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Nr. 50. 19. Jahrgang.

Kasseler Neueste Nachrichten

Neues m Kassel

Fst die JRuttio" notwendig?

[ Unerbittliche Rältezeit

Auch die gestrigen Unfälle in Kassel liefern den Beweis.

L Auch morgen noch lall.

Wie der Frankfurter Wetterdienst meldet, zieht ein träf-iger Wirbel von Westsrantre.ch heran, der zunächst Die Zufuhr Der laden Lust von Osten her verstärkt, soDaß sich Die tie,en Temperaturen halten. Dabei werden noch weitere Schneefälle auiiietcn. Gleichzei­tig hat sich aber ein Druckfall über Dem M>t- telmeer eingestellt, der eine Drehung der Win- de auf Südosten und bann später wieder Erwärmung bei wetteren Nteberschlägen Her­vorrufi ..ein kleiner Frost wenigstens, aber bis morgen, Donnerstag, lautet die Por- hersage: Bedeckt, Schneefälle, kalt, nordöstli­che Windel

Line Leefisch-woche

L Eine Werbung von Reichswegen.

Zur Aufklärung übet den Wert und Nut­zen Der Seefischnahrung ist vom Reichsmtni- sterium für Ernährung unD LanDwinscyaft em Ausschuß für Scefischpropaganoa ms Leben gerufen worden, der in feinen Bestre­bungen auch rom RetchSgeinndhettsami un­terstützt wird und sich zur Ausgabe gesetzt hat, im Interesse Der Deutidjen Seefischerei einer­seits mid ons Gründen einer zweckmäßigen Ernährungsweise Des Deutschen Volkes anoe- rerseits, D;c breiten Schichten Der Bevölke­rung auf Die Teesischnayrung aufmerksam zu machen Die Bemühungen gehen auch dahin, den Seefisch mehr als bisher für Die Ernäh­rung des deulschen Volkes nutzbar zu machen, vor allem im Hinblick auf die unbeftrenbate Möglichkeit Der Förderung Der Volksgefund- heii durch vermehrten Scesischgenuß, Denn es steht nicht nur fest, daß eine weise Aowechs- lung in ber Ernährung Der Geiundheit sehr dienlich ist, sondern, daß gerade Der Seefisch es ist, Der, wenn er noch dazu mit Gemüse als Mahlzeit eingeschaltet wirD. der ErnährungZ- toetfe ausgezeichnete Dienste leistet.

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Ist Auslandsbutter besser?

Von landwirtschaftlicher Seite schreibt man:

Wie so manche andere Auslandsware kön­nen wir auch die Auslaubsbuuer entbehren. Wie es um Deren Qualität bestellt ist, da.on ein kleines Beispiel. Als ein Landwirt kürz­lich in einem auswärtigen Lebensmi.telge- schäst nicht etwa aus Vorliebe für Auslands­butter, fonbernstudienhalber" nach dänischer Butter fragte, erklärte die Ladnerin stolz, daß sie echie dänische Butter führe, die allerdings 2,60 pro Pfund koste, dafür aber wett heuer .als'die deutsche Butter sei.

Die getaufte ^--PsunDprobe dänischer But­ler erwies sich bei näherer Untersuchung ju Hanse als unnatürlich gelb gefärbt, und zwar so ungleichmäßig, daß man auf der Schnitt­fläche noch den beigemischten Farbstoss in Klümpchen beisammen sah. Gewiß nicht be­sonders appetitlich! Auch im übrigen war die Qualität dieser Auslandsware recht m.t- lelmäßig und in keiner Weise dem Hohen Preis enisprechend. Der Eeruch war leicht talgig, der Geschmack nichtssagend, die Be- schafsenheit zu salbenartig statt leicht körnig, wie wir es von guter Jnlandsbutter gewöhnt sind. Ter wahre Wert lag nicht über unserer Landbittter, und doch..viele städtische Haus­frauen bilden sich ein, allein schon deswegen, weil diese dänische Butter schön verpackt und teurer ist, die Auslandsbittier fei wirklich besser als unsere einheimische erstklassige Mol- lereibutter.

Es ist eben auch hier der Glaube, ber selig Macht, uitb Aufklärung tut bringend not. Da­her mehr unb wirksamere Propaganda für unsere einheimischen Erzeugnisse!

Die Rentner fordern

endlich das Rentnerversorgungsgesetz.

Bon Generalmajor a. D. Vogel-Kassel.

