Nr. 41- — 19. Jahrgang.
Staffelet Neueste Nachrichte«
Sdtmiafl, 17. Februar 1929.
reichsten aller Kriege erste Pflicht, das Andenken an seine 2 Millionen Gefallenen zu ehren, in allen Volksschichten wachzuhalten und zu vertiefen. Unter Führung des Volksbundes Deutsche Knegsgräbersürsorge wurde im Einvernehmen mit den Behörden, den Religionsgemeinschaften, den großen Körperschaften und den bedeutendsten Verbänden der 5. Sonntag vor Ostern „Remlniscere- als Gedenktag für die deutschen Gefallenen erkoren. Seit mehreren Jahren wird dieser Tag als Volkstrauer- t ag begangen.
In diesem Jahre ist es der 2 4. Februar, an dem wir unserer Gefallenen in Einmütigkeit gedenken. Obwohl sich der Ausschuß für die Festsetzung eines Volksirauertages mit aller Tatkraft für den Erlaß eines Vergnügungsverbotes an diesem Tage innerpolitischen Grünverbots an diesem Tage eingesetzt hat, konnte die reichsgesetzliche Regelung aus innerpolitischen Gründen nicht erzielt werden. Um die würdige Begehung dieses Tages, soweit es nur irgend möglich ist, zu fördern, hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräbersürforge e. V.. die Städte- und Gemeindeverwaltungen gebeten, die Bevölkerung aufzufordern, auf alle Lustbarkeiten an diesem Tage freiwillig zu verzichten. Auch die Theater- und Lichtbildbühnen sind gebeten, ihr Programm dem Ernst des Tages anzupaflen.
Feuer in einer Garage
Cd- und Benzinvorräte in Flammen.
Die Hauptfeuerwehr wurde am Freitagabend gegen 21,30 Uhr nach Wilbelmshöhe „Hinter den Höfe»" gerufen. Dort war in einer Äuiogarage ein Brand ausgebrochen, der auch auf den dortstehenden Kraftwagen übersprang. Tas Feuer sand an den Oel- und Benzinvorräten reiche Nahrung und drohte auch aus das daneben stehende Gebäude überzugreisen Ter Feuer? wehr gelang cd, in fünfviertelstündiger Tätigkeit mit Hilfe eines C-Rohres und eines „Tetra"-Apparates den Brand aus seinen Herd zu beschränken. Der Kraftwagen wurde vollständig zerstört und die Garage brannte vollkommen aus Das Nebengebäude wurde nur leicht beschädigt Die Brandursache soll in einem Heizofen (Motorwärme« zu suchen sein, der zwischen Motor und Kühler angebracht wird. Der Schaden wird auf 8000 Mark geschätzt.
Lchuljahrende... 1. April Wann werden die Konfirmanden entlassen?
Nach dem Schulpflichtgesetz vom 15. Dezember 1927 endet die Schulpflicht nach Ablauf von acht Jahren mit Schluß des Schuljahres Die dieser Bestimmung entgegenstehende Verfügung der Regierung, wonach alle zum 1 April zur Entlassung kommenden Schulkinder bereits am Sonnabend vor dem ersten Einfegnungstage aus der Schule zu entlassen sind, ist ausgehoben. Demnach sind die zur Entlassung kommenden Schüler und Schülerinnen jetzt bis zum Schlüsse des Schuljahres schulpflichtig imd haben die Schule bis zum Beginn der Osterserten zu besuchen.
Aus frcm wochenmarkt.
Biel Butter und keine Kartoffeln.
Spät kamen die Hausfrauen zum heutigen Wochenmarkt, aber sie kamen und gegen 11 Uhr endlich entwickelte sich ein lebhafter Verkehr, namentlich bei den Butterständen. Diese waren reichlich versehen, vor allem die Selbsterzeuger hatten große Mengen aus den Markt gebracht. So kam es, daß trotz reger Nachfrage das Angebot doch noch größer war Der Preis ging von 1,80 Mark aus 1,70 Mark und dann auf 1,60 Mark zurück und dennoch blieb ein bemer-
Gestrenge Herrn regieren doch lange!
