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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Donnerstag, 7. März 1929

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19. Zahrgang

Strefemanns Bekenntnis in Gens

Mexiko im Zeichen des Bürgerkriegs. viel Lärm um Lampels Giftgasdrama

Giftgas über Berlin"

Lampels Dittatnr-Tendenzdrama.

Berkin. 6. März Hier wurde gestern abend das Drama Peter LampelsGiftgas über Berlin'. gegen dessen Aufführung in weitesten Kreisen starke Bedenken geäußert waren, vor einer geschloffene« Gesellschaft, so­wie Vertretern der Behörden und der Presse zum ersten Make aufgefnhrk.Drei Akte einer Diktatur der Zukunft" nennt Lampel sein Tendenzstück, das im Jahre 1936 in Berlin in der Ariedensstraße, im Reichswehrminifte. rtum und aus dem Funkturm spielt. Der Lor- stellung wohnten u. a. «in Vertreter des In­nenministerium. der politischen Polizei, Poli­zeipräsident Zörgiebel usw, bei. Die deson- ders stark realistischen und häßlichen Szenen wurden von einem Teil der Zuschauer mit ostentativem Beifall ausgenommen, wäh­rend der andere Teil des Publikums sich Völlig gleichgültig verhielt.

* * *

Berliner Rmrstschmerzen

Unser Mitarbeiter über das Giftgas-Drama.

Berlin, 6. März. (Eigener Jnformations-' dienst.) Ein Feldzug gegen die angeblich drohende Wiedereinführung der Zensur ist von großen Kunswrganisotionen eingeleitet worden Die Ernüchterung ist sehr schnell gekommen. Die gestrige Aufführung des Lampel-Dramas: Giftgas über Berlin" bewies, daß von einer Gefährdung der Kunst nicht die Rede sein kann, weil von Kunst in dem neuen Lampelschen Stück nicht viel z« spüre» ist. Es handelt sich vielmehr lediglich um eine, nicht einmal sehr geschickte Bühnen-Reportage über das ThemaGiftgase und Reichswehr". Der Inhalt des Stückes ist kurz folgender: Ein Fabrikant, der für das Kriegsminifterium Giftgase her- stellt, wird von den Behörden fallen gelassen und aus Rache öffnet er den Giftrank. Das Gas verbreitet sich über Berlin, alles vernich­tend, auch die Minister und Parlamentarier. 82000 Menschen werden getötet. Die Bevölke­rung rebelliert. Die Reichswehr, durch ihre Gasmasken geschützt, benutzt die Gelegenheit zu einem Putsch. Der einzige sozialistische Abge­ordnete, der am Leben bleibt, weil er die Sitzung geschwänzt hatte, stellt sich auf den Booen der Tatsachen. Milttär-Marsch-Schluß. Das ganze ist das Werk eines konjunktur­bedachten Gelegenhettsschriftstel- lers, dem die Literatur merkwrüdigerweise den Dichterkranz auf das Haupt gedrückt hat.

Eisbrecher unter Volldampf

Rusflsche, deutsche und estnische Dampfer reißen die Ostsee auf.

Kiel, 6. März. (Privattelegramm.) Der große russische EisbrecherJermak" ist heute vormittag mit dem GeleitdampserBolten" vor Kiel eingetroffen. Er wurde auf der Höhe von Gabelsslach gesichtet, wie er vom DampferBol- ten" Kohlen übernahm. Der EisbrecherTru> »er" ist dem deutschen Dampfer Sayn" in der Mecklenburger Bucht zu Hilfe geeilt.

Reval, 6. März. (Eigene Drahtmeldung.) Hier wurde über die Entsendung von Eisbre­chern nach Swinemünde zum Abholen der nach Reval bestimmten Stifse beraten, da sonst in den Betrieben aus Mangel an Rohmaterial und Kohle Stockungen eintreten würden.

Hamburg, 6. März. (Privattelegramm.) Die staatliche Eisbrecherslotiüe hat fick bis Laueuburg durchgearbeitet und setzt ihre Arbei­te« aus der Oberelbe fort. Biele Schaulustige finden sich an de« Ufern ei«, um die Tätigkeit der Eisbrecher, die bei Scheinwerferbeleuchtung einen imposanten Anblick bieten, zu verfolgen. Sehr große Schwierigkeiten bereitete vor allem die Beseitigung der starken Eisversetzung bet Artlenburg.

