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Nummer 11t
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Montag, 13. Mai 1929
Ein^preiS: SonnlagS 20 Pfennig. 19. ZahkgaSU
Sonntagswahlen als Stichproben
Keilte Linksmehrheit in Sachsen — Autonomistenerfolge im Llsatz
Wieder Krisenzeichen in Berlin
Wahlbilanz in Frankreich
Die Wahl in Sachsen ändert nicht viel
trumente
Wahlkreises Leipzig
-es ge
Berlin. 13. Mai. (Eigener Informationsdienst.) Unter der alarmierenden Ueberschrift »Neue Kabinettskrise in Sicht' beschäftigt sich ein Blatt in einer Zuschrift aus parlamentari- schen Kreisen mit den Schwierigkeiten, die der Erledigung eines neuen Anleihegesetzes tm Reichstag und Reichseat gegenüberstehen, sowie den Gegensätzen, die sich in der Frage der ves Arbeitslosenversicherungsgesetzes zwischen der Sozialdemokratie und den bürger- lichen Koalitionsparteien ergeben haben. Obwohl maßgebende Kreise sich durchaus über den Ernst der Situation im Klaren sind, kann doch festgestellt werden, daß eine Jnnenkrise solange eitzs Ding der Unmöglichkeit ist als
Lüde« Ende eine« «tneratotreftoi»
Berlin, 13. Mai. (Durch Funkspruch.) Der Generaldirektor der Firma Mix und Genest. Berlin-Schöneberg Marlin Kubierschky, ist auf einer Geschäftsreise nach Südamerika nach einer Depesche aus Rio de Janeiro dort einem Herzschlag erlege«.
lich Stadt: SPD. 258028, Deutschnatiouale 45 702, Deutsche Polkspartei 115 596, Wirt- schaftspanei 69 473, KPD. 111093, Dem. 32517, KPD-Opposition 8067, Volksrechtsp. 28473, Alte SPD. 7764, Nationalsoz. 25 741,
Paris, 13. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Die gestrigen Stichwahlen für die Gemeinderäte sind in ganz Frankreich meist ungestört verlausen Nur in Paris und den Vororten kam es abends bei der Verkündung oer ersten Ergebnisse zu kommunistischen Demonstrationen, die schnell unterdrückt wurden. Die noch unvollständigen Teilergebnisse zeigen einen Rückgang der Sozialisten, die bisher in Paris vier oder fünf Sitze an die Rechte oder gemäßigte Linke abgeben mußten. DieKommu- nisten haben ihre Position in Paris und Vorstädten gehalten und stellenweise in der Provinz Fortschritte gemacht. Die Radikalen haben sich gleichfalls behauptet. Alles m allem ist ein ganz unbedeutender Erfolg der Nationalen Union insbesondere oer Änksrepublika- ner festzustellen Die Teilergebnisse aus El- saß-Lothrig. lassen Erfolge der Autonommisten erkennen. In Straßburg siegte die autonoml. stisch-kommunistische Koalition.
Wiederwahl des 2lutonomlften Jkoos
Paris, 13. Mai. (Eigener Drahtbericht.) In Strassburg-Süd wurden in der gestrigen Stichwahl für den Munizipalrat zwei Kam muiiiftvn und drei Luionomisten gewählt unter letzteren auch Dr. RooS, der sich de» fian- zöfischen Behörden wegen Wiederaufnahme «eines Prozesses gestellt hatte, und dessen Pro- öeß demnächst vor dem Schwurgericht i« Be- san?on stattsindet.
Paris, 13. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Die Gememdewahlen haben — ’
nicht in Paris die Akten
über die Sachverständigen-Beratungen geschlossen worden sind. Man vermutet hinter den Ausführungen den sozialdemokratischen Fraktionsführer Dr. Breitsche'd und darf registrieren, daß vom Reichskabinett energische Anstrengungen gemacht werden, um über die bezeichneten Schwierigkeiten Hinwegzukommen. In parlamentarischen Kreisen ist man zudem der Auf,assung. ‘ aß der Schreckruf Breitscheids in seiner Wirkung weniger auf die deutsche Oef- fenttichkeit, als auf die sozialdemokratische Reichstagsfraktion berechnet '.st, die durch die Ankündigung einer neuen Kabinettskrise einer Verständigungsaktion geneigter gemacht werden soll.
wieder auf Kosten Deutschlands einige« za wollen. D. Red.)
*
Schacht wieder hi Barlt
Paris, 13. Mai. (Eig. Drahtbericht.) Reichs- bankprüstdcnt Dr. Schacht, der sich 24 Stunde« in Deutschland aufgehallen hatte, ist heute vormittag wieder nach Paris zurückgekehrt. Wie verlautet, dürfte Josuah Stamp, her Vorsitzende des Redaklionsausschuffes, wohl auch seine Formulierungen über das Kapitel betref- rend die Zahlen der deutsche« Delegation, zur Begutachtung vorgelegt haben.
