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Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 83 Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Mittwoch, 10. April 1929

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19. Jahrgang

Hemmnisse für die Große Koalition

Umriffc für dar neue Polen-Kabinett- Wahlauftaktan der Themse - Zusammenschlutz der «lliiertenfront

Wir und Langkopp

Bon BcrsaiUcs zum Reichsentschädigungsam« Von

Die Ginbettsfront der Gläubiger

Herabgeschraubte Phantasiesummcn. Aber keine nennenswerte Ermäßigung.

Rechtsanwalt Dr. Frey

Don Versailles bis zum Reichseittschäd:- gungsam» in Friedenau ist em langer Weg, aber wie bei allen Wegen: er mußte einmal gegangen werden. ES darf nicht falsch sein, sich umzuwenden um den Weg zurückzzudenken den Deutschland von 1884 bis *929 gegangen ist. In jenem Jahr gründete der Afrikapio- niet Karl PelerS gegen den Widerstand einer Granitmauer von Bürokraten die »Gesellschaft für deutsche Kolonisation" und tit diesem Fahr können wir nur seststellen, » unS nichts ge­blieben ist. außer dem, was wir den geistigen Nachkommen Peters schuldig geworden sind: jenen Deutschen, die ihr Bestes herzegeben ha­ben, um dem Vaterlande im Auslande Macht und Ansehen zu erobern, um für die Heimat draußen kulturell zu wirken. Langkopp gehört keineswegs zu den Cholerikern, die im Le­ben ost schiveren Schaden anrichlen durch unbedachte Handlungen. Er ist einem freien Mann vergleichbar, dem man ein Unrecht antat und der nun einfach explodiert. Zehn Jahre lang hatte Langkopp alles in si hin- einflcftcffen was ihm seiner Meinung nach an Unrecht zugesügt wurde. Dann ging cs nicht weiter. Er, der vom Schicksal an den Strand gesetzt worden war, sah. wie um ihn herum Geschäfte gemacht wurden auf Kosten des Reiches, wie das Reich Geld hatte für d'.e Großen, die Industrie. Nur er selbst, »er .Entwurzelte" so werden die Leute seines Schicksals im Gesetz genannt und mit ihm hunderttüuseudc Langkopps, die alle ein Recht aus Entschädigung hatten, bekamen nichts Ihnen wurden höchstens Tropfen aus den hei­ßen Stein zuteil, Mmosen, auch nur unter großen Schwierigkeiten gegeben, wo doch ein Rechtstitel, ein gesetzlich festgelegter Ansprucli bestand. Nicht um das Geld allein ging es Langkopp. sondern vielmehr um das Recht. Und hier beginnt eine gewiße ent­fernte Thpcnäbnlichkeit mit Michael Kohl. Has. Das Städtchen Herzseld wollte er zwar nicht anzünden, aber er wollte das deutsche Volk für einen Augenblick wachrütteln, damit es erkenne, daß hier Unrecht geschah, nicht nur ihm allein, sondern ihm und hunderttausenden von Leidensgenoffen.

Auf die Ansprüche der Kriegs- und Liqut- dationsgeschädiglen ist in dem Prozesse, der nun zu Ende gegangen ist, besonders einge­gangen und es ist zur Sprache gekommen, daß 400000 Geschädigte Jahre lang auf ihr Recht warten mußten. Sie alle wußten, daß das deutsche Reich im Versailler Vertrag die Pflicht übernommen hatte, seine Reichsangehorigen »hinsichtlich der Liquidation oder der Zurück­haltung ihres Eigentums, ihrer Reste oder Interessen in alliierten ober assoziierten Län­dern zu entschädigen" Es sind im Laufe der ersten RachkriegSjahre schon schwere Fehler gemacht worden. Erkannte man zuerst durch­aus die Verpflichtung zu zahlen an, so sah man doch sehr bald, daß die Finanzlage des Reiches eine solche war, daß e8 nicht mehr zahlen konnte, wenn sich die alliierten Mächte nickt einverstanden erklärten, daß die Zahlun­gen an die Geschädigten anzerechnet würoen auf die Reparationszahlungen. Anstatt nun aber bei der Beratung über den DaweS-Plan dies vorzubringen, übergingen eS die deut- schen Vertreter bei den Verhandlungen in London. Auch vor dem Haager Gerichtshof wurde Deutschland abgewiesen und der deut­sche Regierungsvertreier meinte damals la­konisch, daß das deutsche Reich lediglich der Entente gegenüber Pflichten aus dem Versail­ler Vertrag habe. Diese Bemerkung brach­te die Erregung der Geschädigten aus den Siedepunkt, die auch keineswegs abflaute. alS dann daS, die Geschädigten keineswegs befrie­digende Schlußgesetz herauskam. Dieses Gesetz wird von einem so angesehenen Mann, wie dem ReichsgerichtSrat David ein »Schlußbe­raubungsgesetz, genannt. Sollten eS die Ge­schädigten als etwa besseres empfinden?

