Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Aesstsche Abendzeitung
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*ilat.£aie’W.,aai ff,V!ei ” ®on 6 1 au«wär»ae fileint «njetgen bte mm« M-t 10 Reklamen bie mm-Seile 38 4. Cfferteebfibi 35 4 (bei SufteHuna k' j'.SedtnnnflSbetrage tnnertalb 5 tagen wblbar Mr bte «idtttefctt aller bat* ibernforerfrtT aufatgebcnen «nwtgee sowie tftr Ättfnabmebaten unb «labe !?»“ "tot oaranhert werben, »üt Anzeigen mit belonbert schwierigem Satz WO «rtMeni «ullchlag »ruderet: LLlachtbottir 38/30 SeftbäftSKeUe: Söln Str 5
Kummer 40 «t-Mv-ei-- w««h«ü-s- 10 Ps««rg. Sonnabend, IS. Februar 1S2S etnyim«: s-nui-sr ra Pfennig. 19. Jahrgang
Die Mdti Xtrieften Nachrichten erscheinen mbchentltch sechsmal nachmtttaa» "E? , Arza» Hk fc". K»oat ».SO 4 fei freier“?« ft eg ung
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Gchneestürme lähmen den Verkehr
verschaffen und nebenher der Welt wieder das JA"- Schauspiel eines großen Prozesses bieten. in^nLerlai dem der Nachweis dafür erbracht werden soll. ' „ daß Ulitz Deserteuren geholfen hat.
über dle.wrenze zu enllommen unb daß Wei-1^5
seines Bestehen« nachweis««.
»oqjetegf werden.
und Lmoverkohr
wörtlich seien, denn die überfallene« unb mordeten Schmuggler hatten ihnen zwei W
er
3m weißen Süden
Kinder und Förster al« WolfSopfer.
Not de» Mittelstände» Ift zu groß.
Daß die Ballbesucher in großer Zahl versuchten
Anter falscher polizeimaske
Wie sie ihre Lpfer überrumpeln.
Es bleibt weiter kalt
In ganz Deutschland liegt Schnee.
Berlin. 15. Februar. (Funktelearamm.) He», te früh haben überall in Deutschland erneute Schneefölle eingesetzt. Such in Südbeuischlaad liegt fetzt überall Schnee. Die Zemperaturc* smd gegen gestern unverändert. In der «Hein, gegend ist eS etwa» milder geworden. Dagegen ist in Dauern bie Temperatur wieder start qe» fünfen. München meldet 31 Grad. In Berlin wurden heute früh 14 Grad gemessen. Heftern Abend 17 Grad. In Ostpreußen war die DurchschnittStemperatur 10 Grad, in Schlesien 17 Grad. Bon der Ostseewste werden Temperaturen von 9 bi« 14 Grad gemeldet, von der Nordseeküste 16 bis 17 Grad. Die Schnee- fälle dürflen vorläufig aufhSren. Tttsstchten auf eine erhe»"iche Milderung des Wetter» bestehen bisher jedoch noch nicht.
Kopenhagen, 15. Februar. (Sig. Drahtberichtt Wegen de« heftigen Schneesturm» war auf dem Seewege am gestrigen Nachmittag jeglich« Ser- dindung eingestellt. Im Großen BÄt blieben tuns Fahren im Eise stecken. Such im Cere- 2und mußte die Fährverbindung eingestellt löerb£*!t ™udl >uif den Eisenbahnstrel« ten JÜlland« mußte der Bcrlehr gänzlich ein. jeMt werden. Auf den Landstraßen stad die Berhältnisse noch schlimmer. Die meisten Auto- ous-Linien fallen au». Unzählige Wagen fit« L«n ia Schneewehen fest. Noch vteldun« gen au« MalmS wurde auch Südschweden von dem Schneesturm heimgesucht. Der Bertehr zwischen Deutschland unb Drelleborg war an- terbrochen. Dabei betrug di« Temper iu»r am DonnerStag abend nur minuS 4 Grad.
