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jn Felsberg lagen die Freunde der Heimat

Die rNitgliederverfammlung-es Hefsifch-wal-eckischen Gebirgsvereins in-er atten Burgstädt Lin großer Tag -es Mimnergefanges in Fritzlar: Gausangerfest un- Doppeljubiläum

18491929

SOjähriges JubUäum derLiedertafel" in Fritzlar

Die Gründung der Liedertafel erfolgte am IS. November 1849; worüber die Chronik be« richtet: Ws Gründer des Gestmgvereins be. lärmten sich durch Unterschrift: Stemmey, Als­feld, B. Ludwig, Klöckner, F. Leibecke, Senger Kroppen, Pulte jun., C. H Bm:diger, Schlotchauer, Bonati, Telfemeter, Frank, PfeU Moritz, Mark, S. Weinstein, F. Trautenberz, Wlumnau, Pf. Dietrich, G. Kratger, A. Kliff- piüüer und Fenner. Der erste Vorstand fetzte sich zusammen: Direktor Frank, Vizemiekto-. Dretrich, Dirigent Pful, Sekretär Fenner, Kas- Verer Lonati. . ,

F So ward vor 80 Jahren die Liedertafel ms Leben gerufen, die in all' diesen langen Jah­ren hervorragend., an der Pflege des Ge>an- aes gearbeitet u. durch die ver,chiedensten Fesi- lichkeiten mich einen Beweis bester Geselligkeit an de« Tag gelegt hat. In einer stürmischen «eit gegründet, in der auch an der Eder frer- heitlL Winde wehten, hat die Liedertafel es verstanden, geraden Weg zu gehen und beson­ders in den ersten 25 Jabren ihres Bestehens manchen Kamps ausgefochten und manche An­feindung überstehen müssen.

Zu einer «roßen Kundgebung gestaltete stch das 50. Stistungssest am 11. und 12. 11. 1899, als der Liedertafel der goldene Bannerkran; verliehe« wurde. Der Kreisanzeiger Fritzlars vom 11. November 1899 widmete dem ^ubel- verein herzliche Festgrütze.

Das golden« Jubelfest zeugte von der Sei- vungssählgkeit des Vereins sowohl in künstle­rischer Hinfichi, als auch in der hohen Pflege «esellschaftlicher Beziehungen. Reichster Flag- genschmuck der Stadt bewies Vie herzliche Fest' teilnähme der Bürgerschaft.

Die nachfolgenden Jahre verliefen in der rühm- und liebevollen Pflege der deutschen Volkslieder. Freudig folgten eine Anzahl Sänger Bem Mrs des Vaterlandes in den gro- Hen Weltkrieg, von denen viele den Heldentod aus Feindesbode« erlitten. Rach dem Welt­kriege kehrte wieder reges Leben in die Rei­he« der Sänger zurück und unter der vorzüg. lrchen Leitung des Dirigenten, Lehrer Wnter. gelangte der Verein zu alter Stärke.

Im Jahre 1924 sand das 75. Stistungssest der Liedertafel im engen Kreise statt. Infol­ge Fortzuges des rührigen Dirigenten Winter tott Neubesetzung des Dirigentenpostens er­forderlich Seit 1924 ist Konrektor Behring Chormeister der Liedertafel. Uhrmacher L- Durchart feitet feit 1915 den Verein als um­sichtiger erster Vorsitzender. Schlossermeister H. Janson hat bereits seit 25 Jahren die Stelle des zweiten Vorsitzenden inne.

18881928

Aus der Geschichte des Gesangvereins Liederkranz.

Der Gesangverein .Liederkranz- wurde im November 1888 von zwölf Herren ins Leben gerufen Der Urheber der Gründung war der Kirchenälteste und Landwirt Karl Griesel. $'te ersten UebungSstunden fanden im Schulsaale der fiskalischen Schule am Friedhof statt. Von den Gründern des Vereins sind noch heute Mitglieder Joh. Clobes, Fr. Ernst, jetziger 1 Vorsitzender, C. Rösing, und Th. Warkich.

Der sich stetig weiter entwickelnde Verein hielt vo« 1892 ad seine jährlichen Generalver­sammlungen ab, während di« Gesangstunden beim Gastwirt Jacob stattsanden. Später sie-

Fritzlar feiert

Ehrentage für den deutschen Mäunergesang.

