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Rt. 20.10. Kahrffana

Kasseler Reueste Nächrichte«

streitag, 25. garnier 1929-

Kasseler Gport-Äettung

wintevsport.

DaS SBetiet in ben SieletfoetiedMetee.

Werbeabend des Sportvereins Kurheffen.

Rach Sen am 28. Januar bei btt ReichSbaün»«». reale für ben Deutschen Reiseverkehr eingetioffenen Wetterrele-rammen tft 6a8 Tvermomeler faft überall ein« Ausnahme maßten nur fite schlesischen Ge. 6:roe gestiegen. Obeibauern unfi Allgäu «elfien Temperatur«» zwischen minus 2 unfi plus 1 ©rafi. Im östlichen Teile fier bäuerischen Alpen schnett es. Auch im Qckwarzwalfi. in Tbürin. flen uns tm Harz hat fiie Wärme zugenommen (mi- Us l bls pluS L Grafis Am günstigsten für ben fite Witterung gegenwärtig tn Sachsen unfi «chlesien. Das Erzgebirge melbet Temve­raturen von 2 bis 5 Grab in Schieben (8ab Remerzl wurden sogar 10 Grad gemessen. Der Schnee tft mit Ausnahme in Sachsen unfi Schlesien falt überall »um Teil nah unfi zum Teil verharrkcht.

SufcbalL

Die Futzball-Weltmeiiterschatt in Italien?

Wie auS Mailand gemeldet wirfi. hat der it al re nasche Verband ci» in allen Ein«lbeiten ou^Searbetteteb Projekt zur Abhaltung fier Fuß. b a l l-W e l t u t ifterschasl 1080 auf italienischem Vofic» hergestallt. Da der italienische Verband erst- klasftge Garantien abgibt unfi da sich ferner bislang kein anderer Bewerber gemeldet bat. ist es durchaus wahrscheinlich, ftatz der Fikakongreß bei seiner Mai- fttzung tn M-firtfi dem italienischen Berbanfi die Austragung der Kutzballmeifterschaft für 1930 über, «eben wird.

Nnzvrra und Czepan »vielen wieder.

Die beiden hervorragenden Schälker Soleier C »e c a u und Kuzvrra finfi so weit wiederher­gestellt, datz sie am kommenden Sonntag wieder in fien Rechen des FC Schälke 04 Mitwirken können.

ES war zweifellos eine gute Idee fieS Svortver- eins K m 8 « f s« »-Kassel, einen Werbe- und Elternabenfi zu veranftalten. Nur schade, dah der grotze Stadtvarksaal am Mittwoch afienfi nicht besser besucht war. Das vielseitige Programm hätte iefiensalls ein ausverkauktes Saus gerechtser- ügt. Unfi wenn man den Worten von

Oberschullehrer und Sreisjugeudvsleger Adams

lauschte, fier einen warmen Avvell an fiie Eltern rich­tete, in jeder Lage für die Ziele der Leibesübungen einzurreten und mitzuarbeiten, um das hochgesteckte Ziel zu erreichen: Eine neue gesunde Jugend, vollwertige Staatsbürger zu schassen, so fiars man überzeugt fein, fiafc fiie Jugend im Sportverein K urbessen bestens geleitet wird uni in guten Händen ist. Der Abend selbst kann

von der küuftlerischen und sportlichen Seite

aus betrachtet werden. Vorweg ein Lob dem Orche­ster ehemaliger Militärmusilei. die unter Meister Liebetraus Leitung viel zum Ertolg des Werbe- abends beitrugen. lWaaners Ouvertüre zufRien»i" unfi die 2. Ungarische Rhapsodie von Fr. v. Liszt ka­men ausgezeichnet zum Vortrag.l Sri. ffteifiert und Herr Lüning Boten erakte Tanzschöpfunaen. u. a. einen famosen akrobatischen Tanz. Herr Kammermusiker Sibel erntete viel Beifall mit einem Flötensolo (6. Konzert von Demersemans und einige Damen der Hildegart Dunkelschen

GUmnastikfchnle zeigten u. a. einen burschikosen Ma- trofenton» in sehr origineller Fassung. Man sieht, das künstlerische Programm konnte sich durchaus sehen lassen. Ter zweite Teil des Abends

war bem Sport Vorbehalten.

