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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Sonntag, 20. Januar 1929.

S'Vttflensntfe: «tnbetmifAe Ge'chäftSanzeigen Die mm-Zeil« 10 4. animiirttae Geschaft»an,eigen Me mm Stile 10 4. Samilienanzeigen die mm-Zcil« 10, Rleinc ansetsen « Raffel das Wort 6 4. auswänige Kleine Snjeiaen die mm« Zeile 10 4, Reklamen die mm-Z-Ut 88 4. Vifertgebühr 36 4 (bei Zustellung S5 Rechnungsbeträge innerhalb 5 Tagen zahlbar Für die Richtigkeit aller durch Kernfvrecher ausgegebenen «NKtgeu sowie für Ausnahmedaten und Plätze kann nicht garantiert werden. 8ür Antigen mit besonders schwierigem Satz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Schlachlbofstr. 28/30. Geschäftsstelle: Adln. Str. 6.

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Milleranö hetzt wieder gegen Deutschland

iyträ bie D;flöfuna,oer fünfundzwanzig Dy»-',.. Ilten, die Bismarcks Schöpfung trotz aller äuße-

Das Königsdrama im Orient

Amanullahs Brüder mit englischen Flugzeugen entflohen. Reue Wirren in Sicht?

Mann eigentlich gar nichts, da den Tiefen des Volkes stammt,

er offenbar rus :, wenn er auch

Kriegsächtung für Osteuropa.

Polen nimmt Moskaus Vorschlag an. Die ^"^rßagter fnra.~ ffilariifimt ^ah<tnr /ro; x ..... . .0 .

s«en und zwar vch 1887 an mit der Affäre Schnaebele bis 1911 zu Agadir. Millerand ruft weiter von der interalliierten Militärkontroll-

Und wenn heute am Jahrestag der Reichs- gründung im Spiegelsaal zu Versailles, die vom Eisernen Kanzler mit Blut und Eisen für Aeonen geschmiedet schien, noch ein dem Heute abgewandter Träumer den Trümmern dieses Titanenwerks nachtrauert, so sei er doch damit getröstet, daß das Krundelement die Einheit des Reichs, uns im Höllcnsturz des letzten Jahrzehnts erhalten blieb. Ist nicht vielmehr

plötzlich in den Spalten einer Londoner Zeit­schrift auftauchte. Allerdings ist man sich sehr rasch darüber klar geworden, daß von einer Sensation nicht gesprochen werden kann, da. wie schon betont wurde, die Denkschrift nichts ent­hielt, was nicht bei den parlamentarischen De­batten über den Panzerkreuzer ausgesühri wor­den wäre. Freilich bemerkt ein italienisches Blatt sehr richtig, daß man gerade in den Län­dern, in denen am meiste» gerüste: wird, eine Komödie der Ueberr^schung über die Denkschrift spielen werde. Das trifft zweifellos auch für Polen und Frankreich zu, bezeichnet doch die politische Presse die Panzerkreuzerdenk- schrift geradezu als e.ne »Bedrohung des Frie­dens". In England hingegen hat die Veröffent­lichung der Denkschrift kaum besondere Kom­mentare ausgelöst. Das Arbeiterblait spricht davon, baß Groener von dem Gespenst des pol­nischen Einmarsches beherrscht werde während man in Polen wieder eine größere Armee for«

