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Donnerstag, 2. Mai 1929

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

19. Jahrgang

Traurige Maibilanz in Berlin

*

Der zeppelin kreist 06er Wien

Heber Wien angekommen

Zeppeltnjnbel in der Donaumetropole.

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grammätzig feine Fahrt nach Gra, weiter zusetzen.

Luiammenfto- mit Hrimwrvrleuten

Wien, 2. Mai. (Prtvattelegramm.) Wäh­rend die Maifeier in Wien ruhig verlief, kam es in Kapenberg in Steiermark bei einer Kund- gebung der Arbeiterschaft zu schweren Zusam­menstößen mit Heimwehrleute«. Es wurden 20 Personen verletzt, darunter zwei schwer. Die Gendarmerie stellte die Ruhe wieder her.

Prag, 2. Mai. Der 1. Mai, der in der Tsche choslowakei Staatsfeiertag ist verlies Überall ruhig. Die Kommunisten durchzogen mit Fah­nen die Stadt. Die Sozialisten veranstalttten getrennte Kundgebungen.

also eine sehr bedenkliche Angelegenheit, die für dre Beurteilung unserer innerpolitüchen Lage kritisch werden kann, weil man jetzt prü- fen wird, ob nicht die Zeit gekommen ist, ge­genüber dem Roten Frontkämpferbund ener­gisch vorzugehen.

Nummer 103 Einzelpreis: Wochentags 1(1 Pfennig.

kampf dauerte bis gegen 9 Uhr abends. Dann flaute das Feuer etwas ab und die Polizei konnte die Barrikade nehmen und in die Hau­ser eindringen, wobei einige Karabinersalvcn abgegeben und eine ganze Anzahl von Perso­nen verletzt wurden. Bisher sind zwei Tote fest­gestellt worden.

Hntotsetmrdfe: Eindeimifae SesE-anzei-ea die mm-Selle U 4. aulroärHee «ektdätt». anzcisen 6ie mm-äeUe U 4, Namilteaanirtsrn dir mm«3eUe 11 4, Kleine Aneetaen aal Äfft itiMV/sp&a« irjätiXSSä iefonfteri «»wierion» «ad 10ü «roeeoi auffÄlaa.^^oftfÄecrf^nto »ranffuttt «Ä.

schlagen' usw. gespielt wurden. Die ganz« Kundgebung verlief in humorvoller Stimmung. Ein starkes Polizeiaufgebot begleitet« die Kttnd- geber.

Opfer auch bei den Nachbarn

Tote und Verletzte in Sowno und Wilna.

Sowno, 2. Mat. (Eigener Drahtbericht.) Bet dem Versuch der Kommunisten, anläßlich des 1. Mai einen verbotenen Demonstratious- ?ug durchzuführen, mutzte bi« Polizei von bet Waffe Gebrauch machen, wobei mehrere Personen getötet unb viele verletzt wur­den. Auch in Wilna kam es zu Zusammen­stößen, wobei eS ebenfalls Tote unb «er- letzte gab. Drei Polizisten würben verletzt.

Srudiger Verlauf In Wien

Wien, 2. Mai. (Privattelegramm.) Die Maifeier der Arbeiterschaft verlies ruhig. Der Demonstrationszug bewegte sich über die Rlna- stratze nach dem Rathaus und wieder zurück. Er stand im Zeichen der Parole: Für die Alters­und Invalidenversicherung, für Mieterschutz und Wohnungsbau, für Abrüstung Usw. Zu Zwischenfällen ist es nicht gekommen.

** lkallel^ N-vkst-o, Ka^ichle» erfcheiatt wdchemlstd '«»»mal oachminaas. Der Abo», e m? u 6tf Zustellung InB HauS, In der Ge-

Dur» 6t« $o# monatlich 2JO X ausschlietzlich Zuftellungsge.

