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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Hummer 266

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Moniag, 11. November 1929

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

19. Jahrgang

Deutsche Not in den östlichen Grenzbezirken

Katastrophale MrMastslage / Anwachsen der Arbeitslosigketts- und Konkurszahlen / Stillegung von Zndustriebetrieden

Starke Zunahme der Landflucht

(Eigener Drahtbericht.)

A.***aw <** O'.aX# HoftrackN an der Seite seiner Tochter, das diploma-

eDleWMvl SlVllfvl CHfl *♦ e&Col rische Korps uns mehrere Mitglieder der Regierung " «v lohnten dem Bankett bet Der Äüriecmet t r tun-

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Moldenhauer

Bon den 1711 niederösterreichischen Gemeinden, die gestern den neuen Gcmeinderat gewählt haben, liegen bis auf 13 sämtliche Ergebnisse vor. In die­

sen Gemeinden haben die Bürgerlichen 18246 (1924: 16938), die Sozialdemokraten 4111 (3630) Mandat« er- zielt. Es wurden mehr als 22 000 Sitze belegt.

Bon dem durch die Mandatsvermehrung bei den diesjährigen Wahlen entstandenen Zuwachs entfal­len auf die Bürgerlichen 7 Proz., auf die Sozial­demokraten 13 Prozent.

Halle, 11. November .

Der Personenzug 402 Magdeburg Leipzig ist ge­stern früh um 7,56 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Dessau mit der Lokomotive und den vorderen neun Wagen entgleist. Vier Personen wurden getötet, vier Personen schwer und drei Personen leicht verletzt. Sämtliche Verunglückte stammen aus Magdeburg, Zerbst, Bitterfeld und der Umgebung dieser Städte.

Die elektrische Lokomotive sowie die entgleisten Wagen wurden teilweise zertrümmert. Der Lokomo­tivführer Siegmann aus Magdeburg wurde eine Stunde nach dem Unfall im Bremshäuschen eines Leerzuges erhängt aufgefunden.

Der Zug sollte wegen Umbauarbeitcn in deut be­treffenden Streckenabschnitt über ein Ueberholungs- gleis auf das falsche Gleis ab gelenkt werden. Nach amtlicher Darstellung find die Weichen richtig gelegt. Der Zug ist innerhalb des Ueberholungsgleises ent­gleist. Erste ärztliche Hilfe war nach sieben Minuten zur Stelle. Eine halbe Stunde nach dem Unfall wt>cn sämtliche Verletzte abtransportiert. Die leitenden Beamten der Reichsbahndirektion haben sich an die Unsallftelle begeben.

Die Telegraphen-Union verbreitet die Schilderung eines Augenzeugen über das Unglück, in der es heißt: Der verunglückte Zug war nur schwach besetzt. Kurz vor 8 Uhr, ungefähr einen Kilometer von Dessau ent­fernt, bemerkte ich, daß der Zug ungewöhnlich stark bremste. Ich stand aus, erhielt aber einen so heftigen Stoß, daß ich an die Rückwand des Abteils geschleu­dert wurde. Zugleich hörte ich Krachen und Splittern und im nächsten Augenblick laute Hilferufe.

Als ich aus dem Wagen sprang, sah ich, daß dieser mit der Lokomotive und den ersten Wagen entgleist war. Der erste Wagen nach der Lokomotive war um­gestürzt. Aus dem Führerstand der elektrischen Loko­motive hing der Heizer tot heraus. Einem jungen Mädchen wurden beide Beine abgequetscht; es war aber bei vollem Bewußtsein. Zwischen den Trümmern eines Wagens hing ein Mann, der unausgesetzt um Hilfe schrie und erst nach langem, mühevollen Arbei­ten befreit wurde. Auch ihm war ein Fuß abge­quetscht worden. Da keine Tragbahre zur Stelle war, wurden die Verletzten erst auf Bretter gelegt. Ziem­

lich schnell eilten einige Reichswehrsoldaten zu Hilfe, die sich zusammen mit dem Eisenbahnpersonal an den Rettungsarbeiten beteiligten.

