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Linkere Heimat

eine

28)

EDWARD VAN MAYEN

DIE KÖNIGIN DER SUDSEE

hatten.

mich so sonderbar an, ich gefalle mehr?" sagte er lauernd.

13.

unverheilte Wunde. DaS eine Auge war leer,

fallen zu werden. Kommt nicht rechtzeitig Hilfe, so kann er den Tod durch Ertrinken finden. Die Gewohnheit, die Tür deS Bade­zimmers zu verschließen verhindert aber sehr oft rechtzeitige Hilfeleistung.

Macht seine- Reichtums gefesselt.

Welche Häßlichkeit! Welche Entstellung!

5. Bezirk: (Harleshausen, Niedervellmar, Obervellmar, Frommershausen, Heckershg,- sen, Weimar, Münchehof), geltet: Lehrer Cramme, Niedervellmar. Harleshausen am Daspel: 15 Uhr Spielfeit.

6. Bezirk: (Heilrgenrode, Wolfsanger, San« dershausen, Ihringshausen, Simmershausen, Rothwesten, Wahnhausen, Knickhagen, Wil- helmshousen). Leiter: Lehrer Willig, Wolfsanger. HeMgenrode: 15 Uhr L-Pielsest.l.

Erwerbslos. . .

In der Zeit vom 8. 7.-27. 7. betrug die Zahl der Unterstützten beim Arbeitsamt 2058 Fälle mit 3534 Köpfen (vor. Bericht: 1921 Fälle mit 3633 Köpfen); in der Krisenfürforae 800 Fälle mit 1773 Köpfen (vor. Bericht: 1337 Fälle mit 2744 Köpfen).

Dom Wohls ahrtSamt wurden in der Zeit vom 22.-27. 7. 1929 unterstützt 9519 Fäl­le mit 15830 Köpfen (vor. Bericht: 9824 Fälle mit 16268 Köpfen). In der gleichen Zeit wur­den insgesamt 888 Personen (vor Bericht: 777 Personen) vom Bauamt u. den Gewerbl. Werken beschäftigt.

Du hast Angst," antwortete sie rücksichtslos, wo vor.?"

,Zch habe es dir schon oft erzählt ... vor der Vergangenheit."

Welche Häßlichkeit! , _

Sein Antlitz war durch eine grauen­haft tiefe Narbe, die dunkelro: schim­merte, in zwei ungleiche Hälften geteilt. Diese Narbe sah stets wie eine Wunde aus, wie eine

Am diesjährigen Verfassungslage finden in den 6 Spielbezirken der Schulen des Land­kreises Kassel die BezirkSspieltage statt. Die eigentlichen Wettkämpfe sink teils schon an Wochentagen, teils am Sonnragvormiitag vorgenommen worden. Am Nachmittag sind Festzüge zum Spielplatz, auf dem eine Ge­denkfeier, Turnspielie und Mannschaftsspiele stattfinden.

Der Landkreis Kassel tft in folgende Be­zirke eingeteilt:

1 Bezirk: (Ober- und Riederkaufungen, Helsa, Eschenstruth, Rieste). Letter: Haupt- lehver Hassel, Helsa. Oberkaufungen: 10 Uhr Wettkämpfe, 14.15 Uhr Feststzug zum Sportplatz.

2. Bezirk- (Altenritte, Breitenbach, Elms­hagen, Elgershausen, Großenritte, Mtenbau- na, Kirchbauna, HettigShausen). Leiter: Leh­rer Gockowiak, Großenritte. Altenritte: 9 Uhr Wettkämpfe, 13 Uhr Spielfest. Die Schule zu Altenritte ist in diesem Jahre Schlagballmeifter der Schulen des Landkreises Kassel und erhält das Banner des Kreises, Uebergabe um 17 Uhr.

3. Bezirk: (Niederzwehren, Rordshausen. Oberzwehren, Rengershausen, Guntershausen, Dittershausen, Dennhausen, Dörnhagen.) Leiter: Lehrer Markert, Rordshausen. Niederzwehren: 13.30 Uhr Festzug zum Spiel­platz.

4. Bezirk: Wellerode, WatteNbach, Eiter­hagen, VollmarShausen, Ochshausen, Crum­bach, Waldau, Bergshausen). Leiter- Lehrer Sauer, Ochshausen. Wellerode: 14 Uhr Spielfest.

