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Nr. HL — 19. Jahrgang.
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Neuzeitliche Ernährung
Vortragsabend von Richard Büchter in Kaffel.
Als letzter Redner im Rahmen der Vortragsreihe der Eugenischen Woche trat Richard Büchter-Dortmund, der als Spezialsachmann auf dem Gebiete neuzeitlicher Ernährung gilt, an den Vortragstisch. Seine Ausführungen um das Thema „Kulturkrankheiten" und deren Vermeidung enthielten für die zahlreich erschienenen Hörerinnen wertvollste Aufschlüsse auf dem Gebiets Nahrungsaufnahme und Zubereitung. Die tägliche Nahrung ist nicht nur
Phot. Eberth, Kaffel, zeigt die markantesten Persönlichkeiten des Verbandes. Untere Reihe von links: Fabrikant Hein-Kaflel; Kommerzienrat Jul. Lipp-Nürnberg, Präsident des Verbandes; Vize-Präsident Schirloh-Bremen. Obere Reihe: Direktor Günther; Dr. Raabe, Verbands-Syndikus, Leipzig.
Die Zrauen-Friedenskirche in Frankfurt am Marn deren Weihe mit der Feier des 25jährigen Bestehens des Katholischen Deutsch« Frauenbundes (4. und 5. Mai) verbunden wurde.
Kaffel im Zeichen des B. r. K. I
Dir letzten Tage der 43. Generalversammlung in Kassel.
In den ersten zehn Jahren
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Thomas Craig, einer der ältesten Baum- woll-Jmporteure und Exporteure Englands, der seit 40 Jahren von Liverpool ans mit Newyork arbeitet, der außerdem auch sehr viel auf dem europäischen Kontinent reiste, hat seine 108. Ueberfahrt auf der Aquitania zwischen Newyork und Europa angetrettn. Di« amerikanische Schiffahrtsgesellschaft hat ihm in Aussicht gestellt, ihn zu seiner 125. Ueberfahrt kostenlos als Ehrengast einzuladen.
Die Taschenlampe de« Selbstmörders
Ein Pariser 26jähriger Erwerbsloser namenS Mialou, der sich unter dem Bogen einer der Seinebrücken, des Pont du Carrousel, erhängen wollte, verdankt die Erhaltung seines Lebens einem eigenartigen Umstand. Mialou, der sein Vorhaben bei Nacht ausführte, hatte unter dem Brückenbogen mit seiner Taschenlampe Licht gemacht, um die Schnur, mit der er sich töten wollte, an der Brücke anzubringen. Die Taschenlampe hatte er brennen lassen und an seiner Weste befestigt. Vorüberkommende Passanten sahen dann in der Dunkelheit das Licht unter dem Brückenbogen hin- und herschwanken, wodurch sie aufmerksam wurden. Es gelang, Mialou noch rechtzeitig abzuschneiden und am Leben zu erhalten.
Zwei Milliarden Menschen aus der Erde
Nach dem neuesten Bericht des „Internationalen statistischen Instituts" im Haag wird die Bewohnhrzahl unseres Erdballes auf über zwei Milliarden Menschen geschätzt. Im Jahre 1910 betrug diese Zahl 1 Milliarde 600 Millionen. Die Einwohnerzahl hat sich also in weniger als 20 Jahren um 24 Prozent vermehrt. Die Verteilung auf die einzelnen Erdteile wird nach ungefähren Schätzungen folgendermaßen angegeben: Asten 950 Millionen, Europa 550 Millionen, Amerika 230 Millionen, Afrika 150 Millionen, Australien 7 Millionen. Unter den europäischen Staaten ist Rußland mit 115 Millionen der volkreichste, die kleinste Bevölkerung hat Island mit 95009 Einwohnern. Dasjenige Land, das die meisten Bewohner auf den Quadratkilometer hat, ist Java
Am Sonnabend nachmsttag Eänstalteten die Damen der Sektion „Kassel" im B. r. K. D. zu Ehren ihrer auswärtigen Gäste im kleinen Saale des Stadtparks ein Damenkaffeekränz- cheu. Die langen Tische waren geschmackvoll und einfach mit bunten Frühlingsblumen geziert. Für die große Zahl der Erschienenen reichten die Tische nicht aus, man mußte noch weitere herbei schaffen, um alle bewirten zu können. Junge Damen in schmucker Ortginal- tracht ihrer Vorfahren begrüßten am Eingangs die Gäste, und führten sie an ihre Plätze. Man sah unter ihnen Schwälmer, Ober- und Niedensteiner, Marburger, Nenndorfer.