2.« Dlnsvrüche wegen etwaiger nicht ordnungs- NNMk, LiekeruLa M atzoarschMe«^ Kür unoerlangt eingesanbte Beiträge kann die Beran ««tun« »der Sewtibr in keinem Salle übernehmen. Schristleiiung. Serlao und Druckerei. Kastel. Schlachthosftrad« Rr. 28:30. Kernkvrecher 051, SSS, 6317

Berlin, 2. Mai. (Durch Funkspruch.) BiS gegen 2 Uhr nachts waren im Polizeipräfidium etwa 900 sistierte (ßerfonen wegen Wider­standes gegen die Staatsgewalt, Beleidigung oder LandfriedensbrucheS eingeliefert worden. Ein großer Teil wurde nach Feststellung der Personalien wieder entlasten. Die Zahl der Toten beträgt acht, die der verletzten T«. monftranten etwa 80, abgesehen von den vielen Verletzte«, die durch ihre Genosten bezw. die Arbeitersanitäter weggeschafft worden find Die Zahl der Sistierten bedeutet einen Rekord

Berlin, 2. Mai. (Eigener Information», dienst.) Das Berliner Polizeipräfidium hat z. Zt. noch keinen restlosen Ueberblick über die Zahl der Toten und Verwundeten. Nach unse- renFeststellungen müßte damit gerechnet wer­den, daß hn Ganzen etwa achtzig Personen verletzt worden find, davon etwa 32 Polizei- beamte. Die Zahl der Toten schätzt man noch immer zwischen sieben und zehn. 125 Sistierte bleiben noch in Hast und werden sich Wegen LandfriedenSbruck und Ausruhr -n verant­worten haben. Bei den Barrikadenkämpfen in der Kösliner Straße, bei denen es vier Tote gab, handelt es sich um offenen Aufruhr,

... und in Tokio

Tokio, 2. Mai. (Funktelegramm.) Die Mai- feieslichkeiten litten unter starkem Regen und verliefen vollkommen ruhig. Die Versammlun­gen waren von Lausenden von Arbeitern be­sucht. Ein großes Polizeiaufgebot stand bereit. Zu Zwischenfällen kam eS nicht.

Panzerwagen gegen BarriLa-en

Blutiges Ringen in zwei Straßen.

toSShl L fottn mußte bie Polizei schließlich mit Panzer- wagen vorgehen. Di« Kommunisten hatten in ^r. Ziethenstraßen Barrikaden errichte: und, ebenso wie im Norden der Stadt, wurde starken Schutzpoli»i- ^mmandos auS den Häusern und von den M nw3i&,e f 4 o f f e n. Die Straßenzüge » «em Dunkel Einzelheiten über die Kampfe liegen noch nicht vor .

Berlin, 2. Mai. (Privattelegramm) Leider ist es gestern doch zu dem befürchteten Blut- vergießen gekommen. Namentlich im Osten, im Norden und im Zentrum der Stadt tauen von Kommunisten Versuche zur Bildung von Demonstrationszügen trotz ausdrücklichen De- Monftrationsverbotes unternommen worden Die fast fünfzehntausend Mann starke Berliner Schutzpolizei hatte einen überaus schwierigen Straßendienst zu versehen und mußte immer WtSder vom Gummiknüppel Gebrauch machen. Noch in letzter Stunde waren beson­dere Polizeigruppen von je vier Mann gebil- «t worden, bie mit langen Schlauchleitungen »nd Hydranienanschlußmaterial aus Automo- mobtlen bereit standen, um die erhitzten Ge­müter der Demonstranten durch

dicke Wasserstrahlen abzukühlen.

Trotzdem kam es bereits vormittags in Neu- »vün mi schweren. Zusammenstößen, wobei

Steinwurfe auch Polizeibeamte verletzt wurden. In der KöSlinerstraße kam es zu 5r^n^.reSelr«cht«n Straßenkamps mit Schußwechsel auf beiden Seiten Es wurden i^doch uner- wnnt durch Arbeiter-Damartter weggesckafsl beJ Hasenheide ging ein Demon- firattonSzug mit Zaunlatten und Bierseideln gegen emschreilende Beamte vor. Vier Be- SeTÄr&f UCrIct't *18 Schüsse fielen

Das Ausland blieb still Maffenverhaftungen in Paris.