Tatsache ist. daß die Regierung mit dem, was Eigentum der deutschen Kriegsgeschädig­ten war, und diesen als Entschädigung zuflie- tzen sollte, damals die gesamte deutsche Wirt- schäft vor dem Zugriff der Feindstaaten rettete. Rremand von den Kriegsgeschädigten wird et­was dagegen sagen. Wohl aber mußten sie ver­langen, daß das Reich ihnen das zurückzahlte, was eS in ernster Stunde genommen hatte, ut.) das ist nicht geschehen. Man hat die Rückzahlungen verschleppt, hat durch Bestim­mungen und Gesetze die rechtmäßigen Forde­

rungen der Geschädigten beschnitten und ihnen schließlich einen Brocken hingeworfen in Form jener Reichs sck-.ildenvcri chreibungen. bet beten Verwertung die Geschädigten noch­mals geschädigt werden, denn man bezahlt ihnen diese Schuldverschreibungen nur mit 75 Prozent. Es ist grundfalsch, wenn von gewis­sen Kreisen eingewandt w rd, die Kriegsgescha- biflten sollten nur ruhig fein, es gehe ihnen noch viel besser, als den zahllosen Kleinrent­nern und anderen Jnflationsgeschädigten. Die Liquidationsgeschädigten haben einen Rechts­titel in der Hand. Die besaßen nicht mehr, als das. was sie bei sich trugen, als sie nach Deutschland zurückt»hren mußten. Und wenn es einigen von ihnen in den ersten Jahren nach der Rückkehr gelang, sich eine wirtschaftliche Grundlage zu schaffen, ist diese nicht gerau so

London, 9. April. (Eigene Drahtmeldung. > Pertinax meldet aus Paris: Den ganzen gestr, gen Tag versuchten die alliierten Sachvcrstän digen ihre Ansprüche an Deutschland miteinan der auszugleichen. Der Grundgedanke ist, daß die vier Gläubiger sich bei der jetzigen Erörte­rung alS stärker erweisen werden, wenn sie alle dasselbe umfassende Programm unterstützen. Um zu vermeiden, daß die Gesamtsumme unmög­liche Ziffern erreicht, wird eine

ernstliche Verminderung der Ansprüche vorgenommen. Bei einer solchen Arbeit muß es naturgemäß erhebliche Reibungen geben Aber bisher ist es in einer Atmosphäre guten Willens und gegenseitiger Rücksichtnahme gut von statten gegangen. Die Franzosen verlangen etwa acht Milliarden Mark, die Belgier etwa 2200 Millionen. Der britische Anspruch auf 3800 Millionen wurde am Sonntag erörtert. Es

kann erwartet werden, daß bei Beendigung bet Beratungen die fällige Jahreszahlung Deutsch, iands etwas weniger als die Tawesannuität (!) non 2% Milliarden Mark betragen wird. Die Gläubiger werden sich nicht vor Ablauf von zwei Tagen einigen Dr. Schacht wird dann zu einer entscheidenden Beratung nach Berlin reifen.

Paris, 9. April. (Eigene Drahlmeldung.j Ein Blatt nennt erneut Ziffern, die als Der- handlungSgrur^lage überhaupt nicht in Frage kommen. So würde auße für den Ersatz der Kriegsschulden die französische Abordnung etwas mehr als acht Milliarden Mark, die bel- gische rund 2,2 Milliarden Mark und die eng­lische 3.2 Milliarden Mark verlangen. Das Blatt behauptet, die Zurückhaltung Oven Youngs sei nicht geeignet die Verhandlungen zu beschleunigen

jeder die Panzerkreuzer-Klippe

Alte und neue Hindernisse für die Große Koalition.

Berlin, 9. April. (Eigener Jnsormations- dienst.) Z. Zt. beraten Demokraten und Bayr. Volkspartei über bas Etat-Kompromiß und die sich daraus ergebenden Koalitionspolitischen Konsequenzen. Von einer Klärung der Situ­ation wird man naturgemäß erst sprechen kön­nen, wenn die Entscheidungen ber drei großen Fraktionen des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und der Sozialdemokratte vorlie­gen werden. Die wieder zunehmende pessimi­stische Stimmung kann man am besten in fol­gendem Satze kennzeichnen: Wenn beim Ab­schluß der Verhandlungen über das Sparpro­gramm und aus Grund des Kabinettsbeschlus­ses die Große Koalition bereits zu 90 Prozent gesichert war, so ist sie es jetzt nach der

Parteiführer-Besprechung am Montag beim Reichskanzler nur noch zu 75 Prozent.

