Einzelbild herunterladen
 

Sanni age-$kifage der Sonntag, den 6, Cfctoier 1929

Xasückr lleuesten Hacftricfttea

Verantwortlich, Dr. Karl Muster

Die Jugend will ihr eigenes Theater

©as Problem des Kindertheaters, wie es $. 25. in Rußland bereits existiert, ist in jüngster Zeit wiederholt diskutiert worden, und die „Gruppe junger Schauspieler" wird dem- näd?ft mit ihrem Mndercheater vor die Öffentlichkeit treten. Wir haben eine Anzahl berufener Persönlichkeiten aufgefordert, uns ihre Einstellung zu diesem aktuellen Problem mitzuteilen und glauben, daß die nachfolgenden Aevßernngen das besondere Interesse unserer Leser finden werden.

Sin interessantes Experiment

Ein Gespräch mit Alfred Döblin, dem bekannten Schriftsteller.

»Wie ich über Kindertheater denket Eigentlich garnicht, aber ich werde mich mal bei meinen Jun­gens umtun. Rufen Sie mich mal übermorgen an *

„Hallo? Ja, ich habe nicht vergessen. Aber sehr mel Interesse haben die Kinder, die ich gefragt habe, pur das Kindertheater nicht Zu uns kommt genug junger Besuch, aber nicht nur meine eigenen Jungens machten ein merkwürdig ablehnendes Gesicht: „The­ater? Ach ja, ganz nett. Wir gehn da mal hin. Stber ba» regt nicht weiter auf. Von bleibenden Er­lebnissen ist nicht viel zu spüren.

»Das Theater ist aber auch danach . . .*

»Ja, das Theater der höheren Schulen. Manch­mal gibt es sogar eine Oper und sonst Klassiker. Ich ftnbe, die Kinber sehen sich das nicht gerade mit Lei- deuschaft an, aber eigentlich genügt es. Am liebsten mögen noch die ganz Kleinen Theater, so bis zum Schulbeginn oder noch ein Jahr weiter. Die haben besonders übermütige und luftige Sachen gern, z. B. Kasperletheater. Und das gibt es doch auch zwei- oder dreimal im Jahr."

»Aber das ist doch alles kein Kindertheater im heutigen Sinn."

. „Dazu müßten zunächst geeignete Theaterstücke oa fern, unb ich kenne keine. Wenn sie entstehen oder gar schon existieren, wollen wir abwarten, wie sich das Theater erzieherisch und kulturell bewährt. Vor- lanng beschäftigen sich besonders die größeren Kin­der lieber mit allen möglichen anderen Dingen und interessieren sich erst wieder für die Bühne, wenn sie l§dn tn das Theater der Erwachsenen gehen können.

allgemeinen aber sind die modernen Kinder von einer gewissen Feindschaft gegen alles Geistige beseelt, die uns Eltern manchmal fast ratlos macht . Zum mindesten aber wird das Kindertheater ein toteren ante§ Experiment sein . . ."

*

Kindertheater in Rußland

Don Natalie Saatz.

Leiterin und Begründerin des russischen Kindertheaters.

Ich habe Kinder immer geliebt, und darum wollte ich ihr Leben freudiger gestalten helfen. Als ich zuerst mit meiner -jbee, ein Theater für Kinber zu schaffen, hervortrat, stieß ich vielfach auf Wiberstanb, weil bei mit meiner Jbee, ein Theater für Kinber zu schaffen, uns reine Vergnügungsinstitutionen verpönt sind. Unb bann war ich damals — es ist nun sieben Jahre her — erst neunzehn Jahre, und man war geneigt, mich als jugendliche Schwärmerin zu betrachten. Es war sehr schwer, sich durchzusetzen, und ich habe fast zwei ^ahre mühselig um Anerkennung gerungen, ■ouerft spielten wir in einem Kino an Nachmittagen. Spater half der Staat in großzügiger Weise: wir haben auf Staatskosten ein eigenes Theater bekom­men, dessen Einnahmen ausschließlich der wetteren Forderung unserer Sache dienen. Wir stimmen ab, wie den Kindern die gespielten Stücke gefallen, und tcb glaube, daß ich engere Beziehungen zu den Älet» ucn habe, als irgend ein Pädagoge

Was wir spielen? Märchen, aber mit der deut­lichen Tendenz, das Kind aufmerksam zu machen auf Unterschiede des Lebens. Wir haben jetzt in Ruß­land dreißig Kindertheater, und alle erfreuen sich gu­ten Besuches.