Dresden, 13. Mai. (Privattelegramm.) Bei deni gestrigen meist ruhig verlaufenen Landtags- Wahlen, zu den 12 Parteien Vorschläge einge- reicht hatten, ist es hier und da zu Zwischenfällen gekommen. So wurde ein S. P. D.-Wagen ,
D'Wagen überholt, dessen In- Zentrum 4395, Landvolk 38 504. zusammen fassen heraussprangen und über die S. P. D^ 745353.
Meute herfielen, von denen einer verletzt wurde Nn andere. Stelle wurden die Jnstruu»..» einer Rotfrontkapelle von der Polizei beschlagnahmt. Auch in Leipzig und Chemnitz ereignete sich nichts besonderes. Die Kommunisten betrieben namentli-- in den Außenbezirken lebhafte Propaganda, daneben auch in geringerem Maß die Nationalsozialisten und bi- Sozialdemokraten. Der Wahlakt war um 5 Uhr nachmittags beendet.
Dresden, 13. Mai. (Die Zahlen in Klammern bebemen die Ergebnisse der letzten Landtagswahlen.) SPD. 134 783 (106 241), Deutschnationale 39 845 (40.96), Deutsche 59 586 (44 057), Wirtfchaftspartei 29 677 (25 815), KPD. 38 571 (32 250), Dem. 24 486 (19412), KPD.-Opposttlon 1060 (—), Aufwertungspartei 3368 (9106), ASPD. 9829 (21 209), Nationalsoz. 13 385 (2850), Zentrum 5529 (4251), Landvolk 820 (-)•
Me Gememdewahlen haben — wenn man von dem Vordringen der Amonomisten in Straßburg und Kolmar im Elsaß absieht — eine Stabilisierung der Lage gebracht. Der „Matt«' schreibt: Im ersten Wahlgang hatten alle Parteien fast völlig ihre Position gewahrt, nur die Sozialisten verzeichneten einen leichten Rückgang. Der zweite Wahlgang hat das Ergebnis nicht wesentlich geändert. In Paris bat die rechtsstehende Mehrbeit vier Sitze gewonnen, die dem sozialistischen Kartell der Linken abgenommen wurden. Die Sozia- listenlisten haben jedoch in Lyon einen Sieg davongetragen, sodaß Herriot gezwungen ist, aus das Amt des Bürgermeisters zu verzichten. Die Haltung der Sozialisten verdankt Herriot seinem Eintreten in das erste Kabinett der Rationalen Einigung unter der Leitung PoincarLs im Juli 1926. Die Kommunisten haben ihre Stellung in Paris und in der Bannmeile behauptet und konnten im übrigen ihre Position unwesentlich verstärk« zum Teil auf Kosten der Sozialisten.
I Schachts und Stamps über die Beratungen der Sachverständigen. Ein Pariser Korrespondent führt das Stillschweigen über die Tätigkeit der Reparattonskonferenz auf die Bemühungen um den Versuch der Aenderung ! des Spa-Schlüssels für die Verteilung der Reparationsabgaben zurück und bemerkt, trotzdem man sich vor der Presse verschließt, j fei bekannt geworden, daß die Bemübungen i um einen einigermaßen erfolgreichen Abschluß „ . Jt werden Der neu entworfene Bericht fei eine geschickte Verbindung der allierten und der deutschen Wünsche, in der die alliierten Forderungen und die deutschen Vorbehalte so vermengt sind, daß sie als Ganzes genommen werden müssen. Es werde I schwer für eine der beiden Seiten sein, einen besonderen Punkt abzulehnen, ohne den ge- §mten Regelungsplan mnzustoßen. Owen oung dürfte seinen Verteilungsplan so abzuändern versuchen, daß die britischen und die belgischen Ansprüche befriedig« werden. Da jedoch jede Partei auf einer Mindestsumme bestehe, sei es wahrscheinlich, daß nur eine Erhöhung der Durchschnitts- » Annuität eine Vereinbarung '
machen kann. (Damit scheinen die Alliierten, , wie von uns schon angedeutet, sich zuletzt doch |
, Die Zahl der abgegebenen Stimmen betrug in den 3 Wahlkreisen nach den vorläufigen Berechnungen 2 701 217 gegen 2 357 699 bei der vorigen Wahl. Davon entfallen auf Sozialdemokratische Partei 922118 (758142). Deu tschna t io nale Volkspartei 218363 (341056), Deutsche Volkspartei 363417 (292075), Wirtschaftspartei 304 35s (237462), Kommunistische Partei 345 817 (342112), Demokraten 115097 (111351), Kommuni st ische Opposition 22594 (—), Bolksrechtpartei 70092 (98258), Alte sozialdemokratische Partei 39 625 (98026), Nationalsozialisten 133787 (48018), Zentrum 25440 (24059), Sächsisches Landvolk 140 522 (—). Die Wahlbeteiligung betrug etwa 80 Prozent.
