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Souuadeud, l6. März 1929

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

19. Jahrgang

Falsche Abrüstungsfreunde

Man nimmt -ie Heuchlerphrasen nicht mehr ernst. Die Toten -er Rheinarmee Hochwasseralarm in U. S. 21

Wunde Punkte

Friede der Well

WeN er gegen Hftler schrieb

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werde. Meistens denk: man bähet an die gro- i hervor. In ihr aber konzentri«« Mh doch zr ßen Wirtschaftsmächte. Die stille unauttällige I meist, was an Regierungswillen tatsächlb Macht der Bürokratie tritt weniger deutlich I vorhanden und wirksam ist.

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painleve greift durch

Peinliche Vorkommnisse in Trier.

vertreten, daß gewisse Märsche und Hebungen bei 25 Grad unter Rull hätten eingestellt oder abgekürzt werden müssen, und daß es unbillig gewesen sei, bei solcher Kälte einen Soldaten zwei Tage lang im Gefängnis zu belassen. Ein Blatt will wissen, daß der Kriegsminister nicht nur Maßregeln gegen einen General und einige höhere Offiziere ergreifen werde, sondern ge­gen einen Divisionskommandeur und einen Befehlshaber eines Armeekorps und ge­gen einen oder mehrere Obersten.

Berlin, 15. März. Nach einer Meldung aus Trier ist trotz der wärmeren Witterung die Ge- walt der Seuche in den Kasernen noch nicht ge­brochen. Bis zum 13. März werden weitere 19 Todesfälle, gemeldet. Ein Teil der Kasernen bleibt weiterhin gesperrt.

Paris, 15. März. (Eigene Drahtmeldung.) Ein Blatt beziffert die Zahl der Todesfälle in der Rheinarmee auf 348. Die Besetzung zehn Jahre nach dem Friedensvertrag ohne irgend einen Grund, sei eine sinnlose Politik, die sich einem Frieden, wie ihn der Kellogg-Patt for­dert, als Hindernis entgegenstellt. Daß aber die französischen Soldaten zu hunderten dahinstür- ben, sei ein unerhörtes Verbrechen für das Painleve vor der Ration verantwortlich sei.

von Pazifismus durchtränkten Heuchelei bisher unübertroffen dastehen dürfte., Er verwies zu­nächst auf den deutschen Panzerkreuzer (!) und auf das ausgedehnte italienische Flottenbau­programm. Frankreich werde daher bald ande­ren Rationen unterlegen fein. Diese Lage wi­derspreche dem Locarnogeist (!) und dem Sei- loggpackt. Frankreich müsse also auf die zuge- standeue Quote von 175 000 Tonnen zurückkom­men. Frankreich müsse Kreuzer bauen, um ge­gen jeden Angriff wie z. B. durch Italiens See­macht gerüstet zu fein. Frankreich habe dieses Wettrüsten nicht gesucht (!) und man müsse sehen, wer des Rüstens zuerst müde werde.

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mm-Zeile 38 A. Offertgebü6r 25 A (bei

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sowie für Aufnabmeoatea und Plätze kann nicht garantiert werben Mr ! besonders schwierigem Satz lOü Prozent Aufschlag. Postscheckkonto Frankfurt

pilsu-ski spielt Krieg

Probemobiliflernng im alten Deutschland.

Warschau, 15. März. (Eigene Drahtmelduna.) Der polnische Kriegsminister, Marschall Pil- sudski, hat eine Probemobilisierung der Rekruten in 36 Bezirken Pomerellens und deS Wilnagebiets angeordnet, darunter in Wil­na, Thorn, Bromberg, Jnckwrazlaw, Graudenz usw. Am nächsten Donnerstag sollen in War­schau die Einberufung des Rekrutenjahrganges 1907 stattfinden. In den Generalkommando- stellen werden zur Zeit durchgreifende Personal- Veränderungen durchgeführt.