Genf. 15. Februar. Der allgemeine Eindruck, den man in den hiesigen politischen Steifen über die letzten Maßnahmen Polen» gegen die deut- sche Minderheit in Cbetfdjlcfien hat, deren letzte die Auflösung de» oberschlesichen Sejm» zum Zwecke der Verhaftung des Dr. Ulitz bildet, geht dahin, daß die polnische Regierung und 'hre Unterorgane in Oberschlesien sich in einem Zustande hochgradiger Rervasität be inden müssen, die kaum al» Anzeichen eines tuten Gewissen» gedeutet werden könne. Die Beschwerde drS Deutschen BolkSbunde» würde
wirtschastlichen Depression zu leiden hat. Sie zeigen andererseits aber auch, daß -rotz dieser kargen Lebensfreuden immer scd> -in paar Groschen auf die hohe Kante gelegt werden, daß der Deutsche weder den Mut verloren hat, noch die Hoffnung aus eine Besse« rung der wirtschaftlichen Lage aufaibt, daß aber andererseits doch bie wirtschaftliche Nm überall außerordentlich groß ist. Diese Sarne* valsberichte konnte man getrost den Herren Sachverständigen in Paris vorlegen Luch dort sollte man. wenn wieder einmal von dem Barker Gilbert-Berichi die Rede ist. auch auf solche Depressions-Erscheinungen hmwetsen.
Man merkt die Absicht . . . Man merkt die großangelegte Offensiv« des Herrn ZaleSki ge- gen den erwarteten deutschen Antrag auf Erweiterung der Völkerbundsgarantie für den Schutz der Minderheiten. Man merkt sehr schnell ein schlechtes Gewissen, das ablenken, dem er warteten Schlag durch einen anderen Schlag begegnen möchte. Da in Genf auf Grund des Antrages Stresemanns das Schicksal der beut» scheu Minberheiten gerade in Polen eine große Rolle spielen wird, so ist ei erklär, lieft, daß Herr Zaleski schon heute bestimmte Versuche unternimmt, der kommenden AuSsPra- che eine andere Grundlage zu geben. Schon *n Genf hatte ihm Stresemann derb auf den Mund geklopft, al« er die deutschen Mtnder- verten und besonder- den Bölkerbundgeschäft». führet Abg. Ulitz verdächtigen wollte. Jetzt hat nun Warschau zu dem schärfsten Lbschrek- kungSmittel gegriffen unb Ulitz verhaften las. sen. Ja, man ist nicht davor zurückgeschreckt. zu diesem Zwecke den schlesischen Sejm a u f z n lö se n, um in dem gleichen Augenblick in dem hie Immunität deS Abg. Ulitz erlosch diesen von den Polen mit glühendem Haß ver- folgten Mann zu verhaften. Der Sefm hatte bisher Ulitz gedeckt, starke Streichungen am Etat der polnischen Organisationen Vorgenom- Der nächsten BölkerbündStaouna am 4 Mär, men und bei dieser Gelegenheit auch heftige vorgelegt werdfn ^ '' & i
Rewhotk. 15. Februar. (Funkbericht.) Die
Polizei in Chicago nimmt an, daß die Deirw- __________
ter Moholschmnggler für bie Mordtat berant»11000 Menschen an Grippe gestorben.
Chicago, 15. Februar. (Funktelegramm.) (gute Anzahl Männer, bie sich als Polizeibramte ouKgaben, drangen in da» Hauptquartier einer Alkoholschmugglerbande ein und trieben die dort Anwesenden in einem Hinterzimmer zusammen, wo sie ste zwangen, sich an der W a n d aufzustellen und ste bann mit Gewehren und Maschinengewehren kurzerhand nie» der schossen. Sechs wurden getötet, zwei schwer verwundet. Die Mörder waren In zwei Lastautos vorgefahren Die von einer Rach, barsftau alarmierte Polizei fand die sechs Lei- chen von Kugeln buchstäblich durchlöchert. Auch die Verwundeten hatten sechs bis zehn Schußwunden erhalten. Das Blutbad ereignete sich in einer Garage, die offenbar nur dem Alkohol- schmuggel dient. Es handelt sich nach Ansicht der Polizei um den Racheakteiner riva, lisierenden Schmu,glerhande, wel- che bie Gelegenheit wahrnehmen wollte, die »ter, bie sich zu einer Sitzung versammelt n, auf einmal auSzurotten. Der heutige Uebertall stellt in den Chicagoer Banden- kriegen eine Neuheit dar. Bisher war eS üblich, die Rivalen zu einer Autofahrt zu verleiten, um ste bei dieser Gelegenheit zu 6e« !eiligen. Zu einem derartigen kaltblütigen Massenmorden war eS noch nie gekom. men. Von den Mördern, die in ihren Auto» entkamen, fehlt bisher jede Spur.
* * *
Volk» quält die Minderheiten IKarneval und Wirtschaftedmck
Das Gaukelspiel vor dem Völkerbund. - Der neue Gewaltakt bt Oberfchlessen. Die Umsatzziffern ein Spiegelbild der Zeit) - Material für die Pariser SachverftändigeN.
