Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

LiMeluuiteStoerse: «öchenMSMbSmti na^nrittaffS. SfettnentottäradS: fftr bett Monat LM Jt bei freier Za. Lcllung in« HanS. in ba ®ef<6aft8fteHe abgeholt 2,10 Durch die Post monatlich 2,30 S ausschließlich Zu- stclluuskgcbaSr. In Fällen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch aus Lieferung der Seitens oder aus Steckzahlung 6e« BeWgsprelses. Verlag, SchnUertung ynd Druckerei: Kölnische Straße 10. Telephon: ©ommelnummer 6800. Juristische Lvrechstunde leben Dienstag von 5 bis 7 Uhr. Kölnische Straße Nr. 10.

Hessische Abendzeitung

Anzeigenpreise: Geschäft«- und Kamilien-Suzeigeu die 30 mm-Sette tt Pfennig Kleine Smeigeu au« Kastel da« Wort 7 4, Auswärtige Kleine Anzeigen die 80 mm Breite Seile 11 4. Anzeigen im Reklameteil die 78 mm Breite Seile 45 4. Offertgebühr 25 4 (Bei Zustellung 85 4). Kür da« Erscheinen von Anzeigen in Bestimmten Ausgaben, an besonderen Plätzen und für telephonisch erteilte Aufträge keine Gewähr. Rech­nungsbeträge innerhalb von S Tagen zahlbar. Gerichtsstand Kastel. Postscheckkonto Frankfurt a. M. 6880.

Rümmer 234

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Freitag, 4. Oktober 4929

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

49. Jahrgang

Ein Provisorium im Auswärtigen Amt?

Ser Reichskanzler soll vertretungsweise - le Leitung des Außenministeriums übernehmen / Heute Kabinettsrat unter Hindenburgs Vorsitz

Das verwaiste Außenministerium

(Von unserem Berliner Vertreter.)

Moskausaußenpolitischer Sieg"

(Eigener Drahtbericht.

Berlin, 4. Oktober.

Der Reichspräsident, der heute vormittag nach Sei- Bit zurückkehrt, wird den Vortrag des Reichskanzlers über die politische Lage entgegennehmen, und dann wird er voraussichtlich in einer Kabinettssttzung den Vorsitz führe», in welcher über die provisorische Rege- lung der Nachfolge Dr. Strefemanns Beschluß gefaßt werden soll. Man rechnet damit, daß die Leitung des Auswärtigen Amtes bis auf weiteres dem Reichs­kanzler übertragen toirb, da eine definitive Neube­setzung dieses so plötzlich verwaisten Postens im Augenblick nicht in Frage kommt.

Die Aufrollung dieses Problems würde zur Zeit sehr schwierige koalitionspolitische Folgen haben und infolgedessen hält man es für wahrscheinlich, daß im Augenblick nur eine provisorische Regelung in Frage kommt.

Falls der Reichskanzler dwses Amt nebenbei über- Nimmt (es ist möglich, daß auch Dr. Curtins da­für in Frage kommt, der dann das Wirtschafts. und das Außenministerium bis auf weiteres in einer Hand vereinigen würde), so wäre damit zu rechnen, daß für den Abschluß der Haager Verhandlungen vielleicht noch ein besonderer Kommissar berufen wird, wobei man im erster Linie an den deutschen Bot­schafter in Paris, Herrn von Hoefch, als einen tter ersten isachvürständigen aus diesem Gebiet, vor ollem i» der Saarfrage, gedacht hat. Ueber alle diese Dinge wird jedoch erst in der heutigen Sitzung Beschluß ge­faßt werde».

*

Scrfitt, 4. Oktober. Reichspräsident von Hinden­burg ist am Freite vormittag wieder in Berlin ein- getroffen.

Das ReichSkabinett hat gestern den Beschluß ge­faßt, ein

Staatsbegräbnis für Dr. Stresemann

zu veranstalte», das im Einvernehmen mit der Fa­milie am Sonntag vormittag stattfinden wird Außerdem hat eine Besprechung des Reichskmist- wartes Dr. Redslob mit de» Vertretern der Bauver­waltung des Reichstags über die Ausgestaltung des Sitzungssaales stattgefunden.