Dresden, 13. Mai. (Privattelegramm.) Nach dem vorläufigen Gesamtergebnis der sächsischen Landtagswahlen sind in der Verteilung der Mandate unter den Parteien nur geringe Verschiebungen eingetreten. Es ist weder der kommunistischen Opposition noch dem Zentrum gelungen, ein Mandat zu erlangen. Eine sozialdemokratisch-kommunistische Mehrheit hat sich nicht ergeben. Die Wahlbeteiligung betrug etwa 87 Prozent. Bon bekannte« Parlamentariern find wieder gewählt worden Landtagsvizepräsident Dr. Eckardt-Zwickan (Dutt), Volks- bildungsminister Dr. Bünger (Bpt.) Oberbür- germeister Dr. Blüher-DreSden (Vpt.), von der Wirischafispartei Finanzminister Weber und der frühere Minister Dr. Wilhelm, Minister a. D. DSHne (Dem.) von der Volksrechtspartei In- stizminister Dr. von Fumetti. Die Rationalfo- zialisten entsenden den KapttSnleutnant a. D. von Silliager neu in den Landtag Die Altfo- zialisten den jetzigen Ministerprästdeuten Held«. Bon Sozialdemokraten find wieder gewählt I Schriftleiter Edel, der bisherige Landtagspräfi. I deut Schwarz, sowie die früheren Minister Liebmann, Raupe und Ren, von den Kommunisten Schriftleiter Renne.
Bedenkliche Zeichen
BSlkerbundskritik an der Zollpolitik der Grossen Deutschland-Schweden als Ausnahme«.^"
I -IV ®S?!' 13. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Deutschland und Schweden an der Spitze der meihandelsländer, das ist im Grunde die Fest- stellung mit der heute der Wirtschaftsrat des Völkerbundes in seinem Schlußbericht feine Xagung abgeschlossen hat. Leider enthält der Bericht mit seiner pessimistischen Schilderung ^rgegenwartigen Situation der Weltwirtschaft "Uch die Feststellung, daß eigentlich nur in Deutschland und in Schweden die Empfehlun-
I "5 der Weltwirtschaftskonferenz ein praktische« Echo gefunden haben.
In den Großstaaten mach« sich eher eine Ten- beni zum Protektionismus bemerkbar, was ^«-i^^dlusdruck kommt, daß selbst in de« 42 neu abgeschlossenen HandelsvertrL- 2-S letzten Jahres die Zölle, wenn nicht erhöht, so doch zum Teil erhöht, konstant geblieben sind, foMJ, wie der Bericht sagt, heute die lieche ungünstige Situation wie vor 1 Jahr ! ^bsteht. Die Handelsverträge enthielten zwar Meistbegünstigung, sodaß öag künftige Zollniveau noch nicht als entschieden angesehen werden könne, doch herrscht überall ein sichtbares Gefühl der Ungewiß- h e 11, zumal die Entscheidung i« Großbri- lum'AiAÜka" bi£j?aItun9 "«derer Länder |um Zollproblem abhänge, noch nicht gefallen fet- Zu bett Vereinigten Staaten beabsichtige man t^rschtedene sehr fühlbare Tarif, fer^nri»« 8^" Die Bildung internationa- ler CTartette bube ebenfalls die Situation auf wm Wenn diese Tendenz
^Protektionismus •_ mganzen anhalte, oan« werde sich die Welt früher oder später vor der mfrtM,«?toteberftnben, die vor der Welt- wirtschaftskonferenz von 1927 bestanden 6ob*
Eine geschlagene Armee
Die Rationalregierung siegt bei Kanton.
^nndnU' 13. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) ...Nach Meldungen aus Hongkong ist bet Set. such der Kwan-fi-Streitkräfte, Kanton zurück zu erobern, zunächst fehlgeschlagen. Die nationali- Nische« Truppen, die Verstärkungen au« Ra«, king erhalten hatten, brachten ihnen eine schwere Niederlage bei. Der Vortrupp der Kwansi. Armee wurde gefangen genommen, während fich daS Gros der Armee in vollem Rückiua befindet. w
Verteilung Her Reparationsbeute Einigung wieder auf deutsche Kosten?
wie wirb -er neue Landtag?