Die polnischen Vorstöße tu der Minderheitenfrage sind ein Bluff, der recht wirkungsvoll wäre, wenn er nicht leider schon allzu oft stch abgenutzt hätte. Ma» tust: galtet den Dieb!" Und glaubt dabei, die Aufmerksamkeit der Umwelt auf den anbereu abzulenken. Aber die Um- kennt den Scherz. Sie läßt sich nicht mehr bluffen. Warschau hat in diesen Tagen bei den alllterteu Regierungen Noten überreichen lassen, die besagen, daß die deutsche Regierung, die nicht durch MinberheitSverttäge ähnlich gebunden sei wie »andere- Länder, zunächst die Ans- dehnung des MlnderheitSgrundsatzes auf seinen eigenen Fall akzeptieren müsse, zumal es wie Warschau versichert, eine Million Polen in Deutschland gäbe, die keines der Vorrechte hät» ten, die von Deutschen in Polen genossen werden.
Im Westen wachsende Kälte
vereiste Häfen. — Eingefrorene Sch lffc. — «eine Aussicht auf Milderung.
«.% $■ Ät ’Ä ÄS Schn--stürm- halten aller auf
Gin Massenmord als Rachen»
SchreckenSszene« bt der Unterwelt von Chicago.
Kritik an der poMische» «mtsführung der I " MM
Äoywoden geübt. Bei den Neuwahlen hofft! dem Weihnachtsfest.' man offenbar aus eine Stärkung de» Regie-l uns nicht zuletzt nach dem Karneval einen ge- rungSvlolleS, der stch im fchlestfcheu Sejm in! wissen Rückschluß auf die allgemeine Wir«- der Minderheit befand. IschaftSlage zuzulassen, einen Rückschluß, der oft
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daß U l i tz D e s e r t e u r e n geW» N Geschäftswelt sestgestell. daß
üder btt &tenne r» entkomsre« unh hni " unb bürfu überhaupt
terhin seine Tätigkeit al» Völkerbun/sührer .,^528* e’iw
Er"y^Tme^Xb^Är^ iefte man sich bei diesem Prozeß bedienen wird Jrfle rtoat blt $<lt*
davon kann man sich heute bereits eine «Set
stellung machen, wenn man sich vor Auaen!W0M,Mark gekostet hat, darf nicht darüber halt, wie die früheren Prozesse gegen oenI s,'^-?iaufchen, daß das zum TeU allerdings Deutschen Volksbund durchgeführt wurden I ^dafte Karnevals tret den Ganz zweifellos bedeutet die Verhaftung des geschäftlich ei« starker Mißerfolg fast unersetzlichen Ulitz für die deutsche Min-Iwar. 6—7 Personen bei einer Flasche Wein, so serheit einen schweren Schlag, da er fürs schreibt ein Blatt, konnte man häufig beob« Genf unschädlich gemacht ist. Die deutsche achten. Dagegen ist bet Mineralwafferver- . E« wird vor allem dafür sorgen müssen, daß brauch stark gestiegen. Sekt wurde fast über- 2er Welt nicht durch bie polnischen Berichte Haupt nicht getrunken. Sparen hieß die Pasand in die Augen gestreut wird. Auf ieden role, und sich doch amüsieren. Aus Ken Bällen »all bildet der polnische Racheakt Oberschlesienlist der Umsatz gegen das Vorjahr te.lweise bis gegenüber einen neuen Beweis dafür, wie auf die Hälfte gesunken. Auch hier beherrschte wichtig e» ist, daß man stch in Genf einmalIaas Mineralwasser die Gemüter, wo-
Jtenau mit den Garantien für die Rechtejdurch die Stimmung nie so überschäumend oder der Minderheiten beschäftigt. Hier kann der ausgelassen wurde, tote früher. Die meisten Völkerbund wieder einmal die Notwendigkeit I warteten in Gruppen bei einer Flasche Wein r**~*'s -t—-—-g 'unb viel Wasser auf ben Ausschank des B'c
re» im Ballokal in später Nachtstunde oder verließen zeitweilig den Ball, um in einem nahe gelegenen Restaurant Bier zu trinken. Das nahm solchen Umfang an, daß viele Wirte die Vorstände der Gesellschaften ersuchten, diesem Treiben entaegenzuwlrken. Aber Karneval und Geschäft ließen sich in diesem Jahr schlecht in Einklang bringen; die
Frankreichs etwa» zurückgegangeill in Paris von —14 auf -ii Grad. Die stärkst« Statu herrschte in Clermont mit —27. In Südfrank.