In der Parteiführer-Besprechung hat sich näm- sich gezeigt, daß verschiedene Fraktionen in die- fei oder jener Frage bestimmte Wünsche haben, um deren Erfüllung sie vor der Schaffung der großen Koalition mit allem Eifer kämpfen, weil nur schwer vorauszusehen ist, ob sie spä­terhin ihre Wünsche noch durchsetzen werden oder aber das Festhalten daran der großen Koalition das Lebenslicht ausbla- ien würde. Bei ber Panzerkreuzer- ngelegenheit sind z. B. die bürgerlichen Parteien der Auffassung, daß die Sozialdemo­kraten als stärkste Regierungspartei unmöglich gegen eine so wichtige Position deS Reichstages

im Plenum des Reichstages stimmen konnten. Die Sozialdemokraten wollen aber offenkundig aus parteipolitischen Erwägungen und wegen der kommunistischen Konkurrenz nicht daraus verzichten,

gegen die zweite Rate des Panzerkreuzers zu stimmen.

Hierum geht vor allen Dingen der Kampf. Den bürgerlichen Parteien ist ein Entgegen­kommen schwer, wenn nicht ganz unmöglich. Sie verlangen von den Sozialdemokraten, daß sie sick mindestens der Stimme enthalten.

Berlin, 9. April. (Eigener Jnformations- dienst.) Für ein neugeschaffenes Kabinett der großen Koalition wäre es vor allen Dingen untragbar, wenn der Reichskanzler, Der als Ches des Kabinetts die Richtlinien Der Politik bestimmt, und der auch für den Etat verantwortlich ist, gezwungen ms so­zialdemokratischer Abgeordneter gegen eine wichtige Position dies-s Etats zu stim- men. In parlamentarischen Kreisen hosst man wie gesagt, daß es zugu'erlezt doch noch ge­lingen werde, diese Klippe zu umqeh-n. Re­ben der Panzerkreuzerfr iqe gibt es noch ander« ftrittige Dinge. Es heißt, daß u. a. das Zen­trum eine Einigung über die ® q t f s e t * dungsreform herbeigesühn :eh?n w-ll, ehe man die Rabtnettb 'bung vo nimnn. Hier stößt das Zentrum auf sehr hartnäckigen Wi- verstand bei den anderen Parteien. ES -ur,len also noch einige Tage vergehen, ehe Klarheit über diese Punkte gesckassen ft

300 Menschen verbrannt

Brandkatastrophe in der Chinesen stadt am Japanerdock.

Schanghai, 9. April. (Funkdienst.) In dem gegenüber von Schanghai hinter den Dockanla- gen der japanischen Schiffahrtslinie liegenden Pootung wurden durch eine ungeheure Feuers­brunst sämtliche Häuser und Hütten im Um­kreise einer englischen Quadratmeile vollkommen

zerstört. Es sollen etwa dreihundertMen- schen ums Leben gekommen sein. Viele Per- fetten erlitten dabei den Tod, alS sie in der Asche nach ihren Angehörigen und nach ihren Habseligkeiten suchten. Die Feuerwehr wurde durch Militär unterstützt, sodaß die Dockanlagen gerettet wurden.

vernichtet worden durch die Inflation tote die jedes Inlandsdeutschen auch? Diese Geschä- digten sind also, wenn es ihnen gelang, bald nach der Rückkehr auf einen grünen Zweig zu kommen, zweimal geschädigt worden: erst haben ihnen die Feinde alles genom­men, dann die Inflation. Unter Siefen Gesichtspunkten wird man die ungeheure Erre­gung begreifen, die diese Leute packte. Dadurch wird auch die Berserkerwut Heinrich Lang­kopps verständlich, die sich fein Recht suchen wollte, weil er bis dahin kein Recht gesunden hatte Nach dem Wortlaut des Gesetzes mag et sich schuldig gemacht haben, das morali­sche Neckt ist auf feiner Seite und deshalb fliegen ihm auch nach seiner Verurteilung die Sympathien aller rechtlich denkenden Leu- te.

Kabinett Switalski?

Pilsudski noch im Hintergrund. j

Warschau, 9. April. In politischen «reisen wird versichert, daß der Kultusminister im Ka­binett Bartel, Switalski das neue Kabinett bilden werde und angeblich schon den Auftrag dazu erhalten habe. Als Kandidat für den Ft, nanzministerposten werde Gliwie genannt.