Der Krtegsminlster gibt 298 Tote zu

Paris, 15. März. (Eig. Drahtbericht.) Pain­leve gab vor der Heereskommiffion weiter an, daß sich die Todesfälle auf 298 belaufen, wo­von auf den Februar allein 167 entfielen. Al­lerdings fei die deutsche Sterblichkeit im Rheinland zum mindesten ebenso hoch. Das Kriegsminifterium habe von Anfang an die nötigen Maßnahmen nicht nur im Rheinland, sondern auch in Jnnerfrankreich angeordnet. Die Sanitätsbehörden treffe keinerlei Ver­schulden. Es feien vielleicht einzelne indivi­duelle Fehler begangen worden, die sofort ge­ahndet werden. Es sei nicht richtig, daß Sol­daten im Arrcstlokal oder auf SÄildwache er-

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London, 15. März. (Eigene Drahtmeldung.) Beim Flottenetat teilte Marinesekretär Brid­geman mit, daß er eine Verminderung um eine Million 435000 Pfund aufweife. Vor dem Kriege habe er 24,5 des Gesamtbudgets, wäh­rend er jetzt nur noch 6,9 Prozent betrage. Drei neue Kreuzer würden auf Stapel gelegt werden. Bridgeman fuhr fort: Vor dem Kriege hatten wir 114 Kreuzer, jetzt haben wir 52, 1940 wer­den wir nur noch fünfzig haben, die weniger als zwanzig Jahr, alt sind. England sei auch im­mer für Flottenverminderung eingetreten( in der Theorie! Die Red.) und Premierminister Baldwin habe bereits erklärt, daß Großbritan­nien sich auf

kein Wettrüsten mit Amerika einlassen werde. (?) Die Einführung der sechzölligen Be­stückung statt der achtzölligen zeige, daß England nicht versuche, die Vereinigten Staaten zu über­trumpfen. Die drei Kreuzer würden gestrichen, um Amerika zu zeigen, die zwei Mächte seien beide friedliebend. Daher sei es unsinnig, sich einzubilden, es bestehe irgend eine Gefahr, daß sie sich einander bekämpfen werden. Der

Roch immer Coidotenseuche

19 neue Opfer in Trier. Schon 348 Tote. Das Verbrechen der Besatzung,

Nummer 64 Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig.

Gin erprobtes Rezept

PoincarL HUft sich mit der Vertrauensfrage.

Paris, 15. März. Poincari stellte gestern in der Kammer unter Hinweis auf die besondere Dringlichkeit der sofortigen Aussprache über das Gesetz betreffend die Wiederzulaffung der Mönchsorden die Vertrauensfrage. Der Antrag der Regierung wurde mit 323 gegen 254 Stimmen angenommen, so daß die Regie- rung eine über Erwarten hohe Mehrheit von 69 Stimmen für sich verzeichnen konnte.

Gegen den Widerstand Maloys schloß sich Außenminister Briand der Begründung Poin- eares an und unterstrich seinerseits die Dring­lichkeit. Mit lärmenden Zurufen äußerte die Linke ihr Mißtraut! über seine Stellungnahme, die er u. a. damit begründete, daß Frankreich Missionare brauche, well diese eine wirksame Propaganda betreiben. Die Linksparteien hi- tisterten diese Methode der Unterbrechung der Kollektivberatung.

Das nennen sie Abrüstung!

England baut Kreuzer und schwärmt vom Weltfrieden. Bridgeman will Amerika besänftig«».

Ertrinkende Städte

Wieder eine Regenkatastrophe im Anzug.

Rework, 15. März. (Durch Funkspruch.) Durch größere Ueberschwennnungen in den Südstaaten wurden drei Ortschaften un­ter Wasser gesetzt. Zwei Eisenbahnzüge ent- gleisten infolge unterwaschener Gleise. Re- gengüffe, die das Hochwasser verursachten, dauern an. Der Black Warrior-Fluß im Staat Alabama ist in 24 Stunden über neun Me- ter gestiegen und hat weite Strecken unter Wasser gesetzt.