Das Gaswerk rationiert den Koksverlauf und gibt Marken aus!
Wieder mal ist der Beweis erbracht, daß alte Sprichwort« nicht immer Geltung habe«: Gestrende Herren können sehr lange regieren!
Ein kleiner „Frühlingsbote" wurde heule rüh in der „berühmten" Streichholzschachtel zur Schriftleitung gebracht, ein kleiner Kohlweißling, den ein Bewohner der Hohentorstratze, der eine Kohlen auf dem Trockenboden hat (!) aus der Kohlenschausel von do« in die warme Wohnung brachte. Roch ist er frisch und fröhlich, aber... wie lange?
„Draußen" steht es noch nicht danach aus, daß sich nun alles, alles wenden muß! Gestern konnte man beinahe daran glauben, aber heute irüh war's wieder bitter kalt., am Friedrichs- Platz 15. an der Fulda 16 Grad unter Null!
Rach dem Fransurter Wetterbericht ist nut Ausnahme unserer Gegend in ganz Deutschland eine Frostabschwächung eingetreten, und es steht aber zu ertoarten, daß die kommende Nacht Bewölkung und vereinzelten Sch ne es all bringt sodaß es milder wird, doch.. schon bis Montag kann wieder (leider!). mit neuer Verschärfung des Frostes gerechnet werden!
In Anbetracht der katastrophalen Ereignisse die uns der Frost bisher brachte und noch brln- gen wird, mutz also den nächsten Tagen mit Besorgnis entgegengesehen werden! ch-
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Wie zur rLriegszeit ♦♦♦!
Großes Anstehen nach Brennstoff.
Während große Betriebe den ganzen Tag über amFernsprecher hängen und versuchen, selbst aus großen Entfernungen Kohlen herein zu bekommen, steht man im Sttaßenbild Sze- nen, die <in beit Äricgdtvintct 1917 erinnern. •
mit Rodelschlitten und kleinen Kinderwagen ziehen frierende Leute durch die Straßes um Kohlen auszutreiben.. Ganz besonders schlimm ist aber der Andrang zum Gaswerk, um do« Gaskoks zu erstehen. Es ist schon mehr rin „Run"
DaS städtische Gaswerk
hat daher, um den ins Riesenmaß gesteigerten Anforderungen vorwiegend aus den mittleren und kleinen Kreisen der Bevölkerung gerecht zu werden, eine
Rationierung
in der Abgabe vorgenommen. Am frühen Morgen des heuligen Sonnabend setzte bereits ein großer Andrang ein, sodaß schon um 6 Uhr Nummern ausgegeben werden mußten. Eine regelrechte Schlange, wie in den Leiten der schlimmsten Markenwirtschaft kam zur Ausbildung und gegen 7,30 Uhr warteten schätzungsweise an 300 Menschen aus Abfertigung! Zur Durchführung eines reibungslosen Verkehrs wurden mehrere Schupo-Beamte angefordert.
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Es wird wieder gerodelt.
Wie uns der Wintersportverein mitteilt, kann nach Eintritt leidlicherer Witterungsverhältnifle die inzwischen wieder vorzüglich hergerichtete Rodelbahn Kaskaden - Gewächshaus zunächst während des ganzen Sonntags von Mitgliedern und Nichnnitgliedern benutzt werden.
- 1 Das Hohe Gras.
meldet 40 Zentimeter Schnee und gute Skibahn bei nur 5 Grad Kälte am Sonnabend früh.
zu sparsamstem Wasserverbrauch
Die Stadtverwaltung mahnt
Das städtische Rachrichtenamt gibt heute bekannt: Die letzten kalten Tage stellten ganz außergewöhnliche Anforderungen an dasWaffer- werk, infolge der niedrigen Temperaturen fanden viele Rohrbrüche statt, wodurch sehr viel Wasser nutzlos verloren geht. Außerdem gehen durch die anhallende Kälte auch die Fördermengen start zurück, denn
der Erdboden ist bis aus einen Meter Tiefe gefroren!