Tie Bodengnmnaftik fier Kleinen brachte die bekannten lustigen Spiele. (Sehr nett, wie ftch die Jungens am Schluß nacheinander verbeugtens. Ju­gendliche zeigten Kugelgumitaftik und die Da­men turnten flott am Pferd einige. Hebungen. Sehr zu beachten war die Gvmnaftik fier Herren zu zweien, schwierige Gleichgewichtsübungen, fiie sehr ent klappten. Tann kam am Schluh

der Film ..Leichtathletik".

der hn Auftrage fieS Reichsausschusses für Leibes­übungen hergeftellt wurde und tu sehr sauber auf­genommenen Bildern (Fünma Prozent Zeitlupe, aber ohne die kann man keinen Svortfilm drehen: ie mehr desto bessert sozusagen zum ABC fier Leicht­athletik wurde: Alle Difziolinen. angefangen vom Lauf, über Weit-, Hoch- unfi Stabhoch­sprung. zum Kugel-, Diskus- und Speer­werfen, wurden eingehend zergliedert. Man sieht wieder: Nicht jeder gute Filmoperateur kann unbe­dingt einen guten Svortfilm drehen. Das ist eine Kauft. Aber dieser Svortfilm i ft gut gedreht. Abschliehenfi kann getagt werden, dah dieser Werbe­unfi Elternabend in jeder Seife gut aufgezogen war. Der Erfolg dürfte bann auch nicht ausbleiben. Sp.

Leichtathletik-Länderkampf

Dentschland-Sckweden?

Auto und Motorrad.

Carraeiola gestürzt. I Zusammenftotz bei der , Monte Carlo-Fernfahrt.

Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich bei der Sternfahrt nach Mont« Carlo. Kur, vor Brüssel, fiem nächsten Etappenziel fier Rigaer Grupp«, an fier Carraeiola u. a. teilnimmt, kam es bei dem Ort Tirlemont »u einem Zusammenftotz bei dem fier deutsche Rekordfahrer Carraeiola, sowie die Gebr. Birnbolz stürzten und verletzt wurden. Man transportiert« sie in ein Kloster und stellte mit Bc- ruhigun» fest, dah die Verletzungen nicht ernsthafter Natur find. Die Deutschen fioffen sogar, die Fahrt sortfetzen zu können. Die Sternfahrt führt jetzt nach Brüssel, von dort nach Paris, von dort nach MonieCarlo.

D« Gedanke eines LekStatlletMänderkampfeS Deutschland Schweden scheint nun all­mählich doch Gestalt anzu nehmen. Di« Deutsch« Sportbehörde hat fiie Schweden zu eine« Länder- kamps eiugeladen, der erstmalig 1930 in Berlin stattsinde« soll. Di« nächst« Begegnung sollt« daun 1931 in Stockholm zur Durchführung kommen. D«r Schwedisch« Leichiathletik-Verbaud st«ht den Ab­sichten der Deutschen Svortbehörde sumvo- thisch gegenüber, er Lutzerte jedoch in feinem ersten Antwortschreiben den Wunsch, die erste Begegnung »wischen den beiden Ländern in Stockholm ftatt- finfien zu lassen.

Holland Westdeutschland.

Der 6. Leichtatbletikkamvf Holland Westdeutsch­land. fier in diesem Jahre aus holländischem Boden ausgetragen wirfi, ist auf den 14. Juli angesetzt worden.

«erlätzt Hoke Westdeutschland?

... und gebt in die Schwek?

Nach Schweizer Blättermeldungen wird Sport­lehrer Hoke. der zur Zeit fein Domizil in Duis­burg hat. WeftdeMchlaud bereits tut Sommer wie­der verlassen, um ssch tu der Schweiz niederzulassen, wo ihm eine Stkrtletzrerftelle angeboten fein soll. Für Westdeutschlaird wäre dieser schnell« Abschied sehr schmerzlich.