Im Winter wollen wir nach Deutschland kommen mtd schauen, wie meine Truppe den deutschen Kleinen gefällt. Eigentlich kann ich nicht verstehen, warum es in Deutschland bisher noch kein Kindertheater gab. Ich würde froh sein, wenn auch die deutschen Frauen den gleichen Weg zu den jungen Herzen fin­den würden, den ich, wie ich glaube, schon richtig gegangen bin..

*

,3m Moment fehlt für die Verwtrklichkett noch alles

Don Peter Suhrkamp, dem bekannten Schulreformen unb Pädagogen.

Ich will nur über den Plan etwas sagen.

Das Theater für Kinder ist eine besondere Auf­gabe Man kann dafür vom üblichen Theater nichts übernehmen Es muß in jeder Beziehung besser fein als die bestehenden öffentlichen Theater, sonst wird nur Schaden angerichtet werden.

Von Den Veranstaltern Darf es nicht als Unter- haltungsstätte für Kinder und nicht als moralische Anstalt angesehen werden. Dabei soll es unbedingt unterhaltend und bildend sein. Ausgangspunkt Der Arbeit kann nur das Theater fein; Mitarbeiter kön neu nur Theatertemperamente fein: Pädagogen dürs­ten im Plan ganz fehlen.

Aber dies Theater muß sich feiner Wirkung be­wußt fein. Kinder werden durch alles verändert.

was ste annehmen, unb sie nehmen alles an. Wert hat für sie nur bas Einbeutige: Dinge unb klare An- schauungen. Das Theater für Kinber muß in feiner Arbeit pädagogisch durchdacht unb in ben Zielen, in ber Tendenz eindeutig fein.

Es wird Dinge der Gegenwart, nahe unb ent­fernte, soweit sie von Kinbern gesehen werden und Kinder nach ihnen fragen, in ihrem auch Kindern verständlichen, natürlichen Zusammenhang, nicht in ihrer Problematik zeigen müssen. Das Theater für Kinder wird Stellung nehmen und Antwort geben müssen. Unb das alles nur mit ben Mitteln bes Theaters Es ist eine Aufgabe, die weit über bas Theater hinausgeht.

Ein solcher Plan kann nicht von trgenbeinem be­gabten und geschickten Theatermann ausgenommen werden Eine Nachahmung des Moskauer Theaters für Kinder wird bei uns kaum Glück haben. Im Moment fehlt für die Verwirklichung noch alles: Stücke, Musik, Schauspieler, eine Szenensorm.

Den Gedanken zu haben, war eine Kleinigkeit; ber Plan verlangt eine schöpferische Persönlichkeit mit Theaterinstinkt, pädagogischem Instinkt und Liebe zu Kindern

Berufen zur Leitung ist die Frau — die Frau und Mutter, die zugleich Künstlerin u. in praktifcher The­aterarbeit erfahren ist. Wie im täglichen Leben kann sie auch auf dem Gebiete der darstellenden Kunst der Jugend Leiterin unb Hüterin, Pfabfinder und Weg­weiser werden.

* * *

Kindertheater tut not

Von Bela Balasz.

Bela Balasz, der bekannte Filmautor, tft Mitverfasser des ersten Stückes, das von dein neuen deutschen Kinderthcater gespielt werden wird.

Kein Menschenalter hungert so sehr nach der Schau als das Kind, unb darum muß ein Kindertheater bes­ser sein als alle normalen Publikumstheater, die doch mehr oder weniger Geschäftsinteressen wahrnehmen.

Alle bisherige Kinderdichtung war von lächerlichen Vorurteilen befangen. Das vor allem mutz anders werden. Ich halte es für völlig unangebracht, die Darstellung^ sozialer Probleme als Schädigung der kindlichen Seele hinzustellen. Ein Kindertheater muß eine bewußte Tendenz haben, denn wir wollen die Jugend nicht nur unterhalten, sondern auch erziehen. Die sozialen Tatsachen von heute find genau so vor­handen wie die Elemente der Natur, unb wir leugnen ja auch im Märchen nicht, daß es arm unb reich gibt.

Wirkliche Dichtung heißt, aus ben Elementen Heu­tiyen Lebens zu gestalten. Wer die Wichtigkeit des Kindes an sich begreift, weiß, das wir keine Mühen scheuen dürfen, auf dem Kindertheater das Beste dar­zubieten, denn es gibt keine Zuhörerschaft, die auf­nahmefreudiger und fenfibler ist als das Kind. Da­rum wird auch der kleinste Mißgriff in ber Wahl eines Stückes böfe Folgen haben. Ich glaube, baß es aus hundert Gründen fchön ist, Kindertheater zu machen, aber wir müssenf es sinnvoll u. farbig, lebhaft unb mobern gestalten

* * *

Was will das neugeschaffen e deutsche Kindertheater?

