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Meler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

Nummer 101 Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Dienstag, 30. April 1929

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

19. Jahrgang

Amerika erkennt Moskau nicht an

Berliner Sorgen um den 1. Mai Politisierung -er Rep arationsprobleme?

Die nächste Etappe in Paris

Vorspiele für den 1. Mai

Paris, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Gegen den Gedanken einer politischen Konfe­renz für den Fall, daß die Sachverständigen tu keinem Ergebnis kommen sollten, wendet ein Blatt ein: In diesem Falle wird Vie Frage auf lange Zeit begraben sein, bis die Umstände die Wiederaufnahme der Verhandlungen er­heischen und dann zweisellos unter wen weni­ger günstigen Bedingungen. Ein anderes Blatt dagegen meint: Die Welt werde nicht einstürzen, wenn keine Einigung erzielt wird. Die Regierungen würden jedoch in dem aus­zustellenden Bericht ausgezeichnete Anregungen finden. Die Frage, was Deutschland etwa für die vorzeitige Räumung des Rhein­landes zu zahlen geneigt sei, könne brutal g e st e l l t werden, jedoch können nur die Staatsmänner sie lösen. Bis dahin sei der Zwischenakt ohne Gefahr, denn der Dawes­st lan bestehl ja weiter (!) Auch ein anderes Blatt will das Wort den Regierungen lassen.

Paris, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Der Reparationsagent Parker Gilbert hat gestern Paris verlassen, um fich nach Berlin zu begeben.

Nach den immer schwächer werdenden Hoff­nungen in Paris werden j:tzt Stimmen laut, daß man die ganze Reparationsfrage doch wohl besser den Politikern überlassen hätte. Schlech­ter als diese sogenannten .Sachverständiger^ würden sie es auch nicht gemacht haben. Was ist aber schließlich als .sachverständig" zu be­zeichnen?. In Paris waren die großen Finanz­männer der Welt zusammen, die mit Milliar­denziffern umzugehen wissen, denen Ausdrücke wie Kommerzialisierung, Transfer und so viele andere geläufig sind, denen die Organisation einer internationalen Reparations-Riesenbank weiter nichts als eine interessante berufliche An­gelegenheit ist. Trotzdem lassen sich natürlich wirtschaftliche und politische Zusammenhänge nicht fein säuberlich trennen und es ging also nicht anders, als daß man auch die politischen Sachverständigen nun wieder zu Hilfe rief. Diese sind aber doch auch nun schon seit Jahr und Tag an der Arbeit, ohne eine brauchbare Lösung gefunden zu haben. Ob es am rechten Zusammenwirken zwischen politischen und fi­nanziellen Sachverständigen gefehlt hat? Ob vielleicht darüber hinaus noch Sachverständige anderer Art nötig gewesen wären? Ob es viel­leicht neben den Sachverständigenqualitäten auch noch auf allgemein menschliche Quali­täten ankäme, die nicht jeder mitgebracht hat, der zur Mitarbeit berufen wurde?

Hätte man nicht an die Leute denken können, deren Arbeit erst die Riesenwerte der Repara- turnen schaffte? Hätte man nicht neben die Ban­kiers und Großindustriellen auch führende Ver- tretet der organisierten Produzenten und Konsumenten setzen können? Wäre das von allen beteiligten Staaten aus grundsätzlich geschehen, so hätte sich doch vielleicht eher eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens ge­bildet. Hier ist ein psychologisches Moment außer acht gelassen worden, daß vielleicht eine Verständigung erleichtert oder die letzten Mög­lichkeiten erschöpft hätte. Einen anderen schweren psychologischen Fehler hat der ameri­kanische Reparationsagent gemacht. Nachdem er sich ziemlich einseitig über die deutsche Lei- stungsfähigkeit informiert hatte, war er von Regierung zu Regierung gegangen mit der Ver­sicherung, daß Deutschland die regulären Zah­lungen des Dawesplanes ohne Schwierigkeiten werde leisten können. Nur so sind die hochge­spannten Erwartungen auf der Gegenseite und die siegesgewisse Mitwirkung der amerikanischen Bankiers zu erklären. Je größer die Unvorsich­tigkeit Parker Gilberts war, umso härter ist nun der Eindruck der tatsächlich vorhandenen Situa­tion. Auch die Politik sollte etwas von Psycho- wgie verstehen. Die Presse legt Gilbert wegen dieser verhängnisvollen Fehler sogar den Rück- tritt nahe, zu dem dieser jedoch keine Lust verspüren dürfte. Und vielleicht ist der schwer- wiegendste Irrtum der Sachverständigenkonse- renz auch nur auf eine falsche Psychologie zu­rückzuführen: An wem sind letzten Endes die Verhandlungen gescheitert? Doch nicht an dem Gegensatz zwischen Deutschland und seinen Gläubigerstaaten. Selbst über die niedrigen Ziffern von Dr. schacht wäre man schließlich mit ihnen einig geworden, wenn nicht dieses ganze deutsche Angebot rucknchiSloS und ohne jeden Absttich von Amerika mit Beschlag belegt worden wäre.

