gebaut, und solange dieser gefährliche Betrieb von den Völkern nicht stillgelegt wird, solange bleibt die gesamte moderne Kulturwelt aus dem Pulverfaß sitzen.
Die Parole „Nie wieder Kriegs, die uns heute entgegen tönt, ist ein großes Programm. Aber mit Demonstratwnen, mit Entschließungen allein wird es nicht verwirklicht. Geheim
diplomatie und Rüstungswettlauf bedeuten auch heute noch viel in der Welt, Das sollte einmal anders werden! Wir wollen dafür arbeiten, daß es anders wird. Das deutsche Volk hat seinen Willen zur Mitarbeit immer wieder bewiesen. An den andern wird es nun liegen, dafür zu sorgen, daß die Parole „Nie wieder Krieg" nicht nur ein schönes Wort bleibt.
Bombenattentat in Lüneburg
Sxploflon vor dem Hause eines Rechtsanwaltes / Aehnliche Vorgänge wie in Schieswig-Hoisteln?
Brianbs Kammermehrheit
189 Stimmen / Der Ministerpräsident fordert „dreimonatigen Waffenstillstand" / Frankreich und die Haager Konferenz
Paris, L August.
Sofort nach der Erössnung der außerordentlichen Kammersitzung ergriff Ministerpräsident Briand das Wort, um die Regierungserklärung zu verlesen, die zwei Schreib- mwschinenseiten umfaßte.
Die Regiemngs-Llklärung
begann mit einer Huldigung an Poincars, der durch eine Krankheit in der Vollendung seines nationalen Werkes verhindert sei. Briand führte dann weiter aus, daß die Regierung, die jetzt vor das Parlament trete, das Werk Poincares forlführen wolle und daß sie dabei die Unterstützung des Parlaments zu finden hoffe. Durch die finanzielle Wiederaufrichtung im Innern, durch das Budgetgleichgewicht sowie durch die Stabilisierung und die Regelung der äußeren Schuld hätten die beiden vorhergehenden Kabinette di« Konferenz ermöglicht, die in einigen Tagen beginnen werde und deren Ergebnisse die Vollendung des Werkes darstellen, das für die Sicherheit Frankreichs in Europa sowie für die Verteidigung seiner höchsten materiellen und moralischen Interessen tn der Welt unternommen worden sei. Es scheine der neuen Regierung, daß aus dieser Grundlage eine Verständigung zwischen allen Parteien möglich sein müsse.
Die Stunde sei jedenfalls so ernst, daß man den Bedürfnissen der französischen Außenpolitik jede andere Erwägung opfern müsse. Die Forderung nach dem dreimonatigen Waffenstillstand erscheine ihm unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht als übermäßig. Die Haager Konferenz sei ein wichtiges Glied in der Kette der Organisationen des Friedens. Die Verteidigung der Rechte und Interessen Frankreichs in dieser großen Debatte bilde die Daseinsberechtigung seiner Regierung. Dies sei ihr Programm, man könne sagen, ihr einziges Programm.
Die Regierung stehe der schwersten Verantwortung gegenüber, die jemals fett Ende des Krieges auf einer Regierung gelastet habe. Sie sei bereit diese Verantwortung unter Mitwirkung des Parlaments aus sich zu nehmen und hoffe, daß die Kammer, allein inspiriert von dem Interesse Frankreichs, sich ihrer jp^ÄTTDoTiimg nicht entziehen werde. --
Die Parteien haben das Wort
Briands Rede sand auf der Rechten und in der Mitte begeisterten Beifall, während bei den Radikalen sich nur spärliche Zustimmung bemerkbar machte.
Froflard (Soz.) erklärte, er sehe keinen Grund, weshalb die Sozialistische Partei ihre Opposition gegenüber einer Regierung aufgeben solle, die weiter nichts sei als eine Regierung Poincare ohne PoincarS.
Der Protest C ach ins (Komm.) gegen die von der Regierung unternommene Unterdrük- kung der kommunistischen Partei ging im Lärm und in ironischen Zwischenrufen des Hauses unter.