Sie Taktik derKleinen" in Senf

Genf. 6. März. (Eigene Drahtmeldung.) Der Uebereinkunft zwis en der kleinen Entente, der polnische« und der grieegtschen Regierung tn btt Minderheitenfrage läuft darauf hinaus, daß fie einer Abänderung ihrer Vereinbarungen gegenüber den Minderheitenfragen nur dann zustimmen, wenn der Minderheitenschutz als all- gemeines Gesetz für alle Staaten ausgedehnt wird. Auch verlangen fie die Zuziehung zu den Verhandlungen.

Ernste Tage für Mexiko

Lebeusmitteldiktatur in der Hauptstadt?

Rewqork, 6. März. (Durch Funkspruch.) Die Regierungstruppen haben Crizabn genommen. Präsident Gil will mit 15000 Mann Veracruz unterwerfen, um daun nach Norden zu marfchieren, wo die Rebellen in schweren Kämp­fen Erfolge erzielen konnten. Die Lage der Re­gierung ist sehr ernst. Die gesteht zu, daß ein Fünstel des Heeres zu den Aufständischen über­gegangen ist. Durch die Flottenrevolte in Vera cruz hat fich die Lage noch verschlimmert. In Mexiko Stadt befürchten die Bewohner eine Le­bensmittelnot. Der Kongreß soll Präsident Gil besondere finanzielle und wirtschaftliche Voll­machten gegeben haben. Eine Leüensmittel- Diktatur ist geplant.

* * Da« «riegsgttlck schwankt

London, 6. März, (Eig. DrahtberichtZ Rack Meldungen aus Meriko wurden tm Staate Sonora die bisher verbotenen otsent- lichen Gottesdienste uer katholischen Prie­stern abgehalten. T . Kämpfe zwischen Re- aierunqstruppen unc> Auiständischen wurden bis jetzt mit wechselndem Erfolg geführt, -tie Regierung hat 1500t) Mann Kavallerie und

Artillerie nach Veracruz geschickt, sowie 10000 Manu an die Rordgrenze. Das Eigentum der aufständischen Führer wurde beschlag­nahmt.

Der Aufstanö aussichtslos?

Hoover unterstützt Mexikos Regierung.

London, 6. März. (Eigene Drahlmeldnng.) Ein Blati hält es für bezeichnend, daß Prast- deut Hoover zu verstehen gegeben bat. das Verbot, Waffen nach Mexiko auszuführen, bleibe in Stuft. Dies bedeutet, daß die Aus- ftändifchen abgefeheu von geschmuggetten keine Waffen von den Vereinigten Staaten erhalten werden,während die mexikanische Re­gierung in der Lage fein wird,allen Kriegsbe­darf zur Unterdrückung der Aufständschen zu erhalten-Amerikanische Bankiers find ebenfalls bereit, jede finanzielle Unterstützung zu ge­währen, die zu dem gleichen Zweck notwendig sein könnte. Por ez Gil und sei« Kriegsmi- nister Calles können daher zuversichtlich sein.

Mehr Schutz für die Minderheiten!

Stresemann belehrt den Völkerbund. Räumung noch nicht spruchreif. $et heiße Minderheilenbrei.

Genf, 6. März. (Eig. Trahtbericht) Bet der einstündigen Unterredung zwischen Dr. Stresemann und Briand find alle schweben­den Frage« besprock>en worden. Man nimmt an, daß irgend eine positive Lösung oder Fort­setzung der in Lugano erfolgten Besprechun­gen vor dem Abschluß der Arbeiten des Pa­riser Reparations-Komitees nicht erfolgen kann. Dabei teilt man in der deutschen De­legation die von Chamberlain beim Empfang der englischen Preffe geäußerte «nsfaffung, daß die Rheinlandfrage zur Bespre­chung noch nicht reis ist (!) Die Abrü­stungsfrage wurde mit keinem Wort von Briand-Stresemann erwähnt (!), während Briand'S Minderheiten - Standpunkt n t ch t die bekannte Asiimilatioustheorie ist, die ja auch in den kanadischen Vorschlägen zur Ber- befferung des Verfahrens in Minderheitssa cken zurückgewiesen wird. Stresemann besprach auch mit dem rumänischen Ratsmitglied Ti- tulesen die Minderheitenfrage, in der von rumänischer Seite keine Opposition zu erwar­ten sein dürfte.

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Strefemanns Leitmotiv Befreiung und nicht Aufsaugung der Minder­heiten.

Genf, 6. März. In der heutigen Sitzung des Völkerbundrates hielt Reichsautzenminister Stresemann die mit großer Spannung erwar­tete Rede über die Minderheitenfrage.