Wenn auch vorerst mit ernsten Schwierigkeiten in der Wafferbefchaffung nicht gerechnet werden muß, so erscheint es doch geboten, daraut hinzuweisen, daß es als eine selbstverständliche
Pflicht eines jeden Einzelnen betrachtet werden muß, den Wasserverbrauch auf das unbedingt notwendigste Maß zu beschränken!
Weitere Wafferrohrbrüche.
Vor dem Hause Steinhöserstratze 7 entstand gestern nachmittag ein Wasserrohrbruch, wodurch der Straßenverkehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Straßenbahn verkehrte nur bis Steinhöser- und der Omnibus bis Lindenstraße.
Weiter« Wasserrohrbrüche wurden im Oelmüh- lenwea, in der Mombachstratze und in der Elj- buchenstratze sestgestellt. Das Wasserwerk hat überall die Jnstandsetzungsarbetten alsbald ausgenommen. Bei weiteren Wasserrohrbrüchen wurde hie Hilfe der Feuerwehr in Anspruch genommen, so im Steinweg und im Akazienweg.
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. Ein Krankenhaus ohne Wasser.
Durch einen Wasserrohrbruch in der Mom- bachstraße wurde am Freitagvormittag das Marienkrankenhaus auss „Trockene" gesetzt. In einem Krankenhaus macht sich der Mangel an Wasser soso« recht merklich fühlbar und hier traf er doppelt empfindlich, denn auch die Kessel der Zentralheizung werden von dieser Wasserleitung gespeist. Um dem empfindlichen Mangel abzuhelfen, wurde die Feuerwehr be- nachrlchtigt, die gegen 9,45 Uhr mit der „Anker"- Spritze eintraf. Diese Spritze saßt 500 Liter Wasser und mit ihrer Hilfe wurde k,?m Krankenhaus aus der nahegelegenen Schöfferhofbraue- rei das notwendige Wasser zugeführt, die von dem städtischen Wasserwerk soso« vorgenommenen Reparaturarbeiten zur Beseitigung des >!ohrbruchs waren nach zwei Stunden schon glücklich beendet, sodaß die Feuerwehr ihre Tätigkeit als „Wasserträger" gegen 12,30 Uhr einstellen konnte.
Hm Montag:
StaatStbeater: .„Kalkutta 4. Mat", 19,30 Uhr.
(S a ft 6 a u 8 Römischer Kaiser: Generalvev» sammlung der Sterbekass« IL Bürgerbrüder» schatt. 20 Ubr.
Landesbtbliotbek: Bortraa von Prof. Dr. Stengel-Marburg „Das geschichtliche Recht der best. Landschaft". 20,80 Uhr.
Pente. Sonnabend:
Stadt ha Ile: Maskenball des Männergesangoer, eins „Krohstnn", 20 Uhr.
Letzte Depeschen
Lin Uebergriff in der Pfalz Franzosenschikane an einem Dienstmädchen.
Zweibrücken, 16. Februar. Das Dienstmädchen Katharina Driem, Zweibrücken war wegen beleidigender Haltung (;) gegenüber der Besatzungsmacht zu 45 Tagen Gefängnis und den Kosten des Verfahrens verurteilt worden Da ihre Strafe durch die Untersuchungshaft verbüßt war, wurde sie entlaffen, jetzt aber neuerdings verhaftet, mit der Begründung, sie muffe die Strafe von 45 Tagen deshalb noch einmal ganz abbützen, weil sie die Ge- richtskoften in Höhe von 190 Papiersran» len nicht bezahlt habe. Weder das deutsche noch das französische Strafgesetzbuch steht vor, daß bei einem Verurteilten im Richtzahlungssalle der Gerichtskosten eine Haftstrafe eintreten darf. In keinem zivilisierten Land wird die Haftbarkeit für Gerichtskosten mit Gefängnis bedroht. Die deutschen Stellen haben fosort bei den französischen Behörden Schritte unternommen, um die Freilassung der Verhafteten zu erzielen, bisher allerdings ohne Erfolg.