Gignoux von der Gruppe Maginot billigt Briands Außenpolitik und insbesondere fernen Plan der europäischen Staatenföderation.
Planche von den Unabhängigen Republikanischen Sozialisten begründet die Haltung seiner Gruppe mit ähnlichen Ausführungen wie der Sozialist Frossard.
Der Präsident der Radikalen Gruppe D o- labtet, teilte mit, daß seine Partei sich der Stimme enthalten werde.
Drianvs letzter Appell
Darauf bestieg Außenminister Briand nochmals die Tribüne, um in bewegten Worten die sichtlich Eindruck auf das Haus machten, an die Linkspartei zu appellieren, ihm ihre Unterstützung für sein Friedenswerk, das ihren geheimen Wünschen entspreche, und für die ver- antwortungs- und folgenschweren internationalen Verhandlungen zu gewähren, damit er als Vertreter des gesamten französischen Volkes vor die übrigen Außenminister treten könne.
Er unterstrich die Notwendigkeit, mit Deutschland zu einer Verständigung zu ge-, langen, was nur dann möglich sei, wenn durch eine Mobilisierung und Internationalisierung der deutschen Schuld Frankreich nicht mehr als der ständig seine Schuldner zur Bezahlung drängende Gläubiger erscheine.
Briand schloß mit einem Hinweis auf seine Idee der europäischen Siaatenföderation, dte er nur durch den vereinigten guten Willen Frankreichs und Deutschlands verwirklichen könne, und die keine Spitze gegen Dritte, insbesondere nicht gegen die Vereinigten Staaten von Amerika richte. Darauf schritt das Haus zur
Abstimmung
Rach der Auszählung ergab sich für die Re- gierung eine Mehrheit von 325 gegen 136 Stimmen. Gegen die Regierung stimmten die Kom- munisten, die Sozialisten, einige Mitglieder der Radikalen sowie einige Mitglieder der Gruppe Marin. Der größte Teil der Radikalen hat sich der Stimme enthalten.
Arbeitnehmer
und Arbeitslosenversicherungsreform
Berlin, 1. August.
Der BundeSausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes nahm auf seiner Tagung am 30. und 31. Juli zur Reform der Arbeitslosenversicherung eine Entschlie- an, in der es heißt:
er Bundesausschuß lehnt die von der
Mehrheit des Sachverständigenausschusses zur Reform der Arbeitslosenversicherung gemachten Vorschläge, soweit diese über die Beseitigung offensichtlicher Mißbräuche und sozialpolitisch unerwünschter Gesetzesauswirkungen hinaus eine allgemeine Verschlechterung der Verstcherungsleistungen eintreten lassen, entschieden ab. Ein Abbau der Arbeitslosenunterstützung läßt sich um so weniger begründen als tatsächlich die von der Mehrheit der Sachverständigenkommission empfohlene Beitragserhöhung um Vi Proz. in Verbindung mit einer erträglichen Regelung der Saifonarbei- terunterstützung ausretchen würde, um die Sanierung der Versicherung herbeizuführen.
Lüneburg, 1. August. Heute nacht %2 Uhr explodierte vor dem Hmtse des RechtsanwalK Dr. Strauß eine Bombe, die eine furchtbare Wirkung auslöste. Sämtliche Fensterscheiben Wurden zertrümmert, das Kellerfenster, in das die Bombe hineingelegt worden war, wurde herausgeriffen. Im Keller wurden furchtbare Verwüstungen angerichtet. Die Vorderfront des Hauses ist stark tn Mitleidenschaft gezogen. Das Dach ist fast bis zur Hälfte zerstört. Im Vorgarten befindet sich ein kraterähnliches tiefes Loch, in dem die Bombe gelegen hat. Auch die Nachbargrund» stücke wurden stark in Mitleidenschaft gezogen.
Ein gleiches Attentat war auf das Gebäude der Landeskrankenkafle versucht worden. Hier fand man morgens im Kellereingang eine kleine Margarinekiste, in der eine Höllenmaschine untergebracht war, deren Zeiger sich aber festgehaft und so glücklicherweise die Explosion verhindert hatte. Der Bevölkerung hat sich große Erregung bemächtigt. Tie Lan- desküiminalpolizei hat foifort Ermittlungen ausgenommen. Man vermutet, daß eS sich um ähnliche Attentate wie in Schleswig-Holstein handelt.
