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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Hoovers Menkovferevr schon im September?

Äweldrtttel Oesterreichs für Anschluß / Schacht hält Umschau in Paris

Umbau an der Ruhr

GttNg leg e Lniirve

Neuwied. 29. Januar. Die Concorttiahültc in Bendorf-Mülhofen hot ihrer gesamten Be legschvft mit wenigen Ausnahmen gekündigt. Außer Stahlwerk und Kokerei werden alle Be­triebe unter Einschluß der Ofenfetzerei stillge­legt. Bon der Stillegung werden etwa 400 Ar­beiter betroffen.

Der Anschluß kommt -och

Awei Drittel de« RationmratS unterschreiben

Wien, 29 Januar (Privattelegramm) Das Organ des österreichisch-deutschen BolkSbundee 2-er Anschluß" teilt mit, daß mehr als zwei Drittel aller Parteien in den letzten Wo­chen ihre Unterschriften unter Die Kundgebung zum Nationalfeiertag gesetzt hätten. Tie Sund gebung lautet:Deutsch-Oesterreich ist ei« Br- eeil der deutschen Repuslik nach dem Be vom 10. November 1928. Immerdar hat ten wir in Treue ft an diesem Beschluß dei österreichischen Nationalversammlung und be kräftigen das durch unsere Unterschrift " Zwei Drittel der Bundesversammlung, das bedeutet, daß das deutsche Volk von Oesterreich fetten Tag in der Lage wäre, ve>k<tffunftsmäßig den Anschluß durchzufützren.

Sie versucht jetzt, die ihr selbst bewußten lieber» griffe mit Beschlüssen zu decken, die den Man» datsmächten das Recht geben, Verwaltungsmatz- nahmen vorzunehmen, die aus der wirtschaftli­chen Struktur ihreA Mandate- sich als notwen­dig erweisen. Solche Verwaltungsmaßnahmen können aber selbstverständlich niemals zu dem Akt einer Einverleibung werden. Das Vorhaben lä64 sich also weder juristisch noch moralisch recht» fertigen.

Wohltaten für Land und Leute.

Bon Dr. Osker Hannfi

bekanntlich sind für die groben Um«emetn» bangen im Westen im «nichlnß an bte «er. waltnnjtötefotm gtobjfigige Projekte ansgear. bettet. Über baten Ursachen nnb Wirkungen tut» ein scharfer Beobachter folgendes schreibt:

teilt mit, daß die Vermögenslage weder seines Sozius Dukas noch die des Bankhauses irgend­welche Beronlaffung zu dem BerzweiflungS- schritte hätte sein Innen.

erhielte. Jedenfalls haben die Friedensverträgc Deutschland keineswegs die Möglichkeit genom­men, gegebenenfalls doch wieder einmal die Ver­waltung seiner ehemaligen Kolonien zu überneh­men. Denn wie man einmal England, Frank» reich und Belgien zu Mandatsmächten machte, so könnte man eines Tages auch wieder einmal Deutschland mit solchen Befugniflen betrauen Diese Frage hat man auch in Bölkerbundskreisen wiederholt sehr ernsthaft erörtert. Die englischen Pläne würden einen Mandatswechsel unmög­lich machen. Im übrigen sei festgestellt, daß nicht in erster Linie Deutschland hier vorstellig zu wer­den hat, sonhern der Völkerbund, deffen Gesetze * itHu. oer '

lin energisch nachhelfen. England steht jetzt vor . den Wahlen. Da ist es naturgemäß das Bestre» ben der konservativen Regierung, eine fertige , Situation zu schaffen, noch bevor unter Umstän­den ein Sieg der Liberalen Englands vorliegt. ;

Schachts Vorarbeit in Paris

Am 9. Februar erste Begrüßung der Reparationsdelegierten.

Pari«, 29. Januar. (Eigene Drahtmeldung. > Dei Gouverneur der Bant von Frankreich Mo­reau. hat gestern abend zu Ehren des ReichSbank- Präsidenten Dr. Schacht ein Essen gegeben, an dem hervorragende Persönlichkeiten der Finanz- utitt Bankwelt, darunter der zweite französische Reparations-Delegierte Pa-mentier teil» nahmen. Im Verlaufe der Unterredungen Dr. Schachts mit Gouverneur Moreau ist natürlich auch von den bevorstehenden Reparationsver- Handlungen gesprochen worden. Es steht nun­mehr fest, daß die amerikanischen Delegierten am 8. Februar ir> Paris eintreffen werden. Arn fol­genden Sonnabend wird Moreau ttie Mitglieder des ReparattonsauSfchusseS in der Bank von Frankreich zu einem Tee vereinigen, bei dem ttie erste FühlungSnahrne erfolgen soll. Am Montag den 11. Februar wird der KfchverstSndigenaus schuß zusammentreten. Er wird im Hotel Lstoria" tagen, wo ein ganzes Stockwerk für die Konferenz hergerichtet wird.