Ein ganz besonderer Jubeltag ist es, de« Fritzlar heute begehen kann. Gleich­zeitig mit dem Sängerfeft des Unter- edergaues feiern zwei Gesangvereine das achtzig- u. vierzigjährige Jubiläum; Anlaß zu einer großen Kundgebung für den deutschen Sang, über die wir am Montag ausführlich berichten roerten. Heute wollen wir zunächst die Geschichte der beiden Jubelvereine rütkblatternd an uns vorüberziehen lasten.

bette man in den Frankfurter Hos über. Sie­ben der Pflege des weltlichen Mannergesanges wirkte der Verein auch bei kirchliche« Feierlich­keiten in hervorragender Weise mit. Am 10. Juni 1894 beging er das Fest der Fahnenwet- he. Einen weiteren Höhepunkt in der Vereins- geschichte bildete das 25 jährige Stistungssest am 25. und 26. Mai 1913. Das Jubiläum war gleichzeitig mit einem Bundessängersest ver­bunden _ t

Die langen und harten Knegsjahre und die glorreiche Inflationszeit verfehlte« auch im Vereinsleben des Liederkranzes ihre Wirkung nicht. In den Nachkriegsjahren entwickelte sich der Verein zu neuer Blüte Bei Vollendung des 40 Jahres steht er in schönster Blüte. Dies ist »um größten Teil neben der großen Opferfreudigkeit der Mitglieder vor allem dem rührigen Eifer der Dirigenten zu ver­danken. Den Dirigenlenstab führten in den 40 Jahren des Bestehens die Herren Kantor Salzmann, Maussols, Lehrer Boley lmehr als 25 Jahre), Pfarrer Grucker, Pfarrer Witte­kind und bis auf den heutigen Tag Hauptleh­rer Günther.

Eine statütche Anzahl Mitglieder ist über 25 Jahre aktiv im Verein tätig. Zu den Eh­renmitgliedern zählen Pfarrer Grucker, Pfar­rer Raith, Buchdruckererbesitzer B. Huhn, Bak- kermeister Th. Warlich, Steuerinspektor Kmder und Gärtner C. Rösing.

Ehrenvorsitzender ist Oberstraßenmeister i R. Bachmann. Nach langjähriger und bester Führung des Gesangvereins legte Oberpostse­kretär Deichmann im vorigen Jahre sein Amt nieder. Die Wahl traf einen Mitgntnder des Vereins, den Mehlhändler Friedrich Ernst.

Mögen die beiden Jubelvereine, die stch be. sonders in den letzten Jahren zu einander ge­sunde« haben und durch gemeinsamen Gesang manches Fest in Fritzlar verschönten (es sei nur an die 1200 Jahrseier erinnert) am Schluß des 8 und 4 Jahrzehnts ihres Bestehens wei- ter erstarken und blühen, auf oaß in 10 Jah­ren wiederum ein gemeinsames Jubelfest, das 90. und 50. Stiftungsfest, in unseren Mauern feierlich beaangen werde und Zeugnis ablege von der Pflege deutschen Männergesanges tm Gau der Chatten am Ederstrande. H. H.

Seid uns willkommen!

Dem heffisch-waldeckischen GebirgSverein zum Gruß.

Felsberg rüstet zum würdigen Empfang seiner Wandergäste, zur 44. ordentlichen Mit- gliederversamlung des Heflisch-Waldeckischen Gebirgsvereins am 8. und 9. Juni 1929. So darf das alte, malerisch so prächtig an der Edder in seinem Grüngürtel valiegende alter- tümliche Burgstädtchen dafür bürgen, daß alles daran gesetzt wird, den Wanderfreunden eine frohe Rast zu gewähren und ste ihn zu führen an eine althistorische Ruhestätte, von der mit Recht gesagt werden kann:Heimat, Heimat, ewig liebe, ach nur einzig schön, so schön bist du.'

Unsere Stadt ist schon ost das Ziel froher Wanderer gewesen, ja, wer wollte auch nicht einmal durch den Quiller, den Markwald Beuerholz, durch die hessische Schweiz in den

heiligen Bezirk der Ratten gewandert sein und wer wollte nicht einmal vom Heiligenberg oder vom Rhündaer Kopf weit in die Lande ge­schaut und die Höhen und Burgen im Kreise begrüßt haben mit Jubellaut?

Die Heimat erwandern, sie schätzen und lie­ben lernen, wie sie nun einmal ist, das soll auch die Parole für die Gebirgsvereinstagung fein, dennder ist in tiefster Seele treu, der die Heimat liebt tote du.'

Und so komm, froher Wandergesell, zu dem Kleinod des Eddertals und mache die Wtags- sorgen vergessen, schöpfe neue Kraft zu neuer Arbeit..