rcn Eisenklammern zersplitterten, der Weg zur einige» deutschen Familie erst freige­worden? Werden stch in kurzsichtigem Eigen­dünkel die heute ohne Reichsalmosen nicht mehr lebensfähigen Zwergstaaten noch lange dem or­ganischen Zusammenschluß und Druck der öffent- ltchen Meinung entgegenstemmen? Wie lange werden auch noch bi? süddeutschen mächtigeren Gegenspieler: Bayern, Baden, Württemberg, Sachsen, deren Stammeskultur nicht im gering« sten gestört werden soll, ihre mißverstandenen Sonderinteressen über die der Gesamtheit stel­len? Dem ersten guten Beispiel Waldecks wer­den hoffentlich bald Lippe und andere Leidens- genofsen zwangsläufig folgen, damit die Neu­gliederung des Reichs rascher und reibungsloser vor sich gehen und zugleich VerwaltungS- und Verfassungsreform zum guten En­de gedeihen können. Ausweichende Not« und Teillösungen, wie sie neuerdings erst wieder Minister Leuschner für den Freistaat Hessen vor« geschlagen hat, können Wohl berücksichtigt wer­den. dürfen jedoch dem Zwang historischer Not­wendigkeiten nicht zuwiderlaufen. Bislang frei­lich bieten uns und der Welt sowohl Landes- konferenz wie Länder-Regierungen und Varia-

Ueberhaupi ist sa das Jnteresie deS Aus­lands an unserem Panzerkreuzer A geradezu erstaunlich. London und Paris überbieten sich in Schilderungen seiner Bewaffnung und des Gefechtswerts. Man ersieht aus dieser Kritik, daß der neue deutsche Panzerkreuzer doch wohl nicht ganz so wertlos ist, wie die Gegner dieses Schiffbaues immer wieder ver­sichern. Immerhin sollten gerade die Boulevard- gazetten bedenken, daß nicht nur der polnische Wehretat eneorf heraufgeschraubt wurde, son­dern daß die französische Kammer eben erst etnen weiteren Bauabschnitt des französischen

Gebote der Zett.

Das Ringen um die Reichseinheit. Panzerkreuzer A.

Ob auch der Klang und Ruf eines teuren, für immer erloschenen Namens wie ein erstickter Schrei durch Uue Räume, über Treppen uno Hose untres albeiisbeschwingien Betriebes in der Cchlachlhotstraße irrt, ob auch eine verklärte, hohe Gestalt sich noch lange über die Schulter der mit Hirn und Hand Werktagendeu beugen wird: das jagende, atemlose Tempo des Zeit- und Weltgeschehens gestattet kein Verweilen, und ein neuer Arbeitsrhythmus spörm zu noch höheren, weiter gesteckten Zielen und Leistungen an. Denn das unumstößliche Grundgesetz des Lebens, daß das von Ewigkeit zu Ewigkeit gleichbleibende Ausmaß der geistigen wie mate- rtellen Weltenergte wohl seine Formen wechseln, niemals aber auch nur ein Atom völlig tn uichts vergehen und sich auslösen kann, beherrscht den Gang des Lebens und Sterbens im ganzen Umkreis persönlicher, wie kosmischer Verwand­lungen.

(Sffluntete Knegsskßuldkn.

London, 19. Januar. (Eigene Drahtmeldung, i Der amerikanische Senats-Ausschutz hat der Hin- austchiebung der österreichischen Kriegsschulden- zahlungen im Hinblick auf die Hundert-Million nen-Dollar-Anleihe zugestimmt.

Das lästige Fremöenviertel.

Peking will die Gesandtenpaläste abbrechen.

London, 19. Januar. (Eigene Drahtmel- düng.) Wie aus Peking gemeldet wird, hat der Bürgermeister angeregt, mit den fremden Mäch- ten über die Wiederabbrechung deS Gesandtenviertels in Peking zu verhandeln. Das fremde Gesandtschaftsviertel stelle nach seiner Ansicht eine ernste Beeinträchti« gung der chinesischen Selbständigkeit dar. Ter Bürgermeister hat den Durchzug der ausländi« chen Truppen durch die Chinesenstadt abge« rhnt, da auch die chinesischen Truppen daS Gesandtschaftsviertel nicht betre­ten dürften.

E n neuer Tvpen-Aufrudr.

Mexiko, 19. Januar. .(Funkielegramm.) Rach Berichten von der Grenze ist im nordwestlichen Guatamala eine AufstandSbewegung ausaebro- chen. An der Spitze steht der frühere Kriegs. "£nt£er General Jorge Ubieo, in dessen Gewalt stch zwej Orte befinden. Die Ser« dtndungen mit Guatamala stnd unterbrochen.