Grzesinski erstrebt mit feinem Projekt für die Bevölkerung genügend WohngelSnde, ür die Industrie geeignetes Siedlungsgebiet und für die Landwirtschaft gesicherte Rutzungsflächen

Seitdem die Regierungspräsidenten mit den Gemeinden über die Projekte des Innenministers Zrzesinski verhandeln, ist zwischen Rhein, Ruhr und Lippe alles in Bewegung, was am kommunalen Leben teilnimmt. Interessen bekämpfen einander, Ortspreffe steht gegen Orts« Presie, in öffentlichen Kundgebungen nimmt man Stellung für und wider, hinter den Kulissen wer­den Verhandlungen geführt, die Denkschriften Haufen sich zu Bergen, die Gutachten der Han« delskammern, der Stadtverwaltungen, der Land« rate und des Ruhrstedlungsverbandes. Mit »er« starkter Straft stürmen die Gegensätze und For­derungen an, um bei der Gestaltung der Regie­rungsvorlage für die Interessenten soviel tote wogltch zu erreichen. Schon vorder hatte ein Wettlauf der Städte um.das freie Gelände ti<!- lOtton.^ebte1 «iächte ionimtÄVl?

schon vorweg zu nehmen suchte. In Gemeinden, die mit dem Ende ihrer Selbständigkeit rechnen, erfolgten Beamtenanstellungen in übergroßer Zahl, es wurden Ausgaben gemacht, die man sich sonst sehr reiflich überlegt hätte. Diese Erschei» nungeh wurden immer unerfreulicher, je länger der .Kampf um die Beute"' fortdauerte. Man ist versucht, nach einem Gesetz gegen den unlau­teren kommunalen Wettbewerb zu rufen, der hier die kapitalistische Wettbewerbs- wirtschaft der Gegenwart und Vergangenheit in den Schatten stellt. Die Regierung hofft schon 1929 ihre großen Pläne verabschiedet zu sehen.

Deutschland durch eine Verwirklichung der HU- ton-Boung-Vorschläge geschädigt würde, sondern auch der Völkerbund, dessen Gesetze und dessen

Autorität von Neuem einen schweren Schlag

Schon im September?

Umrisse der Flottenkonferenz HooverS.

Loudon, 29. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Ein Washingtoner Korrespondent hört von zu­verlässiger Seite, daß Hoover die Einberufung der neuen Flottenkonfercnz im September dieses Jahres befürwortet. In führenden Kreisen des Kongresses sei man so zuversichtlich über die Ein­berufung einer solchen Konferenz, daß bereits bestimmte Personalwünsche geäußert würden Der Korrespondent behauptet, man würde es au amerikanischer Seite sehr gern sehen, wenn Bald- Win England vertreten würde.

Hoover will nicht m<i Sooiivge brechen

Washington, 29. Januar. (Funktelegramm.) Das Büro Hoovers dementierte die Erklärung des Marineausschuß-Vorsitzenden Britten über die Baufristklausel im Flottenbauprogramm. Nach diesem Dementi wiederholte Britten, feiner Ansicht nach sei die Beibehaltung der Baufrist­klausel Hoover angenehm. Hoover ließ auch Eoo- lidge mitteilen, es wäre unpassend, Ansichten über schwebende Regierungsangelegenheiten zu äußern. Wie Prästbent Eoolibge wisse, unter­stütze er warm besten eigene Ansichten.