Seid alle uns willkommen und gegrüßt viel tausendmal.

Bürgermeister Zimermann, Felsberg.

.der die Heimat liebt wie Du

Ei« Jahr Arbeit des Gebirgsvereins: Dienst

an der Heimat ist Dienst em ganze« Volk.

Der Hessisch-waldeckische Gebirgsverein ar­beitet im Stillen. Als eine Selbstverständlich- keit schaut der Wanderer, wenn er durch die heimatlichen Gaue streift, die zahlreichen Weg­weiser und Baumbezeichnungen an. als eine Selbstverständlichkeit die Ruhebänke, die wohl- Spflegten Wanderpfade. Und mißmutig impft er gar über Lotterwirtschaft, wenn irgendwo aus mancherlei Gründen einmal ein wegweisendes Schild nicht intakt ist, wenn ein Pfähl Von Bubenhänden umgeworsen wurde

Gedankenlos profitiert er von der selbst­losen Arbeit der wahren Freunde der Heimat, die diese für die Allgemeinheit unaufgesorden leisten. Denn nur Liebe zur Heimat. Freude an ihren Wundern und der Wunsch, daß an­dere teilhaben an ihr. dittiert den Männern vom Hesiisch-waldeckischen Gebtrgsvcrein ihr Werk. Sie darin zu unterstützen heißt gleich ihnen Dienst an der Heimat leisten, mehr noch: Dienst am Volksganzen.

Denn von der wirtscd'i rote auch ton der ideellen Seite betrachtet, bedeutet die Er­schließung jedes neuen Wanderpsades, »eoes stillen, bislang vergessen träumenden Winkels einen Schritt weiter in der Aufbauarbeit an unserem Vaterlande.

Wer die Arbeit des Heffisch-waldeckischen Gebirgsverei« kennt, weiß sie zu würdigen. Wer ste nicht kennt, der nehme sich ein paar Minu­ten zum Lesen der folgenden Zeilen er wird kann es überhaupt anders sein? den Männern vom Heffisch-waldeckischen Gebirgsverein in stiller Dankbarkeit die Hand drücken und die­ser Dankbarkeit sichtbaren Ausdruck verleihen

in der praktischen tatkräfttgen Mitarbeit an der Sache der Heimat und ihrer Freunde, -schk

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Was der Gebirgsverein im vergangenen Jahre leistete.

Besser als alles andere spricht der Jahres bericht, der aus der heutigen Tagung von Bürgermeister Lahmeyer. dem verdienst­vollen Vorsitzenden, erstattet wird. Die Zahl der Ortsgruppen, heißt es darin, ist roieoet um zwei gestiegen, da stch die Verkehrsvereine Arolsen und E o r d a ch, die beide bereits über 100 Mitglieder zählen und lebhaftes In­teresse für die Bestrebungen des Hessischen Ge­birgsvereins bekunden, angeschlossen haben. Die Gesamtzahl der Ortsgruppen beträgt so­mit 34. Innerhalb verschiedener Orisaruo- pen ist die Mitgliederzahl erfreulicherweise ftändig im Steigen begriffen, so insbesondere in Kassel, Hofgeismar, Melsungen. Rotenburg, Oberkausnngen.

Auch dte Bemühungen des Vorstandes durch Gewinnung der Kreise und Gemeinden des Wandergebietes die Zahl der Körperschaft- lichen Mitglieder zu erhöhen, sind nicht ohne Erfolg geblieben, wenn auch gerade von feiten der Gemeinden unter Hinweis auf die schlechte wirtschaftliche Lage große Zurückhaltung ge­übt wird, leider unter Verkennung der Tat­sachen, da doch gerade die Unterstützung der verkehrsfördemden Ziele des Hessische« Gebirgsvereins

de« Gemeinden auch in wirtschaftlicher Bezie­hung nur nutzbringend fein kann. Hieran weist in nachahmenswerter Weise ein kürzlich

ergangenes Rundschreiben des ftetoertreteifr deri Vorsitzenden des Kreisausfchuffes Fritzlar an die Gemeinden des Kreises bin, in dem er die Bestrebungen unseres Vereins durch kör­perschaftlichen Beitritt zu unterstützen bittet. Die Zahl der körperschaftlichen Mitglieder ist im Berichtsjahr um 14 gestiegen, es gehören dem Verein jetzt 7 Kreise und 24 Städte und Landgemeinden an. Der Zuwachs ist insbe- öndere auf die von dem Vorstandsmitglied, i>errn Wilhelm Ide auf den Bürgermeister­versammlungen in Witzenhausen, Wolfhagen und Fritzlar gehaltenen Werbevorträge Pt- rückzuführen.