Wien, 11. November. In Oberlaa bei Wien ist cs nach einer von der Heimwehr veranstalteten Kundgebung zu Zusammenstößen mit politischen Geg­nern gekommen, wobei acht Heimwehrlcute zum Teil durch Schüsse mehr oder minder schwer verletzt wur­den. Die Täter konnten bisher noch nicht festgestellt werden. In Niederösterreich sind die Wahlen sonst ruhig verlaufen.

Der seit dem Lüneburger Attentat gesuchte Her­bert Volk ist am Sonnabend aufgrund des gegen ihn erlaffrnen Steckbriefes bei dem Versuch, die Schweizer Grenze zu überschreiten, verhaftet worden. Herbert Volk, ein früherer Baltikumkämvfel, war der Hauptorganisator der Terrorbcwcguug in Schleswig

Beginn der Saarverhaudlungen.

iachdem durch die Debatte und die Abstimmung in der ranzöflschen Kammer das letzte Hindernis beseitigt

Wahltag in Aiederösterreich

Wie», 11. November.

Selbstmord des Lokvmvlwsührers

Dessau, 1L November.

Die Motive, die den Lokomotivführer zum Selbst­mord veranlaßten, werden nach dem, was bisher über die Scholdirsge ermittelt wurde, deutlicher. E« soll nämlich folge,ises festAsteilt fein: Der Lokomotiv­führer sei bereits in Magdeburg instruiert worden, daß er bei der Einfahrt in den Dessauer Bahnhof auf ein Nebengleis fahren und deshalb die nötige Vorsicht gebrauchen müßte. Er hat angeblich in ziemlicher Schnelligkeit zwei Weichen passiert und auch die dritte Weiche überfahren, als ihm seine Maschine mit den nachfolgenden Wagen aus dem Gleis sprang. Man nimmt an, daß dies infolge der plötzlichen scharfen Bremswirkung geschehen ist.

Heuer Aulkan-Aushruch

auf Guatemala.

einem j nis.

Deutschland und Frankreich

Geheimrat Duisberg über die Verständigungs­möglichkeiten.

Paris, 11. November.

Geheimrat Dr. Karl D u i s b e r g, der Vorsitzende des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, hat einem Mitarbeiter des „Excelsior" eine Unterredung gewährt, in der er sich über die deutsch-französische Annäherung aussprach.

Geheimrat Dutsberg hob dabei besonders die Verdienste Stresemanns hervor und erklärte, die Po­litik Stresemanns habe endgültig der Aera der Aden- teurer ein Ende t.teik, und dank ihrer sei Deutsch­land heute aus gutem Wege. Die Auswirkung dieses Erfolges habe sich feit einem Jahre dermaßen gestei­gert, daß man blind sein müsse, um die Wohltaten nicht zu sehen.

Frankreich und Deutschland müßten zuerst daran arbeiten, eine wirtschaftliche Verständigung zu erzie­len. Wenn erst eine Möglichkeit gefunden ist, um die wirtschaftlichen Interessen beider Teile zu sichern, ließe sich die Zusammenarbeit auch aus andere Ge­biete ausdehnen. Im übrigen, so schloß Duisberg, können wir denn anders handeln, selbst, wenn wir wollten? Wir haben hierzu nicht die Mittel.

Breslau, 11. November.

Immer mehr mehren sich die Stimmen, die für die Notwendigkeit der Lösung der Probleme des deutschen Ostens fpredjen. Um der deutschen Oeffentlichkeit ein Bild von der ungeheuren Notlage der deutschen Ost­gebiete, insbesondere Schlesiens und der Grenzmark Posen-Westpreutzen, zu geben, bereist zurzeit auf An­regung der Provinzialvertretungen der Ostprovinzen eine Reihe von Vertretern der Nachrichtenbüros und der Zeitungen die Grenzgebiete.

