Hessische Abendzeitung
Freitag, 3. Mai 1929
19. Jahrgang
Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.
Wiifte Zustande in den Ltratzen Neuköllns — Wege zur Reparationslosung
Linrsaufruf an öle Arbeiter
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Streikwellen und wettere Tumulte
Sturm aufs Polizeirevier
Mit PanzerautoS gegen die Barrikaden
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zu wollen, das dann 1918 seine iuristi- sodaß der Einsatz eines Panzerwagens angefor- r-"^- - • - 1 bett wurde. Ein Leutnant war mit seiner Ab
teilung über eine Stunde in dem Hause Her- mannstratze 209 von Kommunisten eingeschlossen und in einer sehr bedenklichen Situation, da bei jedem Versuch, das Haus zu verlassen, den Beamten ein prasselndes Feuer von den umliegenden Dächern entgegenschlug. Durch einen wahren Zufall hatte bis jetzt die Polizei trotz des Geschoßhagels keine Verletzten, doch sind 14 Karabiner dadurch unbrauchbar geworden, daß sie in den Händen der Beamten
Berlin, 3. Mai (Funkdienst.) Die Komm» nisten halten auch weiterhin ihre starken Bar-
Nummer 104 Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.
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Aetcystag-pause wegen Sachsen
Berlin, 3 Mai. (Durch Funkspruch.) Der Reichstag wird sich heute mit Rückfickt auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen bis zum 13. Mat vertagen. Sie zweite Beratung der Anträge und JnterpeSationen zur Rot der Landwirtschaft kann nicht zu Ende geführt werden. Auch die erste Beratung der „Wirtschaftshilfe für Ostpreußen* soll mit der Aussprache verbunden sein. Wegen der noch rort* dauernden Unruhen in Berlin kann es wieder zu Zwischenfällen kommen.
Parteitumulte im Lokal
Mit Stuhlbeinen u. Biergläsern gegeneinander.
Braunschweig, 3. Mat. (Prtvattelegramm.) Zu großen Ausschreitungen kam es Donnerstag abend in einer Versammlung der Nationalsozialisten, die von etwa zweitausend Personen besucht war, darunter auch Reichsbannermitglie- dern Es kam schließlich zu einer Schlägerei, bei der in allerkürzester Zeit der Saal einem Trümmerfeld glich, das mit Stuhlbeinen, Bier- gläsern und anderen Gegenständen bedeckt war. Der Polizei gelang eS erst nach mühevoller Arbeit den Saal zu räumen. Etwa fünfzig Per- sonen wurden verletzt, darunter neun schwer. Unter den Verletzten befinden sich auch einige Frauen. Der Saal ist völlig zertrümmert.
Berlin, 3. Mai. (Durch Funkspruch. 11 Uhr abends.) Die Straßenkämpfe find, wie befürchtet, nach dem Eintritt der Dunkelheit und der Beendigung kommunistischer Protestversamm lungen doch wieder aufgelebt und zwar diesmal in Neukölln, wo gegen %11 Uhr von den Dächern in mehreren Straßen ein heftiges Feuer auf die Polizei eröffnet wurde. An der Prinz Handjerystraße ist wieder eine Barrikade errichtet worden, die von der Polizei
noch nicht genommen werden konnte
wöchenlli» sechsmal nachmittags. Der Abo«.
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Berlin, 3. Mai. (Funktelegramm.) In einem Aufruf der sozialdemokratischen Vorstände heißt es: Die Opfer Berlins sind für die Kommuni- sten Agitationsmaterial und nichts anderes. Diese Opfer sind auf Befehl der kommunistischen Zentrale gefallen! Das ist die Wahrheit! Arbeiter, laßt Euch von der bankerotten kommunistischen Partei und ihren Moskauer Drahtziehern nichtzu Handlungenmißbrau- chen, die letzten Endes nur den geschworenen Feinden der Republik und des Proletariats zu- gute kommen!