MttVN gegen das llnigemelndungsgesetz
Berlin, L August.
Namens 19 rheinisch-westfälischer Städte, Gemeinden und Aemter hat der Verwaltungs
rechtsrat Ministerialrat z. D. Schellen, Vizepräsident des Deutschen Landgemetndetages, bei dem Staatsgerichtshof beantragt, das Umge» meindungsgesetz für rechtsungültig zu erklären und durch eine sofort zu erlassende enstweilige Verfügung der Staatsregierung die Durchführung des Gesetzes zu untersagen. Ms Grund wurde angeführt, daß die Abstimmung im Staatsrat über einen eventuell zu erhebenden Einspruch entgegen der Verfassung nicht namentlich war.
Die evangelische Kirche am Derfaffungstag
Berlin, 31. Juli.
Wie der Evangelische Pressedienst mitteilt, hat der deutsche evangelische Kirchenausschuß den Landeskirchen empfohlen, einer Anregung des Reichsinnenministers, des Verfassungstages in den Kirchen zu gedenken, nach ihren kirchlichen Verhältnissen Folge zu geben. In einem Erlasse ersucht der evangelische Oberkirchenrat der evangelischen Kirche der altpreu- pischen Union die Konsistorien, unter Hinweis auf die Pflicht sorgfältiger Erwägung der besonderen Verhältnisse in den einzelnen Gemeinden den Geistlichen anheimzugeben, im Gottesdienst am Sonntag, den 11. August, m diesem Sinne des 10. Jahrestages der Reichs- verfaffung zu gedenken.
DasH.Spfer
Ursache des Waldenburger Unglücks noch nicht festgestellt
Waldenburg, 1. August. Die Zahl der Opfer der Bergwerkskatastrophe hat sich in der letzten Nacht, nachdem bereits gestern nachmittag ein weiterer Schwerverletzter seinen Wunden erlegen war, um 2 auf 30 vermehrt.
Wie ferner das Grubensicherheitsamt im preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe mitteilt, ist es entgegen den von einigen Zeitungen gebrachten Nachrichten noch nicht geklärt, worauf die Explosion zurückzusühren tst. Die amtliche Untersuchung wird fortgesetzt
Der leichter verletzte Berghauer Rösner macht über den Hergang des Unglücks u. a. noch folgende Angaben: »Mit meinem Kameraden Wanke und Franz, von denen Wanke bei der Explosion den Tod fand, arbeitete ich unterhalb der achten Sohle etwa 53h Meter tief unter der Erde. Die anderen 32 Kameraden arbeiteten noch tiefer, meist im Hilfsberg, als die schlagenden Wetter hereinbrachen. Es war eine Art Funkenregen ohne Knall, der plötzlich auf uns niederfiel und die ganze Oertlich- keit in Qualm hüllte. Ich rannte als einer der ersten davon und konnten noch den frischen Wetterstrom erreichen, wo ich jedoch zusam- menbrad) und das Bewußtsein verlor. Ich hatte neben Verbrennungen noch eine Gasvergiftung erlitten. Als ich durch Sauerstoff wieder zürn Bewußtsein gebracht worden war, befand ich mich im Grubenbetriebswerk."
Erschütternde Szenen spielten sich gestern den ganzen Tag über in der Leichenhalle des Knappschastslazaretts ab, wo die 24 braven Bergleute liegen, die auf so tragische Weise ums Leben gekommen sind. Herzzerreißend war es, wie Frauen und Kinder, ^Eltern und Bräute von ihren Lieben Abschied nahmen. Auf den Gesichtern der meisten Toten spiegelte sich noch der Schreck des letzten Augenblickes.
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Der Unglücköschacht bei Waldenburg
*
Die Augen
Von
Georg 0. Bayer
Meine Annemarie!
Ich habe eine seltsame Begegnung gehabt; sth habe die Nacht im Sonnenschein gesehen.