Radsport.

1000 Runden in Breslau.

_ Der Breslauer Sportarena ist gekungen. Petri-Dülberg noch zu einem zweiten Start tn der schlesischen Metropole zu verpflichten. Die Berliner «cchstagesseger bestreiten am 3. Februar ein Mannschaftsrennen über 1000 Runden (180 Km.). Weiterhin sind Girardenao-Rieger. Tonani-Bouche- rvn. Charlfer-Dnrau. Binda-Dinal«, Rausch-Hürtgen, Tietz-Kroschel und Knappe-Stegel als Teilnehmer in Aussicht genommen

Radländerkamps Deutschland Frankreich. Mannichasis-Umftellnngen.

In den beiden Mannschaften für den. am 27. Ja­nuar in Paris ftattsindendeu Railänderkamvf Deutfchland Frankreich muhte je ein Man» ausgetaufchi werden. In der deutfchen Ber- tretung wurde Ehmer durch Junge, in fier franrö- fifcken Mareillae durch L o u «t ersetzt.

Schach.

Das Meisterschaststurnier des Kasseler SchachklubS.

Das Turnier des Kasseler Schachklubs fand am Dienstag sein« Fortsetzung. In der Meifterschasts- flrupoe spielten fiie Herren Dr. M u n ck gegen Bei­er liug, Jordan gegen Heinemann. Dr. Gäbel gegen Dr. Witte und Ahrendt gegen Katz. Herr Dr. M u n ck wählt« eilte Eröffnung, bei ber er ben KönigSläuser auf c4 und den König auf di« Sette der langen Rochade brachte. Er ge­wann auch einen Bauern bei dieser ungewöhnlichen Stellung: Schwarz batte aber Drohungen parat. Sie schließlich zu Verlust einer Figur führten, worauf Weitz aufgab. Die Partie Jorda« Heine­mann wurde von beiden Setten remis gegeben. Die Partie Gäbel Witte wurde nach drei Stunde« abgebrochen. Schwarz bat in ber AbbruchSftellung einen Meürbauer». der gleich^itig Freibauer tft. Doch steht Läufer gegen Springer, fodah noch nicht jede Remischance geschwunden ist.

3n der Grupp« 5

spielte« fite Herren Prechel gegen Iackobs u«d Mangel gegen Pfeiffer. Herr Prechel eröff-

Auf der Jagd nach dem Rekord.

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Englische Rennfahrer führten neuartige Beiwagen mit Geländer für Motorradrennen ein. Unser Bild zeigt, wie der Beifahrer in einem englischen Motorradrennen auf Schlackenbahn an der Kurve seinen Platz vollständig verlassen hat, um durch diese Verlegung des Schwerpunktes die Schleuderwirkung auszugleichen.

«eie mit Tamengambit. rochierte aber fiaftet. laug. Die Partie endete mit Gewinn für tb». Dte Partie Mangel Pfeiffer wurde von Letzterem tm Endspiel mit Präzision »um Gewinn geführt. Dor- gefpielt hatte» die Herren Gabel und Jackob» und Gabel gewann gegen Neuheu se^r, wob« Herr Gabel beifie Partien gewann. Der stand der Gruppe 1 Ix lagt noch nichts, da zu wenig, Par­tien gespielt sind. Dagegen lassen die Ergebnisse tn bei Gruppe 2 bereits Vermutungen aut daS End­ergebnis zu. Herr 92 e u 8 e u f« r, der jetzt fiie erst« Berlitftpartie erlitten bat. steht mit 854 Punkten von zehn Partien on der Svibe. Es folgt Herr Gabel. ber von acht Partien fünf Punkte erreicht bat. Dann folgen drei Herren mit fünfzig Prozent und zwar »ach Zahl der gefpielten Partien. Herr «reßler nni acht Partie». Herr Pfeiffer mit sechs Partien und Herr Prechel mit fünf Partien. Die übrigen drei Herren baden unter fünfzig Prozent Gewinnpunkte, doch kann ssch das Ergebnis noch wefentlich ändern, wenn fiie Teilnehmer, die des Tnrnierfpiels noch febr ungtz. wohnt find, das Neuartig« erst Überwunden haben.