Die Verhältnisse in den Grenzbezirken sind gerade­zu katastrophal. Die Arbeitslosigkeit, die Zahl der Konkurse und die Stillegung der Industriebetriebe hat einen erschreckenden Umfang angenommen. Der Zusammenbruch der f ch l e s i s ch e nJn d u st r i e ist unaufhaltbar, wenn es nicht gelingt, mit Hilfe des Reiches, die sich insbesondere in der Verbilligung der Frachten, der Hergabe billiger Kredite und dem Aus­bau der völlig unzureichenden Verkehrswege auswir- ken mutz, neue Absatzgebiete im Westen zu schaffen. Auch in der L a n d w i r t sch a f t wurden insbeson­dere durch den bevorstehenden Abschluß des deutsch- polnischen Handelsvertrages schwere Sorgen ausge­löst, den man allgemein als den Todesstoß für die Landwirtschaft der Grenzgebiete bezeichnet. Auch im Waldenburger Gebiet ist man in ernster Sorge darüber, daß durch das im Handelsvertrag vorge­sehene polnische Kohlenlontingent der Waldenburger Bergbau zugrunde gerichtet werden könnte.

Große Sorge bereitet in den ganzen Gebieten auch die erschreckend zunehmende Lanflucht und das Rach­dringen des Polentums, das sich mit allen Mitteln für eine Polonisierung der Grenzgebiete einsetzt.

Newyork, 11. November.

Assoeiated Preß meldet aus Guatemala, daß ein neuer heftiger Ausbruch des Vulkans Santa Maria erfolgt. Man befürchtet keinen großen Verlust an Menschenleben, da die Bevölkerung in einem meilen- weiten Umkreis um den Gipfel geflohen ist, jedoch ist dieStadtElPalmarbedroht. Die Lava fließt zwei Flußbetten entlang.

»Revolte" im polizeigefSugniS

Berlin, 11 November.

Am Sonntag vormittag wurde von etwa 15 fugend« lichen Gefangenen im Polizeigefängnis am Alexander- platz ein Tumult wegen eines Rauchverbotes hervor­gerufen. Die Burschen demolierten die gesamte Ein« richtung und drehten die Wasserhähne auf, sodaß der ganze Saal überschwemmt wurde. Schließlich wurde die Wache alarmiert, die die Ruhe wieder herstellte.

3m Zeichen des Wahlkampfes fBon unserem Berliner Vertreter.)

Aeichswirtschastsmimster

Berlin, 11. November.

Der Reichspräsident hat heute auf Vorschlag des Reichskanzlers Dr. C u r t i u s unter Enthebung vom Amte des ReichswirlfchastSmimfteriums znm Reichs, außenminister und Professor Dr. Moldenhaner zum Reichswirtschaftsminifier ernannt.

Bürgerschaft-Wahlen in Lübeck

Lübeck, 11. November.

Der gestrige Wahltag in Lübeck ist im Gegensatz S Sonnabend, an dem noch außerordentlich starke lpropaganda getrieben wurde, bemerkenswert ruhig verlaufen. Bei den diesjährigen Bürgerschafts­wahlen wurden zum erstenmal die Briefwahlen durch­geführt, die Kranken und von Lübeck abwesenden Per­sonen die Möglichkeit gaben, ihre Stimme bereits vor dem Wahltag brieflich zu übersenden.

Das amtliche endgültige Ergebnis der Bürger- schastswahlen in Lübeck stellt sich wie folgt (Man­date der vorigen Bürgerschaftswahlen in Klammern):

Hanseatischer Bolksbund 27 868, 29 Sitze (36) Sozialdemokraten 33 255, 34 Sitze (35)

Kommunisten 6 714, 7 Sitze ( 5)

Demokraten 2612, 2 Sitze ( 2)

Zentrum 886, 1 Sitze ( 1)

Hausbesitzer 781, 1 Sitze ( gs

Nationalsozialisten 6 338, 6 Sitze ( 8)

Ehrenbürger von London

Macdonalds Guildhallrede.

Loudon, 11. November.

Wieder ein EifeubahmmM!

(eigener Drahtbericht.)

digte zu Beginn an, daß Macdonald u. Snow­den zu Ehrenbürgern der Siadt London er­nannt worden seien.

Sodann erhob sich der Premierminister Macdo­nald, um in beredten Worten einen Rückblick auf die bisherigen großen Friedeuswerke zu werfen und für die Zukunft den definitiven Frieden und die Weliabrüstung zu prophezeien.