Berlin, 3. Mai. (Funkdienst.) Gegen 8 Uhr vormittags hatte die Polizei die ganze Hermannstratze in Neukölln besetzt. Die Bar. rikaden sind größtenteils beiseite geräumt. Londerwagen der Straßenbahn, mit Polizei bemannt, fahren durch die Straßen und räumen die Hindernisse weg. In der Falkstraße wurde die Polizei aus Fenstern mit Steinen beworfen. Zahlreiche Schutz-, Hieb- und schlagwasfen wurden bei den Haussuchungen beschlagnahmt und eine ganze Reihe von Personen, die Waffen mit sich führten, wurden sestgenommen Der Verkehr dürfte erst gegen Mittag ausgenommen werden. Die Bauarbei- ter der Untergrundbahn haben die Arbeit nie- dergeleal. In den Schulen Neuköllns fehlen viele Kinder Die Absperrmaßnahmen haben groben Unwillen hervorgerufen. Die Polizei will aber neue Barrikadenbauten verhindern Von kommunistischer Seite werden allenthal- bon Flug zettel verteilt.
revier war ein ganz zentral angelegtes Unternehmen, vor welchem ein Halbwüchsiger eine Brandrede gegen das Zörgiebel- system hielt und zur Gefangenenbefreiung auf« forderte. Die Umgebung des Polizeireviers ist mit geworfenen Pflastersteinen bedeckt. Gegen 6 Uhr morgens begann ein Sonderkommando Die Barrikaden wegzuräumen, um wenigstens die Schienen der Straßenbahn freizumachen, da das Fehlen der Verkehrsmittel zu riesigen Menschenansammlungen führt.
„ Wochen nach seinem sechzigsten
I^burtstage schied Bülow 1909 aus ’ dem Er stolperte über die Reichs- steuer, well sich die Konservativen ®°*9an0 hatte eine symptoma- Ä « AEung, denn die staatliche Entwick- liebte in Deutschland Umwege Bülow X,”r Erste deutsche „Parlamentskanzler* ge- ^Esen — nicht in seiner Berufung, aber doch ^.l-tnem Abgang, und hier nicht in den Mo- ttoen, fo doch in der Wirkung. Dem Fürsten lag es fern, ein solches Gewohnheitsrecht ein-
Wann werden diese kommen? Sie können ein wichtiges Dokument fein, wenn sie nicht bloß der zltatengeschmückten Apologetik dienen wie fein altes enttäuschendes Buch über „Deutsche Politik*. Was Bülow in seiner Haltung zu der innerdeutschen Politik fehlte, war der Instinkt für die geschichtliche Bedeutung des industriellen Massenvolkes — ihm genügten muntere Redestege über sozialdemokratische Parlamentarier. Die autzenpollttsche Beurtei- lung ist schwankend geblieben: hat Bethmann, wie dieser klagt, ein unmögliches Erbe von Mißtrauen und unerwünschten Abhängigkeiten
Berlin, 3. Mai. (Privattelegramm.) Bei den gestrigen Protcstversammlungen der Kommunisten gegen die Maivorgänge behauptete Abg Geschke (Komm.): Es wären nicht nur die 13 000 Mann Schupo gegen die Arbeiter losgelasscn worden, sondern auch Reichswehr in Schupouniform. Am 1. Mai fei mit ©um» Dum-Geschossen aus die Demonstranten geichoffen worden. Um Provokationen hervorzurufen hätten die Schupomannschaften sich selber beschlossen (!) Am 3. Mai müß- Betriebe mobilisiert werden, um einen politischen Massenstreik zu inszenieren. Die Diktatur des Proletarits fei die einzig mögliche Antwort auf diese Blittprovo- ,
katwnen. Alle Anwesenden gelobten Rache '
3U Berlin"®(u‘brr ®ef0“en'n Opposition gegen Hugenberg .Berlin, 3. Mai. (Funktelegramm.) Bei den f 3 9
nächtlichen Barrikadenkämpfen in Neukölln sind " — -
nach Polizeilichen Feststellungen drei Personen getötet und etwa zehn schwer verletzt worden. Einen Toten hatte offenbar eine verirrte Kugel getroffen.