Polizisten als Lomplizen
Mutmaßungen über das Chicagoer Blutbad.
Rewyork, 16. Februar. Ein Blatt meldet auS Chicago: Der stellvertretende Vorsteher der Pro- hibitionsbehörde, Silloway vertritt den Standpunkt, daß Polizisten an der gestrigen Er- schießung von Mitgliedern einer Alkoholschmugg- lerbande beteiligt gewesen seien. Die Baude habe Polizisten angeblich Schweigegelder gezahlt, diese Zahlungen aber eingestellt, nachdem eine andere Bande ihr vor sechs Wochen am hellichten Tage 500 Kisten Whisky geraubt habe. Die gestrigen Erschießungen stellten einen Vergeltungsakt wegen der Einstellung der Geldzahlungen dar. Po- lizeikommiffar Ruffel bezeichnete die Ansicht Silloways als Unsinn.
Trotzkis Schicksal bei den Türken
Berlin, 16. Februar. Ein Kommunistenorgau hat ein Telegramm aus Konstantinopel erhalten, in dem Trotzki selbst seine Ankunft mit Frau und Sohn anzeigt.
London, 16. Februar. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß sich Trotzki von dem Sowjetkonsulat in Pera nach der früheren russischen Botschaft am Bosporus begeben hat. Der Kor- respondent hält es für wahrscheinlich, daß eine amtliche Mitteilung über die Stellung Trotzkis bald erfolge., wird, da der augenblickliche Zu- stand nicht unbegrenzt fortdauern könne.
Die Linienschiffe laufen deute wieder au«
Berlin, 16. Februur. (Funktelegramm.) Rach einer Mitteilung der Marineleitung nimmt die „Schleswig Holstein" Reparatur der Kollisionsschäden vor, während die „Elsaß" Kohlen er- gänzte. Beide Linienschiffe beabsichtigen am Sonnabend früh erneut zum Vorstoß nach Norden auszulaufen.
Srf Rekruten von Wölfen zerriffen
Rom, 16. Februar. (Eig. Drahtbericht.) Wie aus Bari gemeldet wird, wurde in Albanien eine Abteilung unbewaffneter Rekruten, die nur von zwei Gendarmen begleitet waren, von Wölfen überfallen. Elf Rekruten wur- den von den Wölfen zerriffen, die anderen konnten sich auf Bäume retten.
kenswerter Ueberstand. ,
.Lötalausverkauf" hatten die Sahnesrauen und die Geslügelhänller. Bei Letzteren fehlte allerdings mancher Großlteserant. Frische Eier wurden tm Preise 1 Pfennig höher notiert. Sehr gefragt wurde Suppengrün, von dem nur wenig vorhanden war. An Kartoffeln gab eS nicht ein Pfund. ES wurden lediglich Bestellun- gen entgegengenommen. Da Fuldasische vollkommen fehlten, gab eS aus dem eigentlichen Fischmarkt einen freundlicheren Betrieb. Die übrigen Nebenmärkte lagen ruhig. Nur der Fleischmarkt machte eine Ausnahme. Hier wur- de gut gekauft.
Die Gesamtdewertung deS Marktes kann au die Formel gebracht werden: Es gab schon bessere DienStagmärkte als der heutige Sonnabendmarkt, gegen die letzten Märkte aber war er gut!
Lokalnachrichten vom Tage
•+■ Zusammenstoß von Kraftwagen. An der Ecke Kelnischestraße und Köngsplatz stieß ein Möbelkrastwagen, der Die Kölnischestraße abwärts fuhr, dadurch daß er in's Rutschen kam, mit einem auS dem Köntgsplay einbtegenben Personenkraftwagen Der Reichswehr zusammen wodurch derselbe so stark beschädigt wurde, daß er abgeschleppt werden mußte.