Bon Kurt Wertster,

Mitglied der „Gruppe junger Schauspieler".

Wir wollen ein Kindertheater, das sich wegwenbet vom reinen Märchen. Das Kinb soll bie Welt er­leben, unb für bie Welt ist immer bie ökonomische Gestaltung ausschlaggebenb. Wir überlassen es ben anderen, die Notwendigkeit eines Kindertheaters mit intellektuellen Theorien zu motivieren — wir werden wenig reden unb umso stärker hanbeln. Als erste De­monstration unserer Bestrebungen werben wir ein Stück aufführen, bas von heutigen Autoren verfaßt ist: von Bela Balasz unb Lisa Tetzner. Wir finb überzeugt, daß dieses Stück in seiner deutlichen Ab­weichung von aller Tradition des bisher gespielten Märchens uns bie Seele unb bie wache Anteilnahme des Kinbes gewinnen mutz. Wir zeigen mit ben Mit­teln bes Märchens das Wesen bes sozialen Probuk- tionsprozesses, wir wollen bie Wirklichkeit veran­schaulichen unb bem Begriffsvermögen bes Kinbes annähern, ohne bewußt zu schulmeistern. Das Kind soll im Theater und durch das Theater die Struktur unserer Gesellschaftsordnung erkennen lernen.

Krau und Kindertheater

Bon Theaterbirektor Margot Heide.

Schon vor langem erkannte ich in jahrelanger Praxis als Theaterleiterin unb Regisseurin einen au- ßerorbentlichen Mangel bes heutigen Theaterwesens: bas Fehlen einer guten, ständigen Jugenbbühne.

Einmal im Jahre freilich, um bie Weihnachtszeit, bekommen bie Kinder auch ihre Theaterbescherung. Aber was ist das für eine geistige Kost, die ihnen Da geboten wird? Die großen Theater geben revueartige Ausstattungs-Briinborien, die die armen Kleinen, denen nur einmal im Jahre sich der Vorhang auftut, um sie Ungeahntes schauen zu lassen, durch die Bunt beit und Aufgeregtheit der Darbietungen nervös überreizt, ja manchmal direkt krank machen. Unb in ben kleineren Theatern wirb lebiglich bie weihnacht­liche Konjunktur ausgenutzt: bie Kindervorstellungen sollen Geld einbringen, aber nichts kosten. Man gibt (um Tantieme zu sparen) Märchenvorstellungen von anno dazumal mit heute unmöglicher, schwulstiger Verlogenheit in Sprache und Inhalt, man spart an Proben, an Honoraren . . es ist keine Liebe zur Sache dabei I

Der Erwachsene ahnt ja kaum, wie das Kind mit empfindet, miterlebt, für fein ganzes Dasein beein­druckt bleibt von den Theatervorstellungen, die es im zartesten Alter gesehen hat. Ost noch das ganze Jahr hindurch spielen die Mädels und Buben zu Hause Theater, Wiederholungen dessen, was sie sahen, mit saft ben gleichen Gesten, ber gleichen Mimik, bie sie ben Schaufpielern abgelauscht hatten.

Unb was bekommen sie zu sehen? Wie ber Riefe mit bem großen Messer in ber Hanb bem Däumling um Tische unb Stühle herum nachjagt, um ihn auf- zuspießen In Wirklichkeit dauert es Sekunden — dem Kinde erscheint es endlos. Schreiend muß es hinausgetragen werden, und sein Leben lang bleibt ihm ber Einbruck bes Entsetzlichen, das es hier ge­sehen. Kinoer-Aussetzung, Hexenverbrennung — Bei­spiel auf Beifpiel könnte man nennen, wie durch das Theater, das naturgemäß viel tiefer beeindruckt als bie entsprechende Lektüre, Furcht, Grauen ober wol­lüstige Grausamkeit im Kinde erweckt unb großge­zogen werben.

Das Kindertheater in seiner bisherigen Form ist gänzlich mangelhaft. Die Jugend muß anders erfaßt werden, muß ein ständiges, ihr gemäßes Theater er­halten, das heutig ist in der Art der Problemstellung (auch im Märchen), das erzieherisch wirkt, das an Hand ber Erfahrungen mit Kindern neuartig aufge­baut werden muß.

