeiten, eine Mehrheit aus den Parteien der Mitte zu bilden, ist wesentlich größer geworden. Die zur Regierung bereiten Parteien der Sozialdemokraten, der Demokraten. Volkspartei und Zentrum verfügen nur über 171 Sitze. Man müßte schon die Wirt­schaftspartei, die bei der letzten Etat-Abstimmung in der Opposition stand, heranziehen und einige von den Splitterparteien, und auch dann würde man nur eine ganz knappe Majorität erreichen, der die entscheiden­den Oppositionsparteien der Deutschnationalen, der Kommunisten und der Nationalsozialisten mit immer­hin 109 Mandaten gegenüber --stehen würde. Es ist damit zu rechnen, daß die Wirtschastspartei zur Re- gierunasgruppe gehen wird, aber man wird wohl auch mit den Deutschnationalen Verhandlungen ver­suchen. Jedenfalls wird es

sehr schwierig sein, überhaupt eine arbeitsfähige Mehrheit auf die Beine zu stellen.

In diesem Zusammenhänge wird nun auch die Frage akut, wer künftig an der Spitze der Berliner Stadtverwaltung stehen soll. Ob., der Oberbürger­meister Böß alsbald zurücktreten wird, ist noch un­entschieden, wird aber fübx wahrscheinlich gehalten. DieWelt am Montag" nennt als neue

Kandidaten die Nachfolgeschaft des Herr Böß unter anderem den früheren Reichsminister Külz, den sozialdemokratischen Reuter und den sozialdemo­kratischen Oberbürgermeister von Altona Brauer, aber die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters wird sich erst beurteilen lassen, wenn man weiß, aus wel­chen Parteien sich die neue Mehrheit im Stadtparla­ment jusammensetzen wird.

Das Kennzeichen dieser gestrigen Wahl ist das starke Anwachsen der Kommunisten und der Nationalsozialisten.

Außerdem ist eine stärkere Wahlbeteiligung zu verzeichnen gewesen, die aber bei weitem nicht die Wahlbeteiligung der letzten Reichstagswahl erreicht hat. Während bei der Stadtverordnetenwahl 1925 nur 63,7 Prozent der Wähler sich beteiligten, waren es diefesmal 69.3 Prozent und im Mai vorigen Jahres waren es 78,9 Prozent. Diese stärkere Wahlbeteiligung hat es mit sich gebracht, datz säst alle Parteien einen effektiven Stimmenzuwachs zu verzeichnen haben^und zwar am stärksten die Kommunisten, die 222 000 Stim­men mehr als bei der vorigen Stadwerordneremvahl batten. Die Nationalsozialisten gewannen 133 000 Stimmen, die Sozialdemokraten nur 50 000, die Volks Partei 43 000, die Wirtschaftspartei 28 000, die Deutschnationalen nur 20 000, das Zentrum 19 000. Lediglich die Demokraten sind die einzige Partei, die einen effektiven Verlust von 33 000 Stimmen zu ver­zeichnen haben. , , . ,

Diese Stimmengewinne bringen aber noch keines­wegs einen Mandatszuwachs mit sich. Vielmehr liegt in Serlin die Zabl von 225 Sitzen für die Stadtver­ordnetenversammlung fest, und nur Diejenigen Par­teien, die die ganz hohen Stimmengewinne zu ver­zeichnen haben, sind auch in den Besitz neuer Man­date gekommen. Die Kommunisten haben 13 Sitze gewonnen. Die Nationalsozialisten, die bisher nur überhaupt noch nicht in der Stadtverordnetenver­sammlung waren, haben 13 gewonnen und die Deut­sche Volksparlei hat einen Sitz davongetragen. Da­gegen haben die Deutschnationalen 7 Sitze eingebüßr, die Sozialdemokraten 8 Sitze und die Demokraten 7 Sitze. Der Rest der Gewinne und Verluste verteilt sich auf einige Splitterparteien.

Sächsische Kommunalwahlen

Einzelergebnisse.

Leipzig: Insgesamt 425 098 Stimmen. Davon ent­fielen auf: SPD. 148 307 Stimmen. 27 Sitze (bisher 124 966. 26); Vereinigte bürgerliche Liste 154 789, 28 (112196, 12): KPD. 53666, 9 (69093, 15); Komm. Opposition 5832. 1 (0. 0); Volksrechtspartei 21581. 4 (26110. 6); Demokraten 20 094. 3 (19 462, 4); Altjozia- lilten 2141, 0 (6043. 1); Nat. Soz. 17 694. 3 (5615, 1); USPD. 1064, 0 (3753, 0). Die Wahlbeteiligung betrug 84,53 Prozent. Das neue Stabtverorbnerenkollegium wirb mit 38 bürgerlichen gegen 37 marxistische Stadt­verordnete eine bürgerliche Mehrheit aufroeiien, mäh­rend im bisherigen Stabtsparlament bas Verhältnis 33 zu 42 betrug.