1 Vorsitzender des Deutschen Rentnerhundes

Seit 10 Jahren währt der Kampf der deutschen Kapitalrentner um die Anerkennung ihrer Existenzberechtigung. Es handelt sich hierbei um nahezu dte einzige Volksgruppe, die in keiner Weise versorgt und ausschließ­lich auf Almosen angewiesen ist, obwohl sie die größten Leistungen für die Allgemeinheit ausbrachte und mehr hergab. als die gesamten Reparationszahlungen ausmachen sollen. Seit 6 Jahren währt der Kampf um ein Resttner- versorgungsgesetz. Alljährlich wird vor und nach Weihnachten im Reichstag diese Frage aufgeroßt. Regelmäßig gab bei dieser Gele­genheit die Reichsregierung die Erklärung ab, daß über diese Frage nicht verhandelt werden könne, bevor nicht ber Haushaltsplan endgül­tig fertig und genehmigt sei, um dann mitzu- teilen, an dem fertiggestellten Etat sei bebau« «rlicherweise nichts mehr zu ändern Der ge­genwärtige Reichskanzler versprach in der offi­ziellen Regierungserklärungdie Kleinrent­nerhilfe auf eine von dem Ermessen der örtlichen Fürsorgestellen unabhängige Grund­lage zu stellen." Dann gab die Reichsregie­rung die Erklärung ab, daß die Versprechung des Reichskanzler nur dahin gedeutet werden könne und solle, daß einegesetzliche Rege­lung" im Rahmen der Fürsorge vbrgesehen fei Daß dabei aber eine rechtliche Sicherste!- lung nicht möglich ist. beweist nicht nur die 6jährige Erfahrung, sondern der natürliche Menschenverstand, da ein Rechtsanspruch auf eine dem individuellen Ermessen des Schuld­ners anheimgestellte Leistung eine Unmöglich­keit ist. Dazu kommt noch weiter, daß dte Rot ber Kapitalrentner durch Maßnahmen bei Reiches, das auch ben bei weitem größten LorteU aus dieser Enteignung zog, entstanden

Solche Erste Hilfe Säulen

könnten in Kassel ohne jede Kosten für Die Stadt ober die Allgemeinheit nur gegen ein wenig Reklamebulbnng les wird heute so viel Reklame gemacht, daß es aus ein wenig mehr oder weniger auch nicht ankommt) in ben ver­schiedensten Stadtgegenden ausgestellt werben. Eine solche Rettungssäule, die auf kleinstem Raum nur 1,16 im Quadrat Grundfläche nicht nur fahrbare Krankentrage, Verbandstoffe unb Medikamente, sondern auch Alarmanlage, öf­fentliche Fernfprechstelle, Normaluhr, Autoruf, Briefmarken- und ähnliche Automaten verei­nigt, ist nicht nur bei Unglücksfällen durch Leistung ber ersten Hilfe, sondern auch bei Ueberfätlen, Umzügen nsw. von unfdtätborem Wert, da Tag und Nacht durch stete Bereitschaft und direkte Telephonverbindung mit der Zen­trale Hilfe herbeigerufen werden kann. Sie hilft den Ovfern des Verkehrs und fordert ein Werk der Menschlichkeit. Wir könnten sie haben, aber ber Magistrat lehnte einen entsprechenden Antrag ab, wett vertragliche Verbinblichkeiien mit anderen Geselttcboiten bi<*§ nicht zulassen. Zweifellos hanbeli es stch um be Städterekla- me. Erneute VerhanDl"naen lägen u. E. im Interesse ber Oefsenttichkeit.

Vorsicht bei offenem Rohlen- feuer

Wieder ein schwerer Vergiftungsfall.

Jrn Eisenbahn-Ausbesserungswerk war ein 50 Jahre alter Arbeiter aus Weimar mit dem Reinigen des Wasserbehälters eines Tenders beschäftigt. Um sich vor der Kälte zu schützen, hatte er sich in dem Behälter ein Holzkohlen­feuer angemacht. Arbeitskollegen fanden ihn nach einiger Zeit bewußtlos neben bem Feuer liegenb auf. Er hatte sich eine schwere Koh- lenoxybgasvergiftung zugezegen. Die herbei­gerufene Hauptsanitätswache stellte sofort Wie- berbelebungsversuche mit dem Sauerstoffappa­

rat an, die nach längerer Zeit zu einem Teil­erfolg führten, die Atmung setzte regelmäßig ein, doch konnte die Bewußtlosigkeit erst später nach weiterer Behandlung im Marienkrankcn- haus behoben werden.

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Gefahren der Auftauarbeit.