Ein Teil der Kneifelschen Kapelle half durch hessische Weisen den Nachmittag verschönen. Eingangs spielten sie „die Einführung der Gäste durch Hessenlandstöchter", darauf folgte, ein althessischer Marsch. Den Vorspruch der „Chassalla", den die Vorsitzende des Damenvereins, Frau Direktor Neumann, selbst verfaßte, sprach Fräulein Lienekogel mit viel Ausdruck und Innigkeit. Die Kapelle brachte hessische Tänze zu Gehör, und dann ergriff die Vorsitzende, Frau Neumann, das Wort und begrüßte mit warmen Worten die zahlreich erschienenen Gäste aus allen Gauen Deutschlands. Sie mahnte mit Recht die Frauen ihre Urweiblichkeit und Tugendhaftigkeit weitgehendst zu pflegen. Die Frau des reisenden Kaufmanns habe es schwerer als viele andere. Sie mutz eigens alles erkämpfen, selbständiger Auftreten. Sie soll ihren Kindern in Fleisch und Blut einimpfen, aus dem Alten das Neue aufzubauen, erst das gibt das richtige Matz- und Lebensziel. Frau Knauth-Berlin dankte für die liebenswürdige Begrüßung und überreichte Frau Neumann als Freundschastszeichen ein Vergitz- meinnichtstilleben und erzählte in launiger, gemütlicher Weise von ihrer Sektion. Ein Maienreigen von Kindern der Sektionsmitglieder allerliebst und graziös getanzt, war von Frau Rupprecht mit viel Geschick eingeübt worden. Es wurde den Kleinen so viel Beifall gespendet, daß sie ein zweites Mal wiederholen mußten. Zum Schluffe der Veranstaltung spielte die Kapelle hessische Volkslieder.
Das Ganze war eine sehr wohlgelungene Nachmittagsfeier, aus der man den Eindruck gewinnen konnte, daß die Mitglieder der verschiedenen Sektionen sich innerlich näher kamen und gesonnen sind in wahrhaft schwesterlicher Art zusammenzuhalten. Grfn. >?. v. C.
eine Angelegenheit des Magens, sondern amH der Drüsen und Nerven. Alle UnregelmäHg« keiten im Darm usw. sind darauf zuäck- zuführen, daß wir eine falsche Ernährung he* treiben. Nicht wie viel man ißt, sondern wn- man ißt, welche Kräfte und Energiewerte «unk seinem Körper zuführt, darauf kommt eS attz Eine weitere wichtige Ursache sei die falsch« Zubereitung der Speisen. Redner führte dan- einige Nahrungsmittel an, die wir täglich genießen und ... falsch zubereiten
Alle Stoffwechselkrankheiten, Uebersäueruiw und Gerinnung des Blutes, Arterienverl^k kung haben ihre Ursache in der gedankenloses zwecklosen Zubereitung. Eine völlige Rasor- mierung in der Zubereitung und Nahrungsaufnahme' müsse einsetzen, wenn eine völlige Gesundung und Verbannung aller schweren Krankheiten eintreten wolle. Dazu gehört daß man der Frischkost größte Beachtung zuwende. Unsere Nahrungsmittel sollten unsere Heil? mittel sein... unsere Heilmittel unsere Nahrungsmittel. Eine Aussprache beschloß den Abend und damit die Eugenische Woche, die sicher mancher Hausfrau wertvollste Anregung und Neues brachte. «6.
durch die Straßen der Stadt Kassel. Die Auffahrt der über hundert Kraftwagen auf dem Friedrichsplatz hatte eine große Menschenmenge angelockt, die diesem seltenen sportlichen Ereignis mit sichtlichem Interesse folgte. Auch hier lag die Leitung der Veranstaltung in Händen erfahrener Mitglieder des A. D. A. C. Der Korso bewegte sich durch die Königsstraße, Jägerstraße, Gietzbergstraße, Bahnhofstraße, Kurfürstenstrabe, Ständeplatz, Hohen- zollernstraße, Prinzenstraße, Wilhelmshöher Allee, Berlepschstraße zur Stadthalle, wo die Auslösung des imposanten Zuges erfolgte. Für diesen Korso hatten die Besitzer ihre Wagen reich mit Blumen geschmückt, die dem Ganzen ein besonders festliches Gepräge gaben.