Rewyork, 15. März. (Funktelegramm.) Die tiiertaufenb Einwohner zählende Stadt Elba ist in solche Gefahr geraten, daß der Gouver- neur von Alabama durch Rundfunk einen drin­genden Hilferuf an alle hat ergehen lassen, da sonst in etwa sechs bis acht Stunden keiner der Einwohner mehr am Leben fein dürfte. Das Wasser soll stellenweise bereits fünf Sieter hoch stehen. Im zweiten Stock des Schulhauses find 350 Kinder vom Wasser eingeschloffen. Auch aus Kentucky und dem Staate Rewyork wird ein rasches Steigen der Flüffe gemeldet. Der Wafferstand erhöht fich stellenweise um einen Fuß pro Stunde. In Burlington in Iowa entstand eine Panik, als sich das Gerücht ver­breitete, daß ein Staudamm gebrochen fei. D>e Bevölkerung räumte fluchtartig die Stadt Die ^.».Prüfung i.3* vcm

die Wühlarbeit von Ratten undicht geworden war, daß aber die beschädigten Stellen durch Sandfäcke geschloffen werden konnten.

Die Staffelet Neuesten Nachrichten erscheinen wScheutlich sechsmal nachmittaas. Der Sb»n. beträgt für den Monat 2.20 Jl bei ker Zustellung ins Haus. teÄ ^FV^bolt 2.- /. Durch die Post monatlich 2.20 Jt ausschließlich Zustellungsge. ®6r- Rückzahlungen des BezugsgelSeS vier Ansprüche wegen etwaiger nicht orinungs- ntafeiger Lieferung ist ausgeschlossen. Kür unverlangt eingesandte Beiträge kann die Nedattwn eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Kalle übernehmen. Schristleimng. Verlag und Druckerei: Staffel, Schlachthofftratze Nr. 28/30. Kernsprecher 951, 952, 6317.

Paris, 15. März. (Eigene Drahtmeldung.) Journal glaubt zu wissen, Kriegsminifter Pain- leve habe vor dem Heeres-Ausschuß der Kam­mer den peinlichen Eindruck zugegeben, daß an demselben Abend, an dem einige Soldaten in Trier gestorben waren, im Osfizierskasino g e - t a n,/i nun_,er. ici.» id

Mangel an Takt gewesen. Er habe die Attflcht | meist Grippe zur Ursache gehabt.

Hamburg, 15. März. (Privattelegramm.) Am Donnerstag abend drangen etwa dreißig Nationalsozialisten in eine Versammlung der Werkgemeiude Grotz-HamburgS ein, schlugen Lärm und mißhandelten den Vortragenden, den Schriftletter Dr. Ludwig Heepen wegen eines Attikels über Hitler. Al« die Polizei erschien, flüchteten die Ruhestörer. Zwei von ihnen mür­ben festgenommen.

ütleflgt 2Bal6brän6e bei Locarno

Lacorno, 15. März. Eigene Drahtmeldung.) In den Bergwoldungen nördlich Locarno ent- stand ein großer Brand, der am Donnerstag abend noch fortwütete. Die ganze Bevöllerung t stzur Bekämpfung aufgeboten. Das Dorf Or- fclina selbst ist gefährdet.

DaS Parlament kämpft einen zähen Kamps gegen die Bürokratie. Es ist das reinste Tau­ziehen zwischen den beiden Parteien. Lor allem die parlamentarischen Ausschüsse suchen ehrlich in ihren Ausgabenkreis einzudringen und sachlich brauchbare Entscheidungen dvrch- zusetzen. Dabei entwickelt der Parlamen- tarlSmus selber wieder eine Art Bürokratie. Nicht ganz, aber doch bei­nahe unabsetzbar wie die Geheimräte, sind die Veteranen in den Parteivorständen und in den Parlamentsausschüssen. Starr und schwer veränderlich sind auch die Parteidoktri­nen. So bleiben die Auseinandersetzungen meistens recht und unanfechtbar und Stim­mungen und Zufälle der Wahlen schaffen statt der Sachkenntnis die Entscheidungen. Dieser Parlamentsbürokratie wird die Beamtenbüro, hatte immer überlegen bleiben. Man sprich: viel vonformaler Demokratie", deren Inhal: von sehr undernokrattschen Mächten bestimmt

(Parlementarismus und Bürokratismus).