Gleichzeitig kann er mit seiner Frau das Fest der goldenen Hochzeit begehen.

in. Dankelshausen, 1. August. (Für treue Dienste). In Anerkennung 40jähriger tteuei Dienste als Gespannführer auf dem Rittergut Wellersen wurde dem Landwirtschastsgehilfen Hermann Söder die silberne Denkmünze der Landwirtschastskammer verliehen.

in. Glashütte, 1. August. (Auf zur Sommer- frische). DaS von A. Kauffeld neu erbaute Gasthaus zum Bramwald ist ferttggestellt. Durch diesen der Neuzeit entsprechenden Bau ist den Sommerfrischlern Gelegenheit geboten, ihre Ferien hier zu verleben. Die Bauarbeiten wurden von Maurermeister W. Fiege in Oedelsheim geleitet und auSgeführt.

in. Adelebsen, 1. August. (Einweihung des Spiel- und Sportplatzes). Die Einweihung des nunmehr ferttggestellten neuen Spiel- und Sportplatzes wurde durch den Ortsausschuß für Jugendpflege vollzogen. Im Anschluß an die Weihe veranstalteten der Sportklub und der Turnverein sportliche Darbietungen.

in. Löwenhagen, 1. August. (Errichtung einet Ziegelei). Der Maurermeister Bete beab- sichttgt eine Ziegelei zu errichten. ES finden bereits in der hiesigen Feldmark Bohrungen nach einem ertragreichen Tonlager statt.

ck. Bebra, 1. August. (Im silbernen Hoch- zettskranz ) Das Fest der silbernen Hochzeit begingen die Eheleute Lokomotivführer Georg Holzhauer und Anna, geb. Pforr.

wp. Witzenhausen, 1. August. (60. Geburts­tag). Ihren 60. Geburtstag konnte Ober- schweflet Elisabeth Schütz im städttschen Kran­kenhaus feiern. Das Geburtstagskind trat im Jahre 1893 in die Schwesterschaft des Hefsi-

Die Rolle des Dieners, in der er sich hier befand, zwang Georg Hillert, ihre Zurecht- Weisung widerspruchslos hinzunehmen. Gr verließ das Zimmer, aber noch draußen aus dem Korridor, der zur Treppe führt«, glaubte er ein abermaliges Brüllen des Amerikaners zu hören.

Drinnen hatte sich PerkinS seinem Gebie­ter genähert. Er stand ratloS vor dem Manne, der beinahe in dem behäbigen Klubsessel vor dem Kamin versank und der die Hände vor das Gesicht geschlagen hatte, als wollte er dem Kammerdiener den Ausdruck seines Gesichts verbergen.

»Woher kommt er?" schrie er dann.

Ich hab« ihn drüben in Gardone gefunden und mitgenommen", antwortete PerkinS mit

tft besonders llistis. Nehmen Sie dreimal täali» 2 618 8 Toluba-Kerne, die unschädliche, dabei wirksame, den Kettansatz reduzierende Stosse enthal- ttn. Sie erhalten die echten Toluba-Kerne in Ävo- tiefen.

der Vergangenheit."

Nichts hast du mir gesagt . . . nichts, was mich tiefer blicken ließe. Ich weiß von dir so viel wie die anderen, wenig mehr. Warum hast du Furcht, dich mir anzuverttauen?"

Fettansatz im Sommer

Der 11. August im Landkreis Kassel

Gedenkfeier, Turnspiele und MannschaftS kämpfe der Schulen.

3u Söhnten'« 70. Geburtstag

in. Jühnde, 1 August.

Hier fand unter Anteilnahme aller Kreise der Bevölkerung, sowie vieler Heimatfreunde von fern und nah, die Feier des siebzigsten Geburtstages unseres Landsmanns, Prof. S o h n r e y-Berlin, der persönlich anwesend war, statt. Nach dem Festgottesdienst in der Kirche wurde die Gedenktafel und die Sohnrey- Linde vor der Lindenhütte geweiht. In An­wesenheit von über 1000 Besuchern folgte dann die Aufführung von Sohnreys VolksstückDie Dorfmustkanten" auf dem Thin. Die Darsteller Einwohner unseres Dorfes entledigten sich ihrer Aufgabe mit viel Geschick und Fleiß und ernteten stürmischen Beifall.