Schußwaffen und großen Steinvorräten äugen- blicklich versuchen, ein Polizeirevier zu stürmen, dessen Fensterläden bereits völlig demoliert sind. Die Kommunisten haben auch hier sämtliche Straßenlaternen zerschlagen, so daß jetzt ganze Stadtteile Neuköllns in völliges Dunkel gehüllt sind. Die Polizei erhält aus den Barrikaden ab und zu Feuer und muß sich durch Schüsse wehren. Auch in der Schillerpromenade kam eS nachts gegen ein Uhr zu einer Schicßerej mit schwachen Polizei- kräflen. Nachts gegen 1 Uhr 15 rückten Panzer a u t o s an. Die Polizei geht gegen die Barrikaden vor und bestreut sie mit Maschinen- gewehren. Die Kommunisten werfen mit Fla- scheu und großen Pflastersteinen von den Dächern.
zerschossen wurden.
Berlin, 3. Mai. Der Schauplatz der nacht« licheu Kämpfe in Neukölln macht b 1 anbrnch einen wüsten Eindruck. Die Hermann- unb andere Straßen sind Durch die Larr.kadcn noch gesperrt. In der Prinz-Handjery- und der Steinmetzstraße haben die Kommunisten die hohen alten Bäume gefällt und quer über die Straße gelegt. Bon den Häu- I fern sind Baugerüste abgerissen und zum Bar- rtkadenban verwendet worden. Auf den Baustellen der Untergrundbahn sind die Baubuden zerschlagen, das Inventar, darunter die K l e i. düng der Arbeiter, entwendet, die Zeichnungen zerrissen. Auch das Handwerkszeug ist gestohlen, wie alles, was nicht niet« und nagelfest war. In vielen Läden wurden I die Schaufenster zertrümmert und die Ausla- ?en geplündert. In der Leffingstraße kam es eute morgen gegen 5 Uhr wieder zu einzel- I neu Schießereien. Die Polizei rückte gegen 4.30 Uhr mit einem Riesenaufgebot an und hat in allerweitestem Umfange das
ganze Stadtviertel mit sämtlichen Nebenstraßen abgesperrt.
Den vielen Arbeitern und Angestellten, die sich in den frühen Morgenstunden zur Arbeit begeben wollen, wird das Verlaufen des ganzen Bezirks nur an einer Straßenecke gestattet u auch hier nur gegen Ausweis. Die Fenster muffen weiterhin geschlossen bleiben, um das Schießen au8 den Fenstern zu verhindern. Die Straßensperrungen haben unter den Tausenden von Arbeitern, die zur Arbeitsstätte wollen eine gewisse Unruhe hervorgerufen. Allenthalben bildeten sich debattierende Gruppen. Die Polizei beabsichtigt, den Kordon allmählich enger zu ziehen und die verdächttgen Häuser systematisch nach Waffen absuchen zu lassen, va von kommunistischer Seite Schußwaffen auch schwereren Kalibers verwendet worden sind, wie die aus der Straße gefundene Munition beweist. Es ist einwandfrei festgestellt worden, daß es sich bei den nächt- lichen Angreifern in der Hauptsache um Banden halbwüchsiger Burschen handel, te, die vorzüglich organisiert waren, einen
regelrechten Borpostendienst und ein Haupt- , quartier
unterhielten und zentral geleitete Aktionen gegen einzelne von der Polizei besetzte Punkte unternahmen, ©er Sturm auf das Poltt-i-
handeln, die während der letzten Monate gegen die deutschnationale Parteiführung opponiert haben Bekanntlich sind auch nach bet Weimarer Verfassung, die gewäblten Ab- georDneten bei ihrer politischen Stellungnahme levigltch ihrem eigenen Gewissen uw- terworfen sind.