An der Stadthalle besichtigten die „Reiseonkels" eine Ausstellung von speziell für den reisenden Kaufmann ausgestatteten Kraft-
rai Moller, der Meister unserer Stadthallenorgel, fand mit einem meisterlichen Orgel- vortrag lebhafte Anerkennung. Bei dem anschließenden Festball wußte Karl Eberle, der ewig junge Sänger und Schauspieler als Arrangeur des Tanzes sehr schnell die richtige Stimmung zu schaffen. Dieser gesellschaftlich glänzende Abend, an dem ü6er tausend Personen teilnahmen, dürfte den Gästen in Kassels Mauern in angenehmster Erinnerung bleiben.
Den Höhepunkt des Festabends bildete die Preisverteilung
an die Teilnehmer der unter der Devise „Ab nach Kassel" erstmals vom Verband veranstalteten Sternfahrt. Dä für die Preisverteilung nur 23 Ehrenpeise zur Verfügung standen, an der Fahrt aber 115 Mitglieder teilgenommen hatten, war das Preisgericht, das sich aus vier Herren der Sektion Kassel und vier Mitgliedern des A. D. A. C. Gau IIIB zusammengesetzte, vor eine äußerst schwierge Aufgabe gestellt. Der Ehrenpreis des Präsidenten des V. r. K. D. wurde Heinrich Richard- Osnabrück zuerkannt. Den Ehrenpreis des Präsidenten des A. D. A. C. erhielt H. Speyer-Saarbrücken und den Ehrenpreis des Gaues IIIB des A. D. A. C. Wilhelm Neuhaus - Mülheim-Speldorf. Die drei Ehrenpreise der Stadt Kassel fielen an Paul Lorenz- Zwenkau, Otto Wald- Kötzschen- broda und Otto Egger- Erfurt. Zur Verteilung kamen ferner drei Ehrenpreise des Verbandes, fünf Ehrenpreise der Sektion Kassel und neun von einzelnen Mitgliedern des Verbandes gestistete Ehrenpreise. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer eine von der Stadt Kassel gestiftete Erinnerungsplakette. Den Abschluß dieser bedeutungsvollen Tagung bildete am Sonntag vormittag ein
Autokorso
wagen der Firma Opel (Th. Veyhl u. Co.) Besonderes Interesse erregte dabei ein von
Karl Jäger-Bergneustadt (Rhld.) vorgesührter Wochenendwagen. Eine Limousine, auf deren Dach die komplette Einrichtung eines Autozeltes untergebracht ist. Die Einrichtung besteht aus zwei Betten, zwei Stühlen, einem Tisch, einem Waschtisch und anderem Gerät. Das Zelt ist am Wagendach so angebracht, daß nur noch seine Befestigung auf einer Seite notwendig ist und das „Wochenendhaus" ist fertig.
Der Nachmittag sah die reisenden Kaufleute bei den Wasserkünsten in Wilhelmshöhe und ein gemütliches Beisammensein im Gasthof Wimmer bildete den Ausklang der Tagung, ee Festnachmittag für die Damen des V. r. Ä. D.
ein. Und dann hinaus Ins Freie, in Luft und Sonne. Nivea-Creme verstärkt die bräunende Wirkung der Sonnenstrahlen, sie vermindert die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes. Aber trocken mufi Ihr Körper sein. Sie dürfen ihn niemals naß den Sonnenstrahlen aussetzen. Und immer vorher einreiben!