Im Vorstand sanden Veränderungen nicht statt, er hielt im Jahre 1928 10 Sitzun gen ab, die diesjährige Hauptausschußsitzung wurde auf den Tag der Mitgliederversamm­lung verlegt. In der Geschäftsstelle trat ein Wechsel ein, da Herr Wilhelm Ide infolge Uebernahme in den Dienst der Volksbücherei der Stadt Kassel als Geschäftsführer ausschei- den mußte. An seine Stelle trat Hauptmann o. D. Steher. Erfreulicherweise hat Herr Ide sich für die Werbetätigkeit im Verein auch weiter zur Verfügung gestellt und auch be­reits im vergangenen Winter wieder in ver­schiedenen Ortsgruppen Lichtbildervorträge gehalten. Leider haben die Bemühungen des Vorstandes, einen engeren Zusammenschluß aller hessischen und waldeckischen Gebirgsver­eine herzustellen, nicht zu dem erhofften Erfolg geführt. , .

Dir Werbetätigkeit des Vereins hatte insbesondere den Anschluß des Waldecker Berg­landes an das hessische Wandergebiet zum Ziel. So wurden Besprechungen und Versammlun­gen zum Teil mit Lichtbild ervorträgen abge­halten in Arolsen, Corbach, Rhoden, Wrexen und Waldeck. Im ganzen fanden seit dem 1. Januar 1928 von Kassel aus 29 Werbeveran­staltungen in 25 Ortsgruppen statt.. Zieren- berg führte von sich aus mehrere erfolgreiche Veranstaltungen zu Gunsten des Turmes durch. Für den Turmbau aus dem Al hei« mer bemühte sich in erfolgreicher Weise die Ortsgruppe Rotenburg. Die für den Himmrl- sahrtstag bereits in Aussicht genommene Grundsteinlegung mutzte leider verschoben wer­den. Die Ortsgruppe Kassel liefe im Berichts­jahr ihr Waldgasthaus aus dem Hohen Gras neu Herrichten, das sich eines äufeerft regen Be­suches erfreut. Auch der Bilsteinturm im Kaufungerwald wurde durch die Ortsgruppe Großalmerode einer gründlichen Instandsetzung unterzogen.

Aenderungen int Vorstand der Ortsgruppen traten ein in Hofgeismar, wo der eifrige För­derer des H. G. V., Baurat Protscher, infolge seiner Versetzung nach Arolsen den Vorsitz nie­derlegte, in Fritzlar, wo der langjährige Vor­sitzende, Rechnungsrat Florian, seinem Sohne Platz machte, in Niedenstein, wo Bürgermeister Mönstadt wegen Ueberbürbung fein Amt nie­derlegte und in Wolfhagen.

Einen Höhepunkt in der Geschichte des Vereins von besonderer Art brachte die Ein­weihung der Jugendherberge in Carlshafen am 12. Mai d. I., die zu Ehren unseres ver­storbenen langjährigen Vorsitzenden und För­derers des Fugendherbergwerkes den Namen Hermann Wenning-Jugendher­berge" erhielt. Eine große Anzahl Mitglie» der der Ortsgruppe Kassel und benachbart» Ortsgruppen hatte sich hierzu in Carlshase« eingefunden.

Die Bemühungen des Vereins auch auf Verkehrsangelegenheiten fördernd einzuwicken, waren im abgelaufenen Geschäfts­jahr vielfach von Erfolg gekrönt. Eine größere Zahl von Sonntags- und Gabelkarten wurden im Wandergebiet eingeführt. Die Anträge hierfür werden durch den Verkehrsverband für Hessen und Waldeck, dessen Mitglied der Hes­sische Gebirgsverein ist, an die Reichsbahndirek- tion weitergeleitet.

Unsere Wünsche in diesem Jahr sind nun­mehr vor allem auch auf die

Vereinheitlichung der zahlreichen i« unserem Arbeitsgebiet neu entstande­nen Autobuslinie«

gerichtet. Dringend erforderlich wäre hier be­sonders ein einheitlicher Fahrplan, da der jetzige Zustand es dem Wanderer außerordent­lich erschwert, ja geradezu unmöglich macht, di« vorhandenen Veckehrsmöglichkeiten in geeig­neter Weise auszunutzen.

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