Kasseler Kleinkunst

Ein Heiner Kempinsky".

Es ist kühler geworden! Man sucht nicht wehr so hastig die erfrischenden Anlagen auf, man kommt auf die Annehmlichkeiten in der Stadt selbst zurück. Weih der Kasselaner eigentlich, daß wir hier so etwas wie einen kleinen Kempinsky-Betrieb haben? Sie kennen doch Kempinsky in Berlin? Nicht den Kem­pinsky auf der Leipziger Straße, es handelt sich um Kempinsky am Potsdamer Platz, jenem Riesenbetrieb, wo für jeden Geschmack gesorgt ist: Wein- und Teestuben, spanische Bodepas, Bayrische Bierhallen, Grinzing-Be- frieb, Rheinterasse usw. Ganz so groß ist der kleine Kasseler Kempinsky" nun nicht, aber auch hier ist für jeden Geschmack gesorgt: wer zu gutem Essen solide sein Bier trinken will; Wer keine Zeit hat, geht in die kleine Imbiß­stube, wermondän" ist, geht an die Bar; wer tanzen will, geht in die Diele! Wissen Sie, welches Lokal ich meine? Es sind die Paula­nerbetriebe am Garde du Corps-Platz. Hier ist vieles anders geworden unter der Regie Lud­wig PfotenhauerS, hier kann sich jeder Wohlfühlen, gleichzeitig, wie sein Geschmack ist. Zum Tanz in der Diele spielt das Orchester Josö Moreau. Dir vier Künstler bilden eine vorzügliche Kapelle, die sich in der kurzen Zeit ihres Hierseins schon großer Beliebtheit erfreut. Es ist also kein Versager, wenn man feine Schritte zum Paulaner lenkt. Für wenig Geld hat man hier sein Vergnügen.

L Oberzwehren, 1 August. (Qualvoller Tod eines Kindes!) Dieser Tage bereitete ein« Ehefrau für ihr anderthalbjähriges Kind das Morgenbad. DaS hierfür in die Wamrne ge- schüttete Wasser war zu heiß und die junge Mutter ging mit einem Gefäß an den Soffer» kran, um kaltes Wasser nachzufüllen. Während dieser kurzen Frist war das Kind unbeaufsich­tigt an di« Wanne herangetreten und stürzt« kopfüber in das lochend heiße Wasser. (68 er­litt hierbei so schwere Brandwunden, daß es. trotz sofortiger ärztlicher Hilfe gestorben ist.

ad. Wichte, 1. August. (Sturz beim Futter, holett.) Die noch sehr rüstig« 73jährige Frau Anna Fink verunglückte beim Futterholen. Sie erlitt einen schweren Schenkelhalsbruch und innere Verletzungen und wurde durch die Kasseler Arbeitersamariter in bedenklichem Zustand in das Landeskrankenhaus einge­liefert.

kd. Melsungen, 1. August. (Ein schwerer Unfall). In das hiesige Krankenhaus wurde der Schmiedemeister Justus Kerste aus Da- gobertshausen gebracht, der auf der Kreissäge ein Stück Holz schneiden wollte, dabei abge- rutscht war und sich die linke Hand so durch­schnitten hatte, daß vier Finger nur noch an der Haut hingen.

kd.Ostheim, 1. August. (Im Basaltwerk ver­unglückt). Der Stellmacher Georg Moog aus Dagobertshausen verunglückte im hiesigen Ba­saltwerke beim Abladen von Stämmen. Er zog sich einen Beinbruch zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

kd. Eubach, 1. August. (Im Silberkranze). Bürgermeister Schmidt und Frau Christine, geb. Rampe feierten das Fest der silbernen Hochzeit.

wp. Hann. Münden, 1. August. (Reue Omnibuslinien.) Mit dem heutigen Tage werden zwei neue Linien im Stadtomnibus- verkehr in Betrieb genommen. Die eine führt vom MarktLetzter HellerLippoldshausen Markt nach Bonafort und zurück, die zweite wird vom Bahnhof über GimteEichhof nach Volkmarshausen und zurück geführt.