Dresden: 490 611 Wahlberechtigte, 367 681 abgege­bene Stimmen qleichs 74 Prozent. Die Wahlzahl be­trägt 4876. Die einzelnen Mandate verteilen sich wie folgt: SPD. 28 (26). Deutjchnationale 7 (9), DVP. 12 (10), Mitlelstandspariei 7 (6). Komm. 7 (10). Dem. 5 (5), Alijoziallsten 0 (3), Hausbesitzer 3 (3), Zentrum 1 (1). Rentner 0 (keine Liste). Nal. Soz. 4,(0), Volks- rechlspanei 1 (2). Insgesamt 75 Mandate.

Chemnitz: Stadtverorbneienroahl: SPD. 21 (17), KPD. 9 (14). Deutschnationale 7 (8), Wirtschasts- paitei 8 (8), DVP. 7 (7). Demokraten 0 (3). Volks­rechtspartei 2 (2), Nat.-Soz. 4 (1), Christi Volks- bienft 1 (0).

Plauen: Wirtschaft!. Vergg. 14 352 (15 405) Stim­men, SPD. 11671 (10 464), Bolksrechtspanei 2319 (4014). Nai. Soz. 10 501 (3996). Dem. 1853 (1927), Komm. 8505 (10 484). Witte. P. 2117 (1157), Alt- ioüalnten 501 (954). Miereipartei 1975 (1978), Christi. Gemeinte. 738 (891). Christlicher Volisb. 2489 (0). Schroarz-Weitz-Ror 0 (1960).

Endgültiges Mandatsergebnis der Stadt Göttin­gen: SPD. 9 (7), Zentrum 1 (1), Demokraten 2 (3), Kommunisten 1 (2), Nat.-Soz. 8 (0), Gehalts- und Lohnempfänger 1 (0), Rentnerbund 0 (0), überpar­teiliche Arbeitsgemeinschaft 11 (20).

Htldesyeim: SPD. 10 (11), Zentrum 7 (7), Demo­kraten! (1), Kommunisten 0 (1), Deuftche Volkspartei 5 (9), Nationalsozialisten 1 (1), Mieterliste 1 (4), Liste Haus- und Grundbesitz 2 (5), Disch. National und Deutsch Hannover 2 (3).

Magdeburg: Stabtoerorbnetenwahlen: SPD. 32 (27), PKD. 7 (6), Völkische 1 (5 mit den Nat.-Soz.) Nat.-Soz. 3 (5 zus. mit den Völk.), Demokraten 5 (8), Zentrum 1 (1), Bürgerliche Einheitsliste 18 (20).

Halle (Saale): Stadtverorbnetenroahlen, 100 Be­zirke von 104: Soz'aldemokraten 15 366 (13 880). KPD. 24 910 (28 945), Bürgerliche Arbeitsgem. 45 998 (44 293), Haus- unb Grundbesitz 807 (9588) Altsoziali­sten 6123, Vereinigte Liste 1733 (Völkische Freiheits­bewegung. Sparer, Werwolf). Bei bei letzten Wahl hatte der Völkisch-Soziale Block 7349, bie Unabhängigen Sozialsten 2020.

Düsseldorf: Stadtverordnetenversammlung: Zentrum 23 (21), SPD. 13 (13), KPD. 17 (19), DVP 6 (7), Deutschnatwnale 6 (12), Demokraten 1 (3), Christi. Volksbienst 1 (0), Nat.-Soz. 1 (0), Wirtschaftsbund 11 (6). Im ganzen wurden 79 Stadtverordnete gegen bisher 74 gewählt; die Zahl der Mandate hat sich durch die Eingemeindungen xrhöhi.

Köln: Stabtratswahlen: Zentrum 35 (31) Mandate, SPD. 21 (12). KPD. 13 (15), DVP. 10 (8), Deutsch­nationale 2 (6), Wirtschastspartei 7 (5), Demokraten 3 (3), -Nat.-Soz. 4 (2). Wahlbeteiligung 5152 Proz.

Essen: Stabtoerorbnetenwahlen (bis auf 12 Bezirke): Zentrum 33 (24). SPD. 13 (10), KPD. 18 (20), DVP. 7 (9). Deutschnationale 5 (9). Wirtschaftsparter R (0), Demokraten 1 (3), ChristlrchfyMle Par^i 1 (Ö), Christi. Volksdienst 3 (Ö). HanbweE Handel unb Ge­werbe 1 (0), Nat.-Soz. 3 (0).

Bochum: .Stabtoerorbnetenwahlen: Zentrum 19 (18), SPD. 15 (14), KPD. 9 (9), Demokraten 1 (0), Deutschnationale 3 (6), Evangelischer Volksbienst 6 (0), Nat.-Soz. 5 (0), Wirtschastspartei 4 (3).