DaS Ruhrgebiet ist Kolonialland. Hier ist in ben letzten fünfzig Jahren, wie in Amerika, alles neu geworben. Der Mensch hat das Gesicht der Landschaft gänzlich verändert. Aus Dörfern tour« ! den rauch- und lärmerfüllte Städte, au8 denen nachts bas Feuer gen Himmel loht. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn man das erstemal, 1 etwa von Paderborn auf der Strecke, die dem 1 alten Hellweg, dem Königsweg, dem gefchichtli« 1 chen Rückgrat Westfalens, parallel läuft, durchs Ruhrgebiet fährt. Der Uebergang vom Münster- 1 land, in dem harter Fleiß aus nicht allzu ergie« . bigent Boden eine fruchtbringende Landschaft schuf, zum Industriegebiet, ist nahezu unbemit­telt. Vor einer Stunde noch eichenumrauschte Höfe, auf denen der Bauer als fein eigener Herr sitzt. Schweine züchtet, Schinken räuchert und Pumpernickel bäckt, geruhsame Städte tote der verträumte Bischofssitz Paderborn und das ver­lassene Soest, einst In früheren Jahren mächtig vor allen Städten in Westfalen. Und jetzt hin­ter Hamm plötzlich, jäh ein C h a o S von wie zu­fällig zusammengewürfelten und zerstreuten Ort- fchaften, rußig und ttostlos anzufehen, besonders wenn der Blick durch Ablellfenster, die der Re« gen beschlägt, auf sie fällt. Irgendwo beginnen diese niedrigen grauen Häuserreihen, um irgend­wo wieder abzubrechen. Hier liegen sie zu Fußen einer Zeche, dort um ein Kraftwerk gruppierst ohne Mittelpunkt und ohne Gliederung. Es ist, alS habe ein Nomadenstamm hier flüchtig seine Zelte aufgeschlagen, um dem Boden durch Raub- bau alle Kräfte zu entziehen und dann toeitenu« wandern. Die wirtschaftliche Entwicklung deS Ruhrgebiets erfolgte so schnell, daß von einem planmäßigen Aufbau feine Siebe fein konnte. Tie anfäfftge Landbevölkerung wurde der vererb­ten Scholle entwurzelt und heute denkt so man­cher, der sich als Bergmann oder Fabrikarbeiter sein Brot verdienen muß, sehnsüchtig an den- terlichen Hof zurück, der inzwischen vom Boden verschwand. Bunt zusammengewürfelt sind die Menschen deS JndustriebezirkS. Dieses Gemisch ist zl>ar leistungsfähig unb arbeitsam, aber dock auch oft ein Proletariat von jähzorniger, roher und rücksichtsloser Art. Der mannhafte Wider« stand gegen die Franzofenwillkür hat seinen gu­ten Kern gezeigt. Daß jedoch in der Entwurze- lung und Heimatlosigkeit zahlloser RuhrgebtetS« arbetter, bte je nach der Arbeitsnachfrage bald hierhin, bald dorthin strömen, ernsteGesah« ten liegen, beweist der kommunistische Ruhrauf- tanb.

Berlin, 29. Januar. (Funktelegramm.) Heute vormittag hat sich der Bankier Max Dukas, Mitinhaber deS Bankgeschäftes Satz und Woh lauer in den Räumen seiner Bank ein« Kugel in den Kopf geschossen. Er war sofort tot Der Grund der Tat soll in verfehlte« Spe­kulationen zu suchen sein. Infolge der Aufregung erlitt sein Eampagnon Karl Bött­cher einen Herzschlag. Dukas ist von Geburt Schweizer und lebt seit mehreren Jahren in Berlin. Das Bankhaus Latz und $ßoblauer ist eine angesehene Firma, die bereits feit vierzig Jahren bestehst Die Nachricht von der Tragö­die in der Behrendstraße wurde kurz vor Be­ginn in der Börfe bekannt. Sie halt« zunächst Kursstürze zur Folge. (Vergleiche auch den Handelsteil. D. Red.) Von der Liquida- ionskafle erfahren wir, daß pie vorschriftsmä- jige Deckung für die verfehlten Engagements «doch reichlich vorhanden ist. Die Firma fclbft keilt mist daß die Aktiven die Pasfive« er. heblich übersteigen und Glattstellungen in großem Ausmaße nicht zu erwarten sind Der überlebend« Mitinhaber Hermann Latz

Die verratene Denkschrift

Haussuchungen in Hagen. Woher hatten die Redatteure die Groenerdenkschrift?

Berlin, 29. Januar. (Funktelegramm.) Em Mittagsblatt berichtet von einer Haussuchung bei der pazifistischen Zeitschrift »Das andere Deutschland" in Hagen (IBeftf) in Zusammen­hang mit der Untersuchung der Oberreichsan- waltschast wegen der Groenerdenkschrift. Die beiden Redakteure deS Blattes, Küster und K r a f u tz k y, wurden eidlich vernommen über die Frage, woher sie ein Exemplar der Denkschrift hatten und ob sie wußten, wie die Denkschrift nach England gekommen ist. Beide bekundeten, bte Denkschrift sei ihnen anonym zugesandt worden und sie wüßten nicht auf welchem Wege die Denkschrift nach England ge­kommen sei. Da? ihnen zugesandte Exemplar der Denkschrift wurde bei der Haussuchung nicht gefunden.

Km Anschlag auf Sftasrika

England will sich unser Tanganjikagebiet einverleiben. Bom Mandat zur brttischen Solo- nie. Bruch des Frtedensvertrages? Es geht ben Völkerbund und das ganze deutsche Volk an.

Auch Eoolldge spart Warnung vor einem Defiztt. Alle Behörden sollen sich einschränken.