wp. Hann. Münden, 1. August. (Bon der Forstlichen Hochschule). Als Nachfolger des am 1. Oktober ausscheidenden Professors der Zoo­logie, Dr. L. Rhumbler, wurde auf Vorschlag des Senates der Privatdozent an der Univer­sität München, Dr. H. Eidmann berufen. Der­selbe hat inzwischen den Ruf angenommen und wird zum Wintersemester 1929/30 sein Amt zunächst als Extraordinarius antreten.

in. Barlosen (Kr. Münden), 1. August. (Im silbernen und goldenen Kranze). Das Ehepaar Bahnwärter Albert Ilse feierte* das Fest der silbernen Hochzeit. Der Landwirt Fritz Knop konnte seinen 80. Geburtstag feiern. Knop, der sich noch seltener Rüstigkeit erfreut, war 1871 mit der Okkupationsarmee in Frankreich.

Nicht bei verschlossener Tür haben!

Die Tatsache, daß ein hoher Prozentsatz der häuslichen Unfälle das Badezimmer zum Schauplatz hat, geht zur Genüge aus den Un- fallverstcherungsstatistiken hervor, Unfälle im Badezimmer können der verschiedensten Att fein und der Badende ist oft nicht in der Lage, infolge des Unfalls di« Tür des Badezimmers selbst zu öffnen. Dadurch kann wertvolle Zeit verstteichen, bis von außen Hilfe gebracht wer­den kann. Unfälle können eintreten durch Fall, durch Ausgleiten usw. Eine weitere Gefahr birgt auch das heiße Wasser, das durch leicht­sinniges Hantieren mit dem Hahn in die Wanne strömt. Elektrische, durch schadhafte Drähte bewirtte Schläge bedeuten eine andere nicht minder schwere Gefährdung, da der feuchte Körper deS Badenden ein besonders guter Elektrizitätsleiter ist. Auch die Möglichkeit von Vergiftungen besteht durch das Ausströmen von Gas aus den Badeöfen. Schließlich setzt sich derjenige, der zu lange in heißem Wasser höbet, der Gefahr aus, von einer Ohnmacht be-

Höhle, in der ständige Finsternis herrschte. Jetzt funkelte das noch erhaltene Auge in einer bösen, hündischen Angst. So hatte selbst Echel Thang den Menschen noch nie gesehen, dessen Kraft und Brutalität sie bisher beherrscht

zitternder Stimme, denn selbst «r hatte noch nie vorher einen solchen Ausbruch der Empfin­dungen an Drotton beobachtet,er ist dort als Kellner beschäftigt gewesen".

.Wie heißt er?" kam eS so laut und dro­hens von den Lippen DrottonS, daß PerkinS befürchten mußte, er werde wieder mit der Faust seines Herrn Bekanntschaft machen.

Höfer.... Georg Höfer."

.Lüge . . . Lüge ... er ist ein Spion!"

PerkinS zuckte die Achseln und sah Ethel fragend an, die inzwischen erschienen war und neben Drotton trat. Sie legte ihre Hand auf feinen dunklen Haarschopf. AIS er diese Be­rührung fühlte, griff er nach ihrer Hand und zog sie zu sich herab.

Erhcl", Keß er fo leise hervor, wie eS ih in diesem Zustand höchster Erregung möglich war,Erhel. . . ich mutz fort von hier ich kann hier nicht bleiben .... ich werde ver­folgt, ich werde beobachtet, man will mir an den Hals . . ."

Schweig', sagte sie hart,PerkinS ist ttex.*

Die Dersafsungsfeler In Fritzlar

Fritzlar, 1. August.

Der zehnjährige Gedenktag der Verfassung deS Deutschen Reiches soll in Fritzlar in wür- diger Form begangen werden. Am Vortag (Sonnabend), findet der Kreisspieltag der Schulen statt, an dem über 1000 Schulkinder teilnehmen. Am Abend leitet ein Fackelzug der Reichswehr, der Fritzlarer sporttreibenden Ver- eine und der Schulkinder den Verfassungslag ein. Zu diesem Zweck wird der Festplatz in der Allee festlich mit Lampions erleuchtet.