Paris 2. Mai. (Eig. Drahtbericht.) Infolge der umfassenden Maßnahmen der Polizei wur- den alle Mai-Kundgebungen im Keime erstickt. Dle Polizeibehörden ließen alle Bersamm- 1,0,1 Polizisten umstellen und samt- uche Anwesenden verhaften. Die Zahl der Festgenommenen beträgt mehr als 3500, da­runter 500 Gewerkschaftler sowie der Abg Do. riot (Komm.), der Schriftleiter Berliot und andere Kommunistenführer. Verschiedene Be- rufsgruppen legten die Arbeit nieder. Rest­los gestreikt wird von den Bauarbeitern und den Chauffeuren, was zur Folge hatte, daß das Bild des Parlser Straßenverkehrs sehr ru­hig war Der übrige Verkehr ist nahezu nor- 'mal, wenn es auch hier nicht an Streikenden lehlt. In der Provinz war die Lage ähnlich.

Humorvolle sage in London

2. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) N ÄierJ£ vollständig ruhig verlau­se»- Wahrend der Nachmittagsstunden bewegte Üch e-n Zug mit roten Fahnen, in dem sich auch mehrere Wagen mit Kindern befanden, durch die Straßen nach dem Hyde-Park. Hier spra­chen Redner von sechs Tribünen. Entschließun- gen wandten sich gegen die Arbeitslosigkeit, den ^mperraltsmus, hie Unterdrückung der Arbei- ter in den Kolonien usw. Es waren kaum mehr als zwe,tausend Personen refchienen. Eigen- berührte es deutsche Zuhörer, daß von den Musikkapellen u. a. deutsche Weisen wie,O Tan­nenbaum , »Siegreich wollen wir Frankreich

gleichfalls zur Schußwaffe greisen.

Am f'adefd-en Warft i»n di» mit

S^in-n beworfen ui» nn Füßen getreten wurden, mugte ne aoermats Lchtei-.chuue ab- 5LrZ^er Universität aus zogen kom- Dsudenten, durch andere verstärkt, n?L®e^n9 vor Internationale die SS?*.» Wi Linden entlang, wurden "ufgelöst In Neukölln mußte die

MU<6J8en Straßenverkehr JrEru. da die Demonstranten mit Gewalt Mm ^omolierung sie strllzulezen versuchten m?tru»Ek0nderplatz folgte bei einem Umzug Plötzlich ein Bombardement auS den umlle- ÄffiuÄt* einschreitenden Beam- Preßkohlen, Blumentöpfen «fi». ein, «in Beamter wurde stärker verletzt

«fto. ruhig verlaufen« Feiern ab.

Sin» gefttirmte Barrikade

Berlin, 2. Mai. (Privattelegramm.) Die Kommunisten errichteten abends gegen 6 Uhr «n der Pankstraße, Ecke Kösliner- und Wed- drngstraße, eine große Barrikade auS Kanalifa- ttonSmaierial, von Baubuden, Gerätewaym, Eisenrohren usw. Sie, stürzten die Wagender Bauunternehmer um, rissen die Baubuden ein und errichteten darauf eine hohe Barrikade Die anrückende Polizei erhielt von der Barrikade und von den Dächern heftiges Feuer. Im gan­zen find etwa 10001500 Schüsse auf die Poli- zei abgegeben worden. Polizeioberst Heymanns- berg rückte darauf mit mehreren Hundertschaf, len und Panzerwagen sowie Scheinwerferwa­gen in die Pankstraße ein. Hier erhielt er in der Gegend zwischen Kösliner- und Wedding- straße starkesFeuer. Er gab die strikte An- ordnung, daß fein Fenster geöffnet werden dürfe. Die Häuser wurden mit Scheinwerfern abgeleuchtet, doch gelang eS nicht, irgendwo Schützen festzustellen, da die Schüsse anscheinend auS Dachbodenfenstern abgegeben wur­den. und die Schützen beim Eindringen der Po­lizei über die Dächer flüchteten. Dieser Feuer­

Aeun Tote in Berlin

Eine traurige Bilanz vom 1. Mai.