London, 19. Januar. Wie bekannt wird ha, der englische Gesandte in Afghanistan bei bet Flucht des Königs Jnayat Ullah auf Ersuchen owohl deS Königs alS auch der jetzigen Be­herrscher von Kabul mitgewirkt. Er hat die Flugzeuge bereit gestellt, die nicht nur König Jnayat Ullah, sondern auch fieben Frauen uno verschiedene ankere Personen nach Indien brachte Ein Blatt urteilt, bas bisherige Königliche Ge­schlecht werbe bie Rieberlage keineswegs ruhig hinnehmen und man könne eS verstehen, wenn bie inbische Regierung mit Sorge die Wirren in Afghanistan verfolge.

hat nun der Rebellenführer Bacha-i-Saquao die Herrschaft an sich gerissen. Dieser Name be- oeutet auf deutsch nichts anderes als Kind des Wasserträgers. Man weiß von dem neuen

schon in letzter Zeit ein recht angesehener Räu­berhauptmann war. Im übrigen bedeutet auch Die Herkunft des neuen Mannes auch nicht allzu viel, einen Adel nach unseren Begriffen gab es und gibt es nicht in Afghanistan Wichtiger ist schon bie Frage, ob der neue Mann von irgenb einer ausländischen Macht u n- terstützt wird, zu welcher Annahme man ge langen muß, da es doch immerhin nicht ganz cinfach gewesen sein Dürfte, bie VerteidigungS- werke von Kabul zu nehmen, sondern da zu diesem Zweck wohl moberne Waffen erforderlich gewesen sein dürften, wenngleich manche Stel­lungen wohl durch Verrat gefallen fein dürf­ten. Ob »der Sohn des Wasserträgers" noch heute über gute Beziehungen zur indischen Rc gierung verfügt, wie es bei seinem Vater der Fall gewesen fein soll, läßt sich nicht ohne wei- cres entscheiden Aman Ullah selbst scheint in Hadahar Truvven tu einem Vorstoß gegen Ka­bul zu sammeln. Aber die riesigen Entfernun­gen machen es sehr fraglich, ob die beiden Geg-

droht seien und daS gleiche gelte auch für Washington. Immer behaupten die Militärs, daß man sicherer fein werde, Wenn mann mehr habe als der Nachbar, was bann dem Nachbar wieder Veranlassung gäbe, feine Rüstungen zu steigern. Von grundlosen Ver« bächttgungen über Groenersgeheime Rüstun­gen" phantasiert eigentlich nur die Pariser Ehauvtmstenpresse, wobei natürlich die Polen als bie reinen Engel unb Wir als die schwarze» Schafe hingestellt.

»er in der nächsten Zeit schon aneinander gera­ten Werden. Die Lage ist aber Derart undurch­sichtig, daß man mit Weiteren Verwicklungen Wohl rechne» muß.

Amanullah rüstet.

Reue Frühjahrswirren in Sicht.

London, 19. Januar. (Eig. Drahtbericht.) Einem Blatt zufolge soll es dem früheren Kö­nig Amanullah gelungen fein, stch eine Reihe von Flugzeugen man spricht von 17 die auf dem Flugplatz von Kandahar stehen, für seine Zwecke zu sichern. Amanullah soll unter den dortigen Stämmen eine rege Propaganda entfaltet haben, die de» Zweck verfolge, ihn gegen die Aufständischen zu unterstützen. Kämpfe dürften im Frühjahr Wieder einsetzen.

Ver-rehte Wahrheiten.

Wie Millerand Deutschland anschwärzt. GezenAnschlutz und Räumung.