Dr. Stresemann ist gestern aus seinem Sterbe­zimmer im L Stock der Villa des Außenministeriums m den Wintergarten der Villa gebracht worden, wo er inmitten eines reichen Blumenschmuckes auf­gebahrt toorben ist.

In der Rächt vom Sonnabend zum Sonntaz soll er von dort m aller Stille nach dem Reichstag ge­bracht werden, wo er im Plenarsaale auf einem be- sondereen Katafalk vor der Rednertribüne aufgebahrt wird, ganz ähnlich, wie es seinerzeit bei der Bei­setzung Rachenaus der Fall war. Zn der Nacht wird eine Ehrenwache int Ditzuugssaale des Reichstags bleibe». Am

Sonntag vormittag tt Uhr wird die offizielle Trauerfeier erfolgen, wobei der Reichskanzler bie

L ede hält. v -

Der Rctchstagssitzungssaal wird dafür mit Lorbeer und schwarzem Flor ausgeschmückt werden. Darm wird der Sar^ auf die große Freitreppe vor dem Reichstag gebracht, wo der Vizepräsident von Kardorf seinem Parteifreunde die letzten Abschiedsworte sprechen wird. Vom Reichstage ans geht der Trauer- zug mit großem Gefolge durch das Brandenburger Tor in die Wilhelmstraße wo

Das Programm der Trauerseier

Berlin, 4. Oktober.

r Der Tod des ReichsaußeuministerS Dr. Strefe- vranu hat selbstverständlich alle politischen Erwägun­gen und Beratungen in Berlin vollkommen beherrscht mtb alle Verhandlungen, die gestern stattfanden, standen im Zeichen dieses tragischen Erlebnisses. Sm Auswärtige» Amt, im Reichstag, in der Kon­ferenz der Ministerpräsidenten, im Reichsrat und im Reichskabinett sind Trauersitzungen abgehalten wor­be«, ht denen überall tief empfundene Nachrufe auf de» Verstorbene« gesprochen wurden.

vor dem Auswärtig« Amt, der Stätte, a» welcher der Verstorbene sechs Jahre gewirkt hat, einige Mi­nuten Aufenthalt

genommen werde». Dan« führt der Weg weiter noch dem Südoste« Berlins zum Luisenstadtischen Fried­hof, wo die Familie Stresemann ein Erbbegräbnis besitzt.

Ob militärisches Geleite folgt, wird von der Ent­scheidung des Reichspräsidenten abhängen. Jeden­falls aber wird das gesamte große Trauergefolge am Tor des Friedhofes Zurückbleiben; und die Beisetzung auf dem Friedhöfe selbst wird nur im Beisein der engsten Familienangehörigen stattsindeu.

Schwerer Autounsall Zaleskis

(Eigener DrahtberichL)

Warschau, 4. Oktober.

r Der polnische Außenminister Za le Ski hatte am Donnerstag nachmittag auf der Strecke Warschau- Lowicz, in der Nähe der Eisenbahnstation Ozarow einen schweren Autounfall erlitten, bei dem er ver­leg wurde.

Der Minister, der selbst am Steuer saß, wollte einen Wagen überholen, als ihm plötzlich ein »auerngefährt den Weg versperrte. Um einen Zu­sammenstoß zu vermeiden, zog Aaleski die Bremse so scharf an, daß sich sein Auto überschlug und die drei Insassen unter sich begrub.

Außenminister Aaleski kam mit eine« Schlüssel- beinbruch davon. Seine beiden Begleiter trugen am Kopf und an Händen Schnittwunde« davon.