Der Rettungstrupp ber Feuerwache Mauer- straße würbe Dienstag mittag nach der Ober­sten Gasse gerufen, wo im Keller des Hauses Rr. 49 beiih Austauen einer Leitung Lumpen unb Packmaterial in Brand geraten waren. Rach einhalbstündiger Tätigkeit hatte die Wehr jede weitere Gefahr beseitigt.

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Unfälle

bedingen Störung des Verkehrs.

Vor ber Feuerwache Mauerstraße ereig­neten sich am Mittwoch vormittag innerhalb einer Stunde zwei Verkehrsunfälle, die eine empfindliche Störung des Straßenbahnver- kehrs verursachten Um 7,30 unb später um 8,45 Uhr brach beim Ueberfahren der Stra­ßenbahngleise an hochbeladenen Kohlenstihr- werken eine Achse, beide Male lag dieFuhre" Kohlen auf ben Schienen ber Straßenbahn, bie ihren Betrieb bis zur Umladung der Koh­len in herbeigeholten Ersatzwagen durch Um- fteigen ausrecht erhalten mußte.

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Weitere Berkehrsunfälle.

An ber Ecke Westendstraße und Königstor stieß ein Lastkrastwagen mit einem solchen Der Reichspost, dem noch ein Kabelwagen an ge­hängt war, zusammen. Beide Wagen wurden beschädigt, konnten aber bie Fahrt sortsetzen. Personen kamen babei nicht zu Schaden. Die Schulofrage ist nicht geklärt. Ein weiterer Verkehrsunfall ereignete sich In berWtthelms- höher Allee, wo eine Kraftdroschke, bie von ber Terrasse bie Sophienstraße abwärts fuhr beim Uebergueren der Wilhelmshöher Allee mit einem Personenkraftwagen znsammen- stieß. Beide Wagen wurden an den Kotflü­geln beschädigt. Verletzt wurde niemand Wer Schuld hat, steht auch hier noch nicht fest.

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Opfer eines Treppensturzes.

Vor vier Wochen glitt, wie damals gemel­det wurde, ein Invalide aus der Jägerstraße auf ber Treppe zu seinem Keller aus unb stürzte, wobei er sich einen Unterschenkelhals­bruch zuzog. Jetzt ist er an ben Folgen biefer Verletzung im Lanbeskrankenhaus gestorben.

Wieder ein Kopsgrippe-Fall.

Im Landeskrankenhaus wurde ein an Kopsgrippe erkrankter jüngerer Mann plötz­lich geisteskrank und mußte zur vorläufigen Unterbringung dem Karlshospttal zugesührt werben.

ist, daß aber das Reich trotz ansänglich durch Zahlungen erfolgter Anerkennung feiner Ent­schädigungspflicht sich dieser dadurch entle­digte, daß es Die Gemeinden für die Wieder­gutmachung des von ihm angerichteten Scha­dens verantwortlich machte. Die deuischen Kapitalrentner unb bie beutsche Oefsenttichkeit erwarten von Dem Reichstag unb der Reichs­regierung, daß nunmehr die so ost von allen Seiten, nicht zum mindesten von dem Reichs­kanzler abgegebenen Erklärungen endlich wahr gemacht werden, sodaß die Begriffe deutscher Treue, deutschen Rechts unb deutscher Ehrlich­keit endlich wieder zur Geltung kommen. Mö­ge Deutschland endlich einen Weg finden, daß es diejenigen, deren Vermögen es enteignet hat, wenigstens einigermaßen dadurch entschä­digt, daß es ihnen eine angemessene den Op­fern entsprechende Versorgung sichert. Pflicht der gesamten Oefsenttichkeit ist es, diese Be­strebungen des Deutschen Rentnerbundes Sitz Kassel, Bismarckstraße 12) tatkräftig zu unterstützen, um die nationale Ehre wieder herzustellen.

Beschlüsse -es Magistrats

Wohnungsbau und Anderes.

Der Magistrat beschloß, gegenüber dem Be­schlüsse ber Stadtverordnetenversammlung auf Ablehnung ber Erhöhung des Geschäftsan­teils ber Stabt Kassel an berWohnungssur- forge K. m. b. H." auch 250 000 Mark an sei­nem früheren Beschlüsse festzuhalten. Die An- gelegenhett wird die Stadtverordneten noch­mals beschäftigen. Dem Antrag ber Stabt» verordn-eten-Versammlung auf Zulassung sämtlicher Lebensmittelgeschäfte zur Liefe­rung von Lebensmitteln für Unterstützungs­empfänger des Wohlfahrtsamtes ist ber Ma­gistrat beigetreten. Der Etnzelhandelsver- banb hat sich bereit erklärt, bie Abrechnung mit den einzelnen Geschäften zu übernehmen. Weiter stimmte der Magisttat einer Polizet- verordnung über das Abbrennen von Kartof- selkrautfeuer und dergleichen zu, sowie einer Polizeiverordnung, die den Kasseler Omni­busbetrieb im Einzelnen regelt.