Dies gibt es, Annemarie: Leid und Freud in einem Atemzug; ein Lächeln, bei dem Tränen rinnen, ein Armebreiten, bei dem das Herz stockt...dies gibt es, Annemarie.
Ich habe an dein Blondhaar gedacht und an deine silberne Stimme, da meine Schritte mich dem Frühling entgegentrugen. Ich habe mich deiner kleinen, lieben Hand erinnert, als ein Vogel mit über den Weg flog und eine leise Melodie in den Bäumen fang. Ich habe eine helle Freude in mir gehabt, als ich die Welt im Sonnenschein hingebreitet sah, u. ich habe ein Gebet geflüstert um die Ewigkeit alles Schönen.
Das Gras hat Augen gehabt und zu mir aufgesehen, wie spielende Kinder, so froh. Ein Baum hat mit mit hundert grünen Aestcn zugewinkt, und ein schmaler Bach fang in mein Ohr ein zartes Liebeslied.
M schritt in den Frühling hinein und backte an dich.
Annemarie, ich hätte gern meinen Ann um deine Hüfte gelegt; ich hätte gern deinen Worten gelauscht und mit dir dem Vogel nachge- sehen, der über das Land mit stillem Flügelschlag strich... und wollte, mein Schritt hätten anderswohin geführt.
Er stockte vor einem Garten, und darin hatte der Frühling tausend Farben über die Beete gestreut. Er leuchtete in bunter Pracht, und der Dust der Blüten zittette wie eine Wolle über ihm Ein Häuschen, grün um- rankt, mit rotem Ziegeldach, Üand inmitten und war wie eine selige Insel im bunten Blütenreich anzusehen. Das Dach sprang um ein weniges vor, und darunter stand, gleich neben der Tür, an die Wand eine Bank ge
schmiegt. Ans ihr saß einer mit Hellem Haar großen, blauen Augen, und feine Rechte koste das Fell eines Hundes, der zu seinen Füßen lag.
ES war ein ruhesames Bild, Annemarie, und so stockte mein Fuß.
Ich rief einen frohen Gruß über den Zaun und tat eine Frage nach dem Weg: wohin die Straße gravaus führe?
Der Blonde auf der Bank hob die Hand: »Beim Hang biegt der Pfad nach links. Dort geht!"
Ich wandte mich zum Gehen. Da hielt mich der Blick des Monden auf
Ich weiß nicht, Annemarie, ob du einmal dich über ein Kiwd gebeugt und lang in seinem Auge geforscht hast. Es liegen tausend Wunder drin und Märchen. Sie spiegeln Wald und Sonne,Wtnter und Frühling, und sie sino leuchtender als alle Sterne, die der Himmel nächtlich ansteckt
Annemarie, solche Augen hatte der Mann auf der Bank. Kinderaugen mit tausend Märchen. Noch nie sah ich bei Erwachsenen solche Augen, groß und verträumt!
»Euer Gatten ist schön!" sagte ich über den Zaun. »Man könnte ihn Euch neiden!"
Er lächelte ein wenig und strich zättlich über des Hundes Fell.
»Ich habe ihn lieb, meinen Garten, Herr!"
Er dantt es Euch auf seltene Art!"
Er schien erstaunt. »Verzeiht---'
»Eure Augen sind wie seine Blüten: blau und groß."
Das kleine Lächeln von vorhin glitt über sein Antlitz Seine Stimme war leiser, da er sagte:
»Ja, mein Gatten!"
Er erhob sich von seinem Platz, und ich soh, daß er den Hund an der Leine hielt
Der Hund schritt langsam den Weg zwt- scheu den Beeten hinab, und der Blonde ging hinterdrein. Sein Schritt aber...
Seine Hand...
Annematte, ich habe die Rocht stn Sonnenschein gesehen!
Der Mann dort im Gatten, der Blonde mit den flohen, großen, blauen ftinberg^en ... Annemarie...
Der Hund, Annemarie, führte einen Blinden!
Dies alles birgt die Welt, Annemarie!