Köm'grrichJugoslawien"

Belgrad, 4. Oktober.

r Der Ministerrat genehmigte gestern zwei Gesetze, die eine grundlegende Aenderung der Verfassung bedeuten. Das eine Gesetz sieht eine Reubenennung des Staates vor, dessen bisheriger Name .König­reich der Serben, Kroaten und Slowenen" in.König­reich Jugoslawien' abgeändert wird. Durch diese Ramenänderung soll die Idee der vollkommene» Gleichberechtigung, Einheit und DrüberlicMit aller jugoslawischen Stämme, bei Serbe», Kroate« und Slowenen, zum Ausdruck gebracht werden.

Das zweite Gesetz verfügt eine verwaltungsttch- «tsche Neueuueilunz des Königreiches, das stockt wie

bisher in 33 Departements ia 9 Banate eingeteilt wird. An der Spitze eines jeden Banats steht ein Bonus. Mit dieser Reueinteilung soll eine Ver­einfachung der Verwaltungsbehörden verbunden werden.

Wachkorps und Staatsmarine

Reform der dänischen Wehrmacht.

Kopenhagen, 4. Oktober.

Der Verteidigungsminister hat gestern im Volke- thing eine Gesetzesvorlage eingebracht, nach der Heer und Flotte in ein Wachkorps und in eine Staats­marine umgewandelt werden, deren Aufgabe es sein wird, die Neutralität Dänemarks und die mit dem Völkerbunde zusammenhängenden Aufgaben in lleber- ftimmung mit den international geltenden Regeln und Abkommen wahrzunehmen. Die Aufgabe der Staatsmarine ist des weiteren die Fischerei-Inspek­tion und das See- und Vermessungswesen.

Das Kriegs- und das Marineministerium werden aufgehoben. Das Wachkorps und die Staatsmarine werden dem Ministerpräsidenten unterstellt. Die be­stehenden Festungsanlagen werden geschleift. Die Wehrpflicht wird abgeschafft. Die Ausbildung zum Dienst im Wachkorps und der Staatsmarine wird freiwillig sein. Von dem Personal, das als dienst­fähig für das Wachkorps erklärt wird, werden jähr­lich bis 16Q0 Mann ausgebildet. Des weiteren wird das nötige höhere Personal eingestellt werden.

Das Schiffsmaterial der Staatsmarine soll beste­hen aus fetfyä Wach- und Juspektionsschiffen von zusammen bis 8000 Tonnen, 1824 kleineren Wach­fahrzeugen von zusammen bis 9600 Tonnen, insgesamt 1500 Tonnen, zwei DepvtjchiLeu und zwölf Wasserslugzeugeo. v _

London, 4. Oktober.

Das zwischen Henderson und Dowgalewski in der Frage der Wiederaufuahme der diplomatischen Be­ziehungen zwischen Großbritannien und Sowjetrutz- land erzielte Abkommen ist gestern von dem russi­schen Unterhändler unterzeichnet worden. Hender­son hatte das Dokument bereits früher in Brighton für die englische Regierung unterzeichnet. Das Ab­komme» wird zunächst dem englische» Kabinett auf der nächste» Ministerzusammenkuaft, die voraussicht­lich am Mittwoch kommender Woche stattfindet, zur Billigung unterbreitet und dann an das Parlament verwiese» werde«.

* * *

Moskau, 4. Oktober.

In einem Interview mit einem Vertreter der Te­legraphenagentur der Sowjetunion gab Volks­kommissar Litwinow seiner Genugwung Aus­druck, angesichts des erfolgreichen Abschlusses der Verhandlungen zwischen Dowgalewski und Hender­son. Litwinow wies darauf hin, daß der Inhalt des unterzeichneten Prowkolls vollkommen der Stel­lung der Sowjetregierung zu dieser Frage entspreche.

Das in London ausgearbeitete und unterzeich­nete Protokoll führte Litwinow aus, ist eine Darle- »der Prozedur, zu deren Beobachtung bei Be- ung der Streitfragen, die nach der vollständi- Wiedsraustrshms wtuitiföt L. zl jungen und dem Austausch-vun Bouwastern statt luden wird, beide Teile sich verpflichtet haben. Die aufgestellte Liste der weiteren Erörterung unterliegenden Fragen enthält nichts Neues; denn bie gleichen Fragen sind bereits Gegenstand von Erörterungen zwischen bei­de« Regierungen im Jahre 1924 gewesen und haben eine gewisse Lösung in dem damals von Macdonald unterzeichneten Vertrage gefunden, der später von der konservativen Regierung ochgelehnt wurde.