Lokalnachrichten vom Tage

4- Berwaltungsakabemie in Kassel. Arn Freitag hält Prosesscr Tr Mezger von ber Universität Marburg im Rahmen ber Ver­waltungs-Akademie Kassel einen Vortrag mit Lichtbildern über das Thema:Die Bedeu­tung der konstittttionsbiologischcn Forschung

für die heutige Strafrechtspflege." Einzelhei­ten sind auf der Geschäftsstelle Kölmschcskaße Nr. 4 Zu erfahren.

-T- Vorträge von Pfarrer Neubauer: Der Vortrag von Pfarrer Lic. Tr. Neubauer über Religion u. Bildung" findet erst am Abend des 5. März im Lesemuseum, ber überDie Kirche unb die Gebildeten" am 19. März statt.

Ausstellung:Frau als Künstlerin". Die vorn Kunstverein zu Kassel gegenwärtig in sei­nen Räumen am Stänbeplatz veranstaltete AusstellungDie Frau als Künstlerin" ist noch bis einschließlich Sonntag, den 3. März ge­öffnet.

-T- Staatstheater: Heute abendUndine". Der heutige Mittwochs-Spielplan erfährt inso­fern eine Veränderung, alsUndine" gegeben wird.

4-Der Snob" im Kleinen Theater. Als nächste Erstaufführung befiitdet stch <Sarl Sternheim's bekannte KomödieDerSnob" in Vorbereitung. Die Inszenierung liegt in Händen von Ernst Wendt.

-r- Erziehungsvortrag von Pfarrer Belbin- ger. Der Kindergottesdienst der Lutherkirche hält am Donnerstag abend Im Evangelischen Veretnshaus einen Elternabend ab, in bem u. a. Pfarrer Velbinger über Erziehnngssra- gen sprechen wird.

-T- Die ,Hühnermarder" noch am Werk. In ber Holländischen Straße wurden aus einem Hühnerstall mehrere Hühner entwendet und sogleich an Ort unb Stelle abgeschlachtet. Auch biefer Hühnerdieb konnte noch nicht ermittelt werben.

4- Wenn die Gemüter zu erregt find. Ge­stern abenb kam es in der Altstadt zu einer Schlägerei. Beteiligt waren ein hiesiger Ma­ler unb ein Kraftwagenführer. Beide wur­den dabei verletzt, konnten aber nach Anle­gung eines Verbandes durch die Arbeitersa- mafiter am Holzmarkt ben Nachhauseweg allein antreten. Die Schutzpolizei stellte die Personalien ber beiben fest und beschlag­nahmte einen eichenen Spazterstock, von bem einer ber Beteiligten bei ber Schlägerei Ge­brauch gemacht hatte.

Erschöpftes Rehwild.

Es ist in letzter Zeit wiederholt gemeldet worden, daß Rehwild, das in völlig erschöpf­tem Zustand in bie Nähe von Wohnungen ge­kommen ist, von ber Bevölkerung aufgegrif­fen unb in Stallungen untergebracht wurde, ohne hiervon dem betreffenben Jagdpächter ober Jagdbesitzer Nachricht zu geben Von ärmlicher Seite wird daraus aufmerksam ge*

Donnerskag, 28. Februar

macht, daß dies als unberechtigter Jage» tut Sinne des Strafgesetzbuches anzusehen und strafbar ist.

Todesopfer der Kälte.

Ein 57 Jahre alter Wandersmann, der Voss einigen Tagen auf der Walbecker Landftraßtl erfroren aufgesunden worden und dem Sih bunaer Krankenhaus zugeführt worden wah ist hort seinen durch die furchtbare Kälte he« vorgerufenen Verletzungen erlegen.

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Wohin gehen wir am Donnerstag? <

StaatStbeater:Bruder Dietrich". 19,30 Uhr, Kleines Theater:Minna von Barnhelm.

2 0Ubr.