Warschau, 9. April. (Eigene Drahtmeldung.) Der Schimpfartikel Marschall Pilsudskis hat die innerpolitische Lage Polens bedeutend ver­schärft. Amtlich Wirb die Absicht einer Konfe­renz mit Marschall Pilsudski, dem Staatspräsi­denten, und Dr. Barthel energisch bestritten. Der Kabinettsfavorit Switalski gilt als E^potwnt der parlamentsfeinblichen und halbfaschistischen sogenannten Obersten Gruppe. In den Wan- delgängen des Sejms wollte man sogar wissen, daß sich der Staatspräsident gegen eine Regie­rung Switalski ausgesprochen habe. Als Han­delsminister empfiehlt man General Goreckt, als Innenminister General Skladkowski und als Sozialminister Oberst Kolloncay bezto. Oberst Prystor. Marschall Pilf ubski wurde als Kriegsminister, Zaleski und Car als Außenminister beste, als Jufttzminister in einem solchen Kabinett verbleiben.

Das Klingelzeichen zur Wahl Englands Liberale paktieren nicht. Radio-Werbereden.

London, 9. April. Der Wahlkamps hat be­gonnen. Heute versammelten sich ütehrere tau­send Liberale auf ber äußersten Landspitze des Kaps Lands End, um den großen »be­raten Wahlselvzug zu eröffnen. Str Herbert Samuel betonte in einer Ansprache daß bte liberale Partei jede Abmachung mit irgend einem ihrer Gegner ablehne. Das l^mpt- argument bei den Wahlen teerbe ine 'Arbeits- loscnsrage sein. Der Konservativenführer D g- vidson hatte eine lange Unterredung nut dem Premierminister Baldwin wegen des Wahlprogramms, an die sich Sitzungen mit dem Finanzminister Churchill und dem Woh^- sahrtsminister anschloflen. Die Arbeiterpartei läßt am Donnerstag die Parteiführer Hen­derson, Snowden und Macdonald im Rund- funk das Wahlprogramm der Arbei­terpartei besprechen.

Unter -er Zranzosengeitzel

Wie das Bürgervermögen einschrumpst.

Mainz, 9. April. Rach einer Vermögenssta­tistik lebten hier vor dem Einzug der Besatzung etwa sieben Millionäre. BIS zum Abschluß des Ruhrkampfes ist diese Zahl auf einen »usam- mengeschrumpft. Auch dieser eine Millionär ist bann aus Mainz vers ^wunden. Das Gesamt- vermögen ist infolge der Besatzungsfchtotertgket- ten seit 1923 wesentlich zurückgegangen, obwohl die Zahl der Steuerpflichtigen groß blieb. Letz- tereS betrug vor Einzug der Besatzung 172 Mil­lionen Mark, mit Abschluß des RnhrkampfeS nur noch 157 Millionen und heute nur noch 135 Millionen Mark.

Feuergefecht imArbeiterheim

Blutige Krawalle um einen toten Kommunisten.

Budapest, & April. Nach Berichten an» Temerspar kam eS gestern hort zu blutt gen Zusammenstößen zwischen Kommunisten, Poli­zei, Gendarmereie und Militär. Die Behörde hatte nicht gestattet, daß die Leiche deS wegen komunischer Umtriebe zu fünf Jahren Zucht­haus verurteilten Ingenieurs Johann Fona- gy, vorn Arbeiterheim aus, wo die Leiche auf­gebahrt worden war, bestattet würde. Die un Arbeiterheim verfammeiten Kommunisten, et­wa 400 an der Zahl, widersetzten sich der poli­zeilichen Aufforderung, Die Leiche auSjultefem, und gaben auf die Polizisten Reoolverschüffe ab, wobei wer Polizisten verwundet wurden. Sodann verbarrikadierten die Kommunisten di« Eingänge des Arbetterheims gegen die anrüt- kende Gendarmerie und Militär. Letzteres drang schließlich mit Gewalt in daS HauS ein,f wobei stch ein blutiger Kampf entwickelte. Die Kommunisten feuerten auf das Militär das Militär gab eine Salbe ab. Sieben Kommu­nisten u sechs Soldaten wurden hierbei schwer verletzt. Das Militär umzingelte hierauf das HauS und verhaftete 250 Kommunisten, wovon 98, darunter neun Frauen, in Haft blieben und vor ein Standgericht gestellt werden. 3Ru litärpalrouillen durchziehen Sie Straßen. ,