Wir hielten es für zweckmäßig, erklärte Litwi­now weiter, die Erwäguna aller Fragen mit der Er­klärung der Einstellung beider Regierungen zum Ver­trage von 1924 in seiner Gesamtheit oder zu seinen einzelnen Teilen zu beginnen und haben deshalb diese Frage an die erste Stelle der Liste gesetzt. Ge­mäß dem Protokoll hat Henderson sich verpflichtet, gleich zu Anfang der am 29. Oktober beginnenden Parlamentssession den Antrag auf sofortige Wieder­

aufnahme normaler Beziehungen und auf Austausch von BBotschaftern einzubringen.

Wir sind den Vorschlägen der englischen Regie­rung in größtem Matze entgegengekommen, sofern sie unsere» grundsätzlichen Standpunkt nicht angriffen. Es bleibt uns jetzt nur übrig, die weiteren Schritte der englischen Regierung im Sinne ihrer wieder­holten öffentlichen Erklärungen und gemäß dem von den Vertretern der Sowjetunion und England s*» eben unterzeichnete» Protokoll ruhig abzuwarten.

Einigung aus mittlerer Linie

(Von unserem Korrespondenten.)

O .E Moskau. Anfang Oktober

Das zwischen Henderson und Dowgalewski zu» standege'ominene Abkommen wird tn Moskau mit freudiger Genugtuung begrüßt. Die Enttäuschung, die der Abbruch Der Lerhandlunz-n zwischen den beiden Unterhändlern int Spätsommer hervorrtej, tfi wettgemacht. Durch mancherlei Kanäle wurde eine neue Fühlungnahme ermöglicht und nun ist bie Einigung sogar schneller als man erwarten konnte erfÄgt.

Soviel Grund die Sowjetregierung nun auch hat, dieses Resultat als einen bedeutende» außenpo­litischen Erfolg zu buchen, so mutz doch andererseits k^stitePt merken naß er nut erreich, werden konnte,

brurtce' in starker Unnachgiebigkeit Entgegenkommen

nur von der Gegenseite zu fordern, selbst aber zu verioeir.ern. Es ist vielmehr auf einer mittleren Linie zur Einigung gekommen uns jede Parier hat in etwas uachgegebcn: England ist bereit, nie di­plomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen, ohne vorher die Frage der Vorkrregsschulden und der Sowjetpropaganda zu regeln, wie eS ursprüng­lich gefordert hat; bte Sowjetregierung wiederum, die ihren Standpunkt hierin durchgesetzt hat, ist doch offenbar durch ihren Bevollmächtigten schon in eine Besprechung und Festsetzung der hauptsächlichen Richtlime« zur Regelung der schwebende» Fragen eingetrete», noch ehe die diplomatischen Beztehunge» wieder ftufgenommen sind Ein absoluter Triumph ist alst» auf keiner Seite zu verzeichnen.

LS wird geräumt!

Büre», 4. Oktober. I» den frühen Morgenstunde» des Freitags habe» die erste» französischen Besat­zungstruppen Düren verlassen. Ihre Zahl betrug etwa 200. Im Laufe des Sonnabends werden wei­tere Abtransporte von etwa 200 Mann in Aussicht gestellt. Schätzungsweise dürften sich dann noch etwa 1000 Franzosen, die Angehörigen eingerechnet, in Dü­ren befinden. Ueber die Freigabe der beschlagnahm­ten Wohnungen, deren Zahl sich auf etwa 150 beläuft, steht noch nichts Genaues fest.