Man hat Vor dem Kriege schon oft über Bürokratismus geklagt, den die Republik be­kanntlich brechen wollte. Das Gegenteil ist eingetreten. Denn wer regiert eigentlich heule tn Deutschland? Die Minister kommen und gehen, die Reichstagsmehrheiten wechseln, die Regierungskrisen sind chronischer Zustand. Wer kann unter solchen Umständennoch mit wirklicher Autorität anftteten? Wer kann Richtlinien aufstellen und in stetiger Arbeit verfolgen? Wer kann Sach- und Personen- kenntnis erwerben und für feine Arbeit nutz- bar machen? Die parlamentarischen Instanzen haben ja nie festen Boden unter den Füßen. Ä» unferer auswärtigen Politik ist wenigstens Stresemannbodenständig", wobei man frei­lich auch noch nicht weiß, ob er das mehr dem parlamentarischen Rückhalt oder der Bürokra­tie im auswärtigen Amte zu verdanken hat. Das Risiko, die Tendenz der auswärtigen Po- lttik radikal umzustellen, kann nach dem ver­unglückten Ruhrexperiment kein Mensch mehr aus sich nehmen. Mit Versailles und der ver­haßten Erfüllungspolitik haben fich auch die Rechtsdarikalen als Regierende abfinden müs­sen, weil eben der Inhalt der für Deutschland gegenwärtig möglichen Außenpolitik zwangs­läufig gegeben eit. Selbst wenn die Parla­mentarier aus diesem heiklen Gebiet einmal Dummheiten machen wolllen, wären immer noch die Beamten de-^AuFwänic^n ^tt?aj»a.

ster ist eine vorübergehende Erscheinung. Letz­terer setzt vielleicht das eine oder andere in der Eile durch, aber mit ihm selbst verschwin­det auch sofort fein Einfluß und zu einem großen Teil folgen ihm sogar häufig seine Werke »ach, freilich nicht in dem Sinne, wie die Bibel das meint.

Auzelgeuvreil«: 6tn6eimikbe GefchäftSauzetseu Me mm-3dle 10 A, auswärtige Geschäfts, atts et gen Me mm-geile 10 A ftemili enometaen Me mm-Scfte 10 A Kleine Anzeigen a«S Laffel das Wort 8 A. auswärtige Klein« Anzeigen die rnrn-Zeile 10 A Reklamen Me *" "ckfertgebübr 25 A (Bei Zustellung 86 41. Rechnungsbeträge innerhalb Kür die Richtigkeit aller durch Kernfprecher ausgegebenen Anzeigen ledateu und Plätze kann nicht garantiert werden Kür Anzeigen mit

Sin peinlicher Fall in Vosen

Warschau, 15. März. (Eia. Drahtbericht.) Der Staatsanwalt des Bezirksgerichtes in Posen wurde wegen Unterschlagungen ihm an- vertrauter «ürgschaftsgelder verhaftet.

In der Innenpolitik ist das Experimentie- ren nicht ganz so gefährlich. Hier bleiben ge­fährliche Zufammeuftöße im Bereiche des eigenen Volkes. Freilich hat dieses auch da hohe Kosten zu zahlen, die Parteien haben bei den nächsten Wahlen zu büßen. Umso besser für die Bürokratie. Denn so kann sich keine feste Mehrheit behaupten,-keine Regierungs­maxime endgültig durchsetzen. Vom Selbstbe- ftrmtmmaaredrt des Vnlkxz ist 5mar viel die Rede, aber das tatsächliche Bestimmungsrecht liegt nach wie vor beider hohen Büro­kratie. Wie haben ttotz aller R.'g trungS- wechsel noch niemals irgendwelche grundstür­zende Aenderungen unserer Innenpolit'ck er­lebt. Das Pendel schwingt einmal ein biß- cben mehr nach links, dann einmal ein biß­chen mehr nach rechts,- aber die Gesarnttendenz blieb schließlich immer erhalten. Sie hat ihren Rückhalt an der Bürokratie. U n a b