Paris, 19. Januar. (Privattelegramm) Mi­nisterpräsident a. D. Senator Millerand, be. wies gestern in einem Vortrag vor Politikern und Wirtschaftlern, daß er feine Anschauungen in nichts geändert hat und man könnte übet seine Ausführungen hinweggehen, wenn fie nicht Stellen enthtelteu, die die schwersten An würfe gegen Deutschland Darstellen. U. a. hat er von der verwegenen Vertauschung der Rollen gesprochen, mit der Deutschland, um dem von ihm gegengezeichneten Geständnis seiner Schuld zu entgehen, behauptet, gezwun gen worden zu sein, anzuarelfen um sich zu ver­teidigen, Während doch sämtliche P r o v o k a. tionen von Deutschland gekommen

Warschau, 19. Januar. (Eig. Drahtbericht) Dte polnische Regierung wird auf die sowjet- russische Rote betreffend vorgreifende Inkraft­setzung des Kriegsächtungspaktes in Osteuropa tn allernächster Zeit antworten. Der Mei­nungsaustausch über den Beitritt der Nachbar­staaten zu einem ganz Osteuropa umfas­senden Protokoll, worin der Kellogg- pakt in Kraft gesetzt werden soll, hat dem Ver­nehmen »ach durchwegs ein positives Ergebnis gezeitigt. Es gilt somit auch als sicher, daß die polnische Regierung dem russischen Vorschläge endgültig z u st i m m en wird.

Doch eine Gnölösung.

Der Einheitsstaat des LutherbundeS.

Berlin, 19. Januar. Der Bund zur Erneue­rung des Reiches (Lutherbund) sprach stch gestern für dte sog. differenzierende Endlösung ans die eine Gesamtlösung für Norddeutschlanb und iedoch unter Beachtung der ge- den verschiedenen .fleicbstetlcn barstellt. Oberregierungsrat Ada- metz führte in einem Referat au8: Einig sei man in ber Unhaltbarkeit des gegenwärtigen Zustan­de« des Nebeneinanderarbeitens von Reichs- unb Landerbehprden. Die sog. Groß« Preußenlösung, bie Uebernobme kleiner unb lei­stungsschwacher Länder in die unmittelbare Ver­waltung des Reichs und bie weitere Aushöhlung Der Länber durch immer neue reichseigene Ver­waltungen Würben überwiegend auch von der Kritik als unmögliche Lösungen abgelehnt. Die Vorschläge des Bundes verdienten auch nicht die Einwendungen, datz sie nur eine Zwischenlösung barstellten, die Mainlinie von neuem ausrichten und Pretttzen zerschlagen. Bedenklich Würde eS allerdings sein, wenn man die kleinen und lei-

Sehr unsanft hat man neuerdings auch bie politische Welt Europas, die zur Zeit mit Den R"Reichten über die ReparotionS-Endläsun' gefüttert wirb, mit der Kreuzer-Denkschrift Groeners aus dem Winterschlaf geschreckt, die

Für alle Zeiten verpfändet.

Wie Paris stch die Reparationsregelung denkt.

Paris, 19. Januar. (Eigener Drahtbericht.) Aus Grund des Widerstands der amerikanischen Regierung gegen jede Kommerzialisierung der deutschen Schuld erinnert der halbamtliche Excelsior daran, daß der Sachverständigen-Aus« schuß nach dem Genfer Abkommen unabhän» g i g fein müsse. Diese Eigenschaft schließe jede Bindung der Delegierten durch ihre Regierun­gen aus. Es sei klar, datz die französische Rc- gieru,.,, deiner Lösung der Reparationsfrage

Dawesplan gebotenen Sicherheiten durch ent­sprechende Sicherheiten und Pfänder zu ersetzen. Die deutsche Schuld sei die Gegenleistung für die Tatsache deS durch den Krieg erlittenen Schadens. Für diesen Schade« sehe der Versailler Vertrag eine erstklassige Hypothek auf alle Güter vor.