Washington, 29. Januar. (Funktesegramm.) Da sich die Regierung im Budget für 1929 viel­leicht einem Defizit gegenübersehen wird, Hai Präsident Coolidge eine Warnung erlassen, Die besagst daß strenge Sparsamkeit in den Bundes­ausgaben fortdauern muß, und daß die schnell sich vermehrenden Ausgaben der staatlichen und örtlichen Regierungen energisch einge­schränkt werden müssen, wenn die Wohlfahrt der Nation aufrecht erhalten bleiben soll. Er weist darauf hin, daß die Kosten der staatlichen und örttichen Regierungen von 3900 Millionen Dollar im Jahre 1921 auf 7 931 Millionen Dol­lar im Jahre 1927 gestiegen sind. Am Schluß der Kundgebung heißt es: Die nationale Brutto­schuld von 26 600 Millionen Dollar vom Jahre 1919 ist bis jetzt auf 17 600 Millionen Dollar ver­mindert worden, und die Regierung ist verpflich­tet, diese Summe binnen dr e i Jahren auf fünf­zehn Milliarden herabzusetzen.

Ikory »toei (btibRmcröe in einer Wechseloffü'k

Bet'm. 29 Januar (Privattelegramm.) Der Gutsbesitzer Knachstedt in Zilly (Kr. Halber, ftadtt hat infolge des Zusammenbruchs der Unternehmungen Gottschalks, der sich in einem Berlin: r Hotel erhängt hat, nunmehr ebenfalls Selbstmord verübt. Knachstedt hatte von (Mott, schall für hohe Beträge Wechsel übernommen, zu deren Einlösung er jetzt gedrängt wurde.

Mit verdächtiger Eile hat die englisch« Re- gierung di« Vorarbeiten zu einem Projekt be­endet, das besonders in Deutschland die aller- i größte Beachtung finden muß. Sachverständige , hatten in den ostafrikanischen Kolonien Eng­lands nachzuprüfen, wie die Verwaltung der Kolonien Uganda und Kenia mit der Verwal­tung deS Mandatgebietes Tanganjika, des früheren Deutsch-OstafrikaS, ver­einigt werden könnte. Diese Kommission hat nunmehr der englischen Regierung einen Bericht erstattet, der unter der BezeichnungHitton- Young-Berichf in der englischen Presse ver­öffentlicht wird. Damit werden EnglandsRe- formpläne* deutlich, denn der Bericht besagt, baß bte beiben Kolonien unb bas Manbatsge- btet eine gemeinsame politische Verfassung er­halten müßten. Rach einer kurzen Uebergangs- zeit soll für all« brei Gebiete eine

errichtet werben. Die Grunbtenbenz deS Pla­nes ist also eine Zusammenfassung der drei Ge­biete zu einem Dominion mit einem ähn­lichen Selbstverwaltungsrecht, tote sie die übri­gen englischen Dominien auch hoben. Dagegen ließe sich natürlich auch vonseiten Deutschlands nicht- sagen, wenn die geplanten Vereinheit- '.ichungsbestrebungen nicht auch das Tanganjika- Gebiet, also daS ehemalige Deutsch-Ostafrika, miterfassen würden. Da aber die Miteinbe­ziehung deS Mandatlandes Tanganjika in ein neues englisches Dominion gleichzeitig die rest­los« Einvrrleibung dieses Gebietes in den englischen Kolonialbesitz bedeuten würde, so ist eS selbstverständliche Pflicht Deutschlands, gegen einen solchen Versuch, der «inen

rücksichtslosen Bruch deS Versailler Vertrages darstellt, Protest zu erheben. Die FriedenSver- träge haben zwar die ehemaligen deutschen Ko­lonien zu Mandatsländern gemacht, aber sie haben sie keineswegs irgend einem Siegerstaal «inverleibt. Der Begriff Mandat besagt auch ntchts weiter, als die Be­trauung einer Mandatsmacht mit der Verwal­tung eines Mandatsgebietes, für deren sachge­mäße Durchführung die betreffende Macht dem Völkerbund verantwortlich ist. Mandatsgebiete sind also niemals Eigentum einer frem­den Verwaltung. Eine Mandatsübertragung ist im Übrigen eine durchaus provisorische Ange­legenheit, da das Gebiet ja lederzeit wieder vorn Völkerbund zurückgefordert werden kann. Der Hilton-Young-Berichi fordert also nichts gerin- ' gereS als eine Verletzung der FriedenSverträge und einen Bruch der Statuten de» Völkerbuw» deS. Damit ist auch gesagt, daß nicht nur

Selbstmord eines Bankiers

Sein Teilhaber stirbt am Herzschlag. Di« arsten Kursstürze. Aber di« Passiven der Bank gedeckt.