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Die Tagung des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands brachte am Sonnabend vor-, mittag den
,...... geschäftlichen Teil
der 43. Generalversammlung, dessen Beratungen den ganzen Tag über dauerten. Nach der Eröffnung durch den Verbandspräsidenten, Kommerzienrat Lipp-Nürnberg, erfolgte die Erstattung des Geschästsberichts, Rechnungslegung und Entlastung des Vorstandes. Nach eingehenden Beratungen beschloß die Versammlung redaktionelle Aenderungen der neu gefaßten Verbandssatzung, der Verwaltungsvorschriften, der Sektionsnormalsatzung und der Geschäftsordnung der Generalversammlung. Bei Beratung der eingebrachten Anträge wurden die nachstehenden
Entschließungen
einstimmig angenommen:
, „Die fortschreitende Konzernierung, wie ste sich »eneröntgs namentlich in der Zigaretten, und Margarineindustrie vollzieht, beraubt eine arohe Anzahl von Handelsvertretern und angeftell- reu Reisenden, die z. T. in jahrzehntelanger Ar- bett für das Wohl der von ihnen vertretenen Kir- me» ihr.Bestes hergegeben haben, ihrer Existenz. Bei der Uebersetzung in allen Gewerbezweige« ist es ihnen nur ganz selten möglich, durch lleber- nahme anderer Vertretungen neue Exiftenzmöglich- keiten zu finde». Die 43. Generalversammlung des V. r. K. D. gibt der Erwartung Ausdruck, das, die in Krage kommende» Firmen es sich angelegen sei» werden,-durch Zahlung einer entsprechenden Abfindung für eine» gerechten Ausgleich Sorge zu triM,enia. Sollte die weitere Entwicklung Monopol, artige Auswirkungen zeitigen, so fordert der B. r. K. D. heute schon von der Regierung, bah in die. sem Kalle die dadurch zur Ausschaltung gelangenden Handelsvertreter und angestellten Reisenden durch eine. gesetzliche Regelung nach Matzgabe ihrer bisherige» Beschäftigung in de» betreffende» Jn- dustriezweige» von den Monopolinhabern ange- messen entschädigt werten.*
„Die anlätzltch der 48. Generalversammlung des B. r.L. D. am U. Mai 1929 in Kassel versammelte» reisenden Kaufleute fordern von den zu- ständige» Stellen In Geictzgebung und Verwaltung telfeettft6rl16tett&efeamten EämMäNNstchen Berufs-
Beseitigung aller Kurtaxe«
für reisende Kaufleute, die sich in Ausübung ihrer Berufstätigkeit kurze Zett in einem Kurort aushal- ten müssen, etnhettltche Festsetzung der Gebühren für dte Ausstellung von Retselegittma- r i o n s k a r t e » für das ganze Reich unter gleich- zeitiger genereller Ermatzigung der derzeitige» Ge- Büsten aus ei» dem Gebübrenprinzip entsprechendes Matz, etnhettltche Regelung des Krembe».
wesens in den Hotels für das gesamte Reichsgebiet durch Verwendung vereinfachter, sich auf das unbedingt notwendige Matz von Krage» beschrankender Vordrucke, die eine Schädigung des reisenden Kaufmannes in seiner Berufsausübung ausschlienen und beschleunigte Einführung der vom V. r. St. D. seit Jahren beantragten ermäßigten Sondertarife für die Beförderung von Muster- koffern.
Von besonderer Bedeutung ist der Beschluß der Generalversammlung dte Verbandsverwaltung von Leipzig nach Berlin zu verlegen. Als Ort der nächstjährigen Generalversammlung wurde Hannover gewählt. Bei den Wahlen zum Präsidium wurden die Herren Kritscher-Hannover und Tillich- Berlin wieder- und Fabrikant Hein-Kassel neu gewählt.
Der Abend führte die reisenden Kaufleute mit ihren Angehörigen und Gästen im großen Festsaal der Stadthalle zu einem von der Sektion Kaffel veranstalteten
Festabend
zusammen, der ein gesellschaftliches Ereignis für Kaffel bedeutete und einen äußerst harmonischen Verlauf nahm. Die Kapelle Knetfel erntete durch ihre musikalischen Darbietungen ebenso reichen Beifall tote die Tanzschule tildegard Dunkel, die mit Original« chwälmertänzen aufwartete. Auch Studten-
. wollen Sie doch heben. 'Drum reiben Sie Ihren Körper mit
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