Kommunisten scheuen auch nicht vor Drohungen und Gewaltanwendung zurück. So wurden die Arbeiter auf verschiedenen Baustellen durch Drohungen zur Niederlegung der Arbeit gezwungen. Bon den Verletz ten des 1. Mai sind inzwischen zwei im Kran kenhaus gestorben.
Bilder der Derwüstung
Unter Den Barrikaden sand man umgestürzte Lastautos und Traktoren, Asphalt-Teer- keffel sowie eine ganze Reihe von großen Benzintanks ufto. Die Demonstranten wollten offenbar im Falle eines Angriffes der Polizei die Barrikaden mit Benzin übergießen und in Brand setzen. Die Polizei durchsucht verdächtige Häuser. Der Verkehr soll im Lanke des Vormittags wieder ausgenommen werden Telephonleitungen und Straßendrähte sind zerschnitten, sodaß die Aufnahme des Verkehrs auch dadurch verzögert wird. Die Aufräumungsarbeiten gestalten sich sehr schwierig, da hier überall die schweren eisernen Untergrund bahnträger quer über die Straße gelegt sind und außerdem das Pflaster auf geriffelt worden Ist. Man befürchtet, daß sich die Ereignisse auch in den nächsten Nächten wiederholen werden.
übernommen? Unzweifelhaft hat er die Ver- schlechterung der Beziehungen zu London mit eingeleittt, indem er der ressortmäßig verständlichen, aber politisch allzu primitiven These des Admirals von Tirpitz keine Gesamtansicht des machtpolitischen Werdens entgegenzustellen verstand und die „Nibelungentreue* an die Habsburger Diplomatie mußte deren Ehrgeiz über das Bekömmliche steigern — Kiderlens Versuche, das Verhältnis Berlin-Wien neu zu ordnen, kamen zu spät. An Einsichten hat es dem geistreichen und gebildeten Mann nie gefehlt: der Reiz feiner Persönlichkeit, die etwas spielerifche Skepsis, die Anmut feiner Erzählergabe mochten ein Attivum darstellen. Aber um all dies zu nutzen, bedurfte es des frei gestaltenden Willens, der nicht bloß von der Gefchicklichkeit ttt mancherlei Auskunftmitteln lebt
Hinter der einnehmenden Oberfläche einer Bordergrundssigur aber bleibt sichtbar das ungelöste Rätsel deS Barons Holstein deS eigentlichen Leiters der deutschen Außenpolitik durch fast zwei Jahrzehnte. Wird Bülows Memoirenwerk dies löse»?
Berlins zweite Barrikadennacht
Berlin, 3. Mai. (Durch Funkspruch.) Infolge der K. P. D.-Hctze durch die Rote Fahne, Flugblätter. Hetzreden ufto., hat heute in zahlreichen Betrieben die Arbeiterschaft „als Protest gegen das Verhalten der Polizei" gruppen weise die Arbeit niedergelegt. Betriebe mit 1000 biS 1800 Mann Belegschaft sind betroffen. Nachts hatten auch in der Wiesen- ftraße die dort zahlreich wohnenden Kommunisten di« Gaslaternen ausgedreht und die Scheiben zertrümmert. Als ein Heber- fall kommando erschient, wurden die Beamten beschossen, die daraufhin ebenfalls feuerten Die Angreifer flüchteten. 1800 Arbeiter und ____
«ngefteBte btr Zigarettenfabrik Manoli und I rikaden'in der Hermannsträ^" besetzt." Auster. Isekkl habe« die «rbett nlebergelegt Die * dem haben sie starke Kräfte adgezwelgt, die mit