Wenn man sich mit einer Photo-Aufnahme alle Mühe gegeben hat, wenn man mit Gelbscheibe, Stativ, Belichtungstabellen, mit Sonnenblenden und was sonst noch für Schikanen gearbeitet, wenn man mit Ueberlegung unb Bebacht bie Platte richtig entwickelt hat . . . bann ist immer noch ein weiter Weg zum fertigen vollendeten Bild. Denn nun muß das Nega­tiv ja kopiert, das heißt: ein ms Positiv umge­kehrter Abzug gemacht werden. Und erst dieser Ab­zug, die Kopie, kann dem andern zeigen, ob Mr etwas vom Photographieren verstehen. Nach ihm wird das Bild, wird unsere Kunst beurteilt.

Ihr seht also, wieviel von solch einem Abzug ab- hängt. Alle bie Feinheiten, die wir bei ber Ausnahme berücksichtigten, bie wir beim Entwickeln sorgsam er­hielten, soll erzeigen. Eine gute Kopie herzustellen, glaubt es mir, ist letzten Enbes ebenso schwer wie eine gute Aufnahme zu machen.

Mi» *"1^1 »Wfr KvFi»?

Zwei große Klassen von photographischen Papie­ren, auf denen man eine Kopie Herstellen kann, gibt es: bie sogenannten Tageslicht- unb bie Kunstlicht- Papiere, richtiger gesagt: bie Auskopier- und die Ent­wicklungspapiere. Jede von ihnen hat eine ganze Reihe Unterarten, die uns a»er noch nicht interessie­ren. Die große Frage ist also zunächst: Auskopier- oder Entwicklungspapier?

1. Die Auskopierpapiere.

Auskopier- ober Tageslichtpapiere wirb ber junge Amateur überall ba antoenbtn, wo er ein ausge­glichenes, normales Negativ besitzt und, relativ mühe­los, ohne Dunkelkammer oder Kampf mit den Eltern um längeres Ausbleiben am Abend, sich seine Kopien Herstellen will. Die Verarbeitung, besonders der soge­nannten selbsttonenden Auskopierpapiere, die der Amateur bevorzugt, ist denkbar einfach. In einer dunkeln Zimmerecke wird das Papier (Schicht gegen Schicht natürlich) in den Kopierrahmen zusammen mit der Platte oder dem Film eingelegt und nun so­lange auf dem Fensterbrett dem Tageslicht ausgesetzt, bis sich die Schatten der Kopie broncen zu färben beginnen. Man hüte sich aber, den Kopierrahmen in die Sonne zu setzen — klecksige, harte und meistens so chnell kopierende Bilder, daß man sie nicht rechtzeitig fortnehmen kann, sind die Folge. Die weitere Behand­lung ist meistens auf der Gebrauchsanweisung ber entsprechenden Papierforte zu finden: in der Regel wird das Papier kurz gewässert und bann in eine n ungesäuerten Fixierbab fixiert. Die Bilder werden e nach Behandlung warmbraun bis rötlich-violett. Sie haben den Vorteil, daß man sie jederzeit ohne be= anderen Raumaufwand kopieren, den Fortschritt des Kopierens leicht beobachten unb sich dadurch vor Ver­lusten schüven kann. Sie ergeben wirklich gute Resul­tate aber nur bei einwandfreien Negativen.

2. Die Entwicklungspapiere.

Wie der Name fagt, muß die Kopte, die man auf ihnen verstellt, entwickelt werden. Das hat gewisse Nachteile für den Amateur: er muß in den meisten Fällen die Arbeit auf ben Abenb verschieben, es braucht Entwickler, gelbes Licht unb einen ungestörten Raum unb er mutz sich, ehe er etwas zuwege bringt, gründlich in die Materie einarbeiten. Denn was er lopiert, sieht er erst dann, wenn er das Papier ent­wickelt hat. Und da ist es zu einer Korrektur wohl immer zu spät. — Die Entwicklungspapiere haben edoch den großen Vorzug, daß sie in verschiedenen „Härtegraden" hergestellt werden, das heißt: daß ür jedes Negativ, ob es „dicht" ober „flau" ist, ein Papier vorhanben ist, mit bem man in neunzig von hundert Fällen auch die schlecht belichtetste Aufnahme retten kann. Man unterscheidet hochempfindliche: „w e i ch" arbeitende Papiere, die man zum Kopieren

ganz dichter Negative verwendet, normale für bie guten Negative, unempfinblichere Papiere: „hart arbeitend" für flaue Platten und schließlich ganz unempfindliche: „extra hart" für ganz flaue Nega­tive. Unter ihnen mutz der Amateur wählen, wenn er seine Ausnahmen kopieren will. Er hat es aber dann in der Hand, die Kopien auszugleichen und Be- lichtungs- ober Entwicklungssünden dm Negativ wie­der gutzumachen.