Sch«.«,,., b ,। N SÄ'»’ *“ “ “■ *»“22 -l»
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den Ueberfall auSführten, waren als Polue.. E"' «in.
auto» hergerichtet. Die Insassen trugen Ä ^.ofr" #0” Cherbourg sind
lizelschilder und waren , T. alß Bolt beschädigt. In
zisten verkleidet. Dadurch scheinen die Heber-1 »erben bet Strom und da» G°s ra-
fallenen getäuscht worden zu sein. Die Mord-1
stelle war voller Blutspritzer, und die Spuren! * * ♦
von Hunderten von Maschinengetoehrkugeln war in den Wänden. Der Anführer der Ueberfalle- nen Woran soll blutüberströmt entsühn wor-!
ben fein. Die Toten hatten große Geldbeträge! Mailand. 15. Februar tsinonöaxZTt.i—.r in den Taschen. Die Uebersallenen und Getö- dung.) Seit bter ^en'
Meaft Ää6tine ^^lr-chte Schreckensherr, unaufhörlich Der Äratz!?bahnvertehr Aw schäft ausgeübll eingestellt werden. Die Verbindung mitdeuu^
I liegenden Ortschaften ist unterbrochen. In Man.
8>l» volfzei wkss aufräumm ‘u? liegen stebzlo Zentimeter Schnee, in Florenz
K betragen die Schneeverwehungen einen Meter
Ch'gago, 1& Februar. (Durch Funkspru«.) In Venedig wird am heutigen Freitag ein Eis- Der Poltzeichof erklätte im Hinblick auf den I brecher in Betrieb gesetzt, der versuchen soll da- Mord in der Lutomobttgarage, et werbe jetzt I Eis im Canal zu brechen. Brado bei Triest ist einen Großkampf beginnen, um mit dem Ban. I fett vier Tagen vom Etz belagert. In den Dolo benwefen eufouräumen —einet ber beiden Bet-Imiten sind 25 Grad. In Ltcona erreichte die mundeten ist gestorben. Ein Rachbat beobachte- Schneedecke einen Meter Höhe. Das Dach eines le. daß fünf Männer nach bet Schießerei die SinoS ist infolge deS daraufliegenden Schnees Garage verließe«. ^durchgebtochen. Der Personenzugverkeht
------ I ®urt** stark eingeschränkll Bel Flume sind zwe;
.... —Ztndrr, bie sich im Balde verirrt hatten, von Tsuieud tSNpcheopfer In einer TSvchc Bolfen zerrissen und aufgefreflen worden London, !L Februar. (Elg. Drahtb-rchr iwet Förster wurden von Wölfen überfal-
Die Grippe-Epidemie in Lonoon fordert läg- ^ ?”* tn fleriff"
o - . u ber andere konnte sich auf einen Baum retten,
flift mehr Opfer. Vergangene Woche allein sind I tpo er noch mehreren Stunden erfroren anfgefun- lAnn on«MrA.— jb^n TöUTtML
d^anntlich pflegen die Umsatzziffern nach l billige Weine von zu Hause in das Ballokal zu n WeihnachtSsest, den Inventurausverkäufen ,chmuggeln. um ihr KarnevalSkonw nicht zu sehr zu belasten, ist auch ein Zeichen ber Zett. 3n einigen Ballsälen, auch größeren, hielten Sirte und Kellner am Eingang deshalb »Zoll» reeiflonen" ab, und man scheute manchmal nicht vor einer körperlichen Untersuchung zurück. Die Damen mußten ihr Handköffetchen öffnen. Solche Dinge haben wir bei einem Kölner Karneval bisher noch nicht erlebt." Ein Saal-Umsatz von 4,50 Mark pro Person auf einem Ball fei schon geradezu eine Riesenquote gewesen, während sehr viele Bälle durchschnittlich nur eine Umsatzquote von 1.75 Mark zu verzeichnen hatten. Selbst das Seihe tmt gibt bekannt, daß cS vom Karneval so aut wie gar nichts toahrgenommen habe. ES scheint also, als ob schon vielfach nichts mehr vorhanden war, was hätte versetzt werden können. Merdings bestätigt die Kölner Sparkasse, vaß die Spartätigkeit im Februar noch keinen Rückschlag erlitten habe. Heber diese Dinge kann man nicht mit einem Lächeln hinwegge- Heu, denn sie beweisen, wie Wenig erfreulich sie wirtschaftliche Lage ist und wie sehr gerade auch der Mittelstand, der am ehesten sonst ge. neigt Wae, einmal ein paar Mark für V-rguü- gungen auSzugeben. unter der