Vorläufige Verteilung der Sitze.
Dresden, 13 Mai. (Privattelegramm) Nach den vorläufigen Berechnungen werde« sich die Mandate im neuen 'ächsischen Landtag wie folgt verteilen: Sozialdemokraten 33 (bisher 31), Deu^schnationale 8 (14), Deutsche Kolkspartei 13 (12), Wirtfchaftspartei 11 (10). Kommunisten 12 (14), Demokraten 4 (5), Volksrechtsp«rtei 3 (4), Alt-Sozialisten 2 (4), Nationalsozialisten 5 (2), Sächsisches Landvolk 5 (0).
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ca u-zaftiung in Leipzig und Dreoden-Stadt
DunNe «etüchte um (Seneral Feng
London. 13. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) General Feng, der ernstlich erkrantt war, soll nach bisher unbestätigten Gerüchten gestorben seinen Aerzten wird dagegen erklärt, dass sein Gesundbeitszustand besorg«iser. regend sei.
Deutscher Warenboyko« durch Voten
Das Ergebnis der Landtagswahlen ist nicht nur für Sachsen sondern auch für das ganze Reich von größter Bedeutung, den« diese Sach senwahlen sind die ersten großen Stichproben I für die Entwicklung der politischen Stimmungen in den Wählermassen seit der Reichstagswahl I vom Mai 1928. Die Sozialdemokratie hatte alle Anstrengungen gemacht, um im kommenden Landtag zusammen mit den Kommunisten eine I absolute Links-Mehrheit zu erlangen: anderer- I seits hatten die Rechtsradikalen und vornehmlich die wirtschafttich organisierten Parteien eine so starke Propaganda entfaltet, daß mit einer erheblichen Zunahme der Wirtschaftsparteien, I gemeint sind in erster Linie die Nationalsozialisten und die Wirtschaftspartei, zu rechnen war. I Run gelang es der S. P. D. zwar, einige Mandate zu gewinnen, diese werden aber den Kommunisten wieder abgenommen werden, denen die Brandler-Opposition auch noch insofern einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, als sie ihnen nahezu zwanzigtausend Stimmen abgenommen hat, die aber zu einem eige« I nen Mandat nicht ausreichen. Die Linksmehr- I heit ist damit als gescheitert anzusehen.
In die Augen springt die verhältnismäßig große Zunahme nationalsozialisti- scher Stimmen. Im alten Landtag besaßen die Nationalsozialisten zwei Sitze: sie dürften London, 13. Mai. (Eigene Drahtmelduna) im neuen fünf inne haben. Da zu gleicher Zeit Die Presse verweist auf die Kritik her frnn- bie Alt-Sozialisten von ihren bisherigen vier zösischen Blätter an dem Entwurf des Berichts Mandaten zwei verloren haben durften, tritt I ---- -- -- - ™
die nationalsozialistische Partei somit bis zu einem gewissen Grad das machtpolitische Erbe der Alt-Sozialisten an. Jhr>-s dritten Gewinnsitz werden die Nationalsozialisten wahrscheinlich von den Deutschnationalen erhalten, da in dem Kräfteverhältnis der bürgerliche« Parteien keine wesentliche Veränderung eingetreten ist.
Die Demokraten dürften einen Sitz an die I «m eine: Volkspartei abgeben, ebenso die Volksrechts- fortgesetzt Partei an die Wirtschaftspartei. Da also die richt sei »oalitionsverhältnifle nach wie vor undurchsichtig geblieben sind, gewinnen die Nationalsozialisten mit ihren fünf Mandaten allerdings großen Einfluß. Es wird sich zeigen müssen, in welcher Richmng sie diesen tm neuen Landtag ausüben werden, der tm übrigen an Verworrenheit der parteipolitischen Lage nichts eingebüßt hat.
Warschau, 13. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Die andauernde Pressehetze mit den Aufrufen zum Boykott »alles Deutschen" wirft sich an-, denn in Warschau hat jedenfalls der Boykott deutscher Waren schon begonnen. Eine große Verlagsfirma hat alle deutschen Druckerzeugnisse aus ihren Schaufenstern entfernt Biele Kinotheater haben die deutsche« Filme vom Spielplan abgesetzt und die Blätter erklären, daß sie nicht einmal mehr Ankündigungen von deutschen Filmen veröffentliche« werde«. Die deutsche »Kattowitzer Zeitung" weist auf die Gefahr für die Posener Landesausstellung ___ hin, die darin liegt, daß unmittelbar vor ihrer möglich I Eröffnung zum Boykott deutscher Waren genierten, hetzt wird. Die Regierungsblätter bemühen sich 't* I jetzt endlich, der Hetze entgegenzuwirken.