Bayreuther Vorbereitungen zum „Tannhäuser"
Obwohl erst in Jahresfrist das Bayreuther Festspielhaus wieder seine Pforten öffnen wird, sind schon jetzt die Vorbereitungsarbeiten voll im Gange. Techniker und Handwerker überholen die technischen Einrichtungen; in den Schneiderwerkstätten ist man fleißig mit der Herstellung der neuen Kostüme für die Statisten und die Komparserie sowie den Chor zu „Tannhäuser" beschäftigt. Auch ein Schuhmacher- meister hat feine Werkstatt im Festspielhaus aufgeschlagen, um stilgerechtes Schuhzeng für die Hunderte des Landgrafengefolges anzufertigen. Oberleitung für alles Kostümliche hat wieder die Stiefschwester Siegfried Wagners, Daniela Thodes.
Seit kurzem ist auch das riesige Tor an der Hinterwand des Bühnenhauses aufgetan, und man/sieht Schreiner und Bühnenmaler gleichfalls für den „Tannhäuser" arbeiten. Sie richten sich dabei nach den Szenerien des Bühnenbildners Kutt Söhnlein, der wiederum nach Angaben Siegflied Wagners gearbeitet hat. Auch der Obermaschinettedirektor Friedrich Kranich ist in Bayreuth eingetroffen.
Richard Wagner hat niemals eine in seinem Sinn stilgerechte Aufführung seines „Tannhäuser" erlebt, obwohl gerade dieses Werk, wie sich aus seinen Briesen an König Ludwig n. ergibt, ihm besonders am Herzen lag. Da auch Siegflied Wagner den „Tannhäuser" besonders liebt, darf man der Wiederaufnahme in den Bayreuther Spielplan, nach der letzten Aufführung 1904, mit Spannung entgegensehen.
„Tannhäuser" wird die Reihe der Aufführungen 1930 eröffnen und ist für den 22. Juli
sowie mehrere Augusttage angesetzt. In der Venusberg-Szene wirkt die Tanzschule Laban mit Die musikalische Leitung hat der Dirigent der Mailänder Scala Toscanini erhalten. Die Spielleitung liegt für alle Werke des Spielplans bei Siegfried Wagner. Toscanini dirigiert außerdem den Tristan, Muck den Parstval. Der Spielplan enthält ferner zwei zyklische Aufführungen des Ringes vom 26. bis 31. Juli und vom 14. bis 19. August, von denen eine Siegfried Wagner dirigiert
Aus Runst und wissen
•* Dürer-Kopien für das Nürnberger Burgmuseum. In dem auf der Nürnberger Burg einzurichtenden Museum soll auch ein Albrecht Dürer-Ehrensaal geschaffen werden, für den die Stadt Nürnberg bereits zahlreiche Kopien nach Dürerschen Originalen von Nürnberger Künstlern anfertigen liefe. Der in Madrid lebende deutsche Maler Hans O. Poppel- reuter wurde beauftragt, die herrlichen Tafelbilder mit den Figuren von Adam und Eva aus dem Jahre 1507 im Prado-Museum in Madrid zu kopieren, der spanische Kopist Maler Nnnnez das berühmte Selbstbildnis vom Jahre 1498 und andere Werke. Oberbürgermeister Luppe hat auch Schritte unternommen, um Kopien nach den im Metropolitan-Museum in Newyork verwahrten Dürer- Blldern zu erhalten.
** Neue Arbeiter-Musik. In dem vom Sozialistischen Kultur-Bund ausgeschriebenen Preisausschreiben wurde mit einem halben Ersten Preise von 1500 Rm. die Sinfonie „Hammerwerk" von Hermann Wunsch, Ber- lin, ausgezeichnet Weiterhin wurden die Werke: „19. November" von Berthold Goldschmidt, Darmstadt. „Rom 1928" von Karl Hermann Pillney, Köln a. Rh , zur Aufführung empfohlen. Dem Preisrichterkollegium gehörten an: Dr. Alfred Einstein, Pros. Dr. Georg Schünemann, Pros. Paul Hindemith, Hermann Scherchen und Prof. Walter Gmeiudl.