!yiung und Morgan emver,landen

London, 19. Januar. (Eig. Drahtbericht.) Wie aus Rewyork gemeldet wird, haben Oven Noung und Pierpont Morgan die Einladung, als Vertreter Amerikas an den Arbeiten d«S Reparationsausschusses teilzunehmen, anat. nommen.

bere, ba Deutschland ben Korridor zurückzuer-

Obern trachte In Paris, so sagt das Blatt dann cultu roeilEren «auamani weiter, bewillige man MiDonensummen für ben ??rnt a"? a2^.

geroiDerten Kreuzer, weil die Handelswege be- den eines 10 000 Tonnen-Kreuzers. ...

mente nur das schmerzliche und klSaliche Schau­spiel. daß sie trotz der unerschwinglichen DaweS tribute an ihren Pöstchen unb Ftttterkripven Heben unb vom Morgenrot bes hinter kalten Winterhorizonten auffteiflenben dritten Reichs Noch keinen Hauch verspürt haben.

Denn auch bie beute sich gleichfalls zum Jahr­zehnt rundenden Wahlen zur Nationalversamm- Inna von 1919 hatten nach der blutiaen Nieder­werfung des Berliner Svartakus-Aufstandes im Werk von Weimar die ReichSeinheil wohl geret­tet. ohne jedoch schon an die Endlösung denken zu können Damals War vor allem das nach den Noventberstürmen grollend oder verschüch­tert beiseite siebende Bürgertum für die Mitarbeit am Staats- und Wirftchaftsneubau zurückaeWonnen worben, sodaß sich damals schon wie heute der Zwang zur Koalition herausbil- bete. Allerdings verstand man die Rotteichen der Zeit vor -ebn Jahren rascber unb gründ­licher als «in Revarasions-. Arbeits- unb Wirt- sckwsiselenb unserer Tgoe Wo man inmitten sich mtftflrmenber n»"er s-,eer-"illionen. angesichts her cmrollend-n RenorasionSsi'irmfini uns eine Dnbend der Lösung b-rrt-nber Wo^^abr-Saereb- nicht ben Mnt unb Willen zur StaMsisenmg her loten Reoierunasaen-eln^aki finden kann Jedenfalls wird man alle 9'Aflrebnnaen. die über Me bereits «inoeie'ieten Nerwaltunosrefoi- men ans Ni- c> - gb - fnrrn nk,,;-

len nur mH aii>ii <n>Htefn sörd-rn sännen pteickiniel ob üe yon Kreisen nm d-n früheren Ln' ber an-reben n^r in ben P'Änben staasiilb beauftragter Sachverständiger ruhen f . P

Der Lohn -es waffertragers.

Das Dunkel um den Königsstürzer.

London. 19. Januar. Nach Meldungen, die an amtlicher Slelle eingegangen sind, hat Der neue Machthaber in Kabul, Habibullah, (bei eitherige Führer ber Ausftänbischen, Bacha Sa- ko) sich jetzt auch der Zitadelle bemächtigt unb beherrscht somit die Lage völlig. Habibullah hat <5000 Mann gut ausgerüstetes Militär zur Der fügung.

Rach dem kurzen KönigStraum Jnayatullahs

kommiffion den englischen General Morgan, als Kronzeugen dafür an, in welcher Weise Deutschland seine Abrüstungsverpslichtungen respektiert habe. Wenn die deutschen Parteien erklärten, daß die Annektion Oester­reichs notwendig und unvermeidlich sei, so sei dies falsch und man müsse hierbei an den Prä- zedensfall Belgiens erinnern. Der

Anschluß würbe den Krieg bedeuten

und gleichfalls mit Krieg werde man bedroht durch die Pläne gegen Polen, die von Marschall Hindenburg in seiner Rede von Oppeln bestä- tigt worden seien. Die vorzeitige Rheinland- räumung würde nicht nur Frankreichs Sicher beit, sondern auch die seiner Alliierten ge- f ä h r d e u, auf die bi« deutschen Pläne betret send die polnischen Grenzen und die Annektion Oesterreichs es abgesehen hätten. Frankreich müsse von seinem Vetorecht Gebrauch machen, um, wie er stch ausdrückt, die Amputation Po­lens bezw. die Annektion Oesterreichs zu ver lindern.