Am Sonntag in den Mittagsstunden zwi­schen 11 und 13 Uhr wird die Reichswehr- kapelle ein Platzkonzert auf dem Marktplatz geben. Nachmittags finden die turnerischen Wettkämpfe auf dem Exerzierplatz statt. Ein Grobstaffellauf führt durch die Straßen der Stadt. Den Abend des VersaflungstageS feiert die Fritzlarer Bevölkerung unter Mitwirkung der GesangvereineLiedertafel",Liederkranz" und freier Männerchor, der Reichswehrkapelle und namhafter Einzelkräfte im Saale deS Reichsadler". Die Festrede wird AmtS- gerichtsrat Dr. Henze halten.

Von den Lippen des Amerikaners gellte ein Schrei, ein so schriller, entsetzlicher Schrei, daß alle, bi« ihn hörten, wie gelähmt waren. Nur der Mann, bgr ihn hervorge,toßen halt«, kam in Bewegung. Noch einmal brüllte er auf wie «in zu Tode getroffener Mensch, der fein En­de kommen steht, ober wie ein Abergläubischer der ein Gespenst zu sehen glaubt. Dann sprang er zurück, schlug Perkins, der hinter ihm hatte einireten wollen, mit einer Kraft zur Seite, di« den Kammerdiener fast zu Boden schleu­derte und lief in das Nebenzimmer.

Dort schien er sich in irgendeinen Sessel zu werfen, denn man hörte einen schweren Fall. Dann ein Aechzen, em neuerliches Heulen, und endlich der Befehl:

PerkinS . . . fort mit^ihm . . . fort . . . . er lügt... er spioniert... PerkinS... ich kann ihn nicht sehen... Perkins....'

Das wilde Schreien des Geheimnisvollen ging in ein beinahe klägliches Wimmern über.

Die Wirkung dieses Zwischenfalls auf die Zeugen der Szene war ungeheuer. Während Ethel wie gebannt stanv, während Georg nichts anderes annahm, als daß er eS wirklich mit einem Wahnsinnigen zu tun habe, raffte sich Perkins zuerst auf und folgte feinem Herrn. Vielleicht ließ ihn gerade der Schlag, der ihn getroffen hatte, die Besinnung zuerst wie­derfinden.

Gehen Sie", stammelte bann Ethel Thang, ugie haben ihn erschreckt!"

5a . . . ich gehe . . . ich kann nichts dafür , . . er ist . . ."

Ich habe Sie nicht- weiter gefragt", herrschte sie ihn an. Auch sie schien sich zu sammeln,warten Sie unten ab, was man Ihnen befehlen wird.«

Es geht nicht," preßt er hervor,es geht nicht, Ethel. Du würdest dich von mir abwen­den, felbst für dich wäre es zu viel, zu schwer."

Dein Gewissen?"

Er blieb ihr die Antwort schuldig.

Du hast in diesem Höfer einen von früher erkannt," fuhr die schöne Frau fort,darum dein Schreck."

Er fuhr zusammen und umklammerte ihren vollen, vom Sport gestählten Arm.

Er ist wie ein Gespenst vor mich hingette- ten," sagte er dumpf und bohl, ,g>, es war schrecklich wie ich ihn erkannt habe. Denk dir, Ethel, daß das Furchtbarste meines Lebens plötzlich vor mir stand. Mein Gott, wenn ich es doch ungeschehen machen könnte I"

Er schien dem Weinen nahe. Ethel bewach- leie ihn kopfschüttelnd. Wieder fiel ihr auf, welche Veränderung mit ihm vorgegangen war.

Aber ich will weiterleben, weiterleben wie bisber," fing er bann grollenb an,er barf mir nicht in ben Weg treten, sonst vernichte ich ihn. Ich will leben . . . für bich leben . . . für das Leben leben! Wenn es auch nur halb ist, die­ses Leben, es ist doch etwas, an das man sich halten kann. Es hat lichte Momente, und oft Stunden, in denen man an -das Damalige nicht denken muß."

So fage mir, was es war. Habe ich dir nicht bewiesen, wie ich zu dir halte?"