Amerika ist die einzige Macht, die noch keinen Pfennig von ihren Forderungen gestrichen hat, die, wie Shylock, auf ihrem Schein besteht. Die europäischen Gläubigerstaaten Deutschland ge­genüber sind gerade dadurch am meisten erbit­tert worden, daß sie als Schuldnerstaaten den Amerikanern gegenüber bis auf den letzten Hel­ler wieder abaeven sollen, was sie von Deutsch­land bekommen. Wäre es nicht möglich gewe­sen, eine europäische Einheitsfront gegenüber den Amerikanern hrezustellen? Hätte es nicht auch auf die Letzteren einen starken Eindruck machen müssen, wenn sie sich einer derartigen Möglichkeit gegenübergesehen hätten? Es ist schwer, rechnerisch nachzuweisen, aber es liegt trotzdem nahe anzunehmen, daß die psychologi­schen Voreingenommenheiten bei den europäi­schen Sachverständigen eine nundurchdringlichen Schleier bildeten, der ihnen die Möglichkeit eines solchen Versuches von vornherein verhüllte.

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Das Lntschei-ungssta-ium

Paris wartet Schacht's Rückkehr ab.

Paris, 30 April. (Eigener Drahtberichä.) Die Abwesenheit Dr. Schachts haben di« Ar- betten der Fünf zum großen Teile lakmgeleqt, Da man immer noch hofft, Dr. Schacht werde aus Berlin m? .PorMägr Einigung über bi^ Endjahre hält man ntfiti für schwer, wenn man sich Über die ersten 15 Jahre geeinigt haben werde. Man glaubt jetzt allgemein an eine Entscheidung über die Höhe der Jahres Zahlungen innerhalb der näch­sten vier Tage. Andernfalls würden nur noch Berichte abzufaflen sein.

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Immer wre-er abgewiesen

Genf behält die Wehrpflicht bei.

Gens, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Der chinesische Vorschlag auf vollkommene Ab­schaffung der allgemeinen Wehrpflicht wurde gestern von der Abrüstungskommission aus den Arbeiten aus geschaltet. Der chinesische Delegierte Tstang Tso-pin bestand daraus, daß sein Antrag in irgendeiner Form vor die Kon­ferenz gelange. Er wolle es dabei dem Präsi­denten überlassen, die Form zu bestimmen. Wie Präsident Loudon zu erkennen gab, wird der chinesische Antrag in einem Bericht an die Kommission als Anhang angenommen (!). China behielt sich die Freiheit vor, unter Um- Sänden selbst zu der allgemeinen Wehrpflicht berzugehen. Außer Kanada und Litwinow unterstützte vor allem Graf Bernstorff den chinesischen Vorschlag. Deutschland selbst habe darauf verzichtet, die Abschaffung der all­gemeinen Wehrpflicht vorzuschlagen, nadjbem aber btefer Gedanke von China in die Debatte hineingetragen worden sei, setze sich Deutsch­land für ihn ein, umsomehr, als er ganz tm Sinne der Friedensverträge liege. Zum Schluß wurde die prinzipielle Frage der Er- sassung der aktiven Land- und Seestrettkräfle durch die Konvention behandelt.

Abgelehnt wurde auch der deutsche M>L:cbe- rungsanttag, der neben der Begrenzung der aktiven Effetttivbestänoe auch die Embezie» hung der »zur Disposition stehenden Bestände und der ausgebildeten Reserven verlangt, die im Kriegsfall jederzeit ohne und mit besonde­rer Mobilmachungsoroer zu den Fahnen ein­berufen werden können Graf Bernswrff be­tonte mit Nachdruck, daß die großen Milttär- mächte nunmehr Gelegenheit hätten, im Smne der von Gibson ergangenen Aufforderung Konzessionen zu machen.

Der Minister für alles

Mussolini leitet acht Ministerien.

Rom, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Nach seiner Wahl zum Kammerpräsidenten ist der Abg. G i u r i a t als Brbeitsminister zurück- getretett. Zu seinem Nachfolger hat der König Mussolini ernannt, der jetzt gleichzeitig acht Ministerien leitet.