Meine Besorgnis, ob Wir uns nicht in der Gefahr befinden, einem großen und bedeut­samen Gedanken eine falsche Auslegung zu geben, hat mich zu der Minderheiienaktton veranlaßt. Nicht darum geht es mir. ote Schicksale und Verhältnisse bestimmter einzel­ner Minderheiten bei die,er Gesamterörterung in den Mittelpunkt z>> stellen. Woraus es mir ankommt, das ist die Situation, die sich ergibt durch die geltenden Vertrage und Erklärun­gen, durch die dem Völkerbund übertragenen Garantien und seinen au3 diesen Garantien iu folgernden Reckte und Pflichten. Es ist die Äusgabe des Völkerbundes, der Men,chheil zu zeigen, daß es eine

Entwicklung im. Völkerbundsleben gibt, die aufwärts strebt

und nickt unterliegt in Resignation und Pes­simismus, die niemals stärker werden, als dann, wenn ein klaffender Widerspruch zwisehen den Tatsachen und den Verbeißungen besteh: Das neue Vorgehen des Minderheitenschutzes ist eine notwendige Folge und ein wesentlicher Bestandteil des durch die Gründung deS Vol- kerhundeS eingeleiteten neue« Systems der in­

ternationalen Beziehungen. Schon in den Ro­ten und Berichten von 1920 sind Sinn und Zweck des dem Völkerbund übertragenen hohen Mandats in ihren Kernpunkten richtig erkannt worden. Dr. Stresemann erklärt weiter, wenn er mit diesen prinzipiellen Grundfragen die Praxis zusammenhalte, so könne er sich nicht des Gefühls erwehren, daß Theorie und Praxis nicht immer im Einklang mit einander geblieben sind. Die Minderheiten selbst seien in sehr weitgehendem Matze von diesem Gefühl und den sich daraus ergebenden Sorgen um ihr kulturelles Schicksal beherrscht. Naturgemäß äußern sich die bestehenden Ent­täuschungen in scharfer Kritik an den Einrichtungen des Völkerbundes. Leider fet dem Versuch, den vorhandenen Mängeln abzu­helfen, wie ihm scheine, mit prinzipiellen Be­trachtungen entgegengetreten worden, die in der Oeffentlichkeit als ein

Abweichen von den Grundlagen für den Minderheitenschutz

wirken. Die Garantie des Völkerbundes könne nicht so gedeutet werden, als ob es sich bei diesen Bestimmungen um eine Art von lieber» gangsregime handele, das anschließend dazu zu sühren habe, daß die Minderheiten als s o l ch e v e r s ch w i n d e«, d. h sie in der Ma­jorität der Staatsbevölkerung aufgehen zu las­sen. Wenn man Aeutzerungen im Sinne einer gewissen Assimilierung zu verstehen scheine, so müsse er dem zu einem Teile auf das Bestimm­teste widersprechen.

Eine solche Theorie steht tm Gegensatz zu dem Ziel, daß dieser Minderheitenschutz ein dauerndes und nicht nur ein Uebergangsre- gime zum Schutze der Erleichterung vorüber­gehender Schwierigkeiten fein sollte. Bisher wurden meist nur beim Völkerbund eingegan­gene Petitionen erledigt. Es sind keinerlei Einrichtungen oder Versahrungsarten borge» schlagen, um die dem Völkerbund in ganz all­gemeiner Form übertragene Garantie auch außerhalb des Gebietes der Peti- tionen zu realisieren Der Völkerbund hat aber die Verpflichtung, sich der fortdauern­den Fortführung der Mtnderheiten-Schutzbe- stimmungen zu vergewissern. Aus alle Fälle scheint es mir sehr notwendig, sich darüber klar zu werden, in welcher Wei,e sich der Völkerbund forttaufenb über die Sagen der Minderheiten unterrichten kann. Es ist un­bestreitbar. daß die Zugehörigkeit zur Minder­heit und der fich daraus ergebenden Sonder­stellung nicht im Gegensatz zu der Erfüllung der allgemeinen staatsbürgerlichen Pflichten steht. Daraus ergibt sich zweifellos, daß das In» tereffe eines Landes für Minderheiten in einem

anderen Lande, das fich in der Anrufung der Garantie des Völkerbundes bekundet,

nicht als eine unzukäsfige politische Ein­mischung

in die inneren Angelegenheiten eines fremde« Staates angesehen werden kann. Es ist voll­kommen versehlt, davon zu sprechen, daß ein Eintreten für kulturelles Recht der Minderhei­ten der Einsatzhebel fei, um Staaten ausein­anderzusprengen. Stresemann schlug vor:

1. Eine Besserung des normalen Ber- fahrens bei der Behandlung vo« Minderhei­ten befchwerden. 2. In Aussicht zu nehme«, wie die bisher geübte Ausschaltung der beteiligte« Nationen bei Minderheitenbeschwerde« durch ihre Hinzuziehung ersetzt wird. 3. Zu prüfen, in welcher Weise der Völkerbund seiner Garantie außerhalb des Gebietes der Petitionen zu genügen habe. Dr. Stresemann schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis, daß der kulturelle Frieden der Böller untereinander stärker als Paragraphen für den Frieden wirke.

Und wieder Mexiko

Diesmal wird es ernst.

Es ist auch für gewissenhafte Statistiker ziemlich schwer, einwandfrei festzustellen, die wievielte Revolution jetzt in Mexiko tobt. Ganz offenbar aber handelt eS fich diesmal um eine ganz teaelrecbte Revolution, nicht nur um ein kleines Revolutiöncheu, von dem man kaum noch Notiz zu nehmen pflegt. Auch der Präsident gibt den »Ernst der Lage" ganz offen zu, obgleich er versichern zu können glaubt, daß die Mehrheit der Armee hinter der Regierung stehe. Nicht ganz leicht ist da­bei sestzustellcn, ob diese Revolution nur auf die Unzufriedenheit einiger Generäle zuruck- zutühren ist, ober ob kulturelle und wirtschaft­liche Fragen die Hauptrolle spielen. In dem Manifest, das der aufständische Gouverneur von Sonora erlassen hat, werden die samt- Heben amikirchlichen Gesetze der Regierung außer Kraft gesetzt und es wird erklärt, daß die »neue Regierung' tote Gewissens,rechen der Bürger nicht einzuschränken gedenke und die Religionsübung gänzlich unbehindert las­sen werde.

Das läßt daraus schließen, daß in den fetzi­gen Kämpfen die Kirchengesetze eine wesentliche Rolle spielen, doch wnd von anderer Seite versichert, daß eS fick we­niger um diese kulturellen Dtnge handle, als vielmehr um sehr malerielle Fragen, namnck um die Agrar Probleme. Die Aufstän­dischen seien gegen die von der Regierung geplante Parzellierung des Landes, da htl> ter ihnen der Großgrundbesitz stehe. Wu- wett im einzelnen diese Darstellungen zuttrssend sind, ist sehr schwer zu entscheiden, zumal aus Meriko nur zensierte Nachrichten borliegen. Aicher ist aber das eine, daß es sich bet die­sem Aufstand um ein groß angelegtes und lange vorbereitetes Manöver handelt, wobei noch nicht einmal ganz durchsicktrg ist. ob »s sich in erster Linie gegen die Regierung und den neuen Präsidenten rickteft da ine Revo­lutionäre behaupten, daß sie Vor allem ge­gen Calles, den früheren Präsidenten kämpften, der nach wie vor hinter den Ku­lissen regiere und je^Wahlkampagite unmog- lick macke. Ste fordern deshalb auch, da» Calles fofort da» Land v e rlasse und daß danack freie gesetzmäßige Wahlen durch- geführt würden.

Nun erklärt sich aber die mexikamsche Re­gierung mit Calles, solidarisch, hat A d°ck ge- rate Calles die Führung der Bundestruppe» anvertraut, was zur Beruhigung der _2age zweifellos nicht beitragen durste. Der Führer und aeistige Urheber der Bewegung ist der ehemalige merikamsche Gesandte in London, General «alencuela der al» ernst zu neh­men ber Politiker und Staatsmann gilt. E» ist selbstverständlich, daß man tn den Ber­einigten Staaten die Vorgänge in Meriko mit größter Ausmerlsamkett verfolgt, Tann doch möglicherweise Hoovers neues Kabinett seht schnell vor solbenschwer« Entscheidungen durch die Vorgänge tn Mexiko gestellt werden. Einst­weilen Reift er jedenfalls der legalen alte« Regierung den Rücken, die bis setzt dem Dol­lar noch immer sehr zu Willen gewesen ist. Möglich also, daß a«ck dieser größte Ausstand der letzten Jahre aus Mangel an Geld und Kriegsgerät, das den Parteigängern von Cal­les tn unbegrenztem Maße zur Verfügung stehen, sehr schnell zusammenbricht,