„In diesem Augenblick kehren unsere Truppen nach England zurück. Zwei Drittel sind schon aus dem Rheinland zurückgezogen worden und die übrigen werden bis zum 15. Dezember Deutschland verlassen haben. Bis dahin werden auch unsere französischen Freunde die zweite Zone vollständig geräumt haben. Tie dritte Zone wird Mitte nächsten Jahres geräumt fein. Der Völkerbund hat seine moralische Autorttät vermehrt. Ein Stirnrunzcln des Völkerbundes wird bald mehr gefürchtet fein als eine Nation in Waffen. Wenn dieser Tag angebrochen sein wird, wird der Frieden endgültig gesichert fein.

Macdonald kam Bann auf die englisch-amerikani­schen Flottenabrüstungsverhandlungen zu sprechen und meinte, er bestrebe sicb, nicht nur zwischen Eng­land und Amerika die Basis einer Einigung zu fin­den, sondern zwischen allen Nationen.

Ser Führer der Sonibenatientäter verhaftet

Berlin, 11. November.

ist, welches immer neue Verzögerungen dieser von uns so dringend gewünschten Verhandlungen ermöglichte. Jedenfalls wird von den maßgebenden Berliner Stellen kein Zweifel mehr daran gelassen, daß die deutsche Regierung nunmehr mit aller Beschleunigung den Beginn dieser Verhandlungen verlangt.

Das Reichskabinett wird sich in den nächsten Tagen noch einmal mit der Angelegenheit der

dentschstämmigen Auswanderer in Rußland

zu beschäftigen haben, die in großer Gefahr stehen, von den Russen wieder nach dem Inneren des Landes ab- transportiert zu werden, wenn nicht schleunigst die Möglichkeit geschaffen wird, daß sie auf deutsches Ge­biet übertreten.

Da jedoch die Zahl dieser Emigranten inzwischen die ursprünglichen 6000 stark überschritten hat und ständig zunimmt, wird die Frage für die deutsche Ne­gierung, in welcher Weise man diese Auswanderer nach ihrer Uebernahme auf deutsches Gebiet aus­reichend unterstützen kann, natürlich immer schwieriger.

Berkin, 11. November.

Die letzte Woche vor den im nächsten Monat ftatt- findenden Kommnnalwahlen wird voraussichtlich sehr stark im Zeichen der allgemeinen Wa^'vropaganda stehen, sodaß dahinter die sonstigen innenpolitischen Arbeiten, besonders im Parlament, zurücktreten wer­den. Die meisten Ausschußarbeiten werden vertagt, damit die Abgeordneten sich am Wahlkampf beteiligen können.

Gestern haben in Berlin bereits zahlreiche Wahl­veranstaltungen stattgefunden, die jedoch fast aus­nahmslos ohne ernste Zwischenfälle verlaufen sind. An einigen Stellen der Stadt kam es zu Zusammen­stößen zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, sodaß die

Polizei insgesamt 76 Verhaftungen vorgenommen hat. Schwere Zwischenfälle haben sich jedoch nicht er­eignet.

Ein wesentlich interessantes Vorzeichen für den Verlauf dieser Wahlen erblickt man in dem Ergebnis, der bereits gestern in Lübeck abgehaltenen Wah­len zur Bürgerschaftsversammlung. Das Ergebnis läßt sich dahin zusammenfassen, daß die So­zialdemokraten, trotz des Verlustes eines Mandates, die stärkste Partei geworden sind, weil der Rechtsblock (der sogenannte Hanseatische Bund) von 36 Mandaten nicht weniger als sieben verloren hat. Besonders in­teressant ist es, daß die Nationalsozialisten, die bisher in der Lübecker Bürgerschaft überhaupt nicht vertre- ten waren, mit sechs Mandaten einrücken, während »er letzte Vertreter der Aufwertungspartei ver­schwindet.