Fünf Miffionaie In Dcmditenvanden

London, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Hankau verlautet, dass die Lage von zwei britischen und drei amerikanischen Missionaren in Taoyuan bei Tschanateh, die von Bandtten bedroht seien, sehr ernst wäre. Truppen sind zur Rettung der Misfionare entsandt.

Berlin, 30. April. Laut Kommunistenblatt ist von Der Staatsanwaltschaft gegen drei Re­dakteure derRoten Fahne" ein Verfahren we­gen Aufforderung zum Widerstandgegen die Staatsgewalt eingeleitet worden.

Berlin, 30. April- (Durch Funkspruch) Ge­stern abend kam es wieder zu kommunistischen Ueberfällen auf Polizeibeamte in der Form von Straßenaufläusen und Zusammenrottungen, die aber meist auf Aufforderung wieder aus- einanbergingen. Besonders schwer war ein Zusammenstoß aus dem Potsdamer Platz wo plötzlich etwa 20o Demonstranten auftauch­ten, die versuchten, in geschloffene? Zuge in die Leipziger Straße zu marschieren und die ihnen entgegentretenden Polizeibeamten tätlich angriffen. Dabei wurde einer der Beamten erheblich verletzt, zu Boden ge­worden und mit Stiefelabsätzen bear. beitet. Sechs Personen wurden sestgenom- men. Bei einer Zusammenrottung vor dem Gebäude desVorwärts" wurde einer der Haupthetzer schließlich festgenommen. Aehn- liche Vorfälle spielten sich noch in Neukölln ab, wo sechs Jungspartakisten festgenommen wurden. An anderer Stelle wurde bei Ein- schreiten ein Wachtmeister durch Schläge er­heblich verletzt.

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«ornmt ♦♦ my?Z:n zum

Berlin, 30. April. (Eigener Jnformatwns- dienst.) Der Vorsitzende des Berliner sozial­demokratischen Bezirksparteitages, Abg. Künst­ler teilte gestern mit, daß in einer kommunisti­schen Versammlung mehrfach der Auffassung Ausdruck gegeben worden sei, daß man am 1. Mai bei den Aufmärschen mit etwa zweihundert Toten zu rechnen haben werde. Man will zu- nächst lokale Demonstrationen veranstalten, aus denen später zwei Züge formiert werden sollen. Diese Züge sollen über den Potsdamerplatz und den Alexanderplatz geführt werden, also über zwei wichtige Brennpunkte des Berliner Ver­kehrs, an denen Zusammenstöße nnvermeid- l i ch erscheinen müssen. Auf dem Alexander- Platz werden zur Zeit umfangreiche Erdarbei­ten vorgenommen, sodaß der Verkehr in wenige schmale Rinnen zusammengedrängt wird. Man hofft immer noch, daß die rechtzeitige Veröffent­lichung der kommunistischen Absichten die Ge­fahren turbulenter Zusammenstöße zumindesten mildert.

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Berlin, 30. April. (Eigener Informations­dienst.) Zu den KommunistenplSnen für den 1. Mai schreibt das Moskauer Sowjetorgan, die Blicke des ganzen werttätigen Deutschland seien jetzt auf Berlin gerichtet. Damit ist gleich­zeitig der Beweis dafür geliefert, daß die kom­munistische Partei Deutschlands mit ihrem Be­schluß, entgegen dem Demonstrationsverbot nach

Anweisung der Moskauer Machthaber handelt. Die kommunistische Partei erklärt neuerdings, der Befehl des Polizeipräsidenten, den Beamten am 1. Mai keine Karabi­ner bei den ©träfen auf den Straßen mitzu- geben, ein halbes Rückzugsmanöver Zörr- giebels, mit dem sich die Arbeiter aber keines- Wegs zufrieden geben würden. Diese Anwei­sung soll jedo chnur den Beamten den Dienst auf der Straße erleichtern. Abgesehen davon, daß Karabiner eine provozierende Waffe seien, wird darauf hingewiesen, daß die einzelnen Beamten bei etwa notwendig werdender Ver- teibigung sich besser ohne, als mit Ka­rabiner zur Wehr setzen könnten. Der Gummiknüppel sei, falls es zu Zusammenstö- ßen kommen sollte, eine bessere Waffe alS es der Karabiner sein könnte. Besonders zu den­ken gibt im übrigen die Sage bei den direkten