Dr. V.

Pferdesport.

Der etffe Tag btg Berliner ReitturnferS.

der 26. Januar, bringt a« Vormittag die Entfckei- d'ing der beifiev Klassen des Preifes von Hannover. Materialprüfung für hannoverfche Pferd«. Autzerdem werden in fiett Vormittagsstunden per« fchiefiene Klassen von Eignungsprüfungen etttfmtcSctt. Tie NackmittaaS stunden bringen ein riesiges Programm aus dem fiie beiden Sch:°, .mment. fite Hindenburg-Quadrille utw rete Kinder- Quadrille besonders zu nennen sind Die Eröffnung des Nachmittaas erfolgt durch das Gruvoenspringe» zu Zweien. Der Juniorenprcis für Anfänger wird entschieden. Tazu kommen mehrer« Eignung»- Prüfungen, bei denen Nickten und PreiSvertet- lung fckon am Bormittag erfolgten. Ter Fabrivort finixt eine würdige Verkörperung in der Fabr-Qua- drille der Viererzüge der R e i ck s w e S r. Der Abend sicht das Glücks-Jagdspringen und den Zapfenstreich zu Pferde vor.

Soren.

Gips» Daniels geschlagen.

Der au» in Deutschland bestens bekannte eng- lische Halbfckwergewicktsmeister Gips» Daniels mutzte im Blackfriars-Ring zu London «ine unerwar­tete Niederlage einstecken. Ter Besieger «chmelingS kämpfte mit dem amerikanischen Neger Jim Mendis, der nach Ablaus der 15 Runden «inen verdienten Punktsieg zugesproche» erhielt.

Das Programm fi«r Kölner Rbeinlandball«

für de» nächsten Borgrotzkampfabenfi am 1. Februar liegt jetzt nachdem für den 5. Kampf H a na und Sief rieft verpflichtet wurden, die beiden Welter« gewichtsmeifter von Oesterreich unfi Deutschlanfi enfigülitg fest: Hauvtkampf: Sein Sees er Hein Müller (um fiie deutsche Halbtchwerge-- wichtsmeisterschast!): Peter Hana Seif rieb: Franz Dübbers Calloir: Ernst Gührtng Georges Stack: Joe Ralph Cunow.

Regeln.

Sem Verband Kasseler Kegelklubs.

Am 18. Januar konnte der Verband Kasseler Kegelklubs auf ein achtjähriges Besiehe» zurück- blicken. Aus Meiern Anlaß fand am letzten Sonn« abcnfi ein Herrenkommers im Äeglerheim statt. Ter Präsident Herr Gustav P u I 8 begrüßte fiie er­schienenen Kegelbrüder. Mit Rücksicht auf den am 23. Februar steigenden Maskenball batte die Ver- bandsleitung von einer größeren Feier fies Stif- tungsfeftes abgefeben. Alsdann kam der 1. Vorsitzen­de auf den Werdegang des Verbandes zu fvrc- chen, welcher in 1920 unter schweren Verhältnissen ins Leben gerufen wurde. Auch beute nock bildet die wirtfchaftlich« Lage, in der wir uns in Deutschland befinden und worunter wohl alle Sportvereine und Verbände leiden, ein großes Hindernis für die Ent­wicklung. Trotzdem umfaßt