Elberfeld-Barmen: Nach dem vorliegenden Wahl­ergebnis erhielten bei den Stadtverordnetenwahlen: Ztr. 23 529 (21922), SPD. 43 666 (30 832), KPD. 30 808 (36 404), DVP. 16 452 (19 697), Deutschnat. 29 002 (45 824), Wirtschaftsp. 18 953 (8858), Demo­kraten 4859 (8795), Volksrechtspartei 2315 (0), Volks­bienst 13 156 (0), Nat.-Soz. 5161 (5), Unpolitische Liste 315 (0), Arbeitnehmer unb Verbraucher 1174 (0), Bürgerbund 206 (0), Völkische 1278 (9672), Westfalen­bund 1090 (5463).

Saarbrücken: Die Wahlbeteiligung betrug rund 52 Prozent. Zur Stadtverordnetenversammlung wurden gewählt: Komm. 8 (8), L^D. 12 (13), Nät.-Soz. 1 (0), Wirtschaftsp. 7 (6), Demokraten 0 (2) Deutsch­nationale 3 (5), Deutschsaarländische Dolksp. 11 (9), Zentrum 18 (17).

Aachen: Bei den Stadtverordnetenwahlen erhielten Zentrum 23 Sitze (27). SPD. 3 (6) KPD. 8 (7), D. Vpt. 5 (4). Deutschnationale 2 (1). Demokraten 2 (3). Block' für Bürger 3 (0), Mieterschutz 7 (0), Wir-t- schnftsnantei 0 (5), Nat.-Soz. 0 (1).

Potsdam: Stadiverordnetenroahl (endgültig): SPD. 14 (14). Kommunisten 1 (2), Reichspartei des Deut­schen Mittelstandes 2 (0), Deuttee Volksp. 4 (3), Na­tionalsozialisten 3 (0), Deutschnational 15 (16), Demokraten 1 (1), Zentrum 1 (1), Handel, ©eroerbe, Grundbesitz 2 (5), Wohnungsreform u. Beamte 0 (1).

Stettin: Stadtverordnelenroahl: Deutschnational 24 384 (22 366), SPD. 47 135' 128; 173), D Vpt. 9748 (6168), KPD. 16 238 (18 399), Demokraten 2300 (3265), Nat.-Soz. 4239 (3366), Ztr. 2284 (0), Beam­tenlisten 3776 (0). Arbeitnedmerliste 2056 (6085), Ge­meinnützige unpolitische Liste Vreußer-Ahrens 4290 (5607). parteilose Liste Schmidt-Lemke 607 (0). Un­politische Büraerliste des Mittelstandes 9007 (9111), Mieterliste 305 (0).

Breslau: Stadiverordnetenroahl: SPD. 107 614 (128 599), 33 Mandate (38). Deutschnationale 63176 154 537) 18 (16), Zentrum 42 986 (38 602) 16 (11), DVP. 23 992 (18 368), 7 (5), Demokraten 12 785 (13 433) 4 (4), KPD. 15342 (19 551) 5 (5). Deutsche Bauern- und Wirtschaftspakte, 10 495 (7834) 3 (2), Deutschforiale Partei 2746 16873) 0 (0). Handwerk Ee­ro erbe, Hausbesitz 823 10), Natianalioüal-ü"n 9672 1066) 3 10), Polnische Mieter 197 0 (0). Mieterliste 8710 (16 288) 3 (4). Abgegebene Stimmen 303 432.

Die neuen

provinziattandiage

Provinz Brandenburg: Sozialdemokraten 31 (32), Kommunisten 8 (9), Wirtschastspartei 6 (5), Block der Mitte 4 (6), Brandenburgische Heimatliste 27 (35), Deutsche Volksparlei 6 (6), Nationalsozialisten 5 (4). (dabei drei Völkische).

Provinz Sachsen: Sozialdemokraten 517315 (37 Sitze), Deutschnationale 240 431 (18). Kommunisten 219 445 (16). Deutsche Volkspartei 138 850 (10), Demo­kraten 65 705 (5), Landbund 40 214 (3), Wirtschafts­partei 98 339 (8), Zentrum 62 075 (5). Christlich Na tionale Bauern- und Landvolkpartei 46538 (4), Na tionalsozialisten 93 802 (7). Der bisherige Provinzial, landtag setzte sich wie folgt zusammen: Deutsch­nationale 28, Kommunisten 15, Deutsche Volkspartei 11, Fraktion ber_ Mitte (5 Demokraten und 4 Zen­trum) 9, Völk.-Soz., Sparer und Rentner 8, Wirt- fchaftspartei) 5, Linkskommunisten 2, Sozialdemokra­ten 35, zusammen 113.

Rheinischer Provinziallandtag: Zentrum 65 (bis­her 72), S. P. D. 25 (23), K. P. D. 21 (21), D. V. P. 13 (16), Deutschnationale 12 (16), Reichspartei des deutschen Mittelstandes 11 (6), Demokraten 4 (4),