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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abend^eituna

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Hessische Abendzeitung

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Stummer 144 Einzelpreis: Wochentags Il> Pfenuig. Freitag, 21. Z««i 1929 EimtelpreiS: Sonntags 20 Pfennig. 19. Zahraang

Ein Getvalt-Expoft Poincarts

Maedonalö sucht Moskaus Hand Bilder aus der Hungerprovinz

Wenn man Minister ist

Von Dr. Paul Rohrbach.

Eine höchst glückliche Lösung, geeignet, das Ansehen des Völkerbundes zu erhöhen" so lautete das amtliche englische Votum zu dem Ratsbeschluß in Madrid, der, bis aus einige unwichtige Punkte, einer Köpfung des deut­schen Antrages auf Reform des Minderhei­tenrechtes gleichkam. Nun hat aber ein Lon- doner, weitverbreitetes Blatt, einen Artikel Macdonalds veröffentlicht, in dem das Recht der Minderheiten aufs wärmste vertreten wird und der viel weiter geht, als die deutschen Vorschläge, deren Ablehnung derselbe -Macdonald eben in Madrid als eine »höchst glückliche Lösung" bezeichnen ließ. In Mac­donalds Artikel heißt es: Fälle, wie die des Elsaß und des Saargebietes dürften bei einer Betrachtung des Minderheitenproblems nicht unberücksichtigt bleiben; die Friedensverträge hätten Italien einen deutschen und einen sla- vischen Bevölkerungsteil gegeben, die man durch jede mögliche Art von Unterdrückung zu italienisieren suche; es sei ein großes Unglück, daß die Kontrollrechte des Völkerbundes be­züglich der Minderheiten nicht auch aus Ita­lien angewandt würden; ein ständiger Min- 'derheitenausschuß solle beim Völkerbund ern- gesetzt werden. Zum Schluß wird Stresemann für seine Aktion Glück gewünscht.

Man kann sich das Aufsehen denken, das dieser Artikel vor allem in Frankreich, in Italien und in Jugoslawen gemacht hat. Mac­donald hat dazu erklärt, er habe ihn vor meh­reren Monaten für eine Zeitunasagenmr ge- schrieben, es sei nicht beabsichtigt gewesen und es fei keine Ermächtigung erfolgt, daß er jetzt veröffentlicht würde! Das ift eine lahme und verlegene Erklärung, aus der man sieht, wie wenig für den Premierminister Macdonald die Meinung des früheren Abgeordneten und Führers der Arbeiterpartei Macdonald bedeu­tet. Es gibt wenig Beispiele für eine so ra- dikale Aenderung des Standpunk­tes im Laufe so kurzer Zeit für einen ver­antwortlichen Staatsmann vom Range eines englischen Premierministers und eine stärkere Warnung vor irgend welchen deutschen Hoff­nungen auf den Regierungswechsel in England kann es nicht geben. Man erkennt aus diesem Vorfall, eine wie wenig starke Persönlichkeit Macdonald ist und wie wenig Wider- ?a n d S k r a f t gegen Beeinflussungen von an- erer Seite er besitzt. Der Franzose Briand, dessen innere Gegnerschaft gegen die Anerken­nung irgend welcher deutscher Rechte und An­sprüche der des Herrn Poincars in der Sache nichts nachgibt, hat vor seiner Abreise aus Madrid den Vertretern der spanischen Presse ohne Wimperzucken von einer Abnahme der deutsch-französischen Spannung und einem Er­löschen des Grolls gesprochen. Dies ist die Melodie, die jetzt auf der französischen Seite gespielt werden wird. Kritik an der Tribut­regelung und an der Vergewaltigung der Minderheiten, die es in Deutschland auch gibt; denunziert man als Chauvinismus, als Ge­fährdung des allgemeinen europäischen Frie­denswillens, und man bringt dem englischen Premierminister die Meinung bei, alles werde in Ordnung kommen, wenn es nur zwischen Frankreich und England beim alten bliebe.