BerkehrSunternehmungeit, deren Betriebs­rat zur HSlste kouwnistisch

ist. Hier wird mit allem eTrror versucht, auch die Arbeitswilligen an der Ausführung ihreS Dienstes zu hindern. Von kommunistischer Säte verlautä, daß besondere Kommandos bereitgestellt worden sind, um die Durchfüh­rung eines geordnäen Verkehrs zu stö­ren. Die Schutzpolizei hat deshalb befonbere. Anordnungen getroffen. Mit Spannung siebt die Berliner Bevölkeruna dem Verlauf der 1. Mai entgegen. Man hofft vorläufig noch im­mer, daß eS der Polizei gelingt, dem Demo»«

KnSverbot Geltung zu verschaffen, ohne 8 zu Blutvergießen kommt.

Feflgenommrne Rlebefolonnen

Berlin, 30. April. (Funktelegramm). In der vergangenen Rächt wurden an verschiede- neu Stellen der Stadl fommuniftiftbe Klebe­

kolonnen, die Zettel und Transparente en Häusern anzubringen versuchten, festaenomme« Etwa 20 Personen wurden verhaftet.

Das letzte Wort

Washington läßt Moskau fallen.

Newyork, 30. April. (Durch Funkspruch.) Die Bemühungen Senator BorahS um die An­erkennung der Sowjet-Regierung vonsette« Washingtons werden nunmehr in amtliche« Kreisen als hoffnungslos bezeichnet. Staatssekretär Stimson hat an den amerikani­schen Arbeiterführer Matthew Woll ei« Schreiben geratet, daß die Regierung kei­nerlei Aenderung der bisherige« Politik beabsichtigt und die Sowjäregierung nicht an­erkennen wird.

Die gesperrte Einwanderung

Neues Ringen mit Washington.

Washington, 30. April. (Durch Funkspruch.) Senator Rehe unternahm heute im Einwan- derungsausschuß den Versuch, die Entschei­dung über die Aufschiebung der neuen Ein- wanverungsquoten durch einen enlsprechenden Antrag dem Spruch des Ausschusses zu ent­ziehen. Zur Annahme des Antrages wäre Ein­stimmigkeit erforderlich gewesen. (Senator Reed opponierte jedoch und behauptete, die Propa­ganda gegen die neuen Quoten würde ledig­lich von denBindestrich-Amerikanern" und den Schiffahrts-Gesellschaften betrieben. Se­nator Johnson machte Reed darauf auf­merksam, daß auch Präsident Hoover Gegner der neuen Quoten fei. Reed erwi­derte, wenn Hoover die Bevölkerungsprobleme so genau studiert hätte. Wie die WirtschaftS- und Agrarfragen, würde er auch für die Ein­führung der Ursprungsttausel eintreten. Se­nator Black will eine Resolution einbringe«, alle Einwanderung für di« Damer von zehn Jahren aufzuheben.

Wieder Herr in China

Nur der Christengeneral stark verschnupft.

London, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Di« von der Nanking-Regierung zerstreute« Truppen Schangtschun SchangS sind nicht mehr länger als militärische Kräfte anzuspre. chen, sondern treiben nur noch al« Bandtten- gruppen ihr Unwesen. Die Nanking-Regierung will selbst die Kontrolle in der Provinz Schau, tnng übernehmen. General Feng ist deshalb sehr verärgert. Aus diesem Grunde gab xr sei- nen Truppen de« Befelsi, von Schantung ab- zumarschieren.

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Reine Ausiandervorrechle mehr

London, 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Der Außenminister der Snntingregierung, Wäng, will an die Regierungen der vereinig­ten Staaten, Großbritanniens, Frankreichs ufn>. Noten richten, in denen sie aufgefordert werden, Berhandlungen wegen der Ab- fchaffung der Exterritorialität i« China einzuleiten. Der Text der Roten wird dem- nächst veröffentlicht.

Schul» wieder unter AnNaae

Berlin, 30. April. Die Strafkammer ht Landsberg a. W. Hai ihren, ben Oberleutnant a. D. Schulz wegen Anstiftung zur Ermordung des Umeroinziers Brauer außer Ver­folgung setzenden Beschluß vom 27. November 1926 aufgehoben, da Tatsachen bekannt gewor­den säen, die eine Verurteilung des Schulz wegen Anstiftung zum Morde begründen, näm­lich das Geständnis des Fahlbusch, der den Schulz der Anstiftung beschuldigte. 99 schwebt die Voruntersuchung gegen Fablbusch wegen Mordes an Brauer, gegen Schul» w» gen Anstiftung zu diesem Morde.