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tft der Geheimrat, unabsetzbar der Mini­sterialdirektor, unabsetzbar sind merst auch die Staatssekretäre. Alle diese hohen Beamten stellen sich jedesmalaus den Boven der ge­gebenen Tatsachen", so oft sich im Reichstag oder Landtag die Mehrheit verschiebt und eine andere Persönlichkeit den Ministersessel besteigt. Aber der Minister hat den G e h e i m- r at nötiger als der Geheimrat den Minister. Denn bei dem Geheimrat ist die praktische Erfahrung, ist die berufliche Rou­tine, ist die Kenntnis und infolgedessen auch die Abhängigkeit dds Personals. Er bestimmt das Tempo feiner Arbeit, beschleunigt sie in günstigen, verlangsamt sie in ungünstigen Zeiten, legt wohl auch einmal Entwürfe, wenn es garnicht geht, in die Schublade zurück, um sie sofort wieder hervorzuholen, wenn sich das politische Wetter entsprechend geändert hat. Er kann warten, denn er bleibt. Der Mini-

AbrüslungTBitte, nach Ihnen

Das englische Volk gibt die Flotte nicht preis.

London, 15. März. (Eigene Drahtmeldung.) Die Begründung des Admiralitätslords Brid­geman für den weiteren Ausbau der Flotte hält man für reichlich sophistisch. Wenn ein Blatt schreibt, daß es einem Selbstmord nahekäme, bei der Beraytwortlichkeit des britischen Weltreiches die Marine zu schwächen, so beweist dies erneut, wie stark das englische Volk an einer starken Flotte festhätt und d^ß England nicht gewillt ist, selbst auf dem Wege der Abrüstung zur See voranzugehen, wenn nicht andere Mächte damit beginnen.

Traurige Zeichen

Blutige Parteischlägereien auch in Ostpreußen.

Gumbinnen, 15. März. (Privattelegramm.) Bei einer nationalsozialistischen Versammlung im Gewerkschaftshaus, zu der 25 Nationalso­zialisten und gegen hundert Linksparteiler er­schienen waren, ergriff während der Ausspra- che ein Kommunist einen Stuhl und schlug da­mit auf seinen Nachbarn ein. Tas war das Zeichen zu einer allgemeinen Schlägerei, bei der fieben Nationalsozialisten durch Messer- stiche schwer und mehrere andere leichter ver­letzt wurde.

Der Gipfel der Heuchelei

Wie Frankreich das Wettrüsten helligt.

Paris, 15. März. (Eigene Drahtmeldung.) Der Senat beriet gestern das Flottenbaupro­gramm, das den Ban von einem Kreuzer, sechs Torpedojägern, fieben Unterseebooten und zwei HochseeavisoS mit insgesamt 38250 Tonnen vorfieht. Der Berichterstatter Lemery begrün­dete diese Bauten mtt einer Rede, die in ihrer

.Meier Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

werde nicht durch ein paar starke Flotten ge- fährdet. (!) Wenn es möglich wäre, die Der» Wendung von U-Booten oder die Verwendung von Giftgasen ober Luftangriffen einzuschrän- ken, so würde dies ein riesiger Fortschritt sein. Sie müßte nur ohne Risiko durchgeführt werden können. (!) Wir sind bereit, so schloß Bridgeman neue Vorschläge in Erwägung zu ziehen. Der Arbeiterpartetler Ammon, trat für ein internationales Abkommen über die Freiheit der Meere ein. Der Liberale Sir God­frey Eollins erklärte, Bridgeman setze den Kelloggpakt nicht in die Tat um. ES bestehe keine Notwendigkeit für die in den Flotten­vorschlägen enthaltenen Ausgaben.