Wieder wehrte er heftig ab.Ich habe schon zu viel benoten," rief er, während er auf-

scheu Diakonissenheimes in Kassel eht und am 30. April 1923 als leitertSe Schwester in unser, städtisches Krankenhaus.

kd. Buhlen, 1. August. (Eine gute Einnah­me.) Die hichge Getneindejagd, bi« bisher jährlich für 150 Mark verpacht«: war, brachte für dieses Jahr die ansehnliche Summe von 675 Mark Sie fiel an den bisherigen Pächter.

wp. Wallau (K. Biedenwps), 1. August. (Vom Zuge übersahren). Hier wurde der Schaffner Heinrich Bieber aus Lixfeld, Kreis Biedenkopf, beim Umrangieren eines ZugeS überfahren und fo schwer verletzt, daß er bald nach seiner Einlieferung in die Marburger Klinik verschied. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und vier versorgte Kinder.

ä. Großburschla, 1. August. (Aus dem Ge- meinbetot) In der letzten Gemeindevertteter- sttzung wurde die Pflasterung der Hessischen Gasse beraten. Rach dem Voranschlag belaufen sich die Kosten aus 20 000 Mark, von denen der Kreis 90 Prozent trägt. Die restlichen 2000 Mark sowie die Kosten für die Mosaikpflaste- rung des Fußsteiges von etwa 13 000 Mark werden von der Gemeinde übernommen. ES wurde beschlossen, sobald der Zufuhrweg zur Kiesgrube in Ordnung gebracht ist, je Fuhre Kies eine Gebühr von 50 Pfennig zu erheben.

m. Rüst (Kr. Hünfeld), 1 August. (Ein- bruchsviebstahl.) Einbrecher drangen nachts in die Räumlichkeiten der Verladestelle der hiesi­gen Basaltwerke. Sie erbeuteten einen größe­ren Posten Arbeitskleidung und ein Kesselprü- fungdinftrument

m. Reuhof (Kr. Fulda), 1. August. (Ertrnn- ten.) Bei Arbeiten auf der Wiese au der Flie- be fiel plötzlich die 26 Jahre alte Tochter des Landwirts Joh. Sippe! von hier im die ge­rade an dieser Stelle tiefe Fliehe. Der uach- springende Vater vermochte sie nicht zu ret­ten, sondern hatte große Mühe sich felbst wie­her herauszuarbeiten. Die Leiche ber Tochter würbe später gelänbet.

Perkins ist sicher, der ist ber sicherste von allen", fuhr ber Amerikaner fort,warum soll er «8 nicht wissen, ich bin bedroht, ich werd« von Mensch«« gehaßt, di« Grund haben, mich zu hassen. Er . . . dieser Mann, ben ich eben gesehen hab« . . . er hat dieKönigin gestoh­len . . . glaube eS mir Ethel, er ist der Dieb".

Die Stirn der schönen Frau legte sich in nachdenkliche Falten. Dann ging ihr Blick forschend zu Perkins hinüber.

vSinb Sie wirklich so sicher?"

Ich habe Mr. Drotton stets ergeben ge­dient. Ich würde ihm gern helfen", antwor­tete der Kammerdiener.

Ob er «S ehrlich meint, fragte sie wieder. Und er bejaht«.

Sie werden gut dafür bezahlt werden, fuhr sie mit jener Sachlichkeit fort, die in ihrer Art lag,nun aber gehen Sie und warten Sie unten, bis wir Sie rufen."

Als sich die Tür hinter dem Kammer- diener geschlossen hatte, beugte sich ihr Ethel Thang lauschend zu. Sie wollte die Schritte des Zeugen, bett sie nicht brauchten konnte, überwachen. Da aber die Teppiche dafür sorg­ten, daß man diese Schritte nicht hört«, so eilte st« an die Tür und öffnete sie. Alles nur in iem Bestreben, mit ihrem Freunde wirklich allein zu bleiben.

Dann war es mit ihrer Ruhe vorbei, we­nigstens mit der äußerlichen Fassung, die sie in Gegenwart Perkins' bewahrt hatte.

Sie lief zu dem Sessel hin, in dem ber Herr ber Villa von Portello noch immer wie vom Hammer be8 Schicksals zerschlagen ruhte.

JameS", stieß sie hervor.

Was willst du?" ächzte er. Dabei sah er zu ihr empor, und nun, da. daS Licht ber Lam­pe fein Gesicht traf, erschrak selbst sie, die fett Monaten die Geliebte dieses Mannes wat. und die, wie Perkins vorhin vermutet hatte, wirklich stärker an ihm hing als nur von der