Berlin, 2. Mai. (Funkdienst.) Um 19,15 Uhr abends wurde ein unbekannter Mann im Alter von etwa 40 Jahren, der einen Bauchschuß erhalten hatte, in das VirchowkrankenhauS ein­geliefert, wo er bald darauf verstarb. Vorher war ein Kaufmann in bei Nähe dek Kampf­gebietes am Wedding auf bet Straß« durch einen Kopfschuß getötet worden.

Berlin, 2. Mai. (Funktelegramm.) Rach den bisherigen Ermittlungen sind bei den gestrigen Zusammenstößen neun Personen getötet und mehr als hundert verhaftet worden. Die Zahl der Verletzten dürfte 80 weit überschreiten, da die Kommunisten die meisten bald fortschaffen konnten. Von der Schutzpolizei sind 25 Beamte mehr oder minder zu Schaden gekommen.

Kasseler Neueste Nachrichteu

. ... _ Kasseler Abendzeitung Hessische AbendzeUung

Zeppelinflug über Oesterreich

Auch im Ausland blutige Mai-Zwischenfälle - Zeppelinjubel in Wien

Meuterei als Maifeier

. Varis, 2. Mai. (Eig. Drahtbericht.) Unter dem Einfluß des 1. Mai befreiten in Toulon r-"e- Korrektionsanstalt für Minderjäh­rig e jO Zöglinge einen in Einzelhaft defind- Itdptt Kameraden und richteten große Bei- w u,t u n ge n im Gebäude nn. Schließlich ent­flohen sie, wurden jedoch bald wieder einge- sangen.

_ Friedrichshafen, 2. Mai. (Privattelegramm.) Tin Aras Zeppelin ist heute früh um

5,10 Uhr unter Dr. Eckener zur Fahrt nach Wien aufgestiegen.

Friedrichshafen, 2. Mai. (Eigene Drahtmel- dung^) Graf Zeppelin überflog nm 6,23 Uhr München und passierte um 6,45 Uhr Mühldorf am Inn.

Friedrichshafen, 2. Mai. Nach starken Re- gengüssen klärte sich das Wetter in den frühen Morgenstunden zusehends auf. Die 25 Passa­giere, darunter der Chefkonstrutteur des Luft­schiffbaues Dr. Dürr gingen um 4,30 Uhr an Bord. Im Luftschiff befinden sich einschlietz- lrch der Besatzung 75 Personen. Um 5,05 Ubr wurde das Luftschiff durch das Osttor auf das taunaffe Gelände gebracht, während die aus­gehende Sonne die Bugspitze ttaf. wurde der chwere schtffsrumpf noch einmal kurz ausge­wogen. Unmittelbar darauf wurden gleichzei- Ha mit dem Hochwerfen des Schiffs einzelne Motoren angeworfen, anscheinend, um den Schiffskörper rascher hochzubringen. Die Be­lastung schien aber immer noch zu groß zu fein; denn erst nach Entleerung mehrerer Wasserbal­lastsäcke ging das Schiff allmählich in die Höhe. Zunächst hatte es den Anschein, als ob es nicht gelingen würde, über die hart am Ostrand des Geländes stehenden Häusergruppen hinwegzu- kommen, da der rückwärtige Teil deS Schiffes ich nur langsam vom Boden ablöste. Schließ­lich glitt aber Graf Zeppelin doch noch glücklich über das Zeppelindorf hinweg und entfernte sich in langsamer Fahrt. Bei dem schwierigen Aufstieg machten sich die Nachteile des kleinen und beschränkten Geländes sehr fühlbar.