fier Kasseler Berbanfi

heute ca. 300 Mitglieder, die fiem schönen Kegelsport htrlfiigen. Die größte Errungenschaft in de» 8 Jahre« war Me Beschaffung eines eigenen Keglerheims, welches aus 8 schönen Bahnen allen sportlichen An« fvrbeiunge» genügt unfi gut« Wirtjchaftsräume bie­ten einen angenehmen Ausenthalt. Mit dem Wun­sche aus ferneres Wachsen, Blüh«» und Gefieihen schloß fier erst« Äorsstzenfi« feine Ausführungen, vom Beifall begrüßt. Berfchieden« Kegellieder, teils 6et* mailicher Dichter und Komponisten, leiteten dann zum gemütlichen Teil über. Ein Humorist erhöhte durch seine Vorträge die Stimmung und in Kegelbruder Berndt vom Klub ..Vaterland" entpuppte sich ein Opernsänger großen Formats. Segelbruder Abel vom AlubFavorit" hielt die Versammelten durch eine Reihe Witze und Anekdoten noch ein« halbe Stunde gefangen. Am frühen Morgen trennt« man ssch in fröhlicher Stimmung. Kaho.

Al WWM M W «Mil

Der Nachtwächter erbricht einen Tresor und verschwindet mit einer Biertelmillion.

Auf der Zeche Königsborn Schacht 1 und 2 in Heeren (Ruhrgebiet) wurden, wie schon kurz gemeldet, die gesamten Lohngelder für die Zechen Heeren und Bönen (Doppelschächte: im Betrage von über 230000 Mark meist in Papiergeld geraubt. Als Täter kommt der Lbernacvtwächter Max Dünisch aus Altenbögge der Leiter der Zechenpolizei, in Frage, der verschwunden ist. Die polizeilichen Ermitt­lungen sind in vollem Gange.

Ms abends um 7 Uhr der Nachtwächter sei­nen Dienst antrat, wurde er von dem anwesen, den Obernachtwächter beauftragt, zu den hin­tersten Kohlenlagern zu gehen, um nachzuprü­fen, weil dort in letzter Zeit große Diebstähle vorgekommen seien. Er werve inzwischen schon die Ueberwachung des Verwaltungsgebäudes und der Lohngelder übernehmen. Der Nacht­wächter folgte dem Auftrag Um 10 Uhr wur­den die Nachtwächter abgeläft. Dabei wurde die Kontrollmarke leer vorgesunden. Da- niftb verschwunden war, die Schlüssel aber zum Tresor hatte liegen lassen, ahnte man zunächst nichts Böses Erst als um halb 6 Uhr mor- gcns Zechenbeamte kamen, um die Lohngelder abzubolen, stellten sie fest, daß die Betondecke des Tresors von oben erbrochen und die darin aufbewahrte Geldkassette ihres Jntzaites be­raubt war. Gestohlen wurden genau 233450 Das Silberaeld hat der Räuber zurückaelaffen, denn die Gesamtlohnsumme betrug 252000 Jt Der flüchtige Dänisch ist seit Jahren bei der Zeche tätig un'> führte früher mit dem Bruder gemeinsam in Altenbögge die Zechenkantine

Dünikck soll sieb nach Saarbrücken gewandt

haben. Dünisch war in zweiter Ehe mit der geschiedenen Ehefrau Augusnn verheiratet, die inzwischen unter dem Verdacht der Mitwisser­schaft verhaftet wurde. Der Schaden ist in vollem Umfange durch Versicherungen gedeckt. Daß Dünisch den Einbruch nicht ohne Kompli­zen verübt haben kann, geht schon daraus her­vor. daß allein 4000 Mark in Fünfmarkstücken geraubt wurden und es einem einzelnen Mann kaum möglich sein dürfte, eine solche Last zu transportieren.

Nicht mehr umzustimmen.

Die bayerische Volkspartei gegen die Biersteucr.

München, 24. Januar. Der bayerische Kurier äußert sich zur Steuervorlage: Rach Meldungen aus Berlin sei nicht damit zu rechnen, daß die bayerische VoUspartei sich zum Nachgeben in der Frage der Biersteuer bewegen lasse, auch dann nicht, wenn weitere Zugeständnisse aus Dem Ge­biete der Ucberweisungssteuer an die Länder ge­boten würden. Ausschlaggebend für die nächste Entwicklung der Dinge würden die Verhandlun­gen sein, welche jetzt mit den anderen Parteien stattfinden. Nach Lage der Dinge sei wohl nicht mit einer Verständigung unter ben Par teien zu rechnen. ______

Räuberbanden machen S« itg unsicher

London, 24. Januar. (Eig. Drahtbericht > Nach hier vorliegenden Berichten sind mährest" der letzten 24 Stunden in der Umgebung Pe­kings sechs Autobusse von Räuberbanden ft her

fallen worden. Ten Passagieren wurden meh. rere tausend Dollar abgenommen. Während der letzten 14 Tage haben sich etwa 30 solche Ueberfälle durch bewaffnete Landen ereignet.