Das Arbeiten mit Entwicklungspapieren erfordert aber Uebung. Bei gelbem Licht f ixd das Papier Schicht gegen Schicht mit dem Negm v zusammen in ben Kopierrahmen gelegt unb dann kurze Zeit einer am besten fünfundzwanzigkerzigen Glühlampe aus­gesetzt (in der Regel bei einem Abstand von 75 Zen­timeter je nach Dichte des Negativs 6 bis 12 Sekun­den). Kluge Amateure probieren vorher die richtige Belichtungszeit durch Belichtung schmaler Streifen aus. Das noch nicht sichtbare kopierte Bild wird nun­mehr, wieder bei gelbem Licht, in der Vorschrift ent­sprechend angesetztem Entwickler entwickelt, abgespült unb in saurem Fixierbab fixiert. Die Entwicklung soll anderthalb Minute nicht überschreiten. Der Ton bes Bildes wird ein bläuliches Schwarz sein.

Es gibt bann noch eine ganze Menge kleiner Kunstknisfe: Entwicklungspapiere zu tonen, damit sie braun ober rötlich werben, ober burch entsprechend abgestimmten Entwickler gleich braun zu entwickeln unb es gibt schließlich viele Finessen in Der Wahl der richtigen Papieroberfläche, bie bem Bildcharakter ent­spricht. lieber all das wollen wir uns in einer der nächsten Phowlernstunden unterhalten — dann Werden wir bald unser Pensum erledigt haben.

1 tHt-

findet am Mittwoch, den 9. Oktober in ber Photo- Abteilung ber Kasseler Neuesten Nachrichten, Schlachthofstraße 28,0, 1. Stock, statt. Das Thema ist wieder: Richtiges unb falsches Ent- wickeln.

VI

Hermann 838., Frankfurterstraße.

Wenn Du Gegenlichtaufnahmen machst, mußt Du immer barauf achten, baß keinerlei Sonnen­licht in das Objektiv fallen kann. Deine flauen, grauen Negative mit bem merlroürbigen geister- , haft-schleierigen Kreis in ber Mitte sind nur durch diesen Fehler entstanden. Sonst aber wirken gerade die Motive, die Du Dir ausgesucht hast: ein See (wohl der Edersee?) bei leicht bewegtem Wasser und tief stehender Sonne im Gegenlicht sehr gut. Versuch es halt noch einmal.

Knipsfreund, Corbach.

Du hast sicher ein schönes Bildchen machen wollen, als Du Eure Kirche aufnahmst Ein andermal denk aber daran, daß man ben Appa­rat nie neigen darf, wenn man Architekturen photographiert. Jetzt sieht es aus, als fiele Eure Kirche nach hinten um . . und ich hab neulich selber gesehen, daß sie noch kerzengrade steht.

Bernhardt, Leipzigerstraße.

Einem andern Knipskameraden hab ich schon einmal dieselbe Antwort gegeben: Zeitaufnahmen kann man nur vom Stativ machen. Wie kann man nur glauben, einen Photoapparat zwei Sekun­den ruhig halten zu können? Da ist nun mit der verwackelten Aufnahme gar nichts mehr anzu- fangen. 3

„Zwei Brüder», Grüner Weg.

Ich kann mir bie Antwort sparen. Oben tn meinem Brief ist alles schon ausführlich beant«

BLAU PU.N KT RADIO •

BLAU DU KT RADIO

Oli

Blaupunkt Radio-

MM

UM- MM

AMR dann achten Sie darauf, daß Sie eine Netzanschluß-Radioanlage bekommen, die so preiswert, wirtschaftlich und vollkommen — wie eine „Blaupunkt“-Anlage Ist Eine „Blaupunkt'-Lichtnetz-Radioanlage vermittelt Ihnen Musik, Oper, Gesang, Schauspiel, Dichtung, Tanzmusik, Humor In Ton und Wort, öffentliche Reden und jegliche Belehrung, Freude, Welt und Menschentum.

."AU PU N KT RADIO

iN JEDEM GUTEN PADIOGESCHÄFT ERHÄLTLICH

• BLAUTPUNKT RADIO •

BLAUPUNKT RADIO ■