Wien, 2. Mai, ^Privattelegramm.) Das Luftschiff nahm Kurs nach Süden, um Pro­

Wien, 2. Mai. (Privattelegramm.) Um 19 Uhr 15 Mtn. wurde Graf Zeppelin übet dem Wiener Vorort Hüttendorf gesichtet. Zwei Minuten später ist da- Schiff bereits tu arad- ltmgem Finge über dem Zentrum der Stadt anaelangt und umfliegt in eleganter Schleife den StefanSdom. Der Him- mel ist stark bewölkt, da- Luftfch'" " ' ' niedrig und ziemlich langsam Stadt ist in fieberhafter Erregung. "Fenster u. Hausdächer werden al- BeobachmngSposten benutzt. Der Jubel der Menge verkündete die Ankunft des Grasen Zeppelin.

_ Wien, 2. Mat. (Privattelegramm.) Da» Luftschiff stand um 10,22 Uhr mit bet Wiener Radiostation in SBctbinbuna. Nach Uebermttt- lung von Grüßen bet Wiener Bevölkerung und bet Behörden liest Dr. Eckener seinen Dank auSsprechen und mitteilen, daß er gegen 1 Uhr nochmals über Wien erscheinen werde

Wien. 1 Mai. (Eigene Trabtmeldunq.) Das Luftschiff ist bei wolkigem Wettet nur zeitweise sichtbar. Zu seiner Begrüßung find 20 biS 30 Luftballons aufgestiegen. Zur Zeit kreist das Luftschiff über der Stadt.

Das Wiener GroßflugzeugA 28' statt« westlich St. Pölten den ..Gras Zeppelin' im Nebel verpaßt, drehte aber bald um unb machte alle Anstrengungen, um das mit unge« heurn Geschwindigkeit fliegende Luftschiff noch vor Wien einzuholen. Während daS Luftschiff sich noch über der Stadt aufhielt, kam daö rrlugzeug .,A 28* an und gab dem -Grasen Zeppelin* das Geleite.

Qlbgertegtite ©haften

Berlin, 2. Mai. (Funktelegramm). Gegen 9 Uhr abends erkannten die Demonstranten offenbar, daß ihre Lage hoffnungslos wurde, zumal die Polizei in den Häusern aufzuräu­men begann. Als sie auf die Straße heraus­kamen, tönte ihnen von den Beamten der Ruf entgegen »Hände hoch!* und mit erhobenen Armen mußten sie bis zu den Sperrketten am Straßenende gehen. Um zu verhindern, daß Gesindel, das sogar aus Krankenwagen schoß, in die verdächtige» Häuser eindrang, wurde niemanden mehr der Zugang gestattet Gegen 10 Uhr fielen immer noch vereinzelte Schüsse, und die Scheinwerfer suchten un­aufhörlich an den Häuserfronten entlang, um zu verhindern, daß das Sckützenfeuer wieder auflebe. In den Häusern dürften noch viele Verwundete liegen. Die Haussuchungen gehen weiter und dürften viels Gerichtsnachspiele zeitigen.

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Was ein Rommunistenversteck verriet

Berlin, 2. Mai. (Funkdienst.) Die Polizei hatte bei dem Kampfe in der Kösliner-, Wed­ding- unb Pankstratze besonders aus einem Hause bcr Weddingstrahe, in dem sich ein Rot- frontkämpfer-Lokal befindet, heftiges Feuer er­halten. Bei der Säuberung um Mitternacht zeigte es sich, daß sich ganz am Ende des Lo­kal» «in angebauter Saal befindet, bcr eben in höchster Eile verlassen worden war. Da- rauf lief«» noch glimmende Zigarren schließen. Die HauSsuchun» förderte lediglich bei der Wirtin eine Schußwaffe zutage. An­scheinend waren die Kommunisten über die Dächer geflüchtet. Im Hausflur sand man überall Spuren von Schüssen, womit den Kom­munisten die Verwendung von schweren Schußwaffe» nachgewicse» werden kann.