* * *

Mainz, 4. Oktober

Das & englische Husaren-Regiment, das in der Ka­vallerie-Kaserne in der GerÄwrffstratze liegt, verläßt Wiesbaden heute im Sonderzuge. Die llebersiedelung der Znteralliierten Rheinlandkommission nach Wies­baden erfolgt, wie wir hören, am 1. November, als Ehrenwache soll eine französische Truppenabteilung nt Stärke von 400 Manu nach Wiesbaden gelegt werde«.

Beginn der

Äeparattonsbank-Verhandiungen

Baden-Baden, 4. Oktober.

Das Organisationskomitee für die Bank für den in­ternationalen Zahlungsausgleich hat gestern seine erste Sitzung abgehalten. Nach Begrüßung der Delegierten durch den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht wurde auf seinen Vorschlag Mr. Jackson Reynols einstimmig zum Vorsitzenden gewählt- Der neue Vorsitzende ver­las sodann eine Entschließung, in der es n. a. heißt:

Das Organisationskomitee für die Bank für den internationalen Zahlungsausgleich hat mit tiefem Be­dauern von dem Ableben des Herrn Dr. Stresemann Kenntnis erhalten und bittet seinen Borfitzenden, der deutschen Regierung sein aufrichtigstes Beileid zu dem unersetzlichen Verlcsst zu übermitteln, den nicht nur sein Heimatlatw, sondern die ganze Welt erlitten hat. Sein Name wird als ein leuchtendes Vorbild für die fortleben, denen es obliegt, fein Werk fortznfetzen."

Zum Andenken Dr. Strefemanns erhoben sich im Anschluß hieran iae Anwesenden non tfc-ea Plätzen und

bte Sitzung wurde tn Anbetracht des Trasepfalles auf Freitag früh vertagt.

DerWtW Botschaftsrat

Paris, 4. Oktober.

I« der russischen Botschaft hat sich et» merkwür­diger Zwischenfall ereignet Der erste Botschaftsrat Bessedowski wurde von einem Tschekaagenten namens Rosenmann aufgefordert, er solle nach Mos­kau fahren, um dort Rechenschaft über feine ketze­rischen Ansichten abzulegen. Als Bessedowski dann die Botschaft verlassen wollte, wurde er von de» Pförtnern auf Befehl Rosenmanns festgehalten. Es gelang ihn dann aber, zu fliehe«. Er bat die Po- lizei, seine Frau und sein Kind aus der Botschaft abzuholen, da er diese in Gefahr glaubte.

Bessedowski gab gestern nachmittag demTemps* eine längere Erklärung über seine politischen Mei­nungsverschiedenheiten mit den Moskauern Gewalt­habern. Er fei der Ansicht, daß dir Moskauer Poli­tik das Land und die Revolution zu Grunde richte. Er habe der Aufforderung, sich in MoAau wegen seiner Haltung zu veranworten, keine Folge ge­leistet. Er sei keiner von denen, die man in Kel­ler» ersticke. Zur Befreiung seiner Gattin und sei­nes Kindes habe er sich der französischen Polizei be­dienen müssen, weil sie, wenn sie auch nur eine Nacht in der Botschaft verblleben wären, ebenso wie er selbst, von einemUnfair bedroht gewesen wären, der alles geregelt haben würde.

Vor Macdonalds Ankunft

in Newyork.

DieSeringaria mit dem englischen Minister­präsidenten Macdonald an Bord wird die Newyorker Qnarantänestation vermutlich gegen 11 Uhr mittel­europäischer Zeit erreichen. Dort werden die Gäste auf den Dampfer des Newyorker MagistratesWa­com" übersteigen und etwa vier Stunden später an der Batterie in Newyork an Land gehen.

Für Macdonalds Aufenthalt in Newyork find nur zwei Stunden vorgesehen, die ansreichen sollen, im Rathaus die Ehrenbürger-Urkunde entgegen­zunehmen. Er reist dann sofort nach Washington weiter. Die politischen Unterredungen sollen auf dem Landsitze Hoovers am Rapidan-Fluß stattsinden, wo beide Staatsmänner, abgeschlossen von dem Getriebe der Welt, beraten können.