-i- Ausfallende Kurse der Volkshochschule. Die Kurse der Volkshochschule müssen, so weit sie in den Räumen von öffentlichen Schulen stattfinden, so lange aussallen, wie diese durch Bestimmung der Stadt-Schulverwaltung geschlossen sind.
— Die Luther Gedenkfeier verschoben Vom Evangelischen Bund wird mitgeteilt, daß die Gedenkietei ru Luthers Todestag, für die neben einer Ansprache von Psarrer Velbinger über das Lutherlied „Ein seste Burg" auch eine Ausführung des geschichtlichen Schauspiels „Luther in Ovvenbeim" von Rithack-Stahn vorgesehen ist. aus Sonntag, den 3 März verlegt worden ist Die bereits gelösten Karten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.
Lange gesucht und doch gefunden. Die Kriminalpolizei hat im hiesigen Asvl für Obdachlose einen auswärtigen Graphiker festge- nommen, bet seit langem wegen Urkundenfäl-
Das Kind auf der Straße
AuS einem Vortrag von Stadtschulrat Setting: Hämmert den Kindern Furcht vor dem - Betreten der Straße ein!
Kinderwitze sind Spiegelungen der körper- lichen und seelischen Entwicklung des Kindes; und aus ihnen lernen, das Kind zu verstehen und richtig zu behandeln, ist eine der vornehmsten und dankbarsten Aufgaben für die Eltern, welche die Kinder zu individuellen Menschen und nicht zum Abklatsch einer vorhandenen Persönlichkeit erziehen wollen. Daß Stadtschulrat Setting in einem Vortrag, den er im Rahmen der VolkSvottragsreihe des Vereins für Volksbildung am Freitag hielt, sich mit psychologischen Betrachtungen über „Kinderwitze — Kindermund" beschäftigte, danken wir dem erfahrenen Schulmann, wenn wir uns auch nicht verhehlen wollen, daß es nicht leicht ist, in einem derartigen kurzen Vortrag den richtigen Schluß aus einem Erleben mit Kindern zu ziehen und wiederzugeben. Diese Aufgabe wollte und konnte auch dieser Vortrag nicht restlos lösen, aber er war auch nicht nur eine unterhaltende Plauderei, sondern ein Wegweiser für Eltern und Erzieher, gegeben von einem Mann, der pädagogische Gewissenhaftigkeit mit viel Güte und mit Verständnis zu paaren weiß. In etwa einstündigem Vor
trag skizzierte der Redner die kindliche Entwicklung in ihren Aussprüchen, die zunächst noch keinen Zusammenhang zwischen Wo« und Be- griff finden, dann durch den Gegensatz zwi- schen den verschiedenen Dingen immer sicherer in ihrer Beurteilung werden. Der Vortragende zählte eine Reihe selbftgehörter KinderauSsprü- che auf und zeigte daran, daß die Kinder die Worte iostinkttv gebrauchen, ohne sie mit einem Gefühl zu verbinden. Das Kind siebt stets nur einen schmalen Ausschnitt des Lebens, eine Tatsache, die nnS erklä«, warum eS auf der Straße einem Ball nachläuft, ohne auf Auto und Straßenbahn zu achten.
Zur Verhütung von Unglücksfällen
gibt ei nur das eine Mittel: dieFurchtvor dem Betreten der Fahrbahn dem Kin- de einhämmexn, sodaß das Unterbewußtsein dem Kleinen ein steter Führer ist. Das Denken des Kindei ist rein sachlich und an die Dinge gebunden, eine Beschäftigung mit Baukästen usw. daher ein gutes Erziehungsmittel. — Dem interessanten Bortrag folgte eine dankbare Elternschaft mit großer Aufmerksamkeit.
schung, Betrugs und Unterschlagung gesucht wurde.