Rauberunrveseir in aller wett.

Geschützfeuer gegen die Verbarrikadierten.

Belgrad, 24. Januar. In einem Dorfe bei Pozarewatsch kam es gestern zu einem mehrstün­digen Kampf zwischen einer Gendarmerieabtei­lung und dem Räuberbrüderpaar B a r b u l o - witsch, die sich in einem Hause verbarrikadiert hatten. Nach ergebnisloser Belagerung der bei­den Räuber und nachdem auch auf Seiten ber Belagerer zwei Mann gefallen unb ein Gendarm verwundet worden war, kam Militürverftärkimg zu Hilfe. Das Haus der Räuber wurde aus einem kleinkalibrigen Geschütz und einem Ma­schinengewehr beschossen und schließlich angezün- dct. AlS man die beiden Räuber schon tot in ben Flammen glaubte, sprangen sie plötzlich bren- nenb ans bem Hanse unb würben von ben Be lagerern erschossen.

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Stamelr Umheg in der Lüste

Basra, 24. Januar. Bei bem letzten Wahn bitenangriff auf Kaowit mürbe auch ein amerika­nischer Missionar erschossen. Eine Gruppe von ungefähr 150 Kameltreibern griff Vie Kaowit flämme an, fügte ihnen schrnere Verluste zu unb raubte Kamele, Schafe ufro. Gleichzeitig roaren zwei kleine Grkunbungsabteilungen ent fanbt morbcu, von beiten bic erstere bie Ameri­kaner fünfzehn 'Bleiten biesseits ber Grenze an griff. Die britischen Flugzeuge finb gestern bnrch ein weiteres Geschwaber ans Bagdad verstärkt

worden. Panzerwagen nehmen an der Grenz« stcherung teil. .

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NSuvrninwesen in Noedsykien

Aleppo, 24. Januar. Das Bandenunwesen an der syrischen Nordgrenze hat wieder einge­setzt. Eine Bande hat einen kecken Handstreich unmittelbar vor den Toren von Alepvo verübt und am hellen Tage acht Automobile mit vierzig Reisenden kurz vor der Stadt ungehalten. Män- ner und Frauen wurden unter Todesdrohungen gezwungen, sich ihrer sämtlichen Kleider zu ent­ledigen und den Marsch nach Aleppo anzutreten. Ten Räubern gelang es, wieder auf tiirkifches Gebiet zu entkommen. Man erblickt darin eine neue fystemutifche von der Türkei her organisierte Baudcnoffensivc gegen Rordsyrien unb forbert ben Schutz Frankreichs.

Deulfche Dttuvärlehier in Lhma

Lonbon, 24. Januar. Außenminister Cham­berlain teilte auf eine Anfrage im Unterhaus mit, er habe Berichte über die Ankunft deut­scher Militärinstrukteure in verschiedenen Tei­len Chinas erhalten, sei aber nicht in der La­ge. Näheres bekanntzugeben. Die Frage, ob dieser Gegenstand vom Völkerbund erörtert worden sei, verneinte er.

B -rgeikrn g oster in Mexiko

..Guadalajara iMertko), 24. Januar. Aus oem Hauptquartier »er Bunjestpuppen wirb berichtet: Bei einem vierstünbigen Gefecht -wi­schen Truppen unb Ausstänbisnicn in ber Rahe von Sagitemaba würben 10 Anfftänbischc ge­tötet unb zwei Solbaten verwundet. Drei an­dere Aufständischengruppen wurden in »er. schiedenen Teilen Jaliscos zersprengt. Dir Bundestrupprn erbeutete« Waffen «nb Pferde.