feiner Einigung fühl der ursprüngliche P die Vorlage noch in 1
Kriegsteilnehmerverbänbe unterliegen dem ständige.
im
Der Kampf um die Vorbehalte
verwirrt und gut „ niemand mehr Weitz, könnte. Im Laufe der letzten Woche haben
Keine Verwaltungsreform in Bayern
England prüft -en Voungplan
London. 5. Juli.
Amerikas ^Unannehmbar"
Newyork, 5. Juli.
Wie aus Washington gemeldet wird, bezeichnen die amerikanischen Regierungskreise den Be- schlutz des Finanzausschusses b» ranzöfischen Sammer bezüglich Einfügung Vorbehalten die daS Rasitiziernngsgesetz für das Mellon- Berenger-Abkommen aus den bereits angeführten Gründen als unannehmbar für die Washingtoner Regierung.
fast alle politischen Parteien aus taktischen und anderen Gründen ihre politische Haltung in der Schuldenfrage geändert.
am 11. Juli erneut in Frage steht, vorherzn- sagen. Angesichts der Fieberluft, die in den L-andelgängen der Kammer weht, hat Poin- care gleiche Aussichten, als Sieger oder Besiegter aus dem Kampf um die Ratifizierung hervorzugehen.
Koalitionsparteien in Verbindung gesetzt, um festzustellen, ob für ihre Pläne eine Mehrbett zu finden ist. Donnerstag fanden unter den Koalitionsparteien Besprechungen statt, die zu ‘"irten. Infolgedessen kann !laa der Staatsregierung,
W. P. Vergessen! In diesem Wort liegt das Schicksal der deutschen Bewohner des Hult- schirrer Ländchens, jenes aus dem oberfchle- fischen Kreise Ratibor herausgeriffenen Stückes deutschen Landes, das ohne Volksabstimmung durch den Versailler Vertrag dem tschechischen Staate überantwortet wurde. Vergessen von denen im Reich, von keinem mit aufmuntern- dem Zuspruch gestärkt, der Liebe beraubt, die den anderen Trägern gleich schweren Leides zuflietzt — so gehen die Hultschiner ihren Weg, der nur ein Ziel kennt: Das Hultschiner Ländchen für alle Zukunst dem Deutschtum zu erhalten.
Sie leiden unter dem Schicksal deS Der- gesfenseins, diese Deutschen des Hultschiner Ländchens! Ihre Augen leuchten auf, wenn sie hören, datz endlich einmal jemand von jenseitS der neuen Grenze zu ihnen kommt, sie öffnen dem Gaste schnell ihre Herzen, sie beweisen ihm, daß sie echtdeutsche Gastfreundschaft zu üben nicht verlernt haben. Und während der Bauer die Gläser mit dem selbstbereiteten Slibowitz, einer Art Zwetschenwasser, füllt, rührt Frau Hanka, die Bäuerin, das Feuer auf dem Herde und deckt geschäftig den Kaffee- itsch. Sie sprechen nichr viel von dem, was sie bedrückt, aber voll Stolz führen sie den Besucher durch die wohlbestellten Felder, die im fastigen Grün prangenden Wiesen und die ertragreichen Wälder. Und wie von ungefähr ergibt es sich, daß der Spaziergang auf dem von Linden umrahmten Festplatz endet, wo die Jugend des deutschen Sportvereins den Sonntagnachmittag zu einem Spielfest nutzt. Gerade marschiert der Festzug, von Reitern eröffnet, ein, und vielfaches „veil* klingt als Gruß und Gegengrutz.
333 Ouadratstlometer mit 48 000 Menschen sind am 4. Februar 1920 der Tschechoslowakei zugewiesen worden. Gewiß, diese Wunde, die uns damit geschlagen wurde, erscheint unbedeutend, wenn man an die Gesamtverluste, die Deutschland durch das Versailler Diktat erlitt, denkt. Aber die Wunde ging tief; das benach-
Rücktritt des porlugieflfchen Kabinetts
London, 5. Juli Die portugiesische Regierung hat nach Lissaboner Meldungen am Donnerstag dem Präsidenten der Republik General Carmona ihr Rücktrittsgesuch ringe« reicht. Das Rücktrittsgesuch wurde angenommen. Der Präsident hat Verhandlungen für b*e Neubildung einer Regierung eingeleitet.
und Ländern".
In der Frage der Reichsreform werden lnc am heutigen Freitag tagenden Unterausschüsse, deren Beratungen für die zukünftige Arbeit der Länderkonferenz von großer Bedeutung find, vom Reichsinnenminister Severing in ihrer Arbeit geleitet.
Severing hat die feste Abstcht, diese Beratungen zu einem ftst umriffenen Ergebnis zu bringen. Wie verlautet, will er die wichtigsten Thesen zur Abstimmung stellen, damit endlich eine klare Linie geschaffen wird. Er geht dabei von der Borausfetzung aus, daß sich etwa auf der Linie Brecht—Koch-Weser eine Formel ergeben wird, die im Sinne eines gemäßigten UnimrismuS liegt.
Der „Daily Telegraph* schreibt, die britische Regierung werde für den Fall, daß auch während dieser Woche eine Einigung mit Paris unmöglich sein sollte, im Hinblick auf die Bestimmungen des Koungplanes, daß die Kosten für die Besatzung am 1. September von den Besatzungsmächten selbst getragen werden müssen, in eine eingehende sachliche Prüfung des ganzen Planes eintreten. Im Augenblicke Paris, 5. Juli. SflaAhem k>», I hofft man in englischen Regierungskreisen,
Beratung derHLnzkLiisston Über Satt" L
_ _ ... der gegenwärtigen Session
im Landtage einzubringen, nicht durchgeführt werden. Die Staatsregierung wird vielmehr von der Einbringung einer Vorlage über die Staatsvereinfachung absehen. Somit wird die bäuerische BerwaltungSreform einftoeilen nicht zustandekommen.
Feiern am Verfassungstag
Berlin, 5. Juli.
Wie bereits in den früheren Jahren, so hat diesmal bei der 10. Wiederkehr des Verfassungstages die Reichsregierung besondere Anordnungen für die Veranstaltung von amtlichen Feierlichkeiten ergehen lassen. Zunächst soll am Verfassungstage allgemein geflaggt werden. Außerdem haben sich die Leiter der Retchsbehörden weitgehend, mindestens in allen größeren Orten, mit den Landes- und Gemeindebehörden in Verbindung zu setzen, um amtliche Feiern zu veranstalten. Eine ganze Reihe von Landesregierungen, darunter Preu- tzen, hat bereits die entsprechenden Anordnungen erlassen. In den Schulen soll des Verfassungstages besonders gedacht werden. Dle Reichsregierung hat in diesem Jahre den Landesregierungen die Verteilung einer Schul- Prämie vorgeschlagen; jede Schule im Reiche soll ein Gedenkbuch an die Schüler verteilen Dazu ist eine Festschrift von der Reichszentrale für Heimatdienst ausgearbeitet worden. Für die Feiern in der ReichShauptstadt ist ein umfangreiches Programm vorgesehen.
Berlin, 5. Juli. (Eig. Drahtbericht.) Dem bayerischen Landtag sollte die Ausgabe oblie- & demnächst eine Vorlage über die Verein- ng der Staatsverwaltung zu verabschieden. Die Regierung hatte sich zunächst mit den
! I barte Oberschlesien, vor allem die Stadt 3tati- ° ”°r; -*2.bet heute noch unter der Wegnahme - I dieses wichtigen Hinterlandes, und ebenso ist ’ wirtschaftliche Kraft des Hultschiner Länd- 1 wens durch die Ausschaltung des früheren i Verkehrs- und Wirtschaftszentrums Ratibor 1 I empfindlich geschwächt worden.
' Der Tscheche arbeitet mit anderen Methoden als der Pole, er arbeitet vorsichtiger, u.i- I auffälliger als fein slawischer Genosse. Aber das Ziel ist hier wie dort das gleiche: Unter- druckung de« Deutschtums. Und vielleicht sind die tschechischen Methoden, gerade weil sie im
I AK?*" wirken, die gefährlicheren! Vor den I Veztrksvertreterwahlen im vorigen Jahre nah- men die Tschechen — ein Musterbeispiel ihrer raffinierten Taktik — eine Teilung des Länd- ; chens vor. Zwölf Gemeinden wurden aus
I dem Hultschiner Ländchen herausgenommen und dem Troppauer Bezirke zugeschlagen, wäh-
I rend durch Uebernahme mehrerer erztschechischer Gemeinden des ehemaligen Oesterreichs der neue „Hultschiner Bezirk* gebildet wurde.
I Manöver also, durch das der angebliche tschechische Charakter des Hultschiner Ländchens vorgeführt werden sollte. Und doch ging die Rechnung nicht auf! Zur große.. sJih.memii?- der tschechischen Regierungsstellen wählten im HulMner Bezirk 10 622 Personen deutsch und nur 7047 tschechisch. 60 Prozent deutschen Stimmen standen also 40 Prozent tschechische
I stimmen gegenüber. Und nimmt man noch 12 aus dem Ländchen herauSgenommenen Gemeinden hinzu, dann wird jeder, aber auch
I jeder Zweifel an dem deutschen Charakter des Landes genommen. Denn in diesen 12 Gemeinden kamen noch 3399 deutsche Stimmen zusammen, während die tschechischen Listen nur 1o68 Stimmen erreichten. Zugleich korrigierten diese Wahlergebnisse aber auch wieder einmal sehr eindrucksvoll jene Volkszählung deS Jahres 1921, nach der angeblich nur 19,8 Pro- zent der Hultschiner Bevölkerung deutsch sein sollten. Mit welchen Druckmitteln die tschechi- scheu Komissare damals gearbeitet haben, soll heute nicht mehr im einzelnen untersucht wer-
I den. Jedenfalls haben aber die tschechischen Regierungsstellen mit diesen keineswegs ein- wandfreien Resultaten der Volkszählung operiert, um den Hultschinern selbst die Rechte,
I die den Deutschen in den übrigen tschechoslo- I wakischen Gebieten eingeräumt wurden, mit I einem Schein des Rechtes vorzuenthalten.
So steht das Hultschiner Ländchen heute I noch unter dem Ausnahmegesetz, das sich vor I allem in zweierlei Hinsicht nachteilig auswirktr Das Deutsche hat als Verwaltungssprache bisher keine Anerkennung gefunden, und deutsche I Privatschulen dürfen im Ländchen nicht errich- I tet werden. Neben diesen Maßnahmen, die den I Bemühungen der Hultschiner um Erhaltung ihres DeuffchtumS entgegenwirken sollen, be- I treiben die Tscheschen aber auch eine sehr aktive Tschechisterungspolitik. Für die Neueinrich- | tung tschechischer Schulen sind Kronen stets I vorhanden. So ist in der Stadt Hultschin ein großes, mustergültig eingerichtetes Gymnasium errichtet worden; das alte Eichendorff-Schloß in Dffch. Krawarn beherbergt heute eine tsche- cküsche Landwirtschaftsschule. Aber auch das Wirtschaftsleben steht, wie die Zerschlagung der großen deuffchen Wirtschaften ober die Verdrängung der deutschen Bergleute aus den Petershosener Kohlenbergwerken zeigt, völlig im Zeichen der Tschechisierungsversuche.
Trotzdem kämpfen die deutschen Bewohner des Hulffchiner LändchenS unentwegt den Kampf um ihr Deutschtum fort Sie spare» sich das Geld vom Munde ab, um für den HauSunterricht deutsche Privatlehrer halten zu können. Sie schassen sich Autobusse cm, um die Buben und Mädel jeden Tag nach Troppau in die deutschen SckuMaflen bringen zu können. Sie gründen Büchereien, wirtschaftlich« Organisationen, kulturelle und sportliche Verbände, um aus diesem Zusammenschluß neue Kraft zur Erfüllung ihrer schweren Lebensaufgabe zu gewinnen. Als nächste Ziele ihrer Arbeit schwebt ihnen zweierlei vor: Einmal Aufhebung deS Ausnahmegesetzes und damit Einräumung der gleichen Rechte, die der tschechische Staat den anderen deutschen Volksteilen zugestanden hat, und bann Verkündigung eines Volkszählungsgesetzes, das einen
Paris, 5. Juli In den gestrigen Abend- punven hielt man in den parlamentarischen Regierungskrise mehr und mehr kUr «ahrscheiilich Man sprich, in den Wan beigangen der Kammer bereits davon, daß »ach dem Sturz des Kabinetts Poincarö ein bedeuiend starker nach links orientiertes Kon- zentralions-Kabinett gebildet werde, dem zahlreiche radikale Minister angehören würden S3" ^".iesi'gen Ministern würden vor allem Bonnesous und Tard ieu aus scheiden.
S°"Anttationskabinett ^älte bie Ausgabe »4 schwebenden Rachkriegsprobleme einer cnbgulttgen Liquidierung entgegenzuführen.
I^tne Bcziangung dieser Gerüchte glaubt man m den Erklärungen sehen zu dürfen, die H"riot gestern abend in den Wandelgän- gei abgafc. Die Radikalen, fo sagte Herriot, [e‘enJn‘f?erfl unzufrieden mit der ausweichen ben Antwort, die Briand den Mitgliedern der Nutzenpolttifchen Kommission auf ihre auf die bezüglichen Fragen erteilt h"be. Sie hatten von Briand in dieser Frage '6r«nfr-i*0erÄitOni"!e”bcre $aItunfl erwartet.
"nm seinen guten Willen bewei- 6aS Rheinland räume, ohne bie Erledigung der mit dem Inkrafttreten des xloungvlanes zusammenhängende,! Formalitäten abzuwarten.
In Frankreich haben die Rechtsparteien offen- bat eine unbeschreibliche Ziel- und Zusammen- hanglostgkeit. So befürchtet man immer noch einen neuen Umfall. Reidel sucht em demokratisches Zusammengehen zu erzielen, während in der Maringruppe der lothringische Abgeordnete Wendel bie Führung bet Lpo- sition übernommen hat. Die Vertretet brr * ' — *' * - • Parlament
„ stäildigen Drucke dieser Vereinigung, bie seit einigen Woche» fast bie
Klare Linie der Reichsresorm!
Eigener Drahtbericht.
fizierung der Schulbenabkommen ber Berichl- r»ch eingehend darüber geäußert hatte, welche Form man den mit dem Ratisizie- tungSgesetz zu verknüpfenden Vorbehalten geben könne, schlug ber rabitale Abgeordnete Pal- mabe einen Text vor, ber dem von der radikalen Ftaktton gefaßten Beschluß entspricht. Dieser Vorschlag geht soweit, daß bie Vorbehalte in de» einzigen Artikel des RatifizietungsgesetzeS aufgenommen werden sollen.
Die Kommission nahm diese» Antrag mit 17 «ege» 16 Stimmen bei 7 Enthaltungen an. Darauf legte PiStri fein Amt als Berichterstatter nieder; übernahm es aber schließlich auf dringende Bitten wieder.
Die innenpolittsche Lage in Frankreich hat sich durch den Streit um Die Sck>ulden-Ratisi- zierung im Laufe des Donnerst!
Rolle einer Rebenrrgierung
spielen. Unter diesen Umständen ist es äugen» blicklich unmöglich, etwas über den Ausgang der großen Kammeraussprache, deren Beginn
e J?-eA v^nersiag Derart I stehen die Fragenkreise „Organisation der Län- K wie sie^enkwirn werden der und Einslutz ^ Länder aus das
— " , I „Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Reich
Vergeffenes deutsches Land
Reifeeindrücke aus dem Hultschiner Land.
Sturm gegen Poineare
Scharfe Zuspitzung der innerpolMschen Lage in Frankreich
Da PoincarL bekanntlich nachdrücklich gegen die Einbeziehung ber Vorbehalte aufgetreten ist, würbe sich schon aus blefem Punkte ein Grund für eine Regierungskrise herleiten lassen.
Völliges Durcheinander
Paris, 5. Juli.
Innerhalb der sozialistischen Partei, die feiiher für Stimmenthaltung war. haben nunmehr Renaubel und Paul-Boncour, ber für bas Abgeben von Rein-Zetteln ist, den Sieg baDongetragen. Dadurch eröffnen sich bet einem etwaigen Ausdruck der fchleichenden Kabinettkrise
in stärkstem Matze Aussichten für ein Linkskabinett.
Linkskabinett in Sicht?
(Eigene Drahtmeldung).
Berlin, 5. Juli.
Die Unterausschüsse deS BerfaffungsauS- schusses der Länderkonferenz find heute unter Vorsitz des Reichsministers des Innern zusammengetreten. Im Mittelpunkt der Beratungen
Freitag, 5. Z«N 1929
Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig. 19. Jahrgang
Nummer 156 EinittkPreiS: Wochentags 10 Pfennig.
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BÄW Ä A Jbr J®. Jfbei Äfteüana 86 4). RechnnngSbettäge tnnerdalb *e Ktfrttafeü oder durch fterntvrecher anigegebene» Äneeigen «-.SlStze tarnt nW 0-Etteri werden ftftr «meinen mit i tiA. Vrozcui Aufschlag. Postscheckkonto Krankfutt a. M. 6380.
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Kasseler Abendzettnng «M Sesfische Abendzeitung
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