~ Allerlei vom Tage. Infolge der Straßenglätte stürzte in - der Schönfelderstraße eine ältere Frau aus der Friedenstraße und schlug dabei so heftig mit dem Kopf auf eine Treppenstufe, daß sie eine schwere Kopfverletzung erlitt. Arbeitersamariter führten sie zunächst einem Arzt und später ihrer Wohnung zu. — Einem 42jährigen Arbeiter auS Heiligenrode fiel in einem Fabrikbetrieb in Rothenditmold ein schweres Eisenstück so unglücklich aus den Fuß, daß er eine schwere Fußquetschung erlitt Er wurde durch Arbeitersamariter seiner Wohnung zugesüh«. — Vor dem „Park- schlößchen" in der Hohen,ollernstraße wurde ein Herr aus bet Parksttatze plötzlich
vom Starrkrampf befallen. Vorübergehende brachten ihn zum Polizeirevier, von do« wurde er später feiner Wohnung zugesüh«. — In Der Waisenhausstratze zog sich eine junge Ehefrau beim Hantieren mit kochendem Wasser schwere Verbrühungen an der rechten Hand zu. Arbei- terfamariter leisteten ihr die erste Hilft und sorgten für ärztliche Behandlung.
Wohin gehen wir am Sonntag?
Slaatstbeater: „Die Meistersinger von Nürnberg"; 1M0 U6r.
Kleines Theater: „Arm wie eine Kirchen- maus". 20 Uer.
Siabivark <großer Saal): Konzert mit Stirn „Der Kürst von Vavvenbeim". 20 Uhr.
Rest. Hanbelsbok: Konzert.
Rest. Bro n t « in Konzert.
Dir vrovinz von der Hauptstadt abgeschnitten
Budapest, 16. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Die Straßen der Stadt sind mit einer Schneedecke von fünfzig bis sechzig Zentimeter bedeckt, sodaß jeder Verkehr unmöglich geworden ist. Die Temperatur ist milder und beträgt minus 2 Grad Die ganze Provinz ist vom Verkehr abgeschnitten. Die Telephonverbindungen sind gestört.
Schwarzrn-Llebersall auf die Patrouille
London, 6. Februar. (Eigene Drahtmeld.s Aus Port MoreSbay in Reu-Guinea wirb berichtet, daß ein Dragistratsbeamter, ein Patrou- illenoffizler und 78 eingeborene Polizisten uns Träger beim Betreten eines im Inneren liegenden Bergdorfes, in dem vier Mörder ver- hastet werDen sollten, mit Speeren, Pfeilen und Steinen angegriffen wurden. Sie mußten sich zurückziehen, nachde meinige Mann durch Sveerwürfe verwundet worden waren.
Sin Wirischastsurteii über Deutschland
Rewyork, 16. Februar (Funkdienst.) Das Handelsamt stellt in feinem Bericht fest, daß die deutsche Industrie zu Jahresanfang eine Besserung erfahren hätte, die ftdoch durch Steuerlasten, Geldverteuerung die Lohnbewegung sowie durch ungenügende AufnahmefShig- keft des Heimatmarktes behindertw erben sei Einer leichten Besserung auf dem Innen- markt infolge von Lohnerhöhungen, habe eine verhältnismäßig große Arbeitslosigkeit gegen« übergestanden Für Frankreich bestehe eine Erweiterung der Geschäftstätigkeit. Dft Wirft 'chaftslage sei befriedigend.
Brandopfrr in der Irrenanstalt
Tokio, 16. Februar. Funktelegramm.) Die J«enanstalt vom Tojama ist von einer Feuersbrunst heimgesucht Nach den bisher vorliegen, den Meldungen sind fünf Insassen dem Brand zum Opfer gefallen.
Vest-Spidemie in Indien
Allahabad, 16 . Februar. (Durch Funkspruch.) In verschiedenen Provinzen Indiens ist eine Pest Epidemie auSgebrochen Fünfhundert Per- fönen sind in der vergangenen Woche an Pest gestorben
Vie fieulfle Nummer Mutzt 22 Gelten