Berlin, 3. Mai. (Eia. Informationsdienst.) Von einer dem Parteiführer Hugenberg nahestehenden Seite war der deutschnationale Fraktionsantrag unterbreitet worden, der darauf abzielte, der Parteileitung bestimmenden Einfluß auf die politische Haltung der einzelnen yrottion8nütgüeber einzuräumen, da Hugenberg z. Zt. nicht über eine Mehrheit seiner Anhängerschaft verfügte. Der Antrag hätte bei Annahme zur Folge gehabt, daß keiner der deutschnationalen Abgeordneten künftig mehr zu schwebenden politischen Tagesfragen, entsprechend seiner inneren Uebeneugung, hätte mündlich oder schriftlich Stellung nehme» können, ohne vorher die Genehmigung bet Parteileitung dazu zu besitzen Dem ent» ichiedenen Eingreifen des Grasen Westarp und anderer Abgeordneter ist es dann gelungen, den Antrag in der Fraktion mit knapper Mehrheit zu Fall zu bringen. Run soll sich aber der Parteivorstand mit der Angelegenheit befassen. Es dürfte sich um einen vor» sioß der Hugenberg nahestehenden Streife gegen Persönlichkeiten wie
Lambach, Schlang«, Schöningen, TreviranuS, Lindeiner ufto.
Ar Bestätigung finden sollte. Er war in tot- fonberem Ausmaße der Vertrauensmann, ja der | L1"8 des Kaisers gewesen; dessen stand über seiner glanzenden Laufbahn statte es verstanden, den Monarchen mit der künstlerischen Schmiegsamkeit des Virtuo- »behandeln*. Es hatte immer gut ge- bener wie bei seinen drei Vorgängern: es fehlte der Druck der genialen Ueberlegen- “«1er per SiSmard den jungen kaiser- lidjen Ehrgeiz ließ, es fehlte die herbe, nüch- terne Sachlichkeit, die Caprivi isolierte, oder btwas greisenhafte Skepsis Hohen- !5des, die thre Aufgabe im Verhindern von Sorbetten erfüllt sah und im übrigen wehrlos blieb. ~as hatte sich mit dem beweglichen, ge» bübeten und witzigen Mann geändert, der eine fo ausgezeichnete Figur machte, der es in Jovialität und Polemik mit dem Parlament gleich gut verstand, sodaß man fest daran glaubte letzt sei der richtige unb eigentliche Nachfolger des Reichsgründers gefunden. Alle Beteiligten hatten sich darauf eingerichtet, daß dies Kanzleramt Jahrzehnte dauern würde.
Da kam der November 1908 — der „Daily Telegraph* hatte jenes die Nation b e u n. ruhigende Interview des Kaisers gebracht, das Parlament forderte einhellig Rechenschaft und der Kanzler konnte den Kaiser nicht decken. Wilhelm II. fühlte sich preis- gegeben und verlos das Vertrauen zu Bülow. Rur ungern entschloß sich der Kaiser 1915 Bulow nach Rom zu senden, ihm würde es vielleicht gelingen, war die Rechnung, Italien dem Kriege fernzuhalten. Es konnte nicht gelingen. In Rom begegnete der Botschafter auf gleichen Wegen seinem früheren WidersacherErz- »erger — sie verstanden sich damals und Erzberger war in der Kanzlerkrise 1917 be> müht, Bülow als Nachfolger Bethmanns zu lancieren. Aber auch dies scheiterte. Noch einige Male tauchte der Name des Fürsten in allerhand Kombinationen auf — es blieb an ihm der Nachklang eines diplomatifchen Hexenmeisters hängen. Aber dann tarnen die Aktenpublikationen, bie ein wenig Staub alter Schränke auf bie schimmernde Politur legten. Unb Bülow begann, feine Memoiren zu schreiben.
Bülow 8« Jahre i Igg Kampfviertel schm gesäubert
Kr. Theodor Heuß. M b. R-
Kasseler Neueste Nachrichteu
__________ Kasseler Abendzeitung