Für Berlin wird im Rahmen des Wahlkampfes zu »en Kommunalwahlen vor allem die Weiterführung »er

Untersuchung über die Skaudalafsären eine Rolle spielen. Wenn heute ein Berliner Mon- iags-Blatt glaubt, antündigen zu sollen, daß bereits in der für den Donnerstag bevorstehenden letzten Sitzung der jetzigen Berliner Stadtverordnetenver- ammiung der Magistrat die Meldung vom Rücktritt >es Oberbürgermeisters Dr. B 0 e ß machen werde, so :ilt diese Behauptung den Tatsachen voraus. Man limmt zwar ganz allgemein an, daß Boeß nicht wieder m sein Amt zurückkehren wird, aber die formelle Riick- aittserklärung des Oberbürgermeisters wird bis auf veiteres von "dem Verlauf des Disziplinarverfahrens rbhängen, sodaß vorläufig noch nicht gesagt werden «nn, wann eine derartige Erklärung erfolgt

In außenpolitischer Hinsicht erwartet man für die lächsten Tage den

London, 11. November.

Der „Dailv Telegraph"' vertritt die Auffassung,' daß die belgische Regrerung auf der kommenden zwei­ten Haager Konferenz aller Wahrscheinlichkeit nach den Versuch machen wird, die Internationale Bank '■■■>* «e* vr Brüssel ’u gewinn-« n iitUdun Kreisen erwägt man dagegen die Vorteile eines neu­tralen Sitzes der Bank "und spricht ans diesem Grunde von der Schweiz.

Für die zweite Haager Konferenz stellen die Blät­ter vier Entwicklungs st adieu ein: Der erste Abschnitt wird den Arbeiten gewidmet sein, die die Verhandlungsausschüsse zur Festlegung der Einzel­heiten des Youngplanes in der Zwischenzeit gelöst hätten. Der zweite Abschnitt betrifft den Mei­nungsaustausch zwischen den Alliierten und der deut­schen Regierung über die Form, in der die Vorschläge der sieben Ausschüsse in Kraft gesetzt werden sollen. Nach dem Uebcreinkommen zwischen den Regierungen oder wenigstens einer Uebereintunft in wesentlichen Teilen würoen im dritten Abschnitt die Rechtsbera­ter angewiesen, entweder in Prag ober Brüssel zu­sammenzukommen, um die Prowkolle der verschiede­nen Abkommen in Vertragsform zu bringen.

Erst wenn diese rechtlichen und die anderen vorberei­tenden Arbeiten zum Abschluß gebracht seien, werde die Konferenz selbst im Haag zusammentreten, um die verschiedenen Abkommen endgültig abzuschlie- tzen und die bisher von den verschiedenen Kommissio­nen noch offen gelassenen Fragen gleichfalls zu lösen.

Das diesjährige Bankett des Bürgermeisters von London in der Guildball gestaltete "sich wieder zu .1 großen gesellschaftlichen und politischen Ereia- „ . _________

Der englische Premierminister Macdonald tu Holstein und Hannover.

Straßendchmnglück in Selgien

32 Verletzte.

Brüssel, 11. November.

Ein schweres Straßenbahnunglück ereignete sich gestern auf der Strecke Hasselt-Tongres. Ein Son- derstraßenbahnzug, bestehend aus 21 Wagen und zwei Lokomotiven, der etwa tausend Personen von einem Fußballwettspiel in Tongres zurückbrachte, kam aus dem sogenannten Gefälle von Hcunegau in eine solche Geschwindigkeit, daß an einer Biegung die beiden Lokomotiven, sowie die ersten drei Wagen ans den Schienen sprangen. Der vierte Wagen kam quer auf das Geleis zu stehen, sodaß die beiden letzten Wagen mit voller Wucht gegen diesen anrannten und voll­ständig zertrümmert wurden. Bisher konnten 32 Ver­letzte geborgen werden, darunter zehn Schwerverletzte. Einem Schaffner wurden beide Seine abgefahren.

Sin Leerzug eiügleist!

Dortmund, 11. November.

Am Ost ausgang des Dortmunder Hauptbahn« Hofs entgleiste am Spätnachmittag ein Wagen eines leeren Personenznges. Dadurch wurde die Strecke Han.-n Berlin für einige Stunden gesperrt, sodaß die Züge aus dem Westen starke Verspätungen er« litten. Personen sind bei dem Unfall nicht zu Scha­den gekommen.

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