Reinhold-Saal: Schallplattenkonzert, 20 Ufo

Letzte Depeschen

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Grientflug am 26. Mar;

Das Ergebnis der Berliner Konferenz Eckeners

Berlin, 27. Februar. Die Besprechunge» Tr. Eckeners in Berlin haben zu dem Entschluß geführt, daß der Graf Zeppelin am 26. März von Friedrichshafen aus zur Orientfahrt ftar- ten Wirb. Falls diplomatische Schwierigkeiten das Ueberfliegen von Aegypten und Palästina unmöglich machen, wird das Luftschiff eine Rundfahrt über dem Mittelmeer unternehmen und dabei Konstantinopel und Wien berühren,

Voten« Minister besuchen Danzig

Danzig, 27. Februar. (Eigener Drahtbe^ richt.) Heute vornttttag traf der polnische Mi- nisterprästbeitt Tr. Bartels und der polnische Berkehrsminister Kühn in einem Sonderzug hier ein. Von Vertretern der Danziger Behör­den begrüßt. Darauf wurden mit dem Präfix denken Dr. Sahm Besuche gewechselt.

Fttegerabfturz aber bem Walde

Paris, 27. Februar/ (Eigene Drahtmeldung.) Ein Militärflugzeug stürzte mit einem Leut- nant und einem Sergeanten gestern abenb im Nebel über dem Walde bei Paris ab. Die bei- den Insassen wurden schwer verletzt.

Dacheinstukz in der Fabrik

Paris, 27. Februar. (Eigene Drahtmelbung.s In einer Automobilfabrik stürzte bei Arbetts- schluß, als die Arbeiter die Fabrik verließen, das mit Ziegeln gedeckte Dach in einer Ausdeh­nung von zehn mal vierzig Metern ein. Acht Personen wurden verletzt, zwei von ihnen ernst- lich.

Sin Au'.ofpiung bei der Weltrekorbsohrt

Newyork, 27. Februar. (Durch Funkspruch.) Der englische Rennfahrer Segrave legte in Miami bei Versuchen zur Aufstellung eines neuen Weltrekordes 13 Kilometer mit einer Stundengeschwindigkeit von 290 Km zurück. Da­bei entging S"grave nur mit knapper Rot dem Tode. An einer abschüssigen Stelle kam der Wagen ins Rutschen und machte plötzlich einen Sprung von 12 Metern, fiel aber zum Glück wieder auf die Räder und konnte die Fahrt fortsetzen. Zum Wettbewerb am 10. März sind außer Segrave noch einige Amerikaner gemeldet.

Heye bei den Deutschen in Spanien

Vigo, 27. Februar. Der deutsche Reichswehr­chef, General Hey ist auf bem Wege nach Ar­gentinien hier eingetroffen. Er würbe an Bord von Behörbenvertretern unb dem deutschen Konsul begrüßt unb nahm in der Stadt an einer Feier ber beutschen Kolonie zu Ehren ber Offi­ziere bes KreuzersBerlin" teil.

Die ganze Familie verbrannt

Rom, 27. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) In der Nähe von Viterbo riefen die Bewohner eines brennenden Bauernhauses, ein Ehepaar und vier Kinder, um Hilfe, weil es ihnen nicht gelang, die Türen zu öffnen. Als die Türen mit Aexten eingeschlagen worden waren, fand man das Ehepaar und drei Kinder bereits »er­würbe mit lebensgefährlichen Brandwunden brannt auf. Das vierte Kind, ein Junge, ins Spital gebracht.

Sin Älnöerörama in ber Waggonwohnung

Labes (Pommern), 27. Februar. (Privat­telegramm.) Als die Eheleute Bieging, die in einem als Obdachlosen Wohnung eingerichteten Eisenbahnwaggon wohnten, abends heimkehr­ten, sanden sie ihre vier Kinder bewußtlos auf. Die Kinder waren durch ausströmende Gase des Ofens vergiftet worden. Bei drei Kindern gelang es, sie am Leben zu erhal­ten, der zehnjährige Knabe jedoch starb an der Vergiftung.

Anter Tage verschüttet

Tortrnuttd, 27. Februar. (Privattelegramm.) Gestern abend kurz vor Schichtwechsel wurden auf der Zeche Radbod drei Bergleute durch hereinbrechende Gefteinsmaffen verschüttet. Durch die sofort unternommenen Rettungsar- beiten konnten zwei der Verschütteten leicht »er­lern geborgen werden, während der dritte be­reits tot war.

Das 2luto unter bem Süterzuge

Luxemburg, 27. Februar. (Eigene Drahtmel- bung.) Zwischen Esch und Luxemburg geriet auf offener Bahnstrecke unb bei nebligem Wet­ter an einer scharfen Bahnkurve ein Kraftwagen unter einen Güterzug, der den Wagen mehre« hundert Meter weit mit fortschleifte und gänz­lich zertrümmerte. Bon den Insassen wurden zwei schwer verwundet, während der dritte rechtzeitig abspringen konnte. Der Schranken- Wärter wurde verhaftet.

Die heutige Nummer umiuht 12 Seite«