Macdonald hat nach seiner Regierungs­übernahme drei besonders wichtige Punkte außenpolitischer Natur als zu feinem Pro­gramm gehörig bezeichnet: die Wiederherstel­lung der diplomatischen Beziehungen zu Ruß­land, die Verständigung mit Amerika über die Flottenrüstung und die Befreiung des Rhein­landes. Bei dem ersten Punkte dürsten die Li- beralen mitgehen. Der zweite Punkt wird sich auch erledigen lassen, da Frankreich, wenn seine Landrüstung unangetastet bietet, keinen Widerspruch erheben wird. Beim dritten aber ist Frankreichs Zustimmung nötig, und diese wird nicht umsonst zu haben sein. Dte französische Forderung geht, abgesehen von dem Versuch weiterer finanzpoltltscher Pres­sionen, darauf, daß auch über die ursprüng­liche 15jährige Besatzungsfrist hinaus alliierte <b h französisches militärische Kontroll­stellen im Rheinland erhalten bleiben: m dem Sinn, daß neue deutsche Eisenbahnbauten, Brücken, Lade Vorrichtungen, Flug, und spori- plätze, Wegeanlagen u'w erst der franzosi- scheu Genehmigung bedürfen sollen. Nicht «e- Niger liegt den Franzosen daran, daß ihre -Industriespionage, die. letzt unter der Militärkontrolle versteckten Büros im Rhein­land behalten kann. Auf diese «.inge elnzuge- hen, ift für Deutschland nicht möglich. Äac- donald aber müßte, wenn er wer den Fran, rosen entgegentreten will, fähig und entschlos- fen sein, das englische Politische System gegen- über Frankreich zu andern. Daß er da, tun wird, ist nach der eben abgelegte« Probe w e- nia wahrscheinlich.----

Cine Reise des Grauens in China

London, 21. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Oberst Ranchner gibt nach seiner Erkundungs­reise durch das chinesische Hungergebiet dem Roten Kreuz ein furchtbares Bild der Lage Danach find dort die Landstraßen für Karawa­nen unbenutzbar, da die Straßen mit Lei­chen übersät find. Die Führer der Kara­wane Ranchners waren in vielen Fällen ge- zwui.gen, diese teils in heftigen Kämpfen gegen die Angriffe von Banden zu schützen. Oberst Ranchner erreichte L a n t s ch e u, wo nahezu die gesamte Bevölkerung verhungert ist. Die Zahl der Hungernden könne auch nicht an­nähernd angegeben werden.

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R-efenbrand im Laoeidaus

Malmö, 21. Juni. (Eigener Funkdienst). Beim Brand eines Lagerhauses boten Papier. Oele usw. den Flammen reiche Nahrung. In wenigen Minuten war das Gebäude, das ein ganzes Stratzenviertes einnimmt, ein Flam­menmeer. U. a. verbrannten fünfundzwanzig Automobile. Durch Fnnkenflug gerieten auch Rachbargebäude in Brand. Eine r i n- stürzendeMauer brachte fünf Feuerwehr­leute in ernste Gefahr. Sie mutzten in einem |

brennenden Hause Zuflucht suchen, kamen fe- doch ohne größeren Schaden davon. Der Säptden geht in die Millionen.

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Schiffbtucd im ©etoltterfturm

London, 21. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Ein portugiesischer Kutter ist zwischen den Ka­narischen Inseln und San Joan Ribira in einen schweren Gewittersturm geraten und Ae- fünfen. El f Passagiere ertranken, wäh­rend neun von einem Kanonenboot gerettet wurden. Zwei werden noch vermißt.

1OO Tote beim Hofptta,brand

Hongkong, 1. Juni. (Funkdienst.) In Äon­ton wurde ein Hospital durch Explosion und daraus entstehendes Feuer vollkommen eilige» äschert. Es find hundert Tote zu beklagen, unter denen sich auch die dreißig Kran- ken des Hospitals befinden.

halb der nächsten Wochen die Zurückziehung nicht nur der britiscben. sondern auch »er sran- zöstschen und der belgischen Truppen möglich wird wird ein Aufschub von einigen Wochen der Mühe wen sein. Der sakultatt- ven Schiedsklausel wünscht die Regierung so bald als möglich zuzustimmen, wenn auch zu­nächst oie Tounnons betragt werden müssen.

Moskau, 21. Juni. (Eigener Drahtbericht ) DerPrawda" zusolge verzögert Macdonald die Wiederausnahme der Beziehungen zu Ruß­land deswegen, weil er einen Konflikt mit Den Finanzkreisen der City vermeiden möchte, wo­durch unter Umständen die Verhandlungen über denArbeitsfrieden* gestört werden könn­ten. Gleichzeitig üben angeblich Poincars und Hoover einen starken Druck auf Macdonald aus, um ihn von einer Wiederaufnahme der englisch-russischen Beziehungen zurückzuhalten.

Macdonais Reife noch U.S.A.

Washington, 21. Juni (Funkdienst.) Gut informierte Kreise rechnen mit größter Be­stimmtheit mit dem Eintreffen MacoonaidS zur Seeabrüstungskonferenz. Staatssekretär Stimson hate mit dem britischen Botschafter Sir Esme Howard eine Unterredung betref­fend die Londoner Rede. Sie weigerten sich jedoch, dieselben zu kommentieren.

AplomaiMonferenz und Räumung

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Poincare macht die Apposition mürbe

habe geschlagen.

lasse aber dem Parlament freie Hand.

Washington, sondern auch tn der lieberem- stimmung der Moratorien und TranSferbe-

Auch Englands Studenten fkandalieren

Uebereinftimmung mit dem gegenwärtigen Entspannungss. und Bersöhnungswillen der Völker fein werd«. Die Stunde der Räumung

Druck zu widerstehen. Auch sei man sich in Eng­land über die Ratifizierung des Youngplanes noch nicht klar. Paris und Berlin seien bemüht, die Konferenz möglichst vor dem 15. Juli abzu­halten. DaS würde dem englischen Kabinett kaum mehr als drei Wochen Zeit geben, sich über seine Haltung schlüssig zu werden. Den Begründungen und der Entschlossenheit Poin-

AuflSsung der Armee Fengs

Nanking will seine Macht brechen.

Peking, 21. Juni. Privattelegramm). Ein Aufruf der Kuomingtang sagt den Truppen der Feng-Armee bei ihrer Unterwerfung unter die Ranking-Armee Straflosigkeit zu. Schon fetzt werden Maßnahmen für die R e u Einleitung der Feng-Truppen getroffen. Ferner wird gemeldet, datz die Nanking-Regie­rung bereits über eine halbe Million Solda­ten, die gegen Feng's eingewechselt werden sollen, verfügt. Außerdem habe Tschiangkeitschek eine Konferenz der Truppenführer zur Aus- arbcitung des Feldzuzsplanes gegen Feng ein- berufen.

Polizei bändigt sie mit Gummiknüppeln.

London, 21. Juni. (Eigener Drahtbericht.) In Westminster versuchten gestern abend etwa dreihundert Studenten der medizinischen Fa­kultät, die mit Sandsäcken, Stinkbomben, Ra- dauinstrurnenten usw. ausgerüstet waren, die Jahresversammlung der Vereinigung zur Auf­hebung der Vivisektion zu sprengen. Da die Studenten den Aufforderungen der verstärkten Polizei Widerstand entgegensetzten, ging diese mit Gummiknüppeln vor, wobei zahlreiche Stu­denten verletzt wurden. Die Ruhe konnte erst nach Vornahme vieler Verhaftungen wieder hergestellt werden.

Paris, 21. Ium. t v Poincare setzte gestern nachmitsi den lang sein Finanzexpose fort.

20 Milliarden, wovon die Hälfte an England gehen würde, lieber die Vorbehalte gegenüber England will er sich später äußern. Der An­trag der Sozialisten, die Rede einen Tag au8» zusttzen, wurde auf Poincarss Widerspruch abgelehnt.

Paris, 21. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Poincars ging bei feinem Finanzexpose vor den Kammerausschüffen auch aus die Verbin­dung von Kriegsschulden und Reparationen ein. Der Plan Houng schasse von nun an Die tatsächliche Verbindung, die er, Potncars zwi­schen den von Frankreich an die Vereinigten Staaten uno England zu leistenden Zahlun­gen und den Zahlungen, die Frankreich von Deutschland erhalten werde, herzustellen ver« sucht habe. Diese tatsächliche Verbindung be­stehe nicht nur in der völligen Uebereinstim- mung zwischen dem bedingten Teil der Uoung- schon Annuitäten und den Abmachung« ver Schuldenregelungsabkommen von London mtd

Maeöonalös nächste Ziele

Berköhnung mit Moskau. Räumung. Schiedsklausel.

London, 21. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Ein Arbeiterblatt schreibt: Die ersten Schritte zur Wteverausnahme der Beziehungen mit der Sowjetunion werden so schnell wie möglich erfolgen und nicht erst wenn eine Bereinba- rung mit Amerika erzielt ist. Eine Anerken­nung der Sowjetunion kommt nicht tn Frage, denen sie ist schon 1922 erfolgt und bleibt bestehen. Alles, was zu tun bleibt, ist die Wiederaufnahme oer diplomatischen Bezie­hungen. In der Rheinlandfrage ist die Arbei­terpartei zur möglichst baldigen Zurück­ziehung der britischen Truppen verpflichtet Da aber gute Aussichten bestehen, daß inner-

London noch nicht schlüssig

Streit mit Paris über den Konferenzort

London, 21. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Einem Blatt zufolge ist man tn maßgebenden Kreisen der Ansicht, daß die englischen Inter­essen eine sofortige Behandlung der RäumungS- frage und des Youngplanes dringend erforder­ten. Die diplomatische Aktion der übrigen Mächte könnte in manchen Fällen kaum als mit den englischen Interessen in Ueberetnstun- mung befindlich angesehen werden. Die eng­lische Regierung wünsche z. B. die Einberufung einer neuen Konferenz nach London. Potncare mache aber für einen Ort in der Sajtoet» Propaganda u. Dr. Stresemann habe eS in Pa­ris wahrscheinlich schwierig gefunden, diesem

(Eigener Funkdienst). .. nachmittag 3^ Sinn- lzexpose fort. Sie Korn- misftonsmltglieder sind buchstäblich entsetzt. Sie haben den Eindruck, daß Poinoars mit der Wucht feiner Argumente auch den letfeften Willen zum Opposition, der noch vorhanden fein könnte, zermalmen mochte. DaS gestrige Expose war wiedrum vor allem rück­blickender Art. Potncars tarn aber gleich­wohl zu Schlußfolgerungen und forderte die Ratifizierung des Schulden^lb- kommcnS. Man müsse stch wirklich völlig klar darüber fein, daß bessere Bedingungen von Amerika nicht zuerhalten sind. Der seinerzeitige Brief Cfemenceaus an Coolidge Jabe nicht den geringsten Effekt gehabt.

ibenfo auSsichtloS Ware eS. eine Sickc- rungsklaufel erlangen zu wollen. da Amerika sie auch gegenüber England, Bel­gien und Italien abgelehnt habe. Das Abkom­men gestattete im übrigen einen Zahlungs­aufschub bis zu zwei Jahren. Auch Eng land habe bereits eine gleichhohe Bezahlung gefordert wie Amerika. Folglich würden nicht ---------= -- ----- -

etwa nur zehn Milliarden Franken (400 Mil- Kimmungen. Er persönlich fei für RatisiZiv»

Honen Dollar) am 1. August von Frankreich rung deS SchuldenabkommenS durch Dekret flüssig gemacht werden müssen, sonders I lasse aber dem Parlament freie Hand.

Frieden gleichkommen.

Paris, 21. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Im .Populaire" setzt stch LSon Blum, der Vor­sitzende der sozialistischen Partei, erneut für die Räumung ein. Er schreibt, es wäre weder loyalnochanständig, die Räumung noch weiter hinauSzuschieben. _ . .

Paris, 21. Juni. (Eigener Funkdienst). In einem Artikel kommt Senator Verenger zu dem Schluß, daß die Ratifizierung der Kriegsschulden-Abkommen und die Annahme des Noungplanes als zwei Kleeblätter anzn- fehcn feien, die aber durch ein drittes, näm­lich die Rbeinlandräumung vervollständigt werden müßten. Die Besetzung müsse, nach­dem alles ritasiziert fein würde, durch ein Garantiestatut abgelöst werden, daS besser in Uebereinftimmung mit dem gegenwärtigen

Paris. 21. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Der Petit Pansten will wissen, daß die poli­tische Mächte-Konferenz in Luzern, wahrschein­lich aber auch in Ouchv bei Lausanne stattfin­den und 1012 Tage dauern werde.

Paris, 21. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Einem Blatt zufolge ist der Termin Mitte Juli für die Dirlomatenkonserenz zu früh gegriffen. Zunächst fei die Frage der Mobilifterung der deutschen Zahlungen und die Rolle der ame­rikanischen Finanz bei dieser Operation zu prü­fen. Wenn Frankreich dem guten Willen der Deutschen überantwortet werde, sei der doung- plan nichts wert. Der linksstehendeSoir" er­klärt, Poincare, der Mann der Ruhrbesetzung, könne niemals der Mann der französisch- deutschen Annäherung werden. Er werde sich niemals dazu entschlteßen, unverzüglich das Rheinland zu räumen. Das Blatt fragt, was Poincars auf der Konferenz wolle, ob er auf Umwegen die Rheinlandräumung bekämpfen oder von Seb mutigen abhängig machen wolle, was unbedingt zu einer Verzögerung führen müßte. Die Aufrechterhaltung